Abend auf dem Dach der Kitzbühler Alpen. Beim Warten auf die Mondfinsternis ist dann noch ziemlich frisch geworden. Lange hatte es gedauert bis sich der Erdtrabant dann endlich hinter Schleierwolken zeigte.
Zu den Weihnachtsfeiertagen gab es ja eine klare Nacht. Bedingt durch die Weihnachtsfeiertage aber nicht besonders dunkel. Also hatte ich mir zuerst mal ein recht helles Objekt für das Teleobjektiv gesucht und in der Gegend um die Gürtelsterne des Orion gefunden. Wider Erwarten war es dann auch nach Mitternacht noch klar und so versuchte ich noch schnell ein zweites Objekt.
Das Frühlingsternbild des Löwen war schon recht hoch und so richtete ich dann das Objektiv gegen den hellen Hauptstern Deneb.
Der liegt an der Ekliptik und immer wieder ziehen dann da der Mond und die Planeten vorbei. An diesem Tag allerdings auch der Interstellare Comet 3I/ATLAS.
Viel kann man sich da mit einem 135mm Objektiv nicht erwarten, aber es gibt da auch noch gleich ein kleines schwächeres Objekt unmittelbar beim Regulus: Leo-I. Tatsächlich konnte ich in einem Testbild sogar 3I/ATLAS erkennen. Er war so um die 280 Mio km weit weg und die Helligkeit bewegte sich wohl so um die +11 - +12 mag.
Zum Bild:
Regulus unübersehbar mit seiner Helligkeit von +1,4 mag, der 21 hellste Stern. Er ist mit 12 000 Grad recht heiß, daher blau/weis. Von uns steht er 79 Lichtjahre weg und leuchtet 150x heller als unsere Sonne.
Darüber links Leo-I eine Zwerggalaxie. Mit 800 000 Lichtjahren eine der am weitest entfernten Galaxien unserer lokalen Gruppe. Sie ist um die 7000 Lichtjahre groß und im Zentrum sitzt wohl ein schwarzes Loch mit in etwa der Größe, wie das in unserer Milchstraße. Die Größe am Himmel liegt bei 12x8 Bogenminuten (Mond hat um die 30). Entdeckt wurde sie 1950 auf Fotoplatten der 1,2m Teleskop auf Mt.Palomar. Die Helligkeit liegt bei +10,8 mag.
In etwa dieselbe Helligkeit wie Leo-I war bei 3I/ATLAS zu erwarten. Das ist der kleine grünliche Oval Fleck links von 31 Leo (rechts unter Regulus) zu finden.
Am 16.3.2026 wird 3I/ATLAS in der Nähe des Jupiter vorbeifliegen. Wobei es aber immer noch 53 Mio km sind. Der Vorbeiflug nahe Mars, waren 29 Mio km. Unsere Raumsonden da machten zwar Bilder aber so ganz sind sie zur näheren Untersuchung für so etwas nicht wirklich geeignet. Dafür aber konnten erste spektroskopische Analysen gemacht werden.
Anders als unsere Raumsonde Juno beim Jupiter. Da wurde vorgeschlagen, dass man dann mit dem Resttreibstoff näher ranfliegen könnte. Allerdings kommt man nicht näher als 27 Mio km ran und man müsste die restliche Zeit die die Raumsonde am Jupiter verbringen kann opfern. Wird man auch nicht wollen. Man weiß ja seit langem, dass es "nur" ein Komet ist, wenn auch von außerhalb unseres Sonnensystem. Sicher kein Raumschiff was da immer so zu lesen war.
Technisches: Objektiv: Samyang 135/2, 61 Bilder mit 40 Sekunden Belichtungszeit wegen des hellen Himmels wurden verarbeitet. ISO war 1250, Kamera war die OM-5 Astromodifiert. Aber bei solchen Bildern ist jede normale auch so gut. Nachgeführt mit StarAdventurer. Asuarbeitung mit PixInsight
Meistens am frühen Sonntagvormittag, bevor die Besucher der Herrenhäuser Gärten, Berggarten, Schloß, ... kommen, versuche ich Eindrücke aus meinem Stadtteil zu vermitteln.
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