Hallo Ben!
Also ich hab so ein Teil zu Hause und hab schon seit zig Jahren versucht,gescheite Astrofotos zu machen. Alles auf Film.
Für den Einstieg:
Es gibt verschiedene Möglichkeiten eine Kamere an ein Teleskop "anzuhängen".
1) mit einem (gekauften)Teil ganz einfach oben drauf schrauben. Damit sollte JEDER anfangen, allein schon um Erfahrungen zu sammeln. Bekanntlich dreht sich die Erde, d.h. das Teleskop muß diese Drehung korrigieren und sich in die Gegenrichtung drehen. Das klingt jetzt simpel und fade, ist es nicht! Das Teleskop muß genau, und ich meine genau!, Nord-Süd ausgerichtet sein, und je nach Aufstellungsart (welche Art von Montierung) auf den Breitengrad des Beobachtungsortes eingestellt sein. Wenn die Kamera obern auf demTeleskop sitzt hast du den Vorteil deine hochwertigen Optiken verwenden zu können,mit hoher Lichtstärke, das Teleskop hat vermutlich f11 oder f5. d.h. entsprechend "kürzere" Belichtungszeiten, und zweitens kannst du große Teile des Himmels abbilden (Nebel, Milchstraße) meist beeindruckender,vielleicht mit etwas Landschaft. Dann reicht für die Nachführung das übliche Zeugs, bei einem gscheiten Gerät, also wie für die Beobachtung mit dem Auge notwendig.
Dann das Problem, dass du mit langer Belichtungszeit ja den Himmelshintergrund heller machst - danach richtet sich deine Aufnahmezeit , was je nach Beobachtungsstandort "drinnen" ist. Also ab auf einen Berg oder in die Wüste (trockene Luft) ;-). Bei SW kannst du mit einem sehr starken Rotfilter bei der Aufnahme viel rausholen. Das ganze läuft unter "Lichtverschmutzung" (weg von einer Großstadt!). Das Rauschen ist ein extra Problem, darüber brauch ich dir nix erzählen, große Sensoren sind da klar im Vorteil, vielleicht machst du mehrere Bilder und fügst sie dann zusammen. Ist auch nicht schlecht, wenns richtig kalt ist.
2) Die Kamera ist statt dem Okular (meist mit M42-Adapter) an das Teleskop angeschraubt. Du brauchst einen OlympusBajonet-M42 Teil. Da muß die Aufstellung und Nachführung stimmen. Die eingebauten Motoren sind viel zu ungenau, du mußt die Nachführung kontrollieren und korrigieren, automatisch oder persönlich. Du brauchst ein Gegengewicht, (da hängt ja die Kamera dran) Spiegelvorauslösung, du darfst das ganze nicht mehr berühren,zB. Fernauslöser. Wenn das alles nachgeführt wird, "verbiegt" sich das, usw.Viele Möglichkeiten, dass dann ein Stern nicht mehr ein Punkt ist. Sehr viele verwenden Fokalreduzierer, weniger Brennweite,mehr Licht. Lieber in der EBV vergrößern! Am Anfang probier einmal Planetenfotogafie, mit recht kurzen Bel.Zeiten, da ist die Nachführung nicht das Problem (aber durch die Luftunruhe glit ein Sprichwort: Bei Nebeln und so ("Deep Sky") kannst du fotografieren was du nicht siehst, bei Planeten,Mond kannst du sehen, was du nicht fotografieren kannst - das Gehirn ist dem Fotogerät überlegen)d.h. Viele Aufnahmen machen!
Weiters: Scharfstellen. Am Besten, du kannst das Bild live am Laptop überprüfen, einen hellen Stern zum Punkt werden lassen. Hört sich komisch an, IST ein Problem und dann war alles andere umsonst.
3) durchs Okular, mit besonderen Teleskopen... ich lass das lieber.
Will dir nicht den Mut nehmen - ist ein tolles Gebiet, kannst sehr viel Geld rein stecken, wenn es dich gepackt hat kommst du nie wieder los. Aber vergleiche deine Bilder nicht mit der NASA. Das Erlebnis zählt.
Als Fotograf wird dir am ehesten gefallen, mit Landschaft und Sternenbewegung kreativ zu spielen, also das Teleskop nur zum Nachführen zu verwenden. zB fällt mir ein, Anfang August Perseiden, ein Schwarm an Meteoriten, z.B. mit Fisheye...
Viel Spaß! Franz
PS: NIE, NIEMALS ohne fest sitzenden Filter in die Sonne schauen, deine Oly schmilzt zu einem Klumpen zusammen, (und dein Auge auch)!