Der Bericht deckt sich recht gut mit meinen Erfahrungen, nur DxO kenne ich selbst nicht.
Olympus Master / Studio sind grottenlangsam, schlecht zu bedienen
und vor allem - sie vergessen die Einstellungen die man gemacht
hat. D.H. wenn man das Foto später wieder z.B. in einer anderen
Auflösung (fürs Web) oder einem anderen Farbraum (für Druck) haben
will dann muss man nochmal von vorne fummeln.
Aber die Bildqualität ist sehr gut - leider fehlen gute Tools um
Zeichnung aus unter/überbelichteten Bereichen rauszuholen und die
Entrauschung ist auch nicht die leistungsfähigste. Aber nimm
Olympus Master als Referenz für die anderen Konverter, so gut
müssen sie mindestens aussehen, und die Farben müssen stimmen.
Raw Therapy ist ok falls sonst nix da ist, die Ergebnisse sind gut,
sogar besser als mit DCRAW-basierten Konvertern, aber die
Handhabung hakelt etwas und ist langsam.
UFRaw ist von auch ziemlich umständlich zu bedienen, die Ergebnisse
dürften relativ gut sein wie bei allen DCRAW-basierten Konvertern.
Aber die Bedienbarkeit war so mies dass ich mir noch nicht mal die
Mühe gemacht hab ein Bild zu konvertieren. Bild war auch zu dunkel
nach dem Laden.
Ich fand dass der DNG-Konverter an Schärfe verliert. Lightroom ist
mir auch zu teuer. So toll fand ich die Bedienbarkeit auch nicht,
aber abgesehen von der Schärfe waren die Ergebnisse ok. Aber für
die Leistung zu teuer.
Lightzone hat recht gute Ergebnisse gebracht und damit kann man
recht intuitiv die Belichtung kontrollieren in verschiedenen
Helligkeitszonen. So richtig das flüssig gings damit auch nicht
voran. Ist auch relativ günstig.
Was gibts noch? Silkypix hab ich kurz probiert, aber ich bin mit
dem Bedienkonzept nicht klargekommen. IIRC war auch das Bild nach
dem Laden etwas dunkel.
Ich bin dann schliesslich bei Capture One gelandet. Die
Bedienbarkeit ist intuitiv und klasse, der Workflow geht flott von
der Hand. Es gibt verschiedene Möglichkeiten die Belichtung zu
steuern, entweder per Schiebereglern, am Histogramm oder über
Tonwertkurve. Das Programm ist hinreichend flott. Die Bildqualität
ist sehr gut. Was recht gut funktioniert und bei anderen Tools
teilweise fehlt sind Tools die aus unter/überbelichteten Bereichen
noch Zeichnung rauskitzeln. Die Normalversion kostet 125 Euro und
ist damit auch vergleichsweise günstig.
Warum hab ich so viele Konverter ausprobiert? Weil mein geliebtes
Bibble 4 nicht die Bilder von meiner E-30
verarbeiten kann und Bibble 5 damit zu dunkle und farbstichige
Bilder liefert, abgesehen davon dass die Preview-Versionen noch
bug-verseucht sind (wird langsam besser in der aktuellen Preview)
Die dcraw-basierten Konverter scheinen mit den Kurven der E-30 noch nicht klarzukommen, gilt wahrscheinlich dann auch für die E-620 und die mFT.