Praktikantenfotos

17.06.2011 - 17:08 Uhr

Hi Ihr Lieben Forentenkollegen und Kolleginnen, zur Zeit habe ich mal wieder einen netten jungen Mann als Praktikant im Studio!
Schön das es wieder interessierte für den Fotografenberuf gibt, dazu benötigen wir etwas neutrale Unterstützung, und ich dachte dabei an Euch, um mich selbst etwas objektiv verhalten zu können. Mit einer kleinen Aufgabe schickte ich den Tobias mit der alten Lady der E-1 und dem 50-200er auf Tour, etwas in Bokehtechnik zu gestalten, und sonstiges, was ihm gerade auf der Tour begegnet!
Anbei haben wir einige Bilder im Anhang, ich (wir) bitten mal um konstruktive Kritik, seid nicht zu hart, damit er die Lust nicht verliert (grins), aber auch nicht zu sehr verschonen, einfach mal erste Eindrücke schildern!
OK., ich (wir) freuen uns schon auf eure Kommentare, vielen Dank im voraus,Gruss an alle, Pierre.

Letzte Änderung: 17.06.2011
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Re: Praktikantenfotos

17.06.2011 - 17:47 Uhr

Hallo Pierre,

schön das es noch junge Leute gibt die sich für diesen schwierigen und leider oft brotlosen Beruf entscheiden ;-)
Nun zu den Bildern und meiner Meinung dazu:

Bild 1:
Schöne Aufteilung, durchaus spannend und tolles Bokeh. Die Eisenstange an der Spitze ist etwas unscharf !

Bild 2:
Besonders in der Bildmitte sehr scharf ! Tolles Bokeh, Motiv etwas fad wg. der dunklen Farben (pers.Geschmack)

Bild 3:
Tolle Motividee :-))) Besonders der eingefrorene Regen gefällt mir :-)) Besonders gut finde ich das dezente High Key am Schirm. Ich hoffe das nennt man so ;-))

Bild 4:
Hat was.... Kreativ ! vielleicht ein wenig zu dunkel ?

Bild 5:
Schöne SW Aufnahme die mir sehr gut gefällt ! Gutes Auge !

Bild 6:
Ist mir persönlich zu dunkel ! Die Bildaufteilung passt aber auch hier ! Leichte Unschärfe an der Schraube ?

Bild 7:
Leider unscharf und zu überbelichtet. Gefällt mir garnicht ! Rauscht auch ziemlich !

Bild 8:
Super, knackig scharf ! Cooles Bokeh ! Die Tropfen sind super ;-))

So das war jetzt meine Meinung :-)) Ich bin natürlich kein Profi ;-)))

Viel Erfolg weiterhin ! Ich freue mich schon auf mehr Bilder :-))

Gruß aus München :-))

PS: Krass was die E-1 für super Fotos macht !!

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Re: Praktikantenfotos

17.06.2011 - 18:03 Uhr

Bild 1:
Der Hintergrund ist interessant, aber was zur Hölle ist das Im Vordergrund?
Wie sieht es in sw aus?

Bild 2
Zuviel Unruhe im Hintergrund. Die dunklen (verdorrten) Blätter im Vordergrund ziehen den Blick auf sich. Würde ich wegschneiden.

Bild 3
Ich finde die Bildidee sehr gut. Aaaaber…
Das Logo auf dem Schirm stört.
Schirm, Gräser im Hintergrund und Asphaltdecke sind zu hell. Würde die Lichter abdunkeln bzw. den Mitteltonkontrast erhöhen. Dunkle Baumreihe im Hintergrund darf ruhig schwarz absaufen, aber es muß mehr Zeichnung in die Gräser. Die Diagonale und der Gräserhorizont sind richtig plaziert, aber ich würde den Schirm aus der Bildmitte mehr nach rechts verschieben.

Bild 4
Die unscharfen Blätter empfinde ich in der Bildmitte als störend – am Bildrand wären sie okay.
Kamera etwas nach unten kippen, damit etwas mehr von dem Gewässer zu sehen ist. Von der Uferböschung am rechten Bildrand könnte man auch etwas mehr zeigen. Dann würde diese das Auge des Betrachters in die Tiefe des Bildes hineinführen. So hängt der Betrachter etwas in der Luft.

Bild 5
Hier wäre es von Vorteil, wenn mehr von den Paletten (?) zu sehen wäre. Also Ausschnitt so groß wählen das die sichtbaren Objekte sich selbst erklären – dazu sollte wenigstens das obere Ende zu sehen sein. Kamerastandpunkt bzw. Perspektive sind gut gewählt, der Hintergrund ist interessant und sw unterstreicht die Struktur des Bildes.

Bild 6
Dieses Bild wirft lauter Fragen auf. Wo ist oben, wo unten? Ist das Objekt schief, oder die Kamera? Was ist das? Undefinierbarer Hintergrund verwirrt zusätzlich. Willkürlich gesetzter Fokus – wurde aus der Hüfte im Vorbeilaufen ausgelöst? Wahlloser Material- und Oberflächenstrukturmix macht es noch schlimmer.

Bild 7
Kamera auf 10 – 11 Uhr richten, dann sind die dunklen Flecken nicht mehr hinter den hängenden Blättern. Rechts und unten würde ich mindestens 1/8 wegschneiden, denn es ist zu viel leerer Raum um die Blätter herum.

Bild 8
Der helle Streifen links stört. Also längere Brennweite wählen bzw. einen Schritt nach links gehen. Man kann die roten Blüten die gerade noch mittig am unteren Bildrand zu sehen sind ausblenden indem man mit der Kamera etwas tiefer geht. Hat man ein Stativ zur Verfügung, kann man die Schärfe präziser setzen bzw. abblenden. Dann werden auch alle abgebildeten Blätter scharf. (Gut, das geht nur sehr eingeschränkt, wenn man tatsächlich ein Tele verwendet. Aber das ist auch eine Seite der künstlerischen Freiheit: Man muß sich ab und zu entscheiden. ;-)
Hoffe, ich konnte behilflich sein.

Herzliche Grüße aus Lüneburg
Torsten

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Re: Praktikantenfotos

17.06.2011 - 18:03 Uhr

Ups - also wenn's um Bokeh geht- dann würde ich den Regenschirm genehmigen. Da hat's ein Motiv und da hat's Bokeh im Hintergrund. das Unkraut im Garten mit dem Haus als Hintergrund...naja....und beim Rest seh ich einfach kein Bokeh - einfach nur Unschärfe giltet bei mir nicht.
Nun Kommt's halt drauf an, wie Du Bokeh definiert hast.

Ansonsten gefällt mir der Regenschirm schon wegen des gut abgebildeten Regens .

Das Grünzeug über dem Bach - OK, akzeptiert, mit dem unscharfen Blatt vornedran, ist kreativ, hat was.

Die b/w Paletten machen auf den ersten Blick was her, aber da ist zuwenig Substanz - für mich eher ein digital aufgemotzter Knips.

Bei der Schraube stimmt für mich die Schärfeebene nicht und es ist mir auch zu wenig Aussage im Bild. Ich frage mich - gehört die Spinnwebe dazu? Oder nicht? Lässt mich etwas ratlos zurück.

Die hängende Weide: reißt mich nicht vom Hocker, ist aber zumindest interpretierbar.

Die Brennessel - wenn, dann spiegeln, so dass die Diagonale aufsteigt. die Brennenssel wirkt dann gleich viel aggressiver. Ansonsten: sowas sieht toll aus, man kann es wunderschön freistellen, aber jenseits dieses Schärfe/Unschärfeeffekts ist aber eben kein Gehalt in so nem Bild. Ist wie ein Photoshopeffekt oder wie ein Sternchenfilter: Der Effekt allein bringt's nicht...

Sorry, dass es nicht besser ausgefallen ist.

Allerdings: zwei Bilder von acht - für einen Praktikanten doch ein guter Schnitt - ich wäre froh, bei einer solchen Regentour mit nur einem einzigen Bild zurückgekommen zu sein. Meistens bring ich von sowas gar nichts mit...

Grüße
Reinhard Wagner

Weil ich die andere Kritik zum Regenschirm gelesen habe: Klar passen die Helligkeiten im Bild noch nicht - aber sowas kann man justieren. Das ist Handwerk. Entscheidend ist der Blick.

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Re: Praktikantenfotos

17.06.2011 - 18:04 Uhr

Oh man, wie schnell Ihr Euch schon Mühe macht, der Tobias ist eben zur Türe raus, der wird schon auf der Lauer liegen, was da so alles kommt, an euch schon mal recht herzlichen Dank, Gruss, Pierre.

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Re: Praktikantenfotos

17.06.2011 - 18:11 Uhr

Quote:
aber was zur Hölle ist das Im Vordergrund?

Ein Eisenstab, an dem die Abgrenzung zur Weide durch einen Elektrozaun besfestigt ist!
Gruss, Pierre.

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Re: Praktikantenfotos

17.06.2011 - 18:13 Uhr

Aha, verstehe.

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Re: Praktikantenfotos

17.06.2011 - 18:27 Uhr

1:
sieht wie ein Crop aus. Ein Bezug fehlt.
2:
kippt optisch nach links. Rechts oben die helle Ecke unterstützt diesen negativen Effekt.
3:
zu gestellt. Farbe in Verbindung mit der Marke unpassend.
4:
unscharfer Vordergrund irritiert.
5:
man fällt rechts aus dem Bild
6:
Hauptmotiv unscharf
7:
verrauscht
8:
Blattwerk ohne Bezug, so wie bei 1

auf ein Neues...

Gruß, Till

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Re: Praktikantenfotos

17.06.2011 - 18:36 Uhr

...und wenn es niemandem aufgefallen ist - Reinhard hat wieder ein richtig schönes Foto von sich drauf :-)

...und Pierre, die Fotos gefallen "ziemlich" gut...

LG Karl

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Re: Praktikantenfotos

17.06.2011 - 21:07 Uhr

Quote:
...und wenn es niemandem aufgefallen ist - Reinhard hat wieder ein richtig schönes Foto von sich drauf :-)

Doch, ist aufgefallen. Habe seinen Beitrag deswegen erst mit der Unterschrift als den Seinigen erkannt. Wie sich Menschen verändern können :-)))

Zum Thema, auch wenn es teilweise wiederholend ist:

162: Hintergrund ist das eigentliche Hauptmotiv. Der ist sehr interessant. Die Stange ragt etwas beliebig ins Bild. Sie gestaltet das Bild nicht, und sie wird auch nicht als das empfunden, weswegen es sich lohnte, auf den Ausläser zu drücken. Wenn man es weiß erkennt man den Leiterzwirn des Elektrozauns, sonst aber nicht.

166: Wenn der Sauerampfer (?) eine harmonische Spiegelung in der Archtiektur der Veranda (?) hätte, könnte ich mich mit dem Bild anfreunden, so aber ist es vereinzelt-gruppierter Sauerampfer im Garten eines nicht der Ablichtung werten Hauses, wobei der Garten auch Bäume aufzuweisen hat. Hm.

169: Gefälllt auch mir wegen der gut zum Ausdruck gebrachten Beziehung zwischen Regen und Schirm. Wer hat sich eigentlich unter dem Ferrari versteckt?

173: Erinnert zu stark an beginnenden grauen Star. Für dieses medizinische Thema allerdings vortrefflich ins Bild gesetzt.Jedesmal wenn ich das Bild betrachte, versuche ich, mir die Trübung meiner Linsen aus den
Augen zu reiben. So gesehen, irgendwie gelungen :-)

197: Hat eine gedanklich erkennbare Halbteilung schwarz/weiß in Schwarzweiß. Das Auge findet allerdings keine Ruhe. Es fehlt ein Fixpunkt, zu dem das Auge immer wieder zurückkehren könnte, um das Bild zu ergründen.

204: Im Uhrzeigersinn um 90° gedreht sieht es besser aus. Und noch besser, wenn man den Stift in die Senkrechte bringt. Ich habe mal einen Quickiedreh angehängt. Man erkennt jetzt eine Bildbasis und eine angedeutete Linienparallelität und Feuchteparallelität zwischen Holz und Metall, verbunden durch einen leider aus dem Bild gerutschen Spannungsbogen durch das Web. Das scheinbar chaotisch platzierte Konterklötzchen bekommt nun plötzlich einen Bezug zum chaotischen Hintergrund. Aus dem Motiv könnte man wohl mehr machen.

211: Salix, die Weide. Ursprünglich Ausgangstoff für Schmerzmittel, in der sythetischen Form noch heute gebräuchlich als Acetylsalicylsäure. Darreichung u.a. bei Kopfschmerzen, die sich ja beispielsweise durch Lichtblitze - hier durch ein sehr helles Blatt - bemerkbar machen können, und bei diffusen Schmerzzuständen und zur Soforttherapie bei Tinnitus oder Durchblutungstörungen im Innenohr, die der Patient als Rauschen wahrnimmt. So gesehen: perfekt wenn das die Bildintention war ;-)

223: Scharfe Brennnessel ohne sichtbare Brennhaare mit Blatterkrankung nach dem Regen in der Nähe von anderen, nicht so wichtigen Pflanzen. Das ist ein reichlich unklares Motiv für das Foto. Der Bildaufbau mit der Diagonalen nach/von unten rechts ist durchaus interessant, weil man eher den Einstieg von links unten erwartet. Speigelt man das Bild, dominiert plötzlich die Bildhelligkeit des dann linken Hintergrundes dermaßen, dass die Freistellung des Gemüses weniger gut hervortritt. Dass der Balken links (nach Spiegelung: rechts) stört, wurde schon geschrieben.

Fazit: Recht gute Ansätze. Wenn es gleich perfekt wäre, bräuchte er ja kein Praktikum und keine anschließende Ausbildung. Ich glaube, wir alle schauen uns gern die weiteren Fortschritte an.

Viele Grüße

Albrecht

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Re: Re: Praktikantenfotos

17.06.2011 - 21:23 Uhr

Reinhard Wagner wrote:
Ups - also wenn's um Bokeh geht- dann würde ich den Regenschirm genehmigen. Da hat's ein Motiv und da hat's Bokeh im Hintergrund. das Unkraut im Garten mit dem Haus als Hintergrund...naja....und beim Rest seh ich einfach kein Bokeh - einfach nur Unschärfe giltet bei mir nicht.
Nun Kommt's halt drauf an, wie Du Bokeh definiert hast.

... nun ... dazu aber das:

Quote:
...etwas in Bokehtechnik zu gestalten, und sonstiges, was ihm gerade auf der Tour begegnet!

im Grunde also "freies" Arbeiten ;-)

Bild 1 gilt für meine Begriffe aber noch in Sachen "Bokeh" - der Hintergrund ist nicht total unscharf, er hat durchaus Struktur und Kontrast. Überhaupt mag ich das und finde es gut, dass er so etwas für ablichtenswert hält! Im ersten Moment dachte ich mir, dass oben viel zu viel ist, aber das sehe ich jetzt anders - ich würde es evtl ins Quadrat beschneiden, an jeder Seite was weg.

Bild 2 gibt mir persönlich gar nichts - ist "lieblos" abgeknipst... wenn es um die Pflanzen im Vordergrund geht hat es den falschen Hintergrund, geht es um den Hintergrund (im Spannungsverhältnis Natur - Industrie etwa) wird das zu wenig deutlich.

Bild 3 ...mmh... falsche Farbe... ferrari ist nicht Rosa (mecker...). Mir ist der regen nicht Fisch, nicht Fleisch... alles in allem - nichts für mich.

Bild 4 Taugt mir! Beim nächsten Mal gib ihm ein Sativ mit, dann muss er die Iso nicht so hoch drehen... Düstere Stimmung - für mich nicht "zu" dunkel - und wenn es so gewollt war, dass die Blätter im Vordergrund unscharf sind finde ich das gut, den das Bokeh muss nicht immer hinten sein!

Bild 5 zu viel oder zu wenig drauf und zu starke Kontraste... wenn man das Bild oben radikal beschneidet (bis runter zum Querholz, also aus dem Hoch fast ein Querformat gemacht) passt alles. Da erkennt das Auge den fokussierten Ast und das Pflänzchen und der Kontrast ist im unteren Teil homogener.

Bild 6 in meinen Augen ein Fehlfokus... wenn das Gewinde scharf wäre, wäre es zwar sehr klassisch, aber klassisch ist nicht immer schlecht ;-)

Bild 7 muss man das einstellen?

Bild 8 dazu hat Reinhard alles gesagt

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Re: Praktikantenfotos

17.06.2011 - 21:26 Uhr

P.S.: nachdem olybärli zeitgleich geschrieben und Bilder bearbeitet hat... das Schraubenbild gedreht hat was!
Die Brennnessel gespiegelt verliert doch! im original finde ich es stärker!

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Re: Praktikantenfotos

17.06.2011 - 21:51 Uhr

1.) toll

2.) tät ich "nachdramatisieren" schwarz rein und RO massiv Vignette

3.) bin kein Ferrari Fan - sag ich nix zu

4.) wo ist das grüne Marsmännlein ?

5.) so hatten einige von mir auch ausgesehen - als ma noch in der Dunkelkammer rummachten - geht aber vom Aufbau sicher noch mehr (ausfressen gefällt mir gut ! - noch etwas ins schwarz dramatisieren vielleicht)

6.) da komm ich in "schieflage" - sehr ungewöhnliche Bildstruktur - könnt aber was sein wenn ein spezieller Bezug geschaffen wäre / würde. Hätt ich vielleicht zugeblitzt und versucht den geometrischen Hintergrund - falls möglich - noch stärker "einzubauen" - so wie's is isses für mich nix

7.) vom Baum mehr wegschnippeln und dramatisieren - dann auf 60ties-Tapete machen

@ Pierre, du Schelm - die Aufgabe war unlösbar - das 50-200 hat kein Bokeh !

@ Tobias - "Blick" gefällt - gar nicht übel für die Umstände - hätt ich selber zum Start vielleicht nicht gebracht - weiter so !!!

Gruss
Mcihael

PS
nicht vergessen:
Bildkritik ist "für die Fisch" - sagt dir eh jeder was anderes
:)))

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Re: Re: Praktikantenfotos

17.06.2011 - 21:33 Uhr

oliver oppitz wrote:
P.S.: nachdem olybärli zeitgleich geschrieben und Bilder bearbeitet hat... das Schraubenbild gedreht hat was!

Yepp in die Richtung (gestalterisch) könnts gehen !

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Re: Praktikantenfotos

17.06.2011 - 21:42 Uhr

Vorab nochmals vielen Dank an alle, der Tobias lauert garantiert im Hintergrund, liest mit, und kann sich (noch) nicht nicht wehren, aber wenn Ihr alle gestattet, erlaube ich ihm, über meinen Account eine Stellungnahme zu euren Kommentare zu genehmigen.
Er darf sich dabei mal vorstellen und seine Erfahrungen seit den letzten drei Tagen bei uns im Studio Preis geben.
Schließlich will er ja mal den Beruf Fotograf aufgreifen und muss entsprechend auch Umgangsformen kennenlernen, wäre ja auch mal eine neue Erfahrung für viele hier im Forum, wie so ein junger Mensch damit umgeht. Ich hoffe ich langweile Euch nicht damit, und seit damit einverstanden, ist doch auch eine tolle Sache, wenn er das einoder andere positiv aufnimmt und umsetzen kann.
Eventuell gibts mal auch einen neuen Olygraphen (grins).
Mir ist etwas aufgefallen, habe seit langem nicht solche wirklich guten Kommentare, Anregungen und Kritiken gelesen, seit ich diesen Thread erfasst habe, selbst nicht oft in den MTs, großartig, viele Grüsse, Pierre.

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Re: Re: Praktikantenfotos

17.06.2011 - 22:02 Uhr

Karl Bogusch wrote:
...und wenn es niemandem aufgefallen ist - Reinhard hat wieder ein richtig schönes Foto von sich drauf :-)

Was DAS soll der Reinhard sein ???
:)

jo jo - ma' wird halt auch net jünger
:))

hab' selber früher auch scho "wilder" aus- und drein'gschaugt wia hietzen
:)))

Gruss
Michael

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Re: Praktikantenfotos

17.06.2011 - 22:03 Uhr

Quote:
Mir ist etwas aufgefallen, habe seit langem nicht solche wirklich guten Kommentare, Anregungen und Kritiken gelesen, seit ich diesen Thread erfasst habe, selbst nicht oft in den MTs, großartig, viele Grüsse, Pierre.

Stimmt schon - aber das, was hier immer so als Brennessel bezeichnet wird (Bild 8), sieht mir eher nach einem Ranunkelstrauch aus. Von daher hat es Tobias anscheinend prima hinbekommen, mit einem Bild eine Illusion zu erzeugen...

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Re: Praktikantenfotos

17.06.2011 - 22:31 Uhr

Quote:
Von daher hat es Tobias anscheinend prima hinbekommen, mit einem Bild eine Illusion zu erzeugen...

Good Point. Und nachdem Albrecht die Ranunkel gedreht hat, nehme ich auch meine Kritik etwas zurück. Das Bild haut mich immer noch nicht vom Hocker, aber es hat ein paar Punkte gesammelt.

Grüße
Reinhard Wagner

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Re: Praktikantenfotos

17.06.2011 - 22:33 Uhr

Hier einmal meine laienhaften Aussagen zu den Bildern. Es ist ja immer eine persönliche Betrachtungsweise.
Die Ansätze finde ich gut, der Blick ist schon etwas geschärft.

162: Hätte ich enger geschnitten. Der Blick aufs Wesentlich ist gut.

166: Der Hintergrund gefällt mir nicht, ist insgesamt zu unruhig.

169: Motiv, Regen, Linienführung - klasse!
Den Schirm nicht ganz so mittig und die Überstrahlung reduzieren.

173: Die unscharfen Blätter im Vordergrund habe ich erst auf den zweiten Blick gesehen und da haben sie mich gestört. Beim erneuten Durchgucken der Bilder finde ich es sehr interessant, weil es anders ist.

197: Finde ich nichtssagend. Hätte ich auf Details beschränkt.

204: Solche Motive mag ich. Die Schärfe hätte ich allerdings auf die Mutter am Ende der Schraube gelegt.

211: Verrauscht, überstrahlt.

223: Gut, aber links das Unscharfe wegschneiden.

Auf jeden Fall weitermachen und den Blick weiter schärfen. Die nächste Batterie an Praktikantenfotos kann nur besser sein. Vielleicht bekommen wir die ja auch zu sehen.

Viele Grüße
Martina

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Re: Re: Praktikantenfotos

17.06.2011 - 22:39 Uhr

Reinhard Wagner wrote:
Quote:
Von daher hat es Tobias anscheinend prima hinbekommen, mit einem Bild eine Illusion zu erzeugen...

Good Point. Und nachdem Albrecht die Ranunkel gedreht hat, nehme ich auch meine Kritik etwas zurück. Das Bild haut mich immer noch nicht vom Hocker, aber es hat ein paar Punkte gesammelt.

Grüße
Reinhard Wagner

Für mich hats beim spiegeln verloren - zu dröger, zu klassischer Bildverlauf LU > RO

Gruss
Michael

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Re: Praktikantenfotos

17.06.2011 - 22:40 Uhr

Hallo!

Dann will ich mal in guter alter Manier meine Meinung zu den Bildern kund tun. Ich verspreche, dass ich auch ganz vorsichtig bin und dass es nicht weh tut ;-)

Bild 1:
Das Freistellen ist hier gut umgesetzt. Die Farben sind harmonisch und sanft abgestimmt. Nun aber, lieber Tobias, wirst du mich kennenlernen. Zumindest, was die HD betrifft :-)
Da liegt eine ganz klare Linie im Bild. Ich hätte das als Hinweis gesehen, sie eventuell mehr aus der Ecke laufen zu lassen. Links etwas mehr Luft, rechts eine saubere Diagonale bildend.
Der obere Bildrand wirkt auf mich etwas unruhig. Da hätte ich darauf geachtet, dass die dunklen Bereiche nicht mehr im Bild sind.
Das könnte man auch nachträglich mit Beschnitt (oben und rechts) noch etwas anpassen.

Bild 2:
Freigestellt ja, der Hintergrund ist hier aber trotz Unschärfe noch recht unruhig und dominant. Ebenso unruhig ist der Vordergrund, der durch die feinen Details dem Auge wenig Halt bietet. Meinen Blick zieht's immer links hinten auf den Sonnenschirm(?).

Bild 3:
Nette Idee und keine Angst vor dem Wasser. Naja, mit der E-1 kann man das ja machen ;-)
Das Freistellen ist gelungen, der Schirm ist in der Schärfezone, dei nach hinten klar abfällt. Durch die Übergänge an Fahrbahn und Wald, die klare Linien bilden, gewinnt das Bild an Tiefe.
Der Schirm bildet einen farbigen Kontrast zum Grün und Gelb der Natur. Er sitzt mir aber etwas zu mittig. Mehr im goldenen Schnitt (also etwas weiter links) platziert könnte ich mir spannender vorstellen. Ebenso, etwas weiter nach links zu gehen und steiler entlang der Straße (wenn das dann vom Hintergrund noch passt). Damit könnte die Tiefe noch etwas steigern.

Bild 4:
Auch der Vordergrund kann durch Unschärfe die Bildwirkung steigern. Er tut das meist, wenn er das Bild einrahmt. Eine mittige Unschärfe, gerade dort, wo sich der Blick des Betrachters meist Detail erwartet kann wie ein Knüppel auf's Auge wirken. Auch das kann in manchen Fällen gestalterisch nützlich sein. In diesem Bild erzeugt es in mir aber nur den Wunsch mich zu bücken, damit mir der Ast nicht ins Gesicht schlägt (wenn das Boot weiter fährt ...).

Bild 5:
Eine interessante Aufteilung, die durch die SW-Umsetzung die grafische Wirkung der Linien betont. Neben dem Kontrast, der durch die Schärfeverteilung entsteht unterstüttzt hier auch die hell-dunkel-Aufteilung. Dabei ist mir aber der dunkle Teil etwas zu dunkel ausgefallen. Hier könnte man mit Tiefen/Lichter nachhelfen um etwas mehr Zeichnung in die dunklen Partien zu bekommen.
Weil's gerade hier um den Dialog zwischen Linien, Struktur und Diffusem geht würde ich mich hier dem Lauf der Linien besonders intensiv widmen. Aus bzw. in die Ecken laufend, Anschnitt und Winkel zueinander.
Der Grashalm im Vordergrund links unten (unscharf) lenkt mich etwas ab. Den hätte ich (wenn er mir rechtzeitig aufgefallen wäre) entfernt.

Bild 6:
Eine sehr homogene Komposition, sowohl farblich als auch von der Struktur her. Das Freistellen ist gelungen. Die Schärfe sitzt mir aber zu nahe an der Kamera. Die hätte ich mir etwas mehr auf der Schraube gewünscht. Dieser etwas mehr Luft nach links hin geben, dafür einen Hauch weniger vom dunklen Holz rechts.

Bild 7:
Hier ist trotz fein strukturiertem Hintergrund durch ausreichend Unschärfe Ruhe eingekehrt. Nur der dunkle Fleck unter dem scharfen Zweig ist etwas dominant (hier könnte man mit Stempeln korrigieren). Die freigestellten Zweige heben sich klar ab. Der seitlich angeordnete Zweig zieht den Blick auf sich, wird aber von den kleinen Restchen links oben etwas irritiert. Grundsätzlich passt dort oben was hin, das dem Zweig ein Gegengewicht bietet. Dafür sind die Zweiglein aber etwas mager.

Bild 8:
Die Äste laufen aus der rechten unteren Ecke ins Bild. Der Hintergrund folgt dieser Linie mit einem Verlauf von hell zu dunkel. Das Bild ist sehr homogen in Grüntönen gestaltet. Grüntöne? Nein, ein kleines Dorf ...
Die andersfarbigen Anteile (Rot unten, der graue Pfahl links) stören die Homogenität. Ein etwas anderer Standpunkt hätte das vielleicht beheben können.

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Das ist auch der Umfang an Kritik, den meine Kursteilnehmer über sich ergehen lassen müssen, wenn wir Bilder besprechen. Ich hoffe, Tobias geht jetzt nicht gleich ins Kloster (ausser zum Fotografieren :-)

Helge ;-)=)

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