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Sascha S.

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Beiträge erstellt von Sascha S.

  1. Farbsäume, Gegenlichtverhalten und Beispielaufnahmen

    Mit den heutigen M√∂glichkeiten der digitalen Bildverarbeitung sind Farbs√§ume f√ľr das Bild selbst inzwischen selten ein Problem, sie k√∂nnen allerdings einen gro√üen Einfluss auf die Aufl√∂sung und das Detailverhalten bei hohen Kontrasten haben. Aus diesem Grund habe ich mir vom 12-200 im Vergleich zum 14-150 I und 14-150 II mal unbearbeitete, lineare Konvertierungen aus dem RAW angeschaut. Diese Art der Darstellung ist nat√ľrlich nicht repr√§sentativ f√ľr das sp√§tere Bild, es geht hier nur um R√ľckschl√ľsse.

    Stellvertretend zeige ich drei Ausschnitte, aus der Weitwinkelstellung (12/14 mm), dem zuvor bereits als kritischen empfundenen Bereich der ‚ÄúPortraitbrennweiten‚ÄĚ (40 mm), und der maximalen Telestellung (150/200 mm). F√ľr erstere und letztere jeweils nur ein repr√§sentativer Bildbereich, da hier keine gro√üen Unterschiede auftraten, bei 40 mm getrennt nach Bildmitte und Bildrand, um die Differenz zu verdeutlichen.

    CA_12-14.thumb.png.ac92dee4455e888dfed857e316ebd66b.png

    In der maximalen Weitwinkelstellung zeigen sich beim neuen 12-200 nur geringe chromatische Aberrationen, die sich relativ leicht und gut entfernen lassen (JPEG aus der Kamera bzw. sp√§ter in der Nachbearbeitung). Bei 14 mm, also der Vergleichsbrennweite zu den beiden √§lteren Superzooms, sind sie zwar etwas st√§rker ausgepr√§gt, fallen aber immer noch geringer aus als bei beiden 14-150-mm-Objektiven. Insgesamt kein gro√üer Unterschied, und keiner, der f√ľr das gesamte Bild irgendwie relevant w√§re.

    CA_150-200.png.d8e7ca59ee32f8fdc35c54a2aed3ef6b.png

    Im Telebereich sieht die Situation bei der Vergleichsbrennweite von 150 mm noch ähnlich aus, auch hier ist der Fehler beim 12-200 erfreulich gering und etwas geringer als bei den beiden 14-150-Versionen, die ihrerseits auch keine besonders starken chromatischen Aberrationen zeigen. Ein anderes Bild zeigt sich allerdings bei 200 mm Brennweite, hier zeigen sich deutlichere Farbsäume, die dann auch Einfluss auf das gesamte Bild nehmen können, entweder direkt sichtbar, oder indirekt in Form einer verringerten Detailauflösung und -schärfe, sofern man sie per Software korrigiert.

    CA_40_Zentrum.thumb.png.3cec9665b106105ea41c8f429db6fe78.png  CA_40_Bildecke.thumb.png.643a2468d9e46aa67fa27006d4a76bc8.png

    W√§hrend bei k√ľrzeren und l√§ngeren Brennweiten vor allem Farbquerfehler sichtbar werden, sieht die Situation bei 40 mm hingegen anders aus. Zwar ist die Bildmitte bei allen drei Modellen noch ordentlich (links), am Bildrand hingegen offenbart das 12-200 sehr starke chromatische Aberrationen in Form eines ausgepr√§gten Farbl√§ngsfehlers (rechts), der sich zwar durch abblenden deutlich reduzieren l√§sst, bei offeneren Blenden aber gr√∂√üeren Einfluss auf die Kontrastkanten nimmt. Dies d√ľrfte mit ein Grund f√ľr die Probleme des Objektivs an den √§u√üeren Bildr√§ndern bei dieser Brennweite sein.

    Das Gegenlichtverhalten kann ich bei k√ľrzeren Brennweiten durchaus als gut bewerten, der Einfluss auf die Kontraste ist gering und es gibt keine gro√üfl√§chigen Reflexionen, lediglich die bei solchen Objektivkonstruktionen fast unvermeidlichen, klar definierten Blendenflecke k√∂nnen im schlimmsten Fall st√∂ren, in den meisten F√§llen verhalten sie sich unauff√§llig.¬†
    Bei l√§ngeren Brennweiten steigt leider der Einfluss des Gegenlichts auf die Kontraste, so dass ich das Verhalten hier ‚Äúnur‚ÄĚ noch als brauchbar einordne.¬†

    Gesamtfazit

    Olympus E-M1 Mark II - Olympus M.Zuiko 12-200 mm f/3,5-6,3
    Links: 18 mm - f/4,3 - 1/640 Sekunde - ISO 200 // Rechts: 70 mm - f/6,1 - 1/200 Sekunde - ISO 200

    2080073774_Beispielbilder_12-200(1).jpg.f13223c89c6737efe7efa7e610d6b5cd.jpg  2028927851_Beispielbilder_12-200(2).jpg.b04a761150d3a50a4a4f993eb93adf51.jpg

    Ein Superzoom-Objektiv konterkariert gedanklich im ersten Moment den Sinn einer Systemkamera (und wer tats√§chlich nur ein solches Objektiv einsetzen m√∂chte, der ist mit den heute wirklich guten Bridgekameras vielleicht besser bedient), tats√§chlich aber kann ein Universalzoom f√ľr alle Gelegenheiten, das punktuell durch weitere Objektive und gegebenenfalls auch Spezialobjektive erg√§nzt wird, sehr viel Sinn ergeben. Das Olympus M.Zuiko 12-200 mm sticht in keiner Disziplin besonders heraus, es liefert aber √ľber den gesamten Brennweitenbereich eine gut brauchbare Abbildungsleistung, vor allem wenn es abgeblendet verwendet wird. Die einzige hervorstechende Schw√§che liegt um den Normalbereich herum, und selbst dort geht es vor allem um die R√§nder. In der Praxis hat sich das als zwar sichtbar, aber weitgehend unkritisch pr√§sentiert.¬†

    Olympus E-M1 Mark II (links) / E-M1X (rechts) - Olympus M.Zuiko 12-200 mm f/3,5-6,3
    Links: 200 mm - f/6,3 - 1/200 Sekunde - ISO 200 // Rechts: 200 mm - f/6,3 - 1/250 Sekunde - ISO 500

    1266966463_Beispielbilder_12-200(3).jpg.64c8332fe52076aa7a898d6263e7f350.jpg  1312505598_Beispielbilder_12-200(5).jpg.a970276e85d4b429edb9ad450b63e78e.jpg

    √úberhaupt hinterl√§sst das Objektiv in der Praxis einen guten Eindruck, der Autofokus ist schnell und hat nie Probleme verursacht, die Wetterfestigkeit reduziert die Sorgen selbst bei einem Starkregen (getestet!), und der erweiterte Brennweitenbereich ist besonders durch die geringere Naheinstellgrenze √ľber einen gro√üen Teil eine willkommene Erweiterung der M√∂glichkeiten.¬†

    Olympus E-M1 Mark II - Olympus M.Zuiko 12-200 mm f/3,5-6,3
    Links: 20 mm - f/8 - 1/1.000 Sekunde - ISO 200 // Rechts: 200 mm - f/7,1 - 1/500 Sekunde - ISO 800

    8227736_Beispielbilder_12-200(6).jpg.c44a7ceb0d5ef03297bbe032e13f2346.jpg  694645510_Beispielbilder_12-200(7).jpg.1aa4183b77979a404a0b5ba67950571b.jpg

    Lohnt es sich? Wenn man mehr Interesse an dem Festhalten der Erinnerungen als der Qualit√§t auf Pixelebene hat, definitiv (auch wenn diese, wie die Beispiele zeigen, besser ist als man es noch vor Jahren von Superzoomobjektiven erwarten konnte). F√ľr die schwierigen Situationen lohnt sich dann eine sinnvolle Erg√§nzung, beispielsweise eine lichtstarke Festbrennweite. Genau da liegt dann der Vorteil einer Systemkamera. Wer hingegen das 14-150 II hat, der muss sich nat√ľrlich fragen, ob die erweiterten M√∂glichkeiten Sinn ergeben. Denn Qualitativ ist der Unterschied zwischen den beiden sehr gering, und f√§llt nicht immer zu Gunsten des 12-200 aus. 12 mm statt 14 mm, 200 mm statt 150 mm, vor allem die Naheinstellgrenze, aber eben auch 455 g statt 285 g - die Entscheidung kann und m√∂chte ich niemandem abnehmen.

    Olympus E-M1 Mark II - Olympus M.Zuiko 12-200 mm f/3,5-6,3 - 12 mm - f/4 - 1/2.500 Sekunde - ISO 200

    1162092416_Beispielbilder_12-200(4).jpg.54b875fc38eff694fee4ab2d64a91f73.jpg

    Wer mit den grunds√§tzlichen Einschr√§nkungen eines Superzoom-Objektiv leben kann und bisher kein solches Objektiv besitzt, dem w√ľrde ich allerdings jederzeit einen Blick auf das neue 12-200 empfehlen. Und vielleicht auch einen zweiten auf die Bilder.

    Alle Beispielaufnahmen aus diesem Beitrag können unter diesem Link unbearbeitet und in voller Auflösung heruntergeladen werden.

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  2. vor 1 Stunde schrieb king kong:

    Beim Nahgrenze und Arbeitsabstand fehlen mir in der Tabelle die Einheiten. Im Text sind es bei der Aufnahmeentfernung (Sensor - Objekt?) Meter. Sind es in der Tabelle auch Meter? Beim 12-200 ist der Arbeitsabstand (Abstand Frontlinse - Objekt?) in der Tabelle 0,2 irgendwas bis 42,4 irgendwas bei 200mm.

    Bitte freundlich um Erhellung!

     

    V√∂llig korrekter Einwand, ich habe die Einheiten im Text hinzu gef√ľgt und vereinheitlicht, alle Angaben sind nun in Zentimeter. Als "Arbeitsabstand" bezeichnet man den Abstand zwischen Frontlinse und Objekt im Gegensatz zur "Naheinstellgrenze", die den Abstand zwischen Sensor und Objekt kennzeichnet. "Aufnahmeentfernung" ist die Bezeichnung von Olympus f√ľr die "Naheinstellgrenze". Ich hoffe, das kl√§rt die Situation auf,¬†entschuldige bitte die Verwirrung. ūüôā¬†

  3. Nahbereich 

    Bei den technischen Angaben zur maximalen Vergrößerung unterscheiden sich die beiden Objektive Olympus M.Zuiko 12-200 mm und M.Zuiko 14-150 mm II nominell kaum voneinander, bei ersterem wird ein Wert von 0,23x (1:4,3) Vergrößerung genannt, bei letzterem 0,22x (1:4,5). Interessant sind aber die Angaben zur minimalen Aufnahmeentfernung, beim 14-150 II werden 50 cm genannt, beim 12-200 hingegen zwei Werte, 22 cm in der Weitwinkel- und 70 cm in der Telestellung. Grund genug, einmal nachzumessen:

    Nahvergleich.png.a354ef6cdea20293461bc13fb358d17a.png

    Angegeben ist jeweils die Naheinstellgrenze ab der Sensorebene in Zentimeter, der daraus resultierende freie Arbeitsabstand in Zentimeter, sowie die Vergr√∂√üerung gemessen am unkorrigiertem RAW in der Fokusebene. Alle Werte gelten f√ľr die manuelle Fokussierung, der Autofokusbereich ist traditionell etwas enger und zeigt daher geringf√ľgig ‚Äúschlechtere‚ÄĚ Werte.¬†

    Auff√§llig sind bei den Daten zwei Punkte: zum einen die sp√ľrbar gr√∂√üere Naheinstellgrenze des 12-200 bei einer Brennweite von nominell 150 mm trotz gleicher Vergr√∂√üerung (die tats√§chliche Brennweite reduziert sich also weniger stark im Vergleich zum 14-150 II), so dass sich trotz l√§ngerem Objektiv ein angenehmerer Arbeitsabstand erzielen l√§sst.¬†

    Hinweis: Die angegebene Brennweite bezieht sich immer auf die Fokussierung auf ‚Äúunendlich‚ÄĚ. Je nach Konstruktionsweise kann sich die tats√§chliche Brennweite im Nahbereich zum Teil deutlich von der nominellen Brennweite abweichen.¬†

    Zum anderen die besonders deutlichen Unterschiede im Weitwinkelbereich, in dem das √§ltere Superzoom kaum Gestaltungsm√∂glichkeiten f√ľr Nahaufnahmen bietet, w√§hrend das neue 12-200 hier ziemlich gute Werte zeigt. So gute, dass in der maximalen Weitwinkelstellung das Objektiv sich an der Naheinstellgrenze fast selbst im Weg ist.¬†

    Da ein Bild aber mehr als 1.000 Worte sagt, hier der Unterschied im Weitwinkel demonstriert:


    12-200 bei 12 mm an der Naheinstellgrenze (links), 14-150 II bei 14 mm an der Naheinstellgrenze (rechts)

    Makro_12_preview.thumb.png.b6da541ff8e72c138e48af3eb4525d6a.png  Makro_14_preview.thumb.png.777bd68b0fe445f19f295524cefe5579.png

    Wie gut das 12-200 im Nahbereich abbildet habe ich wie beim vorherigen Vergleich an verschiedenen Motiven getestet und wieder eine Serie ausgew√§hlt, die nach meiner Auswertung aller Bilder das Ergebnis am besten widerspiegelt (auch wenn im Bild schwache Kontraste √ľberwiegen).

    Makro_12.thumb.png.758957b650a207545c4827a927a6f0d3.png

    In der Weitwinkelstellung zeigt das 12-200 bereits ordentliche Abbildungsleistungen bei offener Blende, die sich mit zunehmendem Abblenden weiter verbessern. Spätestens bei Blende 8 wird eine gute Abbildungsleistung auch bei schwachen Kontrasten erzielt.

    Makro_200.thumb.png.98fc0cb60258181c0da539d696c052b2.png

    In der Telestellung ist diese Qualität leider nicht zu erzielen, bei offener Blende ist die Abbildung kontrast- und detailarm, erst bei Blende 11 wird eine brauchbare Qualität erzielt. 

    Fazit:

    Im Vergleich zum 14-150 II bietet das 12-200 deutlich mehr Gestaltungsspielraum f√ľr Aufnahmen im Nahbereich und erlaubt so beispielsweise mehr Perspektiven oder gar andere Motive. Noch etwas mehr als im Fernbereich steht dabei aber das gesamte Bild im Vordergrund, nicht so sehr die Qualit√§t in der 100%-Ansicht. Abgeblendet erreicht es dann aber √ľber den gesamten Brennweitenbereich ordentliche Leistungen.¬†
     

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  4. Fernbereich

    F√ľr den ersten Vergleich zwischen den drei Superzoom-Objektiven von Olympus habe ich an einem windstillen Tag ein geeignetes Motiv in mittlerer Distanz gesucht, dass plakativ f√ľr eine Beurteilung der Objektivleistungen im typischen Fernbereich dienen kann. Es ist kein allumfassender Test, erlaubt aber eine praxisnahe Beurteilung der Abbildungsleistungen. Die Aufnahmen entstanden mit der Olympus E-M1 Mark II von einem stabilen Stativ mit elektronischem Verschluss und Fernausl√∂ser, Autofokussiert mit manueller Sch√§rfekontrolle.

    12/14 mm

    Zunächst ein Vergleich der beiden Bildausschnitte bei 12 mm (links) und 14 mm Brennweite (rechts), die nicht der Beurteilung Qualität dient, sondern den Unterschied zwischen der Weitwinkelstellung der Objektive zeigt. Daraus ausgewählt wurde ein Bereich aus der Bildmitte (immer links) sowie einer vom Bildrand (immer rechts).

    Vergleich_12_preview.thumb.jpg.6412ab40c073482d285f74f42e75997e.jpg  Vergleich_14_preview.thumb.jpg.168fc118c8a942c5d09c3f506d85b875.jpg

    Vergleich_12-14_Zentrum.thumb.png.268e5727bcbfd694c3447c7d819cd67b.png  Vergleich_12-14_Bildrand.thumb.png.4ed951a843d6a561be4bbd4c4d546cb0.png

    Es ist zu erkennen, dass im Zentrum die beiden √§lteren Superzooms 14-150 und 14-150 II bei offener Blende, aber auch abgeblendet eine leicht h√∂here Aufl√∂sung zeigen, ein Unterschied, der im direkten Vergleich unmittelbar sichtbar wird, in der praktischen Einzelbetrachtung aber nicht stark ins Gewicht f√§llt. Anders sieht dies am Bildrand aus, hier ist das neue 12-200 im Vorteil und zeigt bereits bei offener Blende eine bessere Abbildungsleistung, die sich durch Abblenden zudem deutlicher verbessert als bei den beiden √§lteren Modellen. Auch hier f√§llt der Unterschied im direkten Vergleich nat√ľrlich st√§rker auf als in der Praxis, allerdings ist er absolut betrachtet gr√∂√üer. Vereinfacht gesagt zeigt das 12-200 in der Weitwinkelstellung ein homogeneres Bild als die beiden Modelle mit 14-150 mm Brennweite.

    30 mm

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    Vergleich_30_Zentrum.thumb.png.f963bde67ff1a6e289d46c8ff74ca447.png  Vergleich_30_Bildrand.thumb.png.561f4db44a69be210a9197dffccb5a04.png

    Bei einer Brennweite von etwa 30 mm zeigt sich ein g√§nzlich anderes Ergebnis. Im Bildzentrum liegen alle drei Objektive auf einem sehr √§hnlichen Niveau mit leichten, aber in der Praxis quasi irrelevanten Vorteilen f√ľr das 12-200. Am Bildrand hingegen ist der Unterschied zwischen den Objektivkonstruktionen hingegen sehr deutlich, zu ungunsten des neuen Modells. Tats√§chlich ist der bildqualitative Nachteil so auff√§llig, dass ich erst an einen Fehler bei der Aufnahme dachte - allerdings zeigte sich die gleiche Unsch√§rfe auch in anderen Bildern mit diesem Objektiv, so dass sie zumindest f√ľr mein getestetes Exemplar repr√§sentativ ist.¬†

    60 mm

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    Vergleich_60_Zentrum.thumb.png.719c9834d984d133025c2f654a5788a1.png  Vergleich_60_Bildrand.thumb.png.dfae7a9b1ba929ac19238fa2abaf83fa.png

    Etwa 60 mm betrug die Brennweite bei der dritten Vergleichsreihe, und hier ist von der auffälligen Schwäche keine Spur mehr. Im Bildzentrum ist das 12-200 mindestens genauso hoch auflösend wie das 14-150 II, während das 14-150 der ersten Generation auffällig abbaut. Am Bildrand bildet das 14-150 II bei 60 mm besser ab als das neuere 12-200, der Unterschied ist allerdings nicht besonders groß. Interessant sind die Unterschiede im allgemeinen Kontrastverhalten, die hier einen größeren Unterschied suggerieren, und die bis zur maximalen Brennweite bestehen bleiben. Das 14-150 I ist an dieser Stelle abermals das Schwächste. 

    100 mm

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    Vergleich_100_Zentrum.thumb.png.fd585ae29218e06af18ea3715b75e468.png  Vergleich_100_Bildrand.thumb.png.3acc344a7bc37af2df9c32e1c4943c68.png

    Bei 100 mm Brennweite gibt es im Zentrum wiederum keine nennenswerten Unterschiede zwischen dem 12-200 und dem 14-150 II, nur das 14-150 I zeigt etwas schw√§chere Leistungen. Daf√ľr ist dieses am Bildrand auff√§llig gut, w√§hrend das 14-150 II und vor allem das 12-200 im direkten Vergleich sichtbar schlechter abschneiden, im Falle des 12-200 wieder mit dem auff√§lligen Kontrastverlust.¬†

    150/200 mm

    Die letzte Vergleichsreihe wurde bei 150 mm (links) bzw. 200 mm (rechts) durchgef√ľhrt, auch hier zun√§chst wieder zwei Aufnahmen, die den Unterschied verdeutlichen.

    Vergleich_150_preview.thumb.jpg.29f66df6d7cea81c0978d49a583f4c0d.jpg  Vergleich_200_preview.thumb.jpg.259f2bc9e56babadec48389ede429e8f.jpg

    Vergleich_150-200_Zentrum.thumb.png.ae2ddeb1b74de66246b2db3c3b916c22.png  Vergleich_150-200_Bildrand.thumb.png.1e3fedc1db07387bc63df6f006584e56.png

    Bei den Bildausschnitten ergibt sich wieder das √ľbliche Bild, 12-200 und 14-150 II sind im Zentrum auf einem sehr √§hnlichen Niveau und zeigen nur beim Kontrast leichte unterschiede, w√§hrend das 14-150 der ersten Generation sichtbar schw√§cher abbildet.¬†
    Interessant finde ich den Vergleich am Bildrand, denn hier tr√ľgt der schw√§chere Kontrast den Eindruck, tats√§chlich liefert das 12-200 aber eine recht gute Leistung ab und zeigt mehr Details als die beiden 14-150, sowohl bei gleicher wie auch bei der maximalen Brennweite von 200 mm.¬†

    Fazit:
    Das 12-200 zeigt einige f√ľr ein Superzoom untypische Eigenschaften, in dem es sowohl in der Ultraweitwinkelstellung gut und in der Telestellung befriedigend abbildet, sowohl im Bildzentrum wie auch am Bildrand. Das Zentrum selbst ist zudem nie schlecht, auch bei offener Blende nicht, sondern zeigt im Gegenteil in der Regel gute Aufl√∂sungs- und Kontrastwerte. Vom Bildrand kann ich das hingegen nicht behaupten, gerade im mittleren Brennweitenbereich gibt es hier einige auff√§llige Schw√§chen, die den Eindruck tr√ľben und ihren H√∂hepunkt bei einer Brennweite rund um den Normalbereich finden. Scharf kann das Objektiv jeweils aber auch dann noch, abgeblendet auf Blende 8 bis 11 ist es quasi ohne Einschr√§nkungen zu empfehlen, √ľber den gesamten Brennweitenbereich und bis zum Bildrand.¬†

    Hinweis: Alle Testbilder wurden von mir nat√ľrlich mit den sonstigen Ergebnissen und Beispielaufnahmen verglichen, um √§u√üere St√∂rfaktoren ausschlie√üen zu k√∂nnen und eine repr√§sentative √úbersicht f√ľr das jeweils von mir getestete Exemplar zu bieten.

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  5. Gesamtfazit:

    Den heutigen Standards eines Erfahrungsberichts und Kommentars folgend m√ľsste ich nun die E-M1X mit einer Aneinanderreihung von Superlativen in den Olymp loben, oder mit einer passiv-aggressiven Brandrede den baldigen Untergang von Kamera und Hersteller herbeiprophezeien. Mir ist das ehrlich gesagt zu doof.

    Olympus E-M1X - Olympus M.Zuiko 12-40 mm f/2,8 PRO  - 20 mm - f/5,6 - 1/15 Sekunde - ISO 200

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    ‚ÄúAbsolute Confidence‚ÄĚ, das ist der Claim, den Olympus f√ľr diese Kamera gew√§hlt hat. Ich hatte die E-M1X nun f√ľr knapp vier Wochen und konnte sie, nachdem die obligatorischen Testaufnahmen erledigt waren, in fast allen Bereichen meiner √ľblichen Photographie einsetzen, sowohl f√ľr professionelle Aufgaben wie auch im privaten Bereich, im str√∂menden Regen wie auch im strahlenden Sonnenschein, in der Eisesk√§lte der Nacht bis zur milden W√§rme des Tages (mehr gibt die Jahreszeit leider nicht her). ‚ÄúUneingeschr√§nktes Vertrauen‚ÄĚ empfinde ich nach gut 15.000 Aufnahmen als eine zwar leicht √ľbertriebene, aber eben auch nur leicht √ľbertriebene und daher im Grunde durchaus passende Beschreibung.¬†

    Olympus E-M1X - Olympus M.Zuiko 300 mm f/4 PRO + MC-14  - 420 mm - f/6,3 - 1/400 Sekunde - ISO 200 - AF-Tracking "Flugzeuge"

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    Nat√ľrlich bin ich auch immer wieder an Grenzen gesto√üen, das bleibt im Zuge eines intensiven Tests nicht aus, und das erlebe ich auch immer wieder in meinem photographischen Alltag. Mit allen Kameras. Der Handheld-High-Res-Modus ist eine willkommene Erg√§nzung, aber nicht fehlerfrei, Live-ND bietet sehr gute M√∂glichkeiten, hat aber auch prinzipbedingte Einschr√§nkungen, die Bildqualit√§t hat allenfalls einen kleinen Sprung nach vorne gemacht, so dass sich der Aufnahmebereich dar√ľber nicht wesentlich erweitert. Das ist alles nicht √ľberraschend, denn die E-M1X ist keine √úberkamera, die alles bisherige in den Schatten stellt und neue Welten erobert.

    Olympus E-M1X - Olympus M.Zuiko 300 mm f/4 PRO + MC-14  - 420 mm - f/5,6 - 1/250 Sekunde - ISO 200 - Handheld High-Res (100%)

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    Sie liefert aber in vielen Punkten eine sinnvolle Verbesserung gegen√ľber den bisherigen Modellen, der Autofokus ist schneller und griffiger, der Stabilisator funktioniert hervorragend, der Bedienkomfort ist abgesehen von einigen Kleinigkeiten (von denen die meisten wiederum durch Softwareanpassungen beseitigt werden k√∂nnten) sp√ľrbar verbessert und die Akkulaufzeit l√§sst kaum W√ľnsche offen. Zudem hat sie durchaus das Zeug, noch ein paar Schritte mehr in die richtige Richtung zu machen, denn gerade die Ans√§tze des neuen AF-Trackings sind vielversprechend. √úber all diese Punkte erweitert sie den Aufnahmebereich dann doch, ebenso die Erfolgsquote, sowohl bei dynamischen, wie auch bei statischen Motiven.

    Olympus E-M1X - Olympus M.Zuiko 300 mm f/4 PRO  - 300 mm - f/4 - 1/160 Sekunde - ISO 200

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    Die E-M1X ist keine Kamera f√ľr die Allgemeinheit, f√ľr das Gros der Photographen, egal ob es um Hobbyisten oder Profis geht. Das soll sie aber auch nicht sein. Olympus hat recht deutlich zum Ausdruck gebracht, dass sie ein Werkzeug mit speziellen Qualit√§ten ist, Geschwindigkeit, Robustheit und eben besondere Zuverl√§ssigkeit. Und das nehme ich ihr ab, da kann sie jeweils besonders √ľberzeugen. Nicht mehr, aber eben auch nicht weniger. Und in meinen Augen, auch mit Blick auf meine eigene Arbeit, bin ich damit zufrieden.

    Olympus E-M1X - Olympus M.Zuiko 300 mm f/4 PRO  - 300 mm - f/4,5 - 1/2.000 Sekunde - ISO 2500

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    Dies war der letzte Beitrag meines Testberichts zur Olympus E-M1X. Ich hoffe, dass ich meine praxisnahen, pers√∂nlichen Eindr√ľcke hilfreich vermitteln konnte.¬†Leider konnte ich nicht alle Testw√ľnsche ber√ľcksichtigen, die ihr im entsprechenden Thema ge√§u√üert habt. Ich bitte um Verst√§ndnis, dass ich eine Auswahl entsprechend der vorhandenen Zeit und der pr√ľftechnischen M√∂glichkeiten treffen musste. F√ľr Anregungen und konstruktive Kritik bin ich nat√ľrlich immer offen, schreibt mir einfach.

    Bis dahin allzeit gutes Licht
    Sascha

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  6. Praxistest: Live ND

    Ich muss zugeben, ich bin bisher kein gro√üer Nutzer der ‚ÄúLive‚ÄĚ-Funktionen von Olympus. Das liegt weniger an den zugrunde liegenden Techniken (im Gegenteil, diese verwende ich schon seit etlichen Jahren), als vielmehr an den Einschr√§nkungen bez√ľglich Qualit√§t und Einflussm√∂glichkeiten. Gleichwohl sch√§tze ich diese Entwicklungen und w√ľrdige ihren Nutzen in bestimmten Szenarien, die halt nur f√ľr mich und meine Photographie nicht relevant sind.¬†
    Mit dem ‚ÄúLive ND‚ÄĚ Modus k√∂nnte sich das tats√§chlich √§ndern, denn ein gro√üer Freund optischer Filter bin ich ebenfalls nicht und betrachte sie eher als manchmal notwendiges √úbel (auch wenn es heute wieder verp√∂nt ist, das als Naturphotograph zuzugeben), und die elektronische Simulation in der Nachbearbeitung ist besonders bei st√§rkeren ND-Filtern besonders aufw√§ndig. Ich ging dementsprechend vorsichtig optimistisch, aber auch kritisch zur√ľckhaltend an den Test heran.¬†

    Zun√§chst ein paar Eckdaten der Funktion: die Live ND Funktion steht nur im Modus S (Zeitvorwahl) und M (vollmanuell) zur Verf√ľgung und wird in f√ľnf verschiedenen St√§rken angeboten:

    • ND2 = ND 0,3 = 1 Blendenstufen = doppelte Belichtungszeit
    • ND4 = ND 0,6 = 2 Blendenstufen = vierfache Belichtungszeit
    • ND8 = ND 0,9 = 3 Blendenstufen = achtfache Belichtungszeit
    • ND16 = ND 1,2 = 4 Blendenstufen = 16fache Belichtungszeit
    • ND32 = ND 1,5 = 5 Blendenstufen = 32fache Belichtungszeit

    Die jeweilige St√§rke kann √ľber das Men√ľ eingestellt werden, dort oder wahlweise per Tastenbelegung l√§sst sich die Funktion dann aktivieren. Dies wird nicht nur √ľber ein Symbol auf dem Display angezeigt, vielmehr wird die erzielte Verschlusszeit simuliert und zudem auch entsprechend angezeigt. Umrechnen ist also im Einsatz unn√∂tig.

    F√ľr den Test habe die Aufnahmen vom Stativ aus erstellt, Vergleichspartner waren Marumi DHG Filter mit ND16 und ND32.¬†

    Olympus E-M1X - Olympus M.Zuiko 25 mm f/1,8 - f/5,6 - ISO 200 - Live ND16 - 1,6 Sekunden - Gesamtaufnahme

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    Olympus E-M1X - Olympus M.Zuiko 25 mm f/1,8 - f/5,6 - ISO 200 - Detailvergleich
    Ohne Filter 1/10 Sekunde (Links), Live ND16 1,6 Sekunden (Mitte Links), Schraubfilter ND16 1,6 Sekunden (Mitte Rechts), Live ND16 und Schraubfilter ND16 kombiniert 25 Sekunden (Rechts)

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    Aus praktischer Sicht liegen die Vorteile einer solchen Funktion nat√ľrlich auf der Hand, das Auf- und Abschrauben des Filters f√§llt weg, der Ausschnitt kann daher ohne Probleme auch bei wenig Licht gut eingestellt werden, zudem kann die Filterst√§rke perfekt auf das Motiv angepasst werden. Mit Blick auf die Bildqualit√§t ergeben sich zwei Vorteile, zum einen nehmen keine weiteren Glasfl√§chen vor dem Objektiv Einfluss auf die Bildqualit√§t, zum anderen erh√∂ht sich erwartungsgem√§√ü die Signalqualit√§t (auch wenn das leider in meinen Beispielen nur schwer zu erkennen ist). Nachteile hingegen k√∂nnten bei den kurzen Dunkelphasen zwischen zwei Aufnahmen entstehen, allerdings konnte ich davon im Bild nichts entdecken. Insofern bin ich sehr zufrieden mit dem Ergebnis und der Funktion.

    Zu erw√§hnen sind allerdings auch die Grenzen dieser Funktion. Die technische Limitierung liegt bei der Auslesegeschwindigkeit des Sensors.¬†ND2 funktioniert ab 1/30 Sekunde Gesamtbelichtungszeit (oder l√§nger), ND4 ab 1/15, ND8 ab 1/8, ND16 ab 1/4 und ND32 ab 1/2. Nur so ist sichergestellt, dass es zu keinen Abrissen zwischen den Aufnahmen und entsprechenden Artefakten im finalen Bild¬†kommt. Die w√§ren bei noch k√ľrzeren Belichtungszeiten, was sich technisch durchaus realisieren lie√üe, hingegen in zunehmendem Ma√üe vorhanden. Zudem w√ľrde die direkte Abh√§ngigkeit zwischen Aufnahmedauer und Gesamtbelichtungszeit verloren gehen. Ich kann daher durchaus verstehen, warum dies so nicht umgesetzt wurde.

    Neben der alleinigen Nutzung kann die Live ND Funktion nat√ľrlich auch in Kombination mit Schraub- oder Steckfiltern verwendet werden; so l√§sst sich die Filterwirkung deutlich verst√§rken, oder √ľber einen Polfilter die Reflexion kontrollieren. Auch dabei ergeben sich nat√ľrlich praktische Vorteile, etwa die genaue Ausschnitts- und Sch√§rfekontrolle in guter Qualit√§t auch bei extremen Filterkombinationen, oder die Feinjustierung der Polfilterwirkung, ohne sp√§ter noch einmal ein zus√§tzliches Filter montieren zu m√ľssen. Gerade wenn die genaue Wirkung ausprobiert werden soll und ich daher verschiedene St√§rken brauche ist besonders vorteilhaft.¬†

    Olympus E-M1X - Olympus M.Zuiko 25 mm f/1,8 - f/5,6 - ISO 200 - Live ND32 und Polfilter - 3,2 Sekunden - Gesamtaufnahme

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    Olympus E-M1X - Olympus M.Zuiko 25 mm f/1,8 - f/5,6 - ISO 200 - Detailvergleich
    Nur Polfilter 1/10 Sekunde (Links), Live ND32 und Polfilter 3,2 Sekunden (Mitte), Schraubfilter ND32 und Polfilter 3,2 Sekunden (Rechts)

    ND32-und-Polfilter-Vergleich.jpg.0e59427e70f273a06ca8f308076326b7.jpg

    Nach der Nutzung vom Stativ hat mich nat√ľrlich auch die M√∂glichkeit der Nutzung Freihand interessiert. Der Bildstabilisator leistet ja durchaus erstaunliches, wie ich in einem der vorherigen Beitr√§ge bereits anmerkte, allerdings werden die Aufnahmen augenscheinlich vor der Verrechnung anders als beim High-Res-Modus nicht noch einmal genau ausgerichtet (was bei der Vielzahl an Aufnahmen in den h√∂heren Stufen allerdings auch ein deutlicher Mehraufwand w√§re). Insofern sind die maximalen Verschlusszeiten auf den Bereich begrenzt, der auch mit einer Einzelaufnahme erzielbar w√§re. Im Test bin ich bei 40 mm auf bis zu einer Sekunde gegangen, die Aufnahmen wurden dabei nicht pixelscharf, waren aber noch gut verwendbar.¬†

    Olympus E-M1X - Olympus M.Zuiko 12-40 mm f/2,8 PRO  - f/5,6 - ISO 200 - Live ND32 - 1 Sekunden - Gesamtaufnahme

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    Olympus E-M1X - Olympus M.Zuiko 12-40 mm f/2,8 PRO  - f/5,6 - ISO 200 - Live ND32 - 1 Sekunden - Detailaufnahme
    Live ND32 1 Sekunde (Oben), Ohne Filter 1/30 Sekunde (Unten)

    Freihand_Vergleich.jpg.b66cafdc120f91aa1428177f93dd43a8.jpg

    Insgesamt konnte mich die Live ND Funktion begeistern, sie funktionierte in meinen Testszenarios fehlerfrei und konnte besonders auch qualitativ √ľberzeugen. Aus meiner Sicht steht daher f√ľr mich einer praktischen Nutzung nichts im Wege, im Gegenteil freue ich mich darauf, so einfacher zum gew√ľnschten Ergebnis zu kommen.¬†

    Die Aufnahmen dieses Berichts könnt ihr in voller Auflösung hier herunterladen.

    Alle Aufnahmen sind ohne Nachbearbeitung mit Standardwerten aus den RAW-Aufnahmen mittels Olympus Workflow entwickelt worden.

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  7. Praxistest: ‚ÄúWildlife‚ÄĚ

    Der Titel dieses Abschnitts ist etwas missweisend, was allerdings weder an der Kamera noch an mir liegt, sondern den Umst√§nden geschuldet ist: in der K√ľrze der Zeit ist es wichtig, schnell viele Erfahrungen zu sammeln, mit unterschiedlichen Einstellungen unter √§hnlichen Bedingungen. Das klappt f√ľr mich hier vor Ort am besten mit V√∂geln, dementsprechend geht es vorwiegend um eben diese, und nicht um Wildlife im Allgemeinen.¬†

    Das Hauptaugenmerk bei diesem Praxistestabschnitt lag nat√ľrlich auf den Autofokus-Leistungen, weshalb ich die hier verwendeten Bildserien prim√§r nach diesem Kriterium ausgew√§hlt habe, nicht nach der erzielten Bildqualit√§t. Ich bevorzuge zudem im Normalfall l√§ngere Belichtungszeiten f√ľr eine h√∂here Motivdynamik, auch wenn darunter die Sch√§rfe auf Pixelebene leidet, habe f√ľr diesen Test aber auch zu k√ľrzeren Zeiten zur besseren Veranschaulichung zur√ľckgegriffen.

    Olympus E-M1X - Olympus M.Zuiko 300 mm f/4 PRO - ISO 1.000 - f/4,5 - 1/2000 Sekunde - C-AF-Reihe-1 - 27 Bilder in Serie

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    F√ľr mich ist das gr√∂√üte Problem beim Photographieren von fliegenden V√∂geln weniger die Geschwindigkeit oder Genauigkeit des Autofokussystems beispielsweise der E-M1 Mark II mit PRO-Objektiven, als vielmehr die Ablenkung durch einen kontrastst√§rkeren Hintergrund. Sowohl die erste Fokussierung als auch w√§hrend der Aufnahmephase. Die E-M1X vereinfacht dies durch die bereits zuvor erw√§hnte Funktion ‚ÄúC-AF Mitte Start‚ÄĚ und ‚ÄúC-AF-Mitte Priorit√§t‚ÄĚ, da damit in Kombination mit einer gr√∂√üeren Fokusfeldgruppe die Startbedingungen verbessert und auch w√§hrend einer Serie die Nachjustierung auf das Motiv vereinfacht wird, w√§hrend gleichzeitig meine eigene Nachf√ľhrgenauigkeit geringer ausfallen kann. Dies erm√∂glichte es mir, eine geringere C-AF-Empfindlichkeit zu w√§hlen, so dass der Hintergrund seltener ein Problem war.¬†
    Es ist kein gigantischer Unterschied im Vergleich zur E-M1 Mark II, aber eine sinnvolle Verbesserung des Fokussystems, die mir eine sp√ľrbar h√∂here Quote beschert hat.¬†

    Olympus E-M1X - Olympus M.Zuiko 300 mm f/4 PRO + Olympus MC-14 - ISO 500 - f/5,6 - 1/800 Sekunde - C-AF-Reihe-2 - 42 Bilder in Serie

    C-AF-Reihe-2a.jpg.4c18cd2eb8f703b5daa474ca7bd55e14.jpgC-AF-Reihe-2b.jpg.c116f8a62536c225cfd7c352f75730ec.jpg

    Neben dem‚ÄĚnormalen‚ÄĚ C-AF habe ich nat√ľrlich auch dem Wunsch der Community folgend ausprobiert, wie gut der C-AF+TR mit dem Modus ‚ÄúFlugzeuge‚ÄĚ bei V√∂geln funktioniert. Eindeutig waren die Ergebnisse dabei allerdings nicht, was schon mit bei der Identifikation beginnt. Besonders kleinere V√∂gel (vom Abbildungsma√üstab her, nicht in Bezug auf ihre physische Gr√∂√üe) wurden deutlich seltener als Flugzeug erkannt als entsprechend gr√∂√üere, unabh√§ngig vom Hintergrund und dem Kontrast zum Hintergrund. W√§hrend des Trackings spielen die beiden Punkte dann genauso wie die Form, die sich in manchen Flugphasen zwangsl√§ufig deutlich von einem gesunden Flugzeug unterscheidet, eine gr√∂√üere Rolle. Insgesamt war die Ausbeute gr√∂√üer als ohne festgelegtes Trackingobjekt, und gelegentlich war die Identifikation so gut, dass ich berechtigte Hoffnung habe, mit diesem Modus optimiert f√ľr V√∂gel irgendwann sehr gute Ergebnisse erzielen zu k√∂nnen. Diese Hoffnung wird auch gen√§hrt von den Erfahrungen, die ich etwa am Modellflugplatz mit diesem Modus sammeln konnte. Bis es allerdings so weit ist, w√ľrde ich diesen Modus genauso wie das Tracking ohne Trackingobjekt f√ľr die meisten Aufnahmesituationen im Bereich Wildlife nicht empfehlen. Auf einer Flugschau oder an der Rennstrecke sieht das anders aus, schade, dass ich keine M√∂glichkeit hatte, dies noch intensiver zu testen.

    Olympus E-M1X - Olympus M.Zuiko 300 mm f/4 PRO - ISO 1.250 - f/4 - 1/2.000 Sekunde - C-AF+TR-Reihe-1 - 25 Bilder in Serie

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    Ein h√§ufig auftretender Fall im Bereich der Naturphotographie ist f√ľr mich der schnelle Wechsel zwischen verschiedenen Aufnahmesituationen, wenn ich etwa ein nur kurz ruhendes Tier nach einem vorbeifliegenden Vogel aufnehmen m√∂chte. Hier war die Speicherzeit und das damit einhergehende Warten eine manchmal zu gro√üe und h√§ufig nervige H√ľrde. Die E-M1X macht es in der Beziehung etwas besser, noch w√§hrend die Aufnahmen weggespeichert werden kann ich √Ąnderungen vornehmen, die dann auch direkt g√ľltig sind. Schnell per Modus-Einstellrad vom S- in den A-Modus ist genausowenig ein Problem wie die Auswahl eines anderen Fokuspunkts oder dem Wechsel der Methode, auch √ľber das SCP oder den Wahlhebel. Bei den entscheidenden Anwendermodi allerdings scheitert dies, weder per Einstellrad noch per direkt zugewiesener Taste kann ich w√§hrend des Speicherns in einen anderen Custom Mode wechseln, was f√ľr mich eine so gro√üe und unsinnige H√ľrde darstellt, dass es sich schlicht nur um einen Fehler handeln kann, der schnell behoben werden sollte (und hoffentlich wird).¬†

    Nicht unerw√§hnt lassen m√∂chte ich den Joystick, der nat√ľrlich eine Umstellung erfordert (sofern man ihn nicht bereits von anderen Marken her kennt), dann aber f√ľr mich deutliche Vorteile bei der Platzierung des Fokusfeldes bietet. Besonders wenn ich im S-AF mit kleinem Fokusfeld kurzzeitig statische Motive ins Visier nehme ist er eine Hilfe, die zwar nicht alles √ľberragt, aber wertvolle Sekundenbruchteile Vorsprung liefert. Und die wiederum k√∂nnen zwischen einem guten und keinem Bild entscheiden.

    Olympus E-M1X - Olympus M.Zuiko 300 mm f/4 PRO - ISO 1.000 - f/4,5 - 1/2.000 Sekunde - C-AF+TR-Reihe-2 - 52 Bilder in Serie

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    Zu guter Letzt ist gerade im Bereich ‚ÄúWildlife‚ÄĚ ein Blick auf die Akkulaufzeiten sinnvoll. Bei den drei ausgedehnten (und vielen kleineren) Touren in diesem Bereich geriet ich auch √ľber mehrere Stunden nie in Probleme, weder an den warmen Tagen der vergangenen anderthalb Wochen, noch w√§hrend der K√§lte davor oder am heutigen Morgen. Wenn nach dreieinhalb Stunden und 2.776 Bildern bei 8 Grad noch 42% Restkapazit√§t vom ersten Akku verf√ľgbar ist (zweiter Akku 100%), dann ist das ein sehr guter Wert. Und wenn ein ganzer Phototag ohne Gedanken an einen Ersatzakku vergeht, dann er√ľbrigt sich jeder weitere Gedanke daran. Zwar habe ich keinen Laborvergleich zur E-M1 Mark II gemacht, da diese aber ebenfalls immer dabei war und seltener zum Einsatz kam, der Akku allerdings trotzdem in etwa die gleiche Leistung einb√ľ√üte, bin ich zufrieden mit den Ergebnissen.

    Fazit:
    Damit ist die E-M1X insgesamt keine v√∂llig neue ‚ÄúWelt‚ÄĚ, die sich im Bereich ‚ÄúWildlife‚ÄĚ erschlie√üt, aber neben dem von mir bereits mehrfach erw√§hnten f√ľr mich guten Handling gerade mit gr√∂√üeren Objektiven eine leistungsf√§hige Kamera, die √ľber bisherige Leistungsunterschiede zu Modellen wie der E-M1 Mark II hinaus auch berechtigte Hoffnung auf weitere und deutlichere Verbesserungen macht, wenn in Zukunft mehr und verbesserte Trackingobjekte nachgereicht werden.¬†

    Die Bildreihen zu den Aufnahmen dieses Beitrags können hier heruntergeladen werden, alle Bilder sind unbearbeitet aus den RAW-Aufnahmen im Olympus Workspace entwickelt:

    C-AF-Reihe-1
    C-AF-Reihe-2
    C-AF+TR-Reihe-1
    C-AF+TR-Reihe-2

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  8. Praxistest: Bildstabilisation und ‚ÄúHandheld High-Res‚ÄĚ

    Wenn Olympus eine Leistungssteigerung bei der Bildstabilisation ank√ľndigt endet das meistens in einem Feuerwerk an Superlativen, das in den Presseberichten und Reviews abgeschossen wird. Ich bem√ľhe mich daher um eine n√ľchterne, sachliche Einordnung (Spoiler: es klappt nicht ganz).

    Olympus E-M1X - Olympus M.Zuiko 12-40 mm f/2,8 PRO - ISO 200 - f/5,6 - 21 mm - 2 Sekunden - Freihand
    Gesamtaufnahme (Oben) - 100% Detailausschnitt (Unten)

    Bildstabilisator_1_preview.jpg.24675df44194fec1acea460de751df80.jpg

    Bildstabilisator_1_detail.jpg.b956c0cab4081da6c62e14c9b1dcee6a.jpg

    Verwacklung und Stabilisation sind subjektiv, jeder hat eigene pers√∂nliche Grenzen, dementsprechend kann es losgel√∂st vom standardisierten CIPA-Test gro√üe Unterschiede bei den erzielten Leistungen geben. Ich konnte mit der E-M5 und dem 12-40 konnte √ľber alle Brennweite reproduzierbar etwa 4 Blendenstufen gegen√ľber der bekannten Faustregel stabil halten, bei der E-M1 Mark II sind es etwa 5 Blenden. Mit der E-M1X schaffte ich w√§hrend meines Tests reproduzierbar 6 Blendenstufen gegen√ľber der Faustregel, mit l√§ngeren Brennweiten, aber auch mit k√ľrzeren Brennweiten und dementsprechend extrem langen Belichtungszeiten. Auch dar√ľber gab es noch scharfe Aufnahmen mit 7 Blendenstufen, und hinreichend scharfe mit 8 Blendenstufen, dann allerdings auch mit einer h√∂heren Quote an Ausschuss. Das sind in meinen Augen phantastische Leistungen, die noch vor einem Jahrzehnt ‚Äúundenkbar‚ÄĚ gewesen w√§ren, und die mich auch jetzt auf den Touren in erstaunen versetzt haben. Allerdings stellt sich inzwischen auch das Gef√ľhl ein, da geht doch bestimmt noch mehr - eigentlich absurd, aber ich bin gespannt, wie weit Olympus dieses Spiel noch treiben kann.¬†

    Olympus E-M1X - Olympus M.Zuiko 12-40 mm f/2,8 PRO - ISO 200 - f/5,6 - 34 mm - 1/1,6 Sekunde - Freihand
    Gesamtaufnahme (Oben) - 100% Detailausschnitt (Unten)

    Bildstabilisator_2_preview.jpg.445aca93bbe0eae105f64fe5db4d41d9.jpgBildstabilisator_2_detail.jpg.8208555671fadb32b61aa7c21b20436d.jpg

    Eng verbunden mit dem Thema Bildstabilisation ist nat√ľrlich der ‚ÄúHandheld-High-Res-Modus‚ÄĚ, den ich w√§hrend meines Tests sowohl im unkritischen Zeitenbereich, aber auch an der Grenze der M√∂glichkeiten ausprobiert habe. Wie vom Stativmodus der E-M1 Mark II bekannt wird auf Wunsch eine verrechnete High-Res-RAW-Aufnahme im Format *.ORF, aus der gleichen Aufnahmeserie eine ‚Äúnormal‚ÄĚ aufgel√∂ste RAW-Aufnahme im Format *.ORI und eine JPEG-Aufnahme mit 50 MP Gr√∂√üe (wahlweise auch 25 MP) gespeichert. Neu ist, dass nun auch die High-Res-RAW-Aufnahme eine Gr√∂√üe von 50 MP (gegen√ľber 80 MP beim Stativmodus) besitzt.¬†

    Olympus E-M1X - Olympus M.Zuiko 12-40 mm f/2,8 PRO - ISO 200 - f/5,6 - 12 mm - 1/40 Sekunde - Handheld High-Res
    Gesamtaufnahme (Oben) - Detailvergleich bei gleicher Ausgabegröße (Mitte) und bei 100%-Ausgabe (Unten), jeweils links High-Res, rechts Normal

    HiRes_1_preview.jpg.d384bb97a31d7367336f2e450515ae07.jpgHiRes_1_detail.jpg.790cf22cf2170d01953eafe645bd801c.jpgHiRes_1_detail-100.jpg.64085e696325a5c70379f0f05cc3d172.jpg

    Trotz der gro√üen Rechenleistung der E-M1X dauert die Erstellung der Aufnahme nach der Belichtung selbst (die Gesamtbelichtungszeit ist nat√ľrlich abh√§ngig von der gew√§hlten Belichtungszeit) je nach Motiv noch immer einige Sekunden. Mal schnell l√§sst sich ein Bild mit der Methode also nicht erstellen. Falls es w√§hrend der Verrechnung zu einem Problem kommt, wird dies direkt auf dem Sucher oder dem Display angezeigt, leider eben aber nur auf einem von beiden. Erstellt man eine Aufnahme mit dem Sucher, so kann man anschlie√üend nicht auf dem Display erkennen, ob der High-Res-Modus auch wie erwartet funktioniert hat. Das ist Schade, denn so wird die Kontrolle erschwert. Immerhin wird auch im Fall einer fehlgeschlagenen Verrechnung zumindest eine ‚Äúnormal‚ÄĚ aufgel√∂ste Aufnahme gespeichert.¬†

    Olympus E-M1X - Olympus M.Zuiko 12-40 mm f/2,8 PRO - ISO 200 - f/5,6 - 35 mm - 1/8 Sekunde - Handheld High-Res
    Gesamtaufnahme (Oben) - Detailvergleich bei gleicher Ausgabegröße (Mitte) und bei 100%-Ausgabe (Unten), jeweils links High-Res, rechts Normal

    HiRes_2_preview.jpg.b71170af7d9d1091384cf2d61a234dd5.jpgHiRes_2_detail.jpg.48faed12acbfaaf58102427b1cbb4922.jpgHiRes_2_detail-100.jpg.aa4280478071a1902ea988018644d6c8.jpg

    Die Qualit√§t der √ľber diesen Modus entstehenden Aufnahmen ist sehr gut, nicht nur was die tats√§chliche Aufl√∂sung angeht, sondern auch, was die Nachbearbeitungsreserven betrifft. Die Dynamik wird etwas gesteigert, das Rauschen reduziert, dar√ľber hinaus kann aufgrund der besser differenzierteren Details auch gezielter mit der Nachsch√§rfung gearbeitet werden, so dass ein knackigerer Bildeindruck entsteht, ohne zu Artefakten zu f√ľhren. Ich empfehle euch, die Beispielaufnahmen herunter zu laden und selbst auszuprobieren, welche M√∂glichkeiten sich tats√§chlich ergeben.

    Olympus E-M1X - Olympus M.Zuiko 40-150 mm f/2,8 PRO - ISO 200 - f/4 - 150 mm - 1/60 Sekunde - Handheld High-Res
    Gesamtaufnahme (Oben) - Detailvergleich bei gleicher Ausgabegröße (Mitte) und bei 100%-Ausgabe (Unten), jeweils links High-Res, rechts Normal

    HiRes_3_preview.jpg.d00f5edc28caa3cd9b2435e4e97c55f2.jpgHiRes_3_detail.jpg.323055f85d0e7f3a46d3859e8f812db9.jpgHiRes_3_detail-100.jpg.a8d282cb07528568ea09e434415bb2a0.jpg

    Wo Licht ist, da ist nat√ľrlich auch Schatten, und das ist im Falle des High-Res-Modus noch immer das Thema Artefakte. Bewegung im Motiv kann im besten Fall zu unkritischen Unsch√§rfen, im schlimmsten Fall aber zu k√ľnstlichen Geisterbildern f√ľhren, die wie eine schlechte Stempelarbeit aussehen und den Bildeindruck sch√§digen k√∂nnen, je nachdem wie prominent sie im Bild sind. Hier ist dann im Zweifel zwingend Handarbeit notwendig (auch deswegen ist die parallele Speicherung einer Einzelaufnahme sinnvoll und wichtig). Problematisch ist das vor allem, weil sie nur schlecht vorhersehbar sind. Gerade bei einer gr√∂√üeren Ausgabe ist daher eine kritische Nachbetrachtung des Photos zwingend notwendig, sofern nicht sichergestellt werden kann, dass es bei der Aufnahme definitiv keine Bewegung gegeben hat.¬†

    Olympus E-M1X - Olympus M.Zuiko 12-40 mm f/2,8 PRO - ISO 200 - f/5,6 - 15 mm - 1/30 Sekunde - Handheld High-Res
    Gesamtaufnahme (Oben) - Detailvergleich bei gleicher Ausgabegröße links High-Res, rechts Normal (Unten)

    HiRes_4_preview.jpg.54c6662699bcf61dbdcf91e2698e85c2.jpgHiRes_4_detail.jpg.f98d62c8b5bd3b269998777ee2b96d60.jpg

    Dieser Schwachpunkt soll aber nicht dar√ľber hinwegt√§uschen, dass bei den passenden Motiven (und das m√ľssen nicht nur Architektur und Studio-Stilleben sein) der High-Res-Modus auch aus der Hand praxistauglich nutzbar ist, eher nicht als Standard, aber f√ľr die besonderen Momente.¬†

    Olympus E-M1X - Olympus M.Zuiko 12-40 mm f/2,8 PRO - ISO 800 - f/5,6 - 12 mm - 1/5 Sekunde - Handheld High-Res
    Gesamtaufnahme (Oben) - Detailvergleich bei gleicher Ausgabegröße links High-Res, rechts Normal (Unten)

    HiRes_5_preview.jpg.e831afcb6d61fcf37b9f1d9ddafce879.jpgHiRes_5_detail.jpg.19b77965a89330962ce02037b8f2fbef.jpg

    Nat√ľrlich habe ich mich auch, dem Wunsch aus der Community folgend, mit dem Fisheye am Nachthimmel probiert (auch wenn man die Milchstra√üe hier nur sehr schwach erlebt, zum Austesten reichte es). Gute Nachrichten gibt es von meiner Seite aus dabei allerdings nicht, denn brauchbare Ergebnisse konnte ich weder bei den gew√ľnschten 10-Sekunden-High-Res-Aufnahmen, noch bei k√ľrzeren 5- oder 2-Sekunden-Aufnahmen erzielen. Bei 10 Sekunden gelang bei √ľberhaupt nur einem Versuch die Verrechnung, die allerdings zu starken Doppelbildern f√ľhrte. Bei den k√ľrzeren 5- und 2-Sekunden-Aufnahmen gab es mehr Verrechnungen, aber auch keine besseren Ergebnisse. Dabei hatte ich den Eindruck, dass es bei den vielen fehlgeschlagenen Verrechnungen vor allem an den Details scheiterte - gut m√∂glich also, dass dies bei einer deutlich auspr√§gteren Milchstra√üe mit h√∂heren Kontrasten besser funktioniert. Ich werde auch deswegen hier nicht behaupten, dass es unm√∂glich ist, und ich ziehe vor jedem den Hut, der es hinbekommt (denn f√ľr gut anderthalb Minuten ruhig gehaltener Gesamtbelichtungszeit muss man fast ein √úbermensch sein). Mir war es allerdings nicht m√∂glich.

    Olympus E-M1X - Olympus M.Zuiko 8 mm f/1,8 Fisheye PRO - ISO 3.200 - f/1,8 - 8 mm - 10 Sekunden - Freihand
    Gesamtaufnahme (Oben) - Detailvergleich Bildmitte links, Bildecke rechts (Unten)

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    Ein lustiges hatte die Testerei allerdings auch, wenn man geschickt ist, kann man in der Einzelaufnahme seine ganz eigenen Strichspuraufnahmen mit willk√ľrlichem Himmelspol erzeugen. 10 oder 20 Sekunden stabilisiert die E-M1X mit dem Fisheye n√§mlich durchaus, zumindest im Zentrum.¬†

    Die Aufnahmen dieses Berichts könnt ihr in voller Auflösung hier herunterladen.

    Alle Aufnahmen sind ohne Nachbearbeitung mit Standardwerten aus den RAW-Aufnahmen mittels Olympus Workflow entwickelt worden.

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  9. Praxistest: Hallensport

    Die E-M1X war mit beim Handball-Drittligaspiel der HG Saarlouis gegen den VfL Pfullingen, verwendet habe ich sie dabei mit dem M.Zuiko 40-150 mm f/2,8 PRO. Um auf sporttaugliche Verschlusszeiten von 1/400 bis 1/500 Sekunde zu kommen braucht es in der Halle Am Stadtgarten in Saarlouis durchaus ISO 6.400 bei Blende f/2,8, keine leichten Voraussetzungen also, die es zu meistern galt.

    Vielen Dank an die HG Saarlouis f√ľr die gute Kooperation im Rahmen dieses Spiels

    Spielsituationen sind beim Handball h√§ufig eng und schnell, mit vielen Akteuren und versteckten W√ľrfen, die zus√§tzlich zu den √§u√üeren Bedingungen den Schwierigkeitsgrad erh√∂hen. Eine durchaus praktikable Technik ist es daher, mit S-AF zu agieren und auf den richtigen Moment zu warten, ich kenne einige Sportphotographen, die genau so zu ihren Bilder kommen. Mir ging es bei dem Test allerdings vor allem darum herauszufinden, wie gut der kontinuierliche Autofokus einsetzbar ist.¬†

    Im Vergleich zu fr√ľheren Modellen von Olympus gibt es dabei vor allem eine sehr sinnvolle Neuerung, die Mittenpriorit√§t bei Fokusfeldgruppen. Diese umfasst zwei Einstellungen, ‚ÄúC-AF Mitte Start‚ÄĚ legt die Priorit√§t des mittlere Feldes der Fokusfeldgruppe beim Start des kontinuierlichen Autofokus fest, ‚ÄúC-AF Mitte Priorit√§t‚ÄĚ hingegen definiert, ob auch w√§hrend der Fokusnachf√ľhrung die Mitte priorisiert werden soll. Wie zu erwarten ist war beides bei meinen Aufnahmen sehr hilfreich, so dass ich nach ersten Versuchen beim Warmmachen bei dieser Einstellung geblieben bin.

    Bildserie 1 - Bei der ersten Aufnahme dieses Umschaltspiels liegt die Fokussierung noch falsch, ist aber in den entscheidenden Momentan auf dem Punkt vorhanden (mechanischer Verschluss)
    284557223_Handball_Serie-1(1).thumb.jpg.c6b458ae6ba9aa13e23779ebac278e88.jpg1803354130_Handball_Serie-1(2).thumb.jpg.7435981adb0ec838ad97170d900e413d.jpg348250793_Handball_Serie-1(3).thumb.jpg.e25657df7e60d48ad1070f91d8338311.jpg1204150150_Handball_Serie-1(4).thumb.jpg.c4379d8c5b18f87a899b2da4a60dbe6d.jpg1919988394_Handball_Serie-1(5).thumb.jpg.13eea298fd40c16cdbd8ea2bcecec60e.jpg

    1448846246_Handball_Serie-1(6).thumb.jpg.ee46fe77eec6746a70a9a685d252b599.jpg73912580_Handball_Serie-1(7).thumb.jpg.bec23a42ddc6a80038941a9099d136a6.jpg1450474544_Handball_Serie-1(8).thumb.jpg.71b52f37e0b0d0553e67296fdad0464b.jpg

    Die zweite Neuerung ist eine 5x5-Gruppe sowie die M√∂glichkeit, eigene Gruppen anzulegen. Ich habe f√ľr den Test neben den vordefinierten Gruppe auch mit 5x3, 7x3 und 7x5 experimentiert, und konnte die besten Ergebnisse im Hochformat mit 5x5 und 7x5 jeweils nach oben verschoben erzielen, besonders wenn es um Aktionen am Torraum ging (aber auch beim Umschaltspiel funktionierte diese Einstellung gut). Die Einstellung ‚ÄúC-AF Empfindlichkeit‚ÄĚ stellte ich auf das Maximum, um die volle Reaktionsgeschwindigkeit nutzen zu k√∂nnen. Bei zwischenzeitlichen Versuchen mit niedrigeren Werte hatte ich das Gef√ľhl, dass es nicht nur w√§hrend der Fokussierung selbst zu einer Verz√∂gerung kommt (was ja durchaus Sinn der Einstellung ist), sondern auch das Anspringen etwas verz√∂gert erfolgt. Gut m√∂glich, dass es aber auch nur eine T√§uschung war.

    Bildserie 2 - Nach Motivverdeckung trotzdem noch brauchbare Aufnahmen, grenzwertiger Abschluss (elektronischer Verschluss)

    274929968_Handball_Serie-2(1).thumb.jpg.0f511d793ed439540294d6187f70b262.jpg1105437789_Handball_Serie-2(2).thumb.jpg.42dabbf7d7a87475d1e9552b510e82c1.jpg2116034286_Handball_Serie-2(3).thumb.jpg.ac19b105298cb0093e4cbbae6f07a587.jpg2032574435_Handball_Serie-2(4).thumb.jpg.15525e4fae2195e54343118ce87f4e57.jpg376069825_Handball_Serie-2(5).thumb.jpg.1bc6bdef9b92ebe24b2baec563eef1c5.jpg

    1548148996_Handball_Serie-2(6).thumb.jpg.62813d4626ea21a0a0078d94f42a7af8.jpg196017358_Handball_Serie-2(7).thumb.jpg.66421b393044268191754ce1002fddf7.jpg

    125637158_Handball_Serie-2(8).thumb.jpg.891763bee3e2e0fd0c08395d8a43fdb2.jpg1433689408_Handball_Serie-2(9).thumb.jpg.0ff4d63a01c0cce32fafba9aa3ca0bdf.jpg744805243_Handball_Serie-2(10).thumb.jpg.1aee3ef5eb490988aa0ea2fb413043b3.jpg1423781140_Handball_Serie-2(11).thumb.jpg.cbe55498165348cc03a4ce4fe637fc23.jpg1138391451_Handball_Serie-2(12).thumb.jpg.9c63277fd53919e376ad244bf33cfa44.jpg

    Im Einsatz hat mich der Autofokus der E-M1X hingegen nicht ge- oder entt√§uscht, und zu keinem Zeitpunkt hatte ich das Gef√ľhl, nicht ich selbst und meine eigene Reaktionsgeschwindigkeit w√§ren die Begrenzung der Leistungsf√§higkeit. Die zuvor erw√§hnte Mittenpriorit√§t macht es deutlich einfacher als bei bisherigen Olympus-Kameras, weil sie es erlaubt, einen gr√∂√üeren Feldbereich zu nutzen und gleichzeitig pr√§zise ein Objektiv zu verfolgen, sofern die eigenen F√§higkeiten daf√ľr reichen. Letzteres war bei mir nat√ľrlich nicht immer der Fall, und genau daher resultierte dann auch der meiste Ausschuss.

    Bildserie 3 - Umschaltspiel √ľber das gesamte Feld¬†(elektronischer Verschluss)¬†

    1545137904_Handball_Serie-3(2).thumb.jpg.63931fb329986fb639759188e27bbf16.jpg2099046817_Handball_Serie-3(3).thumb.jpg.e91cac96c9091601c763651f5381be1e.jpg275207630_Handball_Serie-3(4).thumb.jpg.19b4e951ccd10e3b470cc8dd1dbb12aa.jpg1590025686_Handball_Serie-3(5).thumb.jpg.fbfcad36cbb79e76619c1937dc88e485.jpg1102196147_Handball_Serie-3(6).thumb.jpg.8400295b7f9304bbc1cff9ab72293752.jpg

    1336961153_Handball_Serie-3(7).thumb.jpg.2bb859ca3b6aa56915f14b83a1e635af.jpg1095731638_Handball_Serie-3(8).thumb.jpg.e3f9d1a5865e2fc5e4fa4be8028cca65.jpg1338313693_Handball_Serie-3(9).thumb.jpg.862097a7d7f3efad577ad57b780ee85b.jpg

    Da ich die Kamera fast w√§hrend des gesamten Spiels im Hochformat nutzte, kann ich auch noch einmal best√§tigen, wie gut sie dabei in der Hand lag. Als negativ empfand ich es allerdings, dass Olympus die Nutzer von Handschlaufen augenscheinlich nicht auf dem Schirm hatte, denn daf√ľr notwendige Befestigungspunkte gibt es an der Kamera keine.¬†

    Bildserie 4 - Umschaltspiel (elektronischer Verschluss)

    2005641519_Handball_Serie-4(8).thumb.jpg.f0696d779e83d60a522d7c81c5616236.jpg1066127745_Handball_Serie-4(9).thumb.jpg.28f8ad98828e07665c579259dfb2d3d3.jpg611432845_Handball_Serie-4(10).thumb.jpg.7da76ecfc6e6eb266f4b3e0f28272110.jpg707944898_Handball_Serie-4(11).thumb.jpg.1a80fa694835ddc9d94533d5b8242098.jpg756236060_Handball_Serie-4(12).thumb.jpg.5a9d315208bf8e6c6be2869032a23e2d.jpg

    1877445309_Handball_Serie-4(13).thumb.jpg.72599b90a7138697459b3120ef1b99d1.jpg1081422331_Handball_Serie-4(14).thumb.jpg.c66c7a2c19475c221c26c5bfa9b0156e.jpg

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    Fazit:
    Ich bin kein professioneller Sportphotograph, und trotz einiger Erfahrungen ist besonders schneller Hallensport immer wieder eine gro√üe Herausforderung. Ich kenne einige Photographen, die mit weniger Technik bessere Ergebnisse erzielen - trotzdem oder gerade deswegen birgt mein Praxistest eine gewisse Aussagekraft. Denn die E-M1X hat es mir erm√∂glicht, verwertbare Ergebnisse zu liefern. Es gibt viele professionelle Arbeitsfelder, und in den meisten braucht es Flexibilit√§t und Improvisationstalent, um spontan Leistung abrufen zu k√∂nnen. In diesem Fall stand mir die Kamera nicht im Weg, sondern hat mich dabei unterst√ľtzt, und zwar in einem h√∂heren Ma√üe, als dies mit anderen Olympus-Kameras in dieser Situation der Fall gewesen w√§re.
    Hallensport war bisher nicht gerade die Paradedisziplin f√ľr Micro-Four-Thirds (was nat√ľrlich nicht hei√üt, dass gute Photographen nicht trotzdem gute Ergebnisse erzielen konnten und k√∂nnen), und mit der E-M1X √§ndert sich daran in meinen Augen ehrlicherweise auch nicht so viel. Sie k√∂nnte aber ein guter Schritt in die richtige Richtung sein, wenn ihm weitere folgen.¬†

    Alle Bilder dieses Beitrags können als JPEGs (ohne Nachbearbeitung, keine Schärfung, keine Entrauschung) in voller Auflösung hier heruntergeladen werden:
    Bildserie 1
    Bildserie 2
    Bildserie 3
    Bildserie 4

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  10. Bei der Vergleichsreihe im vorherigen Beitrag wurden die Aufnahmen mit dem Programm Olympus Workspace ausgegeben, was einer praxisnahen Herangehensweise entspricht. Es fehlen allerdings die in der Praxis √ľblichen Bearbeitungsschritte, wie beispielsweise Nachsch√§rfung und individuelle Entrauschung. Umgekehrt findet im Zuge der Umsetzung der Rohdaten auch bei gleichen Einstellungen im Programm bereits eine Aufarbeitung statt, die Einfluss auf das Ergebnis nimmt.¬†

    Aus diesem Grund habe ich die Rohdaten noch einmal linear ohne jegliche Bearbeitung ausgespielt und Weißabgleich sowie Helligkeit egalisiert. Während ich bei der vorherigen Vergleichsreihe bewusst auf eine Kommentierung verzichtet habe, damit die Ergebnisse unvoreingenommen betrachtet werden können, ist es bei diesen Beispielen in meinen Augen notwendig, ein paar Worte zu verlieren. Die Bilder zeigen in gewisser Hinsicht die ungeschönte Wahrheit, sie sind nicht repräsentativ im Vergleich zu den vorherigen Aufnahmen oder im Vergleich zu anderen Testaufnahmen aus dem Netz, sondern nur im direkten Vergleich.

    Zu erkennen sind bei der E-M1X im Vergleich zur E-M1 Mark II bei ISO 6.400 etwas höhere Mikrokontraste, die Details bleiben besser erhalten und die Farben sind minimal besser ausdifferenziert. Bei höheren Empfindlichkeiten ISO 12.800 und vor allem ISO 25.600 zeigt sich ein zunehmend stärkeres Farbrauschen, dass aber nur wenig Einfluss auf die zuvor erwähnten Vorteile zeigt. Die Unterschiede sind nicht riesig, aber erkennbar (zur korrekten Darstellung bitte Klicken):

    Sensorvergleich_Linear_1.thumb.png.f76ddb6c6f6a06b80bbe45605eac5a4b.png Sensorvergleich_Linear_2.thumb.png.22f53d0552178b683418057854cc5ffa.png

    Weitere Aufschl√ľsse auf die Urspr√ľnge der in der ersten Bildreihe sichtbaren Unterschiede zeigt ein Vergleich der Dunkelbilder. Dabei wurde der Sensor mit aufgesetztem Objektivdeckel (und gleichem Objektiv) unter gleichen Bedingungen in den verschiedenen Empfindlichkeitsstufen jeweils 60 Sekunden lang belichtet. Die anschlie√üende Aufnahme wurde linear verst√§rkt und zu Vergleichszwecken ents√§ttigt¬†(zur korrekten Darstellung bitte Klicken):

    Dunkelbildvergleich.thumb.png.59e78139a0ea4ce6a06f934343879f30.png

    Zu erkennen sind neben einem klar definiertem, scharf abgebildeten Rauschen (es handelt sich dabei vornehmlich um Farbrauschen) bei beiden Kameras vor allem in den Aufnahmen der E-M1 Mark II auch ein weicheres, fl√§chigeres, man k√∂nnte auch sagen wolkigeres Rauschen (es handelt sich dabei vornehmlich um Helligkeitsrauschen). Es ist naheliegend davon auszugehen, dass dies der Grund f√ľr die minimal schlechteren Mikrokontraste der Kamera im Vergleich zur neuen E-M1X sind.¬†

    Interessant ist neben einem kurzfristigen Vergleich auch der Vergleich √ľber einen l√§ngeren Zeitraum. Zu diesem Zweck habe ich mit beiden Kameras, diesmal allerdings ohne Objektiv, zehn Aufnahmen mit ISO 25.600 und 60 Aufnahmen mit ISO 3.200¬†in direkter Folge mit jeweils 60 Sekunden Belichtungszeit erstellt. Hier sind die Vergleiche, jeweils das Bild aus der ersten Vergleichsserie, aus der zweiten Serie nach 10 Minuten Gesamtbelichtungszeit, sowie nach insgesamt 70 Minuten Gesamtbelichtungszeit:

    Dunkelbildvergleich_3200.thumb.png.df47a27f617ba7d93079f6bac4d2bae6.png Dunkelbildvergleich_25600.thumb.png.06c15e2730459f4fb8feff14b99f6068.png

    Bei den Aufnahmen mit niedrigerer Empfindlichkeit (ISO 3.200) ist zu erkennen, dass das Rauschniveau¬†bei der E-M1X geringf√ľgiger ansteigt als bei der E-M1 Mark II, sowohl √ľber 10 wie auch √ľber 70 Minuten. Dementsprechend ist der Unterschied zwischen beiden Aufnahmen nach 70 Minuten gr√∂√üer, als er bei Beginn der Aufnahmen war. Es ist naheliegend, hierf√ľr das verbesserte W√§rmemanagement verantwortlich zu machen.
    Etwas √ľberraschend sind auf den ersten Blick dementsprechend im Vergleich die Aufnahmen bei ISO 25.600, da es hier bei beiden Kameras augenscheinlich keine relevanten Unterschiede im zeitlichen Ablauf gibt. Bei der f√ľr diese Empfindlichkeit notwendigen Signalverst√§rkung spielt das thermische Rauschen augenscheinlich eine untergeordnete Rolle.

    Ich wurde gebeten, von der auf den RAWs basierenden Vergleichsreihe im vorherigen Beitrag noch eine kleine Auswahl an JPEGs OOC zu zeigen. Dieser Bitte komme ich gern nach, allerdings in einem etwas kleineren Rahmen (ich bitte daf√ľr um Verst√§ndnis). Die Kameraparameter waren bei beiden Kameras gleich eingestellt, alle Werte auf 0, Bildmodus neutral, keine Entrauschung¬†(zur korrekten Darstellung bitte Klicken):

    Sensorvergleich_Original-JPEG_1.thumb.png.df78f53ba3e978df1f66bca703651114.png  Sensorvergleich_Original-JPEG_2.thumb.png.d8b315a947aa7083c13d9251fb93b272.png

    Die (aus Testgr√ľnden) beschnittenen Aufnahmen in voller Aufl√∂sung k√∂nnen hier¬†abgerufen werden:ÔĽŅ

    E-M1X, ISO 200
    E-M1X, ISO 800
    E-M1X, ISO 3.200
    E-M1X, ISO 12.800
    E-M1 Mark II, ISO 200
    E-M1 Mark II, ISO 800
    E-M1 Mark II, ISO 3.200
    E-M1 Mark II, ISO 12.800

    Im nächsten Beitrag geht es dann um meine Erfahrungen aus der praktischen Nutzung, endlich :classic_wink:

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  11. ISO-Reihen E-M1X (Fw 1.0) im Vergleich zur E-M1 Mark II (Fw 2.1)

    Die Aufnahmen entstanden unter kontrollierten Lichtbedingungen (Lw 3) mit dem M.Zuiko 40-150 mm f/2,8 PRO bei 40 mm Brennweite und Blende f/8, manuell fokussiert im RAW-Format. Sie wurden¬†√ľber den Olympus Workspace ohne weitere Bildverbesserung (keine Entrauschung, keine Nachbearbeitung) ausgespielt. Hier der gesamte Aufbau:

    Sensorvergleich_E-M1X-E-M1II.jpg.99cdaba1c36611455376312d20976115.jpg

    Daraus wurden drei Bereiche ausgewählt, die sowohl weiche Strukturen (bspw. Fell, Stoff), feine harte Details (bspw. Kunststoff) wie auch homogene Flächen (Hintergrund) zeigen. Zudem wurde jede Reihe sowohl korrekt belichtet, wie auch um eine Blende unterbelichtet aufgenommen. Hier die Ergebnisse in 100%-Ansicht im direkten Vergleich (zur korrekten Darstellung bitte Klicken):

    Sensorvergleich_E-M1X-E-M1II_Ausschnitt-1_0.thumb.png.b39df5872c7e093559d8952b6116c078.pngSensorvergleich_E-M1X-E-M1II_Ausschnitt-1_-1.thumb.png.8ea3662aa49aca661c0cf6ba8d81f9b0.pngSensorvergleich_E-M1X-E-M1II_Ausschnitt-2_0.thumb.png.af552f5c567c0ec1da5df3b63b6d6547.pngSensorvergleich_E-M1X-E-M1II_Ausschnitt-2_-1.thumb.png.87034f4ca946edc1fab9658c5d33220a.png

    Sensorvergleich_E-M1X-E-M1II_Ausschnitt-3_0.thumb.png.d93e53636ed5c3b3def80065973af806.pngSensorvergleich_E-M1X-E-M1II_Ausschnitt-3_-1.thumb.png.7ca947e5d3fd514ff041b834cfff8217.pngSensorvergleich_E-M1X-E-M1II_Ausschnitt-4_0.thumb.png.cf6cbb297144bb4cede0da3e0419ebab.pngSensorvergleich_E-M1X-E-M1II_Ausschnitt-4_-1.thumb.png.984f68d1f927df297c3e2dfb3fe0beeb.png

    Die (aus Testgr√ľnden) beschnittenen Aufnahmen in voller Aufl√∂sung (ausgespielt √ľber den Olympus Workspace, s.o., gespeichert als PNG) k√∂nnen unter dem folgenden Link abgerufen werden:

    E-M1X, ISO 200, Belichtung 0 EV (PNG, ca. 12MB)
    E-M1-2, ISO 200, Belichtung 0 EV (PNG, ca. 12MB)
    E-M1X, ISO 200, Belichtung -1 EV (PNG, ca. 12MB)
    E-M1-2, ISO 200, Belichtung -1 EV (PNG, ca. 12MB)
    E-M1X, ISO 400, Belichtung 0 EV (PNG, ca. 12MB)
    E-M1-2, ISO 400, Belichtung 0 EV (PNG, ca. 12MB)
    E-M1X, ISO 400, Belichtung -1 EV (PNG, ca. 12MB)
    E-M1-2, ISO 400, Belichtung -1 EV (PNG, ca. 12MB)
    E-M1X, ISO 800, Belichtung 0 EV (PNG, ca. 12MB)
    E-M1-2, ISO 800, Belichtung 0 EV (PNG, ca. 12MB)
    E-M1X, ISO 800, Belichtung -1 EV (PNG, ca. 12MB)
    E-M1-2, ISO 800, Belichtung -1 EV (PNG, ca. 12MB)
    E-M1X, ISO 1600, Belichtung 0 EV (PNG, ca. 12MB)
    E-M1-2, ISO 1600, Belichtung 0 EV (PNG, ca. 12MB)
    E-M1X, ISO 1600, Belichtung -1 EV (PNG, ca. 12MB)
    E-M1-2, ISO 1600, Belichtung -1 EV (PNG, ca. 12MB)
    E-M1X, ISO 3200, Belichtung 0 EV (PNG, ca. 12MB)
    E-M1-2, ISO 3200, Belichtung 0 EV (PNG, ca. 12MB)
    E-M1X, ISO 3200, Belichtung -1 EV (PNG, ca. 12MB)
    E-M1-2, ISO 3200, Belichtung -1 EV (PNG, ca. 12MB)
    E-M1X, ISO 6400, Belichtung 0 EV (PNG, ca. 12MB)
    E-M1-2, ISO 6400, Belichtung 0 EV (PNG, ca. 12MB)
    E-M1X, ISO 6400, Belichtung -1 EV (PNG, ca. 12MB)
    E-M1-2, ISO 6400, Belichtung -1 EV (PNG, ca. 12MB)
    E-M1X, ISO 12800, Belichtung 0 EV (PNG, ca. 12MB)
    E-M1-2, ISO 12800, Belichtung 0 EV (PNG, ca. 12MB)
    E-M1X, ISO 12800, Belichtung -1 EV (PNG, ca. 12MB)
    E-M1-2, ISO 12800, Belichtung -1 EV (PNG, ca. 12MB)
    E-M1X, ISO 25600, Belichtung 0 EV (PNG, ca. 12MB)
    E-M1-2, ISO 25600, Belichtung 0 EV (PNG, ca. 12MB)
    E-M1X, ISO 25600, Belichtung -1 EV (PNG, ca. 12MB)
    E-M1-2, ISO 25600, Belichtung -1 EV (PNG, ca. 12MB)

    • Danke 16
  12. Hallo, ich werde euch in der n√§chsten Zeit in diesem Thema meinen Testbericht zum neuen Olympus M.Zuiko Digital ED 12-200 mm 1:3.5-6.3 pr√§sentieren. Dabei werde ich objektive Messungen und Vergleichsbilder erstellen, aber auch meine pers√∂nlichen Eindr√ľcke und Schlussfolgerungen aus der praktischen Nutzung schildern. Letztere sind nat√ľrlich subjektiv und nicht allgemeing√ľltig, sie entsprechen meinen Wahrnehmungen und Ansichten. Das Objektiv wurde mir von Olympus zur Verf√ľgung gestellt, und ich werde f√ľr den Test des Objektivs vom Oly-Forum¬†bezahlt - meine Meinung ist allerdings nicht k√§uflich. Vielen Dank an Mike, der mir sein 14-150 mm II f√ľr den Vergleich geliehen hat.

    Gehäuse und Bedienung

    Vorweg, geliefert wurde mir das Testexemplar in der Verkaufsverpackung inklusive dem Objektivdeckel mit Inneneingriff und der Streulichtblende, wir klären aber noch explizit ab, ob dies auch dem Lieferumfang der Serienexemplare entspricht.

    12-200-Vergleich_A.jpg.4852ff914a4b1cac3a57c37497b94610.jpg

    In der dreigeteilten Objektivpalette von Olympus ordnet sich das 12-200 mm Superzoom in den Standardbereich ein, entsprechend ist auch sein Erscheinungsbild, was aber keinesfalls negativ gemeint ist. Die Oberfl√§chen sind aus Kunststoff (das Bajonett allerdings aus Metall), auch die Einstellringe, die mit der bekannten und guten Strukturierung aufwarten und dementsprechend griffig zu bedienen sind. Die Fokussierung ist leichtg√§ngig, der Tubus sitzt ohne Spiel und die Zoomverstellung bietet einen angemessenen, gleichm√§√üigen Widerstand, allerdings leider nicht √ľber den gesamten Brennweitenbereich. Im Telebereich ab etwa 150 mm ist der Widerstand in jeder Objektivlage sp√ľrbar ungleichm√§√üig, und auch nahe der √§u√üersten Weitwinkelstellung kann man in manchen Lagen leichte Ungleichm√§√üigkeiten erf√ľhlen. Im normalen Photoalltag ist das kein gro√ües Problem, bei Zoomfahrten w√§hrend eines Videos hingegen kann dies st√∂ren. Positiv ist, dass der Tubus weder von allein aus- noch einf√§hrt (wenn das Objektiv nach unten oder oben gehalten wird), auch wenn ich nat√ľrlich nicht wei√ü, ob dies auch nach etlichen Monaten und Jahren des Einsatzes noch genauso ist. W√§hrend des bisherigen Tests habe ich jedenfalls keine √Ąnderung beobachtet. Insgesamt kommt das Anfassgef√ľhl des Superzooms nat√ľrlich nicht an jenes eines PRO-Objektivs heran, die Robustheit soll es allerdings, behauptet der Hersteller. Neben dem Dichtring am Bajonett, der die Verbindung zur Kamera sch√ľtzt, ist das 12-200 mm selbst mittels Dichtungen gegen Staub und Spritzwasser gesch√ľtzt, im gleichen Ma√üe wie die h√∂herklassigen (und sp√ľrbar teureren) Geschwister. Ich selbst kann durchaus best√§tigen, dass auch ein pl√∂tzlicher und anhaltender Starkregen keine Probleme verursacht hat und auch die Nutzung nicht eingeschr√§nkt war (solange ich mit dem Wind photographiert habe). Der Autofokus funktioniert sehr schnell, und wie das Label MSC schon vermuten l√§sst fast lautlos.¬†

    12-200-Vergleich_B.jpg.8463398ba071052120ed77e87c6882cb.jpg

    Nat√ľrlich muss sich ein Objektiv immer mit der Konkurrenz, besonders aus dem eigenen Hause, vergleichen lassen. Olympus hat schon seit Jahren ein 14-150 mm Superzoom im Programm, inzwischen in der zweiten Version, ebenfalls abgedichtet und im direkten Vergleich doch ein St√ľck weit (und durchaus auch sp√ľrbar) kompakter und leichter. Daf√ľr aber auch mit einem kleineren Brennweitenbereich, was vor allem im Weitwinkel-, aber auch im Telebereich durchaus sichtbar wird.¬†

    Datenvergleich.png.d7adf6325777c83900811ac496b24734.png

    Von Außen betrachtet ist daher das Olympus 12-200 mm Superzoom durchaus eine interessante und passende Ergänzung des Objektivsortiments. Wie gut allerdings die Bildqualität ausfällt, auch im Vergleich zum Olympus 14-150, und wie es sich in der Praxis schlägt, werde ich in den nächsten Beiträgen zeigen.

    Kommentare bitte im Diskussionsthema zu diesem Objektiv

    Ergänzung

    Hier ist auch noch der Vergleich der maximalen numerischen Lichtst√§rke √ľber den gesamten Brennweitenbereich. Es ist leicht zu erkennen, dass es im Weitwinkelbereich keinen und bis in den leichten Telebereich keinen relevanten Unterschied in der Lichtst√§rke zwischen beiden Objektiven gibt. Erst bei den langen Brennweiten ist der Unterschied deutlicher - wenn man davon aus praktischer Sicht bei einer Drittelblende √ľberhaupt sprechen kann (aber Zahlen haben ja ihre eigene Magie).¬†

    45271690_Lichtstrkevergleich.png.58ef08ccc2764290a1a33f928cea0e4b.png

    • Gef√§llt mir 7
    • Danke 12
  13. Hallo, ich hei√üe Sascha und werde euch in der n√§chsten Zeit in diesem Thema meinen Testbericht zur neuen Olympus OM-D E-M1X pr√§sentieren. Dabei werde ich eure Testw√ľnsche ber√ľcksichtigen (soweit mir das m√∂glich ist) und objektive Messungen und Vergleichsbilder erstellen, aber auch meine pers√∂nlichen Eindr√ľcke und Schlussfolgerungen aus der praktischen Nutzung der Kamera heraus schildern. Letztere sind nat√ľrlich subjektiv und nicht allgemeing√ľltig, sie entsprechen meinen Wahrnehmungen und Ansichten. Die E-M1X wurde mir von Olympus zur Verf√ľgung gestellt, und ich werde f√ľr den Test der Kamera bezahlt - meine Meinung ist allerdings nicht k√§uflich.
    Bevor es nun losgeht m√∂chte ich noch darauf hinweisen, dass ihr im bestehenden Diskussionsthema zu diesem Testbericht auch weiterhin W√ľnsche f√ľr den Test (bzw. f√ľr bestimmte Testszenarien) im entsprechenden Thema √§u√üern k√∂nnt, ich werde versuchen, sie so weit es geht zu ber√ľcksichtigen.¬†

    Gehäuse und Bedienung

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    In gewisser Weise steht die Olympus OM-D E-M1X in der Tradition der Olympus E-1, der vor gut f√ľnfzehn Jahren erschienenen ersten Four-Thirds-Kamera mit ihrer fast schon legend√§ren Robustheit und dem ergonomischen Design, dass noch heute die Fans ins schw√§rmen bringt. Beide Disziplinen beherrscht auch die neue E-M1X, die den Elementen genauso trotzt wie man es von den Spitzenmodellen von Olympus seit der E-1 gewohnt ist, aber eben auch sehr gut in meiner Hand liegt. Es ist kein riesiger Unterschied im Vergleich zur etwas √§lteren (aber noch immer aktuellen) Halbschwester E-M1 Mark II, vorausgesetzt, diese wird mit dem optionalen Hochformatgriff verwendet. Aber es sind die kleinen Verbesserungen, der f√ľr meine H√§nde optimal ausgepr√§gte Griff, die angenehme und griffige Daumenablage, dieser Eindruck einer monolithischen Einheit, der dazu beitr√§gt, dass das Anfassgef√ľhl bei mir keine W√ľnsche offen l√§sst. Monolith ist allerdings in doppelter Hinsicht passend, denn das Gewicht ist tats√§chlich nicht zu untersch√§tzen, besonders dann, wenn man keine gro√üen Objektive verwendet. Schon mit dem M.Zuiko 12-40 mm f/2,8 PRO liegt sie nicht ganz auf meiner Wellenl√§nge, ist aber noch gut benutzbar. Das M.Zuiko 40-150 mm f/2,8 PRO hingegen erscheint wie der nat√ľrliche Tanzpartner dieser Kamera, denn damit wandelt sich der Gewichtsnachteil in einen Gleichgewichtsvorteil. Es macht Spa√ü, die Kamera genau in dieser Kombination zu verwenden. Gro√ü ist immer relativ.

    Das Bedienlayout ist in meinen Augen im wesentlichen gelungen, die Einstellr√§der sitzen an der f√ľr mich richtigen Stelle, die unterschiedliche Gestaltung der Tasten ist sinnvoll und erlaubt wie gew√ľnscht die eindeutige Erkennung der Funktion bei der blinden Bedienung. Auch die neue Position des Men√ľ-Knopfes auf der linken Seite erachte ich pers√∂nlich als vorteilhaft, die zweih√§ndige Bedienung √ľberwiegt in der Praxis gerade aufgrund der Gr√∂√üe von Kamera und montiertem Objektiv, und geht damit deutlich fl√ľssiger von der Hand. So sinnvoll diese Anpassungen allerdings f√ľr die Bedienung der E-M1X auch sind, zum Teil verkomplizieren sie eine parallele Nutzung der Kamera etwa zusammen mit der E-M1 Mark II. Nat√ľrlich lassen sich Ver√§nderungen nicht vermeiden, wenn es um Verbesserungen geht, manche sind allerdings nur schwer nachzuvollziehen (beispielsweise die Neugestaltung des Wahlhebels/FN-Schalters). Diese Probleme umgeht man nat√ľrlich, wenn man zwei E-M1X parallel nutzt.¬†

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    Der Joystick hat bisher viel Lob und Kritik geerntet, f√ľr mich √ľberwiegt aktuell der positive Eindruck - er ist klar in seiner Auslegung und Verstellung in alle acht Richtungen, und auch die Tastenfunktion arbeitet wie gew√ľnscht (und klappt bei mir ohne Verstellung in eine Richtung). Die Anschlagpunkte k√∂nnten etwas eindeutiger sein, sicherlich, aber in der Praxis hat sich das bisher nicht als Problem herausgestellt, weil die Wirkung direkt sichtbar ist und dadurch zumindest bei mir keine Fehler entstanden. Da die Frage gestellt wurde: ja, √ľber den Joystick l√§sst sich das Fokusfeld auch im Video-Modus verschieben, sowohl vor wie auch w√§hrend der Aufnahme, was dementsprechend gut zur Steuerung des Fokus genutzt werden kann.¬†

    Und dann ist da ja noch der Sucher. Gro√ü ist er, was im Querformat bereits deutlich wird, im Hochformat aber einen noch st√§rkeren Eindruck hinterl√§sst, denn es f√ľhlt sich sp√ľrbar weniger so an, als w√ľrde man durch einen T√ľrspalt blicken. Das wird besonders im direkten Vergleich mit der ‚Äúnat√ľrlichen Referenz‚ÄĚ E-M1 Mark II deutlich, im Querformat ist der Gr√∂√üenzuwachs sch√∂n, im Hochformat sehr sch√∂n. Mehr Fl√§che bei gleicher Aufl√∂sung bedeutet allerdings auch eine etwas gr√∂bere Darstellung, was im Bild nur leicht auff√§llt, beim Overlay der Kameradaten hingegen etwas besser sichtbar wird - und dort zum Gl√ľck am wenigsten st√∂rt. Besser ist die Leistung beim Thema Geschwindigkeit, nicht beim ersten durchschauen, sondern dann, wenn schnelle Motivbewegungen ins Spiel kommen. Es w√§re nun √ľbertrieben zu behaupten, Welten liegen zwischen der Darstellung - aber es ist eine Verbesserung, die besonders dann n√ľtzlich ist, wenn eben Geschwindigkeit eine Rolle spielt. Und das d√ľrfte bei der gesamten Auslegung der Kamera durchaus nicht so selten sein.
    Eine weitere willkommene Verbesserung ist der √ľberarbeitete Live-View-Boost (LV-Erweiterung). Bisher war ich kein gro√üer Freund dieser Funktion und nutzte sie daher selbst bei wenig Licht nur selten, weil die Darstellungsgeschwindigkeit einfach so stark zu w√ľnschen √ľbrig lie√ü, dass sich in meinen Aufnahmesituation kaum ein Vorteil ergab. Mit der neuen LV-Erweiterung der E-M1X sieht es nun anders aus, das Bild ist zwar minimal dunkler, daf√ľr aber nahezu verz√∂gerungsfrei auch bei extrem wenig Licht. Damit ergibt diese Funktion f√ľr mich deutlich mehr Sinn.¬†

    Soweit meine ersten Eindr√ľcke zum Geh√§use und zur Bedienung, im n√§chsten Beitrag wird es dann um die Bildqualit√§t des Sensors gehen.

    Kommentare bitte im Diskussionsthema zu diesem Testbericht

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