Moin Thomas,
ich habe einen composer, den ich mit EOS/µFT-Adapter an die PEN bekomme. Die Ergebnisse finde ich enttäuschend. Bei Offenblende, wo die Effekte am Stärksten sind, ist die lensbaby-Optik einfach nur gurkös, geringe Einflüsse des Adapters mal unberücksichtigt gelassen.
Abgesehen von einer sehr zentralen Einstellung sind scharfe Bilder (im sweet spot) für mich nicht hinzubekommen. Vielleicht stelle ich mich ja auch nur zu dämlich an. Sobald man tiltet, ist alles nur noch schemenhaft zu erkennen. Vielleicht ist das ja in der Pro-Variante besser gelöst. Von den hübschen Werbefotos auf der Lensbaby-HP jedenfalls keine Spur. Ernsthafte Versuche mit den etwas nickelig einzusetzenden Blendenscheiben (mit Magnetstift zu applizieren und zu entfernen) stehen allerdings noch aus.
Das Ganze ist zudem insgesamt eine ziemliche Fummelei, obwohl man beim Composer die Verschwenkung wenigstens arretieren kann, was bei Muse nicht geht und bei Controlfreak wohl mehrere Arbeitsschritte erfordert.
Wenn überhaupt noch mal Lensbaby, dann wohl eher Tilttransformer mit Nikon-Adapter. Da hat man wenigstens Einfluss auf die Optik.
Besser gefällt mir allerdings die Kombination aus OM-Objektiv und OM-µFT-Tiltadapter, die es in unterschiedlichen Ausführungen (mit oder ohne 360°-Drehung des Adapters) gibt. Der Neigungswinkel ist mit 8° allerdings wohl geringer als bei den lensbabies.
Preislich kommt man mit dieser Kombination sogar noch günstiger weg.
Angefügt sind zwei Composerbeispiele und ein OM-Tilt, jeweils OOC und im Betrachtungswinkel so wie aufgenommen. OM-Tiltadapter maximal verschwenkt, Lensbaby in möglichst gerader Achse (schärfer geht es nicht mit dem Lensbaby). Exakte Belichtung war beim Versuch zweitrangig.
Grüße
Albrecht