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Gaspar

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  1. Eigentlich nicht. Die Idee und praktische Notwendigkeit stammt aus der analogen Filmzeit, wo noch mit manuellen Objektiven die Entfernung eingestellt wurde. Das klassische Beispiel ist die Streetfotografie mit einem 35mm Objektiv am KB-Film. Da ein schnelles Fokussieren nicht immer möglich war, wurde der Schärfebereich vorab eingestellt, z.B. 2,5 m bei Blende 8. In diesem Fall hätte ich einen Schärfebereich von rund 3 m. https://www.fotoclub-vogtland.de/tool_schaerfentiefe.html Bei der Landschaftsfotografie hat man ausreichend Zeit zum Fokussieren, außerdem wird häufig vom Stativ gearbeitet so dass Blende 11 und damit ein meist großer Schärfebereich kein Problem ist. Trotzdem sollte man sich etwas mit dem Schärfetiefen-Rechner beschäftigt haben, als grobe Grundregel gilt, 1/3 vor und 2/3 nach dem anfokussierten Punkt liegen im scharfen Bereich.
  2. Ich habe extra nichts zum Sensor und zum Objektiv geschrieben, weil so ein Foto sicherlich auch mit mFT und dem Olympus 75 f1.8 machbar wäre. Ich habe es mit einem APS-C Sensor aufgenommen. Aber der Sensor ist hier nicht wichtig. Mir ging es hier um die Bildtiefe, durchs Tele die verdichtet, engstehenden Mopeds - nur Maschinen und im 3. Bilddrittel der Menschenkopf. Da könnten einem dann so Titel, wie "Kein Platz für Menschen", etc. einfallen. Bewusst habe ich keine weiteren Infos zum Foto gegeben, weil mich die Bildwirkung und die unbeeinflussten Reaktionen des Betrachters interessieren. Die Reaktion von Spassknipser habe ich so nicht erwartet, interessant war sie trotzdem.
  3. Nachdem viel geschrieben wurde, vieles mFT-like, zeige ich einfach mal ein Foto, wo Freistellen der Bildaussage dient. Und da wo freigestellt wird, gibt's dann auch unscharfe Bereiche und damit auch ein Bokeh. Wie cremig dieses ausfällt, hängt vom Objektiv, wesentlicher aber vom Motiv ab.
  4. Nabelschau, also die Positionierung der Kameras innerhalb des Olympus-Portfolio, ist zwar ganz nett, aber letztendlich nicht zielführend. Da sollte man dann die preisliche Positionierung der Kameras mit dem relevanten Wettbewerb vergleichen, also Panasonic und natürlich Spiegellose mit APS-C Sensor. Wenn ich mir die aktuelle Bestseller-Liste von Amazon anschaue, bestellte Kameras jetzt im Weihnachtsgeschäft, hat Olympus schon noch etwas Nachholbedarf. https://www.amazon.com/Best-Sellers-Electronics-Mirrorless-Cameras/zgbs/electronics/3109924011
  5. Man könnte jetzt auch Beispielfotos, verschiedener Objektive und verschiedener Sensorformate, zeigen und die theoretischen Erläuterungen an Beispielen diskutieren. Auch wenn die Beurteilung des Bokehs eine recht subjektive Sache ist, so kann man schon sehen, ob z.B. Lichter rund, als Katzenauge, oder als Stoppschild abgebildet werden. Auch lässt sich der grundlegende Unterschied eines unruhigen und harschen Bokehs, von einem ruhigen und cremigen Bokeh unterscheiden. Bildbesprechungen und Sehübungen sind in einem Fotoforum immer wieder interessant und lehrreich.
  6. Nun, die Präsentation von Calumet war schon ziemlich laienhaft, da habe ich schon bessere Aufnahmen mit dem Noct 58/0.95 gesehen. Und Fotos von Piepmätzen sind nicht unbedingt die Paradedisziplin dieses Objektivs. Dieses Objektiv zu diesem Zeitpunkt scheint mir eine Verzweiflungstat von Nikon. Nikon ist sehr spät bei den Spiegellosen aktiv geworden und findet in diesem Segment wenig Beachtung, obwohl die Z6/Z7 recht ordentlich Kameras geworden sind, aber ohne besondere Highlights. Zudem hat Nikon das Bajonett gewechselt, nach 60 Jahren F-Mount. Da sah man sich wohl genötigt, mit einem neuen Noct einen Paukenschlag setzen zu müssen. Mit dem gleichen F&E-Aufwand hätte man wohl auch ein 50/1.2 UND ein 85/1.2 entwickeln können, zwei Objektive mit sehr viel mehr Praxisrelevanz und Käuferinteresse. Aber Nikon(Kameras) kämpft derzeit ums Überleben und unter Druck gibt's auch Fehlentscheidungen beim Management.
  7. Falls Du die Aussage meinst, dass Frau und Kleinkind ungeschützt (ohne Helm) auf dem Motorbike-Taxi sitzen. Das ist Alltag (obwohl es auch eine Helmpflicht gibt), Buddha wird schon schützen.
  8. Habe ich nie in Frage gestellt, das ist mit jedem Sensor-Format möglich, sogar mit dem Mini-Sensor im SmartFon.
  9. Ich lebe seit über 20 Jahren in Asien, hier gibt es noch ein freies, unverkrampftes Lebensgefühl. Von political correctness, Gender, Emanzen, Ant-Sexismus, Inklusion und ähnlichen Ideen der Gängelung sind wir hier verschont. Als ich aufgewachsen bin in Deutschland gab es im TV Klimbim, Tutti-Frutti und Helmut Newton als In-Fotograf, nun 25 Jahre später, ist ein Foto mit harten Brustwarzen (bekleidet, nicht nackt) schon provokativ... na merkt ihr was, wie Verkrampftheit und Gängelung um sich greifen? Haltet doch einfach mit euren Fotos gegen diese Bevormundung und Hypermoralisierung, von "grünen Damen" mit Kurzhaarschnitt und Birkenstocks lasse ich mir das korrekte Lebensgefühl nicht vorschreiben.
  10. Du machst es Dir zu einfach. Es gibt ganz unterschiedliche Bildideen, Gestaltungsmöglichkeiten und Zielsetzungen. Erst kommt die Bildidee, dann die Auswahl von Kamera und Objektiv und dann (in freier Wildbahn - nicht im Studio) hoffentlich eine Situation, die zur zuvor überlegten Bildidee passt. Der Begriff "Offenblenden-Ritter" hat was Abwertendes, warum hast Du das nötig. Es ist doch nur ein künstlerisches Gestaltungsmittel mit dem man eine bestimmte Bildaussage machen kann. Wie heißt es so schön, wenn der Betrachter sich mehr als 10s Zeit für ein Foto nimmt, hat so ein Foto Interesse geweckt. Das ist doch der eigentliche Maßstab für uns Fotobegeisterte. Und wenn das Interesse durch die Bild-Anmutung, durch ein cremiges Bokeh erzielt wird, dann ist es ein gutes Foto. Und wenn das Interesse durch ein Bild mit Kontext geweckt wird, ist es auch gut.
  11. 1) Wenn ich Kontext will, nehme ich von vornherein eine andere Kombi. Meist die E-M5-II mit dem 17/1.8. Bei diesem Beispielfoto ging es um knappe Schärfeebene, cremiges Bokeh und 3D-Pop-Effekt. Das lässt sich mit diesem Bild gut dokumentieren. Bewusst habe ich nicht eine gestellte Portraitszene gewählt, die x-Mal wiederholen kann, sondern eine bewegte Momentaufnahme. Bei gutem AF klappt auch da ein scharfes Foto, obwohl die Schärfeebene so schmal ist. Soweit die Ausgangssituation. Ich gestehe ja jedem zu, so eine Aufnahme nicht zu mögen, ich finde sie gut und freue mich, dass es das Sigma 135ART für relativ kleines Geld (habe 800€ bezahlt) gibt. 2) "Stoppschilder" beim stärkeren Abblenden gefallen mir auch nicht, allerdings haben moderne lichtstarke "Bokeh-Objektive" mindestens 9 abgerundete Blendenlamellen und zeichnen auch beim Abblenden noch runde Lichter. Bei alten manuellen Objektiven klappt das meist nicht.
  12. Ja, es wird ungemütlich in Deutschland, überwiegend gut bezahlte Industriearbeiter werden derzeit "freigestellt". Nach der US-Wahl kommt dann der richtige Absturz. Nicht unbedingt ein Konsumumfeld für einen anziehenden Verkauf von Systemkameras. - Der Teufel scheißt immer auf den größten Haufen. 😎
  13. Nichts anderes habe ich geschrieben, ich sprach von cremigem Bokeh, von mir aus auch weich und ruhig. Selbstverständlich gibt es auch bei paar Objektive mit Anfangsöffnung 2,4-2,8, die ein angenehmes, weiches Bokeh "malen". Aber die meisten Cream-Maker sind Objektive mit Anfangsblende 1.2, 1.4, 1.8 und ja, ich blende so ein Objektiv auch etwas ab. Habe gestern extra für Dich das Sigma 135/1.8 Art an den VF-Sensor geschnallt und bei Abenddämmerung Street fotografiert. Die Beispielaufnahme zeigt ein langsam fahrendes Moped und es wurde bei Blende 2,2, 1/200s und Iso 1000 fotografiert. Da sieht man den 3D-Pop-Effekt der lichtstarken Sigma ART-Objektive und ein cremiges, sehr ruhiges Bokeh. Der AF ist gut genug, um sich bewegende Motive mit sehr knapper Schärfeebene noch scharf zu bekommen. Allerdings ist die Kombi schwer und deshalb seltener im Gebrauch, als eine E-M5_II mit 45/1.8
  14. Eigentlich ist es doch albern, dass die Nutzer verschiedener Systemkameras und Sensor-Formate sich gegenseitig "anpflaumen". Wir sitzen alle im gleichen Boot und die Bedrohung und Herausforderung kommt aus einer ganz anderen Ecke:
  15. Thanks! Kannte ich nicht, lebe aber auch schon rund 20 Jahre in Asien.
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