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Bayern - Volksbegehren für Artenvielfalt

Empfohlene Beiträge

vor 4 Stunden schrieb Georg Schuh:

Naja, wenn Berufsgrüne für Dich ein politischer Kampfbegriff ist, wie ist denn dann die korrekte Bezeichnung für Menschen, die ihren Lebensunterhalt als grüner Politiker, Angestellter in NGOs oder freie Campagnerin in diesem Bereich usw. verdienen [...]

Ich versuche, die Welt differenzierter zu betrachten. Und dementsprechend nach Möglichkeit gar keine unpassend pauschalisierenden, verschubladenden Begriffe zu verwenden, deren Inhalt ich auf Nachfrage – wenig "analytisch" – mit sowas wie "in diesem Bereich usw." zu beschreiben versuchen müsste.

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Das Volksbegehren verlangt ja nicht etwa 100% Bio-Anbau, sondern nur eine erhöhte Quote, dich ich für sinnvoll halte. Jeglicher Ackerbau zum Zweck der Energiegewinnung ist natürlich ökologisch eine Katastrophe. Jede Solarzelle bringt pro Fläche ein Vielfaches an Ertrag an Energie wie jeglicher Anbau. Die Photosyntese ist energetisch nämlich nicht besonders effizient. Dazu kommt, das man Felder sogar bis ca. 30% mit Solarzellen überdachen kann, ohne den Ertrag einzuschränken. Alternativ kann man unter den Solarzellen auch einfach Wildwuchs zulassen, der der Artenvielfalt zu Gute kommt. Wir haben also noch sehr viele Möglichkeiten, die Fläche sowohl ökologischer als auch effizienter zu Nutzen, noch lange nicht ausgenutzt.

Peter

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vor 10 Stunden schrieb Peter Herth:

Dazu kommt, das man Felder sogar bis ca. 30% mit Solarzellen überdachen kann, ohne den Ertrag einzuschränken.

Theorie & Praxis.

Das wird in einem möglich sein. Aber die Module müssen am Boden verankert und aufgeständert werden. Dabei müssten für die Erntemaschinen Abstände und Mindesthöhen eingehalten werden. Durch die dementsprechende Höhe müssen die Ständerwerke erhebliche Dimensionierungen haben, damit das beim ersten lauen Lüftchen nicht wegfliegt. Dadurch gibt es zwangsläufig Ertragsverluste durch die nicht nutzbare Fläche und die immensen Kosten der PV Installation. - Forget it.

Was sicher machbar wäre, wäre auf Weideflächen PV zu installieren. Das gibt's ja schon. Derzeit laufen dann da Schafe, um den Bewuchs kurz zu halten. Für die Bienen ein klitzekleiner Fortschritt, Chemie brauche ich nicht und die Schafe entsorge ich bei erreichtem Mindestgewicht in der Küche. Anstatt Maismono ggf ein Fortschritt. Aber der Biogas/Mais Trakt hat ggü PV den Vorteil, dass er stetiger Energie liefert. PV auf externen Großflächen halte ich aus Umweltgründen auch nicht für so richtig prickelnd. Dezentral mit Speicher oder zur Deckung örtlicher Grundlasten gerne. Aber ganze Äcker damit? …. 
Der Bauer nach Nord hat jetzt wieder Roggen auf dem Acker. Weiter rechts Raps und nach links wieder der Mais.

Noch vor 10 Jahren war in den Obstbäumen zur Blütezeit das Brummen und Schwärmen der Bienen ein Erlebnis. Wenn heute überhaupt mal was summt, ists meist eine Hummel. Oder eine Fliege.  Bienen? Vielleicht eine Handvoll gleichzeitig in einem großen Apfelbaum. Ob die wohl Überstundenzulagen bekommen?

Das Insektensterben ist ja nicht plötzlich aufgetreten. Bauern haben schon immer in den letzten Jahrzehnten intensiv gespritzt. Und damals teils noch heftigere Sachen. Seit Jahren gehen die Insekten zurück. Seit Jahren bekommen die Bauern mehr Auflagen und es gibt jetzt sogar Bio. Auf der anderen Seite gab es vor 10 Jahren noch keine eBikes. Da lief auch noch nicht jeder mit einem Brettchen vor dem Kopf daddelnd durch die Fußgängerzone. Es gab nicht in jedem Raum eines Hauses einen TV oder PC. Jalousien zog man von Hand hoch und runter.

Vor diesem Hintergrund bin ich mir nicht sicher, ob das Feindbild Landwirtschaft nicht gegen das Feindbild Konsum getauscht werden sollte.

Wenn man nun über die Grenzen sieht. Afrika soll seine Bevölkerung wohl in diesem Jahrhundert auf schlappe 4 Milliarden Menschen erhöhen. Auf der anderen Seite werden vielleicht nicht alle, aber wohl einige ihren Lebensstandard erhöhen. Raus aus dem Dschungel, rein in die Stadt. Auto. PC und TV. Straßenbau und Tausch der Naturflächen gegen Kulturflächen. Mehr Menschen x schlechterer Bio-Fingerabdruck. Um das abzufangen, wird es hier vieler Petitionen und Dieselfahrverbote bedürfen?

Eher sehe ich ein weiteres Insektensterben auch in anderen Regionen. Dazu arbeitet man sicher schon an künstlichen Bienen, die als Bestäubungsroboter zum Einsatz kommen. Ansonsten züchtet man Pflanzen, die sich ohne Bestäubung vermehren. 

Die Petition müsste eher lauten: Weniger Menschen machen weniger kaputt. Statt Kindergeld - Strafgeld.

Sorry wie immer für die unerwartete Meinung in einer sonst üblichen Diskussion...

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vor 5 Stunden schrieb roccolino:

Die Petition müsste eher lauten: Weniger Menschen machen weniger kaputt. Statt Kindergeld - Strafgeld.

Sorry wie immer für die unerwartete Meinung in einer sonst üblichen Diskussion...

Über Deine These habe ich nun eine ganze Nacht zugebracht und kann ihr in Bezug zu dem Thema echt nichts abgewinnen.
Da es ja um Kindergeld geht, geht es um Kinder hier in D.
Die Menschen hier werden immer weniger, haben aber in den letzten Jahren echte Zerstörung angerichtet. Diese stark zerstörte Umwelt übergeben wir an die Kinder.
Dazu übergeben wir ihnen HOFFENTLICH etwas grüne Gedanken, was Ressourcenschonung angeht. Meine Kinder werden die Folgen der Klimaerwärmung zu spüren kriegen, sie sind gestraft genug. Lassen wir unsere Kinder über Lösungen nachdenken, dann kommen sie vielleicht darauf, denn der frische Geist der Jugend hat noch mehr gelöst als wir Alten, die in anderen Kategorien denken. Misantropischer oder einfach nur enger.

In D Kinder unter Strafe zu stellen bleibt ein starkes Stück. Hier ändert das nämlich nichts, ausser, das sie unsere Probleme ausbaden müssen.
Das weltweit eine Überbevölkerung besteht, ist unumstritten. Unsere Lebensweise hilft aber, denn viele Menshen leben unter so widrigen Umständen, das ihnen ein früher Tod beschert sein wird. Glyphosat sei Dank, gentechnik veränderten Sorten auch.

Bildung ist das Gebot der Stunde, ein Beenden der weltweiten Warenströme und auch ein Handeln von  Getreide an Börsen.

Das Volksbegehren richtet sich aber an den regionalen Gegebenheiten aus und ist somit begrüßenswert. Fangen wir im Kleinen an und hören im Großen nicht auf.
Dann kann man auch hier hoffentlich wieder freudig mit Kindern leben, ohne Angst vor Strafen

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vor 6 Stunden schrieb roccolino:

Die Petition müsste eher lauten: Weniger Menschen machen weniger kaputt.

Dieser Satz impliziert, dass die Menschen rücksichtslos kaputtmachen, wenn es dem eigenen kurzfristigen Vorteil dient und damit magst Du bis auf einige bereits Aufgewachte durchaus recht haben. Aber welche Menschen schaffen wir dann am besten ab? Wohl doch wohl besser die, die am meisten kaputtmachen und da stehen wir sicher an einer der ersten Haltestellen von Gevatter Tod mit unseren derzeit ca. 10t CO2/Kopf und Jahr.

Leider wird es es anders kommen. Die größten Schmutzfinken leben am längsten, weil Sie die Macht und die Mittel haben, die ohnehin Armen noch weiter auszubluten.

Das ist jetzt wohl ein Thema, das jeder für sich entscheiden muss und ich gebe als kleinen Schritt in die - wie ich meine - richtige Richtung meine Unterschrift unter das Volksbegehren und versuche auch sonst sparsam mit den Ressourcen umzugehen. Ich habe Kinder und Enkel .....

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Am 13.1.2019 um 12:10 schrieb hoss:

Schon mal ernsthaft versucht, als normaler Bürger mit den Landwirten im Dorf konstruktiv über richtige und nachhaltige Landwirtschaft zu diskutieren oder irgendwas zu regeln? Das funktioniert nur über die Macht des Faktischen. Ist das Grundwasser verseucht, ist für drei Generationen essig ...

Hat Urban Priol in der letzten Jahressendung im Dezember schön zusammengefasst:

Durch die maßlos übertriebene Schweinezucht werden enorme Mengen Gülle erzeugt. Sehr viel Fleisch geht in den Export, was osteurpäische Bauern in den Ruin treibt. Die landen dann hier als Tagelöhner oder Kriminelle. Wir produzieren absolut über Bedarf.

Die erzeugte Gülle landet auf deutschen Feldern. Und zwar so viel, dass wir alle (!) in Form von Steuergeldern für die netten deutschen Bauern Strafzahlungen an die EU leisten. Und zwar richtig fett, Jahr für Jahr.

Warum die Strafzahlungen? Wegene den zu hohen Nitrat-Werten im Grundwasser durch die Gülle. Was nebenbei ja unser Trinkwasser ist.

Aber wie heißt es so schön? Gebt dem Volk billiges Fleisch und guten Fussball... und die Landwirtschaftlobby ist nur eine von vielen und auf die wird gehört.

bearbeitet von Geschütteltnichtgerührt
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