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Eine Stunde klarer Himmel

iamsiggi
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Nach gefühlter langer Zeit ohne Astrofotografie (14 Tage Schnorcheln) und 14 Tage Hochnebel...klarte der Himmel letzten Sonntag für eine Stunde auf - zwischen 23:00 und 24:00.

Dank meiner kleinen Nachführungsmöglichkeit inform des "Star Adventurers" konnte ich versuchen diese Zeit zu nutzen. Und zwar am wohl bekanntesten und hellstem Objekt unseres Himmels, dem Orion, das dominierende Sternbild am Winterhimmel.

Verwendet hatte ich meine klarglasmodifizierte E-PL6 mit dem mFT75/1.8 und dem Haida UVIR750nm Filter (das zumindest weiteres IR Licht aussperrte).

Ich wählte aus dem Bauch heraus: ISO400 bei Blende 2,8 und belichtet gleich mal 37x 60 Sekunden  und dann mit 25 Sekunden Belichtungszeit Mehr als 25x ist es nicht geworden, denn dann war der Himmel dicht.....

Hinterher machte ich gleich einige "Flats" solange die Optik nicht angelaufen war. EInfach im "A" Modus bei selber Blende und +1,7Blenden Belichtungsshift eine uniforme weise Lichtquelle fotografieren. Da sind dann alle optischen Fehler "verewigt". Einige BIAS (Verstärkerrauschen bei kleinst möglicher Belichtungszeit ohne Licht). welche man braucht wenn man mit Flats korrigiert. Und natürlich dann noch ca 10 Darks (also selbes ISO und Temperatur und Belichtungszeit) wie die gleiche Zeit wie die "Lights" (=Bild mit Motiv). Bequemer weise geht da ja mit dem Serienbildmodus. Also Objektivdeckel drauf und mit 1 Minute und eben die auch mit 25 Sekunden "belichten". Den Dunkelbildabzug (Darks) hinterher zu machen spart einfach viel wertvolle Zeit am Himmel. Und selbst bei einer Außentemperatur von -2 Grad sieht man noch ab und zu heiße Pixel....

Die Files habe ich dann durchgesehen, zunächst in der Kleinansicht, um die Bilder zu eliminieren wo schon Nebelfetzen durchzogen und dann bei 1:1 um Nachführungsfehler zu erkennen. War aber keines dabei....

DIe ORF's wurden dann allesamt in einem Rutsch gestackt (zum Glück erkennt mein Programm (Pix Insight) dank CDRaw welche Belichtungen bei den Darks zu welchen "lights" gehören und verarbeitet das.

Das Ergebnis wurde dann  automatisch "geebnet" (Helligkeitsgradienten meines Himmels) und es hat zum Glück einiges an Gaswolken die da fast überall sind nicht weggerechnet. (sonst hätte ich händisch korrigieren müssen),
Danach auf einen neutralen Teil des Hintergrunds ein Weißabgleich gemacht. Die Bildwichtigen Teile wurden dann in der Intensität gehoben, ohne den Hintergrund mitzunehmen und die Sterne weiter ausbrennen zu lassen. Die Farbintensität etwas erhöht. An sich war's das dann schon....

Man wird jedenfalls trotz der wohl nur 1 stündigen nicht sonderlich ausgefeilten Bearbeitung sehr vieles finden, was diese Gegend ausmacht.

"Geografisch" ist diese Gegend im "Orion Arm" der Milchstraße zu finden, wo auch wir zu Hause sind. Wir blicken aber nicht in Richtung Milchstraßenzentrum (Sternbild Schütze - da wo jetzt  die Sonne steht) sondern entgegengesetzt. Alles voll mit etwas dichterem Gas. Hier bildeten sich in letzter Zeit viele neuen Sterne, deren energiereiches UV Licht den Wasserstoff zu diesem Roten Leuchten anregen.

Die hellen Sterne kann man alle mit freiem Auge sehen - die ganz hellen (sogar das Zentrum des Orionnebels) sogar in der Großstadt...
Recht schwach dagegen links beim 3. Stern des "Gürtels" unterhalb die bekannte Dunkelwolke inform eines Pferdekopfes vor leuchtenden Wasserstoffschwaden: Der Pferdekopfnebel...

Siegfried
 




 


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