EU-Zuwendungen

19.12.2011 - 19:01 Uhr

..mal was Anderes..

Gruss Karl

Ein griechischer Bürgermeister besucht vor vielen Jahren einen Kollegen in einer kleinen spanischen Stadt.
Der Grieche staunt nicht schlecht. Der spanische Bürgermeister hatte ein üppiges Anwesen mit großem Garten und tollen Möbeln.
Da fragt der Grieche, wie hast Du das bezahlt?
Der Spanier meint, siehst du die Brücke da hinten? Die EU gab uns 10 Mio. für eine 4 spurige Straßenbrücke. Wir haben eine 2-spurige mit Ampel gebaut.

Ein Jahr später besucht der Spanier den Griechen in Griechenland und staunt.
Der griechische Bürgermeister hat ein Haus mit vergoldeten Zäunen und großen Säulen sowie überall Personal. Er fragt ihn, wie hast Du das bezahlt?
Da sagt der Grieche, siehst Du die Brücke da drüben?
Der Spanier: "Nein"

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Re: EU-Zuwendungen

19.12.2011 - 19:06 Uhr

... ich lache und weine gleichzeitig ;-)
Stef@n

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Re: EU-Zuwendungen

19.12.2011 - 19:12 Uhr

Das läuft doch hierzulande nicht viel anders. Vielleicht nicht so offen und dreist, aber wir holen auch stilmäßig in rasendem Tempo auf.

Es lebe die Bananenrepublik.

Torsten

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Re: EU-Zuwendungen

19.12.2011 - 19:21 Uhr

Oha. Der ist böse. Aber wie in den meisten Witzen eben auch mit einem Funken Wahrheit.

LG Albrecht

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Re: EU-Zuwendungen

19.12.2011 - 19:24 Uhr

Sehr amüsant - danke!!

Gruß,
Ulf.

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Re: EU-Zuwendungen

19.12.2011 - 21:44 Uhr

Bezahlen wir nun die Brücken oder kann man meine Brücke auch irgendwann nicht sehen????????

Servus
da Gotti - der sich irgendwie Sorgen um unsere Zukunft und die (r Kinder) macht.

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Re: EU-Zuwendungen

19.12.2011 - 23:09 Uhr

oh, der Witz ist so alt.... jetzt also nur in zwei Stufen mit Griechen und Spaniern, ich habe ihn 1987 in Bangladesch gehört, da war die Stufenleiter Indien-Pakistan-Bangladesch

Die eine oder andere kritische Anmerkung müssen wir uns wohl auch gefallen lassen. Im Ranking von Transparency International sind wir, seit ich diese Liste beobachte, immer auf dem Niveau von Japan.

Gut so.

Aber warum ist das Rang 14? Was haben uns Neuseeländer und Dänen voraus, was wir nicht gebacken kriegen?

Mein aktuelles Gastland liegt auf Rang 66. Soll mich das trösten?

Nein, es tröstet nicht, es nervt im täglichen Leben. Und es gibt keinen Grund stolz darauf zu sein, daß "wir" auf Rang 14 liegen. Schönen Gruß nach Dänemark und ich sehe auch so manche Brücke nicht.

Der Link:

http://cpi.transparency.org/cpi2011/results/

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Re: EU-Zuwendungen

19.12.2011 - 23:18 Uhr

und wenn wir schon beim Thema sind:

den folgenden Text habe ich vor ein paar Wochen per Mail bekommen. Ist natürlich der Lacher. Aber nach dem Lachen - ja, und klar schon, Griechen und das Geld kommt vom deutschen Touristen - wollte ich gerne verstehen, wo der Denkfehler liegt.

Ich hab den Text im privaten Kreis herumgereicht und gefragt, wo der Denkfehler liegt. Also, wer hat Spaß an Denksportaufgaben und hilft mir weiter? Es soll KEIN politisches Thema sein, ich will nur wissen, wo der Fehler liegt...

Die Denksportaufgabe:

Es ist ein trüber Tag in einer kleinen griechischen Stadt. Es regnet und alle Straßen sind wie leergefegt. Die Zeiten sind schlecht, jeder hat Schulden und alle leben auf Pump. An diesem Tag fährt ein reicher deutscher Tourist durch die griechische Stadt und hält bei einem kleinen Hotel. Er sagt dem Eigentümer, dass er sich gerne die Zimmer anschauen möchte, um vielleicht eines für eine Übernachtung zu mieten und legt als Kaution einen 100 Euro Schein auf den Tresen. Der Eigentümer gibt ihm einige Schlüssel.
1. Als der Besucher die Treppe hinauf ist, nimmt der Hotelier den Geldschein, rennt zu seinem Nachbarn, dem Metzger und bezahlt seine Schulden.
2. Der Metzger nimmt die 100 Euro, läuft die Straße runter und bezahlt den Bauern.
3. Der Bauer nimmt die 100 Euro und bezahlt seine Rechnung beim Genossenschaftslager.
4. Der Mann dort nimmt den 100 Euro Schein, rennt zur Kneipe und bezahlt seine Getränkerechnung.
5. Der Wirt schiebt den Schein zu einer an der Theke sitzenden Prostituierten, die auch harte Zeiten hinter sich hat und dem Wirt einige Gefälligkeiten auf Kredit gegeben hatte.
6. Die Hure rennt zum Hotel und bezahlt ihre ausstehende Zimmerrechnung mit den 100 Euro.
7. Der Hotelier legt den Schein wieder zurück auf den Tresen. In diesem Moment kommt der Reisende die Treppe herunter, nimmt seinen Geldschein und meint, dass ihm keines der Zimmer gefällt und er verlässt die Stadt.
Niemand produzierte etwas.
Niemand verdiente etwas.
Alle Beteiligten sind ihre Schulden los und schauen mit großem Optimismus in die Zukunft.
So, weiste Bescheid. So einfach funktioniert das EU Rettungspaket

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Re: Re: EU-Zuwendungen

19.12.2011 - 23:21 Uhr

liegeradler wrote:
und wenn wir schon beim Thema sind:

gut, daß wir darüber geredet haben...

vielleicht habe ich es im 27. Anlauf selbst geschafft, aber jetzt bin ich auf Antworten gespannt :-)

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Re: EU-Zuwendungen

20.12.2011 - 00:38 Uhr

Wir zahlen nicht für Brücken, nicht für Straßen, nicht für Schulen, nicht für Bildung, nicht für irgendwelche Investitionen. Wir zahlen für Zinsen an Banken. Das ist alles.

Und das bringt gar nichts!
Das ist die Grundproblematik!

Es sind keine griechischen Bürgermeister und keine spanischen Bürgermeister. Es sind Konzerne und Banken, die sich die Taschen voll machen. Und die bauen nichts. Die geben neue Kredite und nehmen uns als Geiseln.

Wir werden also auch in Zukunft nichts sehen...

Gruß,

Martin

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Re: EU-Zuwendungen

20.12.2011 - 07:39 Uhr

Quote:
wo der Denkfehler liegt

Da bin ich auch gespannt.

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Re: EU-Zuwendungen

20.12.2011 - 07:43 Uhr

Wie funktioniert Geld: http://www.youtube.com/watch?v=9BrLrwbkQWQ&feature=youtube_gdata_player

Man sollte sich alle 3 Teile ansehen. Dort ist leicht verständlich erklärt wie die Banken funktionieren.

Gruß Tilo

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Re: Re: EU-Zuwendungen

20.12.2011 - 08:51 Uhr

lightmixer wrote:
Wir zahlen nicht für Brücken, nicht für Straßen, nicht für Schulen, nicht für Bildung, nicht für irgendwelche Investitionen. Wir zahlen für Zinsen an Banken. Das ist alles.

Und das bringt gar nichts!
Das ist die Grundproblematik!

Es sind keine griechischen Bürgermeister und keine spanischen Bürgermeister. Es sind Konzerne und Banken, die sich die Taschen voll machen. Und die bauen nichts. Die geben neue Kredite und nehmen uns als Geiseln.

Wir werden also auch in Zukunft nichts sehen...

Gruß,

Martin

Der ist gut.

Nur einen haste vergessen, die Politiker. Die stopfen sich auch die Taschen schön voll, haben keine Ahnung von nix und verkaufen uns tagtäglich für Blöd.
Es ist schon erstaunlich, dass bei uns nicht jeden Tag die Massen auf die Straßen gehen.

So, genug depressive stimmung....endlich schneits auch hier :-)

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Re: Re: Re: EU-Zuwendungen

21.12.2011 - 01:59 Uhr

Michael Feiden wrote:
lightmixer wrote:
Wir zahlen nicht für Brücken, nicht für Straßen, nicht für Schulen, nicht für Bildung, nicht für irgendwelche Investitionen. Wir zahlen für Zinsen an Banken. Das ist alles.

Und das bringt gar nichts!
Das ist die Grundproblematik!

Es sind keine griechischen Bürgermeister und keine spanischen Bürgermeister. Es sind Konzerne und Banken, die sich die Taschen voll machen. Und die bauen nichts. Die geben neue Kredite und nehmen uns als Geiseln.

Wir werden also auch in Zukunft nichts sehen...

Gruß,

Martin

Der ist gut.

Nur einen haste vergessen, die Politiker. Die stopfen sich auch die Taschen schön voll, haben keine Ahnung von nix und verkaufen uns tagtäglich für Blöd.
Es ist schon erstaunlich, dass bei uns nicht jeden Tag die Massen auf die Straßen gehen.

So, genug depressive stimmung....endlich schneits auch hier :-)

Wir, "Normalbürger" haben schon verloren - wir wollen es nur nocht nicht wahrhaben.
Politiker glauben, sie könnten etwas bewegen - dabei bemerken sie nicht, dass sie bewegt werden!

Viele Grüße

Burghard

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Re: EU-Zuwendungen

21.12.2011 - 06:01 Uhr

Quote:
Die Denksportaufgabe:

Es ist ein trüber Tag in einer kleinen griechischen Stadt. Es regnet und alle Straßen sind wie leergefegt. Die Zeiten sind schlecht, jeder hat Schulden und alle leben auf Pump. An diesem Tag fährt ein reicher deutscher Tourist durch die griechische Stadt und hält bei einem kleinen Hotel. Er sagt dem Eigentümer, dass er sich gerne die Zimmer anschauen möchte, um vielleicht eines für eine Übernachtung zu mieten und legt als Kaution einen 100 Euro Schein auf den Tresen. Der Eigentümer gibt ihm einige Schlüssel.
1. Als der Besucher die Treppe hinauf ist, nimmt der Hotelier den Geldschein, rennt zu seinem Nachbarn, dem Metzger und bezahlt seine Schulden.
2. Der Metzger nimmt die 100 Euro, läuft die Straße runter und bezahlt den Bauern.
3. Der Bauer nimmt die 100 Euro und bezahlt seine Rechnung beim Genossenschaftslager.
4. Der Mann dort nimmt den 100 Euro Schein, rennt zur Kneipe und bezahlt seine Getränkerechnung.
5. Der Wirt schiebt den Schein zu einer an der Theke sitzenden Prostituierten, die auch harte Zeiten hinter sich hat und dem Wirt einige Gefälligkeiten auf Kredit gegeben hatte.
6. Die Hure rennt zum Hotel und bezahlt ihre ausstehende Zimmerrechnung mit den 100 Euro.
7. Der Hotelier legt den Schein wieder zurück auf den Tresen. In diesem Moment kommt der Reisende die Treppe herunter, nimmt seinen Geldschein und meint, dass ihm keines der Zimmer gefällt und er verlässt die Stadt.
Niemand produzierte etwas.
Niemand verdiente etwas.
Alle Beteiligten sind ihre Schulden los und schauen mit großem Optimismus in die Zukunft.

Quote:
Niemand produzierte etwas.
Niemand verdiente etwas.

Das ist der Fehler.

Alle, die ihre Schulden bezahlt haben, haben damit nur den Gegenwert für die bereits produzierte Leistung entrichtet und dem Produzenten seinen Verdienst gegeben.

Die Kette kann man kürzen und verlängern, man kann sie auch z.B. mit der Hurenzahlung beginnen lassen. Sie nähme dann kein so merkwürdiges Ende, wäre aber inhaltlich dasselbe. Sobald ein weit vorn in der Kette stehender Schuldner zahlt, fügt sich Glied an Glied. Man kann sogar auf ein Zwei-Personen-Verhältnis mit Aufrechnungsverbot verkürzen, dann stehen sich zwei Geldforderungen als Gegenleistung für erbrachte Dienste/gelieferte Waren gegenüber, die - wenn kein Kapital vorhanden ist - beide nicht nicht ausgeglichen werden können, bis einer wieder solvent wird.

Ein anderer Weg der Erfüllung in solchen Fällen ist, wenn die Beteiligten einverstanden sind, die Abtretung. So hätte der Hotelier die Forderung des Metzgers auch durch Abtretung seiner Forderung gegen die Hure an den Metzger an Erfüllungs statt (Erfüllung tritt mit der Abtretung ein) oder zumindest erfüllungshalber (wenn die Forderungseinziehung gelingt, ist die Forderung gegen den abtretenden Hotelier erfüllt – und zugleich die des Hoteliers gegen die Hure) erledigen können

Der "Witz" liegt darin, dass durch den "Kredit", der dem Hotelier gewährt wurde, ein Geldkreislauf in Gang gesetzt werden konnte. Da ist dann auch der reale Haken an der Sache. Wenn man nicht sehr gut mit Geldgebern steht, bekommt man keine vergünstigten Kredite, schon gar keine zinslosen. Das ist ja auch im Beispiel nicht anders. Der Kunde bringt das Geld zur Bank äh zum Hotelier und dieser bringt es unentgeltlich und wohl nicht im mutmaßlichen Einverständnis des Kunden in den Geldkreislauf.

Die Waren-/Dienstleistungsgläubiger haben im Beispiel ebenfalls zinslos kreditiert. Sie haben vorgeleistet und dem Leistungsempfänger eine Vermögensmehrung +100 verschafft, die erst jetzt wieder ausgeglichen wird.

Eine Forderung ist allerdings noch offen. Der Mann vom Genossenschaftslager (offenbar eine Einrichtung einer Genossenschaft = juristische Person) muss noch den Griff in die Kasse rückgängig machen.

Grüße

Albrecht

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