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Die PEN, OM-D & E-System Community
Ignoriert

Rauschen bei Nachtaufnahme


malte14_

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Hallo zusammen, da bald am Wochenende ja sehr viele Sternschnuppen zu sehen sind, möchte ich diese fotografieren. Allerdings habe ich sehr wenig Ahnung was die Nachtfotografie betrifft. Habe heute morgen um 0.30 Uhr mal zwei Testaufnahmen mit meiner Olympus E-520 gemacht. Allerdings sind die Bilder leider sehr stark verrauscht. Bild 1: https://flic.kr/p/MRikiQ Bild 2: https://flic.kr/p/LdMHat Beide Bilder wurden mit Blende 4 und einer Belichtungszeit von 30 sek aufgenommen. Beim ersten Bild habe ich iso 1600 benutzt und beim zweiten iso 800. Meine Kamera ist ca. 10 Jahre alt und iso 1600 ist der maximale iso wert. Ist das Grundrauschen meiner Kamera für solche Fotos einfach zu hoch oder weiss jemand wie ich in Zukunft dieses Rauschen aus meinen Bildern bekomme? Vielen Dank, LG Malte


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Hallo Malte,

Suche mal nach Rauschminderung - die auf AUTO schalten - oder Ein. Damit belichtet die Kamera eine gleich langes "Dunkelbild" und zieht diese vom Bild ab..... Beim Bild mit ISO 1600 habe ich keine Ahnung wo Du da hingezielt hast, bei dem mit ISO800 erkenne ich Delphin und Pfeil - also das ist der Bereich im rechten Bereich des Sommerdreieck:

Die Perseiden könnten zwar da auch sein - aber an sich ist es eher die falsche Richtung :-) DIe Perseiden sind ca. Nord/NO zu suchen. Da findest du ein Sternbild das aussieht wie ein W - rechts unterhalb ist der Punkt von wo sie zu kommen scheinen, wenngleich sie oft auch weiter weg erst sichtbar sind. http://www.austrianaviationart.org/cms/sommersternhimmel-perseus-kassiopeia/

Siegfried


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Hallo,

Für deine E-520 ist dieses Grundrauschen durchaus normal. Man konnte zur Zeit der 520 eigentlich nur im Notfall mal bis ISO 800 hochziehen. Der 'darkframe' ist nur ein schwacher Versuch der Schadensbegrenzung. Auch das nachträgliche Entrauschen per Software bleibt selten ganz schmerzfrei. Bleibt dir nur, mit dem Rausch zu leben, oder auf eine der aktuellen Knipsen umzusteigen, die das Problem deutlich besser im Griff haben.

Gruß Andreas


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Danke für die ganzen Tipps bezüglich der Milchstrasse! :)

Die Rauschminderung hatte ich als ich die Bilder gemacht hatte schon schon auf "ein" gestellt. Es gibt eine andere Einstellung "Rauschunt.", was denke ich für Rauschunterdrückung steht ( bin mir aber nicht sicher), diese hatte ich auf "stark" gestellt. Vielleicht hilft es wenn ich dort etwas anderes einstelle, zur Not gehzt es heute Nacht nochmal raus :)


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Hast du denn vielleicht noch andere Objektive zur Verfügung? Wenn du mehr Licht durch die Tröte bringst, musst du nicht so lange belichten, ergo sinkt auch das Bildrauschen.

Ft-Linsen sind ja ansonsten auch oft günstig gebraucht zu finden, vielleicht erst da mal schauen, was noch geht, bevor du dir ne neue Kamera zulegst (für die du dann ja zwangsweise auch noch neue Linsen brauchst)

Liebe Grüße!

Patrick


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Wahrscheinlich eine dumme Frage aber was sinbd Ft-Linsen?

Die FT-Linsen gehören zu der Generation, wo in der Kamera noch ein Spiegel bei der Aufnahme klappert. Da gehört auch deine E-520 dazu. Sie sind abgelöst worden vom mFT-System. Da hier nun kein Spiegel mehr klappert (wei es keinen gibt), können Kameras und Objektive etwas kompakter gebaut werden. Deine Objektive sind optisch nicht schlecht, aber nicht besonders lichtstark. Gebrauchte FT-Linsen tauchen auf dem Markt oft für relativ kleines Geld auf. Für besonders lichtstarke (die du für deine Perseiden bräuchtest) musst du aber auch entsprechend mehr berappen. Für eine E-520 steht das in keinem günstigen Verhältnis.

Gruß

Andreas


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Die Rauschminderung hatte ich als ich die Bilder gemacht hatte schon schon auf "ein" gestellt. Es gibt eine andere Einstellung "Rauschunt.",

Ok, wenn das schon ein war - passt es. Der Rest ist themisches Rauschen. Wir haben gerade extrem hohen Temperaturen, das verschärft die Sache zusätzlich.

.,...dass der Sensor der E-510 bei -25 Grad praktisch nicht mehr rauscht, hilft Dir jetzt aber auch nicht ;-)

Die Rauschunterdrückung ist nichts anderes als ein Entrauschungsfilter. Der kostet Dir aber Details und macht man wenn überhaupt nur extern beider Bildbearbeitung.

Das Probate Mittel ist einfach: Genügend Licht, dass am Sensor ankommt, aber das geht bei Deinen Linsen sowieso nicht, und vom fixem Stativ gerade mal bei 7mm und ISO1600 oder mehr....... was bei den heutige Sensoren grad noch so la la geht.....

http://www.austrianaviationart.org/cms/die-richtige-belichtung/

Daher verwendet man dann andere Techniken wie Nachführung um länger belichten zu können und stacken vieler Bilder.

http://www.austrianaviationart.org/cms/category/astronomy/astrofoto/bildbearbeitung/

Allgemeiner vielleicht:

http://www.austrianaviationart.org/cms/fotografie-astrofotografie/

Siegfried


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Hallo Malte,

ich besitze ebenfalls die E-520. Was das Rauschen angeht habe ich aktuell sehr gute Erfahrungen

mit der Software Neat Image V 8.3 gemacht. (Auch als kostenloser Download mit geringfügig eingeschränkten Funktionen)

Damit kannst Du der E-520 rauschtechnisch einen Quantensprung nach vorn verschafften.

Probier es einfach mal aus und berichte von Deinen Erfahrungen.


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Keine dumme Frage, eher eingeschränkte Antwort. Schau mal hier http://de.wikipedia.org/wiki/Four-Thirds-Standard#Micro_Four_Thirds da ist der Unterschied sehr gut erklärt. Die gleiche Frage hatte ich vor ein paar Jahren auch gehabt.

Wilkommen hier im Forum, viel Spaß beim Himmel entdecken und iamsiggi ist aus meiner Sicht der qualifiziertest Tippgeber zum Thema Nacht und Sterne in diesem Kreis :-)

Beste Grüße

Frank


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Sieht aufjedenfall besser als vorher aus

Das liegt in den Augen des Betrachters. Vom Rausch her ist der Sensors sehr gleichförmig ohne grobe Strukturen zu bilden .... also alles bestens, auch die Helligkeit des Hintergrundes passt so. Ich habe mal einen Crop aus Deinen zwei ISO800 Bildern angefügt, der Cr399 (Kleiderbügel Haufen) zeigt. Den findest Du wie folgt: Unten rechts im 1/3 die hellen Sterne die ca ein Ellipse/Rhombus bilden mit rechts weg ein paar Sterne ist der Delphin, darüber kann man die hellen Sterne des Sternbild Pfeil (Sagitta) erkennen und darüber eben den (umgedrehten) Kleiderbügel....

Vergleiche mal beide Bilder, was du siehst: Du vernichtest eine Menge Signal. CR399 hat bei Dir sogar schöne Farben, denn da ist nicht überbelichtet. Die Fülle an schwachen Sternen ist weg.... Das hättest Du auch erreicht, wenn du nur den Hintergrund dunkler gemacht hättest. Entrauschen ist ein sehr sehr heikler Prozess. Der muss recht selektiv angewendet werden, denn es rauscht nur in den dunklen Bereichen. In den helleren zerstört es Details. Diese helleren Sachen musst Du mit einer Maske schützen, da sollte es bei besseren Entrauschungstools ja entsprechende Regler geben. (highlight mask, protect oder preserve Highlights oder so?)

Generell am Sternenhimmel zeigt man den Hintergrund (ca 15%-20% Helligkeit - so wie Dei ISO800 Bild ohne Entrauschung) denn da findet man jede Menge schwacher Strukturen.

Daher wird man immer sehr vorsichtig entrauschen, im wissenschaftlichen Bereich darf meist gar nicht entrauscht werden.

Generell ist es so, dass man in der Bildbearbeitung Prozesse wie Entrauschen oder Schärfen nicht in einem Rutsch anwendet. Denn es gibt da verschiedene Möglichkeiten, die alle ihre stärken und schwächen haben. Daher sollte man sich das vorher/nachher genau ansehen und zwar an den kritischen Stellen in der 1:1 Ansicht. Sobald das ein stärkere sichtbare Wirkung zeigt, sollte man die stärke zurücknehmen. So kann man sich in mehreren Schritten herantasten. Siegfried


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Ok, danke wieder für die professionellen Tipps ;)

Was ist denn zur Sternschnuppenfotografie zu empfehlen ( kleine Brennweite mit langer belichtungszeit oder lieber eine grosse brennweite ( zB. 100 mm ) mit kürzerer Belichtungszeit) ? Wenn man mit der grösseren Brennweite fotografieren würde müsste man doch eigentlich glück haben, wenn man eine sternschnuppe mit aufs bild bekommt, da der Bildausschnitt ja entsprechend kleiner ist. Oder irre ich mich?

LG


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Ja, je größer die Brennweite, desto weniger Feld.

Die Sternschnuppen kann man aber im sehr weitem Umfeld sehen .... das ginge sich nur mit einer "AllSky" Camera die 360 grad abbildet aus. Selbst mit 7mm Objektiv, das ja ca 110 Grad Bildwinkel hat kann man nur einen kleinen Teil einfangen.

Es kommt halt auch drauf an, ob sich die Erde zu unserer Nachtzeit gerade im Hauptstrom des Kometenmüll, den uns Swift Tuttle hinterlassen hat, befindet. Das kann man nicht wirklich zuverlässig vorhersagen. Aber man wird mehr sehen, wenn es dunkler ist - oder die Optik mehr Licht durchlässt. Die wirklich Großen sind aber halt seltener, die hat man immer drauf. Sie leuchten oft 2-3 Sekunden nach und man sieht eine grüne Rauchwolke.... Generell ist es aber so, dass man in jeder Nacht hellere Sternschnuppen sehen kann, man muß halt nur gerade dahin schauen ..... In den letzten 2 Wochen habe ich vermehrt welche gesehen - so 5 pro Nacht. Das Problem der langen Brennweiten ist aber eben nicht nur das geringe Gesichtsfeld: Je länger die Brennweite, desto lichtschwächer sind sie in der Regel....... wenn es bezahlbar bleiben soll. Und vom fixem Stativ, desto kürzer ist die mögliche Belichtungszeit bis man sieht dass die Sterne wandern.

BTW: Batterie laden nicht vergessen !!!

Siegfried


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