Fotografieren auf einer Hochzeit

11.06.2009 - 14:05 Uhr

Hi alles zusammen,

ich wurde von einem Freund gefragt, ob ich auf seiner Hochzeit als Fotograf anwesend sein könnte.
Nun bin ich auf der Suche nach hilfreichen Tipps zu diesem Theme.

Bin ich mit meiner Ausrüstung gut gerüstet?

Bodies: E - 3

Objektive: 35mm (F3.5 Macro), 14-54mm (F2.8-3.5), ED 50-200mm (F2.8-3.5), Sigma 50-500 F4-6.3 APO DG

Blitze: 2 x FL-36R

Gruß,
Sebastian

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Re: Fotografieren auf einer Hochzeit

11.06.2009 - 14:16 Uhr

Das paßt alles schon ganz gut:
Wichtig für draußen ein goldfarbener Aufhellschirm damits immer nach Sonne aussieht und ein Stativ darf nicht fehlen.
Habe gerade ca. 280 Bilder von der Hochzeit meiner Tochter bearbeitet (da es draußen regnet).
Wir hatten für die eigentlcihen Bilder des Paares mit Oma und Opa usw. ein Profi-Fotografin angestellt, die solche Fotos täglich macht. Da war diese Kapitel schon abgesichert.
aperture 8 - Sonne lacht.

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Re: Fotografieren auf einer Hochzeit

11.06.2009 - 14:47 Uhr

Das 50-500 denk ich kannst zu Hause lassen.

Da Du ja zwei R-Blitze hast:
zwei Jungs für's entfesselt Blitzen wären sicher auch nicht schlecht.

Gruß aus Wien
Kurt

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Re: Fotografieren auf einer Hochzeit

11.06.2009 - 14:57 Uhr

Ja gut das mit dem 500er hab ich mir gedacht. habs halt alles nur aus meinem profil kopiert

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11.06.2009 - 15:31 Uhr

Text wurde auf Wunsch des Autors entfernt.

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Re: Fotografieren auf einer Hochzeit

11.06.2009 - 15:55 Uhr

Quote:
Oh, Hochzeit ist ein weites Feld...

-Standesamt?
-Kirche?
-Feier?

Ja ich denke alles.

Danke für deine Tipps. Ich werde auf jeden Fall mit den Leuten sprechen und mir die Räumlichkeiten anschauen.

In RAW fotografiere ich eigentlich generell, da ich da die besten Möglichkeiten haben zum bearbeiten.

Quote:
Überlegen wohin Du flüchtest wenn Du es versaust, deine Kamera streikt, Du im Stau stehst oder sonstige Katastrophen eintreten - Du hast nur eine Chance :-)

Was meine Fluchtmöglichkeiten angeht, ich denke nicht, dass ich die gebrauche. Ich habe schon abgeklärt und mit meine Freund besprochen, dass ich nun mal kein Profi bin und da etwas schief gehen kann.

Aber ich hoffe es nicht. :-)

Gruß, Sebastian

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Re: Fotografieren auf einer Hochzeit

11.06.2009 - 15:57 Uhr

Heiko ist noch folgendes hinzuzufügen:
Pass beim 14-54 am kurzen Ende auf, dass Du die übergwichtige Tante Erna nicht am Rand der Gruppe platzierst...
Und beim FL36: Mache auf jeden Fall in allen Räumlichkeiten vorab eine Blitzprobe. Erstens wegen der Leistung und der Blitzfolgezeiten (indirekt frisst unglaublich Leistung und die meisten Kirchen sind zu hoch dafür!) und zweitens wegen der Farbe: es gibt so gut wie keine neutralweissen Decken. Die meisten haben entweder einen Blau- oder Gelbstich - und damit auch Deine Bilder. Überhaupt Weißabgleich: Graukarte ist Pflicht, auch wenn Du in RAW fotografierst. Hochzeitskleider sind genauso selten Neutralweiß, wie Zimmerdecken.
Wenn Du RAW fotografierst: Hast Du genug CFs dabei?

Noch was: Du bist natürlich über den genauen Ablauf der Hochzeit vom Festkomittee haarklein informiert, Terminplan der Brautentführung und sonstiger Spässeken sind dir genauestens bekannt, Du hast selbstverständlich zwei Sätze Ersatzakkus für Kamera und Blitz dabei und Du hast auf jeden Fall einen trainierten Assi, der jederzeit einen Reflektor mit der passenden Bespannung aus dem Hut zaubert, wenn Du ihn brauchst. (Oder auch den R-Blitz an die passende Stelle hält und dabei den Sensor nicht mit dem Finger abdeckt...) Und die obligatorische Plastiktüte als Unterlage für's Brautkleid ist ebenfalls am Mann.....

;-)

Noch was zur Kirche: Uhrzeit/Sonnenstand im Auge behalten und bereits vorab die Gruppenlocations so auswählen, dass keine direkte Sonne hinscheint. Auch dort: Graukarte. Im Schatten von Kirchen ist oft besonders gefärbtes Licht.

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11.06.2009 - 16:01 Uhr

Text wurde auf Wunsch des Autors entfernt.

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Re: Fotografieren auf einer Hochzeit

11.06.2009 - 17:16 Uhr

Quote:
Und die obligatorische Plastiktüte als Unterlage für's Brautkleid ist ebenfalls am Mann.....

????

Sorry da kommt wieder der Ösi durch: ich steh auf dem Schlauch ;-)))

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11.06.2009 - 18:12 Uhr

Text wurde auf Wunsch des Autors entfernt.

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Re: Fotografieren auf einer Hochzeit

11.06.2009 - 18:55 Uhr

Quote:
Es gibt da so bestimmte Posen, wo die Braut vor dem Ehegatten niedersinkt

Das diese Sitte des Patriachats in Zeiten der Emanzipation überlebt hat ... ;-))))

Hängt dann sicher gleich neben dem Geweih vom Zwölfender ;-)))

Aber Danke für die Aufklärung

Zum Glück hab ich für die Rückstände meines Hundes immer igendwelches Sacklzeugs dabei ;-))

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11.06.2009 - 19:29 Uhr

Text wurde auf Wunsch des Autors entfernt.

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Re: Fotografieren auf einer Hochzeit

11.06.2009 - 19:59 Uhr

Hallo Sebastian,

wie bereits gesagt, solltest Du alles(!) vorher proben. Meist macht das Brautpaar das auch, dann geh einfach mit:
- in die Kirche
- ins Standesamt
- ins Lokal
etc.
Und mach einfach schon mal Probeaufnahmen, damit Du die Kameraeinstellungen kennst und vor allem die Raum- und Lichtverhältnisse. Damit nimmst Du Dir einen großen Teil der Nervosität.
Und ansonsten würd ich zu 90% das Brautpaar von vorne fotografieren (Wer will schon Bilder von ihren Rücken sehen). Also musst Du Dich HINTER den Standesbeamten, HINTER den Pastor/Priester stellen. Oder zumindest seitlich. Schließlich musst Du ja die Hände beim Ringtausch sehen können, und die Gesichter beim Hochzeitskuss, die Tränen der Braut/des Bräutigams...
Zumindest die Standesbeamten kennen bereits die "richtigen" Positionen in ihren Räumlichkeiten und lotsen den/die Fotografen dorthin.
Und Du musst wissen, wann die Zeremonien zu Ende sind. Damit Du als Erster am Ausgang und somit wieder VOR dem Brautpaar bist.
Und wenn sich Szenen wiederholen oder länger sind (z.B. Predigt :-), sei nicht untätig, sondern fotografier "Füllmaterial", z.B. die Kirchendecke. Das gibt im Fotoalbum stimmungsvolle Hintergründe.

Gutes Gelingen!

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Re: Re: Fotografieren auf einer Hochzeit

11.06.2009 - 20:04 Uhr

aperture 8 wrote:
Das paßt alles schon ganz gut:
Wichtig für draußen ein goldfarbener Aufhellschirm damits immer nach Sonne aussieht und ein Stativ darf nicht fehlen.

Stativ ist eher hinderlich.
Man braucht auch jemanden, der die Reflektoren hält...

oli

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Re: Fotografieren auf einer Hochzeit

11.06.2009 - 20:15 Uhr

Schau bitte mal da nach - das sollte man imho gelesen haben, bevor man sich Hochzeitsphotographie antut...

Daraus nur wenige Kernaussagen, die sich in der Praxis bewahrheiten:

  • die Erwartungen des Brautpaars an die Hochzeitsbilder sind um einiges größer, als sie je zugeben würden und als einem das als Amateur-Photograph lieb sein kann
  • Sichtung und Nachbearbeitung von Hunderten von RAWs kostet Arbeitstage - als Hochzeitsgeschenk oder Grund für eine kostenlose Teilnahme ZU viel Zeit (= Geld)
  • auf einer Hochzeit kann man entweder Gast sein oder Photograph - auf keinen Fall beides
  • Hochzeitsphotographie muss gut und teilweise minutiös vorbereitet werden (Örtlichkeiten vorher besuchen, Aufnahmestandorte und Ausrüstung checken, mit Brautpaar Absprachen treffen, überall vorauseilen, Hochzeitsgesellschaft dirigieren können,...) damit man auf (fast) alle Stresssituationen adäquat, reibungslos und schnell reagieren kann
  • EIN verpatztes Photo eines unwiderbringlichen Moments kann unter Umständen das entscheidende sein, wonach man beurteilt wird...

Also: Überlege es Dir gut!

Gruß,
Ulf.

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Re: Fotografieren auf einer Hochzeit

11.06.2009 - 22:03 Uhr

Hallo Sebastian,

vielleicht noch ein kleiner Hinweis: Der FL36R ist nicht gerade der schnellste im Nachladen. Da können schon Wartezeiten entstehen, besonders dann, wenn Du indirekt blitzt und er die volle Ladung abgeben muss. Bevor Du Stativ oder das 50 - 500er mitschleppst überlege Dir, ob Du nicht noch schnell einen FL50R anschaffst oder bei Deinem Händler ausleihen kannst oder vielleicht einen anderen kompatiblen Blitz mit höherer Leistung.
Noch ein Tip: Kannst Du eventuell noch einen zweiten Kollegen engagieren, damit nicht die ganze Last der Verantwortung nur allein bei Dir liegt? Ich hab's bei mir jedenfalls immer so gehalten, wenn ich gebeten wurde, den Hochzeitsfotographen zu machen. Die Pferde vor der Apotheke kennst Du ja....
Ansonsten gutes Gelingen!
LG,
Wolfgang

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Re: Fotografieren auf einer Hochzeit

11.06.2009 - 22:18 Uhr

Danke schon mal für die ganzen Tipps. Ich merke schon, dass Gebiet der Hochzeitsfotografie ist nicht ganz ohne.

Ich werde mir alles nochmal gründlich durch den Kopf gehen lassen.

Über den Punkt, dass die kpl. Verantwortung auf meinen Schultern laste, habe ich mir vorher noch nicht so große Gedanken gemacht.

Aber auf jeden Fall bedanke ich mich schon mal für die zahlreichen Tipps.

Gruß,
Sebastian

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Re: Fotografieren auf einer Hochzeit

11.06.2009 - 22:18 Uhr

Solltest Du Dich trotz aller Warnungen ;-)) dazu durchringen, den Ehren-Auftrag anzunehmen, wird Dir eventuell dieser Vier-Seiten-Artikel des renommierten amerikanischen Hochzeitsphotographen Bruce L.Snell von Mai 2006 weiterhelfen. Snell photographierte ehedem mit der E-1 und beschreibt u.a. seine Ausrüstung.

Der Artikel stand lange auf thatsmymonkey.com als PDF-Download zur Verfügung, mittlerweile ist er aber nirgendwo mehr verfügbar. Daher habe ich die vier Seiten meines (mit Marker durchgelesenen) Ausdrucks von damals kurzerhand zum Lesen am Bildschirm (72dpi) gescannt.

Gruß,
Ulf.

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Re: Fotografieren auf einer Hochzeit

11.06.2009 - 22:19 Uhr

...und Seite 2...

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Re: Fotografieren auf einer Hochzeit

11.06.2009 - 22:19 Uhr

...und Seite 3...

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Re: Fotografieren auf einer Hochzeit

11.06.2009 - 22:20 Uhr

...und die letzte Seite.

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