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Die OM-System Community

Über diesen Club

Astrofotografie, insbesondere mit Olympus-Produkten
  1. Was gibt es Neues in diesem Club?
  2. Uploadfilter

    DeepSky Astrofotografie II

    ...mit einer kleinen mobilen Ausrüstung
  3. iamsiggi

    Sonnensystem

    Bilder aus unserem Sonnensystem.
  4. Hier mal meine ersten Versuche am nächtlichen Sternenhimmel
  5. Gestern hat Frank mal ausführlicher die Problematiken erklärt, denen man so im Alltag bei der Hintergrundextraktion begegenet: Das gilt natürlich auch, wenn man andere Software dazu benutzt. Siegfried
  6. Was willst du denn mit IR „mehr“ bekommen? Der Vollmond bleibt Vollmond, nur das jetzt eben viel weniger und rötliches Licht reflektiert wird. Da macht in meinen Vorstellung IR keinen Sinn. Ich habe einen IR Umbau, würde den hier aber nicht einsetzen… Das schöne an einer MoFi ist doch der „Blutmond“, also normales Farbfoto, auch wenn man sehr lange belichten und nachführen muss.
  7. Adrian Rohnfelder hat ja das Glück eventuell ohne Sturm und bei klarem Himmel die nächste totale Mondfinsternis in Utah vom 15. zum 16. Mai fotografieren zu können, da dort der dunkle Mond in die Nacht hinein wandert. Hier in Deutschland sieht es leider selbst bei freier Sicht etwas düster aus, da der verdunkelte Mond in den Horizont und die beginnende Morgendämmerung wandert. Das bedeutet, daß der verdunkelte Mond im sichbaren Bereich ganz wenig oder gar nicht sichtbar/fotografierbar sein wird. Und hier kam mir beim Morgendkaffee die Idee/Fragen: Wie sieht das mit IR-Fotografie aus? Könnte damit was vom dunklen Mond sichtbarer werden? Vielleicht können die IR-Kamerabesitzer unter Euch, daß ein wenig theorisieren? und aber vor allem praktisch versuchen und wenn nicht oder doch gelungen hier zeigen? Ich bin gespannt! So (schlecht) sähe es hier in HEF aus:
  8. iamsiggi

    DeepSky Astrofotografie

    ...alles außerhalb unseres Sonnensystem
  9. Da es gestern offiziell vorgestellt wurde, lege ich Euch für die Gradientenentfernung aus DeepSky Bildern dieses Software ans Herz: Ist Freeware und für alle Plattformen kompiliert. Derzeit hackelt noch die Umsetzung für den MAC.... aber da geht Frank noch im Video drauf ein und Rückmeldungen sind willkommen. Ich habe es vor 2-3 Wochen ausprobiert und funktioniert recht einfach und sehr gut. Wann kommt dieser Schritt: Nach dem Stacken. Das ist das was unter "Hintergrundextraktion", "Backgroundextraction" oder "Hintergrund ebnen" etc. bekannt ist. Frank hat dazu ein Video gestern veröffentlicht: https://www.youtube.com/watch?v=GBswbn-RnOwIst Für heute ist auch eine englischen Version in Arbeit...Ist gerade fertig geworden: https://www.youtube.com/watch?v=RVLvohS0qW0 Zum Download: entweder: https://www.graxpert.com/ oder gitHub: https://github.com/Steffenhir/GraXpert/releases/tag/v0.1.2 Viel Spaß! Siegfried
  10. Unglaublich viel Wissen und Details über den Mond, den Sternenhimmel und Bildbearbeitung, welche Du uns immer wieder hier ins Forum postest. Danke.
  11. Heute habe ich mich mal nach der Suche nach dem Südpol des Mondes gemacht: Die Libration war ja mit um die 6 Grad Süd recht hoch so um 22:00. Hier also ein Ausschnitt aus meinem Endergebnis, nachdem ich fast 1000 Bilder zu einem verarbeitet habe. Im Süden liegt der bekanntere Krater Clavius. Im Film "2001 - Odyssee im Weltraum" wurde hierher die Mondstation verlegt... Clavius hat 231 km Durchmesser, und eine Reihe von Nebenkratern. Ein paar hab ich eingezeichnet. Aus Platzgründen ist der Krater rechts unterhalb zu finden. Die Durchmesser dazu: D :22km C :28km J: 12km N: 13km O: 4km W:; 5km X: 7km Da wo der Pfeil beginnt sieht man die Kraterwand um den Krater "Shoemaker". Dahinter gibt es dann den Krater Shackleton. Der Mondsüdpol liegt genau auf der Kraterwand. Einige der höchsten Kraterränder sind hier dauernd mit Sonne beschienen, während der Kratergrund dauernd im Schatten liegt. Hier hat vermutlich auch Eis überdauert, weshalb der Krater für einen dauerhafte Mondbesiedelung hoch im Kurs steht. Siegfried
  12. Gigantische Auflösung, und in der Totalansicht erscheint der Mond beihnahe schon dreidimensional.
  13. Da die OM-1 ORF nativ derzeit nur von wenigen Softwareprodukten unterstützt wird habe ich einiges probiert, wie ich ein ORF möglichst unverfälscht in eine allgemeines Format wie TIFF überführen kann. OM Workspace braucht "ewig" (Stunden bei meinen 1000+ Einzelbildern) um TIFF's zu produzieren, die dann aber auch nur als 24bit TIFF exportiert wurden. Mit IrfanView geht das zu meiner Freude zwar recht rasch als Export, aber wie ich nachträglich feststellte wird mir das Bild immer stark herunterskaliert und ich fand nicht heraus woran es liegt. Allerdings konnte ich mal feststellen, dass man die TIFF's LZW komprimieren kann, was doch einiges an Speicherplatzfreundlicher ist. Bei 1000 Bildern muß man unkomprimiert schon mal mit 200 GB rechnen. Somit hat sich für mich folgender derzeit folgender Weg herausgestellt, der schnell zum Ziel führt: Einlesen in AdobeDNG, ist Freeware und geht recht schnell. Die Dateien sind etwas kleiner als die Originale. Danach exportierte ich das ganze in 48bit TIFF (LZW komprimiert um Speicherplatz zu sparen) mit ACDSee. Ohne irgendwelche Vorgaben, einfach default. Da geht wohl auch jede bessere Freeware. Diese Tiff's können dann wie gewohnt mit Autostakkert gestackt werden. Bei kleineren Brennweiten wird man den Schritt für einen zentrierten Crop über PIPP geh.. Da das Seeing nicht so ganz schlecht gewesen sein sollte, hatte ich dann auch einen zweiten Stack mit 1,5x drizzle anfertigen lassen. Das ist in etwa das, was HHHR aus der Kamera liefert. Final hatte ich beide Versionen verglichen: Ohne Drizzle überschärft man schneller. Es ist aber nicht viel um, und wenn man sich sorgfältiger der Bearbeitung widmet, und für jedes Bild die Bearbeitungsparameter sorgfältig anpasst, kann man das ziemlich kompensieren. Drizzle beim Stackig wird aber bei gutem Seeing und der großen Anzahl an Einzelbildern, wo dann ja nur die besten Bereiche berücksichtigt werden immer besser sein, als die 16 Bilder, die die Kamera zum Verarbeiten hat. Wenn natürlich gerade während dieser Zeit die Luft genau zum Zeitpunkt der Bilder steht, sind sicher auch sehr gute Bilder möglich. Aber das müsste man erwischen. Und der Rest, wie die Höhe des Mondes am Himmel müsste auch passen. Bei 800mm und den 2 1,4x Telekonverter passt der Mond nicht mehr ganz auf den Sensor, weshalb ich einfach 2 Bildserien machte und sie dann als Panorama zusammenmontieren lassen. Da verwendete ich einfach die Panoramafunktion von Affinity Photo. Hier der Screenshot nach Stacken des ersten Sets, der interessanten Seite um den Terminator (Hell/Dunkel Grenze), wo ich 962 Bilder hatte. Ich verwendete dann 10% des Stacks. An Datenmengen bei den 962 Bilder kam folgendes zusammen: Die ORF hatten 16,4 GB, in DNG waren es 15,1GB, woraus dann die 48bit TIFF (LZW Komprimiert) 125GB ergab. Somit hatte ich hier dann 2 Stacks gemacht: 962 Bilder vom linken Teil und 532 vom rechten Teil und sie nach stacken mit Affinity Photo als Panorama vereinigt. Das Endergebnis hatte ich dann mit PixInsight geschärft (Deconvolution, Waveletschärfung (Frequenztrennung) Farbableich nichts aufregendes und geht recht schnell) und auf 67% herunter skaliert, was dann wieder ungefähr die 20 MPixel Auflösung ergibt.... Hier also mal das Endergebnis am 11,7 Tage alten Mond wo er zu 89,7% beleuchtetet ist: Dieses Bild kann man hier in der 100% Ansicht finden: https://astrob.in/jl69pf/0/ Die Libration* Nachmittag gegen 15:00 war dabei ziemlich extrem: 6 Grad West, und 6,5 Grad Süd. Rechts etwas oberhalb der Bildmitte des "Meer der Gefahren" ist daher recht weit am Rand. Der Südpol des Mondes ist auch recht gut zu sehen. * Der Mond zeigt uns nicht immer exakt die selbe Seite, sondern immer wieder mal mehr von seiner Nord-, Süd-, Ost- und/oder West- Seite. Das nennt man Libration und so ist es uns möglich von der Erde aus bis zu 59% der Mondoberfläche zu sehen. Ich verwendet dazu mein übliches Setup: Lacerta "Newton ohne Namen" 200/800 Spiegelteleskop, mit dem MC14, einen MMF1 und EC14. Kamera war die OM-1 ISO640 1/400sec (F/8) 1568mm Brennweite insgesamt. Es geht aber sicher auch mit anderen Fotoapparaten genauso gut. Hier die meines Erachtens etwas unsinnige 100% Ansicht eines Crop des 1,5x Drizzle Stack: 1,5x drizzle ist in etwa das was HHHR produziert. Allerdings wurde hier eben 10% der besten Bereiche auf fast 1000 Einzelbildern dazu verwendet. Ich hatte auch wieder HR und HHHR versucht, aber die Kamera konnte oder wollte die Bilder nicht verarbeiten Ist aber auch egal: Sehr viele Einzelbilder selektiv gestackt ist eben immer besser als 16 Bilder die die Kamera dazu verwendet. Die kleineren Krater die man noch auf den ersten Blick gut sieht haben einen Durchmesser von 3-4km, was dann einen Bildwinkel von rund 1,5 Bogensekunden entspricht. Noch in Ausschnitt in 100% Ansicht des 67% herunter skalierten drizzle Bildes: Nach der Analyse der Bilder beim Stacken, kann man sich ja das beste gefundene Bild einfach herauspicken. Noch als Vergleich also ein Ausschnitt aus dem besten befundenen Bild in der 100% Ansicht, ohne Bearbeitung: Siegfried
  14. Weil es immer wieder Nachfragen nach der "Besten Kamera" und vor allem das Thema rauschen der Sensoren gibt: Ich will vorausschicken, dass ich Bildrauschen für überbewertet halte. Am Bildschirm sieht Rauschen schlimm aus, man kann ja beliebig reinzoomen. Auf jedem Druck oder Fotobelichtung wird man es nicht sehen. Entrauschen birgt zudem ein hohes Risiko, dass man Details zerstört (mit AI auch erzeugt, die nicht der Realität entsprechen). Bei einem "wow" Bild, wo alles passt, wird niemand nach Rauschen suchen. Ich will an sich nur Bilder, die das zeigen was es soll, von daher teste ich nicht wirklich, ich vergleiche nur ab und zu während der Ausarbeitung. Und da hängt rauschen davon ab, wie viele gute Lights man zur Verfügung hatte: Da ich mich gerade meiner Bilder von NGC2903 widme, habe ich einfach das s/n (Signal/Rauschen) mal verglichen zwischen einem Stack von allen besseren Lights (also E-M10.II, E-M1.III und 43 aus der OM-1 mit dem was herauskommt, wenn man nur die 49L der OM-1 stackt. Screenshot oben, ein Ausschnitt in 100% Ansicht nur Autokontrast) Der Stack von 119 Lights (E-M10.II. E-M1.III und OM-D) also alles was ich hatte: SNR = 43.34 db, R NGC2903_119L (R) SNR = 44.12 db, G NGC2903_119L (G) SNR = 41.47 db, B NGC2903_119L (B) nur die 49 Lights aus der OM-1: SNR = 39.53 db, R NGC2903_49L (R) SNR = 40.33 db, G NGC2903_49L (G) SNR = 38.21 db, B NGC2903_49L (B) Der Grüne Kanal ist immer besser, weil man ja 2 Pixel davon hat, und bei Rot und Blau nur einen. Da der Himmel in meiner Umgebung nicht konstant dunkel ist im Laufe der Session und auch das Seeing selbst stärker schwanken kann, muß ich nehmen, was ich kriege. Recht viel besseres Ausgangsmaterial bekomme ich nicht. Ich müsste jetzt auf gutes Wetter und Neumond warten, für nächstes Jahr oder weitere Jahre. Ich finde man kann aus beiden Stacks etwas machen, von daher sollte man sich da nicht aufhalten lassen es zu versuchen. Das gilt ja für jedes Objekt: Sobald man bei Einem wieder optimale Bedingungen hat, kann man ja einfach weitere Lights sammeln und sie mit alten wiederverwenden. Meist ist zwischenzeitlich das Können in der Bildverarbeitung auch gestiegen und machmal eröffnen sich auch neue Möglichkeiten bei der Bildbearbeitung. Somit macht es durchaus Sinn, sich später nochmals mit einer neuen Ausarbeitung zu beschäftigen. Alles was man braucht: Einfach die Rohdaten (Lights/DARK/Flat/BIAS oder FlatDarks) der einzelnen Sessions. Am Internet findet man jedenfalls jede Menge an Bildern die meist mit gekühlten Kameras aufgenommen wurden oder mit FF Sensorkameras die weniger zeigen. Aber meist liegt es auch da an der Ausarbeitung, mit der ich auch fortwährend kämpfe. Klar: Wenn ich die Wahl habe ob ich eine OM-1 oder E-M1.III und Vorgänger nehme würde ich jetzt die OM-1 verwenden, weil ich sie habe. Vor allem wo ich nur sehr kurz Licht sammeln kann wie z.b. bei schnellen Kometen oder Perseiden. Wenn ich eine modifizierte Kamera brauche (oft) wird es entweder die E-PL6 oder E-M10.II. Bei der mod. E-M10.II ist allerdings der Sensor stärker verkippt, so daß ich sie bei lichtstarken Objektiven nur ungern nehme wenn die Blende wie üblich weit offen ist. Und es spricht ja auch nichts dagegen Bilder alles Kameras zu kombinieren. Meine Botschaft wäre: Wir haben die bestmöglichen Kameras in Händen und sollten versuchen, das volle Potential zu nutzen. Siegfried
  15. Anfang März hatte ich begonnen mit dem 800mm Spiegelteleskop, in dunklen klaren Nächten Photonen am NGC2903 zu sammeln. Diese Balkenspiralgalaxie ist etwas vor dem Kopf des Sternbild des Löwen nach Westen Richtung M44/Praesepe im Sternbild Krebs und ist 21 Mio. Lichtjahre von uns weg. Ursprünglich mit der E-M10.II und später dann mit der OM-1 und vor wenigen Tagen dann auch mal mit der E-M1.III. Ich suchte dann 23 Lights heraus, die unter möglichst gleichen Bedingungen entstanden sind. Bei der E-M10.II war der größte Unterschied: Es war etwas dunkler und die Temperatur war bei -5 Grad Celsius, was natürlich dem Rauschen sehr entgegenkommt. Die Bilder der E-M1.III und OM-1 waren dann zwischen 7 und 5 Grad, bei ungefähr gleich hellem Himmel, zumindest heller als bei der E-M10.II Die 23 Lights stackte ich dann (natürlich kalibriert mit Darks/Flat/Darkflats) und die Bilder der 20 MPixel Kameras hatte ich dann auf das Bildfeld der E-M10.II ausgerichtet (registriert). Daher die verdrehten dunklen Ränder, denn die Bildfelddrehung war ja immer etwas anders in den verschieden Nächten. Danach ein kleines Preview der Galaxie erstellt und das sieht man Rechts in 100% Ansicht und nur automatisch gestreckt, nicht weiter ausgearbeitet. Oben das Bild aus der E-M10.II, Mitte: OM-1 und unten E-M1.III Ergebnis: Man sieht, dass die E-M10.II bei -5 Grad sichtbar weniger rauscht, was zu erwarten war. ( So im Sommer ab 25 Grad wird es echt schlimm mit dem Rauschen). Die Unschärfe könnte aber dem Seeing geschuldet sein und Autostretch (Kontrast) könne auch einen anderen Schärfeeindruck vermitteln. je nachdem wie gerade die Hintergrundhelligkeit war. Liegt alles relativ nahe beieinander wie ich meine und würde bei der nachfolgenden Bearbeitung auch keine großen Unterschiede machen... Jedenfalls will ich jetzt alle mein gesammelten Bilder zu einem Vereinigen.... irgend so, damit halt ein nettes Bild rauskommt. Siegfried
  16. Klar kann einem eine neue Kamera, vor allem wenn es einen Generationenwechsel in der Technologie gabt, vieles erleichtern, aber in der Astrofotografie gibt es zwei Faktoren, die unser Endergebnis gehörig beeinflussen: Die Umgebungsbedingungen (wie Seeing, Lichtverschmutzung, Außentemperatur) und das eigene Vermögen, die vielen Daten nachher in eine herzeigbares Bild zu verwandeln. Natürlich muß man aber auch in der Lage sein, einfach lang genug belichtete scharfe Bilder zu produzieren, aber das ist sowieso Grundbedingung. Früher als gedacht konnte ich am 11.3. meine OM-1 bei einem nahe gelegenen Fotohändler in Krems abholen. Und natürlich versucht man damit mal etwas warm zu werden um die Vorschusslorbeeren möglichst schnell auch nutzen zu können. Ich habe mal versucht, wie man das Rauschen der Kamerasensoren objektiv messen kann. Oder zumindest das, was in den RAW Files an Daten abgelegt wird. Etwas zu testen ist überhaupt nicht trivial, wenn man versuchen will, möglichst alles an Einflüssen auszuschließen. Das erste Problem war: Wie kann ich sicherstellen, dass das was ich aus dem ORF der OM-1 wirklich unverändert in ein lineares (ungestrecktes) BIld verwandeln kann. Der OM Workspace nimmt, verwendet ja defaultmäßig, auch wenn man nichts an Einstellung vornimmt, das an der Kamera eingestelltes Entrauschen. Um es unverändert durch Entrauschen zu entwickeln muss man bei den Entwicklungsparametern das Entrauschen abhacken und dann "keine" verwenden.... auf das muss man auch erst mal kommen ...... Bei einem ersten Stack vom Mond, der gerade günstiger stand kamen mir nämlich die Bilder etwas zu glattgebügelt vor, ich hatte einfach ohne etwas einzustellen mit dem OM Workspace auf TIFF exportiert. Aber da letztlich das Seeing auch schlecht war in den stürmischen Tagen, habe ich auf den erneuten TIFF export, ganz ohne Rauschminderung verzichtet. Ich bin da mehr Ergebnisorientiert als mich in "Tests" zu verlieren.... Es geht aber einfacher: Adobe DNG Raw kann einfach die ORF's der Kameras, auch das der OM-1, in ein DNG speichern und das kann ich dann mit meiner verwendeten Software Pixinsight linear unverändert öffnen. PI verwendet LibRaw, eines der heute wohl meist eingesetzten Programmmodule bei Freeware, um RAW Files öffnen zu können. Ob es wirklich vergleichbare Daten liefert, habe ich anhand von Bildstatistiken überprüft. Bei den älteren Kameras kann ich ja direkt das RAW öffnen und die müssten ja gleich sein mit dem was ich aus einem in DNG gewandeltes Files erhalte. Das waren sie zu meiner Freude. Der zweite wichtige Faktor ist die Temperatur. In einem Raum hatte ich die ganze Zeit konstant 10 Grad. Da lagerte ich mal 4 meiner Kameras zum Akklimatisieren über gut 1,5 Stunden.Danach fotografierte ich den Objektivdeckel von innen Also Darks... Das sich der Sensor ja erwärmt, habe ich dazwischen immer wieder 5-10 Minuten gewartet. Aus den EXIF Infos konnte ich die Temperatur auslesen, leider nicht aus der OM-1...aber es ist ja ein Praxistest: Je nach Gehäuse wird der Sensor halt mehr oder weniger kühl sein.Die jeweils kühlsten von 2 Bildern habe ich zur Messung genommen. Die meisten Bilder zeigten um die 15 Grad beim Testen... also 5 Grad über Umgebung. An Kameras hatte ich also meine modifizierte E-PL6, eine unmodifizierte E-M10.II, E-M1.III und die OM-1. Ich machte jeweils 30 Sekunden Belichtungen bei unterschiedlichen ISO Werten. BIAS hatte ich auch gemacht: Einfach mit der geringst möglichen Belichtungszeit bei ISO200. Hier also mal mein Ergebnis was das Rauschen betrifft. Dazu zog ich eine Messung der Standartabweichung heran (stdDev). Wie sehr also die Werte um einen Mittelwert streuen. Ob man das so machen kann, keine Ahnung, aber was anderes ist mir jetzt nicht eingefallen, denn Signal/Rauschabstand bei einem Dark macht wenig Sinn, ein Hotpixel im Messfeld würde ja rechnerisch eventuell ein besonders gutes Signal/Rauschverhältnis zeigen. Ich hatte ja immer 2 Bilder gemacht, manchmal auch 3 Belichtungen mit 30 Sekunden gemacht. Dann das Bild herausgesucht wo die ausgelesenen EXIF Sensortemperturen am besten waren. Die Bilder wurden einfach ohne debayern linear geöffnet und in der Statistik die Standardabweichung (sdtDev). notiert. Damit die Zahlen einfacher zu schreiben waren, hatte ich es bei 16 bit belassen. Das ist einfach ein Wert, der zeigt wie groß die Abweichung der Helligkeit der Pixel vom Durchschnitt ist. Rechts unten das Ergebnis in einer Text Datei. Die E-PL6 rauscht einfach mehr, die E-M10.II weniger und noch besser ist E-M1.III. Nochmals besser ist die OM-1. Was das Signal/Rausch Verhältnis betrifft: muss man jetzt bedenken: Doppelt so viel ISO bedeutet doppelt so viel Signal. Man sieht: Bei höherer ISO ist das Rauschen nicht doppelt so hoch, wenn man die ISO verdoppelt. Deshalb kann man ruhig die ISO hinaufstellen, und erhält trotzdem ein besserer Signal / Rauschverhältnis. Nur zum Spaß hatte ich auch mal 4 BIAS Bilder aus der OM-1 gemittelt: Hier habe ich einfach die 4 BIAS Files zusammengezählt und gemittelt. Das Ergebnis hatte ich BIAS4x genannt und dann einfach wieder die Bildstatistik bemüht: Die Standardabweichung war also 0,5, die eines einzelnen BIAS File lag bei 0,7-0,8 Stacken verbessert eben das Rauschen. Zufälliges Rauschen kann man ja nicht aus einem Bild rechnen. Da hilft nur Mitteln. Daher sollte man auch nicht nur weniges Korrekturfiles (DARKS/FLAT/FLATDarks oder BIAS) zur Bildkalibration verwenden. Denn nur einzelne würde dem Bild ein zusätzliches Rauschen zufügen. Um das Bildrauschen zu visualisieren, habe ich dann von jeder Kamera die Bilder mit ISO800 Debayert - also in ein Farbbild übergeführt. Das praktisch schwarze Bild habe ich dann auf 25% Helligkeit gestreckt - und zwar jedes mit dem selben Wert. Links sieht man die angewendete Gradationskurve - der Peak steht dann bei 25% Helligkeit. Zuvor war der Peak ganz links.... Die Ansicht ist hier 1:1 man sieht, an sich ist das Rauschen kaum zu sehen...bei allen Kameras! Dann hatte ich ein automatisches Strecken gemacht, dass den Peak extrem streckt: Das Histogramm unten zweigt was so ein Automatisches Strecken bewirkt: Der Bereich im Peak wird extrem gestreckt -das Ergebnis zeigt das obere Fenster. Die Anzeige ist 10x vergrößert ! Man sieht die einzelnen Pixel.... So sieht es in der 1:1 Ansicht aus: Also bis auf die Hotpixel, die man ja mit solchen Darkframes entfernt, sieht das alles nicht sooo schlecht aus. Farbkorrektur wurde auch nicht gemacht. Sie spielt ja auch keine Rolle. Also ich finde das alles recht gut. Siegfried
  17. Schöner Artikel über den Sternenhimmel im Frühjahr Siegfried. Du bist mir da zuvor gekommen, denn ich hatte auch geplant mal eine Beschreibung hier ins Forum zu stellen. Der März war ja außergewöhnlich schön und hatte viele klare Nächte zu bieten, von denen ich auch einige zur Fotografie nutzen konnte. Ich habe 2 neue Projekte begonnen, wo aber die Bildbearbeitung noch nicht abgeschlossen ist und ich eventuell noch das nächste mondlose Zeitfenster von etwa 21. April bis Anfang Mai abwarten möchte um weitere Belichtungen zu sammeln. Ab ca. Mitte Mai bis Ende Juli wird es bei uns auf 51° nördl. Breite gar nicht mehr richtig dunkel, zumindest nicht für tiefe Astrofotos, und dann war es dann auch schon wieder mit dem Frühjahrshimmel. Zwischen meinen Fotosessions habe ich den Nachthimmel auch visuell genossen. Ich mache ja meistens so 30 mal 30 Sekunden Intervallaufnahmen und habe dann 17 Minuten Zeit zum Beobachten bevor ich im LiveView wieder den Fokus und die Position korrigiere. Das Sternbild Löwe mit dem Hauptstern Regulus ist ja fast genauso markant wie der Orion. Auch das Sternbild Bärenhüter mit dem hellen Arktur ist sehr auffällig und zusammen mit Spica tief im Süden bilden diese 3 Sterne das Frühlingsdreieck. Den Coma-Sternhaufen habe ich auch gerade noch visuell erkennen können. Ein guter Gradmesser wie gut die Durchsicht ist. Links daneben liegt die schöne Nadelgalaxie NGC 4565. Ich kann Jedem nur empfehlen sich mal die Zeit zu nehmen zum Sternenhimmel zu schauen. Es ist eine gute Möglichkeit abzuschalten und Abstand zu bekommen von den Problemen unserer Zeit.
  18. Der Sternenhimmel im Süden gegen Mitternacht zu Frühlingsbeginn. So gegen Mitternacht macht ich mit dem 8mm "Fischauge" ein Bild, wieder durch das Weichzeichenfilter von Cokin P830. Durch den Extremen Winkel stört jede starke Lichtquelle, wo es leider in einiger Entfernung einige gibt.... Also lasst Euch durch die Reflexe vor allem oben nicht irritieren. Also Einzelbild vom Stativ: E-M1.II mFT8/1.8 20sec ISO1600, Cokin P830 Filter: Frühling ist Galaxien Zeit: Wir blicken senkrecht der Scheibe unserer Milchstraße in die dunklen Weiten des Weltalls. Genau in der Bildmitte der Coma Sternhaufen - das ist das "Haar der Berenike" man sieht es bei uns gerade noch. Rechts der Mitte der Löwe, oben Ursa Major (Große Bärin) mit dem wohl bekanntesten Asterismus (wir assoziieren Gegenstände etc durch Sternmuster) wie hinten der große Wagen. Die Wagendeichsel (Schwanz der Bärin) geschwungen hinunter kommt der neben Sirius hellste Stern derzeit: Arkur im Bärenhüter (Bootes) und weiter hinunter Spica in der Jungfrau. Um Mitternacht sieht man schon im Nordosten die Wega als ebenso hellen Stern. Da drunter ist die Milchstraße. Und wenn man jetzt eine Linie von Arktur zur Wega zieht, ist im 1/3 die Nördliche Krone (Crb) mit seinem "Edelstein" Gemma. Im 2/3 dann sind wir im Spätfrühling Sternbild Herkules (beginnt am Bildrand) und kommen genau bei M13 dem großen Kugelsternhaufen vorbei... Zurück zu unserm Himmel jetzt: Unter der Jungfrau das Sternbild Rabe (Corvus) und recht davon kann man den Becher ausmachen. Schon im Untergehen ist ja im Westen Sirius und man wird den einsamen Prokyon und die zwei Sterne der Zwillinge Kastor/Pollux leicht finden, sie sind ja sehr hell. In der Bildmitte aber am rechten Rand ist der Kopf der Wasserschlange (Hydra) - die sich als Sternenband nach links unten unter Becher und Rabe durch windet. Hier hab ich etwas eingezeichnet: Die Sternbilder mit der der gewohnten Abkürzung. In Coma Berenice (Haar der Berenike) und Virgo (Jungfrau) ist der Virgo Superhaufen - so um die 50-60 Mio Lichtjahre weit weg der Virgo Supercluster. Da wo auch dieses Schwarze Loch fotografiert wurde. Voll mit Galaxien, und auf den Bildern der Teleskope können wir Quasare (wo wir in den Jet der Schwarzen Löcher großer Galaxien blicken) bis zu 12 Mrd. Lichtjahren finden. In der Jungfrau ist einer (3C 273 - vorhin gezeigt) nur 2,2 Mrd Lichtjahre weit weg, den man schon auf einfachen Fotos mit Fotolinse finden kann.Hier noch mit Beschriftungen. Auch schon gezeigt: Der Kugelsternhaufen M3, den man genau zwischen Cor Caroli und Arktur finden wird. Die Sternbilder mit der der gewohnten Abkürzung. Siegfried
  19. .... oder Deep Sky mit Einzelbild. Letzten Sonntag machte ich nur 1 Einzelbild. Meiner Einschätzung nach sollte es nämlich möglich sein, mit einem Teleobjektiv und 1 Minuten Belichtungszeit 3C 273 im Bild zu finden. Es ist der hellste Quasar an unserem Himmel und das Bildfeld ist mit einem Fotoapparat relativ leicht zu finden. 1963 entdeckte Maarten Schmidt beim näherer Analyse von Radioquellen am Himmel, dass die Quelle 3C 273 eine starke Rotverschiebung hat, die für eine Entfernung von um die 2,2 Mrd. Lichtjahren steht. Dazu muß man wissen: Alles was wir üblicherweise so am Himmel an Sternen sehen, spielt sich in unserer unmittelbaren Nachbarschaft ab. Meist weit unter 1000 Lichtjahren. Amateure mit sehr guten Geräten können einige wenige Sterne z.B. in der Andromeda Galaxie, die 2,5 Mio. Lichtjahre weit weg steht ausmachen. Einen Stern in 2,5 Mrd. Lichtjahren zu sehen ist schlicht weg nicht möglich: 3C 273 leuchtet 100x heller als unsere gesamte Milchstraße und etwas über 4 Billionen mal heller als unsere Sonne. Daher wurden solche Objekte "Quasar" genannt: "Quasi Stellar" Es gibt auch keinen bekannten Kernprozess, der genügend Energie liefern könnte, dass ein Stern so extrem hell leuchten kann. Die enorme Helligkeit stammt aus den Aggregationsscheiben rund um Supermassive Schwarzer Löcher in Galaxien, wo sich Materie Materie stark aufheizt bevor sie im schwarzen Loch verschwindet. Planung in Stellarium Zum Glück findet man das Bildfeld wo unser Objekt enthalten ist, recht einfach, denn die 3 hellen Sterne im Sternbild Jungfrau kann man am Fotoapparat auch recht einfach sehen. Der Kreis markiert den Ort in der Sternenkarte. Eingeblendet ist das Bildfeld meines 75mm Objektiv. Links oben der helle Stern ist Arktur, rechts unten alpha VIR ist Spica. Bild Mitte oben ist Coma Berenike - Haar der Berenike, und rechts oben das Sternbild des Löwen Hier das Bild: E-M1.II, mFT75/1.8 F/2 ISO800 60sec, nachgeführt mit dem StarAdventurer. Die Astrometrierte Version: Jede Menge Galaxien des Virgo Superhaufen. Ein Screenshot aus der Bildbearbeitung: Links das gesamte Bildfeld ... deutlich zu sehen, die 3 hellen Sterne. Der hellste: Gamma Virgo / Porrima. Ich hab dann ein Vorschaubild rund um das gesuchte Objekt gemacht und das zeige ich in 100% Ansicht rechts. 3C 273 hat eine Helligkeit von mag +12,8 der etwas schwächere Stern rechts nur noch mag +13,3 als etwas mehr als nur halb so hell. Hier ein Artikel aus 2018: https://www.mpg.de/12543965/quasar-3c273 Siegfried
  20. Ich will hier keine Werbung für das Teil machen - teste das grad selbst für mich. Gekauft hab ich online, verschickt wurde meiner aus Spanien, innerhalb weniger Tage. App: ist keine notwendig, hat zwei Knöpfe: einer für N/S (Nord- oder Südhalbkugel), der andere für Modus: Sterne oder M-S-M Geschwindkeit (Time-Laps). Ausgerichtet (Polaris) hab ich über den mit erworbenen Laser-Pointer, der ganz simpel sich an den Flanken des MSM anbringen lässt (rechts erkennbar). Und ich hab die Ausrichtung immer wieder überprüft, vor allem nach Hantieren an der Kamera-Ausrichtung. Musste auch nachjustieren, war aber einfach und schnell machbar, dank des 3-Wege-Neigers als Unterbau. Anbei ein (mäßiges) Handy-Bild vom Aufbau: Und eines der ersten Test-Aufnahmen (JPEG OoC) mit gut 2 Minuten (10mm @ F2.8). Zu dem Zeitpunkt gab es leider keine Milchstraße mehr bzw. noch nicht zu sehen, aber zumindest Orion schön über dem Bergkamm. Hauptargumente für mich waren der Preis (etwas über 250,-), Größe und Gewicht (445g) sowie der Akku (5h, über USB-C zu laden oder Dauerstromversorgung). Wie erwähnt, ich teste das für mich grad, mal sehen, wie weit ich damit komme ;).
  21. Bei ca. 800g Eigengewicht mit dem Kugelkopf und 3kg Tragkraft kann es mit viel Glas eng werden. Ich hab ein PM-100-Set, das wiegt 1,4kg mit den 4-AA-Akkus, Wiege, Polsucher und Kugelkopf, wird mit bis zu 5kg azimutaler Tragfähigkeit angegeben und ist für die E-M1.2 mit dem 7-14er recht stabil. Ist leider momentan nicht lieferbar. Ich selbst hatte 2020 ein halbes Jahr drauf gewartet. Das mitgelieferte Bresser-Stativ TP-100 dagegen verwende ich nur als Leuchtenstativ, dafür ist es gerade gut. Ich habe damit einen recht guten Einstiegskompromiß gefunden, der vor allem zusammen mit der Kamera und 2 Objektiven und Akku+PB in den kleinen Lowepro paßt, so daß ich mit dem Fahrrad oder zu Fuß flexibel und mobil bin.
  22. es gibt ja diverse "Reisemontierungen" um die Kamera sicher nachzuführen. Ich hatte früher den Star Adventurer von Skywatcher (gebraucht gekauft für 250€) inkl. Polhöhenwiege und diversen Zubehör. Ist nicht gerade das leichteste aber sehr stabil und führt bei genauer Einnordung auch super nach - der hatte auch einen Anschluss für einen Autoguider. Funktionierte wirklich top und würde ich auch sofort wieder kaufen Wegen zu viel Zeugs im Hobbyraum und mittlerweile 2 Kinder habe ich den wieder verkauft. Hin und wieder würde es mich schon reizen wieder einige Aufnahmen zu machen. Nachdem eine Straßenlaterne direkt in den Garten strahlt und am Wochenendhaus (mit wirklich guten Seeing und dunklen Himmel) ist Polaris hinter den Wald versteckt habe ich es bis jetzt bleiben lassen. Schaue aber hin und wieder falls es mal eine Gelegenheit gibt für ein kleineres Gerät das sich in einer Schublade verstauen lässt. Den MoveShootMove hab ich mal irgendwo gesehen - ist aber ein Exot in Europa und hauptsächlich in Amerika zu finden. Da hab ich dann die Finger davon gelassen. Auch weil die Einstellungen über Bluetooth und App realisiert sind - da hab ich schlechte Erfahrungen gemacht. Läuft die App auf einer neuen Android Version nicht mehr, ist das Teil wertlos. Als wirklich klein, leicht und gut nachführend sollte der OMEGON MiniTrack sein. Der kommt auch ohne Batterien aus und hat durchwegs gute Rezensionen. Den werde ich mir zulegen, sobald genug Platz geschaffen wurde. Eine Polhöhenwiege, Getriebeneiger oder wirklich stabiler Kugelkopf ist trotzdem Pflicht dafür.
  23. Ich verstehe, dass es hier bei den gewünschten Nachführungen eher um die Gerätschaften geht, die auch Teles "wuppen". Aber bevor ich jetzt ein neues Thema für meine Frage erstelle, häng ich die hier mal an. Was haltet ihr von so kleineren Geräten wie den MoveShootMove? Vor allem im sehr weiten Weitwinkelbereich? Mir geht es primär um Bilder der Milchstraße ohne viel Stacking-Aufwand. Und eben auch mal länger als 20-25 Sekunden belichten zu können.
  24. Heute wurde erstmalig eine Camera am James Webb Weltraumteleskop eingeschaltet. Sie ist auf den Stern HD 84406 im Sternbild Große Bärin / großer Wagen gerichtet. Mit dem wurde jetzt mal begonnen, die einzellen Spiegel auszurichten, was viele Wochen braucht. Egal: Was hat es hier zu suchen ? Nun den Stern mig mag +6,5 herum kann man ziemlich leicht finden auf jedem einfachem Foto. Jetzt gerade wird es dunkle und der Kopf der "großen Bärin" steht schon höher über den Osten und wandert im Lauf der Nacht über unser Köpfe hinweg. Also wer Lust hat, das Pünktchen zu finden, macht mal mit viel ISO und eher Weitwinkel ein Bild der Gegend. So kann man mehr Licht sammeln in den paar Sekunden die man Zeit hat bei fixer Kamera am Stativ. Richtwert als maximale Belichtungszeit: 100/Brennweite = Sekunden besser aber so 80/Brennweite. Viel Erfolg - anbei ein Bild das ich mit dem 12mm machte. Der Stern ist mit grünem Pfeil markiert.... Viele Erfolg Siegfried
  25. Wieso? 200 mm an APS-C sind etwas völlig anderes als 400 mm an µFT (da lag ja unser Verständigungsproblem), die Plejaden sind ein tolles, aber aufgrund der Helligkeit auch einfaches Motiv, der Rest ist dann eine Frage der Ansprüche ans Bild - das ist doch aber immer so. Natürlich ist es nur eine Vermutung, aber ich gehe davon aus, dass jemand, der ein dutzend Kilos an Ausrüstung auf einen Berg trägt hinsichtlich der Qualität etwas mehr erreichen will. Und von Unmöglichem wurde hier gar nicht gesprochen, sowas gibt es nicht. Aber wie in der normalen Photographie auch muss man sich halt überlegen, ob Glück und Zufall wirklich das Ziel sind, und beides braucht man umso mehr, je näher man den Grenzen kommt (bzw. wenn man diese überschreitet, je nachdem was man als "Grenze", die es ja so auch nicht gibt, definiert). Meiner Ansicht nach sind Reproduzierbare Ergebnisse der sinnvollere und langfristig befriedigendere Weg, aber auch das darf jeder gern anders sehen. Was er dort zeigt ist ein guter Eindruck davon, was längere Belichtungszeiten bewirken, und dass Astrophotographie für den Einstieg auch ohne viel Technik möglich ist, auch wenn die sinnvolle Motivauswahl auf Dauer wahrscheinlich nicht zufrieden stellen wird. Etwas verwundert bin ich über seine Montage auf dem Star Adventurer, da wären auch noch deutlich längere Belichtungen als nur 30 Sekunden möglich gewesen, was den Unterschied nochmals klarer gemacht hätte. Denn letztlich macht man sich den Aufwand ja genau darum.
  26. Nun kommen wird doch der Sache Näher: Nehmen wir doch diese Beispiel eines einfachen Youtube Videos. Wenn ich z.B. alles hier haargenau wörtlich nehmen würde als das was geht und was nicht dann wäre das was in dem Video gemacht wird entweder ein Ding der Unmöglichkeit oder auf der 1-10 Scala ein minus null 😉 Und wenn er das mit dem Startadventure und einem 200er bei 300mm hinbekommt…. Was will ich mehr. B
  27.  

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