Welches Lensbaby

13.12.2011 - 21:27 Uhr

Hallo Forenten

ich spiele mit dem Gedanken mir ein Lensbaby zu kaufen.
Nun gibts ja für FT ein paar Varianten und da würde mich interessieren welches ihr empfehlen würdet.
Aktuell könnte ich mir das Composer gut vorstellen.
Der COntrol-Freak scheint auch nicht übel zu sein.
Das Muse kann ich jetzt gar nicht einschätzen, ebenso wenig
den Scout.
Was würdet ihr zum Composer Pro mit mit Sweet 35 Optik sagen?

Danke schon mal für eure Tips und Hinweise.

LG Thomas

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Re: Welches Lensbaby

14.12.2011 - 03:22 Uhr

Moin Thomas,

ich habe einen composer, den ich mit EOS/µFT-Adapter an die PEN bekomme. Die Ergebnisse finde ich enttäuschend. Bei Offenblende, wo die Effekte am Stärksten sind, ist die lensbaby-Optik einfach nur gurkös, geringe Einflüsse des Adapters mal unberücksichtigt gelassen.

Abgesehen von einer sehr zentralen Einstellung sind scharfe Bilder (im sweet spot) für mich nicht hinzubekommen. Vielleicht stelle ich mich ja auch nur zu dämlich an. Sobald man tiltet, ist alles nur noch schemenhaft zu erkennen. Vielleicht ist das ja in der Pro-Variante besser gelöst. Von den hübschen Werbefotos auf der Lensbaby-HP jedenfalls keine Spur. Ernsthafte Versuche mit den etwas nickelig einzusetzenden Blendenscheiben (mit Magnetstift zu applizieren und zu entfernen) stehen allerdings noch aus.

Das Ganze ist zudem insgesamt eine ziemliche Fummelei, obwohl man beim Composer die Verschwenkung wenigstens arretieren kann, was bei Muse nicht geht und bei Controlfreak wohl mehrere Arbeitsschritte erfordert.
Wenn überhaupt noch mal Lensbaby, dann wohl eher Tilttransformer mit Nikon-Adapter. Da hat man wenigstens Einfluss auf die Optik.

Besser gefällt mir allerdings die Kombination aus OM-Objektiv und OM-µFT-Tiltadapter, die es in unterschiedlichen Ausführungen (mit oder ohne 360°-Drehung des Adapters) gibt. Der Neigungswinkel ist mit 8° allerdings wohl geringer als bei den lensbabies.

Preislich kommt man mit dieser Kombination sogar noch günstiger weg.

Angefügt sind zwei Composerbeispiele und ein OM-Tilt, jeweils OOC und im Betrachtungswinkel so wie aufgenommen. OM-Tiltadapter maximal verschwenkt, Lensbaby in möglichst gerader Achse (schärfer geht es nicht mit dem Lensbaby). Exakte Belichtung war beim Versuch zweitrangig.

Grüße

Albrecht

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Re: Welches Lensbaby

14.12.2011 - 07:16 Uhr

Ich habe ein Muse mit Plastiklinse. (und geb es nicht mehr her.) Wenn Du echte, knackige Schärfe erwartest - no way. Aber ich habe damit schon Bilder gemacht, die auf eine Drittel Seite in der Zeitung gezogen worden sind. Allerdings - hab ich schonmal wo geschrieben - das muss man mit sehr viel Frustrationstoleranz üben und ich kann's bis heute nicht. Aber ich muss mir nur die Ergebnisse meines Sohnes ankucken und weiß - die Ergebnisse können spektakulär sein.
Und ja - wenn man auf 5,6 abblendet, dann werden die Ergebnisse schärfer.....aber abblenden ist für Warmduscher... ;-)

Grüße
Reinhard Wagner

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Re: Welches Lensbaby

14.12.2011 - 08:12 Uhr

...es ist einfach nur was zum spielen, ein lustiges Spielzeug, mehr nicht...Ich habe noch das "Alte" 2.0. Ich rate dir, das billigst zu erwerben, Spieltrieb ausleben, und sich erfreuen, um danach sich wieder der guten Gläser zu widmen - noch besser, leihe es dir nach Möglichkeit aus...

Gruss Karl

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Re: Welches Lensbaby

14.12.2011 - 09:00 Uhr

Ich versteh die Dinger nicht. OK, wenn man garnicht am PC sitzen möchte....aber wenn ich mal dein Bild als Beispiel nehmen darf Reinhard, dass ist ca. 30sec. am PC und das Ergebnis ist deutlich besser.

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Re: Welches Lensbaby

14.12.2011 - 09:26 Uhr

Quote:
.aber wenn ich mal dein Bild als Beispiel nehmen darf Reinhard, dass ist ca. 30sec. am PC und das Ergebnis ist deutlich besser.

Darum geht es gar nicht. Wer scharfe Bilder haben will, soll die Finger vom Lensbaby lassen. Lensbaby-Fotografen sind wie Lomo-Leute. Vor allem das Muse - da ist jedes Bild ein fehlerhaftes Unikat. Bei einem normalen Objektiv kann man notfalls ein Stativ nehmen und mit entsprechender Sorgalt beim Einstellen kriegt wirklich absolut jeder ein gutes Bild hin. Beim Lensbaby Muse kannst Du zehn Leute zum gleichen Zeitpunkt auf das gleiche Motiv loslassen - und nur einer davon - der, der's drauf hat - kriegt EIN Bild.

Oder, um einen beliebten Autovergleich zu nehmen: Lensbaby knipsen ist wie Ente fahren. Für die meisten ist das Gefährt einfach nur laut und lahm. Und für andere ist die Ente die einzig wahre Adrenalinpumpe. Man muss damit umgehen können....

Grüße
Reinhard Wagner

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Re: Welches Lensbaby

14.12.2011 - 10:34 Uhr

Quote:
Und ja - wenn man auf 5,6 abblendet, dann werden die Ergebnisse schärfer.....aber abblenden ist für Warmduscher... ;-)

Sehe ich genauso, deshalb hatte ich die fummelige Schachtel bis heute Nacht auch nur mal neugierhalber geöffnet.

Das Problem, das jedenfalls ich mit dem Ding habe, ist, dass es bei vollem Verschwenken keinen einzigen Punkt gibt, der sichtbar schärfer ist als der Rest. Ein Ergebnis wie Du, Reinhard, es vorgelegt hast, ist mit meinem Composer bei vollem Schwenk schlicht nicht möglich. Der Trick, erst den vorgesehenen Sweetspotbereich zu definieren und sodann die Linse zu verschwenken, ändert nichts. Es gibt nur einen sehr kleinen Bereich, in dem man überhaupt Bilder erhalten kann, die sich verwerten ließen, das richtige Motiv vorausgesetzt.

Nochmal eine Gegenüberstellung composer/om-tiltadapter (das OM-Bild ist leicht gezoomt, um einen ähnlichen Bildausschnitt zu erhalten.

LG Albrecht

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Re: Welches Lensbaby

14.12.2011 - 10:52 Uhr

Quote:
Es gibt nur einen sehr kleinen Bereich, in dem man überhaupt Bilder erhalten kann, die sich verwerten ließen, das richtige Motiv vorausgesetzt.

Das ist beim Muse nicht anders - bei vollem Verschwenken bekommt man irgendwelche wilden Farbkleckse - aber ansonsten gar nichts. Dsa Muse erfordert extremes Fingerspitzengefühl und Nerven wie Drahtseile.
Ich habe mal eines angehängt, das, soweit ich mich erinnern kann, von meinem Sohn stammt...

Grüße
Reinhard Wagner

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Re: Welches Lensbaby

14.12.2011 - 10:58 Uhr

Hallo

danke mal für eure Ansichten.
Mir ist grundsätzlich klar, das diese Dinger mit Plastelinse nicht dioe beste BQ bringen können.

Quote:
Vor allem das Muse - da ist jedes Bild ein fehlerhaftes Unikat.

Na die ist ja glaub ich auch das billigste, welches große Fingerfertigkeit braucht.

Quote:
Und ja - wenn man auf 5,6 abblendet, dann werden die Ergebnisse schärfer.....aber abblenden ist für Warmduscher... ;-)

Na mich wundert, das die Blenden bis glaub ich 36 mitgeliefert werden.

@Albrecht
Naja für mFT gibts ja ein Tilt, aber gerade diese Technik ist gar nicht einfach zu handeln. Unter FT gehts glaub ich gar nicht.

@All
Nu denn, der Controll Freak besticht halt durch die Möglichkeit der sauberen gezielten Einstellung. Dafür ist es sicher langsam. Als für ruhende Motive geeignet.
Das Scout mit seine 12mm verspricht da schon faszinierende Bilder in Natur und so, einfach wegen der BW.

Der Composer ist wohl nicht ganz so dolle, drum haben sie den Composer Pro rausgebracht, welcher eine bessere Einstellmöglichkeit bieten soll. Dafür kostet er aber happig Kohle.

Naja man könnte ja bestellen und testen und dann bei nichtgefallen einfach zurückschicken.

LG THomas

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Re: Welches Lensbaby

11.03.2012 - 23:23 Uhr

Ich durfte gestern mit der "Muse" spielen. Hat sehr viel Spass gemacht und überlege mir eines zuzulegen.

Hat noch wer eins rumliegen?

Grüße
Chris

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Re: Welches Lensbaby

12.03.2012 - 12:48 Uhr

Hallo,
also ich habe hier noch ein Lensbaby 2.0 mit M42 Anschluss übrig. Denn ich habe mir ein Composer geholt.

Also das mit so einem Lensbaby ist schon etwas Besonderes. Der Vergleich mit Lomo von Reinhard ist da durchaus passend. Zum einen macht es riesig Spass damit durch die Gegend zu ziehen, ist ganz was anders als hinterher am PC bearbeiten. Zum anderen kenne ich viele die damit gar nichts anfangen können, auch mit den Ergebnissen.

Ich habe mir das normale Composer geholt, weil ich noch einen Macro und Weitwinkel Vorsatz habe. Der Makro/WW Vorsatz passt nicht an die 35mm Optik. Der Crop 2 von FT macht aus den Lensbaby, die einem 50mm Objektiv entsprechen, dann doch schon ein kurzes Tele. Das ist nicht immer brauchbar.

Daher würde ich - wenn WW Vorsatz nicht vorhanden - mindestens die 35mm Optik empfehlen. Hat auch den Vorteil, dass es statt Tauschblenden, eine Blendenverstellung hat. Von der Bedienung finde ich das Composer eigentlich angenehmer als den Control Freak. Der Control Freak kam damals nach dem Lensbaby 2.0 raus, hieß glaube 3G oder so ähnlich. War natürlich schon mal besser als das 2.0 ohne feststellen der Einstellungen, denn damit sind Nachtaufnahmen am Stativ mit langen Belichtungszeiten quasi ohne zustätzliche Verwacklungsgefahr nur schwer möglich.

Das Composer Pro hat die 35mm Optik serienmässig, dazu ist es wohl "mechanisch" auch noch etwas besser verabeitet, was die Einstellung verbessert. Das Composer hat da manchmal etwas Spiel beim fokussieren.

Gruß
Burkhard

edit:

P.S. Lensbaby + Effekt Filter Pop Art kommt auch super rüber :-)

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