Jump to content

Die PEN, OM-D & E-System Community
Ignoriert

Milchstrasse mit Nachführung


enginiii

Empfohlene Beiträge

Hallo Zusammen

Ich habe mir eine Nachführung von Skywatcher besorgt, die Skywatcher Star Adventurer Mini. Ich wohne in Basel und wollte heute Nacht auf dem Land die MIlchstrasse fotografieren. Gestern habe ich auch schon einen Versuch gewagt, leider ist die Milchstrasse nicht wirklich zu erkennen (siehe Foto, ISO 640, f3.5, Belichtung 6min 55sek.). Weiss jemand wohl wieso? Ich musste im Photoshop sehr nachhelfen, damit Sie wirklich sichtbar wurde (siehe zweites Foto). Ich wäre froh, wenn mir jemand einige Tipps geben könnte. Ich bin im Besitz einer Olympus OMD EM 10 Mark 2.

Ist der Zeitpunkt eventuell schlecht? Bin ich zu nah an der Stadt (10km entfernt)? Muss ich eventuell die Blende auf 22 stellen, ISO verringern, aber dafür länger belichten? Ich bin ein bisschen enttäuscht, da ich ein Haufen Geld für die NAchführung ausgegeben habe, die Milchstrasse trotzdem nicht gut genug auf das Foto kriege.

Ich bedanke mich schon im Voraus!


Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Hallo enginiii,

Ich hab den Mini nicht, nur den normalen, sollte aber gleich gut gehen.

hier hab ich mal was geschrieben:

http://www.austrianaviationart.org/cms/category/astronomy/astrofoto/bildbearbeitung/

Wenn die Sterne nicht rund sind, was ich bei den gezeigten Größen nicht sehen kann, stimmt die genaue Ausrichtung auf den Himmelsnordpol nicht. Die hellen Bilder, falls die OOC sind, sind schon in etwa in Ordnung. Bei den Dunkleren hats du zu viel Kontrast erzeugt und wohl den übliche Fehler gemacht, einfach zu viel im Dunklem Bereich weggeschnitten. Die Bildbearbeitung für solche Bilder unterscheidet sich in einigen Dingen sehr von "normaler" Bildbearbeitung. Die wirklich tollen Objekte sind nämlich Intensitätsmässig knapp über und unter dem Himmelshintergrund. Und diese Teil musst man hervorarbeiten, ohne den Rest zu zerstören. Und wenn Du mal die Belichtung und Nachführung hinbekommst, werden einfach viele viele Bilder gemacht und zusammenmontiert. Dann ist die Ausgangsbasis für die Bildbearbeitung schon sehr viel besser. Anbei ein Bildchen mit dem FT7-14/F4 OOC (ISO80, 4 Minuten) einfach nur verkleinert -als Ausgangbasis Das kann ich daraus machen: http://astrob.in/310706/0/

Es hat allerdings 2-3 Jahre gedauert bis ich sowas hinbrachte ;-)

Siegfried


Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Hallo Siegfried

Danke für die ausführliche Antwort! Das dunklere Foto wurde von mir bearbeitet. Die Sterne sind rund. Startrails haben sich nicht gebildet. Ich habe hingegen noch einige Fragen:

1. Für was steht OCC?

2. Ich habe dein Foto gesehen. Der Unterschied Vorher-Nachher ist immens! Wie hast du das Foto bearbeitet?

3. Ich habe mit dem Livetime ein einziges Bild geschossen. Du sprichst von mehreren Fotos, welche zusammenmontiert werden müssen. Wie darf ich das verstehen? Und warum müssen mehrere Bilder geschossen werde und zusammenmontiert werden?

4. Vielleicht kannst du mir helfen das geschossene Foto zu bearbeiten, sodass ich einen Gefühl bekomme, wie ich bei der Bearbeitung vorgehen sollte.

Deinen Blog habe ich mir angesehen! TOP-Fotos!

Ich bedanke mich schon im Voraus!


Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

OOC: "Out of Cam" also so wie es die Kamera gespeichert hat. ohne Bearbeitung

>2. Ich habe dein Foto gesehen. Der Unterschied Vorher-Nachher ist immens! Wie hast du das Foto >bearbeitet?

Also ohne viel lesen im Internet und herantasten ist das hier nicht in der Tiefe zu erklären.

Für Photoshop gut es ein gutes Buch (aber nur englisch) wo es darum geht. Ich verwende eine ganz andere Software... Pix Insight. Für den Anfang allerdings kommt man mit Freeware wie auch beschrieben mit DeepSkyStacker und FitsWorks schon sehr weit. Einfach mal wirklich auf der Webseite lesen, um einen Einstieg in die Problematik zu bekommen.

Anleitungen zu DSS gibt es zu Hauf im Internet. Allgemein wie man so Bilder bearbeitet gibt es u.a.: http://dsig.at/html/nachlese.html

Am besten mal die zwei Video von Tommy Nawratil beim PixIntensiv Workshop 1+2 wirklich ansehnen um eine Idee zu bekommen worauf es ankommt, und was man so alles anstellen kann:

Sonntag, 6.September 2015: 1. Teil PixInsight Intensiv

https://www.youtube.com/watch?v=XLtbG9WNt14&feature=youtu.be

und

Sonntag, 13.September 2015. 2. Teil PixInsight Intensiv .... Hier vielleicht auch was: https://www.youtube.com/watch?v=3RfFvxPNE50

Es gibt halt vieles...

> Ich habe mit dem Livetime ein einziges Bild geschossen. Du sprichst von mehreren Fotos, welche >zusammenmontiert werden müssen. Wie darf ich das verstehen? Und warum müssen mehrere Bilder >geschossen werde und zusammenmontiert werden?

Weil damit die zufälligen Fehler und Artefakte herausgerechnet werden können. Bei Astrofotografie ist "ein Bild - kein Bild" Jede Verdoppelung an Bildern erhöht signifikant die Qualität. Um eine Größenordnung zu geben: Ich habe mit 5-15 Bildern (in Summer 20 Minuten Belichtung) angefangen um den Workflow zu erlernen, und schau jetzt dass ich in Summe auf 2-4 Stunden oder mehr Gesamtbelichtungszeit komme. Also >40 Bilder und mehr, beim StarAdventurer und 1 Minute Belichtungszeit ist es ja ein leichtes, 70 oder mehr Bilder zu machen. >4. Vielleicht kannst du mir helfen das geschossene Foto zu bearbeiten, sodass ich einen Gefühl >bekomme, wie ich bei der Bearbeitung vorgehen sollte.

Das Problem dabei: Du wirst es zum jetzigen Zeitpunkt nicht wirklich nachvollziehen können, schon alleine weil wir verschiedene Softwareprodukte verwenden. Im übrigen ist es auch so, dass praktisch jedes Bild andere Parameter zur Bearbeitung braucht. Durch viel Übung und "lesen" im Bild wo die Problemzonen liegen muss man den Weg finden wie man dann mit welchen Werkzeugen da rangeht. Einer der wichtigsten Werkzeuge ist jedenfalls die Verwendung von Masken, weil man sehr viel sehr selektiv bearbeiten muss.

Dein Bild, aber bitte ORF kannst Du mir natürlich schicken..... für eine Quick und dirty bearbeitung.....

Siegfried


Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

sehr interessant, danke.

Vor allem wird klar, es gibt die 1-Klick-Himmelsfotografie und es gibt die Astrofotografie.

Für mich wird es bei Ersterem bleiben um einfach "nur" Stimmungen einzufangen. Da ist mir das 1.8/8mm eine grosse Hilfe, sofern ich den Focus erwische. Das klingt wohl komisch, da bei der Brennweite doch alles scharf sein sollte, aber weit gefehlt. Warum kann ich nicht erklären.

Aber die Stimmungen gelingen bei offener Blende am Besten, bei relativ kurzen Zeiten gibt es dann auch keine Trails.

Mit der m10-II macht es am meisten Spass, weil sie den Countdown anzeigt, und man weiss, wie lange man die Hände in den warmen Taschen lassen kann.


Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Aber für mich noch immer nicht klar was dir an deinen Bild nicht gefällt oder was dir fehlt?

Das gezeigte Bild ist doch toll und kann sich sehen lassen.

Ich vermute mal das ist mit den 14-42mm Kitobjektiv aufgenommen. Ersparen wir uns mal die Kommentare zu den lichtstarken Festbrennweiten - das wirst du bestimmt wissen.

Aber auch mit den 12mm f2.0 oder den 17mm f1.8 oder den 8mm f1.8 Fisheye würde der Ausschnitt nicht viel anders aussehen.

Das färbige Zentrum ist ohnehin fast nur von der südlichen Halbkugel aus zu sehen und zu fotografieren und bei uns nördlich vom Äquator sind die Sommermonate besser geeignet als die Wintermonate - da im Sommer das Zentrum etwas höher über den Horizont kommt.

Ich kann dir dazu das Buch von Katja Seidel empfehlen. Astrofotografie: Spektakuläre Bilder ohne Spezialausrüstung


Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Moin,

wenn Du nicht mit dem hier beschriebenen Einsatz beginnen möchtest, sondern zunächst eher auf "nomaler ambitionierter" Basis, kann ich mich dem Buchtipp von Fanille nur anschließen. Das zeigt m.M.n. eine große Bandbreite der Möglichkeiten von einfach bis semiprofessionell (mit Nachführung, Vielfachbelichtung und komplexer Bildbearbeitung). Als ich es das erste mal durchgearbeitet hatte, haben meine grauen Zellen teilweise aber auch Rauchwolken abgegeben ;)

Ansonsten ziehe ich hier meinen Hut vor dem Tippgeber iamsiggi. Großes Kino, finde ich.

Das 1,8 / 8 mm finde ich auch super für "normale" Himmelsbilder. Die offene Blende kann man uneingeschränkt benutzen.

LG

Ingo


Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Ich hab jetzt das 2. Bild von unten heruntergeladen und bemerkt, es ist wenigstens groß.

So habe ich mich jetzt hingesetzt und es kurz bearbeitet. Da es ein JPG und kein RAW ist man da natürlich sehr limitiert, auch im Workflow. Und natürlich hat man bei solchen Bildern eine Stack von sehr vielen Bildern, was die Artefakte stark zurückdrängt.

Die Sterne könnten natürlich kleiner sein, aber das kann auch an der Luft liegen. Von der Belichtung her, falls es so aus der Kamera kommt würde ich sagen passt in etwa - es könnte sogar etwas knapper belichtet sein. Damit sind aber auf jeden Fall die schwachen Nebel drauf - auch wenn sie durch den Filter der Kamera im tief roten Bereich (H-Alpha) zu mind. 2/3 reduziert sind. Aber es ist bereits Signal davon zu sehen, der durch Erhöhung der Sättigung verstärkt werden kann.

So gesehen ist das letzte von Dir gar nicht schlecht ausgearbeitet. Man sieht ja sogar den Herz und Seelen Nebel, Andromeda und Double Cluster sowieso... Egal:

Anbei das bearbeitete Bild (50% verkleinert), Und ein "annotiertes Bild" (die NGC Objekte würden viel zu unübersichtlich, darum weggelassen) BTW die Auflösung des Bildes war letztlich mit 54 Winkelsekunde/Pixel - relativ gering. Liegt aber an der Optik, dem Einzelbild und den Bedingungen. (Jupiter würde am Bild gerade mal ein Pixel füllen). Mit stackig und hochauflösenden Fotooptiken komme ich auf weniger als 10 Winkelsekunden. Beim mFT75 auf unter 7.

Resolution ........ 54.059 arcsec/px Rotation .......... -169.194 deg Focal ............. 14.50 mm Pixel size ........ 3.80 um Field of view ..... 69d 11' 44.7" x 51d 53' 48.5" Image center ...... RA: 01 29 58.940 Dec: +55 38 54.66 Image bounds: top-left ....... RA: 22 54 38.419 Dec: +30 37 13.65 top-right ...... RA: 03 16 29.746 Dec: +24 08 39.37 bottom-left .... RA: 20 16 39.744 Dec: +65 18 07.73 bottom-right ... RA: 05 58 00.110 Dec: +53 59 14.47 ---------------------

Siegfried


Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Anbei die paar Schritte die ich machte.

Der Screenshot anbei - worauf ich mich beziehe:

Links oben: Das Ausgangsbild von Dir, mit "Autokontrast" nur zur Anzeige (das Bild wird nicht geändert)

Man sieht dann deutlich, dass die Linse gegen den Rand stark abfällt. Dazu kommt natürlich noch der Helligkeitsgradient am Himmel. Den habe ich in einem Automatischen Schritt entfernen lassen. In Wirklichkeit muss man das sehr sorgfältig meist händisch machen. Links unten: Das Ergebnis - ein relativ flaches Bild - und rechts oben das kleine zeigt das Modell, dass eben die Helligkeitsgradienten zeigt, dass vom Bild abgerechnet wird. Es ist in der Astrofotografie immer der erste Schritt - denn die Signale liegen nur knapp über und unter dem Himmelshintergrundsignal (außer die hellen Sterne - aber die sind nicht so interessant ;-) ). Und diese Objekte müssen wir stark verstärken (im Signal anheben). Wenn man jetzt auch noch einen Helligkeitsgradient im Bild hat man es sehr schwer, nur diese Bereiche zu verstärken ohne anderes zu zerstören. Wie eben helle Objekte bezw. Sterne oder auch extrem ungerwünscht: Den verrauschten dunklen Hintergrund zu verstärken, Der zweite essentielle Schritt ist dann ein Weißabgleich - das ist das untere Bild in der Mitte: pdXXXX_ABE_CC (ABE-Automatischen Hintergrundextraktion) CC=ColorCorrection (ich schreib das halt kurz ins Bild, dann sehe ich gerad was ich machte..... (Ganz rechts am Screenshot lege ich mir die Module samt verwendeten Werte ab....) Aus diesem Flachen, "Neutralen" Bild habe ich einfach ein "Range Mask" gezogen - also über Helligkeitswerte und andere Algoritmen. Das Ziel ist, dass diese Maske dann eher nur die schwachen Nebelanteile erfasst. Der Hintergrund und helle Sterne sind damit bei der nachfolgenden Bearbeitung geschützt. Das größere Bild rechts ist dann das Ergebnis. - hier die weiteren Schritte wie es dazu kam:

Zunächst habe ich im Histogramm alles im dunklen Bereich weggeschnitten, wo keine Information enthalten ist. Da es hier eher egal ist hab ich dabei die dunkelsten 200 Pixel entsorgt, normalerweise wird auch hier nichts weggeschnitten. Im hellen Bereich wurde nichts beschnitten, denn da sind bereits die ausgebrannten Sterne. Ist also so etwas wie den "Schwarzpunkt" im Bild finden..... Dann habe ich die besprochene Maske verwendet, die nur die Nebelanteile frei lässt. und die Helligkeiten etwas angepasst und vor allem die Farbsättigung erhöht. Damit kommen die Farben hervor. Was man hier ganz sicher nicht will: Den rauschigen dunklen Hintergrund mit seinem Farbrauschen damit zu verstärken. Daher eben sehr wichtig diese Bereiche auszuklammern mit einer Maske.

Ich habe dann eine Sternmaske gemacht - die nur die Sterne enthält und mit einem Deconvolution Schritt, die Sterne etwas verbessert. Eine weiße Fläche (weil unser Auge ja keine so geringen Intensitätsunterschiede sehen kann) wird dann einen hellen Kern bekommen und die Helligkeit gegen den Rand stärker abfallen. Dabei wird der Stern auch gleich kleiner. Danach habe ich in den dunkelsten Stellen mittel TGV Denoise (der derzeit beste Entrauschungsalgoritmus) etwas das Rauschen reduziert, aber ohne kleinste Strukturen zu zerstören. Generell beim Entrauschen ist es wichtig zu wissen: Ein Bild rauscht in den dunklen Anteilen - daher muss man sehr selektiv vorgehen, damit dieser Schritt die hellen Teile nicht zerstört..... Das ganze hab ich als TIFF exportiert und in ACDSee den Kontrast leicht erhöht......

Wie gesagt: Aus einem Bild und noch dazu ein JPG (was ja pro Farbkanal nur 8bit =256 Unterschiede kennt) kann man nicht sonderlich viel machen. Schon alleine im 12bit RAW der Kamera sind pro Farbe bereits 4096 Helligkeitsunterschiede kennt) kann man natürlich wesentlich besser arbeiten.

Letztlich würde man hier möglichst viele Bilder (>>30) zusammenrechnen - und das 32 Bit Ergebnis bearbeiten..... Also ich würde einfach mal mit DeepSkyStacker stacken, mit FitsWorks das Ergebnis strecken und Hintergrund ebnen und dann als 16 Bit TIFF mit PhotoShop oder was auch immer weitermachen. Dann geht das alles recht gut - so habe ich mein erstes Jahr zugebracht und bin auch schon erstaunlich weit gekommen. DSS und Fitsworks sind Freeware und es gibt dazu jede Menge Anleitungen und Video auch in Deutsch zu finden..... Das ist aller leichter als man glaubt.

Siegfried


Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Hallo Siegfried!

Zuerst einmal: EIN SEHR GROSSES DANKESCHÖN!!!! Ich habe nicht mit so einer grossen Hilfe gerechnet! Ich schätze es sehr, dass du dir die Zeit nimmst und mir unter die Arme greifst!

Ich habe, nachdem ich mir deine Beiträge durchgelesen habe, mich im Internet schlau gemacht! Dabei sind immer wieder folgende Begriffe aufgetaucht: Lightframes, Biasframes, Darkframes, Stacken. Diese 4 Dinge sind wichtig, um ein gutes Bild zu erstellen. Lightframes enthalten die wesentliche Information, z.B. die Milchstrasse. Man sollte so viele Lightframes aufnehmen, wie möglich. Dann gibt es noch die Darkframes, diese werden geschossen, damit das Dunkelrauschen reudziert werden kann. Diese sollten am besten gleich nach dem Lightframes aufgenommen werden, mit den gleichen Einstellungen, nur den Objektivdeckel aufsetzen. Dann existieren noch die Biasframes. Diese werden aufgenommen, um das Ausleserauschen des Sensors zu reduzieren. Einfach die kürzeste Belichtungzeit auswählen, Objektiv schliessen, ISO und Blende wie bei den Dark- und Lightframes beibehalten und genügend Fotos schiessen. Am besten auch gleich nach den Lightframes. Also von jeder Sorte optimalerweise gleich viele Aufnahmen (z.B. 50LF, 50DF, 50BF). Wenn die Aufnahmen gemacht wurden, kommt das Stacken. Hier werden die Aufnahmen addiert, um eben das Rauschen zu reduzieren, aber auch die Pixelanzahl zu erhöhen. Durch das Stacken, wird auch die Milchstrasse samt Wolke besser sichtbar. Ich nehme an, diese 4 Begriffe sind die Grunflage einer erfolgreichen Astrofotografie. Natürlich gibt es noch mehr Dinge, welche beachtet werden müssen, dazu habe ich ja aber noch Zeit:)

Siegfried habe ich alles so richtig verstanden?

Ich wäre froh, wenn du mir die bearbeiteten Bilder auf enginsahin123@gmail.com zuschicken könntest. Danke!


Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Hallo Enginiii.

Ja stimmt in was Darks/Flats/BIAS betrifft:

Hatte ich kürzlich mal beschrieben: http://www.austrianaviationart.org/cms/darks-flats-bias/

Für den Anfang habe ich auch nur Darks gemacht - hinterher ein paar. Über die Menge gehen die Berichte auseinander: Denn es kommt mMn auf die Kamera an. Wenn ich "unsere" (Olympus) ansehe, ändert sich aber da nicht besonders viel. Daher bei meinen üblichen 4 Minuten Belichtungen bei F/4 mache ich sie hinterher und dann werden es oft nicht mehr als 5-6. (Man will ja schon längst schlafen gehen....). DIe Flats/BIAS sind schnell gemacht aber meist nehme ich auch blos 20 davon.

Im mehr Wissenschaftlichen Bereich sind zusätzlich Flat/BIAS Pfilcht (und keinerlei Entrauschungsschritte erlaubt - rauschen ist sowieso überbewertet :-) ).

Die Flats (wenn sie richtig gemacht werden - denn sie müssen möglichst hell, aber im linearen Bereich des Sensors sein, und die Kameras sind einfach nicht Linear..... Daher nemen ich einefach Automatik + 1,7 Blenden korrektur) Entfernen die Optischen Fehler.

Übrig bleibt dann eben ein reines Bild, dass nur noch den "natürlichen" Himmelshelligkeitsgradienten enthält. Und den gilt es zu entfernen (Bildfeld ebnen). Was zugegeben nicht immer einfach ist, denn wo ist tatsächlich der reine Hintergrund. Hier ist dann eben die Gefahr sehr groß, dass man Teile der Nebel gleich mit entsorgt. Von den extrem schwache Staubnebel (IFN) die sich an sich überall über den Himmel ziehen (wenn man nur lang genug Belichtung sammelt) will ich gleich gar nicht sprechen....

Wie gesagt: Für den Anfang ist es wichtig: die Richtige Belichtung und Nachführung hinzubekommen. Darks sind natürlich Pflicht - egal ob hinterher oder durch die Kamera. Damit kann man mal beginnen.

Man lernt dann sowieso laufend dazu und merkt dann die weiteren Feinheiten.

Wie sagt man so schön:

"Astrofotografie ist einfacht, aber beliebig Vertiefbar"

@Ingo und acahaya Vielen Dank

Es gibt zu wenig Astrofotografen die Olympus verwenden :-)

Siegfried


Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

  • 3 weeks later...
Da ist mir das 1.8/8mm eine grosse Hilfe, sofern ich den Focus erwische. Das klingt wohl komisch, da bei der Brennweite doch alles scharf sein sollte, aber weit gefehlt. Warum kann ich nicht erklären.

Ich mache auch gerne Milchstraßenfotos mit der Polarie von Vixen, der E-M5II und der E-M10. Beim 8mm f1,8 stelle ich schon bei Tageslicht auf unendlich scharf und stelle die Kamera dann auf MF. Dann behält die Kamera den focus bei und es gibt keine Probleme. Allerdings habe ich die Kameras so eingestellt, dass der letzte Fokuspunkt beibehalten wird. Alternativ leuchte ich etwas in wenigen Metern Entfernung an, stelle darauf scharf und stelle dann auf MF. So ist das alles ganz unproblematisch.


Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Dann behält die Kamera den focus bei und es gibt keine Probleme

Bei Weitwinkel mit großer Schärfentiefen kann das gehen.

Die Temperaturschwankungen sind aber ein Problem. Daher kann man zwar schon vorher scharfstellen, aber eine feines Scharfstellen würde ich dann an einem Stern vornehmen, unmittelbar vor Beginn der Fotosession.

Bei den üblicherweise stark fallenden Temperaturen während der Nacht ist ein erneutes Scharfstellen wohl nach 15-25 Minuten zu Empfehlen.

Das ist bei allen Optischen Geräten so, mit Ausnahme eines Spiegelteleskops** und Kohlefasertubus mit entsprechend stabilen Okularauszug. (wie der Lacerta Octo).

**Und der Spiegel muss aus Pyrex oder Quarz sein, PK7 Glas jedenfalls nicht....

Siegfried


Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Ich mache auch gerne Milchstraßenfotos mit der Polarie von Vixen, der E-M5II und der E-M10. Beim 8mm f1,8 stelle ich schon bei Tageslicht auf unendlich scharf und stelle die Kamera dann auf MF.

Das 8/1.8 ist eines der wenigen mFT Objektive, bei denen das Automatische Rücksetzen des Objektivs auf Unendlich beim Ausschalten der Kamera zuverlässig funktioniert. Beim 12/2 dagegen leider nicht.

Die Funktion musst Du in der Kamera aktivieren und dann einfach nur aus- und wieder anschalten. Probier das einfach mal bei Tageslicht aus.


Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Also Objektivrücksetzung schalt ich da generell aus....

So kann ich gegebenenfalls mal eine Langzeitbelichtung unterbrechen durch Ausschalten und muss nicht wieder neu Fokussieren, was ja gerade bei kurzen Brennweiten nicht recht einfach ist.

Ich vertrau sicher nicht der ganzen Elektronischen Rückstellungen etc. am Sternenhimmel, die Elektonik berücksichtig sicher nicht die wie es Temperaturmäßi mit den Linsen steht :-). Man kann sich nämlich ganz schnell eine der ohnehin spärlichen guten Nächte am Himmel versemmeln. Lieber mit Sorgfalt arbeiten...... Störquellen andere Art gibt es ja nebenher genug, da muß nicht auch noch eine vermeidbare dabei sein.

Der kürzeste Astrofotografiewitz:

"....alles läuft wie es soll...."

Siegfried


Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Die Bilder überprüfe ich natürlich immer am Display der Kamera in der 100%- Ansicht (alleine schon wegen möglicher Startrails). Auch wenn die letztendliche Schärfe so nicht 100%ig zu beurteilen ist. Aber mit dem Fischauge hatte ich auf meine beschriebene Art und Weise noch nie Probleme. Bei anderen Objektiven wird das anders aussehen, alleine schon wegen der längeren Brennweite, da muss man noch genauer einstellen. Beim 12-40mm f2,8 stelle ich per Snap- Ring genau (mit Lesebrille :)) auf unendlich - klappt auch super.


Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Join the conversation

You can post now and register later. If you have an account, sign in now to post with your account.
Note: Your post will require moderator approval before it will be visible.

Gast
Auf dieses Thema antworten...

×   Du hast formatierten Text eingefügt.   Formatierung jetzt entfernen

  Only 75 emoji are allowed.

×   Dein Link wurde automatisch eingebettet.   Einbetten rückgängig machen und als Link darstellen

×   Dein vorheriger Inhalt wurde wiederhergestellt.   Clear editor

×   Du kannst Bilder nicht direkt einfügen. Lade Bilder hoch oder lade sie von einer URL.

  • Wer ist Online   0 Benutzer

    • Keine registrierten Benutzer online.
×
×
  • Neu erstellen...

Wichtige Information

Wenn Sie diese Seite nutzen, stimmen Sie den Community-Regeln zu. Wir haben Cookies gesetzt, um die Bedienung des Forums zu verbessern. Du kannst deine Cookie-Einstellungen anpassen, andernfalls gehen wir davon aus, dass du damit einverstanden bist. Mehr Informationen in unserer Datenschutzerklärung