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Unser Nachbar mit 135mm

iamsiggi
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Zur Herbstzeit werden die klaren Nächte schon wenig, aber vor kurzem war es bis auf etwas hoher Bewölkung für fast eine Stunde relativ klar.

Im Herbst zieht unsere Nachbargalaxie, Andromeda oder kurz M31, über den Himmel und Aufgrund der Bekanntheit und der Helligkeit ist sie für jeden Astrofotografen sicher eines der ersten Objekte an denen man sich versucht.
Allerdings stellt man dann auch bald fest, dass man durch den extremeren Helligkeitsunterschied zusätzlich kaum mit einer Belichtung auskommt, sondern mehr in Richtung HDR gehen sollte.

Aber zum Glück ist es nicht ganz so extrem wie am Orion Nebel, den es im Winter zu sehen gibt, so kann man durchaus aus einem knapper belichteten Bild etwas Nettes erhalten wie man an diesem Bild hoffentlich sehen kann.....

Fototechnisch war es relativ einfach:
E-M1.II und das Samyang 135/2 bei Offenblende Nachgeführt mit dem StarAdventurer. Belichtet wurde bei ISO640 und jeweils 1 Minute, was praktischer weise ja mit der eingebauten Serienbildfunktion geht.

So wurden letztlich dann ca 80 Bilder erhalten und nach löschen der Bilder wo man zu stark die Wolken sehen konnte blieben 47 Bilder für das zusammenrechnen über.  Ganz klar war es nicht, denn um die hellen Sterne waren bereits ein Halo erkennbar.

Andromeda ist 2,5 Mio Lichtjahre weg, und misst 160.000 Lichtjahre im Durchmesser - also ca 1/3 größer als unsere Heimatgalaxie, die Milchstraße. Neuerdings wurde herausgefunden, dass sie trotz der Größe nicht wirklich schwerer als die Milchstraße ist...
Oben links der große Fleck ist M110 und rechts unterhalb kompakter M32, jeweils Begleitgalaxien von Andromeda, so ca. wie die Magellansche Wolken (nur am Südsternhimmel zu sehen) zur Milchstraße.

An dunklen Orten kann man M31 mit freiem Auge verwaschen sehen, mit dem Fernglas wird der Nebelfleck größer, Details wie hier zu sehen sind allerdings nur noch auf den Fotos herauszuarbeiten....

Siegfried

 

 

 

 

 


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Empfohlene Kommentare

Hallo Siegfried,

vielen Dank, dass du deine tollen Aufnahmen hier zeigst und mit uns teilst. Immer wieder hoch interessant deine Erklärungen, wie du diese Bilder gemacht hast. Andromeda ist eines der Objekte, die  ganz oben auf meiner Wunschliste stehen.

Versuche hier eine Aufnahme vom 1.09.2018 anzuhängen als Ooc, auch nicht verkleinert. Aufgenommen mit der E-M1.1. mit meinem neuen 17mmf1,8 bei ISO 1250 und 13Sek. Sollte dies nicht funktionieren, lade ich das Bild in meinen Flickrstream hoch.

Was ist bei entsprechender Bildbearbeitung noch möglich...( mit PSE 11 und wenigen Kenntnissen über Bildbearbeitung)? Und wieviel weiter würde mich eine Nachführung bringen? Dein von dir empfohlener StarAdventurer steht ja, wie du weißt, auf meiner Wunschliste.

Ich hoffe, du bist mir nicht böse wenn ich solche Fragen unter DEIN Bild stelle;-)

Herzliche Grüße Jürgen

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Ist einfach nicht möglich, hier eine vernüftige Ansichtgröße hochzuladen:-(

Hier mein Link zu Flickr und schon mal vielen Dank Siegried!

https://flic.kr/p/P1pyG9

HG Jürgen

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Ein Einzelbild und JPG ist natürlich nicht wirklich geeignet um da was daraus zu machen:

https://www.astrobin.com/full/367191/0/?nc=user

Durch Zusammenrechnen vieler Bilder würde man das Rauschen wegbekommen und die Objekte  verbessern können.

Bei 17mm ist M31 natürlich ein Winzling....

Zumindest hat die Belichtungszeit gepasst, denn die Sterne sind rund geblieben.

Was Du brauchst ist Stacken mit DSS, dann strecken des Ergebnis mit Fitsworks, und da auch gleich den Hintergrund zu ebnen. Danach  Export  und weiter bearbeiten.
Ich habe keine Ahnung ob man mit PSE überhaupt mit Masken arbeiten kann oder in den Funktionen wenigstens den Helligkeitsbereich einschränken kann, wo sie wirken. Denn das macht dann viele Verbesserungen erst richtig selektiv. 
Da kann man aber vieles im Internet lesen.

Siegfried

 

 

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Hallo Jürgen,

Ich habe mein eigenes Bild nicht mehr erkannt

Am Bildschirm hier sieht es zu dunkel aus ....muß man halt selbst so hell machen, wie es einem gut kommt.  Und natürlich wird dann im Ernstfall beim Fotografieren nur die ORF's verwendet.
Wenn es ein Programm nicht kann, dann einfach als 16bit  (manche zeigen es auch als 48 bit (3x16 bit für jeden Farbkanal) TIFF exportieren,  am besten ohne etwas zu verschlimmbessern.  weshalb man meiner Meinung nach nicht wirklich einen speziellen RAW Entwickler braucht.  Sondern nur sehr gute Kenntnisse mit einem echten Bildbearbeitungsprogramm
Aus dem TIFF bezw den Stack daraus kann man dann alles selbst so machen, wie man es dann gerne hätte. Automatiken führen ja meist nur dazu, dass sie vermeintlich schwache Bereiche dann beschneiden oder sonstwie vernichten..... Daher ist es auch recht unerheblich, welche Farben da nach dem Stacken herauskommen, denn es sind ja nur Zahlenwerte. Den Weißabgleich muss man sowieso dann selbst machen.

Siegfried

 

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Danke für das tolle Bild und für die Anleitung. Jetzt fehlt nur noch der Tracker und dann können die klaren Winternächte kommen.

 

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Sabine, und alle Anderen, die sich daran versuchen wollen:

Hier habe ich die ORF's die ich verwendete hinterlegt:

https://fil.email/jHB1i5Ry

sind um die 750MB als ZIP File.

Fast vergessen: noch ein paar Darks:

https://fil.email/B77EIMKP

Siegfried

 

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Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Danke auch für die Erklärungen. Der Andromedanebel sieht ansprechend aus. Was mich, hoffe kriege keine Haue, stört sind die zu vielen Sterne, die den Nebel fast überdeckt.

Andromeda habe ich auch von meinem Standort mit Blick in den Osten gesehen. Bin immer noch nicht dazu gekommen, noch mal zu fotografieren. Meist bin ich spät abends zu müde und leider muss ich rausgehen um weit weg von der Lichtverschmutzung zu sein.

Zwar kein Andromeda zu sehen, aber meine letzte Nachtaufnahme war im April dieses Jahres, mit 17/1,2 bei f/1,6:

(Rechtsklick aufs Bild, Grafikadresse kopieren und im neuen Browser-Tab einfügen, um größeres Bild anzeigen zu lassen)

Gruß Pit

 

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Hallo Pit,

Sagen wir so: Die Sterne habe ich nicht extra beachtet, sondern sind nur so mitgegangen mit der Helligkeit von M31 .......  
Der hellste Stern im Bild unten links der Mitte ist an sich schon der einzige, den wir am Stadtrand gerade noch so sehen können, der Rest ist wesentlich dunkler.

Es gibt ab und zu ja auch Versionen zu sehen, wo man die Sterne komplett weggerechnet hat, finde ich  zwar auch interessant, aber entsprechen dann gar nicht mehr der Realität.

Vielleicht mach ich nochmal eine Version, denn die Farben des M31 sind nicht so, wie ich es gerne hätte, das habe ich nachträglich noch recht unselektiv rot herausgezogen, damit der rote Saum um die Sterne nicht so auffällt .....

Hier kann ich ich etwas Schummeln ;-)

Siegfried

 

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Hallo Siegfried,

wieder eine tolles Astrofoto von Dir. Ich finde die bläulichen Galaxienarme ästhetisch sehr schön. Ich würde dass farblich so lassen, auch wenn es vielleicht nicht ganz real ist. Aber wo gibt es schon ein farblich realistisches Referenzbild von M31 zu sehen, woran man sich orientieren könnte.

Was die Sterne betrifft: Es könnte sein dass Du das 135er Samyang doch etwas abblenden und dafür mit der ISO hochgehen musst um feinere und kleinere Sternscheibchendurchmesser zu bekommen.

Gruß Ralph

 

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Danke Ralph,

Ich muss es einfach neu probieren auszuarbeiten. Bei den Sternen kann man was machen, wenn man viel Zeit investiert. Mit dem erstellen einer  passenden Sternmaske bin ich immer noch sehr auf Kriegsfuß. Das ist in der Theorie einfacher als in der Praxis ;-)

Ich bin ja schon neugierig, ob sich jemand findet mit den zur Verfügung gestellten Rohdaten eine Ausarbeitung probiert ,-)

Siegfried

 

 

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Wieder eine starke Astroaufnahme von dir, toll!!! M31 konnte ich mit dem 8 Zöller auch schon beobachten, aber so schön detailaufgelöst, wie auf deinem gestackten Bild, natürlich nicht.

Grüße Steve

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Hallo Steve,

Außer dass der verwaschene Fleck größer wird habe ich auch noch nie gesehen.

Da mir das aber weit vorher bewusst war, war es klar, dass ich Astrofotgrafie machen wollte.
Da zeigt jedes kurz belichtet Bild sehr viel mehr, als meine Augen sehen. Man könnt es aber sicher kultivieren und müsste sich dafür viel Zeit nehmen.

Eines der wenigen "Deep Space" Objekte, die wirklich auch Visuell toll anzusehen sind ist übrigens M13 - der große Kugelsternhaufen im Herkules.

Siegfried


 

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