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Jo_aus_SHG

Was bedeutet parfokal genau?

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Hallo, gerade lese ich mir Rainhards Buch zur M5II FW 2.2 durch. Spannende Lektüre, nur in folgendem Abschnitt konnte ich nicht folgen. Ich zitiere mal:

Es gibt ein Objektiv von Olympus, das „parfokal“ ist – das 12-50 Kit-Objektiv. Bei diesem Objektiv können Sie in Telestellung den Fokus auf eine Stelle in ihrem Motiv legen, dann das Objektiv zoomen – und der Fokus bleibt auf dieser Stelle liegen. Für Videoanwendungen und saubere Zooms unbezahlbar, da dies nicht nur in C-AF funktioniert, sondern auch bei manuellem Fokus. Das funktioniert auch dann, wenn Sie das Objektiv von Hand zoomen. Nur wenn Sie ruckartig zoomen, braucht das Objektiv Sekundenbruchteile um den Fokus nach zu führen – aber ruckartige Zooms sind ein recht seltenes Stilmittel beim Filmen.
Mein Verständnisproblem liegt beim letzten Satz. Ich dachte parfokal ist eine optisch konstruktive Eigenschaft des Objektivs, dass beim Zoomen keine Arbeit für die Linsengruppe, die für den Fokus zuständig ist, anfällt. Wenn ich das jetzt richtig verstehe, wird das im 12-50 elektronisch durch Nachführung erreicht? Ich bin mir nicht sicher. Aber früher (zu analogen Zeiten) gab es das Attribut doch auch schon. Gruß, Jo

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Wenn ich das jetzt richtig verstehe, wird das im 12-50 elektronisch durch Nachführung erreicht? Ich bin mir nicht sicher. Aber früher (zu analogen Zeiten) gab es das Attribut doch auch schon.
Das ist richtig, bei diesem Objektiv wird der Fokus elektrisch nachgeführt. Das ist vermutlich einfacher und billiger als ein opto-mechanisch parfokales Objektiv zu konstruieren

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Mein Verständnisproblem liegt beim letzten Satz. Ich dachte parfokal ist eine optisch konstruktive Eigenschaft des Objektivs, dass beim Zoomen keine Arbeit für die Linsengruppe, die für den Fokus zuständig ist, anfällt.
Im Prinzip ja, aber.... wir wissen ja nicht ob es eine "Linsengruppe, die für den Fokus zuständig ist" wirklich gibt!! Wir stellen uns das nur so vor. Aus meiner mikroskopischen Praxis weiß ich, daß zuerst bei größter Vergrößerung die Schärfeebene eingestellt wird und man dann "zurückzoomen" kann und auch ein scharfes Bild in der kleinsten Vergrößerung erhält, dabei werden mehrere Linsengruppen gegeneinander verschoben!! So ist es auch bestimmt bei diesen Objektiven...und wenn man "ruckartig" zoomt, dann kommen diese Linsengruppen schlicht und einfach "nicht hinterher". Gruß Jürgen

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 JKoch51 said:
Mein Verständnisproblem liegt beim letzten Satz. Ich dachte parfokal ist eine optisch konstruktive Eigenschaft des Objektivs, dass beim Zoomen keine Arbeit für die Linsengruppe, die für den Fokus zuständig ist, anfällt.
Im Prinzip ja, aber.... wir wissen ja nicht ob es eine "Linsengruppe, die für den Fokus zuständig ist" wirklich gibt!! Wir stellen uns das nur so vor. Aus meiner mikroskopischen Praxis weiß ich, daß zuerst bei größter Vergrößerung die Schärfeebene eingestellt wird und man dann "zurückzoomen" kann und auch ein scharfes Bild in der kleinsten Vergrößerung erhält, dabei werden mehrere Linsengruppen gegeneinander verschoben!! So ist es auch bestimmt bei diesen Objektiven...und wenn man "ruckartig" zoomt, dann kommen diese Linsengruppen schlicht und einfach "nicht hinterher". Gruß Jürgen
Nein, das war von mir vereinfacht ausgedrückt. Natürlich gibt es mehrere Linsengruppen. Aber die "mikroskopische Praxis" ist ein gutes Beispiel. Da gibt es doch bestimmt keinen Motor im Objektiv? Also ist es optisch oder optisch-mechanisch möglich. Wobei optisch-mechanisch dem Nachführen auf elektronische Weise nahe kommt. Es es rein optisch überhaupt möglich? Sind beim Mikroskop bewegliche Gruppen im Objektiv? Gruß, Jo

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Parfokalität wird klassischerweise rein über die Optikkonstruktion und Steuerkurven erreicht. Wenn bei modernen Objektiven der manuelle Fokus sowieso nicht direkt eingestellt wird, sondern über Befehle an die Fokusmotoren (bei manchen Objektiven gibt es ja inzwischen mehrere Fokusgruppen) kann man die Parfokalität billiger über elektronische Regelung erreichen. Bzw. man muß sich bei der Objektivkonstruktion um diesen Aspekt keine Gedanken machen und kann das Objektiv dafür auf andere Parameter hin optimieren.

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 OhWeh said:
Bzw. man muß sich bei der Objektivkonstruktion um diesen Aspekt keine Gedanken machen und kann das Objektiv dafür auf andere Parameter hin optimieren.
Das hört sich gut an. Ich danke Euch für die prompten und weiterführenden Antworten! Gruß Jo

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Und wie kann man diese "parfokale" Eigenschaft des 12-50 ausnutzen?

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 bastiabe said:
Und wie kann man diese "parfokale" Eigenschaft des 12-50 ausnutzen?
Einfach nach Bedarf zoomen und sorglos drauflos fotografieren und sich wohl fühlen, ohne sich um die Scharfstellung zu kümmern :) Gruß, Hermann

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Beim manuellen Fokussieren, so wie früher bei MF-Zooms (die fast alle parfokal waren). In Telestellung scharf stellen (wir genauer) und dann Richtung Weitwinkel den Ausschnitt bestimmen. Bei Video sorglos zoomen.

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Dafür gibt es aber nun die Sucherlupe. Das dürfte bei unseren Sensoren locker ausreichen.

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 available said:
Dafür gibt es aber nun die Sucherlupe. Das dürfte bei unseren Sensoren locker ausreichen.
Das war nicht die richtige Antwort. ;-) Was nutzt Dir die Sucherlupe beim Zoomen? Nehmen wir an: Du hast nicht das 12-50 oder ein von Haus aus manuelles parfokales Zoom. Willst Du mit Daumen und Zeigefinger zoomen und parallel mit dem Mittelfinger scharf stellen? Grins und weg! Jo

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 Jo_aus_SHG said:
 available said:
Dafür gibt es aber nun die Sucherlupe. Das dürfte bei unseren Sensoren locker ausreichen.
Das war nicht die richtige Antwort. ;-) Was nutzt Dir die Sucherlupe beim Zoomen? Nehmen wir an: Du hast nicht das 12-50 oder ein von Haus aus manuelles parfokales Zoom. Willst Du mit Daumen und Zeigefinger zoomen und parallel mit dem Mittelfinger scharf stellen? Grins und weg! Jo
Hallo Jo, schon im Bett :-) Ich bezog mich auf die Aussage von OhWeh. Man muss eben seit der Einführung der Sucherlupe nicht mehr zoomen um besser scharfstellen zu können. Das war mein Einwand. Der Mittelfinger kann also getrost in der Tasche bleiben. Viele Grüße Andreas

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 available said:
 Jo_aus_SHG said:
 available said:
Dafür gibt es aber nun die Sucherlupe. Das dürfte bei unseren Sensoren locker ausreichen.
Das war nicht die richtige Antwort. ;-) Was nutzt Dir die Sucherlupe beim Zoomen? Nehmen wir an: Du hast nicht das 12-50 oder ein von Haus aus manuelles parfokales Zoom. Willst Du mit Daumen und Zeigefinger zoomen und parallel mit dem Mittelfinger scharf stellen? Grins und weg! Jo
Hallo Jo, schon im Bett :-) Ich bezog mich auf die Aussage von OhWeh. Man muss eben seit der Einführung der Sucherlupe nicht mehr zoomen um besser scharfstellen zu können. Das war mein Einwand. Der Mittelfinger kann also getrost in der Tasche bleiben. Viele Grüße Andreas
Nee, war dann doch zu spannend. Und ich weiß ja, dass hier immer was Interessantes kommt. Bringt die Sucherlupe auch beim Filmen was? Gruß, Jo

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Jo, hier ist es immer wieder spannend. Wenn Du den Fokus nicht änderst bringt die Sucherlupe bei geringer Schärfentiefe auch beim Filmen etwas. Wenn Du allerdings am Fokus rumschraubst verlierst Du mir ihr den Überblick. Dafür ist Peaking besser. Viele Grüße Andreas

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Aber die "mikroskopische Praxis" ist ein gutes Beispiel. Da gibt es doch bestimmt keinen Motor im Objektiv? Also ist es optisch oder optisch-mechanisch möglich. Wobei optisch-mechanisch dem Nachführen auf elektronische Weise nahe kommt. Es es rein optisch überhaupt möglich? Sind beim Mikroskop bewegliche Gruppen im Objektiv? Gruß, Jo
Hallo Jo, ältere Zoomoptiken (Foto) und am Mikroskop (natürlich nur bei solchen die Mikroskopen, die auch einen Zoom haben, also Stereo-Zoom-Mikroskope z.B.) lösen das ganze der Parfokalität über Steuerkurven (Ausfräsungen an Rohren oder Stangen) an denen die Linsengruppen zwangsweise verschoben werden, also eine rein mechanisch-optische Lösung. Es gibt aber auch schon Stereo-Zoom-Mikroskope mit motorischer Zoom- und motorischer Fokusverstellung, ob da aber die Linsengruppen noch zwangsweise mechanisch geführt werden oder nur elektronisch gesteuert werden - das entzieht sich meiner Kenntnis. Gruß Jürgen

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Auf lensrentals.com wurde kürzlich über parfokale photo zooms geschrieben. link. Fazit ist: -So gut parfokal wie Video Objektive werden Photo Objektive nie sein. -Es gibt bezüglich der Parfokalität große Fertigungsstreuungen. Vor diesem Hintergrund ist "elektronisch parfokal" vielleicht nicht die schlechteste Lösung.

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