Es werden Kreative Köpfe mit Hang zur Bildmanipulation gesucht
Unter dem Motto "Richtig falsch" findet dieses Jahr der alljährliche DOCMA-Award von Doc Baumanns Magazin für digitale Bildbearbeitung (DOCMA) statt. Die Teilnehmer sollen sich diesmal ein interessantes Bildmotiv ausdenken und dieses mit einer Beschreibung von etwa 300 Zeichen sowie einer kurzen Überschrift versehen. Der Clou aber ist: es soll sich um eine digitale Bildmontage handeln, die mithilfe von Software für digitale Bildbearbeitung oder 3D-Annimation erstellt wurde. Experten werden die "Fälschungen" dann genauer unter die Lupe nehmen.
Im Unterschied zu den Vorjahren werden dieses Mal gleich zwei Beurteilungsinstanzen für den DOCMA-Award 2009 aktiv. Zur Ermittlung der Gewinner wird eine Jury die Beiträge hinsichtlich der technischen Umsetzung anhand ästhetischer und handwerklicher Kriterien bewerten. Unabhängig davon werden sich Fachleute aus dem Bereich der Bildforensik und der kriminalistischen Bildanalyse, darunter Vertreter der TU Dresden und des Bundeskriminalamtes, mit den eingereichten Bildmontagen beschäftigen und das Material entsprechend auswerten. Dabei wird den Experten das von den Teilnehmern verwendete Ausgangsmaterial erst im Nachgang zur Verfügung gestellt, damit diese überprüfen können, wo sie mit ihren Analysen richtig oder falsch lagen. Ziel ist es, auf diesem Weg auch die für die Fälschungserkennung eingesetzten Verfahren zu verbess
Zur Teilnahme an diesem Wettbewerb werden nicht nur professionelle, private und semiprofessionelle Anwender aufgerufen, sondern auch explizit Anwender aus dem Ausbildungsbereich, zum Beispiel Schüler und Studierende.
Der DOCMA-Award 2009 nimmt explizit nur solche Arbeiten an, die eine echte Fälschung, das heißt die digitale (Ver-)Fälschung eines beliebigen Ausgangsfotos, darstellen. Die Art und Ausprägung der vorgenommenen Eingriffe, Veränderungen und Ergänzungen bleiben den Teilnehmern überlassen. "Weltbewegende und phantastische Darstellungen wie fliegende Untertassen oder Elfen und Monster mögen vielleicht visuell und ästhetisch reizvoll sein, sind jedoch meist sehr einfach als Fälschung zu entlarven", erklärt Doc Baumann, Ausrichter des DOCMA-Awards 2009. "Beschränkt man sich lediglich darauf, den Ast eines Baumes auszutauschen oder eine Armbanduhr wegzuretuschieren, ist es dagegen schon deutlich schwerer, die Fälschung im Bild zu erkennen. Im letzteren Fall wird allerdings auch das gefälschte Bild eher langweilig ausfallen." Von daher sind Teilnehmer mit ausreichend Kreativität und entsprechendem Bildbearbeitungstalent gefragt, die in der Lage sind, eine überzeugende Bildidee zu entwickeln und diese technisch anspruchsvoll umzusetzen. Eine Aufgabenstellung wie gemacht für kreative Köpfe, die Spaß am Arbeiten mit digitalen Bildbearbeitungsprogrammen wie Photoshop haben.
Weitere Informationen zum DOCMA-Award 2009 stehen unter http://award.docma.info/ zur Verfügung.
Gruß,
Dieter

