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Probleme beim Focus-Stacking


Robby

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Hallo,

ich habe mal ein bisschen mit dem Focus-Bracketing der EM-1 einer Hallimasch-Pilzgesellschaft gemacht. Die 20 Bilder wurden mit einer Schrittweite von 3 mit dem 12-40mm f/2.8 bei Blende 8 gemacht. Zusammengesetzt wurde das Bild mit Helicon Focus Methode B, Radius 8 und Smoothing 4.

Der Ausschnitt zeigt einen Screenshot einer Vergrößerung in Lr auf 200%. Dabei fällt auf, das die Pilze alle einen 'Unschärfe-Saum' haben, der sehr unschön aussieht. Unterschiedlich berechnete Varianten in Helicon Focus mit unterschiedlichen Parameter für Radius brachten keine wirkliche Verbesserung.

Ist das allgemein ein Problem des Focus-Bracketing oder entsteht dieser Effekt durch einen Fehler beim Aufnahmen, bzw. stacking ?

Ich habe auch den Zerene Stacker und PS probiert, Zerene produziert m.E: noch deutlichere Höfe und PS hat relativ große unscharfe Bildteile zurück gelassen. Somit liefert Helicon Focus das beste Ergebnis, wenn auch so nicht direkt brauchbar.

Hat vielleicht jemand noch eine Idee, was man verbessern könnte, bzw. anders machen kann / muß ?

Viele Grüße Robert


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Hallo Robert,

wie der Saum bei Blende 8 zustande kommt, darüber könnte ich nur spekulieren - wieso, weshalb, warum... es wird wohl am Verrechnungsprogramm liegen.

Ich hätte die Pilze wahrscheinlich mit weit offenerer Blende gemacht, allein um den Hintergrund unschärfer zu bekommen. Dann wäre es einfacher, um die Pilze herum zu arbeiten.

Für dieses Bild würde ich versuchen, mit einem Kopier/Klonstempel den Saum um die Pilze herum zu entfernen. Wird schwierig, da der Hintergrund ja recht deutlich zu erkennen ist. Probier doch mal dicht neben dem Saum den Bereich zu kopieren und dann mit dem Stempel vorsichtig um den Pilz herum zu fahren. Also zumindest bei Affinity Foto wandert der kopierte Bereich immer mit dem Stempel mit und somit könntest Du den doch recht deutlichen Wald kopiert in den Unschärfebereich einfügen.

Eddy


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Sehr guter Link… entscheidender Satz daraus:

Diese Unschärfe besitzt aber eine größere Ausdehnung gegenüber einem scharf abgebildetem Kegel.

Um das zu adressieren, müsste man vermutlich aus den scharfen Bereichen eine Vorhersage über die daraus entstehende Unschärfe machen, um die rausrechnen zu können… ist aber definitiv kniffelig.

Einfachste Lösung hier:

Erste den Stack… dann die Hallimasche für die Pfanne, und noch mal schießen ;-)

Klaus


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Hallo Robert,

besser in diesem Fall die Methode "C" verwenden (die Halos sind bei Motiven mit Tiefe mit Methode "A" und "B" eher üblich).

Methode "C" hat zwar zuweilen einige Schwächen in den Farben, das lässt sich aber meist korrigieren.

--

Wolltest du wirklich alles, von den Pilzen bis zum Wald scharf bekommen?

Das ist mit Verlaub ein nicht erfüllbares Verlangen. Bei Motiven mit großen Schärfesprüngen wirst du immer irgendwo unschöne Halobereiche als Ergebnis einfangen.

--

Schaue dir einmal alle deine Teilbilder an.

Am Anfang sind die Pilze scharf, der Wald versinkt in Unschärfe.

In den weiteren Bildern nimmt die Schärfe des Waldes langsam zu, aber gleichzeitig nimmt der Unschärfebereich der Pilze zu und ragt immer weiter in den Wald hinein.

Beim Durchgehen aller Einzelbilder wirst du kein einzige Teilbild entdecken können, in denen die direkte Umgebung der Pilze scharf ist. Auch Helicon Focus kann hier keine Blätter und Aststücke erfinden ;-)

Der Vorteil des Stackings liegt darin den Soll-Schärfebereich genau bestimmen zu können und gleichzeitig den Hintergrund in Unschärfe zerfließen zu lassen (da man offenblendig arbeiten kann).

Gruß Dieter


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Diese Halos können immer auftreten, je nach Motiv mal mehr, mal weniger.

Dirk ("der-photowerker") hat dazu einiges geschrieben: http://der-photowerker.weebly.com/focusstacking-aber-wie.html

Gruß AchimF

Vielen Dank für den interessanten Link ! Da habe ich ja mit meinen Pilzen ein Paradebeispiel für ein Motiv mit Ebenensprüngen ausgewählt.

Robert


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Hallo Robert,

wie der Saum bei Blende 8 zustande kommt, darüber könnte ich nur spekulieren - wieso, weshalb, warum... es wird wohl am Verrechnungsprogramm liegen.

Ich hätte die Pilze wahrscheinlich mit weit offenerer Blende gemacht, allein um den Hintergrund unschärfer zu bekommen. Dann wäre es einfacher, um die Pilze herum zu arbeiten.

Für dieses Bild würde ich versuchen, mit einem Kopier/Klonstempel den Saum um die Pilze herum zu entfernen. Wird schwierig, da der Hintergrund ja recht deutlich zu erkennen ist. Probier doch mal dicht neben dem Saum den Bereich zu kopieren und dann mit dem Stempel vorsichtig um den Pilz herum zu fahren. Also zumindest bei Affinity Foto wandert der kopierte Bereich immer mit dem Stempel mit und somit könntest Du den doch recht deutlichen Wald kopiert in den Unschärfebereich einfügen.

Eddy

Vielen Dank für die Antwort !

Spekuliert habe ich auch schon sehr viel über die Hintergründe des Saumes --

Wie man diese Artefakte in PS beseitigt, ist mir auch klar, nur wollte ich versuchen einen Weg zu finden, diese von vorne herein zu vermeiden.

Viele Grüße Robert


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Hallo Robert,

besser in diesem Fall die Methode "C" verwenden (die Halos sind bei Motiven mit Tiefe mit Methode "A" und "B" eher üblich).

Methode "C" hat zwar zuweilen einige Schwächen in den Farben, das lässt sich aber meist korrigieren.

Methode C hatte ich auch schon probiert, brachte aber auch keine deutliche Verbesserug.

--

Wolltest du wirklich alles, von den Pilzen bis zum Wald scharf bekommen?

Das ist mit Verlaub ein nicht erfüllbares Verlangen. Bei Motiven mit großen Schärfesprüngen wirst du immer irgendwo unschöne Halobereiche als Ergebnis einfangen.

--

Ne, das Bild hier ist nur ein 200% Ausschnitte des Originalbildes. Es handelt sich dabei um eine in dieTiefe ausgedehnte Gruppe Pilze, und der Wald im Hintergrund war schon weiter weg und sollte nicht scharf werden

Schaue dir einmal alle deine Teilbilder an.

Am Anfang sind die Pilze scharf, der Wald versinkt in Unschärfe.

In den weiteren Bildern nimmt die Schärfe des Waldes langsam zu, aber gleichzeitig nimmt der Unschärfebereich der Pilze zu und ragt immer weiter in den Wald hinein.

Beim Durchgehen aller Einzelbilder wirst du kein einzige Teilbild entdecken können, in denen die direkte Umgebung der Pilze scharf ist. Auch Helicon Focus kann hier keine Blätter und Aststücke erfinden ;-)

Der Vorteil des Stackings liegt darin den Soll-Schärfebereich genau bestimmen zu können und gleichzeitig den Hintergrund in Unschärfe zerfließen zu lassen (da man offenblendig arbeiten kann).

Gruß Dieter

Wie schon erwähnt, es handelt sich hierbei nicht um künstlerisch wertvolle Bilder, sondern um Testaufnahmen, um die Methode Focus-Bracketing / Stacking zu probieren.

Vielen Dank für die Antwort !

Robert


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Hallo Robert,

Welche Brennweite hast du genommen? Du verwendest Blende 8.

Da ist etwa bei 20mm Brennweite mit einem Bild von 1,7m weg alles bis oo scharf. (Gerundete Werte)

Gestackt z.B.: Ein Schritt von 0,4-0,6m, dann von 0,6 -0,9m, als nächstes von 0,9-1,8m, dann fertig. (Bei Schrittweite 3 geht ja das Programm etwa eine ST weiter). - Wenn ich richtig mitgedacht habe.

Ich würde eine größere Blende verwenden und bei Helicon nicht mehr Bilder als nötig, vielleicht hilft es.

Meine 2Groschen mit Gruß,

Gerhard


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Das sind ja Perspektiven-Halos wie aus dem Bilderbuch! Beim Fokussieren deiner Linse verschiebt sich die Eintrittspupille und damit die Perspektive. In der Nahstellung verdecken die Pilze mehr vom Hintergrund als in der Fernstellung, und das Ergebnis stellt die Software vor unlösbare Rätsel. Prinzipiell ist Abhilfe auf drei Wegen möglich:

- Fokusbereich und damit Perspektivänderung reduzieren

-Ein Objektiv verwenden, bei dem die Lage der Eintrittspuille beim Fokussieren möglichst konstant bleibt (60er Makro?)

-Mit Balgengerät arbeiten und über Verstellung der Kamerastandarte fokussieren. Dann bleibt die Lage der Frontlinse und damit der Eintrittspupille fix und die Perspektive bei allen Aufnahmen gleich.


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