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Ignoriert

Schärfen in LR vs. Schärfen der Kamera


Gast

Empfohlene Beiträge

Hallo Zusammen,

ich habe jetzt sehr viele RAWs aus dem letzten Mallorca Urlaub in LR6 entwickelt. Ich habe alle Aufnahmen als JPG+RAW gemacht. Mir persönlich kommt es so vor, dass die Kamera beim Entwicklen der JPGs den Spagat zwischen Schärfen und Rauschreduzierung teilweise besser hinbekommt, als ich das in LR einstellen kann.

Zusätzlich ist es bei manchen Aufnahmen so, dass in LR der Betrag 25 schon ausreichend ist, um das RAW zu schärfen (auf das Niveau des JPG), bei anderen wiederum eine viel höhere Anpassung notwendig ist. Bei Landschaftsaufnahmen, bei denen sich im Vordergrund Gräser oder so befinden, kommen mir die entwickelten RAWs im Detailbereich auch oft leicht matschig vor.

Kann mir jemand Tipps geben, wie ich das ausgleichen kann? Ich habe mal gelesen, dass ein guter Richtwert ein Schärfebetrag von 100 - Luminanz sei. Aber bei einer Schärfung von 50 würde das ja eine Luminanz von 50 bedeuten, was das Bild ja wieder komplett weich macht?

Ich fotografiere mit der OMD-EM 10 Mark II mit Kitobjektiv.

Viele Grüße, Stilges


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Daran laboriere ich seit ein paar Jahren rum und kriegs nicht hin. Wäre schön, wenn jemand hier eine Art Rezept hätte.

Kann ich bestätigen.

Vor allem bei höheren ISOs ist es hart bis unmöglich an den Look der JPEGs zu kommen.

Ich nehme bei meinen Portraits immer einen Betrag zwischen 40 und 55, die Luminanzentrauschung setze ich erst ab ca. ISO 1600 ganz dezent ein was aber selten vorkommt. Richtwert: Vom ISO-Wert die letzten beiden Nullen weg und das als Wert.

André


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Ich habe mal gelesen, daß ein guter Richtwert ein Schärfebetrag von 100 - Luminanz sei.

Huch!? Wo liest man denn so etwas? Das ist kein Richtwert, sondern blanker Humbug.

Bei niedriger Maskierung sollte der Schärfebetrag so zwischen 10 und 20 liegen, bei stärkerer Maskierung zwischen 20 und 30. Beträge nennenswert darüber sind nur ganz selten sinnvoll ... eigentlich fast nie.

Wenn man nach der Eingangsschärfung dem Bild ansieht, daß es überhaupt geschärft wurde, so war es zu viel. Ein häufiges Problem besteht darin, daß viele Leute die Eingangsschärfung als eine Art vorweggenommene Ausgabeschärfung mißbrauchen.

Und ja – die Kamera-JPEGS sind bei Olympus traditionell sehr gut.


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Ja, die Olympus Engine zur Entwicklung ist zwar super-langsam (weil sie moderne Prozessoren miserabel ausnutzt), aber qualitativ wirklich gut.

Mein Default-Startwert für das Schärfen in LR ist 25, und ich gehe dann normalerweise erst mal in der Maskierung etwas hoch, bevor ich daran rumdrehe.

Schärfen ist wirklich eine Kunst für sich. Könnte man auch einmal einen Thread zu aufmachen anhand eines zur Verfügung gestelten RAWs ;-)

Klaus


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Die Schärfe im LR stelle ich meist auf 30, Maskierung meist bei 70-80, manchmal höher. Radius schwanke ich zwischen 0,7 bis 1,1 und Detail bei 30, selten höher.

Ich gehe so vor: - 1:1 Ansicht und den Ausschnitt auf den Bild wichtigen Bereich - Bevor man den Regler betätigt, die ALT-Taste gedrückt halten. - Maskierung bei 70, und zwar soweit bis die homogene Fläche eine durchgehend schwarze Fläche hat - Detail erst mal auf 0 stellen - Schärfe auf 30 - Radius mit gedrückter ALT-Taste einstellen, dass die Konturen an den Kanten nicht zu dick sind (sonst wird überschärft) - Zum Schluss die Details, mit gedrückter ALT-Taste, anheben, dass die feinen Details leichte Konturen bzw. Strukturen bekommen. Nicht zu hoch (sonst sieht überschärft aus).

Es ist wichtig, dass die 1:1-Ansicht aktiviert ist.

Ansonsten habe ich meist 30 - 0,8 - 30 - 70 (S - R - D - M) auf die Schnelle eingestellt.

Gruß Pit


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Ja das ist so,

die JPG Engine der Kameras ist etwas besser. Trotzdem verwende ich meist das RAW und akzeptiere das etwas höhere Rauschen. Wenn du aber auf das Niveau der JPG- Engine in der Kamera kommen willst, habe ich 2 Empfehlungen für dich: 1. Nik Dfine und Topas DNoise, die nutze ich beide als Photoshop- Plug In. Und dann entrausche ich oft selektiv. Dabei schafft der Topas- Filter am besten den Kompromiss zwischen gutem Erhalt der Schärfe und effektivem Entrauschen. Nik ist bei der selektiven Bearbeitung klar besser.


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Ich benutze kein LR, sondern SilkyPix. Das Programm geht offensichtlich so vor, dass es "Smoothing" macht, bis die Körnung verschwunden ist, gleichzeitig aber Details und Linien nachschärft.

Es gibt es 4 verschiedene Modi, wobei der neue (und unpraktischte) so funktioniert wie in LR.

Was sich kompliziert anhört, funktioniert in der Praxis sehr gut und entlastet meine Arbeit. Eher noch setze ich den Smooth-Regler bei hohen ISO etwas zurück, da mich etwas Korn nicht stört. Und bei Landschaft benutzte ich den Modus "Pure Detail", der wirklich alles aus der Aufnahme rausholt.

Eine gute Sache ist es, grundsätzlich ein scharfes Objektiv einzusetzen. In meiner MFT-Sammlung ist da das Panasonic 42,5mm / f1,2 wirklich hervorragend, aber auch das FT 150mm / f2. Dann bekommt man auch eine hohe und zugleich natürliche Schärfe. Das sieht man immer sehr schön bei Blattwerk.


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Die Frage der Schärfe koppelt sich für mich automatisch an die Frage des Ausgabemedium, also wofür wird das Foto gebraucht. Bildschrimansichten sind schön und gut, aber wer schleppt schon seine Bildschimansicht 1:1 durch die Welt.

Wenn das Wofür klar ist, wird das Werkzeug der Wahl wie oben beschrieben eingesetzt. Und weniger ist besser, weil z.B. im Druck eh viele Feinheiten absaufen.


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Oh, vielen Dank schonmal für die zahlreichen Antworten auf meinen ersten Beitrag hier.

Was die Detail-Werte in LR angeht, dann habe ich es wohl stellenweise etwas übertrieben. LR importiert die RAWs mit einem S-Betrag von 25, dene habe ich oft auf 50 hochgeschoben, obwohl das Bild eigentlich ja schon scharf war. Maskierung mit der ALT-Taste ist klar, da komme ich auch in der Regel auf einen Wert von 70, damit alle Flächen ungeschärft bleiben.

Da werde ich dann wohl mal mit einer kleineren Reihe von Fotos ausprobieren müssen, ob die leichte Anpassung von JPGs bei den meisten der Bilder nicht doch ausreichend ist.


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