wechsel des CEO von Oly

14.10.2011 - 14:53 Uhr

Gerade lese ich, daß Woodford, der CEO von Oly seinen goldenen Handschlag bekam. http://www.cnbc.com/id/44898623
Olympus has struggled in the camera business.The company made 35.4 billion yen ($460 million) in operating profit for the year to March 2011, down 41 percent on the previous year, as its struggling camera division held back the healthy medical equipment unit.

Nun wollen wir mal hoffen, daß:
a) ein neuer Blick auf die Marketingleistungen geworfen wird. Letztes Beispiel: da reist ein Truck durch D und noch niemand sagt, wann er wo ist und selbst die wirklich engagierten Forenten hier blicken nicht durch..
b) neu reflektiert werden wird, ob FT wirklich so "zurückhaltend" entwickelt werden wird, wie derzeit bekannt;
c) auf jedenfall das Gerücht eliminiert wird, daß die Photosparte von Oly verkauft werden könnte.

Ich drücke die Daumen!

Letzte Änderung: 14.10.2011
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Re: wechsel des CEO von Oly

14.10.2011 - 15:29 Uhr

Die Zahlen von cnbc sind vom letzten Jahr.

a) Fehler passieren. Weil jemand so etwas zu früh live schaltet, ist nicht das komplette Marketing Müll.

b) FT oder mFT ist keine Entscheidung von Woodford - der hat in seinem halben Jahr gar keine Gelegenheit, solche Entscheidungen zu treffen. Was im Augenblick auf dem Markt ist, ist das, weil das Management um den jetzigen CEO da angekurbelt hat.

c) Das Gerücht ist längst vom Tisch - Die "Kamerasparte" von Olympus ist eben nicht nur Kameras, sondern der komplette Imaging-Bereich. Und da werden auch Optiken für die Medizintechnik entwickelt. Olympus wird einen Teufel tun und seine Kronjuwelen verticken. Ohne den Imaging-Bereich ist die Medizintechnik im Kernbereich von einem Zulieferer abhängig.

d) wirklich interessant finde ich die Aussage von Tsuyoshi Kikukawa, dass Woodford eigentlich nur den Buhmann spielen sollte: "We hoped that he could do things that would be difficult for a Japanese executive to do" aber sich ansonsten bitte an die Direktiven des Boards halten sollte. Letzteres hat er offensichtlich nicht getan, sondern er wollte im Alleingang die ganze Firma umbauen. Das war in Japan, wo Teamplay alles ist, wohl der falsche Weg.

In Summe haben die Aktienmärkte sicher recht, dass sie Olympus um 15% sacken haben lassen - die Gewinnaussichten sind geschrumpft, weil das Kostenreduzierungsprogramm von Woodford gestoppt wurde. Aber wenn eine Firma ihr Ziel nicht in der Gewinnmaximierung sieht, sondern darin, einen sicheren Arbeitsplatz zu bieten und gute Produkte herzustellen - dann bin ich da nicht böse drüber.

Grüße
Reinhard Wagner

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Re: Re: wechsel des CEO von Oly

14.10.2011 - 17:36 Uhr

Reinhard Wagner wrote:
Die Zahlen von cnbc sind vom letzten Jahr.

a) Fehler passieren. Weil jemand so etwas zu früh live schaltet, ist nicht das komplette Marketing Müll.

b) FT oder mFT ist keine Entscheidung von Woodford - der hat in seinem halben Jahr gar keine Gelegenheit, solche Entscheidungen zu treffen. Was im Augenblick auf dem Markt ist, ist das, weil das Management um den jetzigen CEO da angekurbelt hat.

c) Das Gerücht ist längst vom Tisch - Die "Kamerasparte" von Olympus ist eben nicht nur Kameras, sondern der komplette Imaging-Bereich. Und da werden auch Optiken für die Medizintechnik entwickelt. Olympus wird einen Teufel tun und seine Kronjuwelen verticken. Ohne den Imaging-Bereich ist die Medizintechnik im Kernbereich von einem Zulieferer abhängig.

d) wirklich interessant finde ich die Aussage von Tsuyoshi Kikukawa, dass Woodford eigentlich nur den Buhmann spielen sollte: "We hoped that he could do things that would be difficult for a Japanese executive to do" aber sich ansonsten bitte an die Direktiven des Boards halten sollte. Letzteres hat er offensichtlich nicht getan, sondern er wollte im Alleingang die ganze Firma umbauen. Das war in Japan, wo Teamplay alles ist, wohl der falsche Weg.

In Summe haben die Aktienmärkte sicher recht, dass sie Olympus um 15% sacken haben lassen - die Gewinnaussichten sind geschrumpft, weil das Kostenreduzierungsprogramm von Woodford gestoppt wurde. Aber wenn eine Firma ihr Ziel nicht in der Gewinnmaximierung sieht, sondern darin, einen sicheren Arbeitsplatz zu bieten und gute Produkte herzustellen - dann bin ich da nicht böse drüber.

Grüße
Reinhard Wagner

:thunbsup:
so irgedwie hatte ich das genauso auch im Gefühl - ohne auch nur einen Funken Hintergrundinfos - läuft eh überall gleich ...

Gruss
Michael

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Re: wechsel des CEO von Oly

14.10.2011 - 18:02 Uhr

Eins bleibt wieder dabei hängen, auch wenn man Olympus das Beste wünscht:

Unkalkulierbarkeiten in der Führungsriege, im Produktprogramm (Zukunft mFT ja, FT "vielleicht"), in der Außendarstellung und Kundenbetreuung (diverses) hinterlassen kein gutes Gefühl - bei Aktionären nicht und bei Kunden auch nicht.

Auch wenn Du, Reinhard, das sicherlich mal wieder nicht so stehen lassen kannst - die Beobachtung musste ausgesprochen werden. ;-))

Gruß,
Ulf.

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Re: wechsel des CEO von Oly

14.10.2011 - 18:50 Uhr

Quote:
Unkalkulierbarkeiten in der Führungsriege,

*schulterzuck*. Eine Firma stellt wen ein, weil sie denkt, er macht das, was man sich von ihm erwartet. Das tut er nicht, sondern er will die gesamte Firma umkrempeln. Die Firma setzt ihn wieder ab. Passiert jeden Tag. Kann man nicht verhindern. Besser so, als man ließe man die Fehlbesetzung weitermachen.

Quote:
im Produktprogramm (Zukunft mFT ja, FT "vielleicht")

Diese Unsicherheit liegt nicht an Olympus. Da wird seit Jahren die Strategie klar kommuniziert. Wer das nicht für ernst nimmt - Pech. Unsicherheit im Produktprogramm gibt es derzeit bei anderen Firmen. Olympus hat seit über einem Jahr festgelegt: mFT und im Pro-Bereich FT, bis mFT auch im Pro-Bereich eine deutliche Verbesserung bringt. Und genau da geht's lang.

Quote:
Kundenbetreuung (diverses)

Es gab in den letzten Monaten ein paar Pannen: die Registrierungsdatenbank war einige Tage wegen Serverumstellung Offline. Die PEN-Microsite ist 24 Stunden zu früh OnAir gegangen. Der Oly-Shop kommt mit der Nachfrage nicht mit. Bei einigen Kameras und Objektiven gibt's Lieferfristen.
Sehe ich jetzt alles nicht dramatisch.
Der Service hat ein paar dumme Böcke geschossen - aber die 95% zufriedenen Servicekunden sieht man halt kaum.

Fällt Dir noch was ein? Kann sein, dass ich "betriebsblind" bin....

Dass Olympus ein Problem draussen im Laden hat, das ist bekannt, daran kann Olympus aber nichts ändern. Wenn die Verkäufer in der Olympus-Schulung nur Nase bohren und keine Ahnung von gar nichts haben, weil sie sowieso an der Sache kein Interesse haben - dann steht da der Schulende auf verlorenem Posten. Und der Marktleiter sieht sich natürlich dann die Zahlen an, und stellt fest: Olympus wird nicht verkauft, also fliegt es aus den Regalen - weil eben die Verkäufer Olympus nicht verkaufen weil sie keinen Dunst davon haben. Da beisst sich die Katze in den Schwanz...

Grüße
Reinhard Wagner

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Re: Re: wechsel des CEO von Oly

14.10.2011 - 23:23 Uhr

Reinhard Wagner wrote:
Quote:
Unkalkulierbarkeiten in der Führungsriege,

Dass Olympus ein Problem draussen im Laden hat, das ist bekannt, daran kann Olympus aber nichts ändern. Wenn die Verkäufer in der Olympus-Schulung nur Nase bohren und keine Ahnung von gar nichts haben, weil sie sowieso an der Sache kein Interesse haben - dann steht da der Schulende auf verlorenem Posten.

Da muss Dir ausnahmsweise doch mal widersprechen.
Es kommt drauf an, wie man so eine Schulung macht. Mit den richtigen Tricks kriegst Du jeden noch so Desinteressierten wach. Ich hab früher Unterricht an der Krankenpflegeschule im Fach Psychiatrie gegeben - das ungeliebteste Fach, maximal 2-3 Fragen im schriftlichen Examen, also unwichtig. Und jeder Jahrgang war erst am Gähnen und Nasebohren. Aber da kann man die rausholen, wenn man 1. selbst aufrichtig begeistert ist von seiner Sache und fundierte Fachkenntnis hat
2. Wenn man diese Begeisterung auch vermitteln kann. Dazu gehört nicht nur etwas, das man erlernen kann, dazu gehört auch Persönlichkeit. Ein wenig Theatralität und Impulsivität gehört dazu.

Ist eins von beiden nicht stark genug - ja dann hast Du Recht. Also muß man bei den Außendienstlern, die in die Geschäfte gehen, besser selektieren. Sind die tatsächlich überzeugt von ihrer Marke? Sind sie begeistert davon? Sind sie ausreichend psychologisch geschult? Haben sie die nötigen intellektuellen Kapazitäten?

lg, Katharina

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Re: wechsel des CEO von Oly

14.10.2011 - 23:44 Uhr

Quote:
intellektuellen Kapazitäten

lol
Dieser Euphemismus gefällt mir.

LG aus LG
Torsten

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Re: wechsel des CEO von Oly

15.10.2011 - 01:06 Uhr

Quote:
Passiert jeden Tag. Kann man nicht verhindern. Besser so, als man ließe man die Fehlbesetzung weitermachen.

Macht trotzdem einen schlechten Eindruck - das Gegenteil von Kontinuität.

Quote:
Diese Unsicherheit liegt nicht an Olympus. Da wird seit Jahren die Strategie klar kommuniziert.

Wie hier zum Beispiel? ;-)

Quote:
Fällt Dir noch was ein?

Ja. Nur ein persönliches Beispiel. Ich hatte mal eine Olympus Club-Mitgliedschaft mit E-Magazin-Abo. Die hörte von einem auf den anderen Monat auf, ohne Benachrichtigung und gegen meine Absicht. Ich rief an, bat um unbefristete Weiterführung der Mitgliedschaft (!). Wieder bekam ich den Betrag abgebucht und das E-Magazin für ein weiteres Jahr. Danach passierte wieder dasselbe: Mitgliedschaft offenbar beendet, keine Nachricht, stummes Ende. Soll sich der Kunde doch drum kümmern.

Ich habe es aufgegeben. Keinen Bock mehr, Olympus diesbezüglich nachzulaufen.

Im Marketing habe ich gelernt: Kunden, die man einmal in der Interessenten-Kartei hat, sind in der warmen Akquise, leichte Beute für neue Produkte. Wenn man sich diese Kunden nicht hält (und da bin ich 100%ig kein Einzelfall), braucht man sich über nachlassende Verkaufszahlen nicht zu wundern.

Quote:
Dass Olympus ein Problem draussen im Laden hat, das ist bekannt, daran kann Olympus aber nichts ändern.

Zu einem Teil eben doch. Siehe Kundenbetreuung und Pannen.

Und das schreibe ich als ein zugeneigter, bisher treuer Olympus-Kunde.

Gruß,
Ulf.

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Re: wechsel des CEO von Oly

15.10.2011 - 13:45 Uhr

Ich persönlich würde die Marketing "Fehler" von Oly nicht allzusehr überbewerten.

Man kann das ganze inzwischen auch ganz anderes sehen.

"Inzwischen" hat Herr Ollypus mit den FAST PEN nämlich mMn einen ziemlichen Hit gelandet.
Dabei finde ich es relativ unerheblich, dass logischerweise dem einen oder andern bei der einen oder anderen Kamera dieses oder jenes nicht perfekt passt - in Summe ist das (derzeitige) FAST PEN Trio ganz objektiv einfach eine unheimlich starke Leistung.

Mit den beiden neuen, lichtstarken Festbrennweiten hat Herr Olypus uns darüberhinaus noch einen überaus leckern Nachtisch beschert - den man so anderswo lange suchen muss.

Klar hätte das alles auch anders - und vielleicht auch besser - "kommunizieren" werden können -

- aber -

- auf solche KommunikationsKünste wie dz von N zelebriert verzichte ich dann doch liebend gern.

Und noch ein Gesichtspunkt :
warum *muss* Olly Marktanteile gewinnen ???
*mir* ist das herzlich Schnupfen solange der Herr Ollypus sooo lecker auftischt wie oben angeführt.

Gruss
Michael

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Re: Re: wechsel des CEO von Oly

18.10.2011 - 12:55 Uhr

Reinhard Wagner wrote:
Es gab in den letzten Monaten ein paar Pannen:

Der Service hat ein paar dumme Böcke geschossen - aber die 95% zufriedenen Servicekunden sieht man halt kaum.

Fällt Dir noch was ein? Kann sein, dass ich "betriebsblind" bin....

Dass Olympus ein Problem draussen im Laden hat, das ist bekannt, daran kann Olympus aber nichts ändern.

... da kann ich (leider) aushelfen. Ich bin ja immer noch hartnäckiger Nutzer des FT-Systems, da ergeht es mir eigentlich ähnlich wie damals mit dem OM-System.

Man kann mir also nicht vorwerfen, dass ich leicht ins Meckern verfalle oder keine Ausdauer habe.

Ich wede jetzt auch nicht ins Detail gehen - mein Fazit reicht (mir).

Ich bin an sich geduldig und billige z.B. bei Sprachproblemen den Leuten viel zu. Inzwischen kann man mit der Technischen Hotline ja auch gut kommunizieren.

ABER: Sehr bemüht zu sein, hilft nichts gegen Inkompetenz. Diese harte Wort muss jetzt mal gesagt sein, denn einige Jahre (nach der Auslagerung) schaue ich mir das jetzt schon an.
Eine Schulung der Hotline-Mitarbeiter findet praktisch nicht statt, learning by doing - und es reicht zum Teil dennoch nicht. Eine solche Hotline sollte nicht zusammen MIT dem Kunden die Probleme lösen müssen oder sich vom Kunden noch die Produkte erklären lassen müssen.

Ich möchte den dortigen Angestellten keinen Vorwurf machen; für den mageren Lohn unter dem Diktat der von Olympus gewollten Kostenoptimierung kann man da nicht unverschämt sein und von den Mitarbeitern des Callcenters das auch noch in Eigenleistung verlangen.
Irgendwo muss da mit der Gewinnmentalität der Firmen auch Schluss sein !

Das kann man natürlich so machen, wenn man ein chinesischer Billiganbieter ist (Du bekommst, was Du zahlst), aber nicht wenn man sich selber zum hochpreisigen Semiprofisegment zählt (das FT-Programm besteht ja jetzt aus einer (!) laut Werbung Profikamera incl. vieler passender nicht gerade günstiger Objektive, die Makroblitzeinheit kostet jetzt z.B. rund 1000 Euro !).

So kann Olympus also sehr wohl etwas machen ...

wenn es z.B. im Handel nicht läuft.
Gibt es z.B. keinen guten technischen Kundendienst, dann stehen die Kunden bei Fragen am Händlertresen, wovon "dieser" wenig begeistert sein wird (oder mühen sich im Internet ab).
Da ist die Kundenhotline von Panasonic deutlich kompetenter. Und einen Vergleich muss man sich als Premiumhersteller schon gefallen lassen.

Eine Hotline ist (wie der Name schon sagt, wenn es "brennt") nämlich nicht nur zur Abwicklung der postalischen Formalitäten bei Reparaturfällen da.
Denkt man jedenfalls mal ganz kühn.

Manchmal frage ich mich, ob es nicht doch vielleicht besser gewesen wäre, bei FT eine "richtige" Pause hinzulegen - bis man wirklich RICHTIG weitermachen kann ?!

Grüße
Michael Lindner

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Re: wechsel des CEO von Oly

18.10.2011 - 17:56 Uhr

Bei diesem Putsourcing haben schon einige große Firmen ins Fettnäpfevhen getreten. Haben aber dann wenigstens schnell zurückgerudert.

Quote:
Eine Schulung der Hotline-Mitarbeiter findet praktisch nicht statt, learning by doing

Wer schon beim Gehalt sparen will wird doch nicht Geld für Schulung ausgeben.

Quote:
Irgendwo muss da mit der Gewinnmentalität der Firmen auch Schluss sein !

Ob das Geld in der Firma bleibt? Meist haben solch agierende Manager Bonusprogramme, welche nur gnadenlos einen STrich unter der Kostenrechnung setzt. Und die Boni sind häufig exorbitant. Das Problem ein Auswuchs aus dem "Shareholder Value" Modell. Heute sagt der Erfinder, wenn ich gewußt hätte was daraus gemacht wird hätte ich die Klappe gehalten.

Quote:
Denkt man jedenfalls mal ganz kühn

Dann weiß man, das man mit Erbsenzählern auf Dauer keinen Erfolg haben kann. Weil wenn sie alles kaputtgespart haben gehen und einen riesen Scherbenhaufen zurücklassen, den andere dann wegräumen dürfen. Damit es nicht so weh tut gibts dafür noch ein Schmerzensgeld.

LG Thomas

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Re: wechsel des CEO von Oly

19.10.2011 - 01:03 Uhr

Quote:
Ich hatte mal eine Olympus Club-Mitgliedschaft....

Ich will`s mal so sagen:
Mit meinen Kameras, Objektiven und Blitzen hatte ich bisher Glück. Ausnahme war jedoch ein Speicherkartenproblem bei der E3.
Beim Händler abgegeben kam sie nach zwei Wochen unrepariert zurück.
Selber mit Oly gesprochen - nach einer Woche kam sie mit neuem Motherboard zurück.

Mit der stillschweigend "versenkten" E-Clubmitgliedschaft bin ich aber auch nicht glücklich.

Auf der Photokina 2008 z.B. (und wohl auch vorher) gab es noch eine nette Veranstaltung mit Freikarten. Auch das Magazin zwischendurch war ganz nett.

Das man aber den E-Club aber danach so ganz kommentarlos abserviert....
Auf das avisierte Schreiben hierzu (Nils Häusler, Photokina 2010) warte ich allerdings noch heute....

Schade, dass man so mit den (ehemals zahlenden) Club-Mitgliedern verfährt.....

Viele Grüße
Manfred

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Re: wechsel des CEO von Oly

19.10.2011 - 09:45 Uhr

Nun ist die Katze aus dem Sack:
http://graphics8.nytimes.com/packages/pdf/business/20111018/letter-text.pdf
Wenn auch nur ein Bruchteil dessen wahr ist, was Woodford schreibt, dann hat Olympus ein echtes Problem. Zumindest die Börsen scheinen den Bericht sehr ernst zu nehmen, wie der drastische Kursrückgang gestern um gut 30% zeigt.
Wir alle hier sind irgendwie letztlich Anhänger von Oly - sei es mft oder ft.
Ich zumindest profitiere hier sehr von dem Know-How der viel fortgeschritteneren Kollegen. Und ich profitiere sehr von Reinhards Insiderwissen und der überaus sorgfältigen Berichterstattung über technische Problemlösungen (nach mal einen extra Dank!)
Aber ich bekomme zunehmend Probleme, wenn die Kommentierung - auch auf sehr wenig Informationen basierend - so grundsätzlich ins Positive neigt. Ich mache mir (und ich rede nur für mich jetzt) Sorge, daß dies irgendwann ein Glaubwürdigkeitsproblem bei mir hinterläßt. Wenn ich mich weniger darauf verlassen kann, was die Experten (und das sind sie in fachlicher Hinsicht für mich) schreiben....dann fange ich an zu rudern. Unschön und überflüssig.

Solche Aussagen wie ..." wirklich interessant finde ich die Aussage von Tsuyoshi Kikukawa, dass Woodford eigentlich nur den Buhmann spielen sollte: "We hoped that he could do things that would be difficult for a Japanese executive to do" aber sich ansonsten bitte an die Direktiven des Boards halten sollte. Letzteres hat er offensichtlich nicht getan, sondern er wollte im Alleingang die ganze Firma umbauen. Das war in Japan, wo Teamplay alles ist, wohl der falsche Weg.
nicht mehr" ...klingen sehr apodiktisch. Da ist kein Raum für Fragezeichen und Zweifel.
Jetzt kommen sie mir aber um so nachdrücklicher.

Meine Bitte: gleiten wir nicht in die fanboy-Diskussionen à la dslr-Forum ab. Wie dort gut nachweisbar, zieht der fanboy auch den Gegenspieler nach sich was die hier so angenehm konstruktive und zutiefst hilfsbereite Diskussion beeinträchtigen würde.

Ich mag meine Oly!

Lieben Gruß aus Köln von Bernd

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Re: wechsel des CEO von Oly

19.10.2011 - 10:59 Uhr

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Re: wechsel des CEO von Oly

19.10.2011 - 11:15 Uhr

Ich habe den Brief gestern gelesen. Die Sache erinnert mich fatal an etwas, das mir selbst 2002 passiert ist.

Ich war damals Vorstandsvorsitzender einer Aktiengesellschaft, in der Venture Capital investiert war. Ich hatte nach langer Arbeit endlich mehrere Investoren gefunden, die die zweite Finanzierungsrunde übernehmen wollten und suchte mir logischerweise den aus, der das beste Angebot machte. Der war zwar über eine M&A-Firma, die Provision haben wollte, aber das Angebot abzüglich der Provision war immer noch so viel besser als das andere Angebot, dass ich dort zuschlug.
Leider stellte sich hinterher heraus, dass die M&A-Firma sowohl den Investor als auch mich betrogen hatte - weil sie wiederum von einem anderen Investor behumst wurde. Wie auch immer: der Deal samt Scheck über 5 Mio Euro platzte, und damit die AG. Nun war der Venture-Capital-Geber aber etwas verschnupft, weil natürlich sein Investment beim Teufel war. Also buddelte er ein paar interne Mails aus und schrieb mir einen Brief, den Herr Woodford direkt als Vorlage genommen haben könnte, um mich dazu zu "überreden", ihm meine Aktienmehrheit zu überschreiben.

Der große Vorteil daran, wenn man einmal richtig über den Tisch gezogen wurde, ist, dass es einem ein zweites Mal nicht passiert. Man muss nur versuchen, das erstemal zu überleben. Und die Versuche, einen über den Tisch zu ziehen nicht persönlich nehmen. Es gibt Leute, deren Job ist es, andere Leute zu bescheissen - und die sind verdammt gut darin.

Grüße
Reinhard Wagner

PS: mein Job ist jetzt, meine Sachen zu packen und mich in Richtung Elsass auf die Autobahn zu werfen....

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Re: wechsel des CEO von Oly

19.10.2011 - 11:21 Uhr

...viel Spass im Elsass und Prost :-)

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Re: wechsel des CEO von Oly

19.10.2011 - 11:23 Uhr

Ja, Bernd (Proust), vieles sehe ich so wie Du.
In diesem Forum gibt es eine sehr gute Fachkenntnis und mit Reinhard einen maximal kenntnisreichen und erfahrenen Mod mit einem kurzen Draht zu Olympus. Das ist erst einmal sehr positiv.

Probleme und Kritik bekommen hier eine sehr schnelle Reaktion und fast immer hilfreiche Antworten. Das empfinde ich auch als sehr positiv.

Manchmal aber, wenn hier ehrliche, ungeschminkte Negativkritik aufkommt oder ein Thema, was an der Reputation von Olympus kratzen könnte, erscheint mir der Draht zu Olympus Deutschland doch "arg kurz".

Und das ist etwas, das mir persönlich auch gegen den Strich geht. Ich weiß ja schon häufig vorher, auf welchen Diskussionsbeitrag ich (und andere hier) von Reinhard binnen Minuten bis Stunden eine umfangreiche "Gegendarstellung" bekomme(n). Vgl. Beiträge 3 und 4 in diesem Thread als Musterbeispiel.

Das untergräbt dann zeitweise schon einmal den positiven Eindruck der Autentizität und Souveränität von Reinhards ansonsten tollem Wirken hier.

Das ist meine ehrliche, offene Meinung.

Viele Grüße,
Ulf.

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Re: wechsel des CEO von Oly

19.10.2011 - 12:08 Uhr

Quote:
Und das ist etwas, das mir persönlich auch gegen den Strich geht.

Dass ich auf Diskussionsbeiträge antworte? Soll ich mich in Zukunft 'raushalten, wenn hier Sachen in meinen Augen falsch dargestellt werden?
Das kann doch nicht Dein Ernst sein - ihr dürft doch eure Sicht der Dinge auch darstellen.

grüße
Reinhard Wagner

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Re: wechsel des CEO von Oly

19.10.2011 - 12:17 Uhr

Quote:
Quote:

Und das ist etwas, das mir persönlich auch gegen den Strich geht.

Dass ich auf Diskussionsbeiträge antworte?

Diesen Sachzusammenhang hast Du selbst hergestellt. Den habe ich so nicht geschrieben und auch nicht gemeint (s.o.).

Gruß,
Ulf.

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Re: wechsel des CEO von Oly

19.10.2011 - 12:31 Uhr

Was hast Du dann gemeint? Ich habe Deinen Satz

Quote:
ch weiß ja schon häufig vorher, auf welchen Diskussionsbeitrag ich (und andere hier) von Reinhard binnen Minuten bis Stunden eine umfangreiche "Gegendarstellung" bekomme(n).

genau so verstanden. Dass es Dir gegen den Strich geht, eine "Gegendarstellung" zu erhalten.
Erklär mir doch dann mal, wie du's gemeint hast, es mag sein, dass ich da Gespenster sehe.

grüße
Reinhard Wagner

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Re: wechsel des CEO von Oly

19.10.2011 - 12:47 Uhr

Reinhard,
ich hätte es so verstanden, daß das Relativpronomen "und das[i] ist etwas, das....." sich auf den vorherigen Satz / Absatz bezog.

In dieser Sichtweise wäre es weniger eine Kritik daran, daß du auf Diskussionsbeträge antwortest (wäre wirklich schlimm, wenn gerade du als Mod und Oly-Experte dies nicht tuen dürftest!!) sondern eher darauf bezogen, daß bei bestimtenTthemen der Draht zu Oly etwas "arg kurz" sei.

Ich möchgte jetzt vorschlagen, diese Diskussion zu beenden. Ich finde es ist alles gesagt und es gibt wirklich angenehmeres, als sich in diese Detaildiskussion zu vergraben.
Dafür ist unser Hobby zu schön und vor allem: Ich möchgte keinesfalls Reinhards wirklilch tolles Engagement irgendwie schmälern.

Friedenspfeife reicht und rumgehen läßt

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