Hallo Flo,
ganz grob gesagt macht die Aufnahmetechnik der HDR-Fotografie dann Sinn, wenn der Kontrastumfang der zu fotografierenden Szene den des Kamerasensors übersteigt. Das passiert z.B. oft bei Innenaufnahmen, wenn ein Fenster mit im Bild ist oder bei Aussenaufnahmen bei denen das Licht nicht von hinten sondern eher von vorne kommt oder starke Sonneneinstrahlung tiefe Schatten produziert. Ohne HDR-Technik bleiben dann im konventionellen Foto entweder ausgebrannte Lichter oder zugelaufene Schatten übrig - im Histogramm der Aufnahme an den Ballungen der Tonwerte am rechten und/oder linken Rand zu erkennen. Wenn dieser technisch bedingte Effekt gestalterisch unerwünscht ist, dann greift man zur HDR-Technik.
Wir haben dazu übrigens ein schönes Beispiel hier in der Forumsgalerie, das vom Ingo auch noch gut dokumentiert und mit den Ausgangsbildern zum selber ausprobieren versehen ist:
http://www.oly-forum.com/gallery/view/gross-zicker-kirche
Die E-400 ist nicht ganz so optimal geeignet für HDR-Aufnahmen, da sie leider nur eine kurze automatische Belichtungsreihe mit insg. 3 Aufnahmen erlaubt, die sich dann auch noch nur maximal 1 EV voneinander unterscheiden. Besser wäre es eine Kamera zu verwenden, die 5 Bilder pro Belichtungsreihe und dann womöglich noch mit 1,5 oder 2 EV Unterschied anbietet.
Im voll manuellen Programm (M) kann man aber auch mit der E-400 schon sehenswerte HDR-Motive aufzeichnen, sofern sich nichts in der Szene bewegt.
Wie von Harry bereits angeregt, möchte ich Dich bei tiefergehendem Interesse an der Thematik gerne auf meine Seminar-DVD zur HDR-Fotografie verweisen - oder auf das sehr gute HDRI-Handbuch von Christian Bloch, an dem ich auch mitgewirkt habe.
Gruß,
Dieter