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Die PEN, OM-D & E-System Community

Sascha S.

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  1. Farbsäume, Gegenlichtverhalten und Beispielaufnahmen Mit den heutigen Möglichkeiten der digitalen Bildverarbeitung sind Farbsäume für das Bild selbst inzwischen selten ein Problem, sie können allerdings einen großen Einfluss auf die Auflösung und das Detailverhalten bei hohen Kontrasten haben. Aus diesem Grund habe ich mir vom 12-200 im Vergleich zum 14-150 I und 14-150 II mal unbearbeitete, lineare Konvertierungen aus dem RAW angeschaut. Diese Art der Darstellung ist natürlich nicht repräsentativ für das spätere Bild, es geht hier nur um Rückschlüsse. Stellvertretend zeige ich drei Ausschnitte, aus der Weitwinkelstellung (12/14 mm), dem zuvor bereits als kritischen empfundenen Bereich der “Portraitbrennweiten” (40 mm), und der maximalen Telestellung (150/200 mm). Für erstere und letztere jeweils nur ein repräsentativer Bildbereich, da hier keine großen Unterschiede auftraten, bei 40 mm getrennt nach Bildmitte und Bildrand, um die Differenz zu verdeutlichen. In der maximalen Weitwinkelstellung zeigen sich beim neuen 12-200 nur geringe chromatische Aberrationen, die sich relativ leicht und gut entfernen lassen (JPEG aus der Kamera bzw. später in der Nachbearbeitung). Bei 14 mm, also der Vergleichsbrennweite zu den beiden älteren Superzooms, sind sie zwar etwas stärker ausgeprägt, fallen aber immer noch geringer aus als bei beiden 14-150-mm-Objektiven. Insgesamt kein großer Unterschied, und keiner, der für das gesamte Bild irgendwie relevant wäre. Im Telebereich sieht die Situation bei der Vergleichsbrennweite von 150 mm noch ähnlich aus, auch hier ist der Fehler beim 12-200 erfreulich gering und etwas geringer als bei den beiden 14-150-Versionen, die ihrerseits auch keine besonders starken chromatischen Aberrationen zeigen. Ein anderes Bild zeigt sich allerdings bei 200 mm Brennweite, hier zeigen sich deutlichere Farbsäume, die dann auch Einfluss auf das gesamte Bild nehmen können, entweder direkt sichtbar, oder indirekt in Form einer verringerten Detailauflösung und -schärfe, sofern man sie per Software korrigiert. Während bei kürzeren und längeren Brennweiten vor allem Farbquerfehler sichtbar werden, sieht die Situation bei 40 mm hingegen anders aus. Zwar ist die Bildmitte bei allen drei Modellen noch ordentlich (links), am Bildrand hingegen offenbart das 12-200 sehr starke chromatische Aberrationen in Form eines ausgeprägten Farblängsfehlers (rechts), der sich zwar durch abblenden deutlich reduzieren lässt, bei offeneren Blenden aber größeren Einfluss auf die Kontrastkanten nimmt. Dies dürfte mit ein Grund für die Probleme des Objektivs an den äußeren Bildrändern bei dieser Brennweite sein. Das Gegenlichtverhalten kann ich bei kürzeren Brennweiten durchaus als gut bewerten, der Einfluss auf die Kontraste ist gering und es gibt keine großflächigen Reflexionen, lediglich die bei solchen Objektivkonstruktionen fast unvermeidlichen, klar definierten Blendenflecke können im schlimmsten Fall stören, in den meisten Fällen verhalten sie sich unauffällig. Bei längeren Brennweiten steigt leider der Einfluss des Gegenlichts auf die Kontraste, so dass ich das Verhalten hier “nur” noch als brauchbar einordne. Gesamtfazit Olympus E-M1 Mark II - Olympus M.Zuiko 12-200 mm f/3,5-6,3 Links: 18 mm - f/4,3 - 1/640 Sekunde - ISO 200 // Rechts: 70 mm - f/6,1 - 1/200 Sekunde - ISO 200 Ein Superzoom-Objektiv konterkariert gedanklich im ersten Moment den Sinn einer Systemkamera (und wer tatsächlich nur ein solches Objektiv einsetzen möchte, der ist mit den heute wirklich guten Bridgekameras vielleicht besser bedient), tatsächlich aber kann ein Universalzoom für alle Gelegenheiten, das punktuell durch weitere Objektive und gegebenenfalls auch Spezialobjektive ergänzt wird, sehr viel Sinn ergeben. Das Olympus M.Zuiko 12-200 mm sticht in keiner Disziplin besonders heraus, es liefert aber über den gesamten Brennweitenbereich eine gut brauchbare Abbildungsleistung, vor allem wenn es abgeblendet verwendet wird. Die einzige hervorstechende Schwäche liegt um den Normalbereich herum, und selbst dort geht es vor allem um die Ränder. In der Praxis hat sich das als zwar sichtbar, aber weitgehend unkritisch präsentiert. Olympus E-M1 Mark II (links) / E-M1X (rechts) - Olympus M.Zuiko 12-200 mm f/3,5-6,3 Links: 200 mm - f/6,3 - 1/200 Sekunde - ISO 200 // Rechts: 200 mm - f/6,3 - 1/250 Sekunde - ISO 500 Überhaupt hinterlässt das Objektiv in der Praxis einen guten Eindruck, der Autofokus ist schnell und hat nie Probleme verursacht, die Wetterfestigkeit reduziert die Sorgen selbst bei einem Starkregen (getestet!), und der erweiterte Brennweitenbereich ist besonders durch die geringere Naheinstellgrenze über einen großen Teil eine willkommene Erweiterung der Möglichkeiten. Olympus E-M1 Mark II - Olympus M.Zuiko 12-200 mm f/3,5-6,3 Links: 20 mm - f/8 - 1/1.000 Sekunde - ISO 200 // Rechts: 200 mm - f/7,1 - 1/500 Sekunde - ISO 800 Lohnt es sich? Wenn man mehr Interesse an dem Festhalten der Erinnerungen als der Qualität auf Pixelebene hat, definitiv (auch wenn diese, wie die Beispiele zeigen, besser ist als man es noch vor Jahren von Superzoomobjektiven erwarten konnte). Für die schwierigen Situationen lohnt sich dann eine sinnvolle Ergänzung, beispielsweise eine lichtstarke Festbrennweite. Genau da liegt dann der Vorteil einer Systemkamera. Wer hingegen das 14-150 II hat, der muss sich natürlich fragen, ob die erweiterten Möglichkeiten Sinn ergeben. Denn Qualitativ ist der Unterschied zwischen den beiden sehr gering, und fällt nicht immer zu Gunsten des 12-200 aus. 12 mm statt 14 mm, 200 mm statt 150 mm, vor allem die Naheinstellgrenze, aber eben auch 455 g statt 285 g - die Entscheidung kann und möchte ich niemandem abnehmen. Olympus E-M1 Mark II - Olympus M.Zuiko 12-200 mm f/3,5-6,3 - 12 mm - f/4 - 1/2.500 Sekunde - ISO 200 Wer mit den grundsätzlichen Einschränkungen eines Superzoom-Objektiv leben kann und bisher kein solches Objektiv besitzt, dem würde ich allerdings jederzeit einen Blick auf das neue 12-200 empfehlen. Und vielleicht auch einen zweiten auf die Bilder. Alle Beispielaufnahmen aus diesem Beitrag können unter diesem Link unbearbeitet und in voller Auflösung heruntergeladen werden.
  2. Völlig korrekter Einwand, ich habe die Einheiten im Text hinzu gefügt und vereinheitlicht, alle Angaben sind nun in Zentimeter. Als "Arbeitsabstand" bezeichnet man den Abstand zwischen Frontlinse und Objekt im Gegensatz zur "Naheinstellgrenze", die den Abstand zwischen Sensor und Objekt kennzeichnet. "Aufnahmeentfernung" ist die Bezeichnung von Olympus für die "Naheinstellgrenze". Ich hoffe, das klärt die Situation auf, entschuldige bitte die Verwirrung. 🙂
  3. Nahbereich Bei den technischen Angaben zur maximalen Vergrößerung unterscheiden sich die beiden Objektive Olympus M.Zuiko 12-200 mm und M.Zuiko 14-150 mm II nominell kaum voneinander, bei ersterem wird ein Wert von 0,23x (1:4,3) Vergrößerung genannt, bei letzterem 0,22x (1:4,5). Interessant sind aber die Angaben zur minimalen Aufnahmeentfernung, beim 14-150 II werden 50 cm genannt, beim 12-200 hingegen zwei Werte, 22 cm in der Weitwinkel- und 70 cm in der Telestellung. Grund genug, einmal nachzumessen: Angegeben ist jeweils die Naheinstellgrenze ab der Sensorebene in Zentimeter, der daraus resultierende freie Arbeitsabstand in Zentimeter, sowie die Vergrößerung gemessen am unkorrigiertem RAW in der Fokusebene. Alle Werte gelten für die manuelle Fokussierung, der Autofokusbereich ist traditionell etwas enger und zeigt daher geringfügig “schlechtere” Werte. Auffällig sind bei den Daten zwei Punkte: zum einen die spürbar größere Naheinstellgrenze des 12-200 bei einer Brennweite von nominell 150 mm trotz gleicher Vergrößerung (die tatsächliche Brennweite reduziert sich also weniger stark im Vergleich zum 14-150 II), so dass sich trotz längerem Objektiv ein angenehmerer Arbeitsabstand erzielen lässt. Hinweis: Die angegebene Brennweite bezieht sich immer auf die Fokussierung auf “unendlich”. Je nach Konstruktionsweise kann sich die tatsächliche Brennweite im Nahbereich zum Teil deutlich von der nominellen Brennweite abweichen. Zum anderen die besonders deutlichen Unterschiede im Weitwinkelbereich, in dem das ältere Superzoom kaum Gestaltungsmöglichkeiten für Nahaufnahmen bietet, während das neue 12-200 hier ziemlich gute Werte zeigt. So gute, dass in der maximalen Weitwinkelstellung das Objektiv sich an der Naheinstellgrenze fast selbst im Weg ist. Da ein Bild aber mehr als 1.000 Worte sagt, hier der Unterschied im Weitwinkel demonstriert: 12-200 bei 12 mm an der Naheinstellgrenze (links), 14-150 II bei 14 mm an der Naheinstellgrenze (rechts) Wie gut das 12-200 im Nahbereich abbildet habe ich wie beim vorherigen Vergleich an verschiedenen Motiven getestet und wieder eine Serie ausgewählt, die nach meiner Auswertung aller Bilder das Ergebnis am besten widerspiegelt (auch wenn im Bild schwache Kontraste überwiegen). In der Weitwinkelstellung zeigt das 12-200 bereits ordentliche Abbildungsleistungen bei offener Blende, die sich mit zunehmendem Abblenden weiter verbessern. Spätestens bei Blende 8 wird eine gute Abbildungsleistung auch bei schwachen Kontrasten erzielt. In der Telestellung ist diese Qualität leider nicht zu erzielen, bei offener Blende ist die Abbildung kontrast- und detailarm, erst bei Blende 11 wird eine brauchbare Qualität erzielt. Fazit: Im Vergleich zum 14-150 II bietet das 12-200 deutlich mehr Gestaltungsspielraum für Aufnahmen im Nahbereich und erlaubt so beispielsweise mehr Perspektiven oder gar andere Motive. Noch etwas mehr als im Fernbereich steht dabei aber das gesamte Bild im Vordergrund, nicht so sehr die Qualität in der 100%-Ansicht. Abgeblendet erreicht es dann aber über den gesamten Brennweitenbereich ordentliche Leistungen.
  4. Fernbereich Für den ersten Vergleich zwischen den drei Superzoom-Objektiven von Olympus habe ich an einem windstillen Tag ein geeignetes Motiv in mittlerer Distanz gesucht, dass plakativ für eine Beurteilung der Objektivleistungen im typischen Fernbereich dienen kann. Es ist kein allumfassender Test, erlaubt aber eine praxisnahe Beurteilung der Abbildungsleistungen. Die Aufnahmen entstanden mit der Olympus E-M1 Mark II von einem stabilen Stativ mit elektronischem Verschluss und Fernauslöser, Autofokussiert mit manueller Schärfekontrolle. 12/14 mm Zunächst ein Vergleich der beiden Bildausschnitte bei 12 mm (links) und 14 mm Brennweite (rechts), die nicht der Beurteilung Qualität dient, sondern den Unterschied zwischen der Weitwinkelstellung der Objektive zeigt. Daraus ausgewählt wurde ein Bereich aus der Bildmitte (immer links) sowie einer vom Bildrand (immer rechts). Es ist zu erkennen, dass im Zentrum die beiden älteren Superzooms 14-150 und 14-150 II bei offener Blende, aber auch abgeblendet eine leicht höhere Auflösung zeigen, ein Unterschied, der im direkten Vergleich unmittelbar sichtbar wird, in der praktischen Einzelbetrachtung aber nicht stark ins Gewicht fällt. Anders sieht dies am Bildrand aus, hier ist das neue 12-200 im Vorteil und zeigt bereits bei offener Blende eine bessere Abbildungsleistung, die sich durch Abblenden zudem deutlicher verbessert als bei den beiden älteren Modellen. Auch hier fällt der Unterschied im direkten Vergleich natürlich stärker auf als in der Praxis, allerdings ist er absolut betrachtet größer. Vereinfacht gesagt zeigt das 12-200 in der Weitwinkelstellung ein homogeneres Bild als die beiden Modelle mit 14-150 mm Brennweite. 30 mm Bei einer Brennweite von etwa 30 mm zeigt sich ein gänzlich anderes Ergebnis. Im Bildzentrum liegen alle drei Objektive auf einem sehr ähnlichen Niveau mit leichten, aber in der Praxis quasi irrelevanten Vorteilen für das 12-200. Am Bildrand hingegen ist der Unterschied zwischen den Objektivkonstruktionen hingegen sehr deutlich, zu ungunsten des neuen Modells. Tatsächlich ist der bildqualitative Nachteil so auffällig, dass ich erst an einen Fehler bei der Aufnahme dachte - allerdings zeigte sich die gleiche Unschärfe auch in anderen Bildern mit diesem Objektiv, so dass sie zumindest für mein getestetes Exemplar repräsentativ ist. 60 mm Etwa 60 mm betrug die Brennweite bei der dritten Vergleichsreihe, und hier ist von der auffälligen Schwäche keine Spur mehr. Im Bildzentrum ist das 12-200 mindestens genauso hoch auflösend wie das 14-150 II, während das 14-150 der ersten Generation auffällig abbaut. Am Bildrand bildet das 14-150 II bei 60 mm besser ab als das neuere 12-200, der Unterschied ist allerdings nicht besonders groß. Interessant sind die Unterschiede im allgemeinen Kontrastverhalten, die hier einen größeren Unterschied suggerieren, und die bis zur maximalen Brennweite bestehen bleiben. Das 14-150 I ist an dieser Stelle abermals das Schwächste. 100 mm Bei 100 mm Brennweite gibt es im Zentrum wiederum keine nennenswerten Unterschiede zwischen dem 12-200 und dem 14-150 II, nur das 14-150 I zeigt etwas schwächere Leistungen. Dafür ist dieses am Bildrand auffällig gut, während das 14-150 II und vor allem das 12-200 im direkten Vergleich sichtbar schlechter abschneiden, im Falle des 12-200 wieder mit dem auffälligen Kontrastverlust. 150/200 mm Die letzte Vergleichsreihe wurde bei 150 mm (links) bzw. 200 mm (rechts) durchgeführt, auch hier zunächst wieder zwei Aufnahmen, die den Unterschied verdeutlichen. Bei den Bildausschnitten ergibt sich wieder das übliche Bild, 12-200 und 14-150 II sind im Zentrum auf einem sehr ähnlichen Niveau und zeigen nur beim Kontrast leichte unterschiede, während das 14-150 der ersten Generation sichtbar schwächer abbildet. Interessant finde ich den Vergleich am Bildrand, denn hier trügt der schwächere Kontrast den Eindruck, tatsächlich liefert das 12-200 aber eine recht gute Leistung ab und zeigt mehr Details als die beiden 14-150, sowohl bei gleicher wie auch bei der maximalen Brennweite von 200 mm. Fazit: Das 12-200 zeigt einige für ein Superzoom untypische Eigenschaften, in dem es sowohl in der Ultraweitwinkelstellung gut und in der Telestellung befriedigend abbildet, sowohl im Bildzentrum wie auch am Bildrand. Das Zentrum selbst ist zudem nie schlecht, auch bei offener Blende nicht, sondern zeigt im Gegenteil in der Regel gute Auflösungs- und Kontrastwerte. Vom Bildrand kann ich das hingegen nicht behaupten, gerade im mittleren Brennweitenbereich gibt es hier einige auffällige Schwächen, die den Eindruck trüben und ihren Höhepunkt bei einer Brennweite rund um den Normalbereich finden. Scharf kann das Objektiv jeweils aber auch dann noch, abgeblendet auf Blende 8 bis 11 ist es quasi ohne Einschränkungen zu empfehlen, über den gesamten Brennweitenbereich und bis zum Bildrand. Hinweis: Alle Testbilder wurden von mir natürlich mit den sonstigen Ergebnissen und Beispielaufnahmen verglichen, um äußere Störfaktoren ausschließen zu können und eine repräsentative Übersicht für das jeweils von mir getestete Exemplar zu bieten.
  5. Gesamtfazit: Den heutigen Standards eines Erfahrungsberichts und Kommentars folgend müsste ich nun die E-M1X mit einer Aneinanderreihung von Superlativen in den Olymp loben, oder mit einer passiv-aggressiven Brandrede den baldigen Untergang von Kamera und Hersteller herbeiprophezeien. Mir ist das ehrlich gesagt zu doof. Olympus E-M1X - Olympus M.Zuiko 12-40 mm f/2,8 PRO - 20 mm - f/5,6 - 1/15 Sekunde - ISO 200 “Absolute Confidence”, das ist der Claim, den Olympus für diese Kamera gewählt hat. Ich hatte die E-M1X nun für knapp vier Wochen und konnte sie, nachdem die obligatorischen Testaufnahmen erledigt waren, in fast allen Bereichen meiner üblichen Photographie einsetzen, sowohl für professionelle Aufgaben wie auch im privaten Bereich, im strömenden Regen wie auch im strahlenden Sonnenschein, in der Eiseskälte der Nacht bis zur milden Wärme des Tages (mehr gibt die Jahreszeit leider nicht her). “Uneingeschränktes Vertrauen” empfinde ich nach gut 15.000 Aufnahmen als eine zwar leicht übertriebene, aber eben auch nur leicht übertriebene und daher im Grunde durchaus passende Beschreibung. Olympus E-M1X - Olympus M.Zuiko 300 mm f/4 PRO + MC-14 - 420 mm - f/6,3 - 1/400 Sekunde - ISO 200 - AF-Tracking "Flugzeuge" Natürlich bin ich auch immer wieder an Grenzen gestoßen, das bleibt im Zuge eines intensiven Tests nicht aus, und das erlebe ich auch immer wieder in meinem photographischen Alltag. Mit allen Kameras. Der Handheld-High-Res-Modus ist eine willkommene Ergänzung, aber nicht fehlerfrei, Live-ND bietet sehr gute Möglichkeiten, hat aber auch prinzipbedingte Einschränkungen, die Bildqualität hat allenfalls einen kleinen Sprung nach vorne gemacht, so dass sich der Aufnahmebereich darüber nicht wesentlich erweitert. Das ist alles nicht überraschend, denn die E-M1X ist keine Überkamera, die alles bisherige in den Schatten stellt und neue Welten erobert. Olympus E-M1X - Olympus M.Zuiko 300 mm f/4 PRO + MC-14 - 420 mm - f/5,6 - 1/250 Sekunde - ISO 200 - Handheld High-Res (100%) Sie liefert aber in vielen Punkten eine sinnvolle Verbesserung gegenüber den bisherigen Modellen, der Autofokus ist schneller und griffiger, der Stabilisator funktioniert hervorragend, der Bedienkomfort ist abgesehen von einigen Kleinigkeiten (von denen die meisten wiederum durch Softwareanpassungen beseitigt werden könnten) spürbar verbessert und die Akkulaufzeit lässt kaum Wünsche offen. Zudem hat sie durchaus das Zeug, noch ein paar Schritte mehr in die richtige Richtung zu machen, denn gerade die Ansätze des neuen AF-Trackings sind vielversprechend. Über all diese Punkte erweitert sie den Aufnahmebereich dann doch, ebenso die Erfolgsquote, sowohl bei dynamischen, wie auch bei statischen Motiven. Olympus E-M1X - Olympus M.Zuiko 300 mm f/4 PRO - 300 mm - f/4 - 1/160 Sekunde - ISO 200 Die E-M1X ist keine Kamera für die Allgemeinheit, für das Gros der Photographen, egal ob es um Hobbyisten oder Profis geht. Das soll sie aber auch nicht sein. Olympus hat recht deutlich zum Ausdruck gebracht, dass sie ein Werkzeug mit speziellen Qualitäten ist, Geschwindigkeit, Robustheit und eben besondere Zuverlässigkeit. Und das nehme ich ihr ab, da kann sie jeweils besonders überzeugen. Nicht mehr, aber eben auch nicht weniger. Und in meinen Augen, auch mit Blick auf meine eigene Arbeit, bin ich damit zufrieden. Olympus E-M1X - Olympus M.Zuiko 300 mm f/4 PRO - 300 mm - f/4,5 - 1/2.000 Sekunde - ISO 2500 Dies war der letzte Beitrag meines Testberichts zur Olympus E-M1X. Ich hoffe, dass ich meine praxisnahen, persönlichen Eindrücke hilfreich vermitteln konnte. Leider konnte ich nicht alle Testwünsche berücksichtigen, die ihr im entsprechenden Thema geäußert habt. Ich bitte um Verständnis, dass ich eine Auswahl entsprechend der vorhandenen Zeit und der prüftechnischen Möglichkeiten treffen musste. Für Anregungen und konstruktive Kritik bin ich natürlich immer offen, schreibt mir einfach. Bis dahin allzeit gutes Licht Sascha
  6. Praxistest: Live ND Ich muss zugeben, ich bin bisher kein großer Nutzer der “Live”-Funktionen von Olympus. Das liegt weniger an den zugrunde liegenden Techniken (im Gegenteil, diese verwende ich schon seit etlichen Jahren), als vielmehr an den Einschränkungen bezüglich Qualität und Einflussmöglichkeiten. Gleichwohl schätze ich diese Entwicklungen und würdige ihren Nutzen in bestimmten Szenarien, die halt nur für mich und meine Photographie nicht relevant sind. Mit dem “Live ND” Modus könnte sich das tatsächlich ändern, denn ein großer Freund optischer Filter bin ich ebenfalls nicht und betrachte sie eher als manchmal notwendiges Übel (auch wenn es heute wieder verpönt ist, das als Naturphotograph zuzugeben), und die elektronische Simulation in der Nachbearbeitung ist besonders bei stärkeren ND-Filtern besonders aufwändig. Ich ging dementsprechend vorsichtig optimistisch, aber auch kritisch zurückhaltend an den Test heran. Zunächst ein paar Eckdaten der Funktion: die Live ND Funktion steht nur im Modus S (Zeitvorwahl) und M (vollmanuell) zur Verfügung und wird in fünf verschiedenen Stärken angeboten: ND2 = ND 0,3 = 1 Blendenstufen = doppelte Belichtungszeit ND4 = ND 0,6 = 2 Blendenstufen = vierfache Belichtungszeit ND8 = ND 0,9 = 3 Blendenstufen = achtfache Belichtungszeit ND16 = ND 1,2 = 4 Blendenstufen = 16fache Belichtungszeit ND32 = ND 1,5 = 5 Blendenstufen = 32fache Belichtungszeit Die jeweilige Stärke kann über das Menü eingestellt werden, dort oder wahlweise per Tastenbelegung lässt sich die Funktion dann aktivieren. Dies wird nicht nur über ein Symbol auf dem Display angezeigt, vielmehr wird die erzielte Verschlusszeit simuliert und zudem auch entsprechend angezeigt. Umrechnen ist also im Einsatz unnötig. Für den Test habe die Aufnahmen vom Stativ aus erstellt, Vergleichspartner waren Marumi DHG Filter mit ND16 und ND32. Olympus E-M1X - Olympus M.Zuiko 25 mm f/1,8 - f/5,6 - ISO 200 - Live ND16 - 1,6 Sekunden - Gesamtaufnahme Olympus E-M1X - Olympus M.Zuiko 25 mm f/1,8 - f/5,6 - ISO 200 - Detailvergleich Ohne Filter 1/10 Sekunde (Links), Live ND16 1,6 Sekunden (Mitte Links), Schraubfilter ND16 1,6 Sekunden (Mitte Rechts), Live ND16 und Schraubfilter ND16 kombiniert 25 Sekunden (Rechts) Aus praktischer Sicht liegen die Vorteile einer solchen Funktion natürlich auf der Hand, das Auf- und Abschrauben des Filters fällt weg, der Ausschnitt kann daher ohne Probleme auch bei wenig Licht gut eingestellt werden, zudem kann die Filterstärke perfekt auf das Motiv angepasst werden. Mit Blick auf die Bildqualität ergeben sich zwei Vorteile, zum einen nehmen keine weiteren Glasflächen vor dem Objektiv Einfluss auf die Bildqualität, zum anderen erhöht sich erwartungsgemäß die Signalqualität (auch wenn das leider in meinen Beispielen nur schwer zu erkennen ist). Nachteile hingegen könnten bei den kurzen Dunkelphasen zwischen zwei Aufnahmen entstehen, allerdings konnte ich davon im Bild nichts entdecken. Insofern bin ich sehr zufrieden mit dem Ergebnis und der Funktion. Zu erwähnen sind allerdings auch die Grenzen dieser Funktion. Die technische Limitierung liegt bei der Auslesegeschwindigkeit des Sensors. ND2 funktioniert ab 1/30 Sekunde Gesamtbelichtungszeit (oder länger), ND4 ab 1/15, ND8 ab 1/8, ND16 ab 1/4 und ND32 ab 1/2. Nur so ist sichergestellt, dass es zu keinen Abrissen zwischen den Aufnahmen und entsprechenden Artefakten im finalen Bild kommt. Die wären bei noch kürzeren Belichtungszeiten, was sich technisch durchaus realisieren ließe, hingegen in zunehmendem Maße vorhanden. Zudem würde die direkte Abhängigkeit zwischen Aufnahmedauer und Gesamtbelichtungszeit verloren gehen. Ich kann daher durchaus verstehen, warum dies so nicht umgesetzt wurde. Neben der alleinigen Nutzung kann die Live ND Funktion natürlich auch in Kombination mit Schraub- oder Steckfiltern verwendet werden; so lässt sich die Filterwirkung deutlich verstärken, oder über einen Polfilter die Reflexion kontrollieren. Auch dabei ergeben sich natürlich praktische Vorteile, etwa die genaue Ausschnitts- und Schärfekontrolle in guter Qualität auch bei extremen Filterkombinationen, oder die Feinjustierung der Polfilterwirkung, ohne später noch einmal ein zusätzliches Filter montieren zu müssen. Gerade wenn die genaue Wirkung ausprobiert werden soll und ich daher verschiedene Stärken brauche ist besonders vorteilhaft. Olympus E-M1X - Olympus M.Zuiko 25 mm f/1,8 - f/5,6 - ISO 200 - Live ND32 und Polfilter - 3,2 Sekunden - Gesamtaufnahme Olympus E-M1X - Olympus M.Zuiko 25 mm f/1,8 - f/5,6 - ISO 200 - Detailvergleich Nur Polfilter 1/10 Sekunde (Links), Live ND32 und Polfilter 3,2 Sekunden (Mitte), Schraubfilter ND32 und Polfilter 3,2 Sekunden (Rechts) Nach der Nutzung vom Stativ hat mich natürlich auch die Möglichkeit der Nutzung Freihand interessiert. Der Bildstabilisator leistet ja durchaus erstaunliches, wie ich in einem der vorherigen Beiträge bereits anmerkte, allerdings werden die Aufnahmen augenscheinlich vor der Verrechnung anders als beim High-Res-Modus nicht noch einmal genau ausgerichtet (was bei der Vielzahl an Aufnahmen in den höheren Stufen allerdings auch ein deutlicher Mehraufwand wäre). Insofern sind die maximalen Verschlusszeiten auf den Bereich begrenzt, der auch mit einer Einzelaufnahme erzielbar wäre. Im Test bin ich bei 40 mm auf bis zu einer Sekunde gegangen, die Aufnahmen wurden dabei nicht pixelscharf, waren aber noch gut verwendbar. Olympus E-M1X - Olympus M.Zuiko 12-40 mm f/2,8 PRO - f/5,6 - ISO 200 - Live ND32 - 1 Sekunden - Gesamtaufnahme Olympus E-M1X - Olympus M.Zuiko 12-40 mm f/2,8 PRO - f/5,6 - ISO 200 - Live ND32 - 1 Sekunden - Detailaufnahme Live ND32 1 Sekunde (Oben), Ohne Filter 1/30 Sekunde (Unten) Insgesamt konnte mich die Live ND Funktion begeistern, sie funktionierte in meinen Testszenarios fehlerfrei und konnte besonders auch qualitativ überzeugen. Aus meiner Sicht steht daher für mich einer praktischen Nutzung nichts im Wege, im Gegenteil freue ich mich darauf, so einfacher zum gewünschten Ergebnis zu kommen. Die Aufnahmen dieses Berichts könnt ihr in voller Auflösung hier herunterladen. Alle Aufnahmen sind ohne Nachbearbeitung mit Standardwerten aus den RAW-Aufnahmen mittels Olympus Workflow entwickelt worden.
  7. Praxistest: “Wildlife” Der Titel dieses Abschnitts ist etwas missweisend, was allerdings weder an der Kamera noch an mir liegt, sondern den Umständen geschuldet ist: in der Kürze der Zeit ist es wichtig, schnell viele Erfahrungen zu sammeln, mit unterschiedlichen Einstellungen unter ähnlichen Bedingungen. Das klappt für mich hier vor Ort am besten mit Vögeln, dementsprechend geht es vorwiegend um eben diese, und nicht um Wildlife im Allgemeinen. Das Hauptaugenmerk bei diesem Praxistestabschnitt lag natürlich auf den Autofokus-Leistungen, weshalb ich die hier verwendeten Bildserien primär nach diesem Kriterium ausgewählt habe, nicht nach der erzielten Bildqualität. Ich bevorzuge zudem im Normalfall längere Belichtungszeiten für eine höhere Motivdynamik, auch wenn darunter die Schärfe auf Pixelebene leidet, habe für diesen Test aber auch zu kürzeren Zeiten zur besseren Veranschaulichung zurückgegriffen. Olympus E-M1X - Olympus M.Zuiko 300 mm f/4 PRO - ISO 1.000 - f/4,5 - 1/2000 Sekunde - C-AF-Reihe-1 - 27 Bilder in Serie Für mich ist das größte Problem beim Photographieren von fliegenden Vögeln weniger die Geschwindigkeit oder Genauigkeit des Autofokussystems beispielsweise der E-M1 Mark II mit PRO-Objektiven, als vielmehr die Ablenkung durch einen kontraststärkeren Hintergrund. Sowohl die erste Fokussierung als auch während der Aufnahmephase. Die E-M1X vereinfacht dies durch die bereits zuvor erwähnte Funktion “C-AF Mitte Start” und “C-AF-Mitte Priorität”, da damit in Kombination mit einer größeren Fokusfeldgruppe die Startbedingungen verbessert und auch während einer Serie die Nachjustierung auf das Motiv vereinfacht wird, während gleichzeitig meine eigene Nachführgenauigkeit geringer ausfallen kann. Dies ermöglichte es mir, eine geringere C-AF-Empfindlichkeit zu wählen, so dass der Hintergrund seltener ein Problem war. Es ist kein gigantischer Unterschied im Vergleich zur E-M1 Mark II, aber eine sinnvolle Verbesserung des Fokussystems, die mir eine spürbar höhere Quote beschert hat. Olympus E-M1X - Olympus M.Zuiko 300 mm f/4 PRO + Olympus MC-14 - ISO 500 - f/5,6 - 1/800 Sekunde - C-AF-Reihe-2 - 42 Bilder in Serie Neben dem”normalen” C-AF habe ich natürlich auch dem Wunsch der Community folgend ausprobiert, wie gut der C-AF+TR mit dem Modus “Flugzeuge” bei Vögeln funktioniert. Eindeutig waren die Ergebnisse dabei allerdings nicht, was schon mit bei der Identifikation beginnt. Besonders kleinere Vögel (vom Abbildungsmaßstab her, nicht in Bezug auf ihre physische Größe) wurden deutlich seltener als Flugzeug erkannt als entsprechend größere, unabhängig vom Hintergrund und dem Kontrast zum Hintergrund. Während des Trackings spielen die beiden Punkte dann genauso wie die Form, die sich in manchen Flugphasen zwangsläufig deutlich von einem gesunden Flugzeug unterscheidet, eine größere Rolle. Insgesamt war die Ausbeute größer als ohne festgelegtes Trackingobjekt, und gelegentlich war die Identifikation so gut, dass ich berechtigte Hoffnung habe, mit diesem Modus optimiert für Vögel irgendwann sehr gute Ergebnisse erzielen zu können. Diese Hoffnung wird auch genährt von den Erfahrungen, die ich etwa am Modellflugplatz mit diesem Modus sammeln konnte. Bis es allerdings so weit ist, würde ich diesen Modus genauso wie das Tracking ohne Trackingobjekt für die meisten Aufnahmesituationen im Bereich Wildlife nicht empfehlen. Auf einer Flugschau oder an der Rennstrecke sieht das anders aus, schade, dass ich keine Möglichkeit hatte, dies noch intensiver zu testen. Olympus E-M1X - Olympus M.Zuiko 300 mm f/4 PRO - ISO 1.250 - f/4 - 1/2.000 Sekunde - C-AF+TR-Reihe-1 - 25 Bilder in Serie Ein häufig auftretender Fall im Bereich der Naturphotographie ist für mich der schnelle Wechsel zwischen verschiedenen Aufnahmesituationen, wenn ich etwa ein nur kurz ruhendes Tier nach einem vorbeifliegenden Vogel aufnehmen möchte. Hier war die Speicherzeit und das damit einhergehende Warten eine manchmal zu große und häufig nervige Hürde. Die E-M1X macht es in der Beziehung etwas besser, noch während die Aufnahmen weggespeichert werden kann ich Änderungen vornehmen, die dann auch direkt gültig sind. Schnell per Modus-Einstellrad vom S- in den A-Modus ist genausowenig ein Problem wie die Auswahl eines anderen Fokuspunkts oder dem Wechsel der Methode, auch über das SCP oder den Wahlhebel. Bei den entscheidenden Anwendermodi allerdings scheitert dies, weder per Einstellrad noch per direkt zugewiesener Taste kann ich während des Speicherns in einen anderen Custom Mode wechseln, was für mich eine so große und unsinnige Hürde darstellt, dass es sich schlicht nur um einen Fehler handeln kann, der schnell behoben werden sollte (und hoffentlich wird). Nicht unerwähnt lassen möchte ich den Joystick, der natürlich eine Umstellung erfordert (sofern man ihn nicht bereits von anderen Marken her kennt), dann aber für mich deutliche Vorteile bei der Platzierung des Fokusfeldes bietet. Besonders wenn ich im S-AF mit kleinem Fokusfeld kurzzeitig statische Motive ins Visier nehme ist er eine Hilfe, die zwar nicht alles überragt, aber wertvolle Sekundenbruchteile Vorsprung liefert. Und die wiederum können zwischen einem guten und keinem Bild entscheiden. Olympus E-M1X - Olympus M.Zuiko 300 mm f/4 PRO - ISO 1.000 - f/4,5 - 1/2.000 Sekunde - C-AF+TR-Reihe-2 - 52 Bilder in Serie Zu guter Letzt ist gerade im Bereich “Wildlife” ein Blick auf die Akkulaufzeiten sinnvoll. Bei den drei ausgedehnten (und vielen kleineren) Touren in diesem Bereich geriet ich auch über mehrere Stunden nie in Probleme, weder an den warmen Tagen der vergangenen anderthalb Wochen, noch während der Kälte davor oder am heutigen Morgen. Wenn nach dreieinhalb Stunden und 2.776 Bildern bei 8 Grad noch 42% Restkapazität vom ersten Akku verfügbar ist (zweiter Akku 100%), dann ist das ein sehr guter Wert. Und wenn ein ganzer Phototag ohne Gedanken an einen Ersatzakku vergeht, dann erübrigt sich jeder weitere Gedanke daran. Zwar habe ich keinen Laborvergleich zur E-M1 Mark II gemacht, da diese aber ebenfalls immer dabei war und seltener zum Einsatz kam, der Akku allerdings trotzdem in etwa die gleiche Leistung einbüßte, bin ich zufrieden mit den Ergebnissen. Fazit: Damit ist die E-M1X insgesamt keine völlig neue “Welt”, die sich im Bereich “Wildlife” erschließt, aber neben dem von mir bereits mehrfach erwähnten für mich guten Handling gerade mit größeren Objektiven eine leistungsfähige Kamera, die über bisherige Leistungsunterschiede zu Modellen wie der E-M1 Mark II hinaus auch berechtigte Hoffnung auf weitere und deutlichere Verbesserungen macht, wenn in Zukunft mehr und verbesserte Trackingobjekte nachgereicht werden. Die Bildreihen zu den Aufnahmen dieses Beitrags können hier heruntergeladen werden, alle Bilder sind unbearbeitet aus den RAW-Aufnahmen im Olympus Workspace entwickelt: C-AF-Reihe-1 C-AF-Reihe-2 C-AF+TR-Reihe-1 C-AF+TR-Reihe-2
  8. Praxistest: Bildstabilisation und “Handheld High-Res” Wenn Olympus eine Leistungssteigerung bei der Bildstabilisation ankündigt endet das meistens in einem Feuerwerk an Superlativen, das in den Presseberichten und Reviews abgeschossen wird. Ich bemühe mich daher um eine nüchterne, sachliche Einordnung (Spoiler: es klappt nicht ganz). Olympus E-M1X - Olympus M.Zuiko 12-40 mm f/2,8 PRO - ISO 200 - f/5,6 - 21 mm - 2 Sekunden - Freihand Gesamtaufnahme (Oben) - 100% Detailausschnitt (Unten) Verwacklung und Stabilisation sind subjektiv, jeder hat eigene persönliche Grenzen, dementsprechend kann es losgelöst vom standardisierten CIPA-Test große Unterschiede bei den erzielten Leistungen geben. Ich konnte mit der E-M5 und dem 12-40 konnte über alle Brennweite reproduzierbar etwa 4 Blendenstufen gegenüber der bekannten Faustregel stabil halten, bei der E-M1 Mark II sind es etwa 5 Blenden. Mit der E-M1X schaffte ich während meines Tests reproduzierbar 6 Blendenstufen gegenüber der Faustregel, mit längeren Brennweiten, aber auch mit kürzeren Brennweiten und dementsprechend extrem langen Belichtungszeiten. Auch darüber gab es noch scharfe Aufnahmen mit 7 Blendenstufen, und hinreichend scharfe mit 8 Blendenstufen, dann allerdings auch mit einer höheren Quote an Ausschuss. Das sind in meinen Augen phantastische Leistungen, die noch vor einem Jahrzehnt “undenkbar” gewesen wären, und die mich auch jetzt auf den Touren in erstaunen versetzt haben. Allerdings stellt sich inzwischen auch das Gefühl ein, da geht doch bestimmt noch mehr - eigentlich absurd, aber ich bin gespannt, wie weit Olympus dieses Spiel noch treiben kann. Olympus E-M1X - Olympus M.Zuiko 12-40 mm f/2,8 PRO - ISO 200 - f/5,6 - 34 mm - 1/1,6 Sekunde - Freihand Gesamtaufnahme (Oben) - 100% Detailausschnitt (Unten) Eng verbunden mit dem Thema Bildstabilisation ist natürlich der “Handheld-High-Res-Modus”, den ich während meines Tests sowohl im unkritischen Zeitenbereich, aber auch an der Grenze der Möglichkeiten ausprobiert habe. Wie vom Stativmodus der E-M1 Mark II bekannt wird auf Wunsch eine verrechnete High-Res-RAW-Aufnahme im Format *.ORF, aus der gleichen Aufnahmeserie eine “normal” aufgelöste RAW-Aufnahme im Format *.ORI und eine JPEG-Aufnahme mit 50 MP Größe (wahlweise auch 25 MP) gespeichert. Neu ist, dass nun auch die High-Res-RAW-Aufnahme eine Größe von 50 MP (gegenüber 80 MP beim Stativmodus) besitzt. Olympus E-M1X - Olympus M.Zuiko 12-40 mm f/2,8 PRO - ISO 200 - f/5,6 - 12 mm - 1/40 Sekunde - Handheld High-Res Gesamtaufnahme (Oben) - Detailvergleich bei gleicher Ausgabegröße (Mitte) und bei 100%-Ausgabe (Unten), jeweils links High-Res, rechts Normal Trotz der großen Rechenleistung der E-M1X dauert die Erstellung der Aufnahme nach der Belichtung selbst (die Gesamtbelichtungszeit ist natürlich abhängig von der gewählten Belichtungszeit) je nach Motiv noch immer einige Sekunden. Mal schnell lässt sich ein Bild mit der Methode also nicht erstellen. Falls es während der Verrechnung zu einem Problem kommt, wird dies direkt auf dem Sucher oder dem Display angezeigt, leider eben aber nur auf einem von beiden. Erstellt man eine Aufnahme mit dem Sucher, so kann man anschließend nicht auf dem Display erkennen, ob der High-Res-Modus auch wie erwartet funktioniert hat. Das ist Schade, denn so wird die Kontrolle erschwert. Immerhin wird auch im Fall einer fehlgeschlagenen Verrechnung zumindest eine “normal” aufgelöste Aufnahme gespeichert. Olympus E-M1X - Olympus M.Zuiko 12-40 mm f/2,8 PRO - ISO 200 - f/5,6 - 35 mm - 1/8 Sekunde - Handheld High-Res Gesamtaufnahme (Oben) - Detailvergleich bei gleicher Ausgabegröße (Mitte) und bei 100%-Ausgabe (Unten), jeweils links High-Res, rechts Normal Die Qualität der über diesen Modus entstehenden Aufnahmen ist sehr gut, nicht nur was die tatsächliche Auflösung angeht, sondern auch, was die Nachbearbeitungsreserven betrifft. Die Dynamik wird etwas gesteigert, das Rauschen reduziert, darüber hinaus kann aufgrund der besser differenzierteren Details auch gezielter mit der Nachschärfung gearbeitet werden, so dass ein knackigerer Bildeindruck entsteht, ohne zu Artefakten zu führen. Ich empfehle euch, die Beispielaufnahmen herunter zu laden und selbst auszuprobieren, welche Möglichkeiten sich tatsächlich ergeben. Olympus E-M1X - Olympus M.Zuiko 40-150 mm f/2,8 PRO - ISO 200 - f/4 - 150 mm - 1/60 Sekunde - Handheld High-Res Gesamtaufnahme (Oben) - Detailvergleich bei gleicher Ausgabegröße (Mitte) und bei 100%-Ausgabe (Unten), jeweils links High-Res, rechts Normal Wo Licht ist, da ist natürlich auch Schatten, und das ist im Falle des High-Res-Modus noch immer das Thema Artefakte. Bewegung im Motiv kann im besten Fall zu unkritischen Unschärfen, im schlimmsten Fall aber zu künstlichen Geisterbildern führen, die wie eine schlechte Stempelarbeit aussehen und den Bildeindruck schädigen können, je nachdem wie prominent sie im Bild sind. Hier ist dann im Zweifel zwingend Handarbeit notwendig (auch deswegen ist die parallele Speicherung einer Einzelaufnahme sinnvoll und wichtig). Problematisch ist das vor allem, weil sie nur schlecht vorhersehbar sind. Gerade bei einer größeren Ausgabe ist daher eine kritische Nachbetrachtung des Photos zwingend notwendig, sofern nicht sichergestellt werden kann, dass es bei der Aufnahme definitiv keine Bewegung gegeben hat. Olympus E-M1X - Olympus M.Zuiko 12-40 mm f/2,8 PRO - ISO 200 - f/5,6 - 15 mm - 1/30 Sekunde - Handheld High-Res Gesamtaufnahme (Oben) - Detailvergleich bei gleicher Ausgabegröße links High-Res, rechts Normal (Unten) Dieser Schwachpunkt soll aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass bei den passenden Motiven (und das müssen nicht nur Architektur und Studio-Stilleben sein) der High-Res-Modus auch aus der Hand praxistauglich nutzbar ist, eher nicht als Standard, aber für die besonderen Momente. Olympus E-M1X - Olympus M.Zuiko 12-40 mm f/2,8 PRO - ISO 800 - f/5,6 - 12 mm - 1/5 Sekunde - Handheld High-Res Gesamtaufnahme (Oben) - Detailvergleich bei gleicher Ausgabegröße links High-Res, rechts Normal (Unten) Natürlich habe ich mich auch, dem Wunsch aus der Community folgend, mit dem Fisheye am Nachthimmel probiert (auch wenn man die Milchstraße hier nur sehr schwach erlebt, zum Austesten reichte es). Gute Nachrichten gibt es von meiner Seite aus dabei allerdings nicht, denn brauchbare Ergebnisse konnte ich weder bei den gewünschten 10-Sekunden-High-Res-Aufnahmen, noch bei kürzeren 5- oder 2-Sekunden-Aufnahmen erzielen. Bei 10 Sekunden gelang bei überhaupt nur einem Versuch die Verrechnung, die allerdings zu starken Doppelbildern führte. Bei den kürzeren 5- und 2-Sekunden-Aufnahmen gab es mehr Verrechnungen, aber auch keine besseren Ergebnisse. Dabei hatte ich den Eindruck, dass es bei den vielen fehlgeschlagenen Verrechnungen vor allem an den Details scheiterte - gut möglich also, dass dies bei einer deutlich ausprägteren Milchstraße mit höheren Kontrasten besser funktioniert. Ich werde auch deswegen hier nicht behaupten, dass es unmöglich ist, und ich ziehe vor jedem den Hut, der es hinbekommt (denn für gut anderthalb Minuten ruhig gehaltener Gesamtbelichtungszeit muss man fast ein Übermensch sein). Mir war es allerdings nicht möglich. Olympus E-M1X - Olympus M.Zuiko 8 mm f/1,8 Fisheye PRO - ISO 3.200 - f/1,8 - 8 mm - 10 Sekunden - Freihand Gesamtaufnahme (Oben) - Detailvergleich Bildmitte links, Bildecke rechts (Unten) Ein lustiges hatte die Testerei allerdings auch, wenn man geschickt ist, kann man in der Einzelaufnahme seine ganz eigenen Strichspuraufnahmen mit willkürlichem Himmelspol erzeugen. 10 oder 20 Sekunden stabilisiert die E-M1X mit dem Fisheye nämlich durchaus, zumindest im Zentrum. Die Aufnahmen dieses Berichts könnt ihr in voller Auflösung hier herunterladen. Alle Aufnahmen sind ohne Nachbearbeitung mit Standardwerten aus den RAW-Aufnahmen mittels Olympus Workflow entwickelt worden.
  9. Praxistest: Hallensport Die E-M1X war mit beim Handball-Drittligaspiel der HG Saarlouis gegen den VfL Pfullingen, verwendet habe ich sie dabei mit dem M.Zuiko 40-150 mm f/2,8 PRO. Um auf sporttaugliche Verschlusszeiten von 1/400 bis 1/500 Sekunde zu kommen braucht es in der Halle Am Stadtgarten in Saarlouis durchaus ISO 6.400 bei Blende f/2,8, keine leichten Voraussetzungen also, die es zu meistern galt. Vielen Dank an die HG Saarlouis für die gute Kooperation im Rahmen dieses Spiels Spielsituationen sind beim Handball häufig eng und schnell, mit vielen Akteuren und versteckten Würfen, die zusätzlich zu den äußeren Bedingungen den Schwierigkeitsgrad erhöhen. Eine durchaus praktikable Technik ist es daher, mit S-AF zu agieren und auf den richtigen Moment zu warten, ich kenne einige Sportphotographen, die genau so zu ihren Bilder kommen. Mir ging es bei dem Test allerdings vor allem darum herauszufinden, wie gut der kontinuierliche Autofokus einsetzbar ist. Im Vergleich zu früheren Modellen von Olympus gibt es dabei vor allem eine sehr sinnvolle Neuerung, die Mittenpriorität bei Fokusfeldgruppen. Diese umfasst zwei Einstellungen, “C-AF Mitte Start” legt die Priorität des mittlere Feldes der Fokusfeldgruppe beim Start des kontinuierlichen Autofokus fest, “C-AF Mitte Priorität” hingegen definiert, ob auch während der Fokusnachführung die Mitte priorisiert werden soll. Wie zu erwarten ist war beides bei meinen Aufnahmen sehr hilfreich, so dass ich nach ersten Versuchen beim Warmmachen bei dieser Einstellung geblieben bin. Bildserie 1 - Bei der ersten Aufnahme dieses Umschaltspiels liegt die Fokussierung noch falsch, ist aber in den entscheidenden Momentan auf dem Punkt vorhanden (mechanischer Verschluss) Die zweite Neuerung ist eine 5x5-Gruppe sowie die Möglichkeit, eigene Gruppen anzulegen. Ich habe für den Test neben den vordefinierten Gruppe auch mit 5x3, 7x3 und 7x5 experimentiert, und konnte die besten Ergebnisse im Hochformat mit 5x5 und 7x5 jeweils nach oben verschoben erzielen, besonders wenn es um Aktionen am Torraum ging (aber auch beim Umschaltspiel funktionierte diese Einstellung gut). Die Einstellung “C-AF Empfindlichkeit” stellte ich auf das Maximum, um die volle Reaktionsgeschwindigkeit nutzen zu können. Bei zwischenzeitlichen Versuchen mit niedrigeren Werte hatte ich das Gefühl, dass es nicht nur während der Fokussierung selbst zu einer Verzögerung kommt (was ja durchaus Sinn der Einstellung ist), sondern auch das Anspringen etwas verzögert erfolgt. Gut möglich, dass es aber auch nur eine Täuschung war. Bildserie 2 - Nach Motivverdeckung trotzdem noch brauchbare Aufnahmen, grenzwertiger Abschluss (elektronischer Verschluss) Im Einsatz hat mich der Autofokus der E-M1X hingegen nicht ge- oder enttäuscht, und zu keinem Zeitpunkt hatte ich das Gefühl, nicht ich selbst und meine eigene Reaktionsgeschwindigkeit wären die Begrenzung der Leistungsfähigkeit. Die zuvor erwähnte Mittenpriorität macht es deutlich einfacher als bei bisherigen Olympus-Kameras, weil sie es erlaubt, einen größeren Feldbereich zu nutzen und gleichzeitig präzise ein Objektiv zu verfolgen, sofern die eigenen Fähigkeiten dafür reichen. Letzteres war bei mir natürlich nicht immer der Fall, und genau daher resultierte dann auch der meiste Ausschuss. Bildserie 3 - Umschaltspiel über das gesamte Feld (elektronischer Verschluss) Da ich die Kamera fast während des gesamten Spiels im Hochformat nutzte, kann ich auch noch einmal bestätigen, wie gut sie dabei in der Hand lag. Als negativ empfand ich es allerdings, dass Olympus die Nutzer von Handschlaufen augenscheinlich nicht auf dem Schirm hatte, denn dafür notwendige Befestigungspunkte gibt es an der Kamera keine. Bildserie 4 - Umschaltspiel (elektronischer Verschluss) Fazit: Ich bin kein professioneller Sportphotograph, und trotz einiger Erfahrungen ist besonders schneller Hallensport immer wieder eine große Herausforderung. Ich kenne einige Photographen, die mit weniger Technik bessere Ergebnisse erzielen - trotzdem oder gerade deswegen birgt mein Praxistest eine gewisse Aussagekraft. Denn die E-M1X hat es mir ermöglicht, verwertbare Ergebnisse zu liefern. Es gibt viele professionelle Arbeitsfelder, und in den meisten braucht es Flexibilität und Improvisationstalent, um spontan Leistung abrufen zu können. In diesem Fall stand mir die Kamera nicht im Weg, sondern hat mich dabei unterstützt, und zwar in einem höheren Maße, als dies mit anderen Olympus-Kameras in dieser Situation der Fall gewesen wäre. Hallensport war bisher nicht gerade die Paradedisziplin für Micro-Four-Thirds (was natürlich nicht heißt, dass gute Photographen nicht trotzdem gute Ergebnisse erzielen konnten und können), und mit der E-M1X ändert sich daran in meinen Augen ehrlicherweise auch nicht so viel. Sie könnte aber ein guter Schritt in die richtige Richtung sein, wenn ihm weitere folgen. Alle Bilder dieses Beitrags können als JPEGs (ohne Nachbearbeitung, keine Schärfung, keine Entrauschung) in voller Auflösung hier heruntergeladen werden: Bildserie 1 Bildserie 2 Bildserie 3 Bildserie 4
  10. Bei der Vergleichsreihe im vorherigen Beitrag wurden die Aufnahmen mit dem Programm Olympus Workspace ausgegeben, was einer praxisnahen Herangehensweise entspricht. Es fehlen allerdings die in der Praxis üblichen Bearbeitungsschritte, wie beispielsweise Nachschärfung und individuelle Entrauschung. Umgekehrt findet im Zuge der Umsetzung der Rohdaten auch bei gleichen Einstellungen im Programm bereits eine Aufarbeitung statt, die Einfluss auf das Ergebnis nimmt. Aus diesem Grund habe ich die Rohdaten noch einmal linear ohne jegliche Bearbeitung ausgespielt und Weißabgleich sowie Helligkeit egalisiert. Während ich bei der vorherigen Vergleichsreihe bewusst auf eine Kommentierung verzichtet habe, damit die Ergebnisse unvoreingenommen betrachtet werden können, ist es bei diesen Beispielen in meinen Augen notwendig, ein paar Worte zu verlieren. Die Bilder zeigen in gewisser Hinsicht die ungeschönte Wahrheit, sie sind nicht repräsentativ im Vergleich zu den vorherigen Aufnahmen oder im Vergleich zu anderen Testaufnahmen aus dem Netz, sondern nur im direkten Vergleich. Zu erkennen sind bei der E-M1X im Vergleich zur E-M1 Mark II bei ISO 6.400 etwas höhere Mikrokontraste, die Details bleiben besser erhalten und die Farben sind minimal besser ausdifferenziert. Bei höheren Empfindlichkeiten ISO 12.800 und vor allem ISO 25.600 zeigt sich ein zunehmend stärkeres Farbrauschen, dass aber nur wenig Einfluss auf die zuvor erwähnten Vorteile zeigt. Die Unterschiede sind nicht riesig, aber erkennbar (zur korrekten Darstellung bitte Klicken): Weitere Aufschlüsse auf die Ursprünge der in der ersten Bildreihe sichtbaren Unterschiede zeigt ein Vergleich der Dunkelbilder. Dabei wurde der Sensor mit aufgesetztem Objektivdeckel (und gleichem Objektiv) unter gleichen Bedingungen in den verschiedenen Empfindlichkeitsstufen jeweils 60 Sekunden lang belichtet. Die anschließende Aufnahme wurde linear verstärkt und zu Vergleichszwecken entsättigt (zur korrekten Darstellung bitte Klicken): Zu erkennen sind neben einem klar definiertem, scharf abgebildeten Rauschen (es handelt sich dabei vornehmlich um Farbrauschen) bei beiden Kameras vor allem in den Aufnahmen der E-M1 Mark II auch ein weicheres, flächigeres, man könnte auch sagen wolkigeres Rauschen (es handelt sich dabei vornehmlich um Helligkeitsrauschen). Es ist naheliegend davon auszugehen, dass dies der Grund für die minimal schlechteren Mikrokontraste der Kamera im Vergleich zur neuen E-M1X sind. Interessant ist neben einem kurzfristigen Vergleich auch der Vergleich über einen längeren Zeitraum. Zu diesem Zweck habe ich mit beiden Kameras, diesmal allerdings ohne Objektiv, zehn Aufnahmen mit ISO 25.600 und 60 Aufnahmen mit ISO 3.200 in direkter Folge mit jeweils 60 Sekunden Belichtungszeit erstellt. Hier sind die Vergleiche, jeweils das Bild aus der ersten Vergleichsserie, aus der zweiten Serie nach 10 Minuten Gesamtbelichtungszeit, sowie nach insgesamt 70 Minuten Gesamtbelichtungszeit: Bei den Aufnahmen mit niedrigerer Empfindlichkeit (ISO 3.200) ist zu erkennen, dass das Rauschniveau bei der E-M1X geringfügiger ansteigt als bei der E-M1 Mark II, sowohl über 10 wie auch über 70 Minuten. Dementsprechend ist der Unterschied zwischen beiden Aufnahmen nach 70 Minuten größer, als er bei Beginn der Aufnahmen war. Es ist naheliegend, hierfür das verbesserte Wärmemanagement verantwortlich zu machen. Etwas überraschend sind auf den ersten Blick dementsprechend im Vergleich die Aufnahmen bei ISO 25.600, da es hier bei beiden Kameras augenscheinlich keine relevanten Unterschiede im zeitlichen Ablauf gibt. Bei der für diese Empfindlichkeit notwendigen Signalverstärkung spielt das thermische Rauschen augenscheinlich eine untergeordnete Rolle. Ich wurde gebeten, von der auf den RAWs basierenden Vergleichsreihe im vorherigen Beitrag noch eine kleine Auswahl an JPEGs OOC zu zeigen. Dieser Bitte komme ich gern nach, allerdings in einem etwas kleineren Rahmen (ich bitte dafür um Verständnis). Die Kameraparameter waren bei beiden Kameras gleich eingestellt, alle Werte auf 0, Bildmodus neutral, keine Entrauschung (zur korrekten Darstellung bitte Klicken): Die (aus Testgründen) beschnittenen Aufnahmen in voller Auflösung können hier abgerufen werden: E-M1X, ISO 200 E-M1X, ISO 800 E-M1X, ISO 3.200 E-M1X, ISO 12.800 E-M1 Mark II, ISO 200 E-M1 Mark II, ISO 800 E-M1 Mark II, ISO 3.200 E-M1 Mark II, ISO 12.800 Im nächsten Beitrag geht es dann um meine Erfahrungen aus der praktischen Nutzung, endlich
  11. ISO-Reihen E-M1X (Fw 1.0) im Vergleich zur E-M1 Mark II (Fw 2.1) Die Aufnahmen entstanden unter kontrollierten Lichtbedingungen (Lw 3) mit dem M.Zuiko 40-150 mm f/2,8 PRO bei 40 mm Brennweite und Blende f/8, manuell fokussiert im RAW-Format. Sie wurden über den Olympus Workspace ohne weitere Bildverbesserung (keine Entrauschung, keine Nachbearbeitung) ausgespielt. Hier der gesamte Aufbau: Daraus wurden drei Bereiche ausgewählt, die sowohl weiche Strukturen (bspw. Fell, Stoff), feine harte Details (bspw. Kunststoff) wie auch homogene Flächen (Hintergrund) zeigen. Zudem wurde jede Reihe sowohl korrekt belichtet, wie auch um eine Blende unterbelichtet aufgenommen. Hier die Ergebnisse in 100%-Ansicht im direkten Vergleich (zur korrekten Darstellung bitte Klicken): Die (aus Testgründen) beschnittenen Aufnahmen in voller Auflösung (ausgespielt über den Olympus Workspace, s.o., gespeichert als PNG) können unter dem folgenden Link abgerufen werden: E-M1X, ISO 200, Belichtung 0 EV (PNG, ca. 12MB) E-M1-2, ISO 200, Belichtung 0 EV (PNG, ca. 12MB) E-M1X, ISO 200, Belichtung -1 EV (PNG, ca. 12MB) E-M1-2, ISO 200, Belichtung -1 EV (PNG, ca. 12MB) E-M1X, ISO 400, Belichtung 0 EV (PNG, ca. 12MB) E-M1-2, ISO 400, Belichtung 0 EV (PNG, ca. 12MB) E-M1X, ISO 400, Belichtung -1 EV (PNG, ca. 12MB) E-M1-2, ISO 400, Belichtung -1 EV (PNG, ca. 12MB) E-M1X, ISO 800, Belichtung 0 EV (PNG, ca. 12MB) E-M1-2, ISO 800, Belichtung 0 EV (PNG, ca. 12MB) E-M1X, ISO 800, Belichtung -1 EV (PNG, ca. 12MB) E-M1-2, ISO 800, Belichtung -1 EV (PNG, ca. 12MB) E-M1X, ISO 1600, Belichtung 0 EV (PNG, ca. 12MB) E-M1-2, ISO 1600, Belichtung 0 EV (PNG, ca. 12MB) E-M1X, ISO 1600, Belichtung -1 EV (PNG, ca. 12MB) E-M1-2, ISO 1600, Belichtung -1 EV (PNG, ca. 12MB) E-M1X, ISO 3200, Belichtung 0 EV (PNG, ca. 12MB) E-M1-2, ISO 3200, Belichtung 0 EV (PNG, ca. 12MB) E-M1X, ISO 3200, Belichtung -1 EV (PNG, ca. 12MB) E-M1-2, ISO 3200, Belichtung -1 EV (PNG, ca. 12MB) E-M1X, ISO 6400, Belichtung 0 EV (PNG, ca. 12MB) E-M1-2, ISO 6400, Belichtung 0 EV (PNG, ca. 12MB) E-M1X, ISO 6400, Belichtung -1 EV (PNG, ca. 12MB) E-M1-2, ISO 6400, Belichtung -1 EV (PNG, ca. 12MB) E-M1X, ISO 12800, Belichtung 0 EV (PNG, ca. 12MB) E-M1-2, ISO 12800, Belichtung 0 EV (PNG, ca. 12MB) E-M1X, ISO 12800, Belichtung -1 EV (PNG, ca. 12MB) E-M1-2, ISO 12800, Belichtung -1 EV (PNG, ca. 12MB) E-M1X, ISO 25600, Belichtung 0 EV (PNG, ca. 12MB) E-M1-2, ISO 25600, Belichtung 0 EV (PNG, ca. 12MB) E-M1X, ISO 25600, Belichtung -1 EV (PNG, ca. 12MB) E-M1-2, ISO 25600, Belichtung -1 EV (PNG, ca. 12MB)
  12. Hallo, ich werde euch in der nächsten Zeit in diesem Thema meinen Testbericht zum neuen Olympus M.Zuiko Digital ED 12-200 mm 1:3.5-6.3 präsentieren. Dabei werde ich objektive Messungen und Vergleichsbilder erstellen, aber auch meine persönlichen Eindrücke und Schlussfolgerungen aus der praktischen Nutzung schildern. Letztere sind natürlich subjektiv und nicht allgemeingültig, sie entsprechen meinen Wahrnehmungen und Ansichten. Das Objektiv wurde mir von Olympus zur Verfügung gestellt, und ich werde für den Test des Objektivs vom Oly-Forum bezahlt - meine Meinung ist allerdings nicht käuflich. Vielen Dank an Mike, der mir sein 14-150 mm II für den Vergleich geliehen hat. Gehäuse und Bedienung Vorweg, geliefert wurde mir das Testexemplar in der Verkaufsverpackung inklusive dem Objektivdeckel mit Inneneingriff und der Streulichtblende, wir klären aber noch explizit ab, ob dies auch dem Lieferumfang der Serienexemplare entspricht. In der dreigeteilten Objektivpalette von Olympus ordnet sich das 12-200 mm Superzoom in den Standardbereich ein, entsprechend ist auch sein Erscheinungsbild, was aber keinesfalls negativ gemeint ist. Die Oberflächen sind aus Kunststoff (das Bajonett allerdings aus Metall), auch die Einstellringe, die mit der bekannten und guten Strukturierung aufwarten und dementsprechend griffig zu bedienen sind. Die Fokussierung ist leichtgängig, der Tubus sitzt ohne Spiel und die Zoomverstellung bietet einen angemessenen, gleichmäßigen Widerstand, allerdings leider nicht über den gesamten Brennweitenbereich. Im Telebereich ab etwa 150 mm ist der Widerstand in jeder Objektivlage spürbar ungleichmäßig, und auch nahe der äußersten Weitwinkelstellung kann man in manchen Lagen leichte Ungleichmäßigkeiten erfühlen. Im normalen Photoalltag ist das kein großes Problem, bei Zoomfahrten während eines Videos hingegen kann dies stören. Positiv ist, dass der Tubus weder von allein aus- noch einfährt (wenn das Objektiv nach unten oder oben gehalten wird), auch wenn ich natürlich nicht weiß, ob dies auch nach etlichen Monaten und Jahren des Einsatzes noch genauso ist. Während des bisherigen Tests habe ich jedenfalls keine Änderung beobachtet. Insgesamt kommt das Anfassgefühl des Superzooms natürlich nicht an jenes eines PRO-Objektivs heran, die Robustheit soll es allerdings, behauptet der Hersteller. Neben dem Dichtring am Bajonett, der die Verbindung zur Kamera schützt, ist das 12-200 mm selbst mittels Dichtungen gegen Staub und Spritzwasser geschützt, im gleichen Maße wie die höherklassigen (und spürbar teureren) Geschwister. Ich selbst kann durchaus bestätigen, dass auch ein plötzlicher und anhaltender Starkregen keine Probleme verursacht hat und auch die Nutzung nicht eingeschränkt war (solange ich mit dem Wind photographiert habe). Der Autofokus funktioniert sehr schnell, und wie das Label MSC schon vermuten lässt fast lautlos. Natürlich muss sich ein Objektiv immer mit der Konkurrenz, besonders aus dem eigenen Hause, vergleichen lassen. Olympus hat schon seit Jahren ein 14-150 mm Superzoom im Programm, inzwischen in der zweiten Version, ebenfalls abgedichtet und im direkten Vergleich doch ein Stück weit (und durchaus auch spürbar) kompakter und leichter. Dafür aber auch mit einem kleineren Brennweitenbereich, was vor allem im Weitwinkel-, aber auch im Telebereich durchaus sichtbar wird. Von Außen betrachtet ist daher das Olympus 12-200 mm Superzoom durchaus eine interessante und passende Ergänzung des Objektivsortiments. Wie gut allerdings die Bildqualität ausfällt, auch im Vergleich zum Olympus 14-150, und wie es sich in der Praxis schlägt, werde ich in den nächsten Beiträgen zeigen. Kommentare bitte im Diskussionsthema zu diesem Objektiv Ergänzung Hier ist auch noch der Vergleich der maximalen numerischen Lichtstärke über den gesamten Brennweitenbereich. Es ist leicht zu erkennen, dass es im Weitwinkelbereich keinen und bis in den leichten Telebereich keinen relevanten Unterschied in der Lichtstärke zwischen beiden Objektiven gibt. Erst bei den langen Brennweiten ist der Unterschied deutlicher - wenn man davon aus praktischer Sicht bei einer Drittelblende überhaupt sprechen kann (aber Zahlen haben ja ihre eigene Magie).
  13. Hallo, ich heiße Sascha und werde euch in der nächsten Zeit in diesem Thema meinen Testbericht zur neuen Olympus OM-D E-M1X präsentieren. Dabei werde ich eure Testwünsche berücksichtigen (soweit mir das möglich ist) und objektive Messungen und Vergleichsbilder erstellen, aber auch meine persönlichen Eindrücke und Schlussfolgerungen aus der praktischen Nutzung der Kamera heraus schildern. Letztere sind natürlich subjektiv und nicht allgemeingültig, sie entsprechen meinen Wahrnehmungen und Ansichten. Die E-M1X wurde mir von Olympus zur Verfügung gestellt, und ich werde für den Test der Kamera bezahlt - meine Meinung ist allerdings nicht käuflich. Bevor es nun losgeht möchte ich noch darauf hinweisen, dass ihr im bestehenden Diskussionsthema zu diesem Testbericht auch weiterhin Wünsche für den Test (bzw. für bestimmte Testszenarien) im entsprechenden Thema äußern könnt, ich werde versuchen, sie so weit es geht zu berücksichtigen. Gehäuse und Bedienung In gewisser Weise steht die Olympus OM-D E-M1X in der Tradition der Olympus E-1, der vor gut fünfzehn Jahren erschienenen ersten Four-Thirds-Kamera mit ihrer fast schon legendären Robustheit und dem ergonomischen Design, dass noch heute die Fans ins schwärmen bringt. Beide Disziplinen beherrscht auch die neue E-M1X, die den Elementen genauso trotzt wie man es von den Spitzenmodellen von Olympus seit der E-1 gewohnt ist, aber eben auch sehr gut in meiner Hand liegt. Es ist kein riesiger Unterschied im Vergleich zur etwas älteren (aber noch immer aktuellen) Halbschwester E-M1 Mark II, vorausgesetzt, diese wird mit dem optionalen Hochformatgriff verwendet. Aber es sind die kleinen Verbesserungen, der für meine Hände optimal ausgeprägte Griff, die angenehme und griffige Daumenablage, dieser Eindruck einer monolithischen Einheit, der dazu beiträgt, dass das Anfassgefühl bei mir keine Wünsche offen lässt. Monolith ist allerdings in doppelter Hinsicht passend, denn das Gewicht ist tatsächlich nicht zu unterschätzen, besonders dann, wenn man keine großen Objektive verwendet. Schon mit dem M.Zuiko 12-40 mm f/2,8 PRO liegt sie nicht ganz auf meiner Wellenlänge, ist aber noch gut benutzbar. Das M.Zuiko 40-150 mm f/2,8 PRO hingegen erscheint wie der natürliche Tanzpartner dieser Kamera, denn damit wandelt sich der Gewichtsnachteil in einen Gleichgewichtsvorteil. Es macht Spaß, die Kamera genau in dieser Kombination zu verwenden. Groß ist immer relativ. Das Bedienlayout ist in meinen Augen im wesentlichen gelungen, die Einstellräder sitzen an der für mich richtigen Stelle, die unterschiedliche Gestaltung der Tasten ist sinnvoll und erlaubt wie gewünscht die eindeutige Erkennung der Funktion bei der blinden Bedienung. Auch die neue Position des Menü-Knopfes auf der linken Seite erachte ich persönlich als vorteilhaft, die zweihändige Bedienung überwiegt in der Praxis gerade aufgrund der Größe von Kamera und montiertem Objektiv, und geht damit deutlich flüssiger von der Hand. So sinnvoll diese Anpassungen allerdings für die Bedienung der E-M1X auch sind, zum Teil verkomplizieren sie eine parallele Nutzung der Kamera etwa zusammen mit der E-M1 Mark II. Natürlich lassen sich Veränderungen nicht vermeiden, wenn es um Verbesserungen geht, manche sind allerdings nur schwer nachzuvollziehen (beispielsweise die Neugestaltung des Wahlhebels/FN-Schalters). Diese Probleme umgeht man natürlich, wenn man zwei E-M1X parallel nutzt. Der Joystick hat bisher viel Lob und Kritik geerntet, für mich überwiegt aktuell der positive Eindruck - er ist klar in seiner Auslegung und Verstellung in alle acht Richtungen, und auch die Tastenfunktion arbeitet wie gewünscht (und klappt bei mir ohne Verstellung in eine Richtung). Die Anschlagpunkte könnten etwas eindeutiger sein, sicherlich, aber in der Praxis hat sich das bisher nicht als Problem herausgestellt, weil die Wirkung direkt sichtbar ist und dadurch zumindest bei mir keine Fehler entstanden. Da die Frage gestellt wurde: ja, über den Joystick lässt sich das Fokusfeld auch im Video-Modus verschieben, sowohl vor wie auch während der Aufnahme, was dementsprechend gut zur Steuerung des Fokus genutzt werden kann. Und dann ist da ja noch der Sucher. Groß ist er, was im Querformat bereits deutlich wird, im Hochformat aber einen noch stärkeren Eindruck hinterlässt, denn es fühlt sich spürbar weniger so an, als würde man durch einen Türspalt blicken. Das wird besonders im direkten Vergleich mit der “natürlichen Referenz” E-M1 Mark II deutlich, im Querformat ist der Größenzuwachs schön, im Hochformat sehr schön. Mehr Fläche bei gleicher Auflösung bedeutet allerdings auch eine etwas gröbere Darstellung, was im Bild nur leicht auffällt, beim Overlay der Kameradaten hingegen etwas besser sichtbar wird - und dort zum Glück am wenigsten stört. Besser ist die Leistung beim Thema Geschwindigkeit, nicht beim ersten durchschauen, sondern dann, wenn schnelle Motivbewegungen ins Spiel kommen. Es wäre nun übertrieben zu behaupten, Welten liegen zwischen der Darstellung - aber es ist eine Verbesserung, die besonders dann nützlich ist, wenn eben Geschwindigkeit eine Rolle spielt. Und das dürfte bei der gesamten Auslegung der Kamera durchaus nicht so selten sein. Eine weitere willkommene Verbesserung ist der überarbeitete Live-View-Boost (LV-Erweiterung). Bisher war ich kein großer Freund dieser Funktion und nutzte sie daher selbst bei wenig Licht nur selten, weil die Darstellungsgeschwindigkeit einfach so stark zu wünschen übrig ließ, dass sich in meinen Aufnahmesituation kaum ein Vorteil ergab. Mit der neuen LV-Erweiterung der E-M1X sieht es nun anders aus, das Bild ist zwar minimal dunkler, dafür aber nahezu verzögerungsfrei auch bei extrem wenig Licht. Damit ergibt diese Funktion für mich deutlich mehr Sinn. Soweit meine ersten Eindrücke zum Gehäuse und zur Bedienung, im nächsten Beitrag wird es dann um die Bildqualität des Sensors gehen. Kommentare bitte im Diskussionsthema zu diesem Testbericht
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