How-To: Videoton mit der PEN

14.08.2010 - 21:36 Uhr

Video mit der PEN: ein heftig unterschätztes Kapitel. Die Kamera kann exzellente HD-Videos liefern, wenn man das schwierige 16:9-Format und die Belichtung in den Griff bekommt. Wenn man drei oder vier PEN-Filmer zusammentrommelt, kann man damit auch sehr gut auch komplexe Filme und Dokumentationen drehen.

Eines der größten Probleme dabei ist der Ton. E-P2 und E-P1 haben jeweils zwei halbwegs brauchbare Mikrofone eingebaut, die E-PL1 lediglich ein Monomikro, das in der Qualität deutlich hinterherhinkt und vor allem keine hohen Schalldrücke verkraftet. Alle eingebauten Mikrofone sind windempfindlich.

Olympus bietet als externes Mikro das SEMA1-Kit an, in dem neben einer 3,5mm Klinkenverlängerung auch ein T-förmiges Stereomikro enthalten ist. Dieses ist leider noch deutlich windempfindlicher als die eingebauten Mikros und nimmt zuverlässig alles auf, ausser dem, was direkt vor der Kamera passiert. Dafür ist die Klanqualität deutlich besser.

Werden höhere Ansprüche an den Ton gestellt, kommt man um ein externes Mikrofon nicht herum. Bezahlbar, aber von sehr hoher Qualität sind die Rode Mikrofone, ich hatte zum Test das VideoMic, ein Stereo-Kondensatormikrofon mit 9 Volt Block. Der Unterschied zu den eingebauten Mikrofonen ist gewaltig, der Klangunterschied ist auch durch ausgefinkelte digitale Nachbearbeitung nicht auszubügeln. Leider ist der Mikrofoneingang über den EMA-1-Adapater auf den Pegel eines dynamischen Mikrofons eingestellt und kommt mit dem höheren Pegel des Kondensatormiks nicht zurecht. Effekt: extremes Clipping bei höheren Lautstärken. Da die PEN keine Möglichkeit hat, den O-Ton vorzuhören, ist bei Rockkonzerten zu empfehlen, den Ton extern aufzunehmen. und dann mit dem O-Ton, der dann durchaus mit dem internen Mikrofon aufgenommen werden kann, zu synchronisieren.

VideoMic ohne Windschutz mit Hama-Blitzgriff an einer E-P2. Auf dem Blitzschuh der EMA-1 Adapter.

O-Ton bei Interviews (hier sollte man das Videomic an eine Angel montieren, die Halterung besitzt ein Stativgewinde oder gleich ein Mono-Handmikro verwenden.) oder auch Musik mit weniger "Kilo-Watt" kann dagegen direkt über den EMA-1 in die Kamera gegeben werden. Die automatische Aussteuerung mach einen guten Job, lediglich bei extrem leisen Stellen wird ein leises Rauschen der Eingangsstufe hörbar.

Die angesprochenen Probleme sind jedoch nicht PEN-spezifisch, sondern betreffen alle Video-DSLRs, soweit sie überhaupt eine Möglichkeit besitzen, ein externes Mikrofon anzuschließen. Bisher ist mir noch keine DSLR bekannt, die eine manuelle Aussteuerungsregelung und eine Vorhöre besitzt.

Pen-spezifisch ist allerdings die Tatsache, dass man sich einen zusätzlichen Griff für das Videomic anschaffen muss, da der Blitzschuh vom EMA-1 blockiert ist. So lästig das ist, so sinnvoll ist das auch, da dadurch das Mikrofon von der Kamera entkoppelt ist und selbst adaptierte FT-Optiken beim AF nicht zu hören sind. Zudem ist die "Dead Cat", der Windschutz, der bei anderen Kameras immer ins Objektiv hängt, und deshalb bei vielen VideoMics ander Unterseite rasiert ist, aus dem Weg.

Artikel wird bei Bedarf erweitert.

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Re: How-To: Videoton mit der PEN

14.08.2010 - 23:14 Uhr

Eine Frage hätte ich:
lässt sich der EMA-1-Adapater (oder SEMA-1 ?) auch an dem Blitzschuh der E-P1 montieren?

Und doch 'ne zweite:

Quote:
Leider ist der Mikrofoneingang über den EMA-1-Adapater auf den Pegel eines dynamischen Mikrofons eingestellt und kommt mit dem höheren Pegel des Kondensatormiks nicht zurecht.

Hier wird der VideoMic von Rode gemeint (oder ähnliches). Hilft es nicht wenn man die Dämpfung einschaltet?

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Re: How-To: Videoton mit der PEN

15.08.2010 - 07:36 Uhr

Quote:
lässt sich der EMA-1-Adapater (oder SEMA-1 ?) auch an dem Blitzschuh der E-P1 montieren?

Nein. die E-P1 hat den Accessory-Port nicht.

Quote:
Hier wird der VideoMic von Rode gemeint (oder ähnliches). Hilft es nicht wenn man die Dämpfung einschaltet?

Jein. Es wird besser, aber die 10dB reichen für ein Rockkonzert nicht aus. Vorne an der Bühne sowieso hoffnungslos, aber selbst hinten am Mischpult reicht es nicht.

Grüße
Reinhard Wagner

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Re: How-To: Videoton mit der PEN

15.08.2010 - 10:40 Uhr

Danke für den Beitrag; Konzertaufnahmen habe ich für mögliche künftige HD-videofähige Fotogeräte auch schon seit längerem im Auge.

Der Ton ist da das eine, wobei ich auch eher kleinere Veranstaltungen aufnehmen wollen würde, bei denen sich der Pegel eher noch in Grenzen hält. Das andere ist die maximale Clip-Dauer. Ist für Konzertaufnahmen die Zehnminutengrenze der PENs nicht beinahe noch hinderlicher als die Frage des Tons? Wenn man nicht zwei hat und die Gesamtaufnahme aus vielen Zehnminutenschnipseln zusammenschneiden will?

Grüße,
Robert

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Re: How-To: Videoton mit der PEN

15.08.2010 - 12:19 Uhr

Es sind keine Zehn Minuten, sondern 7:26. Und ja, das ist zu wenig.
Genau aus diesem Grund habe ich mit meinen Video-How-Tos mit dem Ton angefangen. Solange man einen durchlaufenden Ton hat, ist es egal, wenn der Video nur 7 Minuten ist. (Notfalls schneidet man an die Nahtstelle einen Füller). Deshalb im Zweifelsfall einen Olympus DM-5 an das VideoMic anschliessen und den Ton durchlaufen lassen.
Rockkonzerte mit einer Kamera sind sowieso hoffnungslos. Die Schärfentiefe bei Offenblende ist so gering, dass einem die Leute dauernd aus der Schärfeebene laufen. Nachregeln ist nicht möglich, man wackelt dabei zu viel, und ein AF-Tracking ist bei den Lichtverhältnissen zu ungenau. Wenn man zwei gute Kameraleute hat, kann man mit zwei Kameras arbeiten, oder mit einer als Totale auf Stativ und einer an der Bühne für die CloseUps. Aber das ist ein anderes - durchaus längeres Thema. (Bei unserem Projekt waren wir zu fünft mit einer sechsten Kamera auf dem Stativ. Das ging ganz gut, nachdem wir nach der zweiten Band 'raushatten, wie's geht.-..)

Grüße
Reinhard Wagner

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Re: How-To: Videoton mit der PEN

19.10.2010 - 19:53 Uhr

Hallo

Danke erst mal für die hilfreiche Einführung - Video ist bei mir total out - äh - war es. Und wird es wahrscheinlich nach dem mini-video auch gleich wieder sein.
Ich möchte mich also nicht allzusehr verzetteln

Bei dieserm kurzen Clipkommt es vorrangig auf den Ton an. Kann alles zuhause und stationör aufbauen, Soundausrüstung vorhanden, alles kein Problem.

Für meine winzige Anwendung bleibt sowieso nur der Weg über ein Externes Micro plus Mischpult - das interne habe ich erst gar nicht in Betracht gezogen - ich wollte jedoch das Nachvertonen sparen (Software-Einarbeitungszeit etc)

Dass du die automatische (nicht abschaltbare) Aussteuerungskontrolle erwähnst ist super, da ich diese überhaupt nicht brauchen kann aber erst überlegt habe in den exterenen Adapter einzuspeisen..

Nun meine Frage:
Wie gut ist der Ton auf so einem Clip überhaupt? Ich meine - ist hier immer Kompression auf der Audiospur?

Zweite Frage:
Da Nachvertonen offenbar unumgänglich - was kann man an Software für "video-lern-unwillige" wie mich empfehlen?

Michael

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Re: How-To: Videoton mit der PEN

19.10.2010 - 20:46 Uhr

Quote:
Wie gut ist der Ton auf so einem Clip überhaupt? Ich meine - ist hier immer Kompression auf der Audiospur?

CD-Qualität. Das ist kein Problem.

Wenn Du stationär bist und über ein Mischpult verfügst, dann kannst Du den Ton mischen und über den EMA1 per Klinke einspeisen. Das geht. Wenn Du da vorher noch einem Kompressor setzt, dann hast Du auch wenig Probleme mit der automatischen Aussteuerung. Und ob der Eingang übersteuert, kannst Du ja relativ schnell feststellen.

Grüße
Reinhard Wagner

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Re: How-To: Videoton mit der PEN

27.10.2010 - 21:22 Uhr

Reinhard Wagner wrote:
... Leider ist der Mikrofoneingang über den EMA-1-Adapater auf den Pegel eines dynamischen Mikrofons eingestellt und kommt mit dem höheren Pegel des Kondensatormiks nicht zurecht. Effekt: extremes Clipping bei höheren Lautstärken.

Hallo Reinhard,

ich würde den Faden gerne wieder aufnehmen: gibt es denn eine technische Spezifikation des SEMA-1? Eine Pegelanpassung durch einen einfachen Spannunsteiler sollte dann zu berechnen sein. Ich habe auch noch so ein Rode Mic hier herumliegen und würde es gerne nutzen.

Gruß

Klaus

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Re: How-To: Videoton mit der PEN

27.10.2010 - 21:30 Uhr

Vielleich bekommt man ja dieses Ding über das Olympus Stereo Mic gepfriemelt:

Windschutz Steckmikro

Die Leute bieten auch selbstklebende Matten für eingebaute Mikros an an (na ja).

Klaus

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Re: How-To: Videoton mit der PEN

27.10.2010 - 21:44 Uhr

Quote:
Windschutz Steckmikro

Das wäre mal einen Versuch wert, das Problem ist aber immer noch, dass das Mikro vor allem aufnimmt, was links und rechts passiert und nicht ,was vor der Kamera los ist.

Eine technische Spec des EMA habe ích nicht und ich traue mich auch nicht, das Ding aufzuschrauben, ob es innen drin überhaupt einen Vorverstärker hat. Und wenn, dann hilft es ja auch nichts - denn ohne Vorhöre oder zumindest eine Pegelanzeige ist jede Pegeleinstellerei sowieso ein blindes Stochern im Nebel. Angesagt ist ein EMA mit Stereopegelregler und Headphone-Jack. (Habe ich auch schon auf der Photokina angemahnt und ich bin mir sicher, dass da jemand auch zugehört hat...)

Ich werde am Wochenende mal ein Konzert mit einem LS-5 als Master aufnehmen und drei Kameras laufen lassen. Mal sehen, wie das dann wird.

Grüße
Reinhard Wagner

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Re: How-To: Videoton mit der PEN

28.10.2010 - 06:45 Uhr

Ja - Richtwirkung hat das SEMA-1 Mikro sicher nicht, soll wohl auch lediglich Atmosphäre einfangen :-).

Quote:
... Angesagt ist ein EMA mit Stereopegelregler und Headphone-Jack

Wenn man das EMA-1 Teil noch in dem VF-2 unterbringen könnte, wäre das der Hit schlechthin. ;-)

Gruß

Klaus

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Re: How-To: Videoton mit der PEN

28.10.2010 - 11:12 Uhr

Quote:
Wenn man das EMA-1 Teil noch in dem VF-2 unterbringen könnte, wäre das der Hit schlechthin. ;-)

Ich glaube, da wäre ich gar nicht so glücklich. Dauernd die Kabel vor der Nase wäre nicht mein Ding. Und wenn man ein Interview macht, ist das Display sowieso besser als der Sucher.

Grüße
Reinhard Wagner

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Re: How-To: Videoton mit der PEN

28.10.2010 - 16:19 Uhr

Hallo Reinhard,
bin am Überlegen mir eine E-Pl1 zuzulegen. Bin selber Musiker und möchte auch Konzerte etc. mitschneiden. Kann ich ein kleines Stereomikro von Sony (aktiv) mit 3,5mm Klinke einfach anstöpseln? Wenn ich länger als die 7 Minuten in HD aufnehmen nöchte, muss ich neue Karte einlegen, oder? Oder kan ich größere Speicherkarte einlegen?

Funktionieren meine Zuiko Objektive mit Adapter im vollen Umfang mit Autofocus?

Danke und viele Grüße

JP

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Re: How-To: Videoton mit der PEN

28.10.2010 - 16:39 Uhr

Quote:
Kann ich ein kleines Stereomikro von Sony (aktiv) mit 3,5mm Klinke einfach anstöpseln?

Ja, aber ein passives wäre bessser (der Pegel der Kondensator-Mikros ist zu hoch)

Quote:
Oder kan ich größere Speicherkarte einlegen?

Klar. Alle 7 Minuten, wenn die Aufnahme stoppt, halt neu starten. Das ist alles.

Quote:
Funktionieren meine Zuiko Objektive mit Adapter im vollen Umfang mit Autofocus?

S-AF ja, C-AF nicht. (Aber der ist sowieso nur eingeschränkt zu gebrauchen.)

Du musst beim Konzert filmen immer die geringe Schärfentiefe im AUge behalten. Man muss völlig anders filmen als mit einer DV-Kamera oder auch einer Consumer HD-Kamera.

Grüße
Reinhard Wagner

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Re: How-To: Videoton mit der PEN

30.10.2010 - 09:43 Uhr

Hallo Reinhard, danke für die Info.
VG
JP

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Re: How-To: Videoton mit der PEN

30.10.2010 - 09:57 Uhr

Quote:
Die Stereomikros und die Eingangsstufe sind um Klassen besser als bei der E-PL1, besonders wenn mal höhe Schalldrücke auftreten (da ist die E-PL1 schnell hoffnungslos übersteuert.

Meinst Du in der PL1 ist eine andere Verstärkerhardware? Wenn ich mir die Codec Informationen der Videodatei ansehe, so sehe ich, daß in Stereo codiert wurde, wenn auch mit Mono Mike aufgenommen. Scheint mir eher eine Marketing-Kastration zu sein als eine andere Hardware - aber wer weiß.

Klaus

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Re: How-To: Videoton mit der PEN

30.10.2010 - 10:21 Uhr

Quote:
aber wer weiß.

Ich weiß es auch nicht, ich dachte eigentlich, bevor ich's ausprobiert habe, dass die Mikros identisch wären. Aber die E-PL1 hat vor der Box nur Rechteck geliefert, bei der E-P2, die direkt daneben stand, war der Sound absolut brauchbar. Und ich habe es mit zwei E-PL1 und drei E-P2 ausprobiert, also kein Defekt, sondern Serie.

Grüße
Reinhard Wagner

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Re: How-To: Videoton mit der PEN

01.02.2012 - 11:23 Uhr

Unterscheiden sich die internen Mikrofone der E-P1 und der E-P3?

Markus

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Re: How-To: Videoton mit der PEN

01.02.2012 - 11:25 Uhr

Asooo, gibt es denn ein brauchbares passives externes Mikrofon das du empfehlen könntest, eventuell aus der Rode-Reihe, da ich deren Qualität auch bei anderen Produkten sehr schätze.

Markus

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Re: How-To: Videoton mit der PEN

01.02.2012 - 11:31 Uhr

Ich habe ein Rode StereoVideomic. Das ist sehr brauchbar, solange der Pegel nicht zu hoch wird - bei Rockkonzerten unbrauchbar.

Ob sich die Mikros in E-P1 und E-P3 unterscheiden konnte ich noch nicht testen. Ich habe die Mics in E-PL1 und E-PM1 verglichen - die sind anscheinend identisch und für hohen Schalldruck ungeeignet. Es gibt aber die Chance, dass die E-P3 die Mikros und Verstärker der E-P1 und E-P2 geerbt hat.

Grüße
Reinhard Wagner

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Re: How-To: Videoton mit der PEN

02.02.2012 - 15:22 Uhr

Danke.

Markus

.
Ich hatte bei der E-P1 keine Pegelprobleme, bei der E-P3 dagegen recht schnell. Deshalb meine Frage.

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