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Objektiv offenblendtauglich


hunk

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Servus zusammen,

gibt es einen Messwert, den man irgendwo nachlesen kann und der aussagt, ob ein Objektiv offenblendtauglich ist oder muss man das einfach selbst ausprobieren.

Interessieren würden mich die Olympus Pro-Objektive und das 75-300 ii.

Danke für Eure Antworten!

Hubert


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Man sieht das bei den gängigen Auflösungswerten in erster Linie daran, bei welcher Blende der Peak der Schärfe ist. Wenn der beim Abblenden *sehr* stark zunimmt, dann „erfordert“ das Objektiv eigentlich, die Blende zu schließen (wenn es darauf ankommt).

Wenn das Objektiv bereits bei 1-max(!) 2 Blenden abgeblendet seine maximale Auflösung erreicht, dann spricht man von offenblend-tauglich.

Das 12-40er hat seine maximale Auflösung bei 1 Blenden geschlossen, und liegt auch offenblendig ziemlich nah dran, das ist uneingeschränkt offenblendtauglich.

Das 75-300er gewinnt ebenfalls wenig beim Abblenden, ist allerdings im Ganzen schwächer (vor allem auch am Rand). Sollte man nicht abblenden, aber manchmal muss man, damit man genug Tiefe hat.

Hoffe es hilft

Klaus


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"offenblendtauglich" Ein sinnfreier Begriff, irgendwie..

Nein, eigentlich nicht. So wie Kabe es erklärt hat, macht es wirklich Sinn.

Wenn das Objektiv bereits bei 1 bis max. 2 Blenden abgeblendet seine maximale Auflösung erreicht, dann spricht man von "offenblend-tauglich".

Unter "offenblend-tauglich" kann man sich gut und mit knappen Worten eine der wesentlichen Eigenschaften einers Objektivs vorstellen und merken; diese Kenntnis hilft, wenn man im Eifer des Gefechtes schnell entscheiden muss, z.B. ob man wegen der Lichtverhältnisse nicht besser die Blende so weit wie möglich aufmachen soll, ohne dabei befürchten zu müssen, Bildqualität zu verlieren.

Gruß, Hermann


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Das 75-300mm hab ich nicht, dafür aber etliche Pro-Objektive: Die beiden billigen Must-Have-Pros, das 12-40 und das 40-150mm, und dann noch das 25mm/f1.2 und das 300mm/f4. Diese sind alle offenblendtauglich und beim 40-150mm und dem 300mm mache ich 95% der Aufnahmen bei Offenblende. Zwar kein Pro-Objektiv aber mit Ausnahme des Wetterschutzes in derselben Liga ist das 75mm/f1.8. Auch das ist offenblendtauglich.


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Naja, es gibt halt Linsen (aus theoretischen Gründen eher nicht bei MFT), die haben ganz tolle Lichtstärken, bilden aber erst gut ab, wenn man sie drei Blenden abblendet (womit sie dann eben keine Lichtriesen mehr sind).

Da ist dann die Verwendung der Offenblende ein Kompromiss.

Klaus


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Also von der Theorie bietet jedes Objektiv nur bei einer Brennweite und nur bei einer Blende das beste Ergebnis. Alles andere ist mehr oder weniger ein Kompromiss.

Durch die Technik kann man diesen Bereich etwas in die Länge ziehen, so wirklich 100% ist aber alles nicht.

Bei den Pro Objektiven merkt man diese Kompromisse in der Praxis NICHT. Im Studio beim Ablichten von Siemenssternen und anderen Mustern sehr wohl - das ändert aber nichts daran, dass die Qualität in der Praxis überzeugt.

Das 75-300mm ist kein Pro Objektiv - auch hier merkt man in der Praxis kaum einen Unterschied zwischen förderlicher Brennweite und förderlicher Blende zu der gewählten Einstellung. Aber man merkt schon, dass es gerade am langen Ende etwas weicher wird.

Aber ob das wirklich ein Ausschlusskriterium ist? Für was benötigt man die Bilder? Bei normalen Druck auf A4 merkt man davon nix mehr - auch die ganzen Webalben sind da sehr genügsam.

Mein Fazit:

Ja man kann mit den 75-300mm II und Offenblende fotografieren. Ja man merkt es in der Praxis, dass das Bild bei einer bestimmten Brennweite etwas weicher wird. Nein, das stört nicht bei normalen Prints und Webalben. Nein, das Panasonic 100-300mm ist subjektiv nicht besser - das bietet subjektiv die gleiche Abbildungsleistung.

Fazit zu den Pro Objektiven Zooms! f2.8 und 12-100 f4.0 Ja zu Offenblende Nein - in der Praxis kennt man keinen Unterschied Ja die Siemenssterne werden da gaaanz leicht schwammig. - Reduzier die Auflösung auf 12MP dann ist das auch weg. Speziell beim 40-150mm f2.8 Pro wird man hin und da Abblenden müssen um die gewünschte (mehr) Tiefenschärfe zu erreichen.

Fazit zu den Pro Objektiven FB. Hier kann ich nur zum 8mm Fisheye f1.8 was sagen. Ja zu Offenblende Ja man merkt es am Rand deutlich weicher - hallo Physik f1.8 bei 8mm! Nein - das fällt hauptsächlich bei Sternen am Nachthimmel auf - 12MP und richtige Entwicklung = 100% BQ


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Offenblendetauglich bedeutet nach meiner Definition: ich kann mit offener Blende fotografieren, ohne mir Gedanken über eine schlechte Bildqualität (Schärfe, Kontrast, und bei mir auch Vignettierung) zu machen. Die technische Bildqualität bei offener Blende sollte nicht sichtbar schlechter sein, als bei der technisch optimalen Blende.

Diese optimale Blende ist dort, wo die MTF Kurven/Messkurven am besten ausschauen.

Als Beispiel mal hier ein Test des 1,8/45: http://opticallimits.com/olympus--four-thirds-lens-tests/704-oly45?start=1

Die optimale Blende liegt gemäß diesem Test zwischen 4 und 5,6., also ca 3 Blenden unter Offenblende.

Aus eigener Erfahrung sage ich: auch dieses (mein billigstes) Objektiv ist fast offenblendetauglich.

Der abgebildete Schärfeverlust bei offenere Blende, insbesondere in den Ecken, fällt in der Praxis überhaupt nicht auf. Fast nur deswegen, weil die CAs bei Offenblende bei kritischen Motiven stören.

Alle anderen Objektive, die ich besitze (siehe Profil) , sind nach meiner Definition völlig offenblendetauglich.

Ob man mit offener Blende fotografiert ist was ganz anderes. Da spielen dann gewünschte Verschlusszeit, gewünschte Schärfentiefe, etc. rein.

Ich fotografiere fast ausschließlich mit offener Blende mit dem 4/300, dem 2/14-35 und dem 2/35-100, weil ich dort, wo ich diese Obis einsetze, auf die Lichtstärke angewiesen bin.

Ich fotografiere meist mit Blende 4- 5,6-8 mit dem 2,8/12-40, weil ich damit oft Landschaft fote und deshalb mehr Schärfentiefe möchte.

Ich fotografiere mit dem 2,8/60 oft mit Blende 8, wegen der kritischen Tiefenschärfe bei Makroaufnahmen. Genieße aber auch hier die Offenblendetauglichkeit, wenn ich mit Offenblende Stacks mache.


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Unter "offenblend-tauglich" kann man sich gut und mit knappen Worten eine der wesentlichen Eigenschaften einers Objektivs vorstellen und merken; diese Kenntnis hilft, wenn man im Eifer des Gefechtes schnell entscheiden muss, z.B. ob man wegen der Lichtverhältnisse nicht besser die Blende so weit wie möglich aufmachen soll, ohne dabei befürchten zu müssen, Bildqualität zu verlieren.

Die meisten mFT-Objektive sind offenblendtauglich, das Problem ist aber, dass viele Motive nicht offenblendtauglich sind ;)


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Also von der Theorie bietet jedes Objektiv nur bei einer Brennweite und nur bei einer Blende das beste Ergebnis. Alles andere ist mehr oder weniger ein Kompromiss.

Durch die Technik kann man diesen Bereich etwas in die Länge ziehen, so wirklich 100% ist aber alles nicht.

Also, diese Aussage finde ich beachtlich und sensationell! Kannst Du mir mal diese "Theorie" erläutern oder gar einen Beleg/Link geben?

Beachtlich auch deswegen, weil eine "Blende" eigentlich ein formal errechneter Zahlenwert ist, der mehr oder weniger mit der Realität übereinstimmt; der auch nicht so ein singulärer Wert ist, sondern eine gewisse Breite hat.

Mich würde auch interessieren, wie die Technik diesen Bereich "etwas in die Länge ziehen kann".

Aber Du hattest Recht: "So wirklich 100% ist aber alles nicht" und "hallo Physik f1.8 bei 8mm!".

Dann sag' uns auch bitte noch, was Du unter "bestes Ergebnis" verstehst.


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Dann sag' uns auch bitte noch, was Du unter "bestes Ergebnis" verstehst.

Ich bin zwar nicht angesprochen, aber eins konnte ich mir nicht verkneifen:

Das beste Ergebnis ist für mich, wenn ich beim Anblick eines Bildes sehe und ein spontanes "Wow!" aus meinem Kopf schießt. Da spielt die Weite der Blende, ob, f/0,95 oder f/22, keine Rolle ;-)

Bei "wow!" geht der Mund und die Augen ja ganz weit auf. Daher der sprichwörtliche Ausdruck offen...tauglich ;-)

Es gibt nun technische und künstlerische Fotografen, jeder so seine Sichtweise ...

;-)

Gruß Pit


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Na klassische Physik von Wellen und Schwingungen.

Ich weiß etwas überspitzt ausgedrückt aber in der Theorie ist es eben so.

Und in der Praxis nutzt einen das auch kaum was. - Also bitte keine Kritik an dieser Stelle

Klassisch ist jedes Objektiv bei Offenblende am schärften = weniger Beugungsunschärfe - in der Praxis wissen wir aber von Abbildungsfehlern, Aberrationen und Lichtbrechungen. Die gehen leider nicht Hand in Hand. Also entweder Aberrationen und Abbildungsfehler in Kauf nehmen oder mehr Beugungsunschärfe. Die tritt theoretisch schon bei Offenblende auf. Also blendet man 1 oder 2 Blenden ab - eliminiert die ersten Fehler und hofft, dass die Beugung noch nicht zu stark auffällt.

Die Objektivdesigner wissen natürlich von den Einflussfaktoren und müssen speziell bei Offenblende Kompromisse eingehen - gegen die Beugungsunschärfe sind sie ohnehin machtlos.

Die Blende ist kein formal errechneter Zahlenwert - sondern das Verhältnis zwischen Brennweite und Blendenöffnungsweite. Ja die angezeigte stimmt nicht immer mit der tatsächlichen überein aber das ist zu verzeihen. Und die optimale theoretische Blende ist natürlich Rund wie ein Kreis.

Wenn sich die Beugung oder Abbildungsfehler auf wenige Pixel auswirkt, spielt das in der Praxis keine Rolle. Sozusagen, vorhanden aber nicht messbar - außer der Siemensstern bekommt für einen Pixel eine grüne Spitze.

So wie kann man diesen bereich in die Länge ziehen. Vergleich das 25mm f1.8 mit anderen Objektiven.

zB:

FT 14-35mm f2.0 TopPro - alt und bewährt - 900g - 18 Elemente / 17 Gruppen mft 25mm f1.2 Pro - 410g - 19 Elemente / 14 Gruppen

mft 25mm f1.8 Prime - 137g - 9 Elemente / 7 Gruppen

Das ist der Preis um den wirksamen Bereich in die länge zu ziehen - doppelte Linsen 3 faches Gewicht. Also warum nicht einfach das 25mm f1.8 aufbohren, größere Linsen und fertig ist das 25mm f1.2?

Und ja beim Fisheye ist es ein wunder, dass bei Blende 1.8 überhaupt etwas scharf abgebildet wird. Du hast ein riesiges Loch und musst durch dieses Loch, gleichmäßig Licht auf einen rechteckigen Sensor verteilen bei einen Bildwinkel von 180" ° Diagonal. Das geht durch ein kleines Loch viel einfacher (zumindest das gleichmäßige Verteilen). Also ein wahres Meisterwerk.

Das beste Ergebnis hat mit Technik und Schärfe überhaupt nichts zu tun. Ein gutes Bild überliefert andere Werte wie Emotionen und Visionen.

Aber wer es wissen möchte stelle seine Kamera auf ein Stativ, spanne ein Blatt Zeitungspapier parallel dazu. Stelle die Kamera auf den A Modus und MF. Stelle manuell auf die Zeitung scharf und mache eine Blendenreihe in JPG. Am Ende hat mein zB 10 JPG Dateien - die größte Datei ist die schärfste - das hängt mit der JPG Komprimierung zusammen. - und ja das kann man sagen ohne auch nur ein Bild zu öffnen.


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Offenblendentauglich ist es, wenn es Dir taugt! Es ist sinnlos als Photograph darüber zu diskutieren, da sollte man doch über Bilder diskutieren. Ansonsten schlage ich mal vor über die Geschlossenblendentauglichkeit zu diskutieren!


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Das Sigma A 60 mm f 2.8 DN z.B. hat seine beste Auflösung im Zentrum voll aufgeblendet. Bei 5.6 lässt diese schon deutlich nach. Anspruchsvolle mFT-Fotografen nutzen es daher ausschliesslich bei Offenblende und simulieren Abblendung durch Fokusstacking.

Obwohl man sicher darüber diskutieren kann, ob ein Objektiv mit Lichtstärke 1:2.8 überhaupt schon eine Offenblende hat ;)


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