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DAM/RAW-Entwickler mit Stapel-Funktionalität?


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Hallo zusammen :).

Seit Ende August habe ich eine OM-D und lese seitdem hier regelmäßig mit – habe schon viele hilfreiche Beiträge gelesen :).

Jetzt suche ich eine neue DAM bzw. einen RAW-Entwickler, der mit den ORF-Files der E-M1.2 umgehen kann – bisher habe ich Aperture (macOS) verwendet.

Die Auswahl ist groß, es gibt auch diverse Threads dazu, aber zu einer Frage habe ich bisher keine vernünftige Antwort: In Aperture gibt es – genau wie in Lightroom – die Möglichkeit, mehrere Fotos in Stapeln zu verwalten. Das fand ich bisher schon sehr nett, wenn ich mehrere Varianten eines Motivs hatte und durch Stapel die ganze Sache deutlich übersichtlicher wurde.

Mit der E-M1.2 habe ich schon sehr fleißig die Bracketing Funktion genutzt, vor allem für Focus Stacking (in camera oder offline). Jetzt vermisse ich in der Bildverwaltung sehr schmerzlich eine Stapelfunktion, um alle Fotos einer Bracketing-Reihe oder einer Serienaufnahme (Pro Capture) zu gruppieren. Das wäre für die Übersichtlichkeit sehr hilfreich und zum Löschen/Bearbeiten äußerst praktisch (Focus Reihe Mist –> komplette Reihe löschen -> wie viele Fotos waren es noch gleich?).

Im Moment sehe ich so eine Funktion bei Lightroom CC (wohin ich wegen des Abozwangs äußerst ungern wechseln würde) und Aperture (das meine ORF nicht mehr verarbeitet). Der Olympus Viewer 3 gruppiert automatisch beim Bracketing – kann das noch irgendeine andere Software?

Sonst finde ich DXO PhotoLab und Capture One Pro sehr interessant, würde aber vielleicht auch mit Apple Photos + externe Bearbeitung der RAWs (DXO) klarkommen.

Hat jemand eine Tipp für Software und/oder Workflows, die bei dem beschriebenen Problem hilfreich sind?

Grüße aus dem Pfälzer Wald Martin.


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Ich antworte mir mal selbst ;). Vielleicht sucht ja der eine oder die andere nach etwas Ähnlichem.

Im Moment habe ich ein paar Workflows ausprobiert, die zumindest einen Teil der gesuchten Funktionalität abdecken:

A. Nutzung von Lightroom Classic CC: Hier kann man die Fotos nach Aufnahmezeit automatisch zu Stapeln zusammenfassen und damit sehr übersichtlich weiterarbeiten (so kann ich es von Aperture). Als DAM ist Lightroom wirklich gut, denke ich. Wenn ich die RAW-Entwicklung auch mit Lightroom erledigen würde, wäre alles gut.

ABER: Ein Abo bei Adobe kommt für mich zumindest momentan nicht in Frage. Diskussionen zur dieser Thematik gibt es ja auch hier im Forum genug ;).

B. Nutzung von Lightroom Classic CC als DAM in Kombination mit RAW-Entwickler: Man kann nach Ablauf der Testphase das Bibliotheks-Modul von Lightroom in vollem Umfang weiter verwenden (wobei sich die Frage stellt, ob das so bleiben wird – Adobe behauptet ja...). Damit hätte ich meine Verwaltungsfunktion (s. A.) und würde die Fotos zur Bearbeitung z.B. an DxO PhotoLab weiterreichen. Das habe ich nun ausprobiert, es funktioniert prinzipiell: In LR erzeugte Metadaten werden in ein XMP-Sidecar geschrieben, DxO merkt sich die Bearbeitungsschritte des RAW in einer .dop-Datei, so dass bei Belassen der Originale auf der HDD/SSD nur unwesentlich zusätzlicher Platz benötigt wird. Die bearbeiteten Fotos würde ich von DxO als JPEG weiter nach Apple Fotos exportieren, so dass ich sie auf anderen Geräten zur Verfügung habe.

ABER: In meinen Tests werden die in LR editierten Metadaten nicht mit nach DxO übernommen (und damit natürlich auch nicht in die fertigen JPEG). Das kann an falschen Einstellungen liegen – den bisher vorgeschlagenen Workflow habe ich aber schon probiert. Vielleicht wird diese Funktionalität aber auch noch nachgereicht. Weiterer Schwachpunkt dieses Ansatzes ist, dass bei Re-Import in LR als DNG oder JPEG dann natürlich zusätzlicher Speicherbedarf entsteht.

C. Vorsortieren in Olympus Viewer, dann RAW-Entwickler: Im Oly Viewer sind alle Serien wunderbar gruppiert, da kann man in einem ersten Schritt sichten und grob aussortieren (also ganze Serien löschen, die für weitere Verwendung direkt ausscheiden). Anschließend geht es in einem RAW-Entwickler weiter: Im Moment schwanke ich zwischen Capture One 10 und DxO PhotoLab. Dieser Workflow involviert ein zusätzliches Programm, das Arbeiten mit Stapeln habe ich nach dem ersten Schritt nicht mehr – ist also suboptimal. Aber eine andere Komplettlösung als A scheint es ja nicht zu geben.

Eine Variante D gibt es im Prinzip auch noch: Capture One führt in näherer Zukunft mal etwas analog zu den automatischen Stapel basierend auf der Aufnahmezeit ein. Die Zeit wird es zeigen ;).


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Hallo Martin

Das Thema interessiert mich auch brennend. Neben dem Stapeln auch die Weitergabe von Metadaten. Deine Lösung A hat - so glaube ich - auch den Nachteil, dass du zwar nach der Kündigung des LR-Abos die Verwaltungsfunktion weiter nutzen kannst, allerdings auf dem aktuellen Stand. D.h. die ORFs einer neuen, späteren Kamera werden dann nicht mehr unterstützt.

Auch ich warte auf die Weiterentwicklung von Capture One bezüglich der Bildverwaltung.

Angekündigt ist zudem, dass Affinity Photo und Luminar demnächst eine Bildverwaltung erhalten. Aber ob die dann stapeln kann?

Gruss, Werner


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Martin

Bezüglich Übergabe der Metadaten bei deiner Lösung A. Ich habe es soeben überprüft:

Ich habe die Metadaten zwar nicht mit Lightroom (ist bei mir nicht mehr auf der Platte), sondern mit GraphicConverter 10 erzeugt. Dieser schreibt wie LR ein xmp. Dann habe ich die RAWs mit DxO entwickelt und ins selbe Verzeichnis, in welchem die xmp liegen exportiert. Nach dem Import der erzeugten JPGs in Apple Fotos waren dort die Metadaten vorhanden. Apple Fotos liest also beim Import des JPG die Metadaten aus dem xmp und schreibt sie in seine Datenbank (oder direkt ins JPG?), so dass sie dann auch ohne xmp verfügbar bleiben. Willst du die Metadaten nachträglich in LT ändern oder ergänzen, musst du die Metadaten natürlich erneut nach Apple Fotos exportieren bzw. dort importieren. Sonst müsstest du sie später in Fotos verändern (im RAW ändern sie dann natürlich nicht).

Deine Lösung A ist also unabhängig vom RAW-Converter (sofern dieser die bereits erzeugten Metadaten nicht anrührt, d.h. das xmp wie DxO nicht beachtet).

Hast du LR so eingestellt, dass es ein aktuelles xmp erzeugt? Liegen die Metadaten lediglich in seiner internen Datenbank, werden sie mit dem RAW natürlich nicht an den RAW-Converter übergeben.

Werner


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@Werner: da bin ich also nicht der Einzige, der sich diese Frage stellt :).

Die Variante A habe ich nur kurz ausporobiert, weil ich bisher Lightroom nicht nutze. LR schreibt eine XMP-Datei, in der neben der Bearbeitung die Metadaten stehen sollten. Wenn ich das RAW zu DxO schicke, sind dort die Metadaten nicht sichtbar und ein nach Bearbeitung exportiertes JPG hatte Schlagwörter und Autor-/Copyright Informnationen nicht dabei. Beim Import in Apple Photos lag allerdings das XMP-File auch nicht mehr im selben Verzeichnis. Das werde ich noch einmal testen.

Ich vermute, dass es auch mit der sehr neuen Kombination LR Classic CC & DxO PhotoLab zu tun haben kann. Das LR-Plugin wurde ja gerade erst aktualisiert und vielleicht fehlt PhotoLab auch noch etwas. Denn prinzipiell sollte es ja gehen, wenn DxO sogar explizit für diesen Workflow Werbung macht und Tutorials anbietet.

Im Moment tendiere ich aber zu Capture One mit der Hoffnung, dass sich die Verwaltungsfunktionalität weiter entwickelt.

Grüße, Martin.


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Ich verschlagworte auch in CaptureOne, mit derselben Hoffnung wie du. Stapeln kann es allerdings nicht.

DxO will gar nicht mit den Metadaten umgehen, insofern fehlt ihm nichts. Deshalb ist es wichtig, dass die XMP-Dateien stets mit den zugehörigen Bilddateien mitgehen. Ich weiss nicht, ob LR auch bei JPG (und TIFF) die Metadaten in eine XMP-Datei und nicht (nur) direkt ins JPG bzw. TIFF schreibt. Dann allerdings gingen diese bei einem Export aus DxO wohl verloren, im XMP hingegen können sie weiter gereicht werden.

Der GraphicConverter (für mich das "Schweizer Taschenmesser" bei den Grafik-Apps) jedenfalls behandelt diesbzüglich JPG und TIFF nicht anders als RAW-Dateien.

Grüsse, Werner


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  • 2 years later...

Hallo zusammen,

ich grabe mal diesen alten Thread wieder aus, weil mich die Ursprungsfrage immer noch interessiert: Wenn ich mit Fokusreihen arbeite, denke ich meist nicht daran, Zwischenbilder aufzunehmen, um später beim Bearbeiten die Reihen abgrenzen zu können. So wird das Finden der Bilder, die zu einer Sequenz gehören, echt mühsam. Dazu kommt es vor, dass das interne Focus Stacking nicht funktioniert, so dass das gestackte Bild nicht als JPG vorhanden ist und man die Reihen noch schlechter auseinanderhalten kann. Bisher habe ich das notgedrungen manuell gemacht, aber jetzt geht mir dieser Workflow doch etwas auf den Keks (vor einer Woche hatte ich nach einem Fotospaziergang über 1000 Bilder auf der Karte, die Mehrzahl aus Focus-Reihen...).

In Capture One gibt es zwar EXIF Tags zu Sequenzen-Informationen, aber die werden von Olympus leider nicht genutzt. Über das exiftool habe ich gesehen, dass die Olys die Tags „DriveMode“ und „StackedImage“ nutzen – die wertet aber leider kein Konverter außer Olympus Workspace aus 🤣

Für Lightroom gibt es ein Plugin, mit dem man solche Daten aus den EXIF lesen und in andere, von Lightroom interpretierbare Felder schreiben kann. Außerdem kann man in Lighroom ja anhand des Zeitstempels stapeln, was das Problem teilweise auch löst (aber nicht immer). Da ich immer noch gerne bei C1 bleiben würde, fällt dieser Weg für mich aber im Moment weg. Vielleicht ändert sich das, wenn C1 weiterhin neue Olympus Modelle so schnarchnasig durch Updates unterstützt...

Überganggsweise habe ich mir jetzt einen anderen Weg überlegt, vielleicht interessiert das jemanden (oder ihr macht das alle schon längst so 😆): Nach dem Import der Bilder von der Speicherkarte öffne ich den Importordner in Olympus Workspace und gehe die Reihenaufnahmen durch. Da die Bildnummer dort angezeigt wird, kann man zu einer Sequenz gehörende Bilder leicht und schnell indentifizieren und markieren. Dann füge ich den originalen Dateinamen ein _BKT_x mit der entsprechenden Nummer des Bildes innerhalb der Sequenz hinzu. Es werden automatisch JPG und RAW umbenannt, wenn man beides vorliegen hat. Da man das alles über Tastaturkürzel bedienen kann, geht es ziemlich flott und ich kann anschließend nach dem Import in C1 am Dateinamen ablesen, welche Bilder zu einer Reihe gehören und was die jeweilige Bildnummer ist. Dort schaue ich mir oft zunächst das gestackte Resultat an und entscheide, ob die Reihe prinzipiell was taugt oder nicht. Dann kann ich entweder alle zugehörigen Bilder leicht erkennen und löschen oder sie z.B. mit Helicon weiter verarbeiten.

Es könnte deutlich einfacher sein, wenn Olympus Standard EXIF Tags verwenden würde oder die RAW Konverter dem Benutzer erlauben würden, weitere EXIF Tags nach Bedarf anzuzeigen. Aber warum einfach, wenn es auch kompliziert geht 🤣

Ich habe trotzdem noch nicht die Idee aufgegeben, die in den Olympus Dateien vorhandenen EXIF Daten automatisch in andere Tags zu schreiben (mit exiftool und einem passenden Python Programm), die dann von C1, DxO oder Lightroom gelesen werden können. Wenn das jemanden interessiert, könnt ihr euch ja hier melden und wir tauschen uns dazu aus.

Viele Grüße
Martin.

 

 

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