In einem anderen Thema hier im Forum ging es um die erzielbare Qualitätssteigerung bei Aufnahmen nach der sog. »Expose to the right«-Methode, also dem gezielten reichlichen Belichten. Dabei soll der Kontrastumfang der Kamera soweit wie möglich im optimalen Bereich genutzt werden, aber keine bildwichtigen Lichter ausbrennen. Man verschiebt die aufgezeichneten Tonwerte im Histogramm so weit wie möglich an den rechten Rand. Durch gezielt längere Belichtung , oder, wo sinnvoll, durch eine offenere Blende. Den damit erzielbaren Effekt möchte ich euch hier gerne nochmal deutlich vor Augen führen. Dazu habe ich für euch eine anschauliche Vergleichsaufnahme im Studio gemacht. Ohne das Studiolicht zu benutzen, nur das durchs Fenster von Rechts einfallende Tageslicht. Damit gilt das Beispiel auch für Naturaufnahmen im Freien.
Hier die Übersicht des gesamten fotografierten Motivs:

Bei der ersten Aufnahme (20100305_10003, links) habe ich etwas knapper belichtet, so wie es die unkorrigierte Belichtungsautomatik auch machen würde. Bei der zweiten Aufnahme (20100305_10003, rechts) habe ich dann gezielt eine Blende überbelichtet:

Bei der überbelichteten Variante habe ich dann die Belichtung im Raw-Konverter lediglich eine Blende runter korrigiert. Im Anhang findet ihr drei 100% Bildschirmfotos vom direkten 1:1 Vergleich. Rechts immer das nach der "Expose to the right"-Methode aufgenommene und dann runterkorrigierte Foto.
Hier die Previews davon:



Die volle Auflösung bitte in den Anhängen laden.
Macht euch bitte selbst ein Bild, was das reichlichere Belichten also bringt und teilt uns eure Beobachtung dann hier mit.
Herzliche Grüße,
Dieter






