Hallo Dieter und Durbin
ja, meine Formulierung war zweifelsohne unpräziese, da dpi ja auch "Tropfen pro Zoll" heißt, und das gibt die Kamera ja nicht raus. Deshalb schrieb ich das in Gänsefüßchen. In der Tat kann man die Skalierung verstellen, doch ich denke, das ist dann etwas für weit Fortgeschrtittene. Man lernt in den Fotokursen im Allgemeinen, das beim theoretischen Anschluss der Kamera an einen Drucker mit unendlichem Format, eben ein Blatt herauskäme, das dann (schlag mich tot) 1,5m x 2m groß wäre, und bei dem man die einzelnen Punkte sehen könnte. Weiter wird erklärt, daß ein zusammenziehen der Pixel notwendig ist, um wieder eine schön anzusehende Dichte zu erzielen. Letztlich bringt dann eine 10MP Kamera sowas um Din A3 heraus. Dann hat man ungefähr 300 dpi.
Das Einrichten der Druckvorstufe bsp. via CS und dann nochmal der Druck an sich und dann noch wie und womit, sind dann monatelange Lehrgänge bsp. zum Mediengestalter. Die Grundeinstellung der Kamera bei der Ausgabe liegt normalerweise bei 72dpi ( ja, ich weiß, das ist nun falsch formuliert, jedoch anschaulich) . Man sieht es, wenn man bsp. in CS oder anderen Programmen die Bildgröße betrachtet. Sie liegt immer deutlich über einem Meter... ...es sei denn man hat sein CS entsprechend druckfähig konfiguriert.
In den Fotokursen haben jedoch etliche Leute kein CS, bzw. kennen sich kaum damit aus. Deshalb nehmen die Kursleiter auch die 300dpi. Unabhängig von den verschiedenen Kameramodellen, Farbdruckern (zu hause), Fotolaboren, passt das immer. Sicherlich sind 150 dpi völlig ausreichend ( so lernte ich es auf einem CS-Kurs) doch mancher Buchautor (bsp. Kelby) empfiehlt 200-240 dpi . Ein Thema für sich, denn wie Ihr beide sicherlich besser wisst als ich, hängt es auch noch vom Druckverfahren, der Tinte und vor allem dem Papier ab, sowie natürlich dem Anwendungszweck, mit welcher Voreinstellung man die Datei zum Druck gibt.
Um zu zeigen, wie komplex dieses Thema ist, und daß beim Ausdruck der Bilder sicherlich die große Enttäuschung kommt, habe ich ja auch Links gesetzt.
Aus ERfahrung weiß ich, was von Michael erwartet wird. Es ist nicht im Ansatz vergleichbar mit den qualitativ hochwertigen Anforderungen, die Ihr stellt.
Ich habe Michael so verstanden:
Er hat ein Bild fotografiert und in den Rechner geladen. Alles wunderbar. Nun geht er in Bildgröße, oder Druckausgabe oder wie auch immer es in seinem Programm heißt, und gibt ein "40x60 cm und 300dpi" klickt "ok" und plötzlich zeigt der Bildschirm ein hakeliges gerastertes Bild. Hier, denke ich liegt sein Problem, da nun das Bild auf dem Bildschirm zwar noch gleich groß ist - der Bildschirm kann ja nicht wachsen - dafür jedoch die Datenmenge eine andere. Er muss die 100% Ansicht aufrufen, um dann zu sehen ob es glatt ist ( was ja für den Druck trotzdem nix bedeutet) . Wenn es nicht glatt ist, dann muss er eine andere Interpolationsmethode ausprobieren. Er sollte sich schon an die Anweisungen des Lehrgangsleiters halten, denn hinterher geht es dann beim Auslegen der Bilder um sehr viele Aspekte. Wichtig ist, von allen Teilnehmern möglichst homogene Ergebnisse zu bekommen.
Gruß, René