Frage an die Makrofotografen

08.02.2011 - 11:33 Uhr

Moin moin,
ich überlege mir für mein Sigma 105mm ein Ringlich, einen Ringblitz entweder zu kaufen oder zu bauen.
Problem.... Ich mag ungern 250 (der Metz) - 450 (der Oly) ausgeben.
Was benutzt ihr denn dafür?
Bekomm ich mit den Angeboten aus der Bucht auch ansprechende Bilder hin?
Meine Makros zu Hause nehme ich ja auch nur mit 2 Tageslichtlampen vom Schweden auf.

Wie ist den die Variante die im Internet auch zu bestaunen ist.... Einen selbstgebauten Zangenblitz.
1 Systemblitz und einen Slave auf 2 Leisten montiert.
Wobei nen Slave auch nicht weniger kosten würde als manches LED Ringlicht in der Bucht.
Ich nehme mal an, LED Ringlichter sind von der Farbtemperatur her nicht konstant, oder? Wäre aber im RAW Konvertrer sicher auszugleichen?

Motive wären halt die üblichen, Pflanzen, Strukturen, Insekten.

Lg Markus

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Re: Frage an die Makrofotografen

08.02.2011 - 13:02 Uhr

Hallo Markus,

das Problem mit LEDs ist nicht die Farbtemperatur sondern das Spektrum. Tageslicht hat eine kontinuierliche Verteilung der Wellenlängen. Nicht alle Kunstlichtquellen bieten eine Verteilung, dei dem Tageslicht nahe kommt. Manche Lichtquellen haben sogar Abrisse im Band und das hat zur Folge, dass manche Farben nicht sauber dargestellt werden.

Meine Erfahrung mit Kunstlicht ist folgende:

Halogenlampen wirken irgendwie matt, selbst wenn man den WB darauf abstimmt. Es gibt einen Hersteller von Tagelicht-Leuchtmitteln der ein recht sauberes Spektrum schafft. Damit ist es deutlich besser.
Die besten Ergebnisse erreichst du mit Blitzlicht. Das schafft knackige Farben und bildet sehr natürlich ab.

Je nachdem was du fotografierst musst du auch die Lichttechnik auswählen. Ringlichter jeglicher Art leuchten schattenfrei und lassen das Objekt flach wirken. Mit Zangenanordnung kannst du schattig und "interessant" ausleuchten. So gibst du einem Motiv Tiefe und Struktur.
Das Extrem der Zange sind Lichtleiter. Damit kannst du sehr selektiv und punktuell ausleuchten.

Ich verwende mehrere Blitze, die ich frei anordne und per Sklave auslöse. Je nach Anforderung sind die Blitze flächig oder stark gebündelt.
Für unterwegs habe ich einen Blitz am Schwanenhals auf einer Schiene montiert. Damit kann ich mein Motiv hart seitlich, von oben und sogar im extremen Nahbereich von hinten ausleuchten.

Kleine Handreflektoren sind auch recht hilfreich.

Helge ;-)=)

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Re: Frage an die Makrofotografen

08.02.2011 - 13:44 Uhr

Moin Helge, erstmal danke für die schnelle und informative Antwort.
Ok, ich gebe zu, den ersten Absatz lese ich mir später nochmal durch und lege Reinhards Buch dabei ;-)

Den Schwanenhals finde ich interessant. Sowas würd ich mir aber wenn glaube ich an eine Halterung bastelln, so wäre ich Flexibel. Ist ja nur ein Gewinde mehr zu schneiden *g*

Mh, ok, also wäre ich dann wohl doch schonmal beim Zangenblitz mit einem Slave....
Was nimmt man denn als Slave? Weil das Budget ist ja begrenzt.
Ich habe nen Metz 48. Ok, nen anderer Metz wäre wohl zu teuer.
Wie sind denn die als Slave ausgewiesenen Blitze aus der Bucht?

Handreflektoren sind vorhanden, auch in Eigenarbeit... Wofür Alufolie und Rettungsdecken alles gut sind :-)))

Aber ansich gefällt mir die Idee immer besser, ich könnte es auch ganz leicht zu Hause verwenden und wäre dann flexibel ob ich Dauerlicht oder Blitzlicht haben möchte :-)

LG Markus

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