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Die PEN, OM-D & E-System Community

tgutgu

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  1. Ich bin eigentlich davon ausgegangen, dass man eine Kamera beim Firmware Update nur noch dann „ruinieren“ kann, wenn man sie bei der tatsächlichen Installation der Firmware auf dem Kameragehäuse versehentlich ausschaltet. Also die hier genannten Absicherungen mittlerweile implementiert sind. Das suggeriert auch der auf der Kamera und im Updater dargestellte Prozess. Danach sollte ein Stromausfall allenfalls verhindern, dass das Update vollständig und korrekt auf den Rechner und später auf die Kamera übertragen wird. Ist offenbar immer noch nicht der Fall. Eine Baustelle, die hoffentlich mit der Markteinführung der OM-1D behoben wird.
  2. Was erwarte ich von einer OM-1D? Zuverlässigere bzw. bessere Objekterkennung beim AF, höher auflösender und insgesamt besserer Sucher und eine deutliche Verbesserung von bestehender Funktionalität (z.B. Fotoreihenfunktionen) und des Menüsystems, bzw. Teile davon. Das sind alles Aspekte, die nach 10 Jahren OM-D Entwicklung mittlerweile selbstverständlich sein sollten und hat nichts mit den Bedürfnissen von „Power Usern“ zu tun. Das sollte eigentlich mittlerweile *jede* OM-D von Mittel- und Oberklasse können. Wenn die OM-1D das liefert, würde sie mMn. einen Preis von ca. 2.200 € rechtfertigen, wenn sie noch abgedichtet und robust wie die E-M1.3 wäre. Zuverlässigkeit von AF, benutzerfreundliche Bedienung und ein guter Sucher sind mMn. keine Bedürfnisse von Power Usern, sondern ganz allgemeine Eigenschaften, die eine Digitalkamera heute haben sollte. Wenn die Fotoindustrie immer noch meint, dies als „High End“ anzusehen, dürfte sie das Rennen um die Gunst der Freizeitbeschäftigungen verlieren und dem Smartphone endgültig das Feld überlassen. 1.000 € für eine Kamera ist kein geringer Preis für ein Gehäuse. Das war und ist eigentlich Mittelklasse gewesen, heute vielleicht der untere Bereich davon. Die Fotoindustrie schraubt die Einstiegshürden für ihre Produkte zu hoch, wenn sie meint die vorgenannten Aspekte erst ab 2.000+ € Produkten liefern zu wollen. Man muss sich das mal vorstellen: Da zahle ich für ein Kamerasystem mit drei Objektiven vielleicht knapp 3.000 € und erhalte ggf. eine Kamera mit AF der mich zu oft verzweifeln lässt, mit einem Sucher, der immer noch Pixel zeigt, Bilder, die am Rand keine gute Schärfe haben und Funktionen, die mehr Fragen als Antworten übrig lassen. Klingt nicht gut und ist auch kein Erfolgsmodell mehr.
  3. So lange es international keine kostengünstigen, weltweit länderübergreifenden Datenflatrates gibt, in Kombination mit schnellen flächendeckenden Mobilfunkverbindungen, nützt mir eine eSim nichts. In Deutschland reicht es fast immer, wenn ich zu Hause meine Bilder in meine SmugMug Galerie speichere und auf Urlaubsreisen ist das Ganze wie gesagt illusorisch. Es fehlen einfach die Voraussetzungen. Bislang ist es auch oft noch so, dass zusätzliche SIM Karten auch mehr kosten.
  4. Problem: Die meisten drahtlosen Schnittstellen sind zu langsam und unterwegs würde ich die kostbare Akkukapazität eher zum Fotografieren verwenden. Modularen Speicher halte ich auch grundsätzlich für fortschrittlicher als fest eingebauten. Apple ist da absolut rückschrittlich.
  5. Wenn ich mir so das 8K Monster Canon EOS R5C anschaue, verzichte ich lieber auf ausgefeiltes, hochaufgelösten Video, wozu mir ohnehin die Hardware fehlt. Ich wüsste in meiner Praxis keinen einzigen Anwendungsfall, bei dem mir CF Express irgendeinen Vorteil bringen würde, der die erforderlichen Zusatzinvestitionen zwischen ca. 400 und 1700 € rechtfertigen würde (letzteres, wenn ich dadurch gezwungen würde, auch mein iPad neu zu beschaffen). Anstatt seine Gedanken an ein neues, inkompatibles Kartenformat zu verschwenden, wäre es gut, wenn OMDS vor allem auch an eine Verbesserung der bestehenden Funktionalität gedacht hätte. Prominentes Beispiel wäre für mich die dringend erforderliche Überarbeitung der Fotoreihenfuntkionen. Das Wirrwarr der Belichtungsreihen mit der Trennung von HDR (nur mit mechanischem Verschluss) und AEB gehört komplett vereinheitlicht und flexibler. Das Versteckspiel mit den Fokusreihenparametern in den Tiefen der Menühierarchie sollte endlich mal beseitigt werden. Mehr kontextsensitive Arbeitserleichterungen und direkte Zugriffe auf Funktionen. Das wären so Dinge, die ich für weitaus wichtiger halte als Kunden durch das Aufzwingen eines neuen Kartenformates weitere Kosten aufzubürden.
  6. Sehe ich auch so. Bloß kein CF Express. Verteuert die Anschaffung des mutmaßlich ohnehin schon teuren Produktes nochmals deutlich. Und wer seinen Bestand an E-M1 Kameras weiter betreiben will, muss sich mit weiteren Kartenformaten herumschlagen. Die SD Karten sind robust genug, mir ist noch keine kaputt gegangen. Folgekosten wären ebenfalls enorm, da das Reisebackup mit älteren iPads mit Lightning Anschluss erschwert wird. Die einzig sinnvolle und akzeptable Lösung wäre ein Multiformat-Kartenschacht, so wie das Sony eingeführt hat. Auf Reisen in viele Länder wäre bei Verlust eine Beschaffung von CF Express Karten schwierig. Es spricht also fast nichts für den Wechsel des Kartenformats, aber viel dagegen. Sollte sich OMDS für einen Wechsel entschieden haben, wäre das klar ein Ignorieren vieler Kunden, die ihre SD Karten weiter betreiben wollen. Für mich würde es den Kauf der OM-1D definitiv in Frage stellen.
  7. Ich meine mich zu erinnern, dass ich so ein ähnliches Problem auch schon mal hatte: Das Programm war "puff" weg. Die Ursache hatte etwas mit der Konfiguration der Grafikkarten und Intel Treibern zu tun (Treiberkonflikte). Zu diesem Thema sollte es im Forum und Knowledge Base auch Beiträge geben. Meine Lösung war damals, den internen Grafikchip auf der CPU zu deaktivieren (Gerätemanager bei Windows), was dazu führte, dass nur noch die Treiber für meine NVidia Grafikkarte verwendet wurden. Danach trat das Problem nicht mehr auf - auch mit laufender GPU Unterstützung, welche die Ausführung der Topaz Programme deutlich beschleunigt. Ursache war ein fehlerhaftes Update der Intel Treiber, also nichts wofür TopazLabs verantwortlich war. Die brauchten auch erstmal Zeit, bis das Problem eingegrenzt werden konnte. Es gab damals auch entsprechende Hinweise vom Support.
  8. Ich habe meinen Beitrag noch etwas ergänzt. Bei Foto-Gregor ist es noch bei 999,- €.
  9. Du hast ja nicht so viel Wahl. Das O 2.8/7-14mm würde ich wegen der Gegenlichtanfälligkeit nicht nehmen, beim PL 8-18mm ist meiner Erfahrung nach die Serienstreuung auch da und das O 8-25mm ist im Bildwinkel schön flexibel. Ein gutes Exemplar sollte sehr gute Schärfe bis in die Ecken haben, mit kleinen Abstrichen bei 8mm. Bis zur Reise hast Du ja noch Zeit. Das Problem könnte eher sein, dass Du von anderen Händlern ggf. keines für 899 € bekommst. Der Olympus Shop hat in diesem Fall den Vorteil des problemlosen Rückgaberechts und dass Du Dich über die mangelnde Qualität direkt bei OMDS beschweren kannst. Halte uns gerne mal auf dem Laufenden, wie viele Exemplare Du versucht hast, bis es passt. Ich selbst hatte auch den Kundenservice gesprochen und mich beschwert. Sie haben die Probleme natürlich bedauert und angeboten, das Objektiv via Express zur Justierung zum Service zu schicken, sollte das zweite Exemplar bei der Abbildungsleistung nicht in Ordnung sein. Gott sei Dank war das zweite Exemplar gut und die Zeit bis zu meiner Reise hätte nicht gereicht. Achte auch darauf, ob die geriffelte Blende um die Frontlinse zu viel Spiel hat, bei meinem zweiten Exemplar ist das für meinen Geschmack der Fall. Ich drücke Dir aber fest die Daumen, dass es auf Anhieb klappt.
  10. Mein Auto war mit 1 Cent pro Gramm deutlich billiger. Hat sogar eine Rückfahrkamera eingebaut, ein Navi und einen CD-Spieler. Heizen kann man es auch.
  11. Der Olympus Shop sollte "frische" Ware haben. Im Übrigen: Wenn es Qualitätsprobleme nur mit einer frühen Lieferung gegeben haben sollte, sollte OMDS diese Objektive diskret wieder einsammeln. Sonst geht der Ruf der Pro Reihe in die Knie.
  12. Die Qualitätssicherung scheint immer noch nicht zu funktionieren, schade. Mein zweites Exemplar war bis auf einen Schönheitsfehler bzgl. Abbildungsleistung sehr gut. Dann ist das Objektiv sehr empfehlenswert. Ich würde mal den Kundenservice kontaktieren und Dich beschweren. Verlange eine Erklärung, wie Du *verlässlich* an ein einwandfreies Exemplar kommen kannst. Das Objektiv gehört zum Portfolio und kann ein Grund sein, sich für Olympus mFT zu entscheiden. Dann sollte es auch möglich sein, dass man ohne Aufstand ein einwandfreies Produkt erhält. Mein zweites Exemplar werde ich wegen des äußerlichen Fehlers auch einschicken müssen, bin aber zumindest sicher, dass ich ein optisch gutes Exemplar habe. Ich würde dieses Zoom nicht missen wollen.
  13. Zur Frage O 4/12-100mm vs. P 2.8/35-100mm muss man zunächst feststellen, dass die Abbildungsleistung ähnlich gut ist, mein O 12-100mm ist etwas besser als mein P 2.8/35-100mm I (erste Version). Aus praktischer Sicht fragt sich, wie wichtig bei Landschafts- und Reiseaufnahmen f2.8 (also eine Blendenstufe mehr) ist und ob ich beim Bergsteigen öfter das Objektiv wechseln kann oder will. Das O 12-100mm ist als Standard "Immerdrauf" deutlich flexibler. Bei mir ist es auf Reisen und Touren zwischen 80 und 90% im Einsatz. Zudem halte ich das Panasonic Zoom für weniger robust, sofern auch bei der zweiten Version (P 2.8/35-100mm II) der Zoomring die Gummimanschette hat. Bei Panasonic Zooms mit Gummimanschette ist bei mir schon vorgekommen, dass sich diese Gummimanschette vom Zoomring gelöst hat, weil der Kleber nicht mehr wirkte und das Gummi sich bei Temperaturwechseln wohl dehnt und zusammenzieht. Beim O 12-100mm hat der Metallzoomring eine eingravierte Riffelung, da kann sich nichts ablösen.
  14. Die Elektronikmärkte sind für die Fotobranche mittlerweile eher irrelevant. Fotogerät wird woanders gekauft.
  15. Am meisten stört mich an dem verrauschten Bild nicht das Korn, sondern das unansehnliche relativ große Wasserzeichen. Das ist die eigentliche Zumutung. Wer so seine Bilder präsentiert gewichtet offensichtlich Copyright höher als die Präsentation für den Anwender. Für mich klar die falsche Priorität, wenn ich öffentlich ein Bild präsentieren möchte. Solche Fotografen tendiere ich zu meiden.
  16. Völlig frei ist das O 8-25mm von Lensflares und Reflexen bei Gegenlicht nicht, sie sind aber im Vergleich zum O 2.8/7-14mm wesentlich begrenzter und insgesamt ist das Objektiv auch weniger anfällig dafür. Voraussetzung ist auch eine penibel sauber gehaltene Frontlinse.
  17. WOW und Flaggschiff hat erstmal nichts mit Größe zu tun und je nachdem, wie das Konzept am Ende ausfällt, kann es gut sein, dass sich OMDS vom E-M1X Formfaktor wieder verabschiedet und stattdessen auf ein hochwertiges und robustes modulares Konzept umsteigt. Dass Leistung nichts mit Gehäusegröße zu tun hat, zeigt die Sony A1. Die OM-1D wird (bzw. muss) jedoch die in 2022 mit deutlichem Abstand leistungsfähigeste Kamera im OMDS Portfolio werden, also wird sie das Flaggschiff sein. Sonst gäbe es für die Käufer ggf. nicht ausreichend Mehrwert und gewisse Merkmale sind einfach überfällig. Es wäre jedenfalls ein strategischer Fehler so zu handeln wie bei der E-M1X, wo man verspricht, dass der AF dazulernen wird und am Ende nach zu langer Zeit nur ein Vogel Update herauskommt und das kleinere Schwestermodell praktisch gar nicht mehr weiter entwickelt wird. Ob sich OMDS ein Flaggschiff Tandem mit zwei Formfaktoren leisten wird, ist fraglich, ich persönlich hielte das für nicht wirklich gut. Insbesondere auch dann nicht, wenn sich diese von Leistung und Funktionalität unterscheiden würden.
  18. Geschenkt wird einem mit so einer Aktion sicher nichts. Die in Zahlung genommenen Produkte müssten gewinnbringend weiter verwendet werden, wahrscheinlich steckt auch ein Partnerunternehmen dahinter. Wie beim Tauschrausch haben solche Aktionen der Vorteil, dass ich mit einer gewissen Verlässlichkeit (zeitlich und bzgl. Zahlung) meine Gebrauchtware veräußern kann. Interessant wäre es, ob OMDS es in irgendeiner Form honoriert, wenn man eine hochwertige Olympus Kamera in Zahlung geben will. So könnte ich mir vorstellen, meine alte E-M1.2 herzugeben, wenn die OM-1D herauskommt und diese Kamera meine Preisvorstellung sprengen würde.
  19. In dem geschilderten Fall lag ja auch kein Schaden vor, es wurde aber die These geäußert, dass sehr viele Defekte bei Neuware auf Transportschäden zurückzuführen wären und insofern die Verantwortung erstmal nicht beim Hersteller zu suchen wäre. Ich selbst lasse meine Pakete seit einiger Zeit nicht mehr nach Hause schicken, sondern zum nahe gelegenen Paketshop. Nicht weil ich primär Beschädigung befürchte, sondern weil, ich dann zu Hause nicht warten muss. Gleichzeitig wird aber auch der Wurf über den Gartenzaun verhindert.
  20. Ich habe das O 8-25mm seit September im Einsatz, u.a. auf einer Usbekistan Reise. Das erste beim Fachhändler gekaufte Exemplar war bzgl. Abbildungsleistung sehr schlecht und ging sofort an den Händler zurück. Das zweite Exemplar habe ich gerade noch vor Reisebeginn über den Olympus Shop erhalten, im lokalen Fachhandel war es nicht mehr erhältlich. Das zweite Exemplar hat eine exzellente Abbildungsleistung, von der Schärfe überwiegend noch besser als das O 2.8/7-14mm. Da das Gegenlichtverhalten viel besser ist als beim 7-14mm, würde ich dem 8-25mm klar den Vorzug geben. Ich kann das Objektiv also klar empfehlen. Als Käufer sollte man es jedoch kritisch prüfen und auf Dezentrierung und tadellose gleichmäßige Schärfe achten. Es steht von der Qualität dem O 1.2/17mm im Grunde nicht nach. Mein zweites Exemplar hat jedoch auch einen Schönheitsfehler: Die geriffelte Blende um die Frontlinse hat unten deutlich zu viel Spiel, so dass ich dieses Exemplar zur Reparatur einschicken muss. Da die Abbildungsleistung aber wirklich gut ist, nehme ich das Problem in Kauf, aber es ist eben auch ärgerlich, dass selbst das zweite Exemplar einen Herstellungsfehler hat. Daher: wenn die Abbildungsleistung passt, behalten, aber trotzdem noch genau auf weitere Fehler untersuchen und ggf. schnell Kontakt mit dem OMDS Service aufnehmen, um eine Expressreparatur auszuhandeln. Ein Exemplar mit guter Abbildungsleistung ist es wert, behalten zu werden, das Objektiv ist auf Reisen sehr flexibel und macht Spaß.
  21. Ich habe heute nochmal mein 2020 gekauftes O 1.2/17mm registriert, weil es in der Produktliste bei MyOlympus nicht mehr auftauchte. Ich habe daraufhin eine Mail erhalten, welche die mit der Registrierung verbundene Garantieverlängerung bestätigt, was meiner Erinnerung nach früher nicht gemacht wurde. Gefällt mir. Es ist mir aufgefallen, dass in der Mail geschrieben ist, dass die Garantieverlängerung nur gültig ist, solange der Newsletter abonniert ist. Also: nicht abbestellen. War wohl schon immer so, aber mir nicht bewusst. Welche Folgen eine temporäre Unterbrechung des Newsletter Abos nach sich ziehen würde, ist mir unklar, z.B. wenn man seine Mailadresse löscht und vergisst, den Newsletter erneut zu abonnieren.
  22. Über wen sollte sonst „gezetert“ werden? Von den 4 Pro Objektiven, die ich seit Ende 2016 wegen Defekten oder suboptimaler Abbildungsleistung wieder an den Händler zurückgegeben habe, waren drei beim Händler gekauft und eines im Onlinehandel. Alle Verpackungen waren frei von Beschädigungen und die Objektive sind exzellent verpackt. Es gibt null Hinweise darauf, dass Qualitätsmängel vor allem Transportschäden sind. Auch bei anderen Artikeln habe ich noch nie ein Produkt erhalten, das nachweislich durch den Transport beschädigt wurde. Den Herstellern ist völlig klar, wie Pakete behandelt werden und richten sich bzgl. der Verpackung entsprechend ein. Meine persönliche Erfahrung mit Paketboten ist, dass sie umsichtig mit den Paketen umgehen. Die allerwenigsten dürften „Wurfsendungen“ sein.
  23. Ich habe das O 12-100mm als hervorragend gelobt und habe das auch laufend getan, was im Übrigen auch für alle anderen Pro Zooms zutrifft. Die Aussage, dass es am meisten Spiel hat, beschreibt lediglich eine Tatsache, ich schließe aber daraus explizit *nicht*, dass dieses Objektiv bzgl. Abbildungsleistung, Robustheit und Abdichtung eine ungenügende Qualität hat - im Gegenteil. Es ist für mich auch ein wesentlicher Imageträger für das OMDS mFT System. Das relativ starke Spiel ist jedoch ein konstruktiver Schönheitsfehler, der schon öfter Fragen aufgeworfen hat. Unglücklich finde ich OMDS' Pro Festbrennweitenstrategie. Einerseits relativ große Objektive, die zumindest beim O 1.2/17mm und O 1.2/45mm auch bei der Abbildungsleistung sehr gut sind, bei dem neuen kleinen Vertreter leider nur mit Abstrichen - bislang habe ich nichts anderes gefunden. Klein sollte keine signifikanten Einbußen bei der Abbildungsleistung haben, dass wäre für mich ein sehr wichtiger Punkt einer strategischen Ausrichtung. Ich selbst würde ein kleines f1.4 oder f1.8 17mm mit Pro Abbildungsleistung ganz klar einem großen f1.2 Objektiv bevorzugen, da für mich eine geringe Größe im Vergleich zu Zooms den Reiz von Festbrennweiten ausmacht.
  24. Ich habe mir mal meine Zooms mit ausfahrbarem Tubus angeschaut und es ist tatsächlich so, dass das O 12-100mm das Objektiv ist, dass im ausgefahrenen Zustand am meisten Spiel hat. Auch im Vergleich zu Canon EF Zooms, die ich noch habe. Im eingefahrenen Zustand wackelt mein O 12-100mm nur wenig. Es „klappert“ aber nichts und ob ich dieses Spiel als „klapprig“ bewerte, ist eine persönliche Sache. Was ich aber nach nach nun gut fünf Jahren Gebrauch sagen kann, ist dass dieses Objektiv trotz dieses mechanischen Mangels ein außergewöhnlich gutes Objektiv ist. Es ist mit Abstand das von mir am häufigsten verwendete Objektiv geworden (überwiegend Reise) und dies hat hauptsächlich mit seiner gleichmäßig sehr guten Abbildungsleistung zu tun, was sich auf den gesamten Bildwinkelbereich und dort jeweils von der Bildmitte bis zum Rand auszeichnet. Dies ist aber auch ein Merkmal fast aller OMDS Pro Objektive. Da ich viel in staubträchtigen Ländern fotografiere, konnte ich über die Jahre feststellen, dass die Abdichtung zuverlässig vor Staub schützt, bislang ist da nichts ins Innere eingedrungen. Da die Hinterlinse fest verbaut ist, kann auch rückseitig kein Staub in Richtung Kameragehäuse transportiert werden. Dies ist ein Merkmal, das alle meine OMDS Pro Zooms haben, die älteren Canon Zooms und die nicht Pro Zooms von OMDS haben das nicht. Von daher halte ich die Abdichtung des O 12-100mm trotz des Spiels für exzellent, natürlich auch bzgl. Niederschlag. Das O 12-100mm zeichnet auch aus, dass es den OMDS Pro Festbrennweiten (Erfahrung mit dem O 1.2/17mm und O 1.2/25mm) in der Abbildungsleistung mindestens ebenbürtig ist und von dem, was ich auch persönlich vom OM 1.4/20mm in Augenschein nehmen konnte, definitiv besser ist als diese neue Festbrennweite, was ich bezogen auf das 20mm etwas enttäuschend finde. Von dem, was das O 12-100mm bietet, finde ich das Zoom eher schon preiswert, während das OM 1.4/20mm, das mehr als die Hälfte des O 12-100mm kostet, für das, was geboten wird, als deutlich zu teuer ansehe. Ein Zoom, das mich für Reisen noch interessiert, wäre das OM 4/40-150mm. Ich hoffe, dass obwohl dieses Objektiv möglicherweise ich sage mal zur „Pro Light“ Kategorie gehören könnte, der Qualitätsmaßstab das O 12-100mm oder das O 2.8/40-150mm sein wird. (Relativ) geringe Größe ohne Abstriche bei der Abbildungsqualität (was leider zu oft nicht der Fall ist), könnte eine Erfolgsfaktor sein, wenn man Überlegungen liest, dass ein O 2.8/40-150mm u.U. auf Reisen wegen Größe und Gewicht nicht mitgenommen wird. Das 20mm fällt nach dem was ich selbst gesehen und mitbekommen habe, mMn. nicht in die Kategorie, dass bei geringer Größe keine Abstriche bei der Abbildungsqualität in Kauf zu nehmen sind. Aus meiner Sicht ist das eine strategischer Fehler, auch wenn das 20mm ggf. teurer geworden wäre. Ich kaufe keine Festbrennweiten, die zwischen f2.0 und f8 nicht in der Lage sind, auch am Rande feine Details (z.B. Geäst, Gebäudedetails) mit exzellenter Schärfe und Kontrast abbilden zu können. Solche Erfahrungen habe ich mit O 2.0/12mm und O 1.8/17mm schon genug gemacht.
  25. Es ist offensichtlich, dass man sich beim 20mm „Pro“ Objektiv gewisse Sparmaßnahmen gegönnt hat, die offenbar auch die Abbildungsleistung betreffen. Über andere Sparmaßnahmen, zu denen auch der AF Motor gehört, ist schon diskutiert worden. Insofern ist die Frage, in wie weit diese Sparmaßnahmen auch die Abdichtung betreffen, legitim. Die Diskussion hat sich OMDS selbst zuzuschreiben, wenn es vorhat, bei bestimmten Teilen der Pro Linie Abstriche zu machen. Mir wäre es persönlich lieber, wenn sich OMDS entschließen würde, bei der Pro Linie die Prinzipien und Qualitätsleitlinien konsequent zu halten, weil dies genau die Unsicherheiten vermeiden würde, die einige Kunden nun haben. Ich würde z.B. auch von lichtschwächeren und deswegen auch kleineren Pro Objektiven, bei der Abbildungsleistung das gleiche Qualitätsniveau erwarten, wie ich es von O 2.8/12-40mm, O 2.8/40-150mm, O 12-100m und O 1.2/17mm kenne und schätze.
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