Grauverlauf-Filter oder Verschwenken?

06.01.2010 - 13:27 Uhr

Mir geht es nicht darum, ob es nötig ist, sich einen solchen Filter zu kaufen, denn das ist es unbedingt, einfach um damit Spaß zu haben. Mich interessiert der Vergleich der Ergebnisse bei Benutzung eines Solchen und der Technik des Verschwenkens, so weit ich mit der Verwendung der Begriffe richtig liege.
So viel ich gehört habe, verliert man bei der Verwendung des Graufilters zwei Blenden, das kann ja nicht von Vorteil sein. Wenn ich auf den Himmel die Belichtung ausrichte und speichere und dann auf den Horizont verschwenke, erhalte ich da nicht das gleiche Ergebnis, nur mit weiter geöffneter Blende?

Grüße

frank

Letzte Änderung: 06.01.2010
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Re: Grauverlauf-Filter oder Verschwenken?

06.01.2010 - 13:52 Uhr

Nein.

Der Grauverlauf dunkelt nur den Himmel ab, nicht aber den Boden vornedran - was der Gag am Grauverlauf ist. Insofern verlierst Du auch keine zwei Blenden, weil Du die benötigst, um den Boden vornedran sichbar abzubilden und nicht absaufen zu lassen. Bei einem Schwenk machst Du nur eines: Der Himmel wird dramatisch und der Erdboden schwarz.
Die (m.E. bessere) Alternative zum Grauverlaufsfilter ist eine Belichtungsreihe und anschliessendes Exposureblending. Damit kannst Du Deinen Horizont hinlegen, woe Du willst und es stört auch nicht, wenn ein Baum nach oben ragt (der mit dem Graufilter auch dunkler werden würde.)

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Re: Grauverlauf-Filter oder Verschwenken?

06.01.2010 - 14:57 Uhr

Hi Frank,

zur Ergänzung: Grauverlauf macht Sinn wenn man:
1. so große Helligkeitsunterschiede im Bild hat, dass die Kamera alleine damit überfordert ist (zu große Dynamik im Bild)
2. man keine Zeit oder Lust auf eine Belichtungsreihe mit anschließendem Zusammenbasteln hat oder sich bewegende Motive im Bild befinden, die einem dieses stark erschweren bis unmöglich machen
3. einen halbwegs geraden Übergang von Hell zu Dunkel hat. Muss nicht genau horizontal liegen, Grauverlaufsfilter kann man drehen. Aber z.B. ein (heller) Taleinschnitt mit links und rechts nach oben wachsenden (dunklen) Bergen ist damit nicht in Griff zu bekommen selbst wenn...
4. man die gedachte Mittellinie zwischen Hell und Dunkel halbwegs in die Mitte legen kann. Ausnahme: Cookin o.ä. Filter, die man verschieben kann.

Kannst Du auch nur zu einem Punkt "nein" sagen - ist der Grauverlaufsfilter nutzlos oder zumindest nicht die erste Wahl.
Andernfalls ist er quasi unverzichtbar ;-)

An einem hellen Sommertag wird man Grauverlaufsfilter eher mal einsetzen und dann auch möglicher Weise nicht mit voll geöffneter Blende - je nach Situation halt.

Andy
ergänzend

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Re: Grauverlauf-Filter oder Verschwenken?

06.01.2010 - 16:55 Uhr

Grauverlaufsfilter waren/sind eigentlich Gerätschaft für das Filmen, bzw das Videofilmen.
Hier machen sie einen Sinn, wenn man sie in einer Mattebox mit Drehfilterrahmen nutz, um eben nicht "nur" den Verlauf von oben nach unten zu haben.
Obendrein nehme ich für solche Zwecke z. B. Tiffenfilter in der Größe 150 x 100 mm, um den Verlauf AUCH in der Stärke und Länge zu variieren.
Bei ALLEN Filtern sei gesagt, dass nur wirklich gute sinnvoll sind. Das bedeutet dann aber auch, dass du für einen solche Filter schnell an die 300 EUR hinlegen kannst. Nur, um sie "mal zu nutzen" ist das ne Nummer zu dicke.
Du wirst in solchen Fällen mit Emil Ules Rat besser fahren.
Wenn nun mal nicht die zeit dafür gegeben ist, wie Andy es einwarf, dann hast du einfach Pech gehabt. Der Einsatz eines Verlauffilters geht auch nicht "hopplahopp" - Gott sei Dank nicht :)

HzG
Norbert

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Re: Grauverlauf-Filter oder Verschwenken?

06.01.2010 - 18:17 Uhr

Schau mal hier ein Beispiel was der Filter so verursachen kann…

Gruß
Jose

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Re: Grauverlauf-Filter oder Verschwenken?

06.01.2010 - 19:17 Uhr

Nun Cokin Filter (Plastik) sind sicher eine preiswerte Alternative. Allerdings reicht die optische Qualität nicht professionellen Ansprüchen.
Das ist einfach eine andere Liga und überhaupt nicht mit Filtern von Schneider, Tiffen usw zu vergleichen.

HzG
Norbert

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Re: Grauverlauf-Filter oder Verschwenken?

06.01.2010 - 23:16 Uhr

Das war wieder einmal sehr nett von euch, mir so gut geholfen zu haben.

Vielen Dank dafür

Grüße

frank

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Re: Grauverlauf-Filter oder Verschwenken?

07.01.2010 - 00:37 Uhr

Quote:
Nun Cokin Filter (Plastik) sind sicher eine preiswerte Alternative. Allerdings reicht die optische Qualität nicht professionellen Ansprüchen.

Diese Aussage kann ich aus eigener Anwendung leider nur unterstützen. Wünschen würde ich es mir anders.

Herzliche Grüße,
Dieter

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Re: Grauverlauf-Filter oder Verschwenken?

14.01.2010 - 09:45 Uhr

So isses. Norbert hat es treffend formuliert.

Grüße
Enrico

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