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das Recht am eigenen Bild ...


pit-photography

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Naja, man könnte ihm ne Fotoausrüstung kaufen, damit er sein Talent ausbauen kann.....
Wenn man ihn gut dressiert, wird es in paar Jahren soweit sein ;-))) Reif für Bildkompositionen erst nach 10 Jahren. Erstes Model-Release nach 15 Jahren ;-))) Gruß Pit
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Das Ganze dürfte an der mangelnden Schöpfungshöhe scheitern. Wenn der Affe auf den Auslöser drückt, ist nicht davon auszugehen, dass er sich dabei Gedanken über Bildkomposition, Positur usw. macht, so wie ein menschlicher Porträtfotograf das – mutmaßlich – machen würde. Demzufolge fehlt es an der „persönlichen geistigen Schöpfung“ (O-Ton Urheberrechtsgesetz), die das Foto von einem reinen Zufallsprodukt abgrenzen und ein „Urheberrecht“ an dem Foto begründen würde. Das wäre jedenfalls in Deutschland ein K.O.-Kriterium, und in den USA sieht das nicht gar so anders aus. Ferner stellt sich natürlich die Frage, ob der Affe PETA überhaupt damit beauftragt hat, seine Interessen in diesem Fall zu vertreten, oder ob die Organisation sich da nicht in etwas hineindrängelt, was sie (juristisch gesehen) überhaupt nichts angeht. Wir bewegen uns hier ja auf der Bühne des Zivilrechts, wo man Betroffener sein muss, um klagen zu können. Ergo: Bei der Angelegenheit handelt es sich in erster Linie um eine PR-Masche und in zweiter Linie um ABM für Rechtsanwälte. Viele Grüße – Anselm

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Wenns interessiert, sind nur 1288 Seiten ..... http://copyright.gov/comp3/ Compendium of U.S. Copyright Office Practices, Third Edition Hab mir das jetzt ausgedruckt und hab das nun bei US Aufenthalten immer griffbereit in einer extra Umhängetasche dabei. Fühl mich nun viel sicherer beim fotografieren.

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 fotonoid said:
Wenns interessiert, sind nur 1288 Seiten ..... http://copyright.gov/comp3/ Compendium of U.S. Copyright Office Practices, Third Edition Hab mir das jetzt ausgedruckt und hab das nun bei US Aufenthalten immer griffbereit in einer extra Umhängetasche dabei. Fühl mich nun viel sicherer beim fotografieren.
Ich hoffe, die 1288 Seiten sind nicht schwerer als deine gesamte Fotoausrüstung ;-) Gruß Pit
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Das Ganze dürfte an der mangelnden Schöpfungshöhe scheitern. Wenn der Affe auf den Auslöser drückt, ist nicht davon auszugehen, dass er sich dabei Gedanken über Bildkomposition, Positur usw. macht
Also wenn man davon ausgeht, würde ich mal mindestens 90% aller Fotos die Copyrightfähigkeit absprechen - weil die meisten Wenighaarprimaten wohl auch ohne solche Gedanken auf den Auslöser drücken. Insofern ist das durchaus auch ein Anlass mal wieder darüber nachzudenken wie und mit welchen Absichten wir der Kamera ein Bild abtrotzen..... Philosophisch könnte man nun auch noch überlegen was uns denn überhaupt das Recht gibt uns über die Tiere zu stellen (die i.d.R. sehr viel weniger rauh mit ihrere Umwelt umgehen) - aber die Juristen machen es sich da eigentlich einfach: Mensch = schöpferisch (und somit copyright) / Tier schöpferisch - fertig - Klage abgewiesen. Aber: PETA hat sich mal wieder in die Schlagzeilen gebracht (was ich durchaus für gar nicht so schlecht halte) und diverse Anwälte haben mal wieder dick Butter aufm Brot (was ich für wirklich nicht notwendig halte). Andy kopfschüttelnd
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 Nieweg said:
 Noctiluchs said:
...Am besten ´ne PL7, dann ist er mit dem 'Zahnradmenü' nicht gleich überfordert...
Das kann man auch falsch verstehen. Ich habe auch 'ne PL7 und bin mit dem Zahnradmenü nicht überfordert ;-) Gruß, Hermann
Ich meinte doch, weil es ab Werk deaktiviert ist, Hermann. Soll der Affe sich zunächst mit wichtigen Basics auseinandersetzen, bevor er seine Kamera völlig ausreizt... Gruß, Erk
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 Andy said:
(die i.d.R. sehr viel weniger rauh mit ihrere Umwelt umgehen)
...weil sie dazu nicht in der Lage sind. Ein chaotisches Regelsystem aus Nahrungsquellen und Fressfeinden hindert sie am Zerstören der Umwelt. Wo dieses Regelwerk, warum auch immer, gestört ist, sind die Tiere nicht vernünftiger als wir ... Reinhard (L)
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 anselm said:
Das Ganze dürfte an der mangelnden Schöpfungshöhe scheitern. Wenn der Affe auf den Auslöser drückt, ist nicht davon auszugehen, dass er sich dabei Gedanken über Bildkomposition, Positur usw. macht, so wie ein menschlicher Porträtfotograf das – mutmaßlich – machen würde. Demzufolge fehlt es an der „persönlichen geistigen Schöpfung“ (O-Ton Urheberrechtsgesetz), die das Foto von einem reinen Zufallsprodukt abgrenzen und ein „Urheberrecht“ an dem Foto begründen würde. Das wäre jedenfalls in Deutschland ein K.O.-Kriterium, und in den USA sieht das nicht gar so anders aus.
Nicht ganz richtig. Urheber ist der Affe: Urheber ist der Schöpfer des Werkes. (§ 7 UrhG). Fraglich ist, ob es sich um eine "persönliche geistige Schöpfung" handelt, was zum Schutz des Werkes führen würde (§ 2 Abs. 2 UrhG). Unabhängig davon stellt sich noch die weitere Frage nach dem Recht am eigenen Bild. Nach § 22 KunstUrhG dürfen Bildnisse nur mit Einwilligung des Abgebildeten verbreitet oder öffentlich zur Schau gestellt werden. Die Einwilligung gilt im Zweifel als erteilt, wenn der Abgebildete dafür, daß er sich abbilden ließ, eine Entlohnung erhielt. Wenn der Affe also hinterher eine Banane bekommen haben sollte, dürfte der Verbreitung des Bildnisses eigentlich nichts im Wege stehen ;)
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weil sie dazu nicht in der Lage sind.
Ja Reinhard, alles schon richtig, aber nur die angeblich höchstentwickelten Primaten bringen es fertig ihre Umwelt zu zerstören, obwohl ihnen bewußt ist was sie damit anrichten. Und es gibt auch eine Theorie nach der das allererste Massenaussterben überhaupt dadurch verursacht wurde, dass die lebenden Organismen zuviel Sauerstoff produziert haben - was für diese selbst aber ein Giftgas war -> Massenselbstmord sozusagen. Aber alles eben ohne dass diese Lebewesen dies auch nur ansatzweise bewußt beeinflussen konnten (auch die Mammuts haben ihre Gase nicht bewußt abgesondert) Aber das hängt ja nur bedingt mit dem copyright zusammen.
Da kann auch ein Hund Erbe eines Vermögens werden - und damit auch Besitzer eines Copyrightanspruchs - zumindest theoretisch.
Wobei man sich wirklich fragen sollte, ob man copyrights überhaupt vererben muss - soll nicht eigentlich das copyrigth den Schöpfer schützen? Was hat denn ein Erbe (egal ob Mensch oder Tier) eigentlich dazu beigetragen (vielleicht ein Kind was zu dem Zeitpunkt der Schöpfung noch nicht mal geboren war)? Aber auch da sind wir schon mal wieder auf einem ganz anderen Zug. Andy nichterbend
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Also ich habe - unabhängig vom amerikanischen Urheberrecht - bezgl. Peta meine eigenen Gedanken... Ich kann mich noch daran erinnern, wie hier in Köln vor etlichen Jahren Aktivisten und Freunde von Peta gegen ein Pelzfachgeschäft demonstrierten. Der Straßenverkehr wurde behindert, und Randale war nach meiner Erinnerung auch im Spiel. Protest ist ja ok, aber so? Heute wird weltweit soviel Pelz "produziert" und verkauft wie noch nie - Pelz ist mittlerweile auch bei der tägl. Gebrauchsmode ganz selbstverständlich zu finden und kein Statussymbol mehr. Von Peta ist heute dazu kaum etwas zu hören. "Progressive Tierschützer" fordern nun Menschenrechte für Tiere - und Peta betreibt aktiv die Sterilisation und das Töten von Tieren. So werden z.B. in den USA lt. Wikipedia viele der aus Haltung "befreiten" Tiere - nach Beendigung der öffentlichkeitswirksamen Berichte über die "Befreiung" - von Peta eingeschläfert... Und nun klagt Peta in den USA wegen eines in Asien entstandenes Foto gegen einen Fotografen aus Großbritannien. So kommt man in die Schlagzeilen und kann sich ganz der Selbstdarstellung widmen. Ob das der Tierwelt hilft? LG Wolfgang

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 Andy said:
Wobei man sich wirklich fragen sollte, ob man copyrights überhaupt vererben muss - soll nicht eigentlich das copyrigth den Schöpfer schützen? Was hat denn ein Erbe (egal ob Mensch oder Tier) eigentlich dazu beigetragen (vielleicht ein Kind was zu dem Zeitpunkt der Schöpfung noch nicht mal geboren war)?
Man kann ja auch eine Fabrik erben oder ein Mietshaus – das sind mitunter genauso „unverdiente“ Einnahmequellen wie das Copyright an einem viralen Foto (ob nun Affen-Selfie oder nicht) oder anderem ideellen Werk. Daran stört sich aber nicht wirklich jemand, eher im Gegenteil. Höchstens könnte man anführen, dass man sich um die Fabrik oder das Mietshaus aktiv kümmern muss, damit einem diese als Einnahmequellen erhalten bleiben. Das Copyright dagegen bleibt für 70 Jahre nach dem Ableben des Werkschöpfers wartungsfrei und unbeschädigt erhalten, so dass sogar noch dessen Enkel die Chance haben, davon zu profitieren – und die Chancen stehen gut, dass diese Frist demnächst noch verlängert wird, denn Micky Maus & Co. dürfen ja nie gemeinfrei werden. Darin liegt das eigentliche Problem. Viele Grüße – Anselm
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Das Affenselfie ist spitze. Habe mich schön beömmelt ;) So eine Klage wäre in Deutschland allerdings nicht denkbar. Hier fehlt es an der Passivlegitimation von PETA und Tiere können in unserer Rechtsordnung nicht Träger eigener Rechte sein, auch wenn es Schutzvorschriften gibt. Eventuell ist aber nach deutschem Recht der Fotograf der Schöpfer des Fotos, schließlich ist er ja auf die Idee gekommen, dem Affen den Apparat zu geben, in der Hoffnung dass dieser abdrückt. LG Olli

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Hi Anselm,

Daran stört sich aber nicht wirklich jemand, eher im Gegenteil.
das würde ich so noch nicht einmal stehen lassen - es gibt durchaus Leute denen auch das nicht passt. Alle die potentiell was erben könnten wird das natürlich immer Recht sein.
Höchstens könnte man anführen, dass man sich um die Fabrik oder das Mietshaus aktiv kümmern muss,
Eben, das ist eigentlich das Hauptargument gegen solche Vererbungen - aber wie Reinhard schon geschrieben hat, das ist eine andere Baustelle und hat mit dem Affenselbstportrait nicht mehr wirklich was zu tun und ist hier im Fotoforum auch nicht wirklich der richtige Diskussionsstoff. Andy abschließend
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 OlyOlli said:
Eventuell ist aber nach deutschem Recht der Fotograf der Schöpfer des Fotos, schließlich ist er ja auf die Idee gekommen, dem Affen den Apparat zu geben, in der Hoffnung dass dieser abdrückt.
Prinzipiell kann man das natürlich so sehen – es ist allemal eine kreative Idee. Nur hat das auf den urheberrechtlichen Status des Affen-Selfies keinen Einfluss. Denn um für den gesetzlichen Urheberrechtsschutz in Frage zu kommen, muss ein Werk eine „persönliche geistige Schöpfung“ (§2 UrhG) sein. Das schließt Zufallsergebnisse und das Delegieren des schöpferischen Akts an Tiere (die, PETA zum Trotz, juristisch gesehen keine Personen sind) aus. Viele Grüße – Anselm
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 anselm said:
Prinzipiell kann man das natürlich so sehen – es ist allemal eine kreative Idee. Nur hat das auf den urheberrechtlichen Status des Affen-Selfies keinen Einfluss. Denn um für den gesetzlichen Urheberrechtsschutz in Frage zu kommen, muss ein Werk eine „persönliche geistige Schöpfung“ (§2 UrhG) sein. Das schließt Zufallsergebnisse und das Delegieren des schöpferischen Akts an Tiere (die, PETA zum Trotz, juristisch gesehen keine Personen sind) aus. Viele Grüße – Anselm
Hast Recht. Habe nochmal nachgelesen. Der Affe hat sich ja die Cam selbst geschnappt und es war ja nicht beabsichtigt, dass der Affe ien Bild macht. Insofern fehlt der schöpferische Akt. Ich bin irgendwie davon ausgegangen, dass der Brite dem Affen die Cam mit der kreativen Idee dahingehend überlassen hatte, dass der Affe ein Foto macht. Dann wäre es ein schöpferischer Akt gewesen... Nebenbei: ich musste mich schon wieder wegen des Selfies beömmeln....;) LG Olli
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 OlyOlli said:
Ich bin irgendwie davon ausgegangen, dass der Brite dem Affen die Cam mit der kreativen Idee dahingehend überlassen hatte, dass der Affe ein Foto macht. Dann wäre es ein schöpferischer Akt gewesen...
Zumindest im Hinblick auf das Urheberrechtsgesetz hilft das nicht. Um als „Werk“ im Sinne des Gesetzes geschützt zu sein, müßten die Fotos eine „persönliche geistige Schöpfung“ des Fotografen sein, was sie nicht sind, denn auf den Auslöser gedrückt hat ja der Affe und nicht der Fotograf selber (der auf den genauen Zeitpunkt der Aufnahmen, Bildinhalt, Komposition, … keinen Einfluss hatte). Dafür ist es unerheblich, ob der Fotograf in einem kreativen Geistesblitz dem Affen die Kamera absichtlich in die Hand gedrückt oder dieser sie sich aus eigenem Antrieb gemopst hat. Ergo wären die Affen-Selfies nach deutschem Recht urheberrechtlich nicht schutzfähig, selbst wenn man die Idee, einem Affen eine Kamera zu geben, als kreativ ansehen möchte, denn für Ideen gibt es keinen Urheberrechtsschutz. Viele Grüße – Anselm
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