Ich sehe hier im Forum viele Themen, die sich mit der Technik der Fotografie beschäftigen. Dazu gehören Tests aus Zeitschriften, Ausrüstungsfetischismus, Leistungsvergleiche der Software...
Manchmal lasse ich mich davon anstecken und vergesse ob der technischen Perfektion und dem `Druck das perfekte Bild` herstellen zu wollen, dass Fotografie ein Hobby ist, das Spass machen soll und auch zum Experimentieren einladen soll. Der Drang zum Perfektionismus beisst sich oft mit der Offenheit und Freiheit, welche kreative Fotografie ermöglicht.
Ich hab mir heut dazu im Buchhandel ein eher ungewöhnliches Fotobuch erstanden, das mich schon beim Durchblättern fasziniert hat:
`Kreative Fotopraxis` R.Mertens.
Ich erlaube hier zu zitieren: `Technikorientierte Fotografie fokussiert stark darauf, was im ersten Moment mit der vorhandenen Technik realisierbar erscheint. Damit bremst sie die Kreativität erheblich aus. Denn hier bestimmt die Technik das Motiv, und Ideen werden nur im Hinblick auf die zur Verfügung stehenden Möglichkeiten überprüft und viel zu oft schnell wieder verworfen.
Ganz anders sieht es bei der ganzheitlichen Fotografie aus....
Mertens definiert 5 Punkte für ganzheitliche, prozessorientierte Fotografie: Fotograf, Information, Ideenfindung, Produktion, Präsentation.
Diese 5 Komponenten sind gleichberechtigt.
Natürlich wird auch mit der Technik gearbeitet, aber sie soll nicht die Arbeit bestimmen oder die Idee beeinflussen.
Hmmmmm - da muss ich doch mal meine Arbeitsweise reflektieren :-)







