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Frage zur Bildverzerrung bei WW Objektiven


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Hallo, mal eine Frage zu den WW Optiken. Bei Anschauen der Sample Bilder des SUMILUX 15mm ist wir besonders kraß die WW Verzerrung ( stürzende Linien ?) aufgefallen - z. Bsp hier: Summilux 15mm Testbild Die Kanten der Häuse an der linken und rechten Bildseite kippen regelrecht in die Bildmitte - hätte jetzt nicht gedacht, dass das bei 15mm / 30mm[KB] schon so schlimm sein würde. Bislang fotografierte ich nicht unterhalb von 35mm [KB] mit meiner Powershot. Nun las ich zur E-M10 II etwas, dass diese stürzende Linien per Firmware in der Kamera korrigieren könne - würde diese Korrektur auch Aufahmen wie im Beispiel Foto oben erfassen ? Oder könnte man dies am PC mit LR o.Ä. korrigieren ? Wie würde sich das auf den Bild auswirken ? Danke und Gruß, Frank

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Stürzende Linien entstehen, wenn man die Kamera nicht exakt horizontal ausrichtet, sondern nach oben oder unten kippt und das ist unabhängig von der gewählten Optik. Bei Weitwinkelobjektiven verstärkt sich der Effekt noch, da nähere Motivdetails größer wiedergegeben werden als weiter entfernte. Stürzende Linien können in der E-M1 in der Kamera korrigiert (Keystone Korrektur) werden oder bei RAWs in er RAW-Entwicklungssoftware. Bei der E-M10 Mark II weiß ich gerade nicht, ob es die Funktion auch gibt. Schau einmal ins Kameramenü 1 oder 2. Die Korrektur wirkt sich allerdings nur auf die JPGs out of cam aus, auf RAWs nicht. Verzeichnungskorrektur hat allerdings nichts mit stürzenden Linien zu tun, sondern betrifft die tonnen- oder kissenförmigen Verzeichnungen am Bildrand. Diese werden bei Original-Olympus Objektiven in der Kamera bereits korrigiert. Es kann sein, dass es bei Fremdobjektiven nicht passiert. Dennoch ist eine automatische Korrektur möglich wenn man in RAW fotografiert und z.B. Lightroom oder Capture One zur Bearbeitung der RAWs verwendet. Beide Programme verfügen über Objektivkorrekturprofile, die weitestgehend Kameraunabhängig funktionieren. LG Karl

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Stürzende Linien kann man sehr gut bis exzellent mit Lightroom auf Knopfdruck korrigieren. Sie sind außerdem völlig unabhängig von der Qualität der Optik sondern eher gesetzmäßig auftretende erscheinungen. Kannst Du ja selbst testen, wenn Du vor einem Hochhaus stehst und nach oben schaust. mit optischen verzeichnungen hat das aber nix zu tun. Die werden zum Teil sehr gut von den Olympus-Optiken (aber auch von anderen Herstellern) gut durch die eingesetzte Firmware herausgerechnet LG WW

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Guten Abend und danke für eure Tipps zu den "stürzenden"Linien. Aber ich denke, dass ich das verwechselt habe - auf dem von mir verlinkten Beispiel Foto scheinen die äußeren Häuserwände links und rechts in die Bildmitte zu kippen und meine Frage wäre, ob das in der E-M10 II auf Wunsch korrigiert wird, bzw. ob man es am PC korrigieren kann. Gruß, Frank

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Genau das sind stürzende Linien. Wenn du das Hochformatbild davor mit dem Beispielsbild vergleichst, kannst du ahnen, dass die Kamera einfach nur aus der Horizontalen nach oben geschwenkt wurde. Wie schon ausführlich geschrieben, kannst du das im Nachhinein am PC aufrichten oder aber schon in der Kamera mit der Keystone-Korrektur ausrichten. Letzteres geht aber nicht vollautomatisch (du mußt schon ein paar Tasten drücken) und wirkt sich nicht auf das Raw aus. Bei dieser Perspektive-Korrektur werden zwar die schrägen Kanten aufgerichtet, aber meist "längt" sich dann der Gegenstand/das Gebäude etwas, umso stärker die Korrektur ausfällt. Lightroom z.B. kann das in gewissen Grenzen ausgleichen, in dem es das gesamte Bild staucht. Aber trotzdem solltest du schon bei der Aufnahme darauf achten, entweder stürzende Linien zu vermeiden oder aber bewußt in die Bildgestaltung einzubeziehen. Und erlaube mir noch einen kurzen Exkurs in die Theorie: Diese "stürzenden Linien" treten unabhängig von der Objektivbrennweite bei allen Objektiven gleichermaßen auf. Nur fällt es bei Teleobjektiven meist nicht auf, weil - wenn du die Kamera um 20 Grad neigst, das Motiv meist schon aus dem Sucher verschwunden ist. Aber fotografiere mal von einem festen Standort aus schräg nach oben, dann werden auch dort die Randlinien in die Mitte kippen. Johannes

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Aber fotografiere mal von einem festen Standort aus schräg nach oben, dann werden auch dort die Randlinien in die Mitte kippen.
Du musst nicht einmal fotografieren - schon das Nach-oben-schauen zeigt dir stürzende Linien. Ist ganz normale Strahlenoptik ;-) Nur bei weiten Winkeln fällt das noch stärker auf! lg Martin
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Hallo Johannes, danke für deine Aufklärung - wieder was gelernt ;-) Mir ist das bislang noch nie bei meinen Bilder so kraß aufgefallen, wie auf dem Bsp. Bild. Ich denke, man kann nicht immer die Kamera gerade halten - eines von diesen Bilder meines Links wurde in der Kiche aufgenommen - ich hätte es wohl genauso fotografiert - die Kamera leicht nach oben geneigt. Dann klappt das ja auch mit dem "goldenen Schnitt" nicht verzerrungsfrei. Ich werde das mal genauer untersuchen. Gruß, Frank

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Du musst nicht einmal fotografieren - schon das Nach-oben-schauen zeigt dir stürzende Linien. Ist ganz normale Strahlenoptik ;-)
Jo und wenn man denkt was da alles für Spielereien gebaut wurde um das in de Griff zu kriegen. Leitern und lange Stangen waren glaub ich noch die einfachsten Methoden. Und dann gabs glaub ich auch Tilt / Shift damit man dem Herr werden konnte. Jedenfalls wenn auch genaug Platz da war. LG Thomas
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 Frank_MV15 said:
Das ist mir noch nie wirklich aufgefallen, Martin.
Natürlich nicht! Das ist ja der normale Effekt beim Sehen :-) Auffällig wird es erst, wenn du deinen Blickwinkel deutlich erweiterst (Weitwinkel-Objektiv), was den Effekt dramatisch verstärkt. Es ist für uns ja auch völlig normal, dass eine Strasse "hinten schmaler wird". Könnte man auch mittels Keystone-Korrektur entzerren, macht nur keiner, weil es dann richtig bescheuert aussieht. Willst du die Strasse ohne Verjüngung knipsen musst du dir ne Drohne kaufen oder ein Fluggerät mieten. Willst du ein Haus ohne stürzende Linie knipsen musst du entsprechend weit weg gehen (was z.B. in New York echt schwierig wird...). lg Martin
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 Martin W. said:
 Frank_MV15 said:
Das ist mir noch nie wirklich aufgefallen, Martin.
Natürlich nicht! Das ist ja der normale Effekt beim Sehen :-) ... Es ist für uns ja auch völlig normal, dass eine Strasse "hinten schmaler wird". ... Willst du ein Haus ohne stürzende Linie knipsen musst du entsprechend weit weg gehen (was z.B. in New York echt schwierig wird...).
Andreas Feininger hatte das ungefähr so ausgedrückt: Das Gehirn korrigiert keine Strassen oder Eisenbahnschienen, wohl aber Gebäude, an denen man hochblickt. Ein Objektiv ist halt objektiv^^ Zum Thema N.Y. -> Empire State Builing aus ca. 15km entfernung, 1941
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