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JKoch51

Damit habe ich nicht gerechnet - 1,8/45 Schärfentiefe

Empfohlene Beiträge

Hallo,

ich möchte von einem "Missgeschick" berichten, welches ich so nicht vorhergesehen habe.

Auf einem großen Treffen aller Bürgermeister und Angestellten der Verwaltungen unserer Verwaltungsgemeinschaft bei uns im Saal des Ortes war ich beauftragt Bilder zu machen für die Ortschronik.

Wegen der möglichen schlechten Lichtverhältnisse und um Batterien im Blitz zu "schonen" habe ich mich entschieden an der EM 10 II das 1,8/45 und den Blitz Nissin i40 einzusetzen, ISO 400 und Gesichtserkennung "an".

Eine Aufgabe war die Begrüßung der einzeln eintretenden Teilnehmer durch unsere Bürgermeisterin zu fotografieren. Das funktionierte in den meisten Fällen perfekt ABER wenn die Personen nicht innerhalb einer sehr engen "Fokuszone" standen war eine der Personen in der Unschärfe.

Ich hätte nicht mit Blende 1,8 arbeiten dürfen !

Die Bilder mit dem 14-150 hatten das Problem nicht - da ist die Anfangsblende auch kleiner (Zahl größer) und somit Tiefenschärfe "besser" geeignet.

Also das 1,8/45 hatte bei f=1,8 für diesen Zweck schon zuviel an Freistellungspotential!

(Und daraus leite ich für MICH persönlich ab, daß es in meinem Park kein Objektiv 1,2 geben wird)

Beispielbilder möchte ich nicht posten wegen der Rechte der abgebildeten Personen und das Problem ist ja auch erkannt und "gelöst"

Vielleicht hilft mein Beitrag jemand anderem nicht in die gleiche Falle zu tappen.

Gruß Jürgen


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1. https://dofsimulator.net/en/ 2. https://www.lenstip.com/ sieh Dir alle anderen mft-Objektive mit 45mm an. 3. Offenblende bei allen Objektiven geht nur bei frontaler Aufnahme - Standort entsprechend wählen. 4. ISO hochschrauben und Ablenden. Du hattest ISO 400. 5. Bewegung, Stativ nutzlos, Blitzen nicht erwünscht . Ist die Alternative nach Hause gehen? Nein. Du bist ein eigentlich ein ausgefuchster Fotohase. Die Schwierigkeiten zu überwinden habe ich Dir zugetraut. Warst Du nervös? Probiere erst einmal ein Oly 45mm/1,2 aus. Natürlich bei 1,2 bis Blende 2,4-2,8 und etwa Straßen- oder Kirchenlicht mit 3.200 ISO. Das ist ungefähr die Grenze, wo sich Indoorveranstaltungen bewegen. Vergleiche dann einmal die Ergebnisse mit einem Oly 45mm/1,8. Erst dann würde ich mir ein Urteil über Objektive mit Anfangsblende 1.2 erlauben. Ich habe rein zufällig beide Objektive und ich kann mühelos einen eklatanten Leistugsunterschied zwischen 1.2 bis 2,8 feststellen. Das 1.8 verwende ich nur noch Outdoor bis zu mäßigen Lichtverhältnissen. Fotografieren bei Licht, wie im Stall zu Bethlehem, habe ich ständig vor der Brust. Da bewegt man sich permanent an den Grenzen des Gesamtsystems von Kamera und Objektiv. Die 1.2 Objektive (Holy Trinity) kauft man weder für die Freistellung noch für etwas mehr Licht.


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4. ISO hochschrauben und Ablenden. Du hattest ISO 400

Absolut! Und einmal eine Probeaufnahme checken. - Aber ich weiss aus Erfahrung: Manchmal ist man blockiert.


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Hallo Jürgen,

das ist wahrscheinlich schon jedem Event-Fotografen passiert.

Es ist nicht einfach, in jeder Situation Herr der Lage zu bleiben: die kommende Situation richtig einschätzen, die beste Perspektive einnehmen, das passende Objektiv auf der Kamera haben, die unter der gegebenen Lichtsituation Blende bzw. ISO-Zahl wählen und das ganze in Echtzeit ohne die Chance auf Wiederholung.

Hier hilft einem das mft-Format gegenüber APS-C und KB, denn die größere Schärfentiefe kommt einem entgegen. Wir können noch mit offenerer Blende und daher kleinerer ISO-Zahl fotografieren, während die Kollegen aus Gründen der Schärfentiefe schon stärker abblenden müsssen.

Jede Medaille hat eben zwei Seiten ...


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Hier hilft einem das mft-Format gegenüber APS-C und KB, denn die größere Schärfentiefe kommt einem entgegen.

HIER liegt der VORTEIL von mft. Bitte ihn nicht wieder kaputt machen, in dem man lumpige Linsen vor die Kamera schraubt (ist nicht das Oly 45mm/1,8 gemeint). Bei Low-Light fällt das sofort auf.


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in dem man lumpige Linsen vor die Kamera schraubt (ist nicht das Oly 45mm/1,8 gemeint).

Welche sind das?

Bei Low-Light fällt das sofort auf?

Wieso gerade bei Low-Light? Hättest Du da mal ein paar Bildbeispiele?


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Also das 1,8/45 hatte bei f=1,8 für diesen Zweck schon zuviel an Freistellungspotential!

Das ist einer der Gründe, warum ich die Diskussionen über das "Freistellungspotential" hier im Forum - und noch viel ausgeprägter bei der FF-Anhängerschar - ziemlich, sagen wir: distanziert betrachte. Klar haben hochlichtstarke Gläser ein (noch) größeres kreatives Potential. Für mich Pappnase drängt sich das allerdings nicht in einer Weise auf, dass ich bereit wäre, für ein 45mm f/1.2 das Fünffache von dem auszugeben, was ich für ein f/1.8 bezahlt habe. Und da ich (zumindest aktuell) nicht an GAS leide - so what?

HG Sebastian


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Also das 1,8/45 hatte bei f=1,8 für diesen Zweck schon zuviel an Freistellungspotential!

Das ist einer der Gründe, warum ich die Diskussionen über das "Freistellungspotential" hier im Forum - und noch viel ausgeprägter bei der FF-Anhängerschar - ziemlich, sagen wir: distanziert betrachte. Klar haben hochlichtstarke Gläser ein (noch) größeres kreatives Potential. Für mich Pappnase drängt sich das allerdings nicht in einer Weise auf, dass ich bereit wäre, für ein 45mm f/1.2 das Fünffache von dem auszugeben, was ich für ein f/1.8 bezahlt habe. Und da ich (zumindest aktuell) nicht an GAS leide - so what?

HG Sebastian

Hallo Sebastian,

Du hast die schöneren Worte gewählt und sprichst mir aus der Seele.

Gruß Jürgen

P.S. das 1,8/45 ist ein tolles Objektiv......nur in diesem Fall habe ich halt einen Fehler gemacht!


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Guten Morgen Jürgen,

vielen Dank für diese sehr ehrliche Schilderung deinerseits.

Ich kann mir vorstellen, dass viele User nach einem Event zuhause auf ähnliche Ergebnisse geschaut haben. Sie aber so klar für alle hier nieder zu schreiben. Chapeau!!!!

Dass es dir leider bei solch einem Einsatz passiert ist, das ist mehr als ärgerlich. Eigentlich machen wir unsere Erfahrungen lieber nicht in einem solchen Bereich.

Ich selbst bin auch schon in diese Falle getappt:

Großes Konzert in der Kirche, am Ende stehen 4 Solisten plus Dirigent nebeneinander vor der ersten Bank und schauen glücklich ins Publikum. Ich komme nicht vor die, sondern stehe seitlich zu ihnen im Mittelgang. Fotos mit allen 5 Personen in der richtigen Schärfeebene sind nur bei geschlossenerer Blende (3,2 bis 4,0) und/oder bei entsprechendem Abstand machbar.

Wie der auf der Kamera befindliche vorsichtig frontal eingesetzte Blitz sich bei solchen Schrägen in die Tiefe verliert.....

Ich sage nur: Verlaufsfilter!

Ich setze dabei keine Festbrennweite ein, da ich im Mittelgang kaum fußzoomem kann. Früher war es das 12-60, dann das 14-35 leicht abgeblendet und heute ist es das 12-40.

Es ist seit Jahren die gleiche Situation mit den selben örtlichen Gegebenheiten: 12-14 mm Brennweite, die gleiche Distanz, die gleiche "Motivbreite".

Eigentlich müsste ich für diese Aufnahmen einen Blitz leicht erhöht in der 4. oder 5. Bankreihe haben und ihn per Funk auslösen. Vielleicht postiere ich im nächsten Konzert dort einen Helfer, der den Blitz genau dann richtig ausrichtet und ich löse ihn per Funk aus.

Die Offenblende ist bei 1,8 eine (mögliche) böse Falle. Je nach Distanz und Ausrichtung zur Kamera müssen Kleingruppen oft mit Blende 2,8 und mehr fotografiert werden, wenn eine genügende Schärfe für alle in der Gruppe gegeben sein soll.

Ich hoffe, du hast noch ausreichend Fotos bekommen, die du weiter geben kannst. Und wenn nicht, dann ist eben gelegentlich künstlerische Unschärfe im Ergebnis zu sehen;-))

Aber leite daraus bitte nicht ab, dass dir keine 1,2er Optiken ins Haus kommen. Ich selbst habe "noch" keine. Aber ich habe sie (und mein Bankkonto) immer wieder unter Beobachtung. Es ist nicht nur der Blendenvorteil, der diese Gläser auszeichnet.

Einen schönen Sonntag wünscht Rainer


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Hallo Jürgen,

ganz große Anerkennung für Deine ehrliche Schilderung, denn über Misserfolge berichtet man ja nicht so furchtbar gern!

Ich hatte erst vor wenigen Tagen versucht, das Thema in einem anderen Thread auf den Punkt zu bringen und auch ein Beispiel-Foto beigefügt:

https://www.oly-forum.com/comment/502344#comment-502344

Die verwendete Brennweite ist so gut wie identisch (42.5mm statt 45mm), allerdings habe ich mit einer Blende weiter offen fotografiert. Entscheidend ist dann zusätzlich noch die Aufnahme-Entfernung, die ich bei Deinen Bildern nicht kenne. Je weiter weg, desto mehr Schärfentiefe.

Allerdings dürftest Du kaum aus 1.89m Entfernung wie in meinem Beispiel-Bild fotografiert haben, weil Du dann den Händedruck nicht aufs Bild bekommen hättest.

Mein Tipp: Vorher das Szenario mit einem Schärfentiefen-Rechner gedanklich durchspielen. Zumindest bei Aufnahmesituationen, die einmalig sind und die sich nicht wiederholen lassen.

Gruß,

ED


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Gast

In welcher Auflösung/Größe werden denn die Bilder "am Ende des Tages" veröffentlich/betrachtet/geprintet?

Da relativiert sich dann meist vieles von selbst...


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Ich hätte nicht mit Blende 1,8 arbeiten dürfen !

Also das 1,8/45 hatte bei f=1,8 für diesen Zweck schon zuviel an Freistellungspotential!

(

Anfängerfehler

Hat mit Freistellung nur ganz wenig zutun.


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Die 1.2 Objektive (Holy Trinity) kauft man weder für die Freistellung noch für etwas mehr Licht.

sondern?


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Ich danke euch allen für die aufmunternden Kommentare und die Hinweise auf Anfängerfehler.

Da ich etwa 170 Bilder letztendlich bearbeitet und weitergereicht habe kann ich die etwa 20 Bilder, wo eine Person in der Unschärfe sich befindet, verschmerzen, ich hoffe die anderen auch.

In welcher Größe und Auflösung die Bilder beim Auftraggeber dann verwendet werden, das weiß ich nicht.

Und da dies eine ehrenamtliche Arbeit ist wird man wohl die kleinen Fehler verzeihen.

Gruß Jürgen


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Und da dies eine ehrenamtliche Arbeit ist, wird man wohl die kleinen Fehler verzeihen.

Sicher, Jürgen, vor allem, wenn Du erklärst, dass Du es mit Olympus Equipment gemacht hast ;))


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Servus Jürgen,

... zuerst einmal, du hast mein volles Mitgefühl - sowas ist nicht gerade erbauend... aber wie ich lesen konnte hast du ja ein paar Bilder retten können....


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Natürlich kann das 45/1.8 auch eine zu geringe Schärfentiefe haben. Es ist alles eine Frage der Entfernung zum Motiv. Wenn man Personen beim Händedruck nicht von der Seite ablichtet, muss eine zwangsläufig viel näher an der Kamera sein als die andere. Hinzu kommt, dass man in solchen Situationen eher Halbkörperportraits schießt. 45mm f/1.8 an micro 4/3 hat jetzt nicht das genialste Freistellungspotenzial, in so einer Situation reicht es aber völlig aus, damit die eine Person unscharf aufgenommen wird.


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Natürlich kann das 45/1.8 auch eine zu geringe Schärfentiefe haben. Es ist alles eine Frage der Entfernung zum Motiv. Wenn man Personen beim Händedruck nicht von der Seite ablichtet, muss eine zwangsläufig viel näher an der Kamera sein als die andere. Hinzu kommt, dass man in solchen Situationen eher Halbkörperportraits schießt. 45mm f/1.8 an micro 4/3 hat jetzt nicht das genialste Freistellungspotenzial, in so einer Situation reicht es aber völlig aus, damit die eine Person unscharf aufgenommen wird.

Hallo macrFT,

hast du mein Problem richtig realisiert?

Ich wollte NICHT daß bei der Begrüßung der Teilnehmer Personen in der Unschärfe dargestellt werden, ich wollte KEINE Freistellung.

Gruß Jürgen


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Moin Jürgen,

das kann mal passieren, auch mir. Man hat sich in dem Kopf fest eingebrannt dass man möglichst Offenblende, um möglichst niedrige ISO und kurze Verschlusszeiten zu erzielen. Auch denkt man meist, die Schärfentiefe ist ja bei mFT größer als bei Kleinbild.

Tja und viele Kleinbildverfechter pflegen stets zu sagen, dass man mit mFT nicht freistellen kann ;-)

Am Ende kann man sagen: "Shit happens!"

Gruß Pit


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es wurde ja schon reichlich dazu gesagt.

DOF Simulator, App's Berechnungen sind alle schön und gut. Nur dann ändert sich der Standort oder eine Person steht einen Schritt zuweit vorne oder hinten und man hat 5 Sekunden Zeit die richtige Blende zu finden. Also Smartphone auspacken, App Starten, geschätzte Werte eingeben - Werte ablesen und auf die Kamera übertragen, .... Ne dauert zu lange.

Genau für solche Fälle habe ich mir eine Funktionstaste mit der Abblendfunktion belegt. Die schließt die Blende auf den ausgewählten Wert und man sieht das tatsächliche Ergebnis inkl. Schärfentiefe. - nur ohne Blitz. Für mich eine Funktion die viel zu oft vernachlässigt wird und stattdessen mit Try&Error geschossen wird - also Abgedrückt, auf das Display geschaut Ergebnis kontrolliert, Kamera nachgestellt, usw usw.

> Und nein die f1.2 ist nicht die einzige Stärke der neuen Pro Festbrennweiten - schon gar nicht beim 17mm f1.2 Pro. Glaub mir kein Mensch macht ein "klassisches" Portrait mit 45mm und f1.2 die Augen sind vielleicht scharf aber die Nase und Ohrwaschl nicht mehr. Für künstlerische Aufnahmen mag das wohl zutreffen aber für Reportage und Archivieren wie in deinem Fall hier doch ein wenig zu overpowered.


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So sehe ich das auch. Ich durfte vor einigen Tagen auf einer Hochzeit mit meiner E-M10 III und EZ Pancake Kit-Zoom fotografieren. Die Lichtverhältnisse waren wie immer suboptimal. Nach meiner Erfahrung nützt in solch einer Situation einem Otto Normalknipser eine lichtstarke Linse nur begrenzt. Damit muss man umgehen können (parallel hatte ich zwei 35/2.4 und 50/1.8 Linsen auf APS-C im Einsatz). Ich musste feststellen, das Blende F/4 bis F/5.6 die optimalen Blendenwerte waren, um kleine Personengruppen oder Situationen angemessen aufzunehmen. Mit ISO3200 war eine verträglich kurze Verschlusszeit möglich, den hohen ISO-Wert sieht man den Bildern nicht an. Die Blitzfunzel einer E-M10 III konnte einige Situationen retten, leicht abgedunkelte Gesichter weiter hinten konnten mit dem RAW-Tool aufgehellt werden. Niemand beschwerte sich über die Blitzlichtbilder, auch fiel niemandem der High-ISO Wert der Bilder auf.

Ich kann den vielleicht hier zuschauenden Anfängern oder richtigen Amateuren nur empfehlen, einfach mit der vorhandenen Kit-Linse zu fotografieren und es einfach mal zu versuchen. Mit den gemachten Erfahrungen kann man bei der nächsten Feier sicherlich bessere Fotos machen. Es geht auch ohne Profi-Equipment, das ist sicher. Und wenn von fünf Aufnahmen nur ein bis zwei Fotos gelungen sind, das gemachte Foto zählt.


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Für mich Pappnase drängt sich das allerdings nicht in einer Weise auf, dass ich bereit wäre, für ein 45mm f/1.2 das Fünffache von dem auszugeben, was ich für ein f/1.8 bezahlt habe.

Mich freut, dass diese Entscheidung Dank des konkurrenzlos vielseitigen/differenzierten Objektivangebots für MFT jedem selbst überlassen wird. So kann man z. B. zwischen guten Festbrennweiten mit einer Lichtstärke von f/1.8 (bzw. 1.7 und 1.4 bei Panasonic) und hervorragenden Festbrennweiten mit einer Lichtstärke von 1.2 wählen. Ob einem der Zuwachs an Qualität den Aufpreis für den Gewinn von einer Blendenstufe (oder weniger - z. B. beim Pana Leica 25mm 1.4 gegenüber dem Oly 25mm 1.2) sowie einer noch einmal höheren optischen Qualität wert ist (bzw. ob man das Mehrgewicht tragen möchte), muss jeder für sich selbst entscheiden. Für mich war das z. B. im klassischen Portraitbereich überhaupt keine Frage, während ich im gemäßigten Weitwinkelbereich damit hadere.

Und da ich (zumindest aktuell) nicht an GAS leide - so what?

Nicht viel anfangen kann ich mit dem Zynismus, mit dem Du pauschal alle bedenkst, die Deiner Enthaltsamkeit im Premiumbereich von MFT nicht folgen. Letzte Konsequenz wäre dann die Einheitskamerausrüstung. Die Idee kenne ich von irgendwo her, ich finde die nicht so gut (und das ist nicht polemisch gemeint).

Freuen wir uns doch darüber, dass wir bei MFT die Wahl zwischen einer Vielzahl von Objektiven für (fast) jeden Einsatzzweck und verschiedene Budgets haben. Jeder soll nach seiner Façon selig werden - auch und gerade beim Hobby. Und gegenüber FF spart man grundsätzlich eine Menge Geld (und Gewicht sowieso) ...

VG

Moritz


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Hi Jürgen,

oh wie gut kenne ich das - vom Theater her. Da habe ich das gleiche Problem, zum Teil sehr dunkle Szenen und/oder viel Bewegung (also kurze Zeiten) und Blitz ist da gar nicht. Und manchmal bleibt nur die Entscheidung: irgendwer wird (leider) unscharf wegen Fokusebene oder alle wegen Bewegung (kann aber manchmal auch ok sein). Hin und wieder kann ich das im Post ausgleichen (Montagen sind jetzt nicht wirklich tabu für diesen Zweck), aber das ist natürlich aufwendig und ich kann mir das nur hin und wieder erlauben. Auch für mich haben lichtstärkere Objektive deshalb wenig Reiz - zumindest was die Theater-Anwendung betrifft, ein schön freigestelltes Portrait bekomme ich auch mit dem 75/1.8 oder dem 40-150 Pro gut hin..... Manchmal frage ich mich allerdings warum so viele für Theater immer wieder unbedingt zu KB raten - da muss man doch nur noch mehr abblenden.....

Andy abblendend


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. Ob einem der Zuwachs an Qualität den Aufpreis für den Gewinn von einer Blendenstufe (oder weniger - z. B. beim Pana Leica 25mm 1.4 gegenüber dem Oly 25mm 1.2) sowie einer noch einmal höheren optischen Qualität wert ist (bzw. ob man das Mehrgewicht tragen möchte), muss jeder für sich selbst entscheiden.

Veto. damit reduziert man die hervorragenden Eigenschaften der neuen f1.2 Festbrennweiten und auch aller anderen Objektive auf die Blende. - Wäre da nicht das Voigtländer Nokton 25mm f0.95 die optimale Wahl?

Allerdings darf man nicht vergessen, dass so ein Objektiv noch mehr drauf hat als nur Licht einzufangen. Jedes Objektiv bietet einen speziellen Look und den will man am Ende haben.

Die Prime Linsen mit f1.8 bieten einen neutralen Look - scharf bis in die Ecken, kaum Vignettierung, .... zu perfekt und deshalb nur durchschnittlicher Look was am Sensor ankommt. das trifft auch auf die f1.2 Linsen zu - allerdings ist da der Übergang zwischen Scharf und Unscharf härter und insgesamt ein wenig schärfer - auch Abgeblendet. Also wenn ich mit den f1.8 und den f1.2 Objektiven jeweils mit f4.0 ein Bild ablichte ist die Tiefenschärfe zwar gleich, der Hintergrund vom f1.2 Objektiv aber trotzdem weicher.

Am Donnerstag Abend kann ich mal Probeaufnahmen mit den f1.2 und den f1.8 zum Vergleich machen. Sollten aber schon einige im Internet sein.


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Manchmal frage ich mich allerdings warum so viele für Theater immer wieder unbedingt zu KB raten - da muss man doch nur noch mehr abblenden.....

Weil die KB-Junkies meinen, man kann High-ISO "rauschfrei" fotografieren. Habe aber Bilder auf Papier aus einem KB-Boliden (N D4s) ein Bild gesehen, das mit High-ISO (wahrscheinlich 8000 oder 10.000), und man sieht an den Kanten sehr wohl Artefakte. Nur die Flächen erscheinen homogen.

So fällt es mir auf, dass die meisten nur an den verrauschten Flächen stören, aber die krieseligen Kanten jedoch nicht.

So komme ich zum Schluss, dass die High-ISO-Boliden auch nur mit Wasser kochen.

Rauschen hin oder her, Schärfentiefe ebenso hin oder her, entscheidend ist der eingefangene Moment, und zwar auf den Punkt, der im Gesamtbild bildwirksamer ist. Wer mehr Schärfentiefe will, knipst mit dem Händi, das eine Brennweite von 5 mm hat (wen wundert's).

Gruß Pit


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