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Die PEN, OM-D & E-System Community

Mond



Gleich vorweg - ich hab die Originalauflösung (allerdings JPG) hochgeladen das Bild hat fast 1 MB....


Letzten Freitag habe ich den Mond durch die hohen dünnen Wolken fotogrfiert und gleich mal die Serienbildfunktion und Electronic shutter probiert. So kommen ja ruck zuck einiges an Bildern zusammen.

Einen Stapel von 154 Bildern habe ich dann mit Fitsworks zusammenrechnen lassen, was jetzt am "Wochenendcomputer" fast einen Tag in Anspruch genommen hatte. Dann noch schnell versucht etwas mehr herauszukitzeln. Ging weniger als ich dachte und man muss halt den Grad finden zwischen einzelne Details und gesamt Eindruck, der dann bald als überschärft daherkommen kann.
Eine ORF HR Bild habe ich auch versucht, zu bearbeiten, was zwar ein größeres Bild erzeugt, aber in Summe kann es, wie zu Erwarten, nicht mit Stacks der normalen 20MPixel mithalten.

Noch schnell die Eckdaten: Kamera: E-M1.II am "Newton ohne Namen" 200/800mm. 1/160s ISO200 F/4 Verwendete Software: Fitsworks, PixInsight, ACDSee 10 Ultimate.

Siegfried

 


Empfohlene Kommentare

Und wieder eine super Aufnahme unseres Mondes.

Und so einfach mal  am Freitag 154 Bilder gemacht und dann zusammenrechnen lassen und dann noch mit ...und mit  ... bearbeitet. Wieviel Arbeit steckt denn am Ende in solch einem Bild?

Gruß

Jürgen

Nachtrag: 5*****

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Hallo Jürgen,

Wenn man davon absieht, wie lange man braucht, bis man die Software im Griff hat, sogar relativ schnell.

Ich hab die Bilder halt durchgesehen mit ACDSee  (1:1 Ansicht) und die sehr schlechten gelöscht. Dann sind eben die 154 übrig geblieben. Dass es solange dauerte, das zu verrechnen, habe ich nicht geahnt...
Beim initialen Prozess wo die Bilder auf Übereinstimmung und Qualität (Luftflimmern) geprüft werden fragt Fitswork halt ab und an, ob der Ausschnitt richtig liegt, also immer wieder man ein Blick auf den Schirm und bestätigen. Das war in so ca 1. Stunde erledigt. Danach kam offenbar der große Hammer und am nächsten morgen stand der Prozess bei 43% und ist halt dann so um 19:30 fertig geworden. Das läuft alles im Hintergrund.
Das Ergebniss war dann ein 32bit FITS File mit überschaubaren 240MB. Hab ich dann direkt im PI weiterverarbeitet. Da hat jemand jetzt ein tolles Script geschrieben, dass mir den Weißabgleich abnimmt,  was aber auch händisch grad mal ein paar Minuten dauert. Dann einfach die Farbintensität erhöht, nach gefallen.
Der längste Teil, wohl in Summe so ca 30 Minuten war es, die richtigen Parameter beim Schärfen zu finden. Da ist wirklich jedes Bild eigen. Die Parameter vom letzten Mondbild haben überhaupt nicht gestimmt und auch Werkzeuge beim letzten haben nicht so gegriffen wie ich es erwartet hatte.
Letztlich hat einfach ein 3 maliger Einsatz einer MultiscaleLinearTransformation zum Ergebnis geführt, wobei bei den ersten zwei mal die selben Einstellungen verwendet wurden.
Auch das klingt natürlich ziemlich heftig, aber es läuft einfach dahingehend hinaus, dass das Bild intern in verschieden Wavelets zerlegt wird: Also in Strukturen mit 1x1 Pixel, 2x2, 3x3, 4x4 ... und Rest enthalten. Das Rauschen und kleine Strukturen liegt also in den Layern 1-2 (3)  und wenn man da die Paramater ändert, kann man sich hintasten, bis es einem gefällt.
Ist dann in etwa so, wie man sich mit maskierten Rauschen/Entrauschen spielt bei anderer Software.

So gesehen dauerte die Nachbearbeitung des Stacks also vielleicht  30-45 Minuten. Also durchaus im Rahmen.

Deep Sky Bilder (Objekte außerhalb des Sonnensystem) brauchen in der Regel schon ab 3-4 Stunden Bearbeitungszeit. Wobei aber ein "Quick und Dirty" Bild, das aber bereits ein recht guten Eindruck des fertigen Bildes zeigt, schon in 15-30 Minuten möglich sind.
Was halt wirklich Zeit kostet dann, die feinen Details herausarbeiten. Das ist dann meist ein sehr iterativer Prozess. Und wann ist ein Bild schon wirklich fertig ?.

Siegfried


 

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Hallo Siegfried!

Echt tolles Ergebnis!

Das hab ich mir bei der Mark II auch schon gedacht dass die krasse Bildrate gerade bei Mond und Planeten doch was bringen müsste. Du hast es hiermit bewiesen, neben z.B. dem Schwenkdiplay und dem HighRes Modus war das eines der Pro's für die Mark II. Tja jetzt hab ich mich halt für die Alte entschieden, reib mir das bitte nicht mehr all zu oft mit solchen Bildern unter die Nase!
(Aber ich schau mir solche Bilder zu gerne an, also werd ich das schon durchstehen - nur weiter so!)

;-)

Viele Grüße,
Karl

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Karl, ich glaub es ist bei so einem Bild wohl so gut wie kein Unterschied ob es aus einer neueren oder älteren OM-D stammt.

Da spielen atmosphärische Bedingungen und Bearbeitung eine viel größere Rolle.

Natürlich bringt die höhere Framerate was, aber letztendlich zählt die Gesamtzahl und wie gut da die Einzelbilder sind. Das Problem ist halt wirklich, dass man in Datenmengen untergeht. Beim Mond geht das ja noch, der ist ja groß, aber bei Planeten wäre es halt schön, wenn man nur einen kleine Teil des Bildes speichern könnte. Also so etwas wie es bei Astrokameras ROI (region of interest) genannt wird. Dann hat man nur das Interessante gespeichert, und man kann höhere Bildraten erzielen. Das ist vor allem bei Jupiter wichtig, denn nach 1 Minute hat er sich so weit gedreht, dass es verwischt...

Ich hab mir auch ein HR-RAW vom Mond damals vorgenommen:

Bei einem Einzelbild, das wirklich groß ist, konnte ich mit den üblichen Verfahren keine Verbesserung erzielen. Es werden dann all zu sehr die Artefakte der Sensorstrukturen hervorgehoben. Da hilft wirklich nur, einige Bilder (10-30 sollten reichen) zu mitteln. Aber die Datenmenge schafft halt leider keines der Stackprogramme, die ich so kenne.

Was man aber machen könnte: Beim Stacken trizzeln, dann erhält man auch ein HR-BILD, das dem eines HR-Bildes nahekommen sollte. Dabei werden die Pixel verdreifacht (geht auch mehr, aber alleine die Datenmenge wird schon bei 3x gewaltig), und dann übereinandergelegt.

Siegfried

 

 

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