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Warum keine Cinemascope Objektive ?


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Hallo,

mal eine Frage an die Experten,

ich habe mich schon öfters mal gefragt, warum es für Consumer Kameras kein Cinemascope Objektiv gibt - Stichwort "Anamorphot".

Was im Kino seit den 50er Jahren alltäglich ist, hat den Einzug in die Fotowelt nicht gefunden - warum eigentlich nicht ?

Gerade heute im Digitalzeitalter mit hochauflösenden Bildsensoren, sollte es doch möglich sein, ein horizontal gestauchtes Bild ohne zu große Verluste wieder zu entzerren - wenigstens auf 16:9 wenn schon nicht 21:9.

Weiß da jemand was zu ?

Gruß,

Frank


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Ich schätze der Markt ist einfach zu klein. Privat dürfte das auch eher was für ganz spezielle Filmer Nerds sein. Schau mal bei Objektivherstellern wie Cooke oder Angenieux nach. Da gibt es “moderne” Anamorphoten im Angebot, sind aber überwiegend für 35 bzw. Super 35 Format gerechnet... Siehst du die Preise? ;)


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Das sind natürlich heftige Preise.

Ich hätte jetzt gedacht, dass Oly so ein Objektiv evt. im Premium Bereich ansiedeln könnte - als Ergänzung und nicht nur für Filmer - wäre doch auch zum Fotografieren interessant und mal etwas außergewöhnliches.

Hier gibt es sogar ein Video dazu.

https://www.youtube.com/watch?v=M20s0j97cx4

Ist doch ein ganz schöner Brummer - kleiner und günstiger kann man das wohl nicht kontruieren.

Danke,

Frank


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Interessant, hatte SLR Magic bislang nur diesen Adapter für mFT im Programm. Die Testaufnahmen, die ich zu diesen Objektiven bislang finden konnte überzeugen mich allerdings nicht wirklich...


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Die Zeiten, in denen auch gewisse Nischenbereiche bedient wurden, sind (leider) lange vorbei. Wechselsucher, Komplette Unterwassersysteme (Nikonos), Medical-Objektive usw...alles Dinge die es früher gab, die hohe Entwicklungskosten und wenig Käufer bedeuteten.

Das kann sich heute kein Hersteller mehr leisten, es wird überwiegend nur das Entwickelt und realisiert, was sich durch höhere Verkaufszahlen auch auszahlt.

Gruß

Heiko


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Und die Stück- bzw. Absatzzahlen sicher auch. Anarmorphoten sind einfach nix für den “Konsumentenmarkt” der Fotografie. Selbst für enthusuastische Hobbyfilmer dürfte das kompletter Irrsinn sein. Solche Objektive werden in aufwendigen Filmprojekten eingesetzt, wo ganze Teams beteiligt sind professionelle Kameraleute das Equipment bedienen. Da gibt es dann so Experten wie Fokuspuller, jemand der sich ausschließlich um die Fokusführung kümmert...


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http://pen-and-tell.blogspot.de/2011/03/zeiss-cine-prime-der-e-p2.html

Über Adapter,

https://www.bhphotovideo.com/c/buy/Shop-by-Brand-Angenieux/ci/4/phd/4291616218/N/4294255798

https://www.toneart-shop.de/hersteller/angenieux.html

von der Größe des Kompendiums wollen wir gar nicht erst sprechen.

Grüße

Wolfgang


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Es gibt noch den Gebrauchtmarkt, mit Bastellösungen. Ich hatte mal einen Thread dazu aufgemacht.

https://www.oly-forum.com/forum/kameras-objektive/adaption-anamorphotische-optik-mft

Nachdem ich kurzzeitig ziemlich angefixt von der anamorphotischen Vorstellung war, habe ich das mittlerweile für mich ad acta gelegt. Ich filme jetzt überwiegend mit dem KOWA 8.5 (traumhafte Anmutung des Renderings) oder dem 12-50 (genial, praktisch, vielseitig, scharf).


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Die Zeiten, in denen auch gewisse Nischenbereiche bedient wurden, sind (leider) lange vorbei. Wechselsucher, Komplette Unterwassersysteme (Nikonos), Medical-Objektive usw...alles Dinge die es früher gab, die hohe Entwicklungskosten und wenig Käufer bedeuteten.

Da hätte ich doch noch was in der Asservatenkammer:

War immer spannend, wenn nach 3 Wochen der Diafilm kam und man erkennen musste, dass man sich etwas mehr hätte anstrengen sollen ;)


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War immer spannend, wenn nach 3 Wochen der Diafilm kam und man erkennen musste, dass man sich etwas mehr hätte anstrengen sollen ;)

Das stimmt. der Lerneffekt war noch größer, wenn man sich Notizen zu den Aufnahmen gemacht hat und reproduzieren konnte, was man falsch gemacht hat.

Auch wenn heute alles viel einfacher ist, diese Spannung auf den Zeitpunkt, endlich die entwickelten Dias abzuholen....die fehlt mir heute etwas...

Gruß

Heiko


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So schwarz würde ich das mal nicht sehen. Für Unterwasserkameras haben wir heute mehr Auswahl als je zuvor. Die Optiken, die uns heute zur Verfügung stehen, sind den meisten früheren Spezialoptiken überlegen. Wechselsucher können wir heute über Software realisieren. Und all das zu relativ gesehen deutlich günstigeren Preisen…

Klaus


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So schwarz würde ich das mal nicht sehen. Für Unterwasserkameras haben wir heute mehr Auswahl als je zuvor. Die Optiken, die uns heute zur Verfügung stehen, sind den meisten früheren Spezialoptiken überlegen. Wechselsucher können wir heute über Software realisieren. Und all das zu relativ gesehen deutlich günstigeren Preisen…

Klaus, welche Unterwasserkamera mit Wechselobjektiven (die für den Einsatz unter Wasser optisch gerechnet sind), gibt es denn? Wechselsucher kann man nicht über Software realisieren, ein so klares, realistisches und auch bei sehr hellem Umgebungslicht gut zu beurteilendes Sucherbild wie bei einem Lichtschachtsucher, bietet einem ein Displaybild nicht.

Früher hatte man viele der technischen Möglichkeiten von heute nicht, dafür hatte man wesentlich mehr Hardware zur Auswahl. Nikon hat in den 70´ern z.B. sieben verschiedene Fisheyeobjektive zur Auswahl. 2,8/6 2,8/8 5,6/13 3,5/15 5,6/15 2,8/16 3,5/16...

Schwarz sehe ich das alles nicht, die Vorzüge der heutigen Technik möchte ich nicht mehr missen. Mein Posting sollte nur eine Antwort auf die Frage des TO sein, warum die Kamerahersteller keine Cinemascop-Objektive im Programm haben.

Gruß

Heiko


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Klaus, welche Unterwasserkamera mit Wechselobjektiven (die für den Einsatz unter Wasser optisch gerechnet sind), gibt es denn?

Bin zwar nicht Klaus, aber antworte mal.

Fast alle Nikonos und Nikonos RS Objektive. Viele dieser Objektive lassen sich Überwasser nicht scharf stellen. Insbesondere die Weitwinkel Objektive sind legendär, da sie ohne Port direkt für Unterwasser designed sind. Normale WW Objektive machen hinter einen Dom immer Probleme mit Unschärfen in den Ecken und rändern. Das Problem soll man mit den Nikonos WW nicht haben.

http://www.digitalb2.de/nikon/systemcd/htm/10/1007___d.htm


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Fast alle Nikonos und Nikonos RS Objektive.

Schon klar, genau auf die Nikonos/RS Reihe habe ich mich ja bei meiner Frage bezogen, auf den UW-Bereich gerechnete Wechselobjektive usw. gab es ja von keinem anderen Anbieter. Das System ist aber längst ausgelaufen und wird seit den 90´ern nicht mehr produziert und diente mir somit als Beispiel dafür, dass sich die Hersteller solche speziellen Kameras/Objektive heutzutage nicht mehr leisten können.


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Anamorphoten sind eher fürs szenische Filmen und erzeugen einen typischen Kino Look. Allerdings sind sie nicht besonders scharf, was in der üblichen Abbildungsfotografie oft unerwünscht ist. Bekannte Kamerahersteller halten sich deswegen wohl bei dieser Objektivgattung zurück. Bei den Objektivpreisen bis 70.000 Euro im Profibereich wird einem ziemlich schwindelig.

Eine mir bekannte Ausnahme bildet der kleine Objektivhersteller SLR Magic aus Hongkong. Ab etwa 1.000 Euro für einen Anamorphic Adapter ist man dabei. Und für ein vollwertiges Objektiv rund 3.000 Euro. Geeignet für MFT Cams. Für Olys benötigt man die 1.33x Version und erhält dann das attraktive Cinemascope 2.35:1 Format. Je nach Szene und Licht dazu ein wunderbares Bokeh, schicke blaue Lensflares und tolle elliptische Highlights. Als Filmer praktiziere ich das mit Begeisterung auch in der Fotografie und freue mich über sehr eigenständige Fotos, die aber nicht jedem gefallen.

Der Weg dahin ist mühsam, das Fokussieren anfangs eine Herausforderung. Der SLR Magic Adapter kann per Steppring an geeignete manuelle Objektive (am besten stabile Metallgehäuse) ab etwa 35mm Brennweite geschraubt werden (darunter evtl. Vignettenbildung). Im Nahbereich (unter 3-4m) benötigt man noch Diopter, die man gleich mitkaufen kann. Optional kann man noch einen Rangefinder dazunehmen. Am Ende hat man ein großes, gewichtiges Kamera Set. Man muß genau planen und gut vorbereiten. Mal schnell ´nen Schuss machen, geht meist in die Tonne. Aber warum möglichst einfach fotografieren wenn es auch kompliziert geht... ich für meinen Teil habe Spaß daran.


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Du hast wohl etwas Grundlegendes beim Thema Anamorphoten nicht verstanden.

Aber es geht doch immer um ein anderes Breiten-Höhen-Verhältnis des (projizierten also wieder entzerrten) Bildes als auf dem Originalfilmformat?

Also wo ist der Vorteil gegenüber einem Crop heute in digitalen Zeiten?


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Da auch beim Anamorphot am Ende doch wohl elektronisch entzerrt wird, tut es auch ein gecroptes 4K.

Wie Olysseus schon sagt, es geht nicht ums Croppen, das kannst Du mit jedem Bild machen. Dann hast Du ein Scope-Format aber keine anamorphen Aufnahmen.

Schade, dass Olysseus vom Anamorph-Look wieder abgesprungen ist. Ich hatte in seinem damaligen Thread einen Kommentar eingestellt und wußte von seinem Interesse.

Ohnehin scheinen sich in Deutschland nur wenige dafür zu begeistern. Im übrigen Europa und in Übersee ist das ganz anders. Möglicherweise spielt das gnadenlose Streben nach absoluter Schärfe eine Rolle...


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