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E-M1 Mark II mit Pana-Leica Objektiven


gekap

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Hallo zusammen,

da das hier im Forum mein 1. Post ist, möchte ich ein paar Worte darüber verlieren warum ich hier poste: ich fotografiere derzeit mit einer Nikon D800 u. zig Objektiven, und nehme die Kamera zusehends weniger oft mit, weil mit 2-3 Objektiven viel zu schwer. Ich habe mich daher in letzter Zeit intensiv für mFT interessiert, und bin ganz begeistert! Dieses Wochenende bekomme ich über die WOW-Aktion eine E-M1 Mark II zum Testen, danach entscheide ich ob ich umsteige. Ich denke ich werde das zu 95% machen! ;-)

jetzt zum Eigentlichen: eine andere Kamera als die E-M1 Mark II kommt für mich nicht in Frage, allerdings gefallen mir die Pana-Leica Objektive sehr viel besser als die entsprechenden Olympus-Pro Objektive. Hier meine Argumente:

- Pana-Leica 8-18/2.8-4: hat im Gegensatz zum Olympus 7-14/2.8 oben mehr Brennweite (8mm unten reicht mir, bin ich von der jetzigen Ausrüstung gewöhnt), und hat vor allem ein Filtergewinde was mir sehr wichtig ist! Beim Oly 7-14 sind ja nur teure u. vor allem umständliche Filter-Lösungen möglich.

- Pana-Leica 12-60/2.8-4: hat im Gegensatz zum Olympus 12-40/2.8 oben deutlich mehr Brennweite (das ist für mich der grösste Vorteil!), und 9 Blendenlamellen - was ein weicheres Bokeh verspricht. Das wäre aufgrund des Brenweitenbereichs mit Sicherheit das Objektiv das ich auf Reisen überwiegend benutzen würde.

- Pana-Leica 50-200/2.8-4 (sollte in Kürze erscheinen): hat für mich dann als Ergänzung zum 12-60 den passenderen Brennweitenbereich als das Olympus 40-150/2.8, und vor allem oben mehr Brenweite

ein gemeinsamer Nachteil der genannten Pana-Leicas ist, dass sie eben alle nicht durchgehend F2.8 haben. Dafür sollten sie optisch den Oly-Pro Objektiven zumindest ebenbürtig sein, vielleicht sogar in manchen Bereichen einen Tacken besser, jedenfalls sicher nicht erwähnenswert schlechter. Kleiner Vergleich zur Nikon Ausrüstung: die E-M1 Mark II + Pana-Leica 8-18 + Pana-Leica 12-60 sind miteinander nur knapp schwerer als mein D800 Body (ohne Objektiv)! ;-)

meine Fragen die aber habe:

- funktionieren die Pana-Leicas an der E-M1 Mark II problemlos? Kann es da Kompatibilitätsprobleme geben?

- gibt es Funktionseinschränkungen oder Nachteile bei dieser Kombination? (ausser dass Fokus-Stacking nicht funktioniert)

- wie macht man FW-Updates der Pana-Leica Objektive (gibt es da überhaupt welche?), bei Olympus Objektiven passiert das ja über die Kamera mit der passenden Olympus Software?

- was haltet ihr generell von der Idee?

ich bin für alle Hinweise dankbar die mich vor einem evtl. Fehlkauf bewahren!

danke und lG Gerald


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Was mir dazu spontan einfällt - ich habe auch ein paar Pana (Leica) Objektive

- die Naheinstellgrenze der Oly-Pro ist beeindruckend geringer als bei vielen vergleichbaren Objektiven

- bei C-AF wird AF mit Pana etwas langsamer sein, da nur rein kontrastbasiert möglich und der Phasen-AF nicht unterstützt wird

- bei Pana keine automatische Korrektur der Farbsäume in JPEG, da nicht im mFT-Standard definiert und jeder seinen eigenen Weg geht

- Blendenring an Pana wird von Oly nicht unterstützt da sie es als eine Erweiterung außerhalb des mFT Standards betrachten (obwohl sie selbst auch eigene "Erweitungen" bei den Farbsäumen machen)

- die neuen kombinierten IS-Syteme Kamera-Objektiv von Oly und Pana sind untereinander nicht kompatibel

Kann sein, dass es noch weitere Einschränkungen in anderen Programmmodi gibt, so wie bei Focus Stacking. Vielleicht können andere dazu mehr sagen.


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Kann sein, dass es noch weitere Einschränkungen in anderen Programmmodi gibt, ...

Mit Panasonic-Objektiven lässt du eines der besten Features der Mk II links liegen: ProCapture!

Gruß, Erk

danke für diese Info! Das wusste ich nicht! Mit allen vorher geschriebenen Einschränkungen hätte ich gut leben können, aber mir war nicht bewusst, dass auch ProCapture nur mit bestimmten Objektiven funktioniert. Darauf will ich nämlich tatsächlich nicht verzichten! Gibt es irgendwo eine Aufstellung seitens Olympus (od. von jemand anderem) mit welchen Objektiven Pro Capture funktioniert?

lG Gerald


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Da dir anscheinend ausschließlich Panasonic-Objektive mehr liegen, würde ich - aus den o.g. Gründen - empfehlen, auch eine passende Panasonic-Kamera dazu zu nehmen. Ja, das mFT-System ist in den Grundzügen kompatibel, aber es entwickelt sich - mal abgesehen vom kleinsten gemeinsamen Nenner - eben auch immer weiter auseinander, Panasonic und Olympus bieten immer mehr Spezialfunktionen an, die nur innerhalb des eigenen Systems funktionieren. Ob nun Fokusstacking, Blendenringe, kombinierte IS-Systeme, ProCapture etc. ... alles sehr spezifisch.

Statt des Besten aus zwei Welten bekommt man allmählich immer mehr die Einschränkungen aus zwei Welten, wenn man Olympus und Panasonic-Hardware miteinander kombiniert. Ich vermute, das wird sich in Zukunft auch noch weiter verstärken.

Also in der Kombination von Olympus-Kamera + fast alle Objektive von Panasonic sehe ich persönlich eher mehr Nachteile als Vorteile. Man verschenkt einfach zuviel Potential. Natürlich kann man damit hochwertige Fotos machen, das steht außer Frage. Aber es gehen eben viele interessante Sachen des Systems damit auch nicht. Wenn man nur mal das eine oder andere Einzelobjektiv für Spezialanforderungen ergänzt, kann ich das noch verstehen (habe ja auch das PL 100-400 an der Oly), aber so wie du es beschreibst, möchtest du ja den ganzen Objektivpark lieber mit Panasonic-Objektiven gestalten.

VG, Andreas


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wie ich bereits weiter oben geschrieben habe: eine Panasonic Kamera kommt für mich nicht in Frage, es wird - falls ich umsteige - sicher eine E-M1 Mark II! Da ich mich noch zu wenig im mFT System auskenne habe ich diesen Post hier erstellt, und bin froh das getan zu haben: jetzt weiss ich dank euch, dass die Pana-Leica Objektive für mich keine generelle Option sind!

ich werde also beim vorrausssichtlichen Kauf einer E-M1 Mark II vorerst mal auf die Olympus Pro Objektive 7-14, 12-40 u. 40-150 setzen, und mich hier über die durchgehende Blende 2.8 freuen ;-). Und halt die Nachteile hinnehmen, dass hier die angebotenen Brennweitenbereiche nicht meinen Gewohnheiten entsprechen (aber ich kann mich sicher daran gewöhnen, es gibt bei einem Umstieg ja einen ganzen Haufen Dinge an die ich mich gewöhnen muss! ;-), und dass es halt für das 7-14 nur teure und umständliche Filterlösungen gibt. Dafür kann ich aber sämtliche Funktions-Vorteile u. -Besonderheiten des Olympus Systems nutzen.

lG Gerald


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@Gerald: Vor dreiviertel Jahren ging ich genau Deinen Weg - weg von den schweren Nikons und den vielen Objektiven und wechselte zur Oly M1-II. Leider machte ich den Umweg über das 12-40/2.8 und das 40-150/2.8 und schränkte mich damit derart ein in den Brennweiten um die 40mm (KB 80mm !), dass ich mich entschloss, aufs 12-100/4 zu wechseln und die anderen Objektive abzustossen.

Seither bin ich mit der Kombination M1-II und dem 12-100/4 unterwegs und brauche in 99% der Situationen überhaupt nichts Anderes dazu. Einzig das 300/4 kam noch dazu für extreme Tele-Wünsche.

Was bis anhin noch gar nicht erwähnt wurde, für mich aber SEHR wichtig ist, sind die beiden folgenden Punkte:

a) meine jetzige Objektiv-Kombination hat "IS" - also eine weitere Vibration-Reduktion zusätzlich im Objektiv und im Gehäuse. Sagenhaft die Wirkung. Das musst Du einfach ausprobieren und die Ergebisse bestaunen!

b) Die Olys haben im Gehäuse einen "eingebauten" "Digital-Konverter", der beim Einschalten eine Verdoppelung der Brennweite bewirkt. Das Zuschalten des "Digital-Konverters" habe ich auf die Taste "L-Fn" am Objektiv gelegt. So habe ich innert einer Sekunde die Möglichkeit, mein 12-100/4-Objektiv von 100mm (KB 200mm) auf 200mm (KB 400mm) umzustellen.

Mit diesem einzigen Objektiv 12-100/4 habe ich somit den riesigen KB-Brennweitenbereich 24-400mm.

Die Ergebnisse können so ja gar nicht gut sein...!? Denkste! In unserer Fotogruppe, in welcher viele mit den Olys unterwegs sind, testeten wir die Qualität des Digital-Konverters und kamen zur einstimmigen Ueberzeugung, dass dies eine faszinierende Anwendung bei hervorragenden Ergebnissen ist. Wer es nicht weiss, wird die Ergebnisse mit und ohne Digital-Konverter schlicht nicht unterscheiden können..

Gerald, versuche wenn möglich, meine Anwendungsweise in der Praxis noch auszutesten. Ich bin überzeugt, Du wirst höchst erstaunt und bestimmt hoch begeistert sein.

Lese gern Deine gemachten Erfahrungen.

Grüsse vom CH-Bodenseeufer, Rolf


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Gerald, versuche wenn möglich, meine Anwendungsweise in der Praxis noch auszutesten. Ich bin überzeugt, Du wirst höchst erstaunt und bestimmt hoch begeistert sein.

vielen Dank für die hilfreichen Hinweise. Ich habe auch schon mit diesen Gedanken gespielt, aber mich stören am 12-100 2 Dinge: 1) es hat "nur" Blende 4 durchgehend, und 2) ist es eben nicht mehr so klein u. leicht wie ich mir eine Kamera eigentlich in Zukunft wünsche - das 12-40 ist deutlich kompakter, und für "das schnelle mitnehmen der Kamera" für mich attraktiver. Ich denke ich werde wohl den gleichen Weg gehen (müssen) wie Du, und hier meine eigenen Erfahrungen machen. Vielleicht aber auch nicht: da mein Nikon NPS Händler, der nur 3 Gehminuten von mir zuhause entfernt ist, und bei dem ich mein gesamtes Nikon-Geraffel gekauft habe, auch zufällig ;-) Olympus Pro Händler ist, habe ich mir bei ihm für dieses Wochenende die E-M1 Mark II auch gleich mit dem 12-40 UND dem 12-100 reserviert. Wir kennen uns immerhin ja schon jahrelang gut. Mal sehen wie ich das erlebe...

lG Gerald


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b) Die Olys haben im Gehäuse einen "eingebauten" "Digital-Konverter", der beim Einschalten eine Verdoppelung der Brennweite bewirkt. Das Zuschalten des "Digital-Konverters" habe ich auf die Taste "L-Fn" am Objektiv gelegt. So habe ich innert einer Sekunde die Möglichkeit, mein 12-100/4-Objektiv von 100mm (KB 200mm) auf 200mm (KB 400mm) umzustellen.

dazu habe ich noch Fragen (das wusste ich auch nicht!):

- funktioniert dieser "Digital-Konverter" nur mit dem 12-100, oder auch mit dem 12-40 und 40-150, oder mit allen Objektiven?

- kann man mit dieser Funktion RAW-Files erstellen, oder nur JPGs? (ich fotografiere nur RAW!)

- wie gross sind die so aufgenommenen Bilder? Die haben doch sicher nicht mehr die vollen Auflösung von 20 MPx...

danke nochmals für Hilfe!

lG Gerald


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@Gerald:

- Digital-Konverter funktioniert bei (fast) allen Objektiven - auf jeden Fall bei den von Dir genannten.

- Der Digital-Konverter schränkt in keiner Weise die JPG- und RAW-Dateien-Erstellen ein.

- Die Dateigrösse mit Digital-Konverter reduziert sich auf zirka 2/3***

***genau dieser Punkt liess uns in der Fotogruppe die Tests durchführen und die Ergebnisse vergleichen. Qualität der Ergebnisse: siehe meine Bemerkungen im 1. Beitrag (populär ausgedrückt: "voll gut")

Dass das 12-100/4 eben "nur" Blende 4 als Offenblende hat, liess mich knapp meinen Umweg gehen, denn ich war sehr skeptisch, ob der viel kleinere Sensor der Oly M1-II gegenüber einer Vollformat-Nikon auch nur einigermassen ordentliche Ergebnisse in Knapplicht-Situationen (Rauschen) gegenüber der VF-Nikon erstellt. Ich war und bin verwöhnt mit der Nikon D750 bezüglich Rauschverhalten und war viel zu zurückhaltend beim Hochschrauben der ISO-Einstellungen bei der Oly M1-II. Meine Bedenken bezüglich Rauschverhalten der Oly M1-II wurden völlig ausgeräumt. Ich erlaube mir, die M1-II auch auf 5000 ISO und so einzustellen. So gesehen wurde die "Nur-Blende 4" beim 12-100/4 völlig belanglos.

Anzufügen ist, dass ich Reisereportagen mache und Volksfeste (Viehschauen usw) besuche und fotografiere und somit auf allergrösste Beweglichkeit Wert lege. Früher war ich professioneller Portraitfotograf und würde, falls ich dies jetzt mit Olys auch noch machen würde, auf ein paar Fix-Brennweiten Zuiko setzen, die Blende 1.4 oder 1.8 oder so hätten, um die Freistellungen "Objekt zum Hintergrund" zu erzielen. Aber beim 12-100/4 mit Digi-Konverter in den langen Brennweiten ist auch bereits eine genügend ordentliche Freistellung möglich - sofern die Umstände es erlauben, und ich es mir wünsche.

Bei Nikon war es eine Notwendigkeit, in RAW-Daten (NEF) aufzunehmen, denn die JPGs aus Nikons sind niemals derart gut, wie die JPGs aus der Oly M1-II. Gerald, teste auch die JPGs auf ihre Qualität, es lohnt sich.

Korrekte Belichtungen sind mit der Oly rasch und komfortabel erreichbar durch die blitzschnelle Korrekturmöglichkeit mit den 1/3-Werten: vorne rechts das Rädchen drehen (beim Durchschauen durch den Sucher) und die allgemeine Belichtung verändert sich plus/minus in 1/3-Schritten - über viele Blenden möglich! Ausprobieren und testen.

So, ich denke, Du wirst genügend "Arbeit" haben in den nächsten Tagen...

Gruess vom CH-Ufer des Bodensees, Rolf


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