Möchte mir in den nächsten Tagen eine E620 zulegen für vorwiegend Tieraufnahmen. Die E 620 wird ja mit dem 14/42 im Kit angeboten. Hat jemand Erfahrung inwiefern sich die Autofocusgeschwindigkeit und Auslösegeschwindigkeit der 14/42 und 14/54 II unterscheiden. Ich überlege in Abhängigkeit davon, mir anstelle des 14/42 das 14/54 II zu kaufen.
Re: Autofocusgeschwindigkeit 14/42 und 14/54 II
26.11.2009 - 15:58 Uhr
Genau weiß ich es nicht, weil ich das 14-42 sogut wie nicht kenne - aber ich würde sagen dass sich das positiv auswirkt - allein die größere Offenblende (bei der ja auch gemessen wird) dürfte vor allem wenn es nicht mehr ganz so hell ist ein Vorteil sein.
Aber unabhängig von der AF-Geschwindigkeit ist das 14-54 auf jeden Fall eine gute Idee. Es hat die besseren Abbildungseigenschaften und ist lichtstärker bei einem größeren Brennweitenbereich. Wenn Du also das Geld hast, kann ich Dir nur dazu raten.
Neben dem Preis einziges Manko: es ist doch etwas größer und schwerer als das 14-42 - aber das spielt eigentlich nur eine Rolle, wenn es wirklich auf jedes Gramm ankommt.
Andy
beratend
Re: Autofocusgeschwindigkeit 14/42 und 14/54 II
26.11.2009 - 16:15 Uhr
Andy hat das Wesentliche gesagt.
Das 14-42 ist eine sehr gute Optik für ihr Geld, der AF ist relativ schnell, und sie punktet mit dem geringen Gewicht und dem günstigen Preis.
Das 14-54 (I oder II) ist ein Idealkompromiss aus Bildqualität und Solidität, mit relativ hoher Lichtstärke, toller Verzeichnungskorrektur und flottem AF.
Diese Optik wird bleiben, wenn das Gehäuse das nächste Mal wechselt. Weil dieses Objektiv als "Meistensdrauf" rundum zufriedenstellt.
Gruß,
Ulf.
Re: Autofocusgeschwindigkeit 14/42 und 14/54 II
26.11.2009 - 19:28 Uhr
Hallo,
ich hatte mir auch eine E 510 als Double Kit mit dem 14-42 mm u. 40-150mm gekauft. Diese beiden Objektive habe ich bereits nach 3 Monaten über Ebay "verscherbelt" und mir die 14-54mm und 50-200mm aus der Pro-Serie gekauft. Die Unterschiede zwischen diesen Objektiven sind wie "Tag und Nacht". Diese beiden Objektive verwende ich auch heute noch mit meiner E 3 und bin nach wie vor begeistert. Ich kann Dir das 14-54mm nur empfehlen. Aber für die Tierfotografie wirst Du wohl auch noch das stärkere Teleobjektiv benötigen. Ich fotografiere ebenfalls sehr gerne Tiere und verwende dazu fast ausschließlich das 50-200mm und teilweise noch mit Konverter EC 20, da das nächst stärkere Teleobjektiv aus der TopPro/Pro-Serie für mich z.Zt. unerschwinglich ist.
Gruß
Arnold
Re: Autofocusgeschwindigkeit 14/42 und 14/54 II
26.11.2009 - 19:29 Uhr
Es gibt mehrere vergleichende Test`s der beiden Olympus-Objektive. Ergebnis : Bildqualität, Verzeichnungen und Vignettierungen sind fast gleich, mal hat das eine oder das andere Objektiv einen Punkt mehr. Wem die Blende 2,8 einen Preisunterschied von ca. 300 EUR Wert ist, der sollte sich für das 14-54 entscheiden.
Ich bin mit dem 14-42 sehr zufrieden, auch mit der AF-Geschwindigkeit und Genauigkeit. Für die Differenz habe ich mir das 3,5 Macro gekauft.
HG Helmut
Re: Autofocusgeschwindigkeit 14/42 und 14/54 II
26.11.2009 - 19:45 Uhr
noch mal hallo,
zur Mitteilung von Helmut (oneview) möchte ich bemerken, daß Test`s in den meisten Fällen nicht objektiv sind, es kommt immer drauf an, wer die Test`s macht. Es gibt natürlich viele Leute, die mit den Ergebnissen des 14-42mm zufrieden sind, es kommt halt immer darauf an, welche Ansprüche man an das Bild stellt. Es gibt ja auch Leute, die sind von dem 70-300mm begeistert !?! Ohne ihm zu nahe treten zu wollen, Helmut ist ja auch mit dem 3,5 Macro zufrieden, wobei mir meine Erfahrungen gezeigt haben, daß es auf jeden Fall das 2,0 Macro sein sollte, obwohl auch dieses in manchen Situationen noch zu lichtschwach ist, außer man verwendet einen Ringblitz.
Gruß
Arnold
Re: Autofocusgeschwindigkeit 14/42 und 14/54 II
26.11.2009 - 21:11 Uhr
Ich glaube, wir sollten die Diskussion sachlich weiterführen.
Und als sachliche Grundlage sind vergleichende Testergebnisse oft nicht zu gebrauchen. Warum?
Beispiel: Bei den vor Zahlen (und somit vor vermeintlicher Objektivität) strotzenden ColorFoto-Objektivtests gibt es die Messungen für jedes Objektiv in jeweils sechs Kategorien: kleinste Brennweite (offen/abgeblendet) - mittlere Brennweite (offen/abgeblendet) - größte Brennweite (offen/abgeblendet).
Hier wird also allen Ernstes z.B.
- ein 7-14mm bei 7mm (!) und Offenblende 4.0
- mit einem 11-22mm bei 11mm und Offenblende 2.8
- mit einem 14-54mm bei 14mm und Offenblende 2.8
1 zu 1 verglichen.
Dabei ist es mit kleinerer Brennweite oder/und mit größerer Lichtstärke bei Offenblende sicherlich herstellerseitig deutlich aufwändiger (und für den Nutzer auch begehrenswerter), hohe Randschärfe, geringe Verzeichnung und geringe Vignettierung als Bildergebnis zu bekommen.
Hier vergleicht man also Äpfel-Zahlenwerte mit Birnen-Zahlenwerten und dem logischen Ergebnis, dass ein 7-14mm (1600 €) am kurzen Ende bei Offenblende ein schlechteres Ergebnis einfährt als die 14-xx-Objektive (100-500€) bei 14mm und Offenblende. Und so weiter, und so weiter.
Die Gesamtpunktzahl der ColorFoto-Objektivwertung (als nur EIN Beispiel) ist also eine akademische Theoriesumme - in der Praxis irrelevant. Denn für eine Brennweite von 7mm ist die Leistung des 7-14mm-Varios nun mal konkurrenzlos.
Apropos praxisrelevant: Wer jemals mit einem 14-42mm versucht hat, bei 14mm Architektur oder nur einen Strommast am Bildrand zu photographieren, wird schnell merken, dass sich die Verzeichnung zwischen 14mm beim 14-54mm (gerade Masten) und 14mm beim 14-42mm (gebogene Masten) in der Praxis signifikant unterscheidet.
Glaubt´s mir, bitte: Das 14-54mm ist in der Praxis deutlich besser als das 14-42mm. Unabhängig vom nur logischen Preisunterschied.
Gruß,
Ulf.
Re: Autofocusgeschwindigkeit 14/42 und 14/54 II
26.11.2009 - 21:31 Uhr
Um noch einmal konkret auf die Thread-Frage zurückzukommen:
Die AF-Geschwindigkeit der beiden Objektive unterscheidet sich bei ausreichend Licht praktisch nicht.
Wenn nur wenig Licht vorhanden ist, macht sich die Lichtstärke des 14-54mm bemerkbar - im LowLight-Bereich ist diese Optik meiner Beobachtung nach dann doch präziser und schneller.
Gruß,
Ulf.
Re: Autofocusgeschwindigkeit 14/42 und 14/54 II
27.11.2009 - 00:20 Uhr
So weit ich mich erinnern kann, wurde das alte Kit- Objektiv 14-45 gegenüber dem 14-54 auch teilweise recht gut beurteilt.
Das der Autofocus des 14-45 in der Dämmerung jedoch praktisch nicht brauchbar war und die "Vergütung" bei Gegenlichtaufnahmen teilweise für "moderne Kunst" sorgte, spiegelte sich damals - soweit ich mich erinnern kann - auch nicht im jeden Test wieder...
Re: Autofocusgeschwindigkeit 14/42 und 14/54 II
27.11.2009 - 07:44 Uhr
9
Rob. S.
Schon interessant, wie die Meinungen bezüglich ein- uind derselben Optiken auseinandergehen... Hier dann noch meine ;-)
Das 14-54, das ich in der Version I seit viereinhalb Jahren verwende (währenddessen ich zudem jeweils kurzzeitig mehrere Exemplare des alten 14-45 und des 14-42 hatte), hat genau drei Vorteile gegenüber dem 14-42:
- Das 14-54 verzeichnet am unteren Brennweitenende erheblich geringer. Es gibt wohl kein zweites Standardzoom für Four Thirds, das eine derart geringe Weitwinkelverzeichnung aufweist (abgesehen vielleicht vom 14-35, über das ich dahingehend nichts weiß, habe, über das Sigma 2.8/18-50 ebenfalls nicht). Wer nur gelegentlich in Situationen fotografiert, in denen das stört, kann – besonders, wenn er RAW nutzt – die Verzeichnung eines 14-42 aber bequem nachträglich korrigieren, wo immer sie dann tatsächlich mal stören sollte. Abbildungsqualitativ gibt es daneben keine Unterschiede, die meine Entscheidung in die eine oder andere Richtung beeinflussen würden.
- Das 14-54 ist vor allem am oberen Brennweitenende signifikant lichtstärker, was oftmals darüber entscheidet, ob man es z.B. in Innenräumen noch ohne Bitz oder Stativ einsetzen kann oder nicht. Das ist in meinen Augen der Hauptvorteil, und der ist in selbigen auch den Aufpreis wert. Wer allerdings daneben noch lichtstärkere Objektive besitzt wie z.B. das Zuiko 2/50, das Sigma 1,4/30 oder das Leica 1,4/25, der wird im Zweifelsfall bei knappem Licht gleich zur richtig lichtstarken Optik greifen.
- Das 14-54 ist abgedichtet. Das macht allerdings so richtig Sinn nur mit abgedichteten Kameras (E-1, E-3), und auf der anderen Seite ist es größer und schwerer.
Ein eventueller Unterschied in der AF-Geschwindigkeit (im Vergleich zu dem älteren 14-45 ist das 14-42 richtig schnell geworden) scheint mir dagegen nicht signifikant zu sein.
Wieviel man sinnvollerweise in ein Standardzoom investiert, hängt natürlich von den individuellen Fotografiergewohnheiten und -anforderungen ab. Wenn es primär um Tierfotografie geht, wird der Schwerpunkt folglich im Telebereich liegen. Und da würde ich dann, wenn das Budget nicht unbegrenzt ist, eher im Telebereich investieren, als ein bereits gutes Standardzoom durch ein noch besseres zu ersetzen.
Persönlich habe ich, nachdem neben dem Standardzoom ein Telezoom und ein Weitwinkelzoom da waren, sehr früh gemerkt, dass ich das Standardzoom von allen Objektiven am wenigsten einsetze.
Daran hat sich bis heute wenig geändert. Wenn ich mit minimaler Ausrüstung unterwegs sein will und längeres Tele nicht brauche, dann nehme ich heute entweder das Superzoom und sonst nichts, wenn genug Licht zu erwarten ist, oder gleich das 1,4/25, wenn das Licht knapp wird, eventuell zusammen mit dem 11-22, wenn ich auf Weitwinkel nicht verzichten will.
Das 14-54, so schade das eigentlich ist, bleibt weiterhin meist zuhause, und deswegen ist für mich ein Aufrüsten auf die Version II derzeit kein Thema, obwohl ich mit E-30 und E-620 sehr viel mit Liveview und Kontrast-AF mache.
Stattdessen überlege ich, ob ich mir für das ganz leichte Gepäck doch nochmal ein 14-42 zulege, sollte ich irgendwann auf ein Schnäppchen stoßen.
Schöne Grüße,
Robert
Re: Autofocusgeschwindigkeit 14/42 und 14/54 II
27.11.2009 - 11:33 Uhr
Hallo Robert,
vermutlich bezogst Du Dich mit "Meinungen gehen auseinander" auf andere Beiträge, denn ich sehe bei Deiner Aufzählung der Unterschiede dieselben Schwerpunkte (Verzeichnung, Lichtstärke, Solidität), die ich auch erwähnt habe.
Lediglich unser beider Photographiervorlieben/-gewohnheiten unterscheiden sich in einigen Punkten stark (und das ist ja völlig normal und nicht zu werten!).
Die Beschreibung Deiner Photographiergewohnheiten fand ich spannend.
Du achtest insbesondere auf den Gewichtsvorteil, den Dir FT geben kann. So hast Du auch Deine Objektivauswahl gestaltet. Das ist konsequent.
Ich bin wiederum bereit, für ein "etwas mehr" an technischer Bildqualität auch schwerere Optiken mitzunehmen, auch wenn es sich doch oft (aber eben nicht immer!) als objektiv unvernünftig erweist.
Dementsprechend liegen auch die Unterschiede in unserer Ausstattung:
Ein Superzoom (als Alternative zum 14-54) besitze ich wegen der damit verbundenen Lichtstärke- und Verzeichnungseinschränkungen nicht, das 11-22 (eine unbestrittenermaßen hervorragende Reportageoptik) habe ich ehedem zugunsten des 7-14 veräußert.
Damit ist die "Hierarchie" in meiner Fototasche klar: Für WW muss das 7-14er und evtl. das Fisheye mit, das 14-54er erledigt das Grobe (viel auch Porträts mit Blitzunterstützung in kleinen Innenräumen). Ist mehr Lichtstärke gefordert, greife auch ich begeistert zum 25er PanaLeica (an manchen Tagen gehe ich auch "nur" mit dem 25er los, das ist immer eine photographische Freude) oder zum 50er Oly.
Das 35-100er kommt wegen seiner Ausmaße praktisch nur bei Aufträgen zum Einsatz, das 3.5/35er nur für Makros.
Im Telebereich greife ich am liebsten (eigentlich grundsätzlich) zum relativ (!) kompakten 150er mit den beiden Telekonvertern, zumal ich (noch) kein 50-200 SWD besitze.
Das 70-300er nutze ich praktisch überhaupt nicht mehr (werde ich verkaufen, braucht jemand zufällig eins?), weil es mir am langen Ende zu wenig Lichtstärke und Kontrast bietet, als dass ich mit den Ergebnissen richtig zufrieden wäre.
Insofern bin ich eigentlich der klassische Nutzer der althergebrachten FT-Aufteilung der Zoombrennweiten: 7-14/14-54/50-200 - nur, dass mir das 50-200 noch fehlt...
Gruß,
Ulf.
Re: Autofocusgeschwindigkeit 14/42 und 14/54 II
27.11.2009 - 15:08 Uhr
Ja so unterschiedlich ist das.
Für Mary ist das 12-60 ein echtes "immerdruff", ich habe sehr viel das ach so gescholtene 18-180 auf der Kamera. Aber auch mal fast den ganzen Tag das 30er.
Jedoch: wenn ich einen Kompromiss aus Lichtstärke und Universalität brauche, ist das 14-54 drauf - ich kann dann damit wenn es sein muss auch im LiveView den AF nutzen (und sogar noch verschwenken) ;-)
Was die angesprchenen Tieraufnahmen betrifft: da hängt es nun sehr von den Tieren ab (Haus-, Wildtiere, große oder kleine, flinke oder langsame, Insekten...) was man für ein Objektiv braucht.
Dazu können wir hier sicher auch näheres sagen, wenn gewünscht - die Frage war aber (erstmal) nur nach 14-42 oder 14-54....
Andy
auswählend
Re: Autofocusgeschwindigkeit 14/42 und 14/54 II
19.12.2009 - 11:39 Uhr
Ich kann nur sagen das ich nach dem kauf des 14-54 meine damals 510 wieder vielmehr gebraucht, und ich wusste plötzlich warum ich eine DSLR habe. Ich persönlich finde die Kit Objektive für die Katz, bös gesagt. Die Bildqualität hat mich nie überzeugt und ich war schon der Meinung das dies an Olympus liegt. bis ich dann das 14-54 kaufte und dies hat mich damals überzeugt bei Olympus zu bleiben.
Ich muss aber auch anmerken das mir Grösse und Gewicht nicht so wichtig ist, zumal auch das 14-54 im vergleich zu ähnlicher Optik der Konkurenz trotzdem eher klein ist.



