Es war November 2008. Die Photokina lag nur paar Monate zurück und mein Besuch da wie auch meine sonstige frühere Recherche zum Phänomen Digital Fotografie hat mich dazu gebracht mich für das Olympus E System zu entscheiden. Die Taktik war so: erst eine Preisgünstige Kamera (die auch obendrauf sehr klein, damals die kleinste DSLR sein konnte) und auf dieses Gehäuse drauf eins nach dem anderen die gute Optiken vom E-System mit fleißiges sparen (neu und gebraucht) ausprobieren. Ich habe tatsächlich viel mehr Geld für die Objektive ausgegeben als für den kleinen body und ich bin immer noch nicht satt davon. Die kleine E-420 gibt mir die Möglichkeit alle diese Super-Gläser zu benützen.
Ein und halb Jahr später ist sogar meine alte gute „ewige“ Nikon F-3 verkauft worden (aber nicht alle Nikkor Objektive)
Nicht nur der Nachwuchs und die Familien-Urlaube wurden mit der E-420 reichlich dokumentiert, sondern auch Ergebnis-orientiert wird richtig gearbeitet, im Büro und außerhalb. Die Kamera hat alles (fast alles) mitgemacht. Man musste nur für Nachschub an Strom, also Ersatzakkus vorsorgen. (Das war übrigens eine der deutlichen Umgewöhnungen in Vergleich mit der Nikon F-3). Natürlich war ich begeistert von der Idee einer Kamera wie die E-3 die Staub- und Spritzwassergeschütz ist und sonst so toll sich darstellt. Als die E-30 rauskamm war ich sogar ein bisschen skeptisch denn sie war ja nicht so „seriös“ angelegt wie die E-3 und ging mir in die Richtung schnick-schnack mit diesen sogenannten „art“-filtern usw. (Ich versuch hier mittlerweile selbstsarkastisch zu sein)
Ich habe mich öfter gefragt wie ein besseres, also technisch aufwendigeres Gehäuse auf de gesamte Qualität meiner Bilder beitragen würde. Wollte sogar hier im Forum das Thema früher zur Diskution stellen. Es gibt jede menge ergonomische Aspekte die ich sofort erkennen konnte (um einige zu nennen):
- Schwenkbares Display
- Bessere (genauere) Sucher
- Andere Anordnung und Größe der Bedienungstasten
- Bild-Stabilisator im Gehäuse
- Geschwindigkeit der Reaktion der Kamera auf die Befehle der Finger
(ich musste z.B. bei der E-420 feststellen dass, besonders bei geringem Licht, die Wartezeit bis zum nächsten Schuss sich so verzögerte dass diese zetteln von Sekunden schon als eine unerwünschte Belastung auf meine „Fotomodels“ auswirkte. Stellte mir immer vor dass sowas mit einem aufwendigerem Gehäuse nicht passieren dürfte)
Viele von diesen, ich nenne sie mal hier, ergonomischen Unterschieden, relativieren sich weil sie immer in Bezug mit dem Fotograf seine Gewohnheiten und den sonstigen Umständen hängen. Das kleine Gehäuse der E-420 ist zum Beispiel ein solcher Ergonomischer Merkmal der unter bestimmten Bedingungen alle andere Merkmale topen könnte. Ich brauche keinen iS Bildstabilisator wenn ich Panorama Aufnahmen unter hellem Tages-Himmel aus dem Stativ knipse. Der Staub- und Spritzwasserschutz kann auch als eine Ergonomische Hilfe gesehen werden denn er erlaubt Zugang an Themen den man sonst nicht so oder gar nicht haben könnte. Natürlich ist er nicht nur unter diesem Aspekt zu betrachten. Da ich neu im digitalen fotografieren bin und verwöhnt von dem Staub-Schüttler des E-Systems, habe ich vielleicht nicht genug gelernt zu schätzen wie wichtig insgesamt für die Reinheit des Sensors diese Abdichtung zusätzlich sein kann. (?)
Was gilt eigentlich (auch fern vom Aspekt der Ergonomie und der Art der Handwerkliche-Körperliche Bedienung des Kamera-Objektiv Systems) für die Unterschiede in den Sensoren die drin stecken?
Ich weiß mittlerweile dass die E-30 (und die E-620) einen anderen Sensor hat, (mit mehr Auflösung mehr Rauschen in 400 dafür aber relativ weniger Rauschen in höhere ASA Einstellungen und blah, blah, blah …) Noch wichtiger wäre zu erfahren wie der Rechner der in den bodys drinsteckt die Bilder beeinflusst. (Ja gut bei den aufwendigeren Modellen stelle ich mir vor dass er schneller ist und dadurch z.B. schnelleres fotografieren erlaubt). In welcher Weise könnte er noch die Aufnahmen beeinflussen?
Es ist nämlich folgendes passiert: die kleine gute E-420 hat seit paar Tage die erste Zeichen der Müdigkeit gezeigt. Ich habe festgestellt dass das fokussieren mit mindestens 3 meiner Linsen ziemlich oft fehlerhaft läuft. Weil es nicht gerade die Auto-Fokus Helden sind dachte ich dass es an den Optiken lag: Ich spreche von dem 50mm (F2.0 Macro), und dem 70-300mm (F4.0-5.6) . Aber das Problem taucht auch mit dem 11-22mm (F2.8-3.5) auf. Mittlerweile hört man manchmal ein leises Klappern beim leichten drücken des Auslösers zum fokussieren und das klingt gar nicht normal. Ich mach mir da keine große sorgen, die Kamera hat noch Garantie und ich hoffe das es nicht ernstes ist und relativ einfach von dem Olympus Service zu reparieren. Seit ein paar Tage muss ich nicht immer, aber oft manuell scharf stellen.
Wenn ich die Kamera aber losschicke dann habe ich „body-los“ meine Linsen stehen und kann nicht (zumindest für 2 Wochen) fotografieren. Und ich kann "die kleine" nicht zur Kontrolle nach Hamburg losgeben bevor ich ein kleines Panorama für's Büro geschossen habe (wird eh' manuell das Objektiv scharf eingestellt). Es war nicht so geplant von mir, den ich wollte noch eine weile warten bis ich ein anderes „besseres“ Gehäuse mir anschaffen würde. Schließlich sind wir wieder in einem neuen Photokina-Jahr und wir wissen dass die E-5 bald kommen wird. Ich wollte auch nicht unbedingt auf den neusten Schrei von Olymus warten damit ich den kaufen werde (außerdem weiß ich gar nicht ob ich vom finanziellen Aspekt bereit wäre) aber ich habe gehofft dass ich von der Preissenkung der ältere Modelle profitieren könnte. Olympus würde von mir immer noch genug Kohle verdienen denn das ersparte Geld will ich weiter an Optiken investieren. Ein schnelles 12-60 oder ein schnelles SWD 50-200 wollte ich eigentlich eher mir anschaffen als das nächste body. Sehr wahrscheinlich würden diese schnelle Objektive ihre Geschwindigkeitsvorteile erst an ein anderes Gehäuse zeigen als bei dem kleinen E-420 (?).
Ich habe kurz bevor ich diese Gedanken hier geschrieben habe die Auslösungen-Zahl von meine kleine Kamera abgefragt:
Sind 23.279 (!) Auslösungen innerhalb von 1,5 Jahr zu viel für "die kleine"? Ist sie vielleicht nicht für sowas gedacht? Kann mir jemand sein "relatives Mass" für die Verwendung dieser Kamera geben?
Brauche ich doch eine ein bisschen mehr Profi Gehäuse wenn ich mit solchen Rhythmus fotografiere?
Übrigens, wenn ich jetzt kaufen werde dann wird es doch die E-30 sein müssen (und leider nicht die E-3) denn für dass was ich mache sind LifeView und diese digitale Wasserwaage nützliche Werkzeuge. (Als Architekt fotografiere oft Räume, Gebäude, Architekturmodelle usw. Außerdem stelle ich mir vor dass ich besser voran kommen werde mit dem schwierigen und gewöhnungsbedürftigen 7-14mm Ultraweitwinkel mit Hilfe der digitale Wasserwaage)
Wenn ihr bis hier gelesen habt, habt ihr einiges über meinem Fall erfahren. Meine Fragen sind in meine Gedanken gemischt. Bestimmt habt ihr was dazu zu sagen was ich nicht bedacht habe.




