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  1. Weil "Hochmobil", "Leistungsstark" und "Deep Sky" meines Erachtens ein Dreieck bilden. Natürlich kann man darüber diskutieren, was nun die einzelnen Begriffe genau bedeuten. Bloß wenn du dein 150-400 und die E-M1X als gegeben betrachtest, und ich bin der Meinung damit kommt man durchaus schon recht weit, dann erfordert das eben, wie dargelegt, auch einen entsprechenden Unterbau. Und der wiegt und ist groß, wie gesagt, unter 15+ kg sehe ich da keine Chance, sofern die Ausrüstung auch dauerhaft, und nicht nur bei optimalen Bedingungen, Spaß machen soll. Genau da sind wir im Bereich der EQM35, ziemlich genau sogar. Für mich wäre eine solche halt nicht "hochmobil", aber wie gesagt, da kannst du natürlich anderer Meinung sein. Ich wollte auch nur darauf hinaus, dass es die Zwischenschritte ja durchaus gibt, sowohl finanziell wie auch hinsichtlich des Gewichts. Die lohnen sich aber nur dann, wenn die Gewichtsreduzierung überall erfolgt. Bleibt die gewünschte photographische Ausrüstung gleich, ändert sich auch das sinnvolle Minimum der anderen Teil nicht, und dann hilft ein Kilo weniger bei der Montierung auch nichts mehr. Eher könnte dann ein Umdenken Sinn ergeben. Eine E-M1 ohne X (falls du die hast) mit deinem 300er, das kann sogar auf dem Star Adventurer Spaß machen. Und wie gesagt, letzteres ist meines Erachtens das wichtigste (aber das darf auch jeder anders sehen).
  2. Es beißt sich eher die Vorstellung, dass es eine photographisch hochmobile, leistungsstarke Deep-Sky-Ausrüstung mit allem "Schnick-Schnack" geben kann. 😉 Den fließenden Übergang bei den Gewichten und Leistungen gibt es ja durchaus, etwa die EQ3 oder die EQ5, die man dann mit Goto aufrüsten kann, was wieder Geld kostet. Auch Autoguiding ist so etwas, das ist wieder mehr Aufwand, mehr Gewicht und Kostet Geld. Wenn du 3,2 kg auf eine Montierung packen möchtest, dann brauchst du auch ein entsprechendes Gegengewicht, schon bist du bei 6 bis 7 kg, das muss die Montierung verkraften, also landest du bei 10+ kg, und dafür braucht es ein stabiles Stativ, macht 15+ kg. Und dann kommen noch die anderen Komponenten dazu, Autoguider plus Guiding Scope, wiegt auch, muss auch wieder kompensiert werden, das summiert sich alles auf. Das eigentliche Problem in der Rechnung sind dann die anfänglichen 3,2 kg, der Bildwinkel und das gewünschte Motiv. 😉 Ich habe den Star Adventurer (die ursprüngliche Version), die typischen 150-600er sind für Deep Sky definitiv zu viel. Das klappt mit sehr viel Übung und besten Umständen (also kein Wind), aber im Alltag sorgt es eher für Frust, da kommen die Autoguiding-Einschränkungen gar nicht so groß zum Tragen (weil andere Probleme größer sind). Die Kombination verwende ich nur noch als Zweigerät bei der Sonnen- oder Mondphotographie, auch bei Finsternissen. Für Planeten kann man es auch verwenden, da dann ja eh eher mit Video, den Rest macht die Software. Autoguiding kann man sich da auch sparen. Wie @iamsiggi schon gesagt hat, "Jede Optik hat ihren Himmel". Man darf sich nur nicht durch die besten Ergebnisse täuschen lassen, oder selbst täuschen. Wichtig sind nicht die Ergebnisse unter den besten Bedingungen, sondern der Spaß an der Nutzung. Da kann weniger durchaus mehr sein, bei den optischen Komponenten, nicht bei den mechanischen. 😉
  3. @Libelle103 Die Elektronik hat funktionierende Adapterlösungen deutlich vereinfacht, heute ist da sehr viel möglich (es wird ja sogar ein Adapter für Sony E an Nikon Z angeboten), manches funktioniert gut, anderes weniger, vieles davon kenne ich aus eigener Nutzung (bspw. auch EF an µFT, allerdings mit Metabones statt Viltrox). Wenn es aber um Kontinuität geht braucht es eine Adaptierung, die in der Gesamtheit keine relevanten Nachteile bietet. Das betrifft auch und vor allem die AF-Leistung in den verschiedenen Modi, und wie bereits gesagt, hier funktioniert EF an RF weitgehend problemlos (eigene Erfahrung), auch bei schnellen Motiven, auch mit kontinuierlicher Fokussierung. Das ist durchaus nicht selbstverständlich, aber auch ein Grund, warum Canon nun das Profisegment der DSLR abkündigen kann, ohne dass dadurch den Nutzern signifikante Nachteile entstehen.
  4. Weiternutzen. Die EF-Objektive funktionieren per Adapter an den RF-Modellen ziemlich gut, jedenfalls nicht schlechter als an den EF-Modellen, teilweise sogar besser. Auf Wunsch gibt es sogar neue Möglichkeiten per Adapter dazu. In dem Punkt hat Canon diesmal auch aus Nutzersicht alles richtig gemacht, was allerdings aufgrund der gleichen Grundlage auch weitaus einfacher war beim früheren Wechsel von FD auf EOS. Aber auch wenn sie es anders angestellt hätten, und so schwierig das für die Nutzer dann ist, grundsätzlich sind Brüche manchmal sinnvoll, und wenn es um Spitzentechnologie geht sogar notwendig.
  5. In dem Segment, um das es in der aktuellen Meldung geht, kann sich kein Hersteller mit breiter Nutzerbasis Experimente erlauben. Überfällig wäre der Schritt gewesen, wenn Canon die Anforderungen an ein Profigehäuse bereits früher hätte mit einer DSLM bedienen können, was so aber nicht der Fall war. Als Referenz dafür lässt sich die Fähigkeitsentwicklung bei Sony betrachten, nicht nur hinsichtlich der Kameras, sondern auch der Objektive. Amüsant ist übrigens, dass da, wo der Schritt rein technisch schon lange hätte vollzogen werden können, das Kundeninteresse an der DSLR augenscheinlich weiterhin so groß ist, dass man bei Canon nicht an einer Einstellung von Entwicklung und Produktion nachdenkt (wobei Entwicklung mit Blick auf die tatsächlichen Fortschritte der letzten Jahre auch ein etwas "überdehnter" Begriff ist). Heißt als Fazit, da wo der Markt will, konnte man es bisher technisch nicht, und da wo es technisch schon länger geht, weigert sich der Markt. Plakativ und vereinfacht gesagt natürlich.
  6. Bei beobachtenden Astronomen spielt die Bildfeldwölbung auch eine eher untergeordnete Rolle, weswegen hier reine Spiegelkonstruktionen häufig anzutreffen sind. Im photographischen Bereich ergibt eine Linsengruppe zur Bildfeldebnung aber Sinn, weswegen (so ziemlich) alle "Spiegelobjektive" eigentlich Spiegellinsenobjektive sind. Diese können entsprechend ihrer Güte genauso wie reine Linsenobjektive natürlich CAs aufweisen, wobei das abgesehen von den billigsten Varianten, und insbesondere natürlich bei guten Spiegellinsenobjektiven (bspw. Mirotar) nicht relevant der Fall ist. Auch das Tokina 300 für µFT ist praktisch farbfehlerfrei. Ich würde mich sehr über ein modernes, langbrennweitiges Spiegellinsenobjektiv (vielleicht sogar mit Autofokus) freuen, leider haben diese inzwischen einen so schlechten Ruf, dass wohl niemand mehr eine entsprechende Entwicklung bezahlen wird (weder Hersteller noch Kunde).
  7. Sollst du ja auch nicht, hier geht es eher darum, dass du dir für deine µFT-Ausrüstung das 8-25/4 kaufst. 😉 Oder etwas ernsthafter: dieses Objektiv ist, genauso wie viele andere µFT-Objektive, nicht dazu gedacht irgendwelche Äquivalenzdiskussionen zu gewinnen, sondern Möglichkeiten zu bieten, die es sonst am Markt nicht gibt. Gerade weil sich also quasi niemand ein 16-50/8 für KB kaufen würde, ergibt es Sinn, ein 8-25/4 für µFT auf den Markt zu bringen.
  8. demographisch ist die rente doch gerade gefährdet, weil sich niemand mehr mit vögeln auskennt!
  9. Wenn das beides nun Ornithologen gewesen wären, könnte ich deine Bedenken nachvollziehen - aber welche Relevanz besitzt das Wissen um Reiher, Storch und Kranich für die meisten Berufe? Oder auch für das Leben im Allgemeinen? Ich erinnere mich gut an die große Diskussion, als Schwanitz vor zwanzig Jahren sein Bildungs-Buch heraus gebracht hat - was da aus praktischer Sicht für ein Unsinn drin stand, darüber könnte man ein eigenes Buch schreiben. Allgemeinwissen ist schön und gut, mir persönlich ist das auch sehr wichtig, aber es ist eben auch immer eine Frage der Perspektive. Der Botaniker regt sich darüber auf, dass die jungen Leute heute keine Pflanzen mehr erkennen, die Köche laufen sturm, weil heute niemand mehr kochen lernt (obwohl das ja auch wieder vorbei ist, Kochen ist ja nun wieder richtig modern), der Mechaniker meckert über alle, die keinen Reifenwechsel mehr hinbekommen (und über die Autos, die weder Wagenheber noch Reserverad besitzen), usw. Kurzum, jeder "Experte" weiß genau, dass die Welt zu Grunde geht, weil Ottonormalbürger sich mit nichts mehr auskennt. Und doch geht das Leben erstaunlich gut weiter. Ob der Reiher wohl Storch von Kranich unterscheiden kann?
  10. Mal eine Frage dazu rein aus interesse (und ganz ohne Hintergedanken), wurdest du vor die Wahl gestellt oder hat man die Kamera einfach getauscht?
  11. Ich habe den ja nun schon etliche Jahre in der Nutzung und halte ihn immer noch für eine der gelungensten Konstruktionen am Markt, wenn es um einen leichten Kopf (und entsprechende Lasten) geht. Dort stört die fehlende Friktionseinstellung in meinen Augen nicht, die Vorteile bei Bedienung und dadurch Geschwindigkeit hingegen können voll ausgespielt werden. Bei schwereren Lasten sieht das anders aus, der P1 hatte nicht umsonst schon immer eine entsprechende Einstellmöglichkeit. Die wurde beim neuen P1+ im übrigen nur umgestaltet, Kernverbesserung des neuen Kopfes ist der erweiterte Einstellbereich. Aber interessant zu hören, dass er nun augenscheinlich endlich geliefert wird - er sollte ja schon Ende letzten Jahres erscheinen.
  12. Mit dem Hinweis sichert sich Olympus ab, können sie eine E-M1 trotz Garantie nicht mehr reparieren, dürfen sie diese bspw. durch eine E-M1 Mark II ersetzen. Geld bekommst du nicht.
  13. Beim Handel geht es immer um Manipulation, darum den Kunden dazu zu bringen, etwas zu kaufen oder mehr von etwas zu kaufen. Das war schon vor Amazon so und wird auch dann noch so sein, wenn Amazon irgendwann längst zerschlagen ist. Alle Händler mit Onlineverkauf, und das sind ziemlich viele von den gut sortierten, die es jetzt noch gibt, weil der Onlineverkauf einer der Rettungsanker war und ist, benutzen Analysetools, schalten Onlinewerbung bei den typischen Anbietern und erreichen dadurch eine höhere Präsenz bei der Zielgruppe, gesteuert über Algorithmen, die genaue Profile erstellen. Dein Foto Gregor, stellvertretend für alle anderen Händler auch, ist da auch nicht anders. Und selbst wenn man sich dem Internetgeschäft komplett verwährt, kommt man in den Laden und sieht da: "Neu Neu Neu", "Wieder lieferbar, schnell zugreifen", "Jetzt Cashback sichern", "10% Rabatt", usw. Niemand (ausnahmslos!) kann sich davon freisprechen, gänzlich unbeeinflusst von diesen Manipulationen zu sein - nur wenn man sich das ständig bewusst macht, kann man mündig damit umgehen. Und dann entscheidet man natürlich selbst, was man kauft - völlig egal, wo man es kauft (oder wie man dahin gekommen ist). PS: Von Amazon darf und soll jeder halten was er will, bloß ist es eine Illusion zu glauben, den Mechanismen entkommen zu können. Amazon hat diese in gewisser Weise perfektioniert, nutzt sie meintwegen auch exzessiver, aber im Massenmarkt begegnet man ihnen (diesen Mechanismen) zwangsläufig immer, und immer mehr, egal was man macht. Und je mehr man versucht, sich diesen doch irgendwie grundsätzlich zu entziehen, statt mit ihnen selbstbestimmt umzugehen, umso größer werden die Nachteile.
  14. Eine Wahlmöglichkeit! Oder anders formuliert, die Gruppe derjenigen, die etwas nicht braucht, ist abgesehen von den Grundbedürfnissen des Menschen vermutlich bei allem immer die Größte und daher kein Maßstab. Fragen wir doch mal 100 Kamerakunden, ob sie sich eine neue Olympus-Kamera wünsche. 😉 Relevant ist daher nicht, wie groß die Gruppe im Vergleich ist, sondern wie groß sie absolut ist, wie groß sie relativ zum Aufwand ist, und wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass die Funktion auch anderen zu Gute kommt. Vor allem aber, mit welcher Wahrscheinlichkeit ein Kunde aufgrund des Fehlens einer Funktion nicht kauft, bzw. neue Käufer gefunden werden können. Genau die Gedanken macht sich auch Olympus, und kommt eben zu eigenen Ergebnissen. Sich darüber aufzuregen oder meinen, es besser zu wissen, ist doch letztlich Fehl am Platze. Aber das ganze ist hier, wie leider so häufig bei durchaus sinnvollen (für einen kleinen Nutzerkreis) Vorschlägen längst in eine sinnlose Metadiskussion abgeglitten.
  15. Meiner Erfahrung nach ist Olympus immer sehr dankbar über sachlich formulierte Verbesserungsvorschläge und zeigt ehrlichen Willen, häufiger vorgetragene Wünsche auch umzusetzen - sofern das in dem begrenzten Rahmen, der für derartiges zur Verfügung steht, möglich ist. Dass vieles allerdings nicht so einfach möglich ist (unabhängig von der technischen Umsetzbarkeit), sollte in Anbetracht der Komplexität einer solchen Firmware und der notwendige des Herstellers, auch den jeweiligen "Rattenschwanz" zu berücksichtigen (bis hin zu etwaigen Garantie- bzw. Gewährleistungsansprüchen), von jedem berücksichtigt werden, der entsprechende Kritik äußert. Warum solche Vorschläge immer wieder eskalieren müssen, indem von der einen Seite dem Hersteller, von der anderen Seite dem Nutzer Unfähigkeit, Unwillen oder schlimmeres unterstellt wird, erschließt sich mir nicht. Für mich sind derartige Beiträge, egal von wem geäußert, schlicht unseriös, und helfen weder dem jeweiligen Ersteller, noch dem Forum. Was das Thema angeht, so wäre ich persönlich sehr für eine solche Funktion. Generell sind feste Grenzen immer problematisch, wenn sich die relevanten Parameter (hier die Brennweite) häufiger ändern. Olympus hat hervorragende Zoomobjektive, und für diese wären nutzerseitig einstellbare, relative Grenzen für die Mindestbelichtungszeit bei irgendeiner automatischen Belichtungseinstellung in meinen Augen die klar bessere Variante. Diesen Vorschlag habe ich auch bereits vor einiger Zeit direkt nach Japan weitergeben, bisher ist nichts passiert, und ich gehe davon aus, dass dies seine Gründe hat.
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