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14 Kommentare zum Bild

31. Januar 2012 - 15:49 changed 31. Januar 2012 - 15:49

... das Bild macht mich sehr betroffen und traurig.
Du hast eine beeindruckende Fähigkeit mit deinen Bildern Gefühle zu transportieren und durch die Bildbearbeitung zu verstärken.
LG
Josef

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31. Januar 2012 - 16:21 changed 31. Januar 2012 - 16:21

Warum habe eigentlich immer ich das Missvergnügen, bei Emotionalbildern widersprechen zu müssen? Habe nur ich hier den Knick in der Optik?

Die junge Dame befindet sich erkennbar freiwillig in dieser Pose. Die Augen transportieren nichts von der Angst, die ein Missbrauchsopfer fühlt, nichts von der in sich gekehrten Scham einer missbrauchten Frau. Nichts von den Schmerzen, die eine Vergewaltigung mit sich bringt. Nichts von dem Schmutz, das das Opfer (nicht das Ambiente!) an sich zu haben glaubt.

Allenfalls fröstelt Anja etwas, das war es aber auch. Im Übrigen schaut sie verträumt neugierig in die Kamera.

Nein, nein. Ganz so simpel sollte man mit dem Thema wirklich nicht umgehen. Vergewaltigung ist zu Recht ein Verbrechen (Mindeststrafe 1 Jahr), weil die Opfer schwerwiegend psychisch und teilweise auch physisch traumatisiert werden. Das in einem gestellten Bild nachzustellen, verlangt, wenn es überhaupt gelingen sollte, sehr viel Einfühlungsvermögen von Fotograf und "Opfer" in die entsprechende Situation. Ich bezweifle, dass so etwas "locker" zu bewerkstelligen ist.

Die Absicht des Bildes, das Anliegen gefallen mir sehr gut, die Einschätzung, dass das Bild die Lage treffend widerspiegele kann ich aber leider nicht teilen. Im Gegenteil hat die Szene eine dem Anliegen nicht gerecht werdende erotische Komponente. Ein subtiler Umgang mit dem Thema würde nicht die Nacktheit eines schönen Körpers in den Vordergrund stellen, sondern sich eben mit all den psychischen und physischen Komponenten auseinandersetzen. Dazu müsste nicht einmal zwingend überhaupt eine Frau vollständig sichtbar im Bild sein.

Nota bene: Damit ist nichts gegen die fotografische Leistung als solche gesagt. Ich finde Bildausschnitt, Blickwinkel und Bildkomposition sowie Technik ausgesprochen gelungen. Mir geht es nur darum, erkennbare Fehlvorstellungen darüber, was bei einer Vergewaltigung eigentlich passiert, ins Bewusstsein zu heben. Man kann natürlich auch insoweit anderer Auffassung sein. So kommen ja bekanntlich Darstellungen von Frauen als mehr oder weniger intelligenzfreie, nur so irgendwie humanoide Wesen hier gelegentlich gut an. Auch dagegen habe ich einigermaßen allein gekämpft.

So wird es auch hier sein. Gleichwohl.

LG Albrecht.

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31. Januar 2012 - 16:45 changed 31. Januar 2012 - 16:45

Hallo Albrecht,

Zitat:
Die Absicht des Bildes, das Anliegen gefallen mir sehr gut, die Einschätzung, dass das Bild die Lage treffend widerspiegele kann ich aber leider nicht teilen.

ich habe ja nicht behauptet, dass das Bild die Situation einer missbrauchten Frau exakt widerspiegelt.
Es war nur das Gefühl, das dieses Bild in mir weckt.
Mir persönlich geht es bereits in dieser Form an "die Nieren" - da brauche ich nicht "Mehr".

Beim Rest bin ich 100% bei dir.

LG
Josef

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31. Januar 2012 - 16:56 changed 31. Januar 2012 - 16:56

Zitat:
Warum habe eigentlich immer ich das Missvergnügen, bei Emotionalbildern widersprechen zu müssen? Habe nur ich hier den Knick in der Optik?

Nein Albrecht,
du kannst nur besser sehen, erkennen und erklären.
Deine Bilder, Kommentare und auch dieser Beitrag beweisen das.
Ich bin dir sehr dankbar, dass du dich mit all deinem Wissen, deiner Erfahrung und deiner, von mir hoch geschätzen Stimme, einbringst.
LG
Josef

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31. Januar 2012 - 17:20 changed 31. Januar 2012 - 17:20

Zitat:
Warum habe eigentlich immer ich das Missvergnügen, bei Emotionalbildern widersprechen zu müssen? Habe nur ich hier den Knick in der Optik?

Nein du du hast nur einen sehr guten Blick fürs Detail.

Dennoch transportiert das Bild Gefühle. Dunkles Eck, Gosse, Schmutz und eine junge Frau welche durch ihre Gekauerte Position Hilflosigkeit ausdrückt.
Insofern vermittelt das Bild schon Anteile am Titel.

Das die Frau nun nicht so schauen kann, als ob tatsächlich gerade etwas schreckliches passierte liegt wohl an den nicht (wenig) vorhanden Schauspielerischen Fähigkeiten.

Zitat:
Bildausschnitt, Blickwinkel und Bildkomposition sowie Technik

Naja von oben herab Symbolisiert ja auch Unterwürfigkeit, Erniedrigung....

Zitat:
Mir geht es nur darum, erkennbare Fehlvorstellungen darüber, was bei einer Vergewaltigung eigentlich passiert, ins Bewusstsein zu heben.

Ich denke man kann nur Mitgefühl empfinden. Weil wirklich wissen, kann man erst durch Erfahrung.

Zitat:
So kommen ja bekanntlich Darstellungen von Frauen als mehr oder weniger intelligenzfreie,

Des is jetzt aber wenig fein. Denn ein Bildnis einer Frau egal in welcher Pose hat ja nun wohl wenig mit dem IQ derselben zu tun. Ob Moralvorstellungen wo und wie die Grenze ziehen ist eine andere Frage.

Ich finde es schade, das Frauen in solchen oder sexistischen Darstellungen gezeigt werden. Ich würde viel lieber Bilder sehen, welche Anmut und Liebreiz, Wärme und .... zeigen.

Zitat:
Damit ist nichts gegen die fotografische Leistung als solche gesagt.

Dies Bild ist jetzt für mich ein Beispiel, wo ich behaupten würde, das es auch bei einer weniger guten Qualität (technisch) trotzdem wirken würde. Es spricht einfach die Emotionen an, auch wenn es nicht ganz perfekt (Details, wie Gesichtsausdruck...) ist.
Wobei es durchaus techn. was zu bemängeln gibt. Die Schatten oberhalb vom Mund lassen die Mundpartie etwas einseitig geschwollen ausssehen. Was aber auch zur Verdeutlichung von Misshandlung dienen könnte. Dennoch insofern aber dann zu kurz gesprungen wäre.

LG THomas

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31. Januar 2012 - 20:21 changed 31. Januar 2012 - 20:21

@olybärly

Ich arbeite beruflich mit misshandelten Frauen zusammen, die meisten aiskrank oder drogenabhängig. Der nackte und misshandelte Körper steht sehr wohl im Mittelpunkt. Vor allem für Männer die Frauen weiter ausnutzen und demütigen, sowohl sexuell als auch psychisch.

Die meisten deiner Ausführungen sind gut formulierte Hohlheiten, die zur Realität im Milieu keinerlei Bezug haben.

Trotzdem danke für deine Kritik.

Und das das Bild sexistisch ist? Da sollte man man lieber selber hinterfragen wieso diese Assozierung überhaupt in einem Männerkopf zustande kommt. Da liegt das Problem wohl eher beim Betrachter, nicht beim Bild.

Aber gut des zu Beiträgen anstösst, darum geht ja wohl.

Markus

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31. Januar 2012 - 22:38 changed 31. Januar 2012 - 22:38

Danke für die substantiierte Auseinandersetzung mit Kritik.

Ich lasse mich gern eines Besseren belehren, das gehört zu meinem juristischen Alltag, mich mit Gegenauffassungen auseinanderzusetzen. Ich erwarte aber als Minimum, dass man sich wenigstens mal mit dem Text sachlich auseinandersetzt und vielleicht auch zu allererst einmal liest. Das beginnt damit, dass man mir nicht unterstellen sollte, ich hätte das Bild als sexistisch beurteilt. Ich habe es als zu wenig subtil für einen gelungenen Beitrag zum Thema eingestuft, und das ist etwas Anderes. Mit dem untauglichen Versuch von Totschlagsargumenten - den gar nicht geäußerten Sexismusvorwurf auf den Betrachter zu verlagern zu versuchen - kann ich sowohl leben als auch umgehen.

Mit Deiner Stellungnahme, Markus, ist leider schlicht nichts anzufangen. Du hast Dich als profunder Kenner der Materie geoutet, bietest aber nichts an, um meinem Eindruck etwas entgegen zu setzen, dass diese Frau nicht das ausdrückt, was Du in den Titel des Bildes geschrieben hast. Das musst Du natürlich auch nicht, solltest Dich dann aber auch nicht darüber wundern, dass man Deinen Beitrag nicht als weiterführend ansehen kann.
Gesichter lesen solltest Du mit Deinen von Dir selbst gerühmten professionellen Kenntnissen allerdings schon können. Hier bin ich dann doch etwas erstaunt, dass Du anscheinend die Szene für perfekt oder zumindest fast perfekt gespielt hältst.

Du hast keine Frau fotografiert, die von einer der AIDS-definierenden Erkrankung der Haut oder des Unterhautfettgewebes als indirekte Folge einer unbehandelten oder nicht erfolgreich behandelten HIV-Infektion gezeichnet ist. Das ist kein Wunder, weil das Vollbild von AIDS im Jahre 2012 in Deutschland nur noch selten zu sehen ist (Die falsche Gleichsetzung der Begriffe HIV-Infektion und AIDS ist allerdings - nur - abseits der Kreise, die im weitesten Sinne beruflich oder privat damit zu tun haben, üblich).

Diese Frau ist auch nicht jahrelang drogenabhängig (gewesen), zumindest nicht von Heroin oder Kokain.

Sie zeigt nicht ein einziges Zeichen psychischer oder physischer Beeinträchtigung (vom Eindruck des Fröstelns abgesehen). Dieses Bild bildet auch nicht "das Milieu" ab, ganz absehen davon, dass das gar nicht Dein Bildthema war und überdies HIV und Drogen eher in den Zusammenhang der Prostitution gehören würden als in den Zusammenhang des körperlichen Missbrauchs durch Dritte/Vergewaltigung (man lese die Kursivschrift als Betonung, denn auch diesen Zusammenhang so herzustellen, hieße Vorurteile zu transportieren).

Im Gegenteil lenkt das Bild sogar noch etwas davon ab, dass Gewalt gegen Frauen keineswegs schummrige Kellerräume voraussetzt. Die allermeisten Vergewaltigungen sind Beziehungstaten und finden gerade nicht im Keller oder im Park oder sonstwo statt, wo Max und Erika Mustermann das krimigesteuert vermuten.

Ungewollt wird überdies noch eine völlig absurde Sekundärbotschaft transportiert: "Wer Wände besprüht, vergewaltigt auch Frauen.".

Dazu, dass ich das Thema als solches für fotografisch bearbeitungswürdig halte, hatte ich mich unzweideutig positiv geäußert. Für die Umsetzung bleibt es bei meiner negativen Meinung, freue mich aber darüber, wenn weniger ungehobelte Menschen als ich es bin, die gewollte Botschaft auch so verstehen und für gut umgesetzt halten.

Die Idee, den Begriff Hohlheit oder anders formuliert: Platitüde ins Spiel zu bringen, stammt nicht von mir, aber sie gefällt mir ...

Albrecht

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1. Februar 2012 - 6:20 changed 1. Februar 2012 - 6:20

Wurde ab dem achten Lebensjahr misshandelt, vom eigenen Vater. Besenstil und Flaschen. Konnte mit 16 dem Teufelskreis entkommen. Lebt jetzt in einer deutschen Stadt und arbeitet in der Medienbranche. Richtig. Man sieht ihr nichts an. Ich werd es ihr ausrichten, das sie wohl was falsch gemacht hat.

Hey, ich bin froh das es so ist und sie nicht als Opfer gezeichnet durch das Leben läuft.

Danke für die Diskussion. Ist wichtig.

Markus

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1. Februar 2012 - 6:21 changed 1. Februar 2012 - 6:21

Ach so, das mit der Sekundärbotschaft .... loooooool. Der war gut.

Markus

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2. Februar 2012 - 21:54 changed 2. Februar 2012 - 21:54

Nur um es ein letztes Mal auf den Punkt zu bringen:

Sie hat nichts falsch gemacht, außer, dass sie keine gute Schauspielerin ist und es in dieser Situation nötig gewesen wäre, entweder gut zu schauspielen oder sie in ihr Emotionen hätten hochsteigen müssen von etwas, das hochbelastend in ihrer Vergangenheit liegt und in der Gegenwart ... (kann ich nicht beurteilen).

Für sich genommen schon eine ziemliche Geschmacklosigkeit, wenn man diese Aufgabe an sie herangetragen haben sollte und nicht sie von sich aus auf den Gedanken gekommen ist.

Missbrauch und Misshandlung sind etwas Unterschiedliches.
Wurde sie "nur" geschlagen und/oder (auch) sexuell missbraucht? (Ich möchte darauf keine Antwort, sondern nur auf die Gedankenlosigkeit aufmerksam machen, Bild- und Textsprache für etwas Beliebiges zu halten, nach dem Motto: Ist doch egal, was ich eigentlich sagen/ausdrücken wollte.).

Ich weiß immer noch nicht, welche von den vielen durch die Diskussion eingeführten angeblich gewollten (?) Bildaussagen Dir nun eigentlich am Herzen lag. Titel ist: Missbrauch. Also sexueller Übergriff gegen den Willen des Opfers. Dazu ist genug gesagt.

Nach - jetzt ist klar: sinnlosem - Umweg über Prostitution und Drogen sind wir nun bei Schlägen. Es gilt dasselbe. Alles nicht ausreichend bildlich bewältigt.

Wenn man sagen sollte, dass jemand etwas falsch gemacht hat, dann wohl derjenige, der die Bildaussage geplant hat. Das ist ein gründliches Kuddelmuddel.
Vom schon beklagten Mangel an Subtilität ganz zu schweigen. Es ist und bleibt ein misslungenes Holzhammerbild.

Wie wenig verstanden wurde von der Kritik, zeigt der Satz

Zitat:
Hey, ich bin froh das es so ist und sie nicht als Opfer gezeichnet durch das Leben läuft.

Nichts lag mir ferner, als gezeichnete Opfer sehen zu wollen..
Die These des Bildes ist jedoch, dass man es sähe (welche der Varianten auch immer). Das ist nicht der Fall. Immerhin ein Pluspunkt, dass Du sie über die Anfertigung dieses Bildes hinaus nicht noch mehr misshandelt hast.

Grüße an Anja. Sie ist ok.

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5. Februar 2012 - 16:43 changed 5. Februar 2012 - 16:43

" Immerhin ein Pluspunkt, dass Du sie über die Anfertigung dieses Bildes hinaus nicht noch mehr misshandelt hast."

Das "A-Wort" darf ich wohl nicht schreiben.

Habe selten einen einen sinnloseren Komentar über irgendein Thema gelesen. Hinzu kommt ein extremer Rechtferigungszwang.

Aber immerhin konnten wir herzhaft lachen. Danke dafür.

Markus und Ania.

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21. Februar 2012 - 17:04 changed 21. Februar 2012 - 17:04

Ich war noch kurz vor meinem Urlaub über das Bild gestolpert, hatte aber keine Zeit mehr zu einem ausführlichen Kommentar. Das will ich hier nachholen, wenn auch weniger ausführlich, denn Albrecht hat schon vieles von dem vorweggenommen, was ich hätte sagen wollen.

Zu dem Bild mit Titel möchte ich sagen, dass ich es ziemlich ärgerlich finde. Ohne einen Titel ist das Bild für mich technisch recht gut gemacht, hat aber kaum einen Inhalt anzubieten: eine nackte junge Frau in einer Art Kellerloch mit Graffiti. Was macht sie da? Warum ist sie nackt? Was will der Fotograf uns damit sagen?

Zum Glück nimmt uns der Fotograf das Denken ab und kommt mit dem großen Holzhammer: Missbrauch tötet Leib und Seele! Na Klasse, jetzt wissen wir, woran wir sind und haben auch keine Möglichkeit mehr, dieser Assoziation zu entrinnen. Es reicht auch nicht, dass Missbrauch zu (schweren) psychischen Schäden führt, nein, hier wird gleich die Seele und der Leib getötet. (Ach wie wunderbar subtil war Fassbinders "Angst essen Seele auf" dagegen!)
Nur merkwürdig, dass das Opfer noch höchst lebendig ist und offensichtlich nichts dagegen hat, sich nackt in einer für ein Missbrauchsopfer äußerst kompromittierenden Weise ablichten zu lassen.

Was du mit dem Foto und dem Titel tust, nennt man landläufig Manipulation. Ich finde das für mich als halbwegs gesunden und stabilen Erwachsenen nicht so schlimm, ich kann mich ja abschotten oder wehren.
Ob sich Anja, wenn sie denn ein solches Opfer ist, wie du es beschreibst, deiner Manipulation erwehren kann, wage ich allerdings zu bezweifeln.
Die Tatsache, dass sie mit dir zusammen über Albrechts Beitrag "herzhaft gelacht" hat, bestärkt mich nur in dem Zweifel.

Dass du Albrechts Kommentare "sinnlos" nennst, zeigt, dass du sie entweder nicht gelesen hast oder wenn doch, ihnen geistig nicht folgen konntest. Anhand deiner Kommentare vermute ich Letzteres.
Über deine Projektion "extremer Rechtfertigungszwang" musste ich wiederum herzlich lachen.

Wolfgang

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23. Februar 2012 - 10:36 changed 23. Februar 2012 - 10:36

Guten Morgen Wolfgang.

Danke. ;-)

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29. Dezember 2016 - 10:43 changed 29. Dezember 2016 - 10:43

Viele deiner Arbeiten erzählen Geschichten, das ist für mich lebendige Photographie. Mir geht es beim Betrachten oftmals so, als wäre ich mittendrin im Geschehen.

Dieses Photo erzählt zum einen, eine bittere Realität - https://www.frauen-gegen-gewalt.de/gewalt-gegen-frauen-zahlen-und-fakten.html - zum anderen sieht man die Hoffnung, die Bitte, " tus nicht" in den Augen von Anja.

Leider sieht das nicht jeder ...

Liebe Grüße und Danke für deine bewegende Art zu photographieren

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