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didi

Wie "beflügelt" Ihr Eure Kreativität?

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Erst mal vorausgeschickt - ich finde es super, daß Bilder und Kreativität im "neuen" Forum wieder einen größeren Stellenwert haben. Insbesondere finde ich es toll, wie sich die "Mitmachthreads" entwickeln. Schön zu sehen, wie unterschiedlich die Themen angegangen werden können.

Im Thread "Welche Kamera für Street- Fotografie?" ging es auch ein Stück weit um Kreativität. Ich möchte das Thema mal in einem eigenen Thread aufgreifen...

Es ist einfach, wenn ich auf Reisen bin, neue Stadt, neue Umgebung, die Motive springen mich förmlich an... nur... ich bin halt doch meistens in meiner unmittelbaren Umgebung...

Wenn ich morgen losziehe gehe ich Wege, die ich schon zigmal gegangen bin. Ich nehme dieselben Motive wahr, die ich schon zigmal fotografiert habe. Meist auf eine ähnliche Art und Weise... man hat ja "seinen Stil"... und so mache ich immer wieder "die gleichen" Bilder...

Habt Ihr "Rezepte", neue Kreativität zu entwickeln, die eigene Kreativität zu "beflügeln"? Wie entwickelt Ihr Euch weiter, was hilft Euch, das Bekannte immer wieder "neu" zu interpretieren?

Würde mich freuen, wenn sich hieraus eine rege Diskussion entwickelt, ich bin doch mit dieser Frage - auch wenn ich zugebe, nicht vor Kreativität zu sprühen - vermutlich nicht allein???

Gruß

Dietmar

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Ich meine das es einige Möglichkeiten gibt Alltagsszenen, die einen nicht mehr begeistern kreativer in Szene zu setzen z.B. mittels Altgläsern die alle sehr spezielle Charaktere haben und mit Ihnen mittels Offen blende die altbekannte Szenerie neu ablichten.

Langzeitbelichtungen mit bewegten Szenen, Autos und Menschen, mittels ND-Filter oder Abblenden

Doppelbelichtungen für sich oder als Mitzieher, Vertikal-Horzontal oder die Kamera während der Belichtung drehen

Außerdem gibt es viele Möglichkeiten mit den Kamera internen Filtern

Schwarz-Weiß in unterschiedlichen Bearbeitungsformen. 

Abgefahrene Perspektiven, super Weitwinkel, Fisheye

HG Frank

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Den Ideen von Frank kann ich nur zustimmem. Ich will noch einen anderen Ansatz hinzu fügen.

Einen guten Impuls zur Kreativität kann man sich geben wenn man mit nur einer Festbrennweite zu Motiven  loszieht,  von denen man glaubt dass diese Brennweite für diese Motive relativ ungeeignet ist. Also fotografiere z.B.  mal die Landschaft in Deiner Umgebung nur mit 300mm oder Blumen und Wald mit 9mm. Das gilt natürlich auch für viele andere Motive wie Architektur, Sport und und.... Meistens entwickelt man für sich ja einen Lieblingsbrennweitenbereich  für bestimmte Motive. Habe ich nur eine davon völlig verschiedene Brennweite zur Verfügung bin ich gezwungen umzudenken oder komme ohne Fotos nach Hause.

Klaus

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Beschränkung des Equipments kann auch zu Kreativitätsschüben führen. Einfach mal mit der Kamera und 1 oder 2 Festbrennweitzen losziehen und dann den sog. Turnschuhzoom aktivieren. Man beschäftigt sich mehr mit den möglichen Motiven und sieht diese plötzlich ganz anders.

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Setze einen Schriftsteller vor ein leeres Blatt Papier und gib ihm einen Vorschuss in Verbindung mit einem Abgabetermin. Wenn er professionell genug ist, bringt er was zusammen, Bestseller sind dann eher die Ausnahme. Im schlimmsten Fall endet er in der Klapsmühle.

Der eigentliche Grund zur Kamera zu greifen, war doch mal der Wunsch Dinge und Ereignisse im Bild festzuhalten, die uns interessieren. Das geschah aus dem Grund heraus Freunden etwas mitzuteilen, die spätere Erinnerung zu unterstützen oder vielleicht auch dem Wunsch die Zeit wenigstens für diesen einen Moment, den Bruchteil einer Sekunde, einzufrieren.

Was ich jedoch immer mehr erlebe ist, dass Leute sich eine Kamera kaufen, in die entsprechenden Internetforen gehen und sich dann fragen lassen: Warum hast Du gerade den Baum fotografiert, was willst Du uns damit sagen, es wurde schon alles fotografiert - nur noch nicht von jedem.

Ich denke man muss sich mal vergegenwärtigen, dass man in erster Linie für sich selbst dieses Hobby betreibt. Wer nicht selbst hinter seinem Foto steht, sondern sich soweit verbiegt, dass er größtmöglichen Zuspruch erhält, wer sich mit anderen in Form von Wettbewerben messen will oder sich einfach selbst unter den Druck setzt ganz große Kunst zu machen, der wird nun mal auch das Schicksal der großen Künstler teilen - Schaffenskrise.

Besonders deutlich wird das bei den Streetfotografen. Die sitzen irgendwann vor einem Berg von Bildern und fragen sich, für was das eigentlich gut war. Die Bilder mutieren zu belanglosem Zeugs, weil man eben Dinge abgelichtet hat zu denen man vielleicht gar keine Beziehung hatte. Man hat den Auslöser gedrückt, weil das in dem Moment im Web honoriert wurde.

Wer die Kamera mit in den Urlaub nimmt, wer sein Enkelkind oder sein Hobby fotografiert, wer das Dorf-/Vereinsleben dokumentiert, ja dem gehen die Motive nie aus. Aber er erntet damit halt "nur" Anerkennung im kleinen Kreis. Für mich persönlich ist das aber wertvoller als ein Ausschnitt einer Fassade mit 3x4 Fensterrahmen im Viereck - die Kamera sauber ausgerichtet. 

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vor 41 Minuten schrieb Piesepampel:

Der eigentliche Grund zur Kamera zu greifen, war doch mal der Wunsch Dinge und Ereignisse im Bild festzuhalten, die uns interessieren. Das geschah aus dem Grund heraus Freunden etwas mitzuteilen, die spätere Erinnerung zu unterstützen oder vielleicht auch dem Wunsch die Zeit wenigstens für diesen einen Moment, den Bruchteil einer Sekunde, einzufrieren.

Da bin ich völlig bei Dir.

Irgendwann geht es aber "im Sinne des Hobbys" darüber hinaus... ich mag den Prozess des Fotografierens, das Unterwegssein, das "Drehen an Rädchen", die Auseinandersetzung mit der Umwelt - klasse, wenn dann dabei zusätzlich noch anschauenswerte Bilder bei rumkommen.

Hobby heißt bei mir auch, daß ich es in erster Linie für mich mache, Wettbewerbe mache ich gar nicht und Anerkennung ist schön, aber für meinen Seelenfrieden nur bedingt notwendig - bedingt deshalb, mit echter, offener Ablehnung hätte ich wohl auch zu kämpfen. Meine eigene Zufriedenheit reicht mir in der Regel.

So betrachtet ist es glaube ich legitim, Anregungen und eine Weiterentwicklung für sich zu suchen, nicht im Sinne der Schaffenskrise eines Künstlers - der werde ich nie 😉 - sondern einfach im Sinne der Freude am Hobby.

Gruß

Dietmar

 

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vor einer Stunde schrieb Piesepampel:

Wer die Kamera mit in den Urlaub nimmt, wer sein Enkelkind oder sein Hobby fotografiert, wer das Dorf-/Vereinsleben dokumentiert, ja dem gehen die Motive nie aus. Aber er erntet damit halt "nur" Anerkennung im kleinen Kreis. Für mich persönlich ist das aber wertvoller als ein Ausschnitt einer Fassade mit 3x4 Fensterrahmen im Viereck - die Kamera sauber ausgerichtet.  

Deine Sichtweise und Einstellung zur Fotografie ist doch in Ordnung, aber denen die von der Doko-Fotografie abweichen zu unterstellen, zumindest andeutungsweise, man würde sich verbiegen um Fotos zu erstellen die anders sind als nur eine Szene Dokumentarisch festzuhalten, um sich damit in Szene zu setzen, das ist nicht ok.

Wir haben eine Kamera und ein Objektiv, und einen der die Kamera hält, warum sollten diese Drei nicht die Kreativität des Kamerahalters mit den technischen Möglichkeiten des Kamera-Systems so ausschöpfen das auch Fotos entstehen, die nicht nur dokumentarisch eine Szenerie einfrieren. Warum kann der Kamerahalter das nicht aus Spaß machen ohne Erwartungshaltung von irgend jemanden, ich verstehe Dich, aber Fotografie ist meiner Meinung mehr und es wäre schön wenn Du auch diese Menschen akzeptierst, denn das ist alles Fotografie.

HG Frank

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Zu diesem Thema habe ich gestern ein interessantes Vorwort in der Zeitschrift fotoPRO gelesen. Ich hänge den Text mal hier an. Da unterschreibe ich jeden Satz. "Wir neigen dazu, zu denken, dass wir an einem bestimmten Punkt genug wissen. Oder wir glauben, technisches Wissen über Kameras und Co. könnte uns entscheidend weiterbringen. Tut es natürlich nicht. ..." Soweit Thomas Höpker. Seit Wochen schreiben sich hier zwei Dutzend "Hobby-Fotografen" genau darüber die Finder wund. Mit Fotografie und Kreativität hat das nichts zu tun.

Wie auch immer: spannendes Thema. Werde mit Interesse lesen, wie andere Forumsteilnehmer ihre "Kreativität beflügeln".

FotoPro.jpg

bearbeitet von Menning
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vor 3 Minuten schrieb Menning:

Seit Wochen schreiben sich hier zwei Dutzend "Hobby-Fotografen" genau darüber die Finder wund. Mit Fotografie und Kreativität hat das nichts zu tun.

Ja, das ist interessant, daß offenbar ein Großteil der Teilnehmer hier nicht durch eigene Fähigkeiten, sondern Auflösung, Sensorgröße und Technik eingeschränkt ist... :classic_unsure:

Und ich fotografischer Fußgänger reize noch nicht mal meine 1.1 aus...

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Ich finde, das ist ein ganz wichtiges Thema. Bei mir kommt es auch vor, dass ich 2,3 Monate die Kamera kaum in die Hand nehme, wenn mir die "Muße" fehlt. 

Gut tut mir, wenn ich mit einer Freundin, die zum Glück die selben Hobbies hat, zusammen los ziehe. Wir setzen uns dann auch Themen. Landschaftsaufnahmen in der goldenen Stunde an einem bestimmten Ort, Aachen mit einem 50er Objektiv, Portraits von uns gegenseitig stehen noch auf der Liste, da haben wir uns aber noch nicht so richtig ran getraut. 
Wichtig sind Lichtstimmung, Beschränkung, Thema. 

Festbrennweiten helfen sonst oft. Gerade z.B. das 75er 1,8 ist ein super Objektiv, um mal "anders" fotografieren zu müssen. 
Oder man gibt sich ein Thema wie "ungewöhnliche Bilder in gewöhnlicher (bekannter?) Umgebung". Manchmal hilft es, die Perspektive zu wechseln, das, was man fotografieren will, aus verschiedenen Blickwinkeln anzuguken, auch von oben oder unten wenn möglich. Sich auf den Boden legen. Auf eine Bank steigen. 

Mir helfen auch "Wochenaufgaben" in verschiedenen Facebookgruppen. Besonders hat mich da "girls with cameras" beflügelt. Da steht Kreativität, nicht Technik im Vordergrund. 

Ein schwieriges Thema wäre z.B. eine bestimmte emotionale Stimmung zu fotografieren. Das ist schwierig, kann aber zu besonderen Bildern führen. Letztlich muss es Spaß machen. Druck ist ganz problematisch. 

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Ich habe da vor Jahren (April 2012) dazu geschrieben (siehe unten). Inzwischen fotografiere ich noch immer, beschäftige mich (noch immer) mit Kunst, kuratiere zum ersten Mal eine große grenzberschreitende Fotodoppelausstellung und gebe selbst Workshops. Damit will ich sagen: Seitdem hat sich alles eher intensiviert, nicht abgestumpft.

Zitat

Wenn du interessantere Bilder machen möchtest, werde ein interessanterer Mensch. (Jay Maisel)

D. h. man konfrontiere sich selbst mit Ungewohntem. Dazu muss man keine Fernreise unternehmen. Es genügt sich „mit liebenden Augen” dem zuzuwenden, was man im Alltag als selbstverständlich oder uninteressant ignoriert hat.
Wenn man kreativ sein möchte, dann beschäftige man sich z. B. mit Kunst. Es gibt in meinen Augen nichts Beflügelnderes. Nicht um zu kopieren, sondern um die (vielleicht ein bisschen verklebten) Augen weit zu öffnen.

Zitat

So lange man aus dem Brunnen der Kreativität schöpfen kann, mag einem alles leicht von der Hand gehen, aber wenn nichts nachfließt, dann trocknet er aus, wie David duChemin in seinen eBooks und Büchern immer wieder betont. Ein Brunnen braucht einen Zufluss und mit unserer Kreativität ist es nicht anders. Wir brauchen Anregung, Begeisterung, den Musenkuss – und natürlich ist Fotografie trotzdem nicht leicht und erfordert viel Arbeit.

Eine Möglichkeit den Brunnen aufzufüllen ist es, die Arbeit anderer Fotograf*innen zu studieren. Unlängst habe ich hier von Emanuel Raabs „Winterwald” erzählt, ein Buch, dass mich sehr inspiriert und mir neue Möglichkeiten des Sehens und der Bildkomposition beibringt.

Eine weitere Möglichkeit besteht darin, hin und wieder mit anderen fotografieren zu gehen. Vielleicht in Gegenden, die man nicht kennt, oder sich Motive oder Bereiche der Fotografie zu wählen, die man sonst nicht beachtet.  Weiterlesen

 

bearbeitet von Subhash
Semantische Verbesserungen

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Immer wieder interessantes Thema. Die Antworten gehen eigentlich in zwei Richtungen:

  1. Fotografische "Fingerübungen" - bekannte Motive interessant ablichten lernen, indem man z.B. mit nur einer Festbrennweite loszieht, ein angeblich "ungeeignetes" Objektiv benutzt, sich ein Thema stellt usw. Hier geht es darum, sehen zu lernen und seine Technik dazu auf immer wieder neue Weise einzusetzen, um weniger austauschbare Bilder zu produzieren. Für mich ist das (ohne es abwerten zu wollen, denn es ist wichtig) weniger Kreativität als Fingerfertigkeit, Handwerk, sein Werkzeug beherrschen lernen.
  2. Im engeren Sinne kreativ sein: Hier geht es darum, wirklich etwas Neues zu schaffen. Oder überhaupt erstmal herauszufinden, was einen interessiert. Für mich gehören dazu zwei ganz wichtige Dinge: (hmpf, hier bräuchte ich jetzt eine Einrückung): a) Auseinandersetzung mit Kunst, d.h. Fotografie, Malerei, Skulptur, egal - Hauptsache Kunst. D.h. in Ausstellungen gehen, sich über andere Fotografen informieren, deren Fotos anschauen und sich überlegen, was einem daran gefällt und was nicht, was daran vielleicht "gut" ist oder was zu einem spricht, einen berührt. b) Mit anderen über Kunst und Fotografie reden, gemeinsam in Ausstellungen gehen, gemeinsam fotografieren, Prints auf den Tisch legen und intensiv diskutieren: was ist das Thema, wie wurde es umgesetzt, kommt die Aussage bei der Betrachterin an? Außerdem: alles unter a) gemeinsam tun :).

Für mich persönlich sind künstlerische Sommerakademien, in denen ab und zu auch fotografische Kurse angeboten werden, in den letzten Jahren ein guter Ort gewesen, um da weiterzukommen, vor allem, weil man wirklich gefordert wird, am Ende der Sommerakademie für die Abschluss-Ausstellung ein eigenes Projekt von Anfang bis Ende durchzuziehen. Das schaffe ich im Alltag meist nicht, und deshalb opfere ich auch mal ein, zwei Wochen Urlaub dafür. Ein Ergebnis von mehreren solchen Sommerakademien ist mein Projekt Vertrautes Land. Der letzte Teil, 2018, ist während der Internationalen Sommerakademie für Bildende Kunst in Leipzig entstanden - hardcore, zwei Wochen NUR am Fotoprojekt arbeiten, puh :classic_ohmy: ... Was Technik angeht: Ich glaube, ich wusste bis zum Schluss nur bei den wenigsten "KommilitonInnen", was sie für Kameras hatten - wir haben wohl gelegentlich über Perspektive und Bildgestaltung geredet, aber nicht im engeren Sinne über Technik. Das Fotografieren fand ja meistens außerhalb der Gruppe statt, wir haben uns nur die jeweiligen Ergebnisse als Prints angeschaut und sie diskutiert. Das Schwierigste bei solchen Projekten ist eigentlich die Themenfindung und dann, wie man es umsetzt, wie man dabei vorgeht, wie man (z.B.) mit den Menschen umgeht, die man fotografieren will. Man braucht Durchhaltevermögen und muss ehrlich mit sich selber sein. Bei alldem waren die anderen KursteilnehmerInnen und deren Arbeiten und Sichtweisen für mich unglaublich inspirierend.

Ein tolles Erlebnis und sehr zu empfehlen!

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Wie nutze ich Kreativität?

Ich versuche von anderen zu lernen. Wenn ich nicht selber rausgehe, nehme ich gerne ein Buch in die Hand, heute ist es ein Jahrbuch für Pressefreiheit (2017) der Reporter ohne Grenzen.

Ich versuche, eigene Muster zu erkennen, um ggf davon abzuweichen. Z.B. benutze ich nicht mehr selbstverständlich die Autobahn, sondern nehme auch gerne die Landstraße, wenn es sich anbietet. Das weite Thema des Sehens, anders sehen, anderes sehen. Eigene Regeln in Frage stellen.

Ich versuche zu verstehen, warum ich bestimmte Bilder mache. Welche Beziehung ich zu der Situation, der Szene oder den Motiv habe. Gleiches gilt für die Frage, warum mich bestimmte Bilder berühren.

 

 

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vor 17 Minuten schrieb Schauplatz:

Der letzte Teil, 2018, ist während der Internationalen Sommerakademie für Bildende Kunst in Leipzig entstanden - hardcore, zwei Wochen NUR am Fotoprojekt arbeiten …

Das hat sich aber gelohnt. Ich finde diesen Teil der Serie sehr berührend.

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vor 12 Minuten schrieb Subhash:

Das hat sich aber gelohnt. Ich finde diesen Teil der Serie sehr berührend.

Danke schön 😃, das freut mich.

Viele Grüße

Claudia

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Ein Vorschlag zur Anregung von Kreativität, der auf viel Leute – nicht alle – zutrifft, ist: Weniger fotografieren!

Nur weil Helmut Newton gesagt hat (oder war es doch Henri Cartier-Bresson?), deine ersten Zehntausend Fotos seien die schlechtesten, bedeutet das nicht, dass man diese Anzahl möglichst schnell hinter sich bringen sollte. Das beinahe wahllose Herunterknipsen von tausenden Motiven verhindert, sich wirklich – also wirksam – einzulassen auf einige wenige. Es ist auch nicht so, dass unter zehntausend Bildern eher zehn gute zu finden wären, als unter einhundert.

Für viele Leute, die die Tendenz haben, viele Bilder zu machen, ist es sehr lehrreich (und inspirierend), bei einem 3-stündigen Fotoausflug nur 5 Fotografien aufnehmen zu dürfen. Oder 100 in einem dreiwöchigen Urlaub.

Man versäumt nichts Wesentliches, wenn man sich beschränkt und bindet, ganz im Gegenteil.

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Hallo @Subhash. Ich kann je nach Tagesform schon viele Bilder machen und gebe dir gerne Recht. Bei so vielen Bildern ist es für mich aber lehrreich, die eigenen Bilder zu erkennen und auszusortieren, die für mich doch nur Mittelmaß sind.

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Hallo @Schauplatz.

Danke für deinen Beitrag und den Einblick in dein vertrautes Land. Beide Serien von 2008 und 2018 sind sehr nah an wesentlichen "Dingen". Sehr schön, sie zu betrachten. 2011 kann ich leider nicht aufrufen.

Dein Hinweis auf internationale Sommerakademien oder ähnliches ist interessant.

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vor 20 Minuten schrieb Ernst Wilhelm Grueter:

Danke für deinen Beitrag und den Einblick in dein vertrautes Land. Beide Serien von 2008 und 2018 sind sehr nah an wesentlichen "Dingen". Sehr schön, sie zu betrachten. 2011 kann ich leider nicht aufrufen.

Dein Hinweis auf internationale Sommerakademien oder ähnliches ist interessant.

Hallo Ernst Wilhelm,

danke für deine netten Worte und auch für deinen Hinweis auf die 2011er Serie - war ein Fehler im Menü, habe ich korrigiert.

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vor einer Stunde schrieb Subhash:

Das beinahe wahllose Herunterknipsen von tausenden Motiven verhindert, sich wirklich – also wirksam – einzulassen auf einige wenige

Ich erwische mich immer wieder dabei, Dinge nur im Vorbeigehen zu knpisen – und sie so gar nicht erst richtig zu sehen. Nicht nur weil die Bilder dann in der Regel belanglos sind, denke ich mir da manchmal, vielleicht sollte ich die Kamera öfter mal zuhause lassen und die Welt stattdessen genauer betrachten... 🙂 

"'Rezepte', neue Kreativität zu entwickeln, die eigene Kreativität zu 'beflügeln'" habe ich eigentlich keine. Ich hoffe immer nur, dass mir ein Motiv begegnet, oder dass ich beim Durchwandern meiner Welt Ausschnitte davon als Motive erkenne. Ich habe dabei keine hohen Ansprüche, und mir reicht es, wenn mir ein oder zwei "gute Bilder" – das heißt was ich dafür halte – im Jahr gelingen.

Ein Großteil meiner Fotografie ist auch ohnehin etwas, was ich als "Naturdokumentation" mit rein persönlichem Wert bezeichnen würde – ohne besonderen künstlerischen Anspruch..

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Interessantes Thema und Meinungen die ich hier lese 👍

Nur was Kreativität ist, ich mache mir Gedanken, wie ich ein Motiv oder Arrangement bildwirksam fotografiere. Meist lasse ich die Kreativität außen vor und ziehe mit meiner Kamera mit ein bis drei Festbrennweiten oder einem Zoom los, je nach dem welches Motiv ich fotografieren will.

Bevor ich losgehe zum Fotografieren, denke ich mir, was ich für Motive "mitbringe" und was ich an Gestaltung vorhabe. Mache ich jedoch einen Ausflug, um mich dort was erkundige und ein paar Aufnahmen als "Schnappschüsse" mitnehmen will, kommt Kreativität bei mir nur gelegentlich vor. Wie soll ich beispielsweise einen Wald oder Landschaft ablichten, wenn ich nur ganz selten dort bin. Dann will ich nur den schönen Moment einfangen. Wenn ich Lust und Zeit habe, probiere ich was aus.

Oder im Alltag sehe ich paar Dinge und mache mir über eine Bildidee Gedanken und behalte das gedanklich für mich fest, wie ich das später umsetze. Ob was ansprechendes für herauskommt, lass ich mich überraschen.

Man kann zwar mit der PEN-F am Kreativrad spielen, für mich ist das aber ein Werkzeug oder Beigabe das Motiv kreativ einzufangen.

vor 2 Stunden schrieb Schauplatz:

Ein tolles Erlebnis und sehr zu empfehlen! 

So schön und empfehlendswert solche Akademien sind und sehr lehrreich sowie lohnendswert sind, ich kann die leider nicht nutzen. Wenn, dann müsste ich paar Dolmetscher auf eigene Kosten dazu bestellen um den Dozenten überhaupt zu folgen.

Daher versuche ich, hier im Forum in der Bildergalerie ein paar Inspirationen aufzuschnappen und das mal auszuprobieren. Und ja, es gibt Bücher, ich weiß ...

Gruß Pit

 

bearbeitet von pit-photography

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Ich habe es auch als hilfreich empfunden, bei Flickr z.B. Fotografen zu suchen, deren Stil ich mag und mich damit auseinanderzusetzen, warum ich das mag. Und dann kann man da dann z.B. auch suchen, welche Fotografen wiederum diese ausgesuchten Fotografen toll fanden um sich inspirieren zu lassen. Das schwierigste ist aber dabei dann (finde ich), einen eigenen Stil abzugrenzen und nicht einfach das nachzumachen, was andere machen. 
Möglicherweise ist es dafür dann auch ganz gut, nicht nach rechts und links zu schauen und nur zu schauen, was gefällt MIR besonders. 
Ob das dann Kunst ist, das weiß ich nicht. Aber vielleicht liegt das auch immer mal im Auge des Betrachters. Sind viele "likes" ein Kennzeichen für GUTE Fotos? Wie sehr lasse ich mich vielleicht beeinflussen in meiner Meinung, was ein GUTES Foto ist?

Nicht dass ich die Antworten wüsste... ich bin in der Stilfindung und empfinde es gerade auch irgendwie als schön, keinen festen Stil zu haben 😉

 

bearbeitet von ViviKimi

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Ich für meinen Teil habe das Gefühl fast automatisch kreativ sein zu können, sobald ich die "Normalperspektive" mit maximaler Schärfentiefe verlasse. Wenn ich durch den Sucher etwas sehe was meine Augen so gar nicht wahrnehmen. D.h. wenn ich nah an ein Motiv herangehe, wenn der Ausschnitt im Sucher etwas ist was mein Blick so gar nicht erfaßt, weil es zu klein ist, weil Unschärfe im Nahbereich Abstraktion induziert. Dann kann ich mich in der kreativem Beschäftigung mit dem Motiv (Perspektiven, Ausschnitte, Objektive, Aufnahmetechniken) so verlieren, daß es wie Meditation ist. 

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vor 5 Minuten schrieb ViviKimi:

bei Flickr z.B. Fotografen zu suchen, deren Stil ich mag und mich damit auseinanderzusetzen, warum ich das mag.

So einen Weg gehe ich auch, allerding auf 500px.

Inspiration ist der beste Weg, die eigene Kreativität zu finden. Hat nichts mit Abkupfern zu tun. Beispiel Portraitfotografie: Wenn man Querbeet mal solche Fotografien anschaut, unterscheiden sie sich kaum. Es gibt viele Ideen und Gesichter, nur auf Nuancen kommt es an. Soll aber nicht heißen, dass man dann automatisch der "Erfinder" der Bildwirkung ist. Manche entwickeln sich und verfeinern die Technik bzw. Kreativität.

WIe man sieht, Fotografie ist ein unendlicher Horizont. Selbst der millionenfach fotografierte Eiffelturm kann immer wieder für kreative Schöpfungen genutzt werden.

Gruß Pit

 

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vor 16 Stunden schrieb pit-photography:

Bevor ich losgehe zum Fotografieren, denke ich mir, was ich für Motive "mitbringe" und was ich an Gestaltung vorhabe.

Das wäre eine Herangehensweise. Eine andere ist es sich vom Motiv sozusagen rufen zu lassen. Sich nichts vorzustellen, nicht zu „prävisualisieren“, sondern in einen Dialog mit dem Geist zu treten, der sich mir zeigt.

Ein sehr inspirierendes Buch ist Gross & Shapiro: „Tao of Photography“.

Zitat

„Seeing beyond seeing” lautet der Untertitel dieses Buches, also „Sehen jenseits von Sehen”. Jenseits von konventionellem, uninspiriertem, vorgestanztem Sehen. Es handelt sich um eines der besten Bücher über Fotografie, das ich kenne. Vielleicht abgesehen von der Kamera-Gebrauchsanweisung, denn wenn man nicht einmal weiß, wie Blende und Belichtungszeit zusammenhängen, ist erst einmal ein wenig Technikstudium angezeigt. Aber wenn es einem darum geht, bessere Fotos zu machen – Scharfstellen und richtig belichten kann man schon – dann hat der alte Chinesische Weise Dschuang Dsï, erhellt durch die Philosophen S. I. Shapiro und Phillipe L. Gross, der als Fotograf viele Bildbeispiele liefert, eine Menge zu sagen.

tao_of_photography_153317859.jpg

bearbeitet von Subhash
Buchcover ergänzt
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