Umwandlung ORF in andere Formate notwendig?

08.01.2012 - 18:00 Uhr

Moin!

In einigen Beträgen habe ich gelesen, dass beim Import der Raw Daten empfohlen wird, in ein gängiges Format umzuwandeln. LR empfiehlt (natürlich!) z. B. das DNG Format. Begründung: man weiß nicht, ob die individuellen Formate der einzelnen Kamerahersteller (ORF bei Olympus), in ein paar Jahren noch lesbar sind. bzw. ob es noch Software gibt, die diese Formate unterstützen.

Wie macht ihr es bei eurem Workflow? Wandelt ihr die RAWs direkt um oder behaltet ihr das ORF Format?

Viele Grüße aus HH
Frank

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Re: Umwandlung ORF in andere Formate notwendig?

08.01.2012 - 18:31 Uhr

Quote:
dass beim Import der Raw Daten empfohlen wird, in ein gängiges Format umzuwandeln. LR empfiehlt (natürlich!) z. B. das DNG Format.

Das ist genauso problematisch. Denn DNG ist kein Standard (auch wenn Adobe das gerne hätte), also ist es genauso fragwürdig ob DNG in ZUkunft noch unterstütz wird.
LG THomas

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Re: Umwandlung ORF in andere Formate notwendig?

08.01.2012 - 19:41 Uhr

Gute Frage. Das Problem des digitalen Zeitalters in allen Bereichen.

Ich speichere ein entwickeltes TIFF und .jpg ab (und im Moment auch noch das ORF) und hoffe drauf, daß es Olympus so lange gibt und sie solange auch ältere ORFs unterstützen, wie mich Fotografie noch interessiert bzw. bis mein Leben zu ende ist oder die Welt untergeht. Je nachdem was zuerst eintritt ...

Frage nach dem Speicherplatz? Ich habe mich in tagelangen schmerzvollen Löschorgien jetzt auf 3000 Fotos festgelegt, die ich behalte. Der Rest ist unwiederbringbar gelöscht. Deshalb habe ich kein Speicher- bzw. Sicherungsplatzproblem.

Ist sicher ein radikaler Ansatz. Der aber die Zahl der neu hinzukommenden Fotos angenehm niedrig hält, und in Konsequenz die Augen schont, den Geldbeutel und der die Qualität der Fotosammlung dramatisch in die Höhe schnellen läßt. Hätte ich jemals analog fotografiert, dann würde ich ja auch nicht 50.000 Fotos aufheben.

Grüße Frank

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Re: Umwandlung ORF in andere Formate notwendig?

08.01.2012 - 20:20 Uhr

Ich benutze beim Import Lightroom 3 und wandle die Dateien in das DNG-Format um. Natürlich bin ich auch der angesprochenen Empfehlung gefolgt aber da die Weiterverarbeitung bei mir ausschließlich in LR und PS erfolgt, sehe ich da kein Problem. Ob die Daten in ? Jahren noch gelesen werden können, kann sowieso keiner sagen. Aber ich habe einmal gelesen (und ich halte mich daran) dass Bilder die nicht auf Papier ausbelichtet werden sowieso nichts wert sind (oder so ähnlich).
LG, Manfred

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Re: Umwandlung ORF in andere Formate notwendig?

08.01.2012 - 22:13 Uhr

Quote:
Aber ich habe einmal gelesen (und ich halte mich daran) dass Bilder die nicht auf Papier aus belichtet werden sowieso nichts wert sind (oder so ähnlich).

Klingt gut - wenn ich eine Fotoausbelichtungsfirma hätte ;)

Servus
da Gotti

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Re: Umwandlung ORF in andere Formate notwendig?

08.01.2012 - 22:19 Uhr

Quote:
Frage nach dem Speicherplatz? Ich habe mich in tagelangen schmerzvollen Löschorgien jetzt auf 3000 Fotos festgelegt, die ich behalte. Der Rest ist unwiederbringbar gelöscht. Deshalb habe ich kein Speicher- bzw. Sicherungsplatzproblem.

Gibts dafür eine Therapie? ;-)
Ich kann das irgendwie nicht - leider bei mir stapeln sich bestimmt auch gut 50'000 Bilder.

LG Vincenz

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Re: Umwandlung ORF in andere Formate notwendig?

08.01.2012 - 23:02 Uhr

Hallo Frank,

ich bin vor einem halben Jahr der Empfehlung eines Profis gefolgt und ganz von CS4 auf LR 3.6 umgestiegen, weil ich damit den Speicherbedarf radikal verringern konnte. Die TIFF-Dateien in CS4meiner E-5 liegen bei rund 72 MB, bei LR haben sie nur etwa 14 MB. Bei CS4 arbeitest Du mit Pixeln, bei LR bleibt immer die ursprüngliche Datei verlustfrei erhalten. Lediglich Deine Bearbeitungsschritte werden wie ein Kochrezept mit gespeichert. Ich arbeite soweit es irgendwie geht in LR. Es bietet alles und besser, als ich es je in einer Duka hatte. Nur in Ausnahmefällen wechsle ich in CS4, z.B. wenn ich was wegstempeln muss.

Dein Problem hat mich auch anfangs sehr beschäftigt.
Ich importiere nun von der Speicherkarte auf meinen PC in LR und konvertiere dabei in DNG. Dabei hat LR eine feine Funktion bei den Importeinstellungen, die ich Dir zur Nervenberuhigung empfehlen möchte: Du kannst Deine Original-ORF-Datei beim Abspeichern in DNG einbetten.

BEARBEITEN >VOREINSTELLUNGEN >DATEIVERWALTUNG >DATEIERWEITERUNG:
"dng" eingeben und zwei Zeilen weiter in dem Kästchen einen Haken setzen bei "RAW-Originaldatei einbetten". Das war`s, damit sind auch Deine ORFs gesichert. Natürlich hat eine DNG dann nicht mehr 14, sondern 28 MB!

Es schläft sich aber besser. LR soll sogar in der Lage sein, nach dem Verlust einer DNG-Datei das eingebettete RAW mit den von Dir inzwischen vorgenommenen Bildbearbeitungen wieder her zu stellen.

DNG könnte der zukünftige Industriestandard werden, ist aber halt nicht sicher, auch wenn vieles dafür spricht. Leica, Hasselblad, Samsung u.a., neuerdings auch Pentax, speichern wahlweise bereits in DNG. Wichtige Software-Hersteller unterstützen das Adobe-Format wie Apple, ACDSee, Silverfast u.a.. Deshalb und auch wegen des ruhigeren Schlafs speichere ich mit eingebettetem ORF ab, und zusätzlich 2. Kopie auf externem Laufwerk :-))

Grüsse

Manfred

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Re: Umwandlung ORF in andere Formate notwendig?

09.01.2012 - 03:08 Uhr

DNG ist halt kein RAW mehr. Ist etwa so wie Steak und Würstchen ... beides Fleisch, aber das Würstchen ist schon weiter verarbeitet. DNG ist zwar immer noch besser als ein schon gegessenes Würstchen (= JPG), aber ich mag mein Steak noch lieber :-)

Man kann aus einem Steak immer ein Würstchen machen, aber nie umgekehrt. Also immer das Original behalten.

RAW-Konverter werden immer besser - z.B. kam bei der letzten Version von Bibble ein RAW Noise Removal hinzu. Funktioniert mit DNGs halt nicht mehr.

Wenn's wirklich soweit käme dass die Software für meine alten RAW-Dateien ausläuft erst DANN konvertiere ich sie mit den dann letzten Stand der Technik in was anderes.

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Re: Umwandlung ORF in andere Formate notwendig?

09.01.2012 - 09:32 Uhr

Quote:
Wenn's wirklich soweit käme dass die Software für meine alten RAW-Dateien ausläuft erst DANN konvertiere ich sie mit den dann letzten Stand der Technik in was anderes.

Ich denke, das ist der Knackpunkt: selbst wenn Olympus und alle Softwarehersteller (auch die Open-Spurce-Gemeinde!) von heute auf morgen den Support für ORF einstellt, dann hat man immer noch massig Zeit, mit der eigenen, verfügbaren Hard- und Software eine Konvertierung in das, dann am zukunftsträchtigsten erscheinende Format vorzunehmen. Speziell was Adobe und Industriestandard angeht, bin ich etwas skeptisch: PageMaker-Dateien waren mal "Standard" - übrigens genauso wie Syquest-Cartridges. Stutzig macht mich in dem Zusammenhang die neue Version von Google Analytics: die alte Version konnte noch PDFs exportieren. Kann die neue (!) Version nicht mehr. Apple mag kein Flash. Irgendwie mögen ein paar Große Adobe nicht mehr sondern setzen auf wirklich offene Standards, z.B. HTML5 oder XML....

Grüße
Reinhard Wagner

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Re: Umwandlung ORF in andere Formate notwendig?

09.01.2012 - 10:46 Uhr

Quote:
: DNG ist halt kein RAW mehr. Ist etwa so wie Steak und Würstchen ... beides Fleisch, aber das Würstchen ist schon weiter verarbeitet. DNG ist zwar immer noch besser als ein schon gegessenes Würstchen (= JPG), aber ich mag mein Steak noch lieber :-)

Stimmt das? Ist die Umwandlung in das DNG-Format mit Verlusten verbunden?
LG Manfred

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Re: Umwandlung ORF in andere Formate notwendig?

09.01.2012 - 11:53 Uhr

Überlegt doch bitte mal: Ein RAW Bild ist Kamera individuell, wird individuell über RAW Entwickler unter Berücksichtigung der Kameraspezifika ausgewertet und entwickelt.
Ein Universalfomat, wenn wirklich universell, kann einen Individualisierungsgrad nicht zulassen, sondern erzwingt Vereinheitlichung ! Dann gehen alle schönen Besonderheiten der Kameras den Weg in den Abgrund und wir haben in Konsequenz einheitliche Kameras... toll...

Die andere Möglichkeit wäre, die Kamerabesonderheiten im DNG zu speichern, dann wäre es aber kein Universalformat mehr und würde kameraspezifische DNG Entwickler erzwingen. Wo ist dann da der Fortschritt ?

Adobe erlaubt nicht ohne Grund, das Abspeichern des originalen RAWs im DNG File :) Die sind sich des Problems sicherlich auch bewusst ...
Da bleibe ich solange es geht beim ORF und archiviere dann auch den letzten, funktionieren RAW Entwickler für dieses Format.

Übrigens las ich neulich, das einige Fotografen dazu übergegangen sind wieder auf Band zu sichern ....

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Re: Umwandlung ORF in andere Formate notwendig?

09.01.2012 - 12:04 Uhr

Quote:
Übrigens las ich neulich, das einige Fotografen dazu übergegangen sind wieder auf Band zu sichern ....

Never again. Die Bandgeschichten habe ich "durch". Nach dem vierten inkompatiblen Streamerformat und der sechsten inkompatiblen Backupsoftware und dem dritten Datenverlust hat Gott die CD-Brenner endlich erschwinglich gemacht.

Grüße
Reinhard Wagner

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Re: Umwandlung ORF in andere Formate notwendig?

09.01.2012 - 14:50 Uhr

Ich hab auch, seit 2 Jahren mittlerweile, diesen Rat den man so oft in den Bücher trifft, gefolgt und die ORFs in DNGs umgewandelt. Die meta-tags waren eingebettet in der Datei und ich konnte mit Bridge und andere Adobe Software schnell die Vorschau zu Sicht bekommen. Seit einigen Monaten habe ich aber angefangen diese Entscheidung zu überdenken. Entweder lasse ich die ORFs in ihre Ruhe und nehme eine zusätzliche .xmp (klein)-Datei für die meta-tags in Kauf oder ich bette das original RAW in der DNG Datei ein. Aber diese Lösung produziert doppelt Große Dateien und bin mir nicht sicher dass die Beste für mich ist. Außerdem wenn man das ORF wirklich brauchen wird, kommt noch dazu die Aktion aus der DNG zu extrahieren. Ja ist kein großer Akt aber doch ein Akt der dazu kommt. Ich tendiere also die ORFs so zu lassen. Die schnelle Vorschau der Dateien erledigt sich auch ganz gut damit dass ich immer mehr mit Lightroom arbeite (und nicht mit Bridge) und das Programm macht ja eh seine Kurz-gefasste Datenbank mit schnellen Vorschau Dateien.
Der Grund für die Rückkehr auf das original-RAW ist einerseits das ich mir offen halten möchte die spezifische Möglichkeiten aus der Olympus Software zu benützen (Art-Filter, Fisheye -Korrektur, usw) und anderseits eine prinzipielle Vorsicht auf die monopolistische Haltung von der Firma Adobe. (Auf die ich auch hier im Forum aufmerksam gemacht wurde).

Die ORFs werden von den namhaften RAW Entwickler sowieso unterstützt. Mein Archivierungs-Konzept unterteilt die Aufnahmen in Ordner-Einheiten von 4GB, so überlege ich dass ich die Verteilung von meta-tag Informationen auf separate extra .xpm klein-Dateien handhaben könnte indem ich bei Migrationen sowieso gesamte Ordner-Strukturen benützen werde.

Noch bin ich in einem Scheitelpunkt, aber es liegen bereits viele ORFs in den aktuellen Ordnern für die ich keine Eile bis jetzt hatte, sie in DNG umzuwandeln.

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Re: Umwandlung ORF in andere Formate notwendig?

10.01.2012 - 11:37 Uhr

Ich habe erst letztes Jahr angefangen, vermehrt in RAW+JPEG zu fotografieren, seit kurzem fotografiere ich nur noch in RAW und verwalte meine Aufnahmen ausschließlich in Lightroom. Bei der Umstellung meines Workflows stand am Anfang auch die Überlegung, alle ORFs in DNG umzuwandeln, den Gedanken habe ich aber schnell wieder verworfen.

Sollte es tatsächlich einmal soweit kommen, dass die Unterstützung für das ORF-Format ausläuft, bleibt immer noch genügend Zeit, alle meine ORFs in ein anderes, aktuelles Format umzuwandeln.

LG
Harald

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Re: Umwandlung ORF in andere Formate notwendig?

26.01.2012 - 17:31 Uhr

a) DNG ist (k)ein Standard:
siehe unter anderem: http://en.wikipedia.org/wiki/Digital_Negative#Standardization

Es ist also auf bestem Weg ein Standard (im formalen Sinne) zu werden; was noch lange nicht heißt, dass es dann auch von den Herstellen adaptiert wird.
Und selbst jetzt ist es als subset von TIFF/EP schon irgendwo ein ISO Standard.

b) Zur Sache an sich:
Ich denke auch, dass es sich grundsätzlich NICHT lohnt von ORF nach DNG zu konvertieren.

- Du kannst, per Definition, nicht mehr an Information/Daten gewinnen.

- Bestenfalls, verlierst Du nichts (aber auch nur bestenfalls, weil man hat bei Formatkonvertierungen meistens irgendwelche Verluste und wenn es nur eine nicht eindeutige Abbildung an Metadaten ist)

- Es gibt auch keine Notwendigkeit nach DNG zu Konvertieren (zumindest nicht für archivatorische Zwecke): ORF selbst ist praktisch vollständig entschlüsselt und via OpenSource tools (dcraw, etc.) dokumentiert; sprich Du wirst immer die Möglichkeit haben an die Daten kommen und sie gebeenenfalls (soltle es irgendwann zwingend nötig werden) in DNG oder ein anderes Format konvertieren können.

Wenn es "nur" um's Bearbeiten/Entwickeln geht (nicht um's Archivieren von RAWs, dann kann es natürlich sinn machen die ORFs "temporär" nach DNG zu konvertieren, aber auch nur dann, wenn dein Programm ORF nicht unterstützt.

Grüßle,
Chris.

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