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Die Sterne im Winter

Zur Orientierung am Winterlichem Sternenhimmel:

Zu Empfehlen: Wenn es mal klar ist, einfach mit einem möglichst Weitwinkel ein Bild mit 5-10 Sekunden vom Stativ anfertigen und dann in aller Ruhe und Wärme am Computer zu studieren. man erkennt Anfangs nicht alles, aber das was man Erkennt ist dann als Ausgangsbasis um anderes zu finden. Als Orientierung kann man sich Linien, zwischen zwei bekannten Sternen denken und so in etwa an den gesuchten Ort kommen. In der Stadt hat man es leichter, weil man wirklich nur die hellsten Sterne sehen kann, ebenso auf kürzer belichteten Bildern, wo nicht ganz so viele Sterne am Bild sind, denn mit 5-10 Sekunden Belichtungszeit sind am Bild mehr Sterne zu finden, als wir überhaupt mir freiem Auge sehen können.

Gerade die sehr auffallenden Sterne die am Winterhimmel stehen machen es leichter, sich da oben zurechtzufinden. Anbei eine Screenshot aus der Freeware Stellarium der die Situation am 22.12.  um 22: 00 zeigt. Im Laufe der Zeit sieht man dann diese Sterne immer früher, bis sie dann im Frühling im Westen verschwinden.


Wie man sieht: Der Vollmond steht zu Fuße des Sternbilds Zwillinge. Markant sind hier die zwei hellen Sterne: Castor und Pollux. Hat man einen recht dunklen Himmel, kann man die Sterne sehen, die den Körper der zwei bilden.

Markant ist ja das große Sternbild des Himmelsjägers Orion. Links oben ist Betelgeuse einer der größten Sterne, ein Roter Überriese. Gegenüber unten rechts des Orion der helle Blaue Riese Rigel. Dazwischen die Gürtelsterne... da sieht man ja immer wieder Bilder der Region. Unterhalb des linken Gürtelsterns Alnitak ist der sehr schwache Pferdekopfnebel. Unterhalb der Gürtelsterne sieht man den Orionnebel.

Rechts ober Orion ist das Sternbild Stier mit seinem hellen orangen Aldebaran auch ein roter Riesenstern. Rechts oberhalb die Plejaden oder 7 Gestirn. Findet man ja auch leicht und werden oft mit dem kleinen Wagen verwechselt....
Die helleren Sterne nach rechts sind die Hörner und der obere Stern ist zugleich ein Stern des Vielecks der Auriga oder Fuhrmann mit oberhalb der sehr hellen Capella.
Sie ist das ganze Jahr zu sehen (zirkumpolar). Das Rote Kreuz zeigt euch die Position des Kometen Wirtanen an.... Geht sich leicht ins Gesichtsfeld eines 135mm Objektiv's aus. Dann hat man links die Capella rechts am Rand 2 weitere hellere Sterne und etwas in Richtung Capella eben Wirtanan. Bis zum 24.12. wird er dann knapp unter Capella stehen.

Es gibt dann noch den hellsten Stern zu sehen, tiefer unten rechts des Orion: Sirus. Der ist nur 10 Lichtjahre weit weg. Da er im Sternbild große Hund steht wird er auch Hundsstern genannt. Wenn er aufging wussten z.b. die Ägypter dass die fruchtbare Nilüberschemmung bevorsteht. Also ein wichtige Anzeiger, der den Wissenden sagte, wo man im Jahr steht. Wie auch die Plejaden, die den Herbst ankündigen und Anfang Sommer wieder verschwinden.

 Dann gibt es noch einen hellen Stern in etwa zwischen Sirius und Castor und Pollux, der etwas einsame Prokyon im kleinen Hund.

Rechts des Orion steht ein unscheinbareres Sternbild das Einhorn / Monocerus beherbergt aber einen tollen sehr großen runden Nebel Rosettennebel. Und etwas oberhalb der Weihnachtsbaumhaufen (steht am Kopf).
Hier geht die Wintermilchstraße durch, daher die vielen Nebel.

Das Sternbild Krebs ist unscheinbar, aber beherbergt in der Mitte einen sehr schönen offenen Sternhaufen: Praesepe (Futterkrippe).

Anhand der Sternbilder des Tierkreiszeichen sieht man wo sich Sonne / Mond und Planeten entlang bewegen (=Eklipitik), denn sie wandern da durch.

Das große Sternbild Löwe ist dann schon ein Frühlingssternbild, dessen Hauptstern Regulus ist aber auch sehr hell und später in der Nacht erkennt man das große Sternbild an sich recht gut....

 

181222_Stellarium.jpg

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8 Kommentare


Empfohlene Kommentare

Mich reizt das irgendwie gar nicht, für mich sind das einfach nur weiße Punkte...

04-10-2016_029.thumb.jpg.a5659e1c6ee3cddba053759a77f2ffff.jpg

 

Zitat

Aufnahme entstand bei der Sternwarte Weikersheim.

Änderungsdatum: 4-Oct-16 22:06
Kamera Modell: E-M1
Brennweite: 7 mm
Max Blende: f/2.8
Belichtung: 25s bei f/3.2
Blitz: 255
Belichtungszeit: 0 EV
Belichtungsmodus: Manuell
Belichtungs-Programm.: Manuell
ISO-Empfindlichkeit: ISO 400

 

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Stimmt schon,  es sind halt Punkte. Aber wenn man sich näher damit beschäftigt, vielleicht nicht mehr.

Man braucht aber solche Bilder  um sich an die Sache heranzutasten wo man sich am Himmel befindet. Um dann in weiterer Folge wo die Objekte sind, die man fotografieren will.

Schon alleine das Bild ist geeignet den Polarstern zu finden (5x den Abstand beider Sterne im Kasten des großen Wagens nach oben). Wie viele Sterne im kleinen Wagen man sieht zeigt, bis zu welcher Grenzgröße man Sterne sehen kann. Auf Deinem Bild wenig überraschend breits mehr als man an einem dunkeln Ort wirklich sehen kann, denn man sieht alle Hauptsterne des kleinen Wagens. Wichtig für alle die einen Tracker verwenden: Der Stern Kochab (K) denn der erlaubt es genau auf den Nordpol auszurichten.
Und in der Deichsel des Großen Wagens der Stern Mizar. Wenn man da den kleinen Stern Alcor sehen kann, dann hat man scharfe Augen. Man sieht auch hier: Die Optik hat auch das aufgelöst 🙂
Das berühmte "Hubble Deepfield" ist gleich oberhalb beim Beginn der Deichsel am Kasten des Großen Wagens entstanden - der dunkelste Bereich am Himmel.

Es gibt natürlich heute Hilfsmittel wie "GoTo", das fährt die Montierung mehr oder weniger genau aufs Objekt.
Aber das ist recht teuer und meist setzt es voraus, dass man zumindest die hellsten Sterne zum "eichen" braucht. Wenn man die nicht findet, nützt das auch nichts 😉

Ist wie beim Autofahren: Wozu brauch ich Ortskenntnis, ich hab ja ein GPS.

Aber mal sehen, ob ich bei dem Einen oder Anderen bewirken kann, dass der einen oder andere Punkt an Bedeutung gewinnt 🙂

Siegfried
--
"Man sieht nur das was man weiß"
 

UMA_Rolf.jpg

bearbeitet von iamsiggi
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Ach, auf meinem Bild ist der Große und Kleine Wagen drauf? Geil 😉 Du siehst, ich kenn' mich so überhaupt nicht aus...

Ich habe dieses (und einige andere Fotos) bei einem unserer Fotostammtisch-Abende aufgenommen weil halt alle Sterne fotografiert haben *g*. Einer unserer Stammtisch-Mitglieder macht super Astro-Fotos und an seine Qualität komme ich ohnehin nicht ran (seine Aktuellen Fotos sind auf Facebook).

 

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Solltest Du Dich verirren, dann zeigt Dir Nachts zumindest der Polarstern die Richtung.

Klar, ohne Nachführung ist kein Blumentopf zu gewinnen.  Mit einer einfachen Nachführung aber sehr wohl. Da gibt es tolle Objekte zu fotografieren.

Mit einem lichtstarkem Tele oder Teleskop und guter Montierung kannst auch Du es schaffen, solche Bilder zu bekommen. Kostet auch nicht die Welt, aber mal Zeit zum Einarbeiten. Danach liegt es nur noch an der EBV...... und das ist dann eher ein endlos Thema 🙂

Vor 4 Jahren habe ich auch noch über solche Bilder wie von Jens gestaunt und für mich unerreichbar gehalten.

Siegfried
 

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vor 5 Stunden schrieb Rolf-M:

Mich reizt das irgendwie gar nicht, für mich sind das einfach nur weiße Punkte...

Ist auch besser so Rolf😉 Sobald du häufiger in den Sternenhimmel schaust, und auch noch die ein oder andere Aufnahme machst, hast du verloren.

Die Sterne haben eine faszinierende und fesselnde Wirkung, von der man nicht mehr loslassen kann.

Ich taste mich gaaanz langsam an diese Materie ran. Und es ist schön zu wissen, dass ich hier jemanden kenne, den ich jederzeit fragen kann. Danke Siegfried!

HG Jürgen

 

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Vor ein paar Tagen nach Durchzug eines regelrechten Schneesturms klarte es soweit auf, dass ich verschiedenes am Orion probieren konnte.
Trotz Neumondphase war der Himmel sehr hell, denn der frische Schnee reflektiert das Licht und wirft es in den Himmel.
Ich entschied mich hier für eine nomales Equipment: Die E-M1.II und das mFT75/1.8
ORI_75mm.jpg.f07e95bdb4592acb63d8518cae6fbb4b.jpg

Mit Stellarium kann man wunderbar das Bildfeld planen. Ich versuchte den schwachen Hexenkopfnebel mit auf Bild zu bekommen. Der ist rechts des sehr hellen Stern Rigel und ist eine Staubwolke, die dessen Licht zu uns reflextiert. Er ist sehr empfindlich gegen Lichtverschmutzung. Am Einzelbild so wie es aus der Kamera kommt (OOC) sieht man so gut wie gar nichts.

OOC_ORI_EM12_75mm.jpg.89b30c37f0b1000b27841be12b98331f.jpg

Der Screenshot eines OOC (out of camera) Bild. Das Histogramm hab ich oben drübergelegt.

Das ist das was ich jetzt mal durch Stacken von 55x20s 28x50s 16x60 Sek. Belichtungen herausholen konnte:
FB_ORI_EM12_75mmI8_60s50s20s_mStr_LHE_sDS_gm_CS_sASMDecon_RMbStarCTDecon_LRGB.thumb.jpg.854335dfe296de8a6b49307f67aece5a.jpg

Links der Hexenkopfnebel, war nur sehr knapp über den Hintergrund, der Himmel war einfach zu hell. Der Orion Nebel, darüber der Running Man.
Die 3 Gürtelsterne und daneben beim linken Gürtelstern Alnitak der Flammennebel und darunter der Pferdekopf. Auch nicht wirklich stark.

Die schwachen roten Nebel die sich durch den ganzen Orion ziehen, sind nicht mehr abbildbar, zumindest ist das Rot bei der normalen Kamera einfach zu schwach.
Ansatzweise sieht man aber zumindest den vielen Staub in diesen Bereichen.
FB_anno_ORI_EM12_75mmI8_60s50s20s_mStr_LHE_sDS_gm_CS_sASMDecon_RMbStarCTDecon_LRGB_Annotated.thumb.jpg.820047b5458f8950ee6aa99d3511dbcc.jpg

Hier noch eine Astrometrierte und annotierte Version des Gebietes.

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Zur Orientierung am Winterhimmel mal ein Bild mit dem 12mm Objektiv. Ein Stack ohne weitere Bearbeitung mit ISO800 und 1 Minute Belichtungszeit
Es entspricht ungefähr dem, was wir mit eigene Augen unter den besten Bedingungen sehen können

FB_1400_Stack_18L_STFStr.thumb.jpg.72eef206f9c600cf7e7e985ddce7ddef.jpg

Mittlerweile ja gut bekannt:

In der Mitte der Orion, rechts oberhalb der Stier und weil er mit dem hellsten Stern am Himmel, den Sirius (mag -1,4) auch gut zu finden ist: Der Große Hund
Darüber links oben der auch sehr helle Stern Prokyon ( magf 0,4) im Kleinen Hund.
Nicht mehr im Bildfeld, aber oberhalb würde man noch zwei helle Sterne sehen: Castor und Pollux im Sternbild Zwillinge.
Hier am Bild sieht man nur noch die Füße der Zwillinge, oberhalb des Orion.

Unscheinbar links des Orion das Einhorn und unterhalb der Hase.
Im Sternbild Einhorn sieht man hier ein kleines Kringerl, der Rosetta Nebel: Im ersten drittel der Verbindung des Orangen Stern Beteigeuze im Orion links oben und dem Prokion links oben. Und etwas draüber steht am Kopf dieser Weihnachtsbaumhaufen 1f642.png


Sternchenkette die sich unten vom Orion nach rechts zieht ist der Eridanus (dieser Mytische Fluß). Hier sieht man auch den Heimatstern von Spock 1f642.png

Und jetzt noch ein Bild das die Sternbildgrenzen zeigt und die Sternbilder

FB_1400_CMaORITAU_12mm_EPL6_18L_IS2_Annotated.thumb.jpg.cd30657b1330d833c08b84bcde2d56bd.jpgDie

Vielleicht hilft es, das in etwa zu erkennen, was die Leute  vor 2000-6000 Jahren da so gesehen haben:

zB: der Himmeljäger Orion: Er hält seinen Schild gegen der Stier, in der anderen Hand führt er hoch erhoben das Schwert. Den Gürtel kennen wird ja, und die Schwerscheide ist die Gegend des Orion Nebel.

 

bearbeitet von iamsiggi

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Hier ein besser ausgearbeitetes Bild.  18x1 Minute bei ISO 800 und Olympus mFT12/2 bei Offenblende mit der modifizierten E-PL6 + einem Haida UVIR750nm Filter

Der helle große Rosetta  Nebel in der Wintermilchstraße ist gut zu sehen. Darüber im roten Bereich, beim helleren Stern ist der Weihnachtsbaum Haufen - er steht aber fast am Kopf. Der Stern ist der Stamm.
Links um den unteren Bereich der Bogen nennt sich Barnard's Lopp

Schön auch die Farben der Hellen Sterne: links oben Prokyon unten Links der ganz heller ist Sirius. Der linke obere orangerote Stern im Orion ist der Überriese Beitigeuze - auf selber Höhe rechts der orange große Stern Aldebaran. Der heller heiße (blaue) Stern rechts unten im Orion ist der Rigel.

OLY-F_18L_CMaORITAU_12mm_EPL6_18L_IS2_DBE2_sAC_TGV_mCTs_ArcSin_mR_ExT_mStr_HLVG_c.thumb.jpg.dd5f61d87f8c1e6ba35e3c542f3b6621.jpg

bearbeitet von iamsiggi

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