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Rob. S.

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  1. Aber für wieviele Fotointeressierte ist das genug, um einen Neukauf im vierstelligen Euro-/Dollar-/Pfund-Bereich zu rechtfertigen, zumal wenn schon die Vorgängerkamera vorhanden ist, die selbst von diesen "kleinen" Zusatzfeatures bereits einige hat...? Das war ja im Grunde die Frage, die ich hier aufzuwerfen versucht habe, und die stellt sich bei den anderen Herstellern ja auch schon seit Jahren ganz ähnlich, weswegen, wenn überhaupt einer, kaum einer davon noch "gesund" ist. Und ich behaupte, selbst ein nochmal etwas besserer Sensor würde es nicht mehr rausreißen, weil der 20-MP-Sensor für einen zu großen Teil der Zielgruppe längst gut genug ist. Viele haben sich ja sogar schon schwer getan, den Preis einer E-M1 II zu zahlen, sowohl für den begrenzten Vorteil gegenüber dem vielfach als völlig ausreichend empfundenen 16-MP-Sensor, als auch für die Zusatzfeatures; all die Jahre zuvor hatte sich doch auch ohne sie ganz hervorragend fotografieren lassen und man hatte kaum etwas vermisst. Ich wollte darüber hier gar nicht reden, aber dennoch ist die Beobachtung natürlich nicht ganz von der Hand zu weisen, dass speziell Olympus mindestens seit Erscheinen der E-M1 II in dem, was allgemein als Kernkomponenten einer Kamera angesehen wird, in dem, was wirklich Geld gekostet hätte, tatsächlich keinen Fortschritt mehr gemacht hat. Nun kommt eine Entscheidung wie die Abgabe der Kamerasparte halt auch nicht heute auf morgen; angesichts dieser Entwicklung fügt sich das alles plötzlich ins Bild. Dennoch, mehr Fortschritt hätte Olympus eben wegen der genannten Zusammenhänge heute auch nicht soviel besser dastehen lassen. Genausowenig wie die Konkurrenz, bei der es hier und da vielleicht etwas mehr Kernkomponenten-Fortschritt gab, soviel besser dasteht. Wie gesagt – ja, Olympus hat, wie alle anderen, so seine Fehler gemacht, aber ich glaube eben nicht, dass die an der ökonomischen Entwicklung "schuld" sind. Die Ursache dafür sehe ich schlicht in den ganz normalen Rahmenbedingungen der Marktwirtschaft, wenn ein Markt sich der Sättigung annähert und das Potenzial des technologischen Fortschritts für den praktischen Nutzen, der sich damit erzielen lässt, weitgehend ausgereizt ist. Wenn die meisten Kameras für die meisten Interessenten längst "gut genug" sind...
  2. Der Autor benennt einige Fehler, die er Olympus unterstellt, und hat vielfach auch nicht ganz Unrecht dabei (nicht bei allem – ich gehe da aber jetzt auch mal nicht näher drauf ein). Nur gibt er halt allein diesen Fehlern die Schuld dafür, dass Olympus jetzt das Handtuch werfen muss. Und dabei übersieht er, dass es allen anderen Herstellern auch schlecht geht. Und dass alle anderen Hersteller auch Fehler gemacht haben, und weiter machen. Und dass es sowas wie Marktsättigung gibt. Die Ökonomie bleibt komplett außen vor. Sein Artikel ist, soviel Richtiges auch drinsteht, ein typisches Beispiel dafür, wie jemand bei der Erklärung eines Problems die Mühe einer umfassenden Analyse durch das viel bequemere Suchen von Fehlern und Schuldigen ersetzt. Ein ganz auffälliger Punkt, in dem er völlig daneben liegt, ist übrigens der, wo er gleich allen Japanern im Business eine Art "Rückwärtsgewandheit" als etwas Schlechtes unterstellt und das damit zu belegen versucht, dass die Nikon Z-Kameras die volle Funktionalität aller Objektive bis zurück in die Siebzigerjahre beibehalten würde. Das ist ja nun gleich doppelt daneben. Einmal, weil er das als etwas Schlechtes hinzustellen versucht. Und zum Zweiten, weil es schlicht nicht stimmt. Die ganze, riesige Palette von schönen, oft sehr kompakten Nikon-AF/AF-D-Objektiven aus der analogen AF-SLR-Zeit und den Anfängen der DSLR-Ära lässt sich mit einer Z gerade nicht sinnvoll nutzen, weil die Z mit FTZ-Adapter im Gegensatz zu den etwas höherwertigen DSLRs den Schraub-AF nicht unterstützt. Einer der Gründe, warum beispielsweise ich mich sehr schwer tun würde, eine Z zu kaufen – die einzigen Nikon-Objektive, die ich besitze, sind ein paar solcher AF/AF-D-Objektive...
  3. Wie Interessierte längst wissen, hat der Traditionshersteller Olympus im Juni gemeldet, die Kamerasparte aufgeben zu wollen; die Firma ist im Gespräch mit der privaten Beteiligungsgesellschaft Japan Industrial Partners (JIP), von der es heißt, dass sie das Geschäft fortführen, "umstrukturieren" und profitabel machen soll. Olympus selbst hat im Vorfeld bereits „Umstrukturierungsmaßnahmen“ eingeleitet. Bei sowas macht es Sinn, die Unternehmens-PR beiseite zu lassen und die Interpretationen und Kommentare sachkundiger Beobachter wahrzunehmen, und um von der Realität nicht enttäuscht zu werden, ist es auch nicht verkehrt, vorsichtshalber mal das Schlimmste zumindest in Betracht zu ziehen. Das Schlimmste für Olympus Imaging und diejenigen, die wie ich über die Jahre ein bisschen Geld in ihre Olympus-Kameraausrüstung gesteckt haben, wäre demnach, dass Olympus den "Investor" im Grunde noch dafür bezahlt, die notorisch defizitäre Fotoabteilung zu einer Art Resterampe zusammenzustreichen, die Entwicklungsabteilung und alles andere, was Geld kostet, aufzulösen, sodann zu schauen, wie lange man mit den Resten, wenn überhaupt, Profite erwirtschaften kann, um das Ganze danach in Stücken zu verscherbeln – vor allem natürlich das gesamte Patentportfolio, das bei dem angedachten Vertrag mit JIP dabei sein soll. Der Ruf, der JIP vorauseilt, und der track record dieses Unternehmens lassen eine solche Variante weitaus weniger absurd erscheinen, als man es sich wünschen würde. Leider sind Wünsche und Hoffnungen nur magisches Denken und werden niemandem bei irgendetwas helfen, außer bei der Erkenntnisvermeidung. Nun aber ist es ja so, dass bei kaum einer der einschlägigen Kameramarken, die es um die Jahrhundertwende bis in die Digitalära hinein geschafft hatten und bis jetzt überlebt haben, noch ein dauerhaft profitables oder gar, wie das Wirtschaftssystem es gerne sähe, wachstumsträchtiges Geschäft zugrundeliegt. Das ist bei denjenigen, deren Zahlen man kennt, offensichtlich, und von denen, deren Zahlen man nicht kennt, weil sie nicht im Detail veröffentlicht werden, ist nicht anzunehmen, dass sie bedeutend besser dastehen. Bekanntlich ist der Digitalkameramarkt seit rund zehn Jahren drastisch und kontinuierlich am Schrumpfen, und es gibt keinen Hinweis darauf, dass sich diese Tendenz eines Tages umkehren würde; nicht mal ein Ende der Abwärtstendenz ist abzusehen. Die logische Konsequenz daraus ist, dass sich das Digitalkamerageschäft auf einem noch niedrigeren kommerziellen Niveau als dem heutigen einpendeln muss und wird, auf einem Niveau, das jedenfalls aus Sicht der Verhältnisse von vor zehn Jahren nur als katastrophal gesehen werden kann. Dabei verlangen die unwiederbringlich weggebrochenen Stückzahlen zwingend entweder drastische Einsparmaßnahmen, die nicht ohne Folgen für die Produktqualität bleiben können, oder drastisch steigende Preise, oder beides – und beides wird den Rückgang der Verkäufe nur noch weiter antreiben. Nun sind sich kurioserweise wirklich alle über die Ursachen dieser Entwicklung einig, die PR-Abteilungen der Hersteller, das Fachpublikum und die Kundschaft – der Schuldige ist das Smartphone! Und mit ihm gelegentlich noch die anspruchslosen Konsumierenden, denen das Smartphone plötzlich ausreicht, und die die zahlreichen großartigen Vorteile „echter“ Kameratechnik nicht mehr zu schätzen wissen. Uneinig ist man sich umso mehr, wenn es einen der Hersteller wirklich erwischt. Ein Ereignis, das natürlich umso schwerer wiegt, wenn’s der Hersteller all jener geschätzten Werkzeuge und Spielsachen ist, mit denen man die vergangenen Jahre so viel Freude hatte. Wenn nicht wiederum um die anspruchslosen Konsumierenden, die bloß die Vorzüge der betreffenden Marke nicht richtig zu schätzen wussten, kreist die Diskussion nur noch um die Frage, was der eine Hersteller denn falsch gemacht hat, dass es ausgerechnet ihn jetzt getroffen hat, und die Finger zeigen tendenziell natürlich besonders gerne auf die Kameramodelle, die einen selbst nicht interessiert haben, oder es wird auf diejenigen fehlenden Kameras oder Features verwiesen, die man selbst immer haben wollte, aber nie bekam. Denn man geht immer unterbewusst davon aus, dass der Pleitier seine Pleite schon irgendwie selbst verursacht hat. Es müssen Schuldgründe bei ihm zu finden sein, also lasst uns suchen! Aber ist das wirklich so? Man weiß vom Smartphone und vom Markt. Was, wenn das Geschäftsmodell, auf dem die Geschäftstätigkeit praktisch aller Digitalkamerahersteller beruht, einfach nicht mehr trägt, weil sich die Rahmenbedingungen geändert haben? Immerhin scheinen sich viele Beobachter einig zu sein, dass der erste, den es erwischt hat, kaum der einzige bleiben wird, der das Kamerageschäft aufgibt, aufgeben muss. Just dieser Tage las man, dass der Segway PT, der „Segway Personal Transporter“, nun endgültig eingestellt wird, nachdem der Hersteller schon vor Jahren an einen chinesischen Konkurrenten gegangen war. Einer der Gründe für den Misserfolg und jetzt das Ende, neben der erheblichen Überschätzung, wie groß das Interesse an dem Produkt sein würde, scheint gewesen zu sein, dass der Segway PT zu gut war – er ging praktisch nicht kaputt, war sogar derart redundant-robust konstruiert, dass Teile seines Antriebs ausfallen konnten, und er lief trotzdem weiter. Einfach gute Ingenieurskunst. Soll man das wirklich als Fehler bezeichnen und dem Hersteller die Schuld dafür geben, dass seine Konstruktion zu gut war? Haben nun bloß wegen dem Smartphone wirklich so viele Fotografen und Fotografinnen nicht nur ihre alten Kompaktkameras, sondern auch ihre DSLRs und Spiegellosen weggeschmissen? Oder ist es nicht vielleicht eher so, dass immer noch sehr viele Leute, ein Vielfaches mehr als die Marktentwicklungskurven andeuten, weiter fröhlich mit DSLRs und Spiegellosen fotografieren und manche sogar mit Kompakten – nur halt nicht mehr mit neuen? Könnte es nicht einfach sein, dass das Interesse speziell an neuen Systemkameras mit oder ohne Spiegel, die absehbar auch noch ein ganzes Weilchen vom Smartphone nicht wirklich ersetzt werden können, vor allem deswegen nachgelassen hat, weil die Technik jetzt seit ein paar Jahren einfach so gut ist, dass sehr viele Fotografen und Fotografinnen, selbst ambitionierte, mit ihren nicht mehr ganz neuen, aber trotzdem hervorragenden Kameras einfach immer noch bis auf weiteres zufrieden sind? So dass sie neuere Modelle nicht deswegen verschmähen, weil die Hersteller irgendetwas grob falsch gemacht hätten, sondern weil sogar die alten schon ausgereift waren und gut? Während die neuen bloß nicht genug Neues bieten, um die Ausgabe zu rechtfertigen? Die momentane Krise ist nicht die erste existenzielle Krise der Kamerabranche, und sie folgt einem Muster, das sich besonders deutlich im Systemkamerageschäft widerspiegelt. In den Achtzigerjahren des vergangenen Jahrhunderts war die analoge SLR ausgereift, perfektioniert, ausgereizt. Die SLR-Verkäufe gingen zurück, die Leute hatten gute SLRs, bessere brauchten sie nicht und sehr viel Besseres kam auch nicht mehr. Die Hersteller versuchten sich dann irgendwann mit Einsparmaßnahmen über Wasser zu halten. Nicht alle der seinerzeit bekannten Marken überlebten. Und warum? Weil die seit Jahren verkauften Kameras aller Hersteller schon so gut waren, dass es wenig zu verbessern gab. In dem Moment kam der AF zur Rettung und leitete eine neue Ära ein. Nicht alle Hersteller schafften den Wechsel – einzelne wenige Ausnahmen darunter überlebten trotzdem, darunter damals ausgerechnet Olympus. Die AF-SLRs brachten erstmals seit langem wieder etwas wirklich Neues, und die Leute hatten einen neuen Grund, Geld auszugeben. Zur Jahrhundertwende war die AF-Technologie ausgereift, die Kameras waren gut und vollausgestattet, und immer mehr Leute brauchten keine besseren als die, die sie schon hatten. Es wurden nur noch wenige neue verkauft. Wieder überlebten nicht alle Hersteller. Warum? Weil die zuletzt verkauften Kameras alle so gut waren, dass es wenig zu verbessern gab. In dem Moment kam für die Hersteller, die es bis dahin geschafft hatten, die Digitaltechnik zur Rettung und begründete wiederum eine neue Ära, wobei wiederum nicht alle die Anpassung schafften. Zwanzig Jahre später: digitale Systemkameras sind ausgereift, es gibt längst nur noch gute Kameras, qualitative Unterschiede liegen allenfalls im Detail, und kaum jemand braucht noch eine bessere Kamera als die, die er oder sie schon hat. Die Stückzahlen gehen allein deswegen immer mehr zurück: Weil die existierenden Kameras so gut sind. Und das Smartphone hat das Ganze nur ein bisschen verschärft und beschleunigt. Es ist nicht der Hauptschuldige. Auch die Hersteller sind nicht die Schuldigen. Klar, alle haben ein paar kleine bis mittelschwere Fehler gemacht und machen sie weiter. Aber keine drastischen (Pentax vielleicht ausgenommen, wo man noch auf ein Ende der spiegellosen Systemkameras wartet, die man für eine vergängliche Mode hält). Der einzige potenziell letale Fehler ist, dass sie in den letzten Jahren zu gute Kameras verkauft haben. Zu gut, um auf der Basis verfügbarer irdischer Technologie noch soviel besser zu werden, dass das noch genug neue Kaufanreize schüfe. Und vielleicht trifft es Olympus auch deswegen jetzt als Ersten, weil Olympus in der Vergangenheit so oft Erster war mit der Einführung neuer Technologien. In dem Moment hatten sie immer einen kleinen Vorteil, aber danach halt auch als Erster das Pulver verschossen. Das Ganze, der ganze Wahnsinn, hat nicht nur Methode, sondern auch natürlich einen Namen; man nennt es Marktwirtschaft. Ich würde mir jetzt zwar gerne wünschen*, dass wenigstens noch völlig in den Sternen* oder von mir aus auch im Mond stünde, was genau jetzt aus Olympus Imaging wird, aber dafür zeichnen sich gewisse Wahrscheinlichkeiten doch leider schon zu deutlich ab. * siehe "magisches Denken" weiter oben ---------- Der Text erschien ursprünglich am 01.07.2020 in meinem Blog; die Veröffentlichung im Oly-Forum in dieser Form, um ihn hier zur Diskussion zu stellen, erfolgt in Absprache mit @Andreas J. Schöne Grüße, Robert P.S.: Wenn das Posting in einer anderen Rubrik besser aufgehoben sein sollte, bitte ich freundlichst um Verschiebung...
  4. Leider kann man, selbst wenn man die lightsnowdev.com-Methode verwenden würde, Firmwareupdates nicht selektiv rückgängig machen... Hätte nie gedacht, dass das Fehlen eines so kleinen Features die Usability so deutlich verschlechtern könnte. Und "interessant" zu sehen, dass das Feedback zur E-M1 II nicht mal verhindern konnte, dass sie denselben Fehler mit der neuen Kamera wieder machen. Da stellt sich die Frage, ob man bei Olympus nicht dabei ist, den Kontakt zur Basis vollends zu verlieren.
  5. Hört sich für mich ziemlich klar danach an, als wäre tatsächlich irgendwas "verstellt" gewesen, wie und warum auch immer. Ich hatte mir die E-M5 III ja neulich bei der Vorstellung auch auf den AF hin angeschaut, primär den S-AF, sogar auch noch mit einem mitgebrachten FT-Objektiv, und habe keine Unterschiede zu meiner E-M1 II bemerkt.
  6. Ach, das ist ja auch witzig. Sogar f/2.0 und für richtig wenig Geld. Und ein Fisheye fehlt mir tatsächlich auch noch. Doch mag ich da persönlich lieber die Variante, die das Bildfeld ganz ausleuchtet, und habe neulich den Fehler gemacht, mir beim Händler nochmal das Olympus 8.5mm f/1.8 Fisheye anzuschauen. Da bin ich jetzt leider angefixt, obwohl das alles andere als "nicht perfekt" ist 😉 Ich hab auch immer mal nach einem Objektiv aus meiner Minolta-Vergangenheit geschaut, dem MC/MD 7,5mm f/4 Fisheye, das ist an KB zirkulär, und an MFT müsste es gerade so das Bild ausleuchten... Ist aber rar und teuer, gerade steht ausnahmsweise mal eins bei ebay, für 580 € – da wäre das aktuelle Olympus dann doch die sinnvollere Wahl 🙂
  7. Mehr wollte ich eigentlich auch nicht sagen. Alles andere bleibt, ohne in der Materie drinzustecken, Theorie und Vermutung... Richtig ist aber selbst dann, wenn man sich entschlossen hätte einfach zu sagen "so ist es halt" – 15 Wochen sind zu wenig. Da hast Du Recht. (Zumal, wenn damit zu rechnen wäre, dass man eine Kamera vom Schlag der E-M1 II alle 15 Wochen dann auch noch für 6 Wochen weggeben müsste... beides, so hoffe ich, wird sich aber auch für dich noch als Einzelfall herausstellen.) Und richtig ist auch, das Thema immer mal wieder in den einschlägigen Foren anzusprechen, wenn mal wieder ein Problemfall auftritt – das ist das Bisschen, was wir als Nutzer*innen tun können, um vielleicht für ein ganz klein wenig mehr Aufmerksamkeit beim Hersteller für das Thema beizutragen...
  8. Wie gesagt, kann man so sehen – aber irgendwie lebt die Menschheit jetzt seit langem damit, dass die erst im Lauf der Zeit ausgeprägter gewordenen Kameragriffstücke aus Ergonomiegründen so aussehen, wie sie aussehen, und die Anforderungen ans Material stellen, die sie nun mal stellen, und ja, auch bei Nikon, gerade auch bei teuren Modellen, kenne ich genug Berichte aus dem eigenen Umfeld von exakt derselben Problematik, dass sich das Material irgendwann gedehnt und gelöst hat. Eine alte D70 in meinem Besitz, vierzehn Jahre alt, hat das zwar nicht – bei der gibt's dafür aber eine wenig griffige, harte Gummimischung, die zudem das Bisschen Weichmacher, das da mal drin war, zwischenzeitlich in Form klebriger Schmiere von sich gegeben hat, was aufwändige Reinigungsarbeiten erforderte. Man kann sich darüber nun ärgern und Qualitätsansprüche anmahnen, die man hier mit sicherlich guter Begründung nicht befriedigt sieht, aber vermutlich auch absehbar nicht befriedigt bekommen wird, oder man betrachtet einen gelegentlichen, anscheinend ja tendenziell kostenlosen Austausch der Teile durch den Hersteller (oder, wie in meinem Fall, schnelle und auch nicht teure Eigenreparatur) als akzeptablen Workaround und hört auf, sich zu ärgern. Eine dritte Möglichkeit, fürchte ich, gibt es einstweilen nicht.
  9. Deine Einwände sind nicht von der Hand zu weisen, dennoch – die Gummierung eines Fernglases ist ganz anders, das sind, soweit mir bekannt, keine mehrere Millimeter starken Formstücke, die mit starken Winkelkräften in den Fingern einer Hand gehalten werden, um das Gesamtgewicht zu tragen... Übrigens, für viele alte Kameras, die keine solchen Griffgummi-Formstücke haben, gibt (gab?) es ja bei cameraleather.com Ersatz-Belederungen. Für eins meiner alten Schätzchen, eine Minolta XD7, hab ich mich für ein Material namens GripTac entschieden, von dem ich mal las, dass es 3M für die Griffe von Golfschlägern entwickelt hätte, und dabei sieht es immer noch klassische Kamerabelederung/-gummierung aus. Es war ganz erstaunlich, wie das die Griffigkeit verbessert hat. Und für die Haltbarkeit spricht der Zweck, für den es mal gedacht war...
  10. Herbstsonne im Tal – E-M1 II mit Jupiter-8 50mm f/2
  11. Gerne! Vielleicht nimmst du einfach nur mit, dass sich andere ihre Beiträge nicht gerne unbegründet als "albern" abqualifizieren lassen.
  12. Die darfst du gerne als "albern" ansehen, schließlich gibt es sowas wie Meinungsfreiheit – andere haben aber genau das gleiche Recht, das anders zu sehen. Wenn ich von einem Hands-on berichte, weil ich hoffe, dass andere was davon haben, die bisher noch keine Gelegenheit dazu hatten, dann berichte ich nicht nur selektiv das, was mir gefällt, sondern alles, was mir auffällt. Und natürlich ist bei einer Kamera, die als Nachfolgemodell zweier Kameras mit Metallgehäuse jetzt mit einem Kunststoffgehäuse kommt, auch die generelle Diskussion Plastik vs. Metall thematisch quasi vorgegeben...
  13. Das kann man so sehen – es gibt aber auch Hinweise darauf, dass ein Griffgummimaterial, das einerseits griffig und nicht zu hart ist, andererseits auch unter allen "normalen" Einsatzbedingungen (Zusammensetzung des Handschweißes, evtl. Kosmetika u.a.) ewig hält, bisher noch nicht erfunden wurde. Olympus ist ja auch nicht der einzige Hersteller, der diese Probleme immer wieder hat... Das einzige, was mich in dem Zusammenhang ein wenig irritiert, ist, dass der Griffgummi meiner E-30 einmal ersetzt wurde – und dann hielt! Als hätte man damals irgendwie zufällig das optimale Material gefunden, das aber nicht bemerkt und später wieder andere verwendet. (Womöglich hielt es aber bloß unter anderen Bedingungen als meinen wiederum nicht ewig...) Ich habe neulich trotz prinzipiell noch bestehender Garantie den Griffgummi meiner E-M1 II selbst ersetzt – war zwar etwas fummelig, vor allem das Ablösen der alten Klebestreifen und das saubere Aufbringen der sehr dünnen, neuen, und nächstes Mal passe ich noch besser auf perfekten Sitz auf, das ist mir nur "nahezu perfekt" gelungen. Aber perfekt genug. Ich wollte nicht mehrere Tage auf die Kamera verzichten – geschweige denn sechs Wochen! Das wiederum (mehr als drei) ist mir in zwanzig Jahren mit digitalen Olympus-Kameras tatsächlich noch nie passiert. Der Hinweis von wteichler auf "viadavinci" war hier, denke ich, der relevante. Ein weiterer, guter Hinweis scheint mir der von dece1709 zu sein, dass sowas inzwischen auch bei einem örtlichen "Check & Clean" gemacht wird – da lohnt es sich dann allein deswegen hinzugehen, wenn sich mal zur rechten Zeit eine solche Gelegenheit ergibt.
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