PEN, die Altglas-Sammelstelle (hier: OM-System Objektive)

17.08.2010 - 21:15 Uhr

+++ Wichtiger Hinweis VOR dem Lesen dieses Beitrag: Dies ist wiedermal ein Roman geworden weil ich mich einfach nie kurz fassen kann wenn mich ein Thema interessiert. Weiterlesen sollte also nur wer genügend Zeit und Lust dazu hat damit es nachher in den Kommentaren nicht heist ich würde zu viel Text von mir geben...! +++

Hallo zusammen,

einer der Gründe die mich - bereits vor dem Kauf - an der PEN gereizt haben, ist die Möglichkeit mittels Adapter beinahe jedes Nachkriegsobjektiv zu benutzen.

Nachdem mir nun so langsam ein zarter fotografischer Grundwissensflaum wächst und sich auf meiner NAS-Festplatte eine deutliche Verbesserung der Ergebnisse erkennen lässt (sehr interessant wenn man noch die Bilder von Tag1 hat), dachte ich mir dass es an der Zeit ist nebenbei schonmal mit "Level 3 - analoge Objektive" zu beginnen. Das Fass zum überlaufen brachte letztendlich die Möglichkeit vor ca. 2 Wochen in Berlin zwei Leica M-Objektive (bzw. Voigtländer) von baxx an meiner PEN E-P2 zu testen. Seitdem bin ich sozusagen analog angefixt!

Mich begeistert daran neben den interessanten und teilweise unvergleichbaren Bildergebnissen vor allem die völlig andere Art des fotografierens. Während ich bisher mit meinen HighTech-Autofokusobjektiven teilweise schnell und beinahe hektisch "auf der Jagd" nach Motiven war und manchmal gleich 3 Bilder per Serienauslösung "mitgenommen" habe (zur Sicherheit, auswählen kann man ja nachher immernoch, Speicherkarte ist ja groß genug) wirkt die Arbeit mit analogen Objektiven irgendwie "beruhigend" auf mich. Es ist für mich ein echter Genuss in aller Ruhe das Bild zu komponieren, mich selbst zu bewegen anstatt die Brennweiten zu verändern und ganz in Ruhe - wenn alles passt - 1x den Auslöser zu drücken.

Kann es schwer beschreiben, deshalb zwei meiner berühmten Vergleiche:
Ich bin zwar Nichtraucher aber ich finde im Vergleich zur "schnellen Zigarette" (moderne Autofokus-Objektive) ist das fotografieren mit schönen "prime" Linsen wie der Genuss einer ganz besonderen, wertvollen, handgerollten Zigarre. Man macht es nicht um seine Sucht zu befriedigen sondern um zu genießen.

Mit klassischen Autos (Old- und Youngtimer) fährt man ja auch keine (echten) Rennen oder rast damit besonders schnell oder komfortabel (mit Aktivlenkung, adaptivem BiXenon-Kurvenlicht und automatischer Geschwindigkeitsregelung) von A nach B sondern man erfreut sich am Fahren an sich. Der Weg ist da meistens das Ziel. So ähnlich sehe ich das...

Nun aber genug der Philosophie natürlich gibt es hier auch ein echtes Thema bzw. Fragen dazu.

Da bis November bei mir noch einige Anschaffungen anstehen (neue Wohnung welche die Ehefrau natürlich diesmal PERFEKT haben möchte), ist vor Weihnachten erstmal kein echtes M-Glas mit rotem L bzw. auch kein Voigtländer drin. Unterm Weihnachtsbaum wird dann ganz sicher ein 1.1er Nokton oder 1.4er Summilux (da berät mich der Berliner PENner sicher noch fachkundig) liegen aber bis dahin würd ich natürlich gern schonmal was anstellen und üben.

Das hat mich am Wochenende zu der Frage gebracht "Was ist eigentlich mit den Objektiven des OM-Systems?"
Da Olympus mit dem MF-2 ja sogar einen direkten Adapter von MFT auf OM anbietet muss das ja durchaus eine "brauchbare" Kombination sein habe ich mir gedacht und mich sowohl bei eBay also auch hier im Forum auf die Suche nach Infos bzw. gut erhaltenen Exemplaren des Systems gemacht. Was ich gefunden habe war teilweise positiv, teilweise ernüchternd.

Positiv überrascht haben mich die Preise für OM "Altglas". Selbst ein spitzenmäßig erhaltenes 1.4er 50mm ist ab € 99,- zu haben, eine nahezu "göttliche" Lichtstärke von 1.2 beim 55er ist schon ab € 320,- zu haben. Das teuerste (im Verhältnis) ist da noch der Adapter den man (wenn Olympus draufstehen soll und ich bin leider so penibel) selten unter € 160,- neu findet. Aber egal, alles in allem ein Taschengeld im Vergleich zu Gläsern aus Wetzlar oder Solms! Wo ist da also der Haken?

Den Haken glaubte ich dann auch schnell (nach der Suche hier im Forum) dort gefunden zu haben: http://biofos.com/cornucop/omz_ep1.html

Der Mann hat sich ja echt Mühe gegeben so viele Objektive durchzutesten und das alles zu dokumentieren. Leider scheint dabei grundsätzlich herausgekommen zu sein dass beinahe alle OM-Objektive bei Offenblende zu sogenanntem "Ghosting" neigen, die Bilder also sehr unangenehm weich- oder doppeltgezeichnet werden. Angeblich durch "überschüssiges" Licht das durch Lieferung eines Vollformat Bildkreises neben dem Sensor aufschlägt und vom Kameragehäuse und dem Objektiv reflektiert wird. Besser sollten die Ergebnisse scheinbar erst werden wenn massiv abgeblendet wird was natürlich den Reiz einer 1.2er oder 1.4er prime lens flöten gehen lässt.

Rein theoretisch nachvollziehen kann ich diese beschriebenen Umstände nicht und auch nach Rücksprache mit Analog-Virtuose baxx kommen wir zu der Ansicht dass dieses "Problem" doch dann eigentlich "alle" für Vollformat gerechneten Objektive, inkl. der "großen" Leica R-Linsen, an FT/MFT Bodys haben müssten, oder?

Was ist so besonders (schlecht) an OM-Objektiven an MFT-Bodies?

Hab gesehen dass hier schon noch einige hin und wieder damit arbeiten (und sie z.B. für´s kommende MT wieder rausholen) und erhoffe mir deshalb ein paar Berichte aus erster Hand anstatt nur die Symptome von Dr.Google gedeutet zu bekommen.

Um mir parallel hierzu auch selbst live ein Bild von der Systematik machen zu können und weil ich eh das manuelle fokussieren üben muss, habe ich heute einfach mal "zugeschlagen"! Für knappe € 22,- ein gutes 1.8er 50mm OM ersteigert (das Würstchen hatte mit Auktionsende am Dienstagvormittag auch nicht die besten Voraussetzungen für einen hohen Endpreis) und dann eben den sündhaft teuren MF-2 geordert. Bin sehr gespannt, freue mich aber auch jetzt schon auf eure Meinungen und Erfahrungen hier.

PS: Eine grundsätzliche Frage noch zu den Adaptern, damit ich das auch wirklich richtig verstehe. Der MF-2 (OM>MFT) ist schon recht "lang" weil er ja das originale Auflagemaß des OM-Systems zum Sensor der PEN herstellen muss. Der MF-1 (OM>FT) ist dagegen sehr "kurz" weil zwischen Bajonett und Sensor ja noch der querliegende Spiegel ist und deshalb insgesamt vom Bajonett aus nur noch ein paar Millimeter zum OM-Auflagemaß fehlen. Soweit so gut. Wenn ich nun einen MF-1 an meinen bereits vorhandenen MMF-2 (FT>MFT) anflanschen würde, dann müssten die beiden zusammen doch exakt die Länge des MF-2 haben, oder? Ansonsten wäre ja das Auflagemß bei einem der Adapter grundsätzlich falsch. Hab ich das richtig verstanden?

Wer bis hierher gelesen hat dem danke ich höflich für seine Zeit und hoffe auf einen hilfreichen Beitrag ;-)

Grüße aus Mainhattan,

Patrick

*** THE END ***

Letzte Änderung: 17.08.2010
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Re: PEN, die Altglas-Sammelstelle (hier: OM-System Objektive)

17.08.2010 - 21:36 Uhr

Ich kann Deine Erfahrungen des "anders Fotografierens" voll und ganz bestätigen, seit ich das manuelle OM50mm f1.8 habe. Zum einen ist das Kameragefühl ganz anders, weil es kleiner ist als die Rüsselzooms. Und auf wundersame Weise wirkt es wie eine Zeitmaschine, bei mir nicht so sehr zurück in der Zeit, sondern es verlangsamt meine Wahrnehmung, wodurch ich ganz andere Zusammenhänge sehe und abzubilden versuche. Ich laß mir damit mehr Zeit, weil schnelles focus-and-click gar nicht möglich ist. Über die Wirkungen der geringen Schärfentiefe der offenen Blende könnte man tatsächlich eine längere Ausführung schreiben - nur so viel: es lohnt sich, das mal zu erleben (deshalb auch nochmal ein besonderes Lob an Dich für die Idee zum nächsten MT. Was sämtliche anderen MT Ideen nicht schmälern soll !!!).
Ich mache dadurch auch oft eine interessante Beobachtung, daß es garnicht so sehr auf perfekte Schärfe, Kontraste usw. ankommt, sondern daß es andere Dinge sind, die ein Foto ausmachen. Hört sich jetzt vielleicht sehr pathetisch an, aber so erleb ichs.
Und mein OM50mm ist einfach ein Schmuckstück, es macht mir Spaß es anzuschauen, das präzise Einrasten der Einstellräder zu beobachten, auch wenn es fast 30 Jahre alt ist. Ich nutze es auch öfter mal mit Makrozwischenringen, da läßt sich er Vorteil der manuellen Blenden- und Scharfstellung schön ausnutzen.

Grüße Frank

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Re: PEN, die Altglas-Sammelstelle (hier: OM-System Objektive)

17.08.2010 - 21:47 Uhr

Danke für das Lob.
Schön dass Andere das auch spüren, da ist "irgendwas". Klingt erstmal wirklich übertrieben, wie in den Filmen wo sie immer "die Seele" Ihrer Maschinen spüren wollen oder "Eins mit der Straße werden" bla bla bla.

Sicher wird es eine ganz weltliche Erklärung dafür geben mir ists egal solange es Spaß macht.

Kannst Du denn etwas über das Abbildungsverhalten des Objektivs bei Offenblende berichten?

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Re: PEN, die Altglas-Sammelstelle (hier: OM-System Objektive)

17.08.2010 - 22:07 Uhr

Ich nehme meistens 2.8 - 8, bei 1.8 find ich die Bilder sehr flau, verwaschen und leicht unscharf, was schon eine Stufe abgeblendet zwar auch noch zu beobachten ist, aber deutlich schwächer ist. Bei Motiven, die etwas "ätherisch" sein dürfen, könnte Offenblende ok sein.
Vermutlich verhält es sich an meiner FT-Kamera aber noch etwas anders als am mFT.

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Re: PEN, die Altglas-Sammelstelle (hier: OM-System Objektive)

17.08.2010 - 22:15 Uhr

Quote:
Kannst Du denn etwas über das Abbildungsverhalten des Objektivs bei Offenblende berichten?

In einem anderen Forum bin ich auf einen E-30 User gestoßen, welcher auch das 50/1.8 OM hat. Die BIlder bei Offenblende 1.8 haben den sog. eingebauten Weichzeichner drin. Für manche Aufnahmen kommt das aber Klasse rüber. Gegenlicht ist glaub ich Gift, weil die Fehler stark ansteigen.

Ursache:
Nun Olympus selbst gibt die Antwort. Beim Medium Film durften Lichtstrahlen auch schräg auftreffen und haben dennoch den Bildpunkt gemacht. Wenn auf den Sensor Lichtstrhlen schräg aufkommen wird u.U kein Bildpunkt gemacht oder auf angrenzende Bits reflektiert. Zwar haben die Sensoren sog. Sammellinsen welche das minimieren sollen aber ganz gehts nicht. Deshalb sind die Digitaltauglichen Objektive alle neu ausgelegt worden, damit die Lichtstrahlen möglichts gerade auf dem Sensor ankommen.
Zwar wird bei den alten Optiken nur das Zentrum genutzt, wo diese Fehler (schräge Strahlen) geringer sind als am Rand. Die Güte des Objektives an Digitalsystemen entscheidet sich daran, wieviel vom Zentrum aus nach aussen die Strahlen möglichst gerade laufen.

Also meine Begeisteurng dafür hält sich in Grenzen.

LG THomas

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Re: PEN, die Altglas-Sammelstelle (hier: OM-System Objektive)

17.08.2010 - 22:21 Uhr

Ein guter, erster Anhaltspunkt der schlüssig klingt.
Auf jeden Fall nachvollziehbarer (wenn man sich den Querschnitt eines Sensors mit den Mikrolinsen dabei vorstellt) als die Ghosting-Theorie mit "überschüssigem" Licht.

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Re: PEN, die Altglas-Sammelstelle (hier: OM-System Objektive)

17.08.2010 - 22:36 Uhr

Hallo Charly182,

eine sehr interessante Fragestellung und wie ich finde auch ein Thema an dem sich vielleicht die Geister scheiden mögen.

Ich hab mir aus einem ganz wesentlichen Grund die PEN E-PL1 gekauft:
Ich wollte keine Spiegelreflex, weil meine Analog-Erfahrungen mit Spiegelreflex eher schlecht waren - viel Verwackler!!

Also hab ich mir zu Analogzeiten mehrere Zentralverschlußkameras zugelegt, damals aktuelle Modelle und auch einige "Vintage-models" wie die komplette WERRA-Reihe von Carl Zeiss Jena aus den 60-ern...und hab mit diesen fotografiert mit gutem Erfolg.

Und nun gab es die PEN mit eben diesen vielen Möglichkeiten....und die Möglichkeit meine OM-Objektive zu verwenden.

PEN und Adapter MFT auf OM und Zuiko Makro 3,5/50......das funktioniert super und das sieht auch super aus!!
Das sieht solide aus und nicht so klapprig wie der Rüsselzoom!

Und es ist ein "erhabenes Gefühl" wieder "klassisch" zu fotografieren und mehr Kontrolle über Gestaltung, Fokus und Belichtung auszuüben.

Deine "Raucher- und Autovergleiche " treffen es voll, dieses Gefühl.

Und Deine Frage zu den beiden Adaptern sehe ich ähnlich wie Du.

Anbei ein Bild geschossen aus freier Hand mit dem Makro 3,5/50

Gruß Jürgen

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Re: PEN, die Altglas-Sammelstelle (hier: OM-System Objektive)

17.08.2010 - 22:41 Uhr

Awesome! An dem Tierchen gibts ja mal nichts zu meckern...

Freihand bei welcher Blende? 3.5 oder weiter "zu"??

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Re: PEN, die Altglas-Sammelstelle (hier: OM-System Objektive)

17.08.2010 - 23:21 Uhr

Die Problematik der alten Lichtriesen von Olympus kenne ich aus anderen Foren und kann das damit bestätigen das Sie bei Offenblende sehr sehr weich sind, mein ältestes Glas ist ein1990er Nikkor 2,8/300, siehe mein Schimpansenbild, es geht nicht besser, und alle meine NIkkore sind hammerhart an der Pen.

Außer Teleaufnahmen fotografiere ich schon immer so wie Du es beschrieben hast, bei Makros noch mit Stativ, Kabelfernauslöser und Spiegelvorauslösung, alles wird manuell erlredigt,

Für Street habe ich dieses niedlich kleine Zeiss 1,4/50, alles manuell, mit super Bokeh und soll es etwas schneller gehen, mit AF Leica 1,4/25

Zu den Adapter kann ich so nichts beitragen, außer das ich meine Nikkore mit dem Novoflex anschließe und so bei Optiken ohne Blendenring die Blendenöffnung doch noch steuern kann.

HG frank

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Re: PEN, die Altglas-Sammelstelle (hier: OM-System Objektive)

18.08.2010 - 18:42 Uhr

Ich nutze gerne das alte Zuiko 50 mit f1.4.
Was für ein cremiges Bokeh.....

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Re: Re: PEN, die Altglas-Sammelstelle (hier: OM-System Objektive

18.08.2010 - 20:22 Uhr

Charly182 wrote:
Awesome! An dem Tierchen gibts ja mal nichts zu meckern...

Freihand bei welcher Blende? 3.5 oder weiter "zu"??

Hallo,

ich glaube es war 5,6!
Einer der ersten Versuche!!! Wenn es so weitergeht.....toll!
Wird aber eher nicht so sein, war vielleicht ein Glückstreffer??

Gruß Jürgen

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Re: PEN, die Altglas-Sammelstelle (hier: OM-System Objektive)

19.08.2010 - 09:12 Uhr

Quote:
Also hab ich mir zu Analogzeiten mehrere Zentralverschlußkameras zugelegt, damals aktuelle Modelle und auch einige "Vintage-models" wie die komplette WERRA-Reihe von Carl Zeiss Jena aus den 60-ern...und hab mit diesen fotografiert mit gutem Erfolg.

Eine Werra (Werramatic mit Carl Zeiss Tessar 2,8/50)) war auch meine erste Kamera. Ich war 10 Jahre alt als ich sie bekommen habe. In den Sommerferien habe ich zusammen mit meinem Onkel, der damals eine Dunkelkammer gehabt hat, meine Fotos selbst entwickelt. Die Werra habe ich heute noch auf dem Regal stehen. Auch die meisten Fotos von damals. Herrlich kontrastreiche Schwarzweiss-Abzüge. Das ist nun 30 Jahre her. Ob ich mir in 30 Jahren auch noch meine Fotos von heute ansehen kann? Höchstens die, die ich noch immer auf klassischem Film mache…

Grüße
Enrico

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Re: Re: PEN, die Altglas-Sammelstelle (hier: OM-System Objektive

19.08.2010 - 09:53 Uhr

baxx wrote:
... Herrlich kontrastreiche Schwarzweiss-Abzüge. Das ist nun 30 Jahre her. Ob ich mir in 30 Jahren auch noch meine Fotos von heute ansehen kann? Höchstens die, die ich noch immer auf klassischem Film mache…

Das ist ein erstes Problem. Meine Mutter hat noch Fotos von ihren Eltern, Anfang des letzten Jahrhunderts. Gelblich sind sie und am Rand angefressen. Aber man kann sie anschauen, auch ohne PC und el. Licht, sogar bei Kerzenschein. Flair haben sie.
Wenn ich dageben sehe, was man heute fürn Aufwand mit Datensicherung, Konvertierung usw. macht. Vielleicht sollte man für die Enkel 1-2 Fotos pro Monat als Abzug machen und in einen klassischen Schuhkarton verfrachten. Was die wohl in 50-60 Jahren in einem Fotoforum schreiben ... ;-)

Grüße Frank

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Re: PEN, die Altglas-Sammelstelle (hier: OM-System Objektive)

19.08.2010 - 10:03 Uhr

Fotoforum in 50-60 Jahren? Na vielleicht höchstens nen Hologrammforum. 2Dimensionale alte nostalgie Bilder pff ;-)

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Re: PEN, die Altglas-Sammelstelle (hier: OM-System Objektive)

19.08.2010 - 10:09 Uhr

Ja genau: "Guckt mal ich habe hier noch ein 2D-Bild gefunden!"

"WOW, cooler Look. Wie wurde sowas gemacht?!?!?!"

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Re: PEN, die Altglas-Sammelstelle (hier: OM-System Objektive)

19.08.2010 - 12:11 Uhr

Quote:
Vielleicht sollte man für die Enkel 1-2 Fotos pro Monat als Abzug machen und in einen klassischen Schuhkarton verfrachten.

Wenn Du Deinen Enkeln was Gutes tun willst: mach Fotobücher mit anständigem Text und Beschreibung, wer, wer auf den Fotos ist.

Grüße
Reinhard Wagner

PS: Ich habe derzeit mehrere dieser Schuhkartons, aber leider ohne Beschreibung....

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Re: PEN, die Altglas-Sammelstelle (hier: OM-System Objektive)

19.08.2010 - 12:43 Uhr

Ich habe die berühmten Schuhkartons voller Photos, Fotobücher mit Beschreibungen und etwas Besonderes ist auch dabei:

Ein Buch, nur mit Verwandten, voller Portraits mit Namen und Verwandtschaftsgrad. War viel Arbeit aber hat sich gelohnt: Das Buch mit dem zweithöchsten In-Die-Hand-Nehm-Faktor.

Gruss

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Re: PEN, die Altglas-Sammelstelle (hier: OM-System Objektive)

19.08.2010 - 14:05 Uhr

Fotos im JPEG-Format wirst Du auch in 100 Jahren noch problemlos und ohne Qualitätsverlust anzeigen können. Wenn Du aber gerne das Vorführerlebnis ohne Strom haben möchtest, dann solltest Du Deine Schätze wirklich auf Papier printen. Am besten mit einem Tintenstrahler, der möglichst alterungsbeständige Tinten und Trägermaterialien einsetzt. Dann halten die Abzüge auch länger als das meiste was aus den chemisch entwickelnden oder mit Thermosublimation arbeitenden Minilabs/Großlaboren zur Zeit so rauskommt.

Herzliche Grüße,
Dieter

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Re: PEN, die Altglas-Sammelstelle (hier: OM-System Objektive)

19.08.2010 - 14:15 Uhr

Na Dieter, ob du dich bei der Prognose mit den JPEG's nicht vielleicht etwas zu weit aus dem Fenster gelegt hast?

Mit allem anderen hast du Recht. Gelungene bzw. erhaltenswerte Fotos werden bei mir auf nem Epson R 2880 auf Monoprint Rochester gedruckt und in Ordnerkassetten aufbewahrt oder gebunden.
JPEG ist bei mir eigentlich nur das Desktop-Wallpaper… ;-)

Grüße
Enrico

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Re: PEN, die Altglas-Sammelstelle (hier: OM-System Objektive)

19.08.2010 - 14:33 Uhr

Wenn Du meinen Eingangssatz genau liest, Enrico, dann habe ich mich sicher nicht zu weit aus dem Fenster gelehnt. ;-)

Und zu Deinen Prints: Edle Fotos gehören einfach auch auf edles Material und adäquat aufbewahrt. :)
Das ist ja auch ein Teil des Spaßes daran.

Herzliche Grüße,
Dieter

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Re: PEN, die Altglas-Sammelstelle (hier: OM-System Objektive)

19.08.2010 - 16:05 Uhr

Quote:
Fotos im JPEG-Format wirst Du auch in 100 Jahren noch problemlos

Quote:
Wenn Du meinen Eingangssatz genau liest, Enrico, dann habe ich mich sicher nicht zu weit aus dem Fenster gelehnt. ;-)

Mal ganz abgesehen davon, dass vor 100 Jahren eines der verbreitesten Datenformate in Europa die Pathé-Platten mit 90 bis 100 U/min und Tiefenschrift waren, für die - falls man überhaupt noch eine überlebende Platte findet - man sich die Abspielgeräte in Mussen zusammensuchen muss, ist die Aussage "Du wirst in 100 Jahren..." doch ein bisschen gewagt... ;-)

grinsende Grüße
Reinhard Wagner

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