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Landschaftsfotografie & Fokus Bracketing

14. November 2017 - 12:06

Hallo Kollegen,

wer hat Erfahrungen mit Fokus Bracketing in der Landschaftsfotografie?
Es geht darum vom nahen Vordergrund (z.B. ein Felsbrocken) bis unendlich alles knackescharf darzustellen. Je nach Brennweite und Blende ist es schwierig alles möglichst scharf zu bekommen. Dafür bietet sich eigentlich Fokus Bracketing an.

Danke für Info. RFA

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14. November 2017 - 15:04 changed 14. November 2017 - 15:04

Schau mal hier:

https://www.oly-forum.com/forum/fotopraxis-hilfe/fokus-bkt-stacking-extrem

Thema ist zwar keine typische Landschaftsaufnahme, aber mit den gleichen Problemen.

Fokus-Stacking hat seine Grenzen :-)

Gruß Dieter

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14. November 2017 - 16:02 changed 14. November 2017 - 16:02

Hallo Tarnkappe,

ich habe mir DOF 4.0.15 for windows geholt. Damit läßt sich auch das Fokusbracketing berechnen. Bei Makroaufnahme habe ich das schon mit Erfolg gemacht, wobei ich PS CC verwendete. Mit einem ausreichend schnellen Rechner funktioniert das auch prima. Bei Landschaftsaufnahmen mit 1m - unendlich ist die Frage der Schrittweite. Leider gibt es dazu keine Angaben woran man sich orientieren soll. Offensichtlich hilft da nur ausprobieren. Ich tendiere eher zjm Maximum "10". Bei Makroaufnahmen blieb ich bei 1-3 Schrittweite.

RFA

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14. November 2017 - 16:02 changed 14. November 2017 - 16:02

Hallo Tarnkappe,

ich habe mir DOF 4.0.15 for windows geholt. Damit läßt sich auch das Fokusbracketing berechnen. Bei Makroaufnahme habe ich das schon mit Erfolg gemacht, wobei ich PS CC verwendete. Mit einem ausreichend schnellen Rechner funktioniert das auch prima. Bei Landschaftsaufnahmen mit 1m - unendlich ist die Frage der Schrittweite. Leider gibt es dazu keine Angaben woran man sich orientieren soll. Offensichtlich hilft da nur ausprobieren. Ich tendiere eher zjm Maximum "10". Bei Makroaufnahmen blieb ich bei 1-3 Schrittweite.

RFA

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14. November 2017 - 17:10 changed 14. November 2017 - 17:10

Schrittweite 10 ist zu gross Scrittweite 3 ist am besten

dann mit dem 12 40 oder 7 14 Pro da reicht auch das 8er stacking aus der Kamera bei Blende 4 oder 5.6

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14. November 2017 - 17:10 changed 14. November 2017 - 17:10

Schrittweite 10 ist zu gross Scrittweite 3 ist am besten

dann mit dem 12 40 oder 7 14 Pro da reicht auch das 8er stacking aus der Kamera bei Blende 4 oder 5.6

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14. November 2017 - 20:02 changed 14. November 2017 - 20:02

ich habe eine 1,8km lange Alle fotografiert mit dem 40-150 bei 150mm, schritt 10 unbrauchbar bar, 4 Aufnahme, anschließend schritt 1, 23 Aufnahmen , die gesamte Alle von ersten Focuspunkt bis zu Ende, alles Rattenscharf,

HG Frank

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14. November 2017 - 20:16 changed 14. November 2017 - 20:16

10 macht Lücken im Stack. Und zwar große Lücken. Sobald man eine durchgehende Linie bis unendlich hat, kommt man um 3 oder weniger nicht rum. Aber wenn man zum Beispiel ein Vordergrundmotiv hat und dann die Bergkette im Hintergrund scharf haben will, ist 10 prima. Kein Mensch braucht die Luft dazwischen scharf....

Kommt halt wie immer drauf an.

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14. November 2017 - 21:00 changed 14. November 2017 - 21:03

Hallo Frank

den gleichen Versuch mit der selben Allee und dem gleichen Objektiv habe ich auch gemacht

allerdings Schrittweite 3 alles rattenscharf aber sieht bei mir irgendwie unnatürlich aus

ich habe auch mit dem 7-14 gestackte Bilder von Frontlinse bis Horizont gemacht, aber irgendwie könnensie mein kaltes Herz ❤️ nicht erwärmen

Gruß von

schappi

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15. November 2017 - 6:20 changed 15. November 2017 - 6:20

Ich hatte die Frage vor paar Monaten auch mal gestellt. Damals hieß es Sensorbedingt reicht f/8 bzw. f/11 vollkommen aus wenn vorne bis hinten alles scharf sein soll.

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15. November 2017 - 6:32 changed 15. November 2017 - 6:33

Wobei man das nicht mit dem vergleichen kann, was man durch Bracketing erzielen kann.

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15. November 2017 - 7:30 changed 15. November 2017 - 7:30

Wobei man das nicht mit dem vergleichen kann, was man durch Bracketing erzielen kann.

Weil? Wo liegt der Unterschied im fertigen Bild?

VG, Andreas

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15. November 2017 - 7:41 changed 15. November 2017 - 7:41

Weil? Wo liegt der Unterschied im fertigen Bild?

Weil es nicht geht. Wenn wir eine Nahgrenze von 50cm annehmen, dann benötige ich bei Blende 11 eine Brennweite von 9mm oder kürzer, um von vorn bis hinten alles scharf zu bekommen. Sobald meine Brennweite länger wird, geht das nur noch mit Fokus-Bracketing. Beim 12-40 liegt die HyFo am kurzen Ende bei Blende 11 bei fast zwei Metern. (Und dorthin muss ich aber auch scharf stellen. Wenn ich den Fehler mache, und auf 0,5m scharf stelle, dann ist meine Schärfentiefe nur noch 28cm....)

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15. November 2017 - 7:43 changed 15. November 2017 - 7:43

ok, verstanden. Vielen Dank.

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15. November 2017 - 7:23 changed 15. November 2017 - 7:23

Sensorbedingt

Es kommt auf die Brennweite an, nicht auf die Sensorgröße. Und zwar auf die reale Brennweite, nicht irgendwelche "'äquivalente". Mit einem 7,5mm-Fish kommt das mit Blende 11 ziemlich gut hin, so man auf die Hyfo scharf stellt. Schon beim 9mm Fishcap reicht Blende 8 nicht mehr aus. Die Hyfo reicht hier nicht an die Naheinstellgrenze ran.

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15. November 2017 - 6:43 changed 15. November 2017 - 6:43

Hallo Tarnkappe,

ich habe dieses Bild meines Wissens mit Schrittweite 3 gemacht. Ich zeige es deswegen, weil es mir eigentlich nicht gelungen ist.

https://www.flickr.com/photos/turbok/34660154231/in/album-72157633907328872/

Gestackt hatte ich es mit Helicon. Ich wollte eine scharfe Blüte im Vordergrund aber auch die Vielzahl der Blüten im Hintergrund scharf haben. Wäre wahrscheinlich mit dem Handy leichter gewesen aber genau dieses Thema hat mich damals beschäftigt.

Was ich an diesem Bild zeigen will, ist das Problem, dass die weißen Narzissen im Hintergrund die schärferen Kontrastunterschiede haben und deshalb von der Software bevorzugt werden. Dadurch entstehen Lücken bei der im Vordergrund befindlichen Iris.

Ich habe es noch mit keiner anderen Software probiert aber kontraststarker Hintergrund ist diesbezüglich ein eigenes schwieriges Thema.

Grüße

Kurt

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15. November 2017 - 7:19 changed 15. November 2017 - 7:19

Ich bin eher der Meinung, es ist umgekehrt. Aussen um die Iris im Vordergrund ist ganz viel unscharfer Hintergrund. Grund ist, dass hier der Zerstreuungskreis des Vordergrundes so schnell wächst, dass es vom Hintergrund überhaupt keine scharfen Bilder gibt. (Oder die Iris hat sich bewegt und in der kurzen Zeit, in der dieser Bereich scharf gewesen wäre, diesen überdeckt.) Müsstest Du mal die Einzelbilder checken, wo da das Problem ist.

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15. November 2017 - 8:38 changed 15. November 2017 - 8:38

In die Größe der Unschärfe (engl. blur) gehen meherer Faktoren eine: Brennweite, Blende, Chipgröße, Wellenlänge, um die Wichtigsten zu nennen. Die Beugung des Lichtes spielt eine ebenso wichtige Rolle, deshalb bringt eine beliebig kleinere Blende (max. Bl.zahl) keine Verbesserung. Eine sehr gute Erklärung des Phänomens findet ihr hier: https://drive.google.com/drive/folders/0BzcPdlBPARnEdE1zLXh6TkZiLWc.
Die dazugehörige Apps DoF 4.0... habe ich schon genannt. Aus diesem Grund ist es nicht möglich bei längeren Brennweiten (schon ab 25mm Olympus) alles von 0,5 bis unendlich scharf zu bekommen, wie mein Vorredner schreibt. Für diese Fälle bringt Fokus-Bracketing eine Lösung. Ich habe gelernt die Schrittweite bis max 3 zu benutzen. Übrigens liest man in der Literatur man solle auf die Hälfte, andere auf ein Drittel der Hyperfokus-Distanz scharf stellen.

RFA

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15. November 2017 - 11:39 changed 15. November 2017 - 11:39

Übrigens liest man in der Literatur man solle auf die Hälfte, andere auf ein Drittel der Hyperfokus-Distanz scharf stellen.

Probier das aus und Du wirst in Zukunft andere Literatur verwenden. Oder die haben sich etwas ungenau ausgedrückt. Oder mehrere Dinge durcheinandergewürfelt. Die Hälfte der HyFo ist die Entfernung, ab der alles scharf ist, wenn man auf die HyFo scharf stellt.

Und ein Drittel einer Entfernung kommt vermutlich daher, dass sich der Schärfebereich bei bestimmten Entfernungen nicht nach vorne und hinten gleich lang ausdehnt, sondern zu 1/3 und 2/3 vor und hinter der Schärfeebene. Das ändert sich aber mit der Motiventfernung.

Wer das Ganze nicht so ganz durchblickt hat, kann das schon mal etwas durcheinanderbringen.... (Oder der Lektor fand die verwendeten Sätze zu kompliziert und hat etwas vereinfacht.)

Und nein, die Chipgröße spielt definitiv keine Rolle. Es ist dem Zerstreuungskreis völlig egal, wie groß der Film hintendran ist. Der Zerstreuungskreis ist eine Eigenschaft des Objektivs. Und die Wellenlänge - ja, spielt eine Rolle. Aber wellenlängenabhängige Unterschiede im Zerstreuungskreisdurchmesser nennt man chromatische Aberrationen - und die sind eigentlich Fehler des Objektivs. Ein gutes Objektiv sollte im sichtbaren Licht so korrigiert sein, dass man eben keine solchen Unterschiede hat.

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15. November 2017 - 16:30 changed 15. November 2017 - 16:30

Hallo, was das scharf stellen angeht 1/2 bzw. 1/3 von der Fokusdistanz habe ich mich vielleicht falsch ausgedrückt. Du hast das richtig gestellt.

Die chromatische Abberation ist wie du sagst die Eigenschaft eines optischen Elements (Linse), sie ist wellenlängenabhängig. Darüber hinaus gibt es aber noch den Beugungskreis. Diese ändert sich mit dem Durchmesser der Blende exponential.

RFA

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15. November 2017 - 23:51 changed 15. November 2017 - 23:51

... Für diese Fälle bringt Fokus-Bracketing eine Lösung. Ich habe gelernt die Schrittweite bis max 3 zu benutzen. Übrigens liest man in der Literatur man solle auf die Hälfte, andere auf ein Drittel der Hyperfokus-Distanz scharf stellen.

RFA

Eine sinnvolle Interpretation der gelesenen Literatur ergibt sich, wenn statt "Hyperfocus-Distanz" Schärfentiefe gemeint ist. Diese Möglichkeit bietet dir sinnvollerweise Olympus an:

Schrittweite 3 eine ganze ST Änderung der Focus-Distanz, Schrittweite 1 und 2 entsprechend weniger (die Hälfte?) und beim nachfolgenden Stacken mit entsprechend mehr Überlappung der Schärfebereiche.

Mein Bruchteil eines Groschens mit Gruß,

Gerhard

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15. November 2017 - 8:40 changed 15. November 2017 - 8:40

Hallo Kurt,

dass die weißen Narzissen im Hintergrund die schärferen Kontrastunterschiede haben und deshalb von der Software bevorzugt werden.

Das ist genau der Job, den die Stackingsoftware machen soll und auch macht :-)

In deinem Beispiel liegt das Problem an zu großen Fokusebenensprüngen in deinem Motiv.

Dass einzelne Blätter im Vordergrund "glasig" abgebildet werden lässt sich durch die Einstellungen in Helicon vermindern. Bei den Übergängen vom Vordergrund zum Hintergrund hat die Software in deinem Beispiel keine Chance. Wie Reinhard schreibt, gibt es aufgrund des Zerstreuungskreises des Vordergrunds in der BKT-Serie kein einziges Bild, in welchem der Übergangsbereich scharf abgebildet wird. Die Software kann diese Bereiche nur mit Mischbildern füllen, von denen keines wirklich scharf ist.

Die von Frank zitierte Allee hat keine dieser Fokusebenensprünge (die sich besonders im Nahbereich negativ auswirken). Hier bringt das Stacking auch hervorragende Ergebnisse.

Gruß Dieter

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