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M13 - der große Kugelsternhaufen im Herkules

iamsiggi
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Trübes Winterwetter schaffte Zeit und so konnte ich mich älteren Bilderdaten widmen.

Im Juli 2017 probierte ich erstmals an 3 verschiedenen Nächten so viel Bilder wie möglich vom M13 - dem großen Kugelsternhaufen im Sternbild Herkules zu sammeln. Außerdem habe ich gleich zwei verschiedene Belichtungszeiten verwendet in der Hoffnung den relativ großen Helligkeitsumfang besser in Griff zu bekommen.

Zum Objekt:
Rund um unser Milchstraße sind ja viele Kugelsternhaufen verteilt. Der M13 ist der größte bei uns sichtbare (schon mit Fernglas) und in einem Teleskop ist er auch mit eigenen Augen eines der Objekt der Sonderklasse.
Er ist nur 25.100 Lichtjahre weit weg und hat einen Durchmesser von 150 Lichtjahren. Mit mehr als 12 Milliarden Jahren ein sehr altes Objekt, wie viele dieser Kugelsternhaufen.
1974 wurde mit dem großen Radioteleskop in Arecibo eine erste Botschaft der Menschheit dahin gesendet..... Die Rückantwort wird also noch etwas dauern ;-)

Technische Daten zum Bildersammeln:
Teleskop; Lacerta "Newton ohne Namen" 200/800 (800mm Brennweite F/4) und Kamera E-M1.II
In Summe sind an Belichtungszeit 22x4 Minuten bei ISO400
und 21x4 Minuten bei ISO800 zusammengekommen.


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Empfohlene Kommentare

Danke Eric,
Es ist ja wirklich bekanntes Objekt und da kann ich immer wieder mal testen,wie gut ich es hinbekomme.

An sich ist es relativ dankbar, zumindest was den Hintergrund betrifft: Da ist es wirklich praktisch schwarz, und so kann man relativ leicht den Hintergrund selektieren um ihn zu glätten, wie man das wegrechnen des Helligkeitsgradienten nennt.
Wenn man das mal hat, kann man recht einfach eine Maske machen, die nur die Objekte enthält.

Siegfried

 

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Mal wieder eine gigantische Astroaufnahme von Dir, sowohl technisch als auch ästhetisch. Mit ästhetisch meine ich die schöne blaue Farbe einiger Sterne im Kugelhaufen und die Linien an den hellen Sternen, welche durch Lichtbeugung an den Haltestreben des Sekundärspiegel entstanden sind. Oberhalb des Haufen ist auch eine kleine Galxie auszumachen (NGC 6207 ?).

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Vlelen Dank, Ralph

Es gibt ja Leute, die lieben diese Spikes der Newtons und rechnen sie extra in Bilder ein, die sie mit anderen Teleskopen machten. Für mich ist es ein "notwendiges" Übel :-)


Die Farben waren alle da und hab ich wie üblich durch Erhöhung der Farbsättigung bekommen.
Im  letzten Schritt machte ich noch einen Luminazauszug den ich danach in einem LRGB Process ins Original RGB einmischte: Dabei kann ich noch etwas an der Farbsättigung und an der Hintergrundhelligkeit drehen, sodass er nicht zu hell oder zu dunkel kommt und man auch sehr lichtschwache Objekte sehen kann, sollte man danach suchen ;-).

Ich musste nach Stacken der einzelnen Nächte einiges wegschneiden da die Rotationen der Kamera nicht genau stimmten, und so sind da nicht die üblichen größeren IC Galaxien als Beifang drauf.... weil etwas außerhalb des Bildfeldes.

Die kleine Galaxie oberhalb rechts der Mitte ist IC4617. Die ist  500 Mio LJ weit weg und hat eine Helligkeit von mag +15,98. Der Rest sind im PGC Katalog, aber da habe keine Entfernungen und Helligkeitswerte mehr gefunden. Ich schätze mal dass Objekte bis mag +18 herum sichtbar sein werden.

Eine 60% Originalauflöungsversion  (Mehr mach t wenig Sinn denke ich) habe ich mittlerweile auf AstroBin geladen: http://astrob.in/full/329277/0/

Siegfried

 

 

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Wow! Wie findest du dich am Himmel mit so einer langen Brennweite zurecht? Ich habe immer Mühe damit, da ich im Sucher die Sterne meistens nicht sehe...

 

Woher hast du das Objektiv?

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Ich verwende eine Montierung die "GoTo" hat.... dann bin ich meist schon recht gut in der Nähe des Objekts.
Mit der LiveView Erweiterung der E-M10.II sieht man das ganze schon recht gut, fast besser als mit dem Auge durchs Okular.

Ist aber auch so relativ leicht  zu finden:
http://www.austrianaviationart.org/cms/m13-der-grosse-herkuleshaufen/

"Objektiv" ist ein gepimptes  SkyWatcher 800mm Newton Spiegelteleskop (200/800). Nennt sich dann "Newton ohne Namen" :
http://www.austrianaviationart.org/cms/fn2008c-flat/

Siegfried

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LiveView am Kameradisplay .....  Es gibt im Menü noch Einstellungen wie LifeView Erweiterung I und II....

GoTo: Anhand von Sternen (ich verwende meist nur einen in der Nähe des Objekts - weil es schneller geht und für mich gut genug ist). Lernt man der Steuerung die Ausrichtung. Danach wählt man aus einer Datenbank das gewünschte Objekt und das Teleskop fährt automatisch hin.
Praktischer weise ist der Stern zum einrichten ja oft relativ hell, sodass ich bei dieser Gelegenheit gleich scharf stellen kann. Und bei meinem Fernrohr bleibt der Fokus dann über die ganze Zeit stabil.

Siegfried
 

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