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Konzertfotografie


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Hallo Forum,

ich wollte mir einen Rat bei euch einholen.

Situation: Konzert, dunkle Umgebung, Akteure in Bewegung

Blitz darf ich nicht nutzen und außer dem 25mm 1,8 hab ich kein Lichtstarkes Objektiv.

Durch anstehenden Nachwuchs möchte ich mir das 40-150mm Pro nicht kaufen, da ich das Geld derzeit wo anders gut gebrauchen kann.

Wenn ich die Bilder direkt vor der Bühne im "Graben" mache hab ich mit dem 25mm genug Brennweite. Von weiter hinten habe ich zur Auswahl das 14-150mm, das 70-300mm FT und von Sigma das 12-60mm.

Mir ist klar, eine Top Belichtung vom hinteren Teil des Konzertes bekomme ich nur hin, wenn die Bühnenbeleuchtung in dem Moment mitspielt.

bei den Bildern von weiter hinten, habe ich mir überlegt die Bilder ruhig "dunkler" zu schießen und dann in der Nachbearbeitung aufzuhellen.

Da ich vorher noch nie die Chance hatte so eine Situation zu fotografieren, wollte ich fragen ob ich bei den Bildern so vorgehen kann (im Nachgang aufhellen) oder ob jemand eine andere Idee hat (außer besorg dir ein Lichtstarkes Objektiv). Gruß

Dennis


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Ich hab's noch nicht so gemacht, aber Du kannst es doch einfach ausprobieren. Vermutlich wirst Du auch mit dem 25 f 1.8 ISO 1600 brauchen. Einfach mal bei dieser ISo eine um 2-3 Blenden unterbelichtete Aufnahme zuhause machen und aufhellen.

Und schauen, wie das dann aussieht. Alternativ mit ISO 6400 richtig belichten und vergleichen. Oder so ;)


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ISO laufen lassen bis 4000 (M1.1) und Verschlusszeit auf ca. 1/60s, wenn du halbwegs scharfe Bilder willst. Verwackelte Bilder nützen dir vermutlich nichts und landen im Papierkorb, auch wenn die Stimmung viiiiiiel schöner ist. Verschlussgeräusch ausschalten, evtl. auch Hilfslicht für Focus ausschalten, der rote Suchrahmen ist nicht so beliebt auf der Bühne.

Den Rest richtet die Kamera und die BEA.

Längere Zeiten nur, wenn du auch Zeit hast zum Ruhighalten.

25mm ist auch ok für die ganze Bühne mit entsprechendem Abstand und evtl. Ausschnitt.

Im Graben bist du mit 25mm oft zu nah, und immer von unten.

Viel Spass


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Hallo Dennis,

erst mal Glückwunsch zum anstehenden Nachwuchs und euch alles Gute.

Für Bilder, die gefallen (subjektiv) geht es mit dem 25er und Blende 1,8 - 2,8 wahrscheinlich.

Lasse die ISO laufen bis 6400 für eine E-M1.1. Dann hast du mit einiger Wahrscheinlichkeit korrekt belichtet. Ob du so auch Stimmung transportierst, das musst du ausprobieren.

Es sind auch nicht alle Konzertsituationen gleich.

Ich habe bei solchen ISO Werten nach ein wenig Entrauschung brauchbare Fotos gemacht. Das führt zu Frage, was machst du mit den Bildern?

Kommen sie in eine Galerie? Dort werden sie meist so klein abgebildet, dass du kein Rauschen siehst.

Auch beim Ausbelichten gibt es meistens keinen Grund, sich über das Rauschen zu ärgern.

Zu Bewegungsunschärfe und Bildwinkel und Bildwirkung wurde schon geschrieben.

Ich kann nur sagen, probiere mutig aus, was du denkst und schaue dir die Ergebnisse genau an. Nur durch häufiges Probieren und Üben kommst du zu halbwegs planbaren Ergebnissen.

Und noch eins - denke bitte daran, ein Konzert spielen die Musiker für die zahlenden Zuschauer und nicht für bildsüchtige Fotografen, die vielleicht während des ganzen Konzertes meinen, vor der Bühne agieren zu müssen. Manche von denen sind noch nicht einmal dunkel gekleidet.

Wenn du den Eindruck hast, ich stehe dieser Vorgehensweise kritisch gegenüber, dann hast du recht. Ich konnte über Jahre bei unserem Jazz-Festival in Neuwied eine solche Entwicklung beobachten. Mittlerweile ist es nur noch erlaubt, beim 1. Stück einer Gruppe zu fotografieren, was beim Jazz ja auch ganz schön lang sein kann.

Ist jetzt etwas länger geworden

LG Rainer


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Moin,

das 25 / 1,8 kann man dazu sicher und mit offener Blende verwenden. ISO würde ich mit der Oly vielleicht bis 1600 gehen und die Filmempfindlichkeit manuell einstellen, sollten größere Fotoabzüge und höhere Abbildungsqualität gewünscht sein.

Je nach Beweglichkeit der Akteure entsprechend kurze Belichtungszeiten wählen und lieber mit der ISO hoch. Die vorgeschlagene 1/60 s ist sicher ein guter Richtwert. Ggf. auch länger, um mit der Bewegungsunschärfe zu spielen.

Zu analogen Zeiten bin ich bei Konzertfotografie mit ISO 1600 und offenen Blenden von 1,4 bis 2,0 immer hin gekommen - meist mit einem 35 / 1,4. Waren aber auch keine superbeweglichen Akteure ;).

Bei unschönen Kunstlicht / Mischlicht ist vielleicht s/w eine Alternative.

"Dunkler" belichten und dann aufhellen würde ich nicht machen>Rauschen. Besser möglichst korrekt belichten. Macht dann auch weniger Arbeit bei der "Entwicklung".

Welches Objektiv passt, hängt natürlich auch von der konkreten Situation vor Ort ab. Bist Du halbwegs auf Augenhöhe mit den Akteuren oder bewegen die sich auf einer hohen Bühne? Wenns auf der Bühne sehr dynamisch zugeht, ist ein Zoom sicher hilfreich.

Mein Tipp: Nicht zuviel Technik mitnehmen, ansonsten hat Du zuviele Unbekannte. Ein Objektiv (25 / 1,8 oder Zoom) und dann mit den Parametern spielen. Und vor allem auf die Akteure achten.

LG

Ingo


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Meine erste Frage bei kleineren Locations ist immer:

Welche "Lichtfarbe" gibts hier denn? Es ist schon ein Unterschied ob ich relativ neutrales Licht habe oder rotes Licht. Oder grünes Licht bei schwarzen Künstlern. Dann würde ich nach dieser Information einen manuellen Weissabgleich vornehmen.

Dann schaue ich nach der Position des verwendeten Lichts. Kommt das Licht vor vorne, seitlich oder von hinten. Oder nur von oben. Oder von überall .... Dann warte ich immer zwei Songs ab und beobachte den Künstler wie seine Laufwege sind. Meistens ergibt sich daraus eine Postion in dem er eine hellere Stelle passiert. Wenn das Licht mies ist konzentriere ich mich darauf.

Vielleicht hilft die das ausserhalb der technischen Diskussion.

Grüße Markus


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Dann warte ich immer zwei Songs ab und beobachte den Künstler wie seine Laufwege sind.

Das hatte ich auch mal ganz naiv gemacht, als Bekannte von mir, die als Vorgruppe von DAF spielten, mich zum Fotografieren eingeladen hatten. Drei Songs waren es allerdings.

Ich dachte, ich warte ein bisschen, bis die Jungs warm sind und die Pressefotografen weg sind. Bis dann der Securitymann sagte, dass die Regel auch für mich gilt.

War halt vorher nur bei kleineren Veranstaltungen gewesen. Er hat mir auch dann noch einen Song gewährt ;)


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‚Mit meiner damaligen E-510 und dem 40-150 3.5-5.6 habe ich bei iso 800 durchaus vernünftige Ergebnisse in solchen Situationen erzielt. Gerne auch bei Blende 5.6. Hängt sicherlich auch mit der jeweiligen Bühnenbeleuchtung zusammen. Nimm das 14-150 und lass dich überraschen.


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:-)))

Aber im Ernst: Ich hab öfters, wenn ich den Veranstalter noch nicht kenne, uauch die Geschichte mit den 3 Songs. Aber ich warte wirklich lieber ab und gucke konzentriert und mache dann lieber hinten raus mehr Bilder im 3 Song. Lieber paar hochwertige Bilder als tonnenweise Schrott.

Ich seh das immer bei Kollegen die sich nicht vorbereitet haben, die fangen an zu shooten und dann kommt der panische Blick aufs Display, in immer kürzeren Abständen.


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Dann schaue ich nach der Position des verwendeten Lichts. Kommt das Licht vor vorne, seitlich oder von hinten. Oder nur von oben. Oder von überall .... Dann warte ich immer zwei Songs ab und beobachte den Künstler wie seine Laufwege sind. Meistens ergibt sich daraus eine Postion in dem er eine hellere Stelle passiert. Wenn das Licht mies ist konzentriere ich mich darauf.

Hallo Markus, warum kommst Du erst jetzt mit diesen Tipp aus der Praxis? Vor drei Jahren hätte er mir genützt, jetzt ist es zu spät ;-)

In der Konzertfotografie ist es ein wenig wie bei der Wildlife-Fotografie: Es reicht nicht, die Kamera zu beherrschen, die richtigen Objektive zu besitzen und einen günstigen Standort zu finden. Man muss auch die "Beute" einschätzen können und den richtigen Zeitpunkt abpassen.


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"Bei miesem Licht stehen die Rocker meistens wie angenagelt hinter ihrem Mikro. "

Stimmt. Da fällt mir jetzt auch gerade auf ... gibts in meinem Bereich sehr selten. Mikrofonständer. Die rennen immer mit dem Mikro in der Hand rum. Da es meist 2 oder 3 sind und es selten "Musiker" dabei hat, gibt es kein festes Bühnenschema ... Oft hat es noch einen Drummer, aber der rennt eher selten durch die Gegend :-)


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Vielen Dank für die Ratschläge...

aber meine Objektivliste wird nun immer länger..... :)

60mm Makro

40-150 Pro

17,45,75 Pro

Bigma 50-500mm FT...

Aber das hat Zeit. Kind ist wichtiger... auch danke für diese Glückwünsche :)


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Nach meiner Erfahrung (ich mache viel Konzertfotografie bei mäßigem Licht) ist Offenblende < f/2 schwierig einzusetzen. Du kriegst Probleme mit Bewegungsunschärfen, musst mit der ISO weit hoch und so was wie Freistellung (Konzertfotografie ist am Ende ja immer auch Menschen- oder Portraitfotografie und da macht es sich immer sehr schön, wenn sich die motivisch herausgehobene Person auch abbildungstechnisch so darstellt) wird schwierig oder (bei Zooms) unschön, weil die Unschärfe unruhig ist.

Ich würde Dir daher zu einem gebrauchten 45er raten, das trotz Kinderzimmer möglicherweise noch drin ist (was natürlich nur Du selbst beurteilen kannst...). Ganz toll sind das 75er, das 30er Sigma (aber das 25er in Deinem Besitz ist dafür ebenfalls sehr gut geeignet) und nach meiner Erfahrung auch das 17er. Aber das alles kann ja auch noch ein wenig warten...;-)

Wie gesagt: f/1.8 finde ich schon wichtig...

HG Sebastian


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Ich fotografiere auch gerne auf Konzerten - meist einfach aus dem Publikum. Am häufigsten kommt das 45er 1,8 zum Einsatz, seltener das 25 oder das 75 1,8, noch seltener das 12mm 2.0, weil ich Detailaufnahmen meist spannender finde als solche der ganzen Band. Blende auf, Belichtungszeit meist 1/30 bis 1/125, je nachdem wie viel Bewegungsunschärfe ich möchte, und ISO-Automatik. Weißabgleich Kunstlicht führt nach meinem Geschmack meist zu den besten Hauttönen - oder eben Schwarzweiß.

Das mit dem Rauschen ist meist gar nicht so schlimm, kann man auch hinterher noch nachbessern.

Viel Spaß!


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  • 10 months later...

Hallo zusammen,

ich will nicht extra einen Thread eröffnen und führe diesen hier lieber fort :)

Aufgrund des Themas "Musik" beim Fotowettbewerbes unseres Fotoclubs habe ich mir dazu natürlich Gedanken gemacht und habe mal bei einer kleinen aber feinen Eventlocation (bis zu 400 Personen) angefragt, ob ich während eines Konzertes fotografieren darf. Das lief alles in allem recht unkompliziert ab und ich darf beim Hauptact 3 Lieder ohne Blitz aus dem Graben fotografieren. Die 2 Supportbands wurden nicht genannt, aber da frage ich nochmal nach wie es sich da verhält und ob man nach dem Graben auch vom Puplikum aus weiterfotografieren darf.

Soweit mal zu den Fakten und weiter gehts mit den Fragen, vielleicht kann der ein oder andere ja ein paar Tips geben:

Da ich ja in keinster Weise damit gerechnet habe, daß ich als Anfänger in diesem Genre in den Graben vordringen darf stelle ich mir aufgrund der relativ kleinen Bühne die Fotomöglichkeiten wie folgt vor: recht weitwinklige Übersichtsaufnahmen der Künstler + Künstler mit Konzertbesuchern (DSGVO Problem?) => dafür lieber 7-14 mm 2.8 oder 8 mm 1.8? Zudem könnte ich noch eine zweite Kamera mitnehmen mit dem 45 1.8 für ein paar Details. Portraits der Künstler vom Graben aus schauen doch sicher etwas komisch aus von dem niedrigen Standort oder täusche ich mich da?

Falls ich nach den drei Songs noch vom Puplikum aus fotografieren darf, würde ich noch das 40-150 2.8 und 12-40 2.8 mitnehmen.

Vielleicht hat ja wer ein paar Tips und Anregungen :)

VG

Christian


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Hallo Wolfgang,

danke Dir für Deine Antwort. Ich habe natürlich vorm posten gesucht, dadurch bin ich auch auf den Thread gestossen. Eine große Frage ist halt der Datenschutz, wie das andere handhaben. Das es hier gesichert keine wirklichen Infos gibt ist mir klar, aber Meinungen gibt es ja denke ich durchaus.

Objektivtechnisch denke ich 8, 12-40, 45 und u.U. 40-150, dann sollte das passen, falls es hierzu Einwände gibt, habe ich natürlich ein offenes Ohr dafür :)

VG

Christian


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