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Helios

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  1. Wenn man wissen will, woher der Kontrastverlust eines Spiegel- bzw. Spiegellinsenobjektivs neben dem nicht abgeschatteten Streulicht kommt sollte man den Satz verstehen lernen, anstatt ihn leichtfertig wegzuwerfen. Inhaltlich ist die Darstellung vereinfacht, aber korrekt. Für Spiegellinsenteleskope ist das durchaus richtig, aus praktischer Sicht gehört die Bildfeldebnung bei einem Spiegellinsenobjektiv allerdings zum Gesamtsystem und kann leider, wie die Erfahrung mit inzwischen unzähligen Objektiven zeigt, gerade bei günstigen Konstruktionen auch im Bereich der chromatischen Aberrationen praxisrelevante Fehler erzeugen. Ein "Mindestmaß" an Auflösung und Kontrast bekommst du immer, ob es dir reicht hängt halt davon ab, wie du "Mindestmaß" definierst. 😉
  2. Bei der Russentonne lässt sich das mit dem Spiegel halt noch lösen (auch ohne viel Erfahrung, gibt ja gute Anleitungen dafür), bei vielen anderen leider nicht, weil häufig die Spiegel verklebt sind. Falls es übrigens nicht zwingend "alt" sein muss, das Tokina Reflex 300 mm f/6,3 für µFT ist gebraucht und gelegentlich sogar neu teilweise spottbillig zu bekommen, ist speziell für µFT gerechnet, sehr kompakt aber mit voller Systemunterstützung (zwar MF, aber mit Datenübertragung). 🙂
  3. Aufgrund der geringen Öffnung im Verhältnis zum Aufnahmeformat haben alle typischen katadioptrischen Objektive eine hohe Obstruktion, die einen deutlich negativen Einfluss auf den Kontrast hat. Die Streu- und Gegenlichtempfindlichkeit kommt da dann noch als zusätzliches Problem hinzu. Mit einer entsprechenden Blende (und den passenden Motiven) kann man nur aber immerhin letzteres weitgehend beheben. Prinzipbedingt wären nur reine Spiegelobjektive frei von chromatischen Aberrationen, üblich sind allerdings Spiegellinsenobjektive (wie das Tokina TM500), die grundsätzlich auch CA aufweisen können, wenn auch in der Regel nur schwach ausgeprägt (insbesondere im Vergleich zu ähnlich teuren Linsenobjektiven). Die Schwachstelle für diese Bildfehler ist weniger die Grundkonstruktion als vielmehr die Bildfeldebnung. Wenn es dir eh um das experimentieren geht und du keine großen Erwartungen an die Ergebnisse hast lohnt sich ein Versuch immer. Zumal alte "Spiegeltele" in der Regel recht günstig zu bekommen sind. Ein typisches Problem vieler katadioptrischer Objektive ist die Spiegelhalterung, die bei einigen Varianten schon ab Werk Probleme bereitet hat und bei vielen Modellen über die Jahrzehnte zu Problemen führen kann. Verspannte Spiegel sind neben der Bildfeldebnung der Hauptgrund für schlechte Abbildungsleistungen, und sind mit dafür verantwortlich, dass ein Modell teilweise eklatant unterschiedlich bewertet wird.
  4. Die Aufnahmen von Thierry sind natürlich phantastisch und unerreichbar, denen sieht man Erfahrung und Aufwand an. Schon wenn Siggi hier sein Setup zeigt wird ja deutlich, wie viel Arbeit Astrophotographie ist. Allerdings kann man auch mit deutlich weniger Aufwand schon gute Ergebnisse erzielen, bei denen nicht die Qualität der Aufnahme im Vordergrund steht, sondern eher das eigene Erleben und Erreichen. Dieses Bild entstand letzten Sommer mit einem Sonnenfilter vor dem Teleobjektiv vom normalen Photostativ: Aufgenommen mit der E-PL6 (auf IR umgebaut, es hätte aber auch eine normale sein können) und 600 mm Brennweite (auch mit 300 mm kann man aber schon gute Ergebnisse erzielen, ähnlich wie beim Mond auch). Natürlich reicht das nicht an die Aufnahmen mit richtigem Astroequipment heran, aber dafür kann es eigentlich jeder leicht nachmachen. Abgesehen von der normalen Ausrüstung braucht man "nur" einen Sonnenfilter (wer sich Basteln nicht zutraut, dies hier sind sehr gute und noch bezahlbare Lösungen: https://www.baader-planetarium.com/de/sonnenbeobachtung/baader-solar-filter.html), etwas Geduld und dann das richtige Timing. Passende Gelegenheiten lassen sich hiermit leicht finden: https://transit-finder.com Viel Spaß beim probieren! Wie immer wenn es um die Sonne geht der wichtige Hinweis: Nicht ohne vernünftigen Schutz direkt in die Sonne blicken, schon gar nicht mit Fernglas oder Teleskop. Und auch die Kamera nicht ungeschützt auf die Sonne ausrichten, auch dies kann zu Schäden führen!
  5. Prinzipiell ist es dem Herschelkeil egal wie groß die Öffnung ist. Relevant ist allerdings die Brennweite, denn die Sonnenscheibe muss komplett abgebildet werden, damit auch sämtliche Energie abgeleitet werden kann. Und da der Herschelkeil nur an einem Refraktor verwendet werden sollte (Spiegelteleskope erhitzen sich zu stark) wird eine übliche Grenze von sechs bis acht Zoll Öffnung angegeben, weil darüber die Brennweiten in der Regel zu lang werden. Nö, das ist ja gerade der Vorteil. Vor dem Teleskop muss nichts mehr gefiltert werden, und ordentlich eingestellt erhitzen sich auch die Komponenten (eines Refraktors!) selbst bei längeren Beobachtungen nicht so stark, dass es zu Problemen kommt. Sämtliche Filterung findet nach dem Herschelkeil statt, egal ob photographisch oder visuell (bei letzterem ist diese zusätzliche Filterung allerdings Pflicht!).
  6. Bei Teleskopen wird üblicherweise die Öffnung angegeben, in diesem Fall ergeben 200 mm Öffnung bei f/8 1.600 mm Brennweite. UVP liegt übrigens bei knapp 25.000 Euro 😉 Und die Ähnlichkeit der Aufnahmen ist normal, mit der gleichen Aufnahmetechnik entstehen von der Sonne immer sehr ähnliche Bilder. Einzig die Sonnenflecken (und das Hauptmotiv) erlaubt dann Unterscheidungen, zumindest wenn welche vorhanden sind. Thierry Legault ist eine Koryphäe auf diesem Gebiet, seine Aufnahmen immer wieder faszinierend und in der Qualität unerreicht (und für mich unerreichbar). Trotzdem macht die Jagd Spaß, morgen früh gibt es den nächsten guten Transit hier in der Nähe, vermutlich wird nur das Wetter nicht passen. Falls ihr es selbst probieren wollt: https://transit-finder.com
  7. Es ging mir nicht um die eine Nacht, sondern um den gesamten Photourlaub. Domino halt. Davon abgesehen ist die einfachste ihren Zweck erfüllende Ordnerstruktur abhängig vom jeweiligen Benutzer und seinen Anforderungen. Da soll es durchaus Unterschiede geben. Ich sehe für mich jedenfalls keinen Sinn in Jahresordnern, in Kameraordnern abseits von Testberichten allerdings auch nicht.
  8. Besonders hilfreich für alle, die gern über Silvester/Neujahr in den Photourlaub fahren. Da entwickelt sich die Bildsuche zum Dominospiel. 😉
  9. Nein, ist es nicht. Vor etlichen Jahren hat Serif mal im Nutzerforum verkündet, dass man sich ein DAM als Komplettierung der Suite gut vorstellen kann. Seitdem wird in Foren immer wieder behauptet, dass dies in Planung oder Entwicklung sei - bloß ist das nicht der Fall. Im Gegenteil sagt Serif schon seit Jahren selbst, dass man aktuell nicht an einer Bildverwaltung arbeite. Und selbst das in der ursprünglichen Aussage erwähnte DAM hatte nichts mit einem Lightroom-Konkurrenten zu tun, den sich ja viele so sehnlichst wünschen und der in diese Aussage hineininterpretiert wurde. Wenn man sich Aufbau und Entwicklung der Affinity-Suite anschaut wird klar, dass eher eine Lösung in Richtung Adobe Bridge sinnvoll ist. Genau darauf wollte man damals auch hinaus. Natürlich kann man für die Zukunft nie etwas ausschließen, das würde auch kein Hersteller tun. Aber es gibt keinen Grund, sich aktuell Hoffnung auf eine solche Lösung von Serif zu machen.
  10. Soweit ich das beim letzten Gespräch verstanden habe, soll der überarbeitete Kopf die gleichen Einstellmöglichkeiten wie der p0 bieten. Wann die überarbeitete Version allerdings kommt (und ob es dann stimmt) steht in den Sternen, eigentlich sollte die schon Ende letzten Jahres erscheinen, dann hieß es, zur Photokina 2020 wird man ihn vorstellen. Die ältere Version habe ich ehrlicherweise vor einem Jahrzehnt mal in der Hand gehabt und nie irgendwo "in freier Wildbahn" gesehen. Mir wäre er aber eh zu groß für einen Kugelkopf, alles was bei mir so schwer ist braucht entweder eine höhere Genauigkeit (also Getriebeneiger) oder eine schnellere Bedienung (Affenschaukel bzw. Zwei-Wege-Neiger mit Nivellierplatte).
  11. Auf einem Stativ mit eigener Nivellierung ergibt die "umgekehrte Bauweise" des p0 wenig Sinn (und ein normaler Kugelkopf wäre im Vorteil), abgesehen davon ist es eher eine generelle Frage hinsichtlich der Größenverhältnisse zwischen Kopf und Stativ, weniger eine Frage der Bauweise und hat dementsprechend nichts mit dem p0 zu tun. Letzteren hatte ich auch schon auf einem Report im Einsatz, das sieht komisch aus, funktioniert aber und würde bei ähnlich großen Köpfen anderer Bauart eben auch nicht anders aussehen. Wem es auf die Optik ankommt kann sich den p1 anschauen, ich finde ihn aber übertrieben groß für eine normale µFT-Ausrüstung. Zudem ist der zumindest gebraucht so gut wie gar nicht zu bekommen. Aktuell sitzt der p0 bei mir übrigens häufig an der Astromontierung, bei den teilweise "unmöglichen" Winkel dort bin ich jedes mal über die letztlich sehr einfache Bedienung mit dem umlaufenden Ring froh. Ich würde behaupten, wer für sowas einen Kugelkopf sucht findet tatsächlich keinen problemloseren. Die Bedienung war es auch, die mich über all die Jahre im normalen Einsatz (Landschaft, Reisedokumentation) begeistert hat. Im Gegensatz zu anderen Köpfen hält sich zudem der Reinigungsaufwand nach schwiergen Einsätzen in Grenzen (aufgrund der Konstruktion nachvollziehbar), auch wenn es immer noch mehr ist als bei Acratech.
  12. Bitte nicht falsch verstehen, mir ging es nicht um eine grundlegende Kritik an deinen oder anderen Beiträgen, sondern primär um den Hinweis darauf, dass die Wahl der richtigen Verbindung zwischen Kamera und Stativ nicht einfach nur eine Frage des Geldes bzw. der Qualität ist, sondern es je nach persönlichen Anforderungen und Vorlieben unterschiedliche Möglichkeiten gibt, von denen keine grundsätzlich besser oder schlechter, sondern primär anders ist. Auch wenn die persönlichen Vorlieben nicht übertragbar sind, so ist es meines Erachtens doch immer hilfreich, etwas mehr zu den persönlichen Anforderungen zu schreiben (bei Frage und Antwort). Was Hans (Hacon) schreibt gehe ich soweit mit, gerade auch was die maximale Belastbarkeit mit Blick auf unsere Ausrüstung und die Ergonomiefrage angeht. Ersteres sollte nicht überschätzt werden, und auch wenn ein stabiler Unterbau auch bei µFT wichtig ist, so kann man durchaus von den Vorteilen der kleineren Ausrüstung profitieren. Letzteres hingegen ist ein Faktor, der sich dann, wie zuvor bereits erwähnt, erst mit der Zeit herauskristallisiert. Es lohnt sich, sich vorher Gedanken über die Bedienung zu machen - nur wie es dann in der Praxis funktioniert merkt man erst mit der Zeit. Manch einer kommt mit allem klar oder kann sich leicht umstellen, für andere funktioniert etwas aus teilweise vielleicht sogar marginalen Gründen auch auf Dauer nur schlecht. Richtig oder Falsch gibt es da nicht! Übrigens noch zwei Anmerkungen zu deiner Auswahl: vom p0 gibt es inzwischen eine interessante Hybrid-Version aus Kugelkopf und Getriebeneiger für die Feineinstellung, das könnte für deine Themenfelder Makro und Landschaft durchaus interessant sein. Und weil du die Marke schon erwähnt hast, auch die Acratech-Köpfe sind einen Blick wert, auch wenn sie hier in Deutschland bzw. Kontinentaleuropa eher selten zu finden. Verarbeitungsqualität und Leistung stimmen, und die offene Bauweise bietet durchaus einige Vorteile bei Salzwasser und/oder Sand (sofern das für dich relevant ist).
  13. Die durchaus richtige Erkenntnis, die sich aus daraus ergibt (nicht am falschen Ende zu sparen(, wurde ja mehrfach erwähnt und man kann es gar nicht oft genug sagen. Bloß was bedeutet das? Im Endeffekt gibt es in dieser Kategorie noch immer Kugelköpfe, Getriebeneiger, Zwei-Wege-Neiger, Nivellierköpfe, Affenschaukeln, manchmal sogar ganz innovative neue Mischprodukte, die diesen Ansprüchen genügen und deren Sinnhaftigkeit von den Anforderungen sowie den persönlichen Vorlieben abhängen. Letztere findet man dummerweise häufiger erst heraus, wenn man etwas länger verwendet, aber zumindest über ersteres sollte man auch sprechen. Davon lese ich hier allerdings wenig, weder vom Fragesteller, noch bei den Antworten. So gut beispielsweise der Cube auch ist, ich würde ihn beim Birden eher nicht einsetzen wollen. Umgekehrt ist ein hochwertiger Gimbal trotzdem keine gute Wahl für Langzeitbelichtungen. Für viele Probleme dazwischen gibt es unterschiedliche Lösungen. Weil es mal besonders leicht sein musste und ich trotzdem nicht auf ein stabiles Stativ verzichten konnte habe ich eine Serie im Bereich Landschaft nur mit einem Nivellierkopf gemacht. Klar sind die Einstellmöglichkeiten da deutlich eingeschränkt, aber für dieses Projekt, dieses Genre und letztlich für mich völlig ausreichend. Später habe ich dann doch wieder den Kugelkopf verwendet, weil höhere Flexibilität gefragt war, die ich nun wiederum schon seit einigen Jahren durch die Kombination jenes Nivellierkopfes zusammen mit einem Zwei-Wege-Neiger erziele. Der Kugelkopf sitzt nun auf dem leichten Reise-/Zweitstativ. Der Getriebeneiger ist ein Segen mit der Fachkamera, oder wenn absolute Genauigkeit gefragt ist. Im Labor sowieso. Bei Landschaften finde ich den toll, seitdem ich so einen mal nach einem Einsatz an der Küste auseinander nehmen musste bin ich froh über eine offenere Bauweise. 😉
  14. Vergleichbar ist alles, und vergleichen lassen sie sich auf jede erdenkliche Art. Die Frage ist immer, wie sinnvoll das ist. Wie du etwas vergleichst hängt also wesentlich davon ab, warum du vergleichen willst. Ich vermute mal, du willst wissen, welcher Vorteil für dich persönlich sich aus dem geringen Auflösungsunterschied ergibt? Nun, dann solltest du deine typischen Motive mit deinen typischen Ausgaben vergleichen, das fertige Bild fürs Internet, für den Fernseher, fürs Album oder als Poster an der Wand - was auch immer du mit den Bilder machst. Geht es dir nur um die Auflösung, würde ich mir allerdings den Aufwand sparen, weil die Unterschiede so gering sind, dass sie, wenn überhaupt, nur im direkten Vergleich auffallen. Und den wirst du vermutlich (ich kenn dich ja nicht 😉 ) nicht dauerhaft machen wollen.
  15. Ja, wenn dann auch noch die Sachkenntnis fehlt, kommen teilweise abstruse Ergebnisse heraus. Das betrifft aber vor allem allgemeinere bzw. fachfremde Medien und/oder Praxistests. Die Laborabläufe sind bei allen mir näher bekannten Tests (und auch bei meinen eigenen) soweit optimiert, dass die Zeit selten ein Problem ist. Ausnahmen gibt es dabei allerdings sicherlich auch. Was früher mal üblich gewesen sein soll kann ich nicht beurteilen, es geht um die aktuelle Situation, ich bin seit 15 Jahren unter anderem in diesem Bereich tätig und es ist in dieser Zeit definitiv keine gängige Praxis gewesen. Weder wurde ich bei der Konzeption von Tests noch bei der Durchführung inhaltlich beeinflusst, ebenso wurden meine Ergebnisse nicht verfälscht, egal ob Print oder Digital. Da ich für viele Medien tätig war maße ich mir an, hier eine allgemeinere Aussage dazu zu treffen. Die einzige indirekte Einflussnahme erfolgt über den Faktor Zeit, wann und wie lange ein Produkt zur Verfügung gestellt wird bzw. wann der Test dann jeweils erscheint. Darauf habe ich als Tester aber keinen Einfluss, umgekehrt hat dies auf den Inhalt auch keinen Einfluss (allenfalls auf den Umfang). Wie bereits gesagt mag es schwarze Schafe geben, aber ich finde die Unterstellung, dies wäre heute üblich und damit jeder in der Branche daran beteiligt dreist und unverschämt!
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