Jump to content
Die PEN, OM-D & E-System Community
Melde dich an, um diesem Inhalt zu folgen  
Kauz

Blende bei Landschaftsaufname M.Zuiko 45mm 1.8

Empfohlene Beiträge

Hallo,

ich habe eine M10 Mark II mit einem M.Zuiko 45mm 1.8 Objektiv.

Meine Fotografieerfahrungen sind noch recht bescheiden. Ich möchte ein Panoramafoto aus mehreren Einzelbildern erstellen. Stativ ist vorhanden.

Was ich noch nicht so richtig verstanden habe ist, welche Blendeneinstellung für Landschaftsaufnahmen am besten sind. Es wird oft geschrieben, Blende 8-11.

Muss ich das in meinem Fall noch umrechnen? Also wäre Blende 8 dann Blende 4 bei mir?

Kann mir zufällig jemand sagen, welche Blende in meinem Fall die besten Ergebnisse liefert?

Lieben Gruß

Marcel


Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Hallo Marcel,

versuche es doch einfach einmal mit verschiedenen Blendeneinstellungen und finde für dich den besten Wert heraus.

Beste Grüße

Eric


Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Ich habe eine OM-D E-M10 Mark II mit einem Objektiv M.Zuiko 1:1,8/45 mm.[...].welche Blendeneinstellung für Landschaftsaufnahmen am besten sind. Es wird oft geschrieben, Blende 8 - 11.

Das gilt für Kleinbild-Format.

.

Muß ich das in meinem Fall noch umrechnen?

Allerdings.

.

Also wäre Blende 8 dann Blende 4 bei mir?

Ja, genau.

Die höchste Maximalschärfe erreichen die meisten M.Zuikos (auch das 1,8/45) bei mittleren Blenden so im Bereich zwischen f/2,8 und f/5,6. Weiter abblenden sollte man nur dann, wenn man die erhöhte Schärfentiefe auch tatsächlich braucht.

Insgesamt aber solltest du dir über die "richtige" Blende nicht so schrecklich viele Gedanken machen. Wenn du wirklich völlig freie Wahl hast, dann nimm Blende 4. Doch wenn's düster ist oder wenn du einen unscharfen Hintergrund wünschst, dann blende so weit auf wie nötig. Wenn's zu hell ist oder wenn du mehr Schärfentiefe brauchst, dann blende so weit ab wie nötig. Dazu ist die Blende da.


Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Vielen Dank für eure Antworten.

Also bei meinem ersten Versuch hatte ich f11 eingestellt und empfand die Tiefenschärfe eigentlich recht gut. Mit f4 würde es dann wahrscheinlich nicht mehr so scharf sein.

Wenn man die Tiefenschärfe haben möchte, wie weit könnte man denn da hochgehen ohne, dass es totaler Mist wird? Mit f22 wäre das wahrscheinlich nicht mehr so das wahre oder?


Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Muß ich das in meinem Fall noch umrechnen?

Allerdings.

.

Also wäre Blende 8 dann Blende 4 bei mir?

Ja, genau.

Nein, sorry, das ist so pauschal einfach nicht richtig! Die Unterschiede hinsichtlich der Tiefenschärfe sind abhängig von der Pixelgröße und dem Pixelabstand, nicht von der Sensorgröße!

Ja, KB-Sensoren haben meist einen deutlich größeren Pixelabstand als die gängigen mFT Sensoren. Aber so pauschal, wie Du das hier darstellst, stimmt das nicht. Ein 20MP mFT Sensor hat hinsichtlich der Tiefenschärfe / Freistellung ein gleichen Eigenschaften, wie ein 80MP KB Sensor.


Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Also, bei meinem ersten Versuch hatte ich f/11 eingestellt und empfand die Tiefenschärfe eigentlich recht gut. Mit f/4 würde es dann wahrscheinlich nicht mehr so scharf sein.

Ich sagte doch gerade – wenn du mehr Schärfentiefe brauchst, dann blende weiter ab. Und zwar so weit wie nötig. Wenn die Schärfentiefe bei f/11 grad genau so groß ist, wie du sie haben willst, so wäre es unsinnig, auf f/22 abzublenden ... und noch unsinniger, auf f/4 aufzublenden. Würde es aber selbst bei f/11 noch nicht reichen, denn nimm eben f/16 oder f/22. Natürlich gibt's dann eine gewisse Beugungsunschärfe. Aber eben auch mehr Tiefenschärfe. Für das eine Bild ist dieses wichtiger, für das andere Bild jenes. Es kommt eben immer ganz auf den Bildinhalt und die Bildabsicht an. Höchste Maximalschärfe in einem kleinen Bereich nützt gar nichts, wenn das Bild davon lebt, daß es von vorn bis hinten scharf ist.

Wenn man genug Zeit hat, das Motiv statisch ist und die Kamera auf dem Stativ steht, dann könnte man unter Umständen auch einen Fokus-Stapel anfertigen. Aber das ist auch wieder ein Sack voll Flöhe ...

.

Wenn man die Tiefenschärfe haben möchte, wie weit könnte man denn da hochgehen, ohne daß es totaler Mist wird? Mit f/22 wäre das wahrscheinlich nicht mehr so das wahre, oder?

Immer so weit wie nötig (aber nicht weiter). Wenn du nicht weißt, wieviel nötig und was zuviel ist, dann probier's doch einfach aus!

.

Die Unterschiede hinsichtlich der Tiefenschärfe sind abhängig von der Pixelgröße und dem Pixelabstand, nicht von der Sensorgröße!

Merkwürdig, wie sich dieser Irrglaube seit Beginn des Digitalzeitalters durch die Hirne und durchs Internet frißt. Früher, als man noch auf Film fotografierte, kam niemand auf die Schnapsidee, die Schärfentiefe hinge irgendwie von der Korngröße des Filmmaterials ab. Tatsächlich spielt der Pixelabstand in diesem Zusammnhang nicht die allergeringste Rolle. Entscheidend ist – früher wie heute und auch in ferner Zukunft – allein der subjektive Eindruck von "gerade noch hinreichender" Schärfe im Auge des Betrachters. Dieser hängt ab vom Aufnahmeformat, von der Vergrößerung des Bildes und vom Betrachtungsabstand. Wird das Verhältnis von Bildgröße und Betrachtungsabstand in einer sinnvollen und praxisgerechten Weise normiert (Betrachtungsabstand etwa gleich Bilddiagonale), so bleibt als einziger Parameter die Größe des Aufnahmeformates bzw. direkt proportional dazu der sog. maximal zulässige Streukreisdurchmesser. Der Pixelabstand kommt in diesem Zusammenhang überhaupt nicht vor.

.

Ein 20-MP-4/3-Sensor hat hinsichtlich der Tiefenschärfe/Freistellung die gleichen Eigenschaften wie ein 80-MP-KB-Sensor.

Blödsinn.


Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Vielen Dank, da hast du mir sehr geholfen. Ich gehe die Woche dann mal raus zu dem Motiv, was ich fotografieren möchte und probiere etwas rum. :)


Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Sichtbare Beugungsunschärfe setzt bei diesem Objektiv, zumindest bei meinem Exemplar, nach Blende 9 ein. Deshalb hab ich Blende 8 bzw. 9 , wenn ich Landschaftsbilder gemacht habe die ich zusammengesetzt habe.

Generell mache ich mit all meinen Motiven, eine Blendenreihe Test - und schau wo die beste Abbildungsleistung bei welcher Blende liegt und vor allem wann die Beugungsunschärfe einsetzt. Dann weiß man bis weit man die Blende ausreizen kann.


Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Hallo Marcel,

wenn du ein Landschaftsfoto aus mehreren Einzelbildern zusammensetzen möchtest, solltest Du Dir nicht nur Gedanke über die Blende machen, sondern auch über Fokuspunkt, Belichtung und Nodalpunkt.

Stell Dir als Bespiel ein zusammengesetztes Panoramafoto vor, in dem links nahe der Kamera Bäume stehen und rechts eine weite Weise. Stell Dir weiter vor, im linken Teil ist es eher dunkel und im rechten Teil eher hell. Überlässt Du nun der Kamera die Fokus- und Belichtungsmessung, wird im linken Teil im Nahbereich alles scharf und länger belichtet, im rechten Teil wird eventuell vom Autofokus auf ein viel weiter entferntes Objekt scharf gestellt und kürzer belichtet, weil es dort heller ist. Zusammengesetzt passen dann die Einzelbilder von der Schärfe und Belichtung nicht mehr zusammen.

Meine Vorgehensweise:

1. Fokuspunkt:

Ich überlege mir, in welcher Entfernung mein Fokuspunkt liegen soll, fokussiere auf ein Objekt in dieser Entfernung und stelle dann den Autofokus ab; oder ich fokussiere direkt manuell.

2. Schärfetiefe:

Ich überlege mir, wieviel vor und hinter dem Fokuspunkt scharf sein soll. Daraus ergibt sich dann die Blende.

Die Schärfentiefe ist abhängig von Brennweite, Entfernung und Blende. Bei 45mm Brennweite und einem Fokus auf 5 Meter beträgt die Schärfentiefen bei Blende 2,8 ca. 4,55 m - 5,55 m, bei Blende 5,6 schon 4,17 m - 6,23 m. Für die Schärfentiefe gibt es Tabellen oder auch Apps, die die Schärfentiefe berechnen.

3. Belichtung:

Die Einzelbilder sollten alle gleich belichtet sein. Daher stelle ich die Kamera auf Zeitautomatik (A), stelle einen festen ISO-Wert ein (z.B. ISO 200), fokussiere mit der gewünschten Blende auf das Objekt und merke mir dann ISO-Wert, Blende und Verschlusszeit. Dann wechsel ich in den manuellen Modus (M), stelle gemerkte ISO, Blende und Verschlusszeit ein. So habe ich im zusammengesetzten Bild überall die gleiche Belichtung.

4. Nodalpunkt (für den Anfang erstmal nicht so wichtig):

Bei zusammengesetzten Panoramen aus Einzelbildern muss die Drehung der Kamera über die Sensormitte erfolgen (ich weiß, dass ist jetzt nicht vollständig beschrieben, aber ich will es nicht noch mehr komplizieren), sonst gibt es Verschiebungen einzelner Objekte zueinander im Gesamtbild. Schwenktst Du z.B. Deine Kamera auf einem Stativ mit Kugelkopf ins Hochformat, so dreht sich die Kamera nicht mehr über die Sensormitte. Dafür benötigst Du ggf. einem L-Winkel. Ausserdem muss Du die Kamera auf dem Stativ je nach Objektiv nach vorne oder hinten schieben. Wie das genau geht, findest Du in Anleitungen im Netz.

Ich hoffe, dir geholfen zu haben und es nicht all zu kompliziert bechrieben zu haben und gehe jetzt ins Bett.

Gute Nacht.

Grüße, Matthias


Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Blödsinn.

Mache ein Bild mit einem KB-Sensor, beschneide das Bild auf das mFT Format. Was ändert sich an der Tiefenschärfe? Richtig, genau gar nichts. Nichts anderes passiert bei einem kleineren Sensor.

https://fstoppers.com/education/no-larger-sensors-do-not-produce-shallower-depth-field-254158

https://www.youtube.com/watch?v=ZUbU6exONdU

Blödsinn? *Kopfschüttel*


Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Meine Fotografieerfahrungen sind noch recht bescheiden. Ich möchte ein Panoramafoto aus mehreren Einzelbildern erstellen. Stativ ist vorhanden.

Fangen wir erstmal klein an:

Deine Kamera hat 'nen Panorama-Assistenten (Moduswählrad SCN). Die Automatik ermittelt für Dich Belichtung, Fokus und Blende mit der ersten Aufnahme und behält diese für alle folgenden bei. Auf dem Monitor siehst Du ein Schema, damit Du Bilder mit genug Überlappung machen kannst. Die Drehrichtung (Pfeil) kannst Du mittels Vierwege-Wippe ändern. Es können maximal 10 Aufnahmen gemacht werden, dann musst Du die Session mit OK abschliessen.

Gruss Bernhard

P.S. Einfache Panos gehen auch Freihand: http://www.panorama-bauer.ch/mein_fotografisches_schaffen/wide-sichten_/index.html#


Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Vielen Dank für die ausführliche Beschreibung. Bei meinem ersten Versuch bin ich sogar schon so vorgegangen. Außer über den Nodalpunkt habe ich mir keine Gedanken gemacht.

Die Einzelbilder habe ich mit hugin zusammen gefügt. Das Ergebnis gefällt mir eigentlich schon recht gut. Das Bild ist über 60MB groß, sonst würde ich es mal zeigen.

Kennt jemand zufallig eine Internetseite wo man Informationen bezüglich Blendenwerte von bestimmten Objektiven auslesen kann?


Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Die Einzelbilder sollten alle gleich belichtet sein. Daher stelle ich die Kamera auf Zeitautomatik (A), stelle einen festen ISO-Wert ein (z.B. ISO 200), fokussiere mit der gewünschten Blende auf das Objekt und merke mir dann ISO-Wert, Blende und Verschlusszeit. Dann wechsel ich in den manuellen Modus (M), stelle gemerkte ISO, Blende und Verschlusszeit ein. So habe ich im zusammengesetzten Bild überall die gleiche Belichtung.

Korrekt! So mache ich das auch.


Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Außer über den Nodalpunkt habe ich mir keine Gedanken gemacht.

Der Nodalpunkt (korrekter Weise nennt man das Eintrittspunkt, hat sich aber so eingebürgert) ist nur dann wichtig, wenn bei deinem Panorama im Vorgergrund zum Beispiel Zaun oder Mauer oder irgendwas zu sehen sind.

Stimmt der Eintrittspunkt nicht, hat die Stitching-Software Schwierigkeiten, Bildelemente im Vorder- und Hintergrund zusammen zu fügen. Das Ergebnis wäre an manchen Stellen sogenannte Knicks an den Linien.

Den Nodalpunkt kann man durch Verschieben längst der Objektivsachse festlegen. Wo der Punkt ist, kann man durch ausprobieren zweier verschieden entfernte Objekte und durch Schwenken herausfinden. Dabei den Sucher oder Livebild auf dem Display beobachten ob die seitlichen Abstände zweier Objekte zueinander beim Schwenken nicht verändert. Dann ist der Punkt gefunden.

Hinweis: bei einem Zoomobjektiv ändert sich der Punkt beim Zoomen!

Gruß Pit


Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Die Einzelbilder sollten alle gleich belichtet sein. Daher stelle ich die Kamera auf Zeitautomatik (A), stelle einen festen ISO-Wert ein (z.B. ISO 200), fokussiere mit der gewünschten Blende auf das Objekt und merke mir dann ISO-Wert, Blende und Verschlusszeit. Dann wechsel ich in den manuellen Modus (M), stelle gemerkte ISO, Blende und Verschlusszeit ein. So habe ich im zusammengesetzten Bild überall die gleiche Belichtung.

Korrekt! So mache ich das auch.

Ich auch aber ich stelle zusätzlich noch den Weißabgleich von Auto auf einen passenden Wert (z.B. Sonnenlicht), dann sehe zumindest ich besser, ob der Gesamteindruck passt. Den tatsächlichen WA muss man nachher im RAW Konverter meist sowieso einheitlich einstellen aber so sind die Ausgangsbilder schon näher dran.


Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

noch den Weißabgleich von Auto auf einen passenden Wert

Stimmt, auch der Weißabgleich sollte man sich vorher festlegen, wenn man nur JPG fotografiert. Bei Raw kann man das hinterher im Konverter machen.

Gruß Pit


Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Mache ein Bild mit einem Kleinbild-Sensor, beschneide das Bild auf das Vierdrittel-Format.

Warum sollte ich so etwas dummes tun? Dann hätte ich ja keine Kleinbild-Aufnahme mehr, sondern effektiv eine Vierdrittel-Aufnahme.

.

Was ändert sich an der Tiefenschärfe? Richtig, genau gar nichts.

Von wegen! Die Tiefenschärfe wird geringer. Denn schließlich müßte ich den nunmehr kleineren Ausschnitt umso stärker vergrößern, um wieder auf die gleiche Print-Größe zu kommen. Demzufolge reduziert sich der maximal zulässige Streukreisdurchmesser entsprechend, und damit auch die Tiefenschärfe.

Wer das jetzt verwirrend findet – also daß das kleinere Aufnahmeformat die geringere Schärfentiefe liefert –, der übersieht den Einfluß der Brennweite. Bei gleicher Brennweite liefert das kleinere Aufnahmeformat tatsächlich die kleinere Schärfentiefe. Bei gleichem Bildwinkel, also entsprechend kürzerer (äquivalenter) Brennweite, liefert das kleinere Aufnahmeformat die größere Schärfentiefe. Denn die Schärfentiefe verhält sich proportional zur linearen Größe des Aufnahmeformates und zugleich umgekehrt proportional zum Quadrat der Brennweite. Der Einfluß der kürzeren Brennweite übertrifft also den des kleineren Formates.

Und noch einmal: Mit der Pixelgröße bzw. dem Pixelabstand hat all dies überhaupt gar nichts zu tun.

.

Sichtbare Beugungsunschärfe setzt bei diesem Objektiv, zumindest bei meinem Exemplar, nach Blende 9 ein. Deshalb hab ich Blende 8 bzw. 9, wenn ich Landschaftsbilder gemacht habe, die ich zusammengesetzt habe.

Das ist nicht nur bei deinem Exemplar so, sondern bei allen Vierdrittel- und Mikrovierdrittelobjektiven. Denn die Beugungsgrenze hängt vom Aufnahmeformat ab. Nicht umsonst funktioniert der Hi-Res-Modus einiger OM-D-Modelle (und der Pen-F) nur bis Blende 8, denn bei kleineren Blenden würde die überhandnehmende Beugungsunschärfe den Nutzen der Hochauflösung gleich wieder zunichtemachen.

Obwohl – "Grenze" ist in diesem Zusammenhang eigentlich nicht so ganz das richtige Wort. Denn die Beugung setzt nicht urplötzlich bei einer ganz bestimmten Blende ein, sondern ist immer vorhanden und nimmt beim Abblenden kontinuierlich zu. Als "Grenze" definiert man die Blende, ab der die Beugungsunschärfe beginnt, im Bild bei genauem Hinsehen gerade so erkennbar zu werden. Und wer es beim Hinsehen mit der Genauigkeit übertreibt, also gar nicht das Bild anschaut, sondern am Monitor in 200-%-Ansicht die Pixel einzeln inspiziert, der wird den Einfluß der Beugung schon früher, also bei größeren Blenden entdecken. Für die Wirkung des Bildes aber wäre das unerheblich.

.

Dann weiß man, bis wie weit man die Blende ausreizen kann.

Wie weit man die Blende "ausreizen" kann, hängt ganz davon ab, was man erreichen will. Im Vierdrittel-Format wähle man für höchste Maximalschärfe in der Einstellebene f/4 oder f/5,6. Für den besten Kompromiß aus möglichst großer Schärfentiefe und möglichst hoher Maximalschärfe (förderliche Blende) wähle man f/8 oder f/9. Für maximale Schärfentiefe wähle man Blenden zwischen f/11 und f/22 und nehme ein wenig Beugung billigend in Kauf. Denn soo schlimm ist das mit der Beugungsunschärfe auch wieder nicht. Ein Bild mit großer Tiefenschärfe kann trotz leichter Beugungsunschärfe für das Auge des Betrachters insgesamt schärfer wirken als eines, das zwar die höhere Maximalschärfe, aber dafür weniger Tiefenschärfe aufweist.

Insgesamt wird die Sache mit der Beugung unter Hobbyfotografen heutzutage viel zu hoch aufgehängt. Das richtige, zum Bildinhalt passende Maß an Schärfentiefe zu treffen ist für ein gutes Bild viel wichtiger, als um jeden Preis der Beugung aus dem Wege zu gehen.


Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Die Einzelbilder sollten alle gleich belichtet sein. Daher stelle ich die Kamera auf Zeitautomatik (A), stelle einen festen ISO-Wert ein (z.B. ISO 200), fokussiere mit der gewünschten Blende auf das Objekt und merke mir dann ISO-Wert, Blende und Verschlusszeit. Dann wechsel ich in den manuellen Modus (M), stelle gemerkte ISO, Blende und Verschlusszeit ein. So habe ich im zusammengesetzten Bild überall die gleiche Belichtung.

Korrekt! So mache ich das auch.

Warum so kompliziert.

Ich stelle alles auf Manuell! Zeit, Blende, ISO, Fokus und WB, denn in Manuell kann man auch die Belichtung messen! Das haben wohl einige Fotografen inzwischen vergessen ;-)

Mein aktuelles Beispiel:

https://www.oly-forum.com/gallery/view/vaison-la-romaine-roemerbruecke?set=img_user:8816


Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Hallo Andreas,

du hast natürlich recht, das geht .-)

Pit hat ja den Nodalpunkt ausführlicher beschrieben, Bernhard die Panoramautomatik.

Ich möchte noch hinzufügen, dass Olympus weitere unterstützende Funktionen zur Verfügung stellt.

Einmal AEL (Auto Exposure Lock). Damit wird die Belichtung gespeichert, ich brauche also nicht mehr in den manuellen Modus wechseln.

Dann noch AFL (Auto Focus Lock). Damit wird der akt. Fokuspunkt gespeichert.

Grüße, Matthias


Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Klar kann man das auch mit den Speichertasten machen. Ich frage mich in solchen Fällen aber weshalb. Es wurde anscheinend vor lauter Automatiken vergessen wie man manuell fotografiert.

Ich stelle zum Beispiel bei Panoramen die Belichtung auf Manuell ein und schwenke unter Beachtung der Lichter- und Schattenwarnung um ggf. zu korrigeren zu können. Das geht schneller als mit der Speicherung. Auch habe ich herbei die völlige Kontrolle über Blende und Zeit. Aber jeder wie er mag.


Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Man muß deutlich weiter abblenden, um auf die gleiche Schärfentiefe zu kommen ... wie zu erwarten war.

Genau deshalb habe ich mich damals für MFT entschieden - man muss nicht dauernd abblenden! ;-)

Und nun lasst es bitte gut sein, nach diesem Dürresommer habe ich für... Pixelabstände keine Nerven mehr.


Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Anbei mal mein erster Versuch. Das Bild besteht aus drei Reihen Einzelbildern. Ich habe es mal für den Upload hier runter skaliert.


Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Martins Theorie zufolge sollte also die Schärfentiefe der Kleinbildkamera bei gleicher Blende viel größer sein als die der µ4/3-Kamera.

Ich darf Dich höflichst darum bitte, mir nicht Dinge in den Mund zu legen, die ich so nie gesagt oder geschrieben habe! Darf ja nicht wahr sein!

Bei gleicher Blende kann man mit KB besser freistellen als mit mFT. Ich habe nie was anderes behauptet. Ich habe lediglich geschrieben, dass man das nicht pauschal am Sensorformat festmachen kann! Da spielen noch ein paar andere Faktoren rein.

Und wenn Du Dir dies es Video https://www.youtube.com/watch?v=ZUbU6exONdU mal genau ansiehst, dann werden vielleicht ein paar Dinge klarer.

Und was Du über die sich ändernde Tiefenschärfe bei Ausschnitt schreibst.... Nee, laß mal, ich bin raus aus der Diskussion. Macht echt keine Laune.

So long


Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Martins Theorie zufolge sollte also die Schärfentiefe der Kleinbildkamera bei gleicher Blende viel größer sein als die der µ4/3-Kamera.

Ich darf dich höflichst darum bitte, mir nicht Dinge in den Mund zu legen, die ich so nie gesagt oder geschrieben habe! Darf ja nicht wahr sein!

Oha! Wenn ich dich falsch verstanden habe, dann tut's mir leid.

.

Ich habe lediglich geschrieben, dass man das nicht pauschal am Sensorformat festmachen kann! Da spielen noch ein paar andere Faktoren rein.

Ach so. Dann hatte ich dich doch nicht falsch verstanden. Warum also regst du dich so auf?


Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Join the conversation

You can post now and register later. If you have an account, sign in now to post with your account.

Gast
Auf dieses Thema antworten...

×   Du hast formatierten Text eingefügt.   Formatierung jetzt entfernen

  Only 75 emoji are allowed.

×   Dein Link wurde automatisch eingebettet.   Einbetten rückgängig machen und als Link darstellen

×   Dein vorheriger Inhalt wurde wiederhergestellt.   Clear editor

×   Du kannst Bilder nicht direkt einfügen. Lade Bilder hoch oder lade sie von einer URL.

Melde dich an, um diesem Inhalt zu folgen  

  • Wer ist Online   0 Benutzer

    Keine registrierten Benutzer online.

×
×
  • Neu erstellen...

Wichtige Information

Wenn Sie diese Seite nutzen, stimmen Sie den Community-Regeln zu. Wir haben Cookies gesetzt, um die Bedienung des Forums zu verbessern. Du kannst deine Cookie-Einstellungen anpassen, andernfalls gehen wir davon aus, dass du damit einverstanden bist. Mehr Informationen in unserer Datenschutzerklärung